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Happy birthday, FinTech Hub!


Der Deutsche Börse FinTech Hub in Frankfurt feiert seinen ersten Geburtstag. Seit Anfang Mai 2016 betreiben vier Start-ups aus der Finanzbranche mietfrei auf insgesamt 450 Quadratmetern im aufstrebenden Frankfurter Ostend, mitten im Szene-Viertel rund um die Berger Straße, ihre Geschäfte. Die Mitarbeiter des Deutsche Börse Venture Networks stehen den Fintechs beratend zur Seite und vermitteln Kontakte.

Fintura, Cashlink, Dwins und Savedroid: In den vergangenen zwölf Monaten haben sich die vier Firmen stetig weiterentwickelt, erste Finanzierungen wurden abgeschlossen oder stehen unmittelbar bevor, die Mitarbeiterzahl der jungen Unternehmen hat sich mehr als verdoppelt. Zahlreiche Veranstaltungen im FinTech Hub haben dafür gesorgt, dass Frankfurt national wie international ins Blickfeld der FinTech-Szene geraten ist. So waren zuletzt Delegationen aus Norwegen und Südkorea im Hub der Börse, um sich mit den Gründern der Fintechs und den Mitarbeitern des Deutsche Börse Venture Networks auszutauschen.

Mit den regelmäßig stattfindenden „Rooftop Talks“ bringt die Deutsche Börse Studenten, Gründer und Vertreter der etablierten Institutionen am Finanzplatz zusammen und fördert den Austausch untereinander. Daneben ist die Deutsche Börse auch Sponsor des Tech Quartiers, eines weiteren Fintech-Zentrums in Frankfurt, das Ende 2016 auf Initiative der Hessischen Landesregierung entstanden ist.

Was die Hauptakteure sagen

„Nach nur einem Jahr zeigt sich ganz deutlich: Frankfurt und Fintech, das passt zusammen, hier spielt die Musik derzeit am lautesten in Europa. Dank der gemeinsamen Initiativen von Politik und Wirtschaft hat Frankfurt einen großen Schritt gemacht“, sagte Carsten Kengeter, CEO der Deutschen Börse, anlässlich der Geburtstagfeier, „Frankfurt soll einer der führenden Fintech-Standorte in Europa werden. Jetzt, nach dem Brexit, stehen die Chancen dafür besonders gut. Wir als Deutsche Börse werden weiterhin unseren Beitrag dazu leisten.“

Gernot Overbeck, Geschäftsführer & Gründer von Fintura: „Während des ersten Jahres im FinTech Hub haben wir unser Team von fünf auf zwölf Mitarbeiter ausgebaut und unser Business Design zu einem Finanzierungsportal für KMUs weiterentwickelt: Wir vermitteln jetzt auch Leasing, Factoring, Finetrading etc. und haben fast alle B2B-Fintechs als Partner. Der FinTech Hub ist für uns mit seiner offenen Atmosphäre, seinen „Rooftop Talks“ und dem tollen Venture Network-Team zur Heimat geworden. Hier zu arbeiten inspiriert uns und bietet den optimalen Entwicklungsraum für unsere Ideen.“

Lars Olsson, CEO & Co-Founder von Cashlink: „Wir genießen die innovative Arbeitsatmosphäre im FinTech Hub der Deutschen Börse. Die tollen Voraussetzungen hier haben einen wichtigen Teil zum Wachstum unseres Unternehmens beigetragen. Nach einem Jahr hat sich unter den Start-ups und dem Deutsche Börse Venture Network ein starkes Netzwerk entwickelt, das inzwischen auch weit nach außen strahlt. Es zeigt, welches Potenzial in der Frankfurter Fintech-Szene steckt.”

Benjamin Michel, CEO & Co-Founder von Dwins: „Der Einzug in den FinTech Hub hat sich für uns als herausragendes Accelerator-Programm herausgestellt: Durch unseren Umzug in die Finanzmetropole Frankfurt konnten wir neue Kunden im Bankenbereich gewinnen und in der einzigartigen Atmosphäre des FinTech Hubs an der ersten Beyond Banking App Deutschlands arbeiten. Dabei hilft der intensive Austausch mit den anderen Start-ups, um voneinander zu lernen und sich jeden Tag aufs Neue zu Bestleistungen anzuspornen. Besonders gefreut haben wir uns, dass die harte Arbeit mit dem Sieg des Deutsche Bank Hackathons aus mehr als 150 Teams weltweit belohnt wurde.“

Yassin Hankir, Vorstandsvorsitzender & Gründer von Savedroid: „Der FinTech Hub ist für uns ein echter Glücksgriff. Der kontinuierliche Austausch mit den anderen Start-ups, das Sparring mit den Kollegen der Deutschen Börse und die Top-Lage direkt bei der Berger Straße sind extrem hilfreich. Seit unserem Start im Hub haben wir in nur einem Jahr unser Team von zehn auf 17 Mitarbeiter vergrößert, unsere Spar-App mit mittlerweile mehr als 150.000 Downloads an den Markt gebracht und zwei Finanzierungsrunden erfolgreich abgeschlossen.“

Kassamarkt im April bei 106,2 Milliarden

Im April lag der Orderbuchumsatz aller gehandelten Wertpapierarten an den Handelsplätzen Xetra, Börse Frankfurt und Tradegate Exchange bei insgesamt 106,2 Milliarden Euro (April 2016: 110,2). Davon entfielen 96,9 Milliarden Euro auf Xetra (April 2016: 100,6). Der durchschnittliche Xetra-Tagesumsatz lag im April bei 5,4 Milliarden Euro (April 2016: 4,8 Milliarden). 3,4 Milliarden Euro Umsatz erzielte der Handelsplatz Börse Frankfurt (April 2016: 3,7 Milliarden). An der Tradegate Exchange lag der Umsatz im April bei rund 5,9 Milliarden Euro (April 2016: 5,9 Milliarden). Nach Wertpapierarten entfielen im gesamten Kassamarkt auf Aktien im April rund 91,9 Milliarden Euro. Im Handel mit ETFs/ETCs/ETNs lag der Umsatz bei 12,3 Milliarden Euro. In Anleihen wurden 0,4 Milliarden Euro umgesetzt, in strukturierten Produkten 1,1 Milliarden Euro und in Fonds 0,1 Milliarden Euro.

Auf der elektronischen Handelsplattform Eurex Bonds wurde im April mit Anleihen ein Volumen von 7,1 Milliarden Euro (Einfachzählung, vorwiegend Staatsanleihen) gehandelt (April 2016: 6,3 Milliarden Euro). Nach Anzahl der Transaktionen betrachtet wurden auf Xetra im April 20,2 Millionen Geschäfte abgeschlossen (April 2016: 19,8 Millionen). Umsatzstärkster DAX-Titel auf Xetra im April war Deutsche Bank AG mit 5,4 Milliarden Euro. Bei den MDAX-Werten lag STADA Arzneimittel AG mit 738 Millionen Euro Umsatz vorn. Im Aktienindex SDAX führte Klöckner & Co SE mit 143 Millionen Euro und bei den TecDAX-Werten Dialog Semiconductor Plc. mit 787 Millionen Euro. Umsatzstärkster ETF auf Xetra war iShares Euro STOXX 50 UCITS ETF mit 1,1 Milliarden Euro. Weitere Einzelheiten sind online in der Kassamarktstatistik der Deutschen Börse, ein europaweiter Vergleich der Handelsplätze bei der Federation of European Securities Exchanges (FESE).

03.05.2017 | 18:20

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