boerse am sonntag - headline

Schliekers Woche

Ja, das ist die Berliner Luft...

Air Berlin hat nun statt Gepäck seinen Geist aufgegeben. Das war ja zu erwarten – wenn man fliegt ohne Aufwind, dann passiert das eben. Die eigentliche Katastrophe aber haben die Emire vom Golf zu verzeichnen: Ihre Fluglinie Emirates ist überall da beteiligt, wo es weh tut, bei Alitalia zum Beispiel auch. Weh tut es nun auch den Besitzern von Air-Berlin-Aktien. [mehr]

Micky lässt das Mausen nicht

Walt Disney will nicht mehr teilen. Der US-Unterhaltungsgigant hat, so meint er wohl, lange genug anderen beim Geldverdienen zugesehen – Netflix etwa, wo die Produkte des Film- und Serienproduzenten in den USA exklusiv zu sehen sind. Aber nicht mehr lange: Die Mäuse sollen demnächst beim Konzern selbst landen. [mehr]

Boom: Müssen wir uns fürchten?

Eine eigenartige Wirtschaftsmischung beherrscht die Nachrichten, Meldungen, und offenbar die Realität dahinter: Die Unzufriedenheit mit der abnormen Zinslage dringt allerorten zu Gehör. Gleichzeitig aber folgt eine Höhenflugsmeldung der anderen auf dem Fuße, an der Wall Street werden Rekorde gefeiert. Was blüht dem DAX? [mehr]

Die langsame Wende eines Tankers

Nach Jahren des Umbaus, zeitweise erinnerte es an ein Schlingern, scheint der Riesentanker Deutsche Bank den Bug in die richtige Richtung zu drehen. Das war bei Vorlage der Halbjahreszahlen das, was die Investoren und Freunde des Hauses stimmungsmäßig über Wasser hielt. Kurzzeitig stieg der Wert der Aktie auf fast 17 Euro – ehe es zum Wochenschluss wieder die schon bekannten 15 plus X wurden. [mehr]

Geldpolitik in Nöten

So recht scheint Mario Draghi nicht zu wissen, wie man die ultralockere Geldpolitik beenden kann, ohne dass es zu Kurseinbrüchen am Aktienmarkt kommt. Schon zarte Bemerkungen nach der Juni-Sitzung in diese Richtung hatten kurzzeitig den DAX schwer unter Druck gesetzt. [mehr]

Der Diesel sorgt im DAX für Bremsspuren

Nun also auch noch Daimler. Zwei Diesel-Baureihen sollen sich auf der Straße nicht so sauber verhalten wie auf dem Prüfstand. Schrecksekunde an der Börse: Die Daimler-Aktie verlor nach Bekanntwerden der Umstände kurzzeitig vier Prozent an Wert – fing sich aber recht schnell bei rund 65 Euro. Das ist deutlich unter den Höchstkursen des Jahres, und auch ein versöhnlicher Wochenschluss hilft der Aktie nicht wirklich. Die Stuttgarter sollten vielleicht mal in Wolfsburg anrufen – meint Reinhard Schlieker. [mehr]

Airbus-aktie: ex oriente lux!

Airbus verkauft 140 Jets nach China, für 20 Milliarden! Diese erste – und womöglich bald überschattete – positive Schlagzeile zum beginnenden G-20-Gipfel lieferte Tom Enders beim Staatsbesuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping, noch nicht ganz auf dem Vorfeld von BER, aber durchaus im Vorfeld zahlreicher Handelsgespräche und -abschlüsse. Steigt die Aktie nun? Reinhard Schlieker gießt etwas Wasser in den Wein. [mehr]

Arabien verschnupft - Katar hat Husten

Es ist eines der reichsten Länder der Welt – das Emirat Katar. Man katapultierte sich von einem nomadenbesiedelten Fischfanggebiet mit rückständiger Bevölkerung innerhalb weniger Jahrzehnte in die Liga der dekorierten Ölscheichs und wurde auf der internationalen Bühne eine Größe für sich. Rückständig blieb man allerdings. Und jetzt kommt die Quittung: Reinhard Schlieker macht die Rechnung auf. [mehr]

Das wahre Gesicht von Facebook

2014 hat Facebook, das kleine freundliche Studentennetzwerk von nebenan, das Startup-Unternehmen Whatsapp übernommen – ein Botschaftsdienst von großer Beliebtheit, dessen Basis wie die von Facebook aus Daten, Daten, Daten besteht. Und natürlich würden diese Daten nicht zu einer kritischen Masse vereinigt und verdichtet, so schwor man hoch und heilig. Um es dann doch zu tun. Was Anleger über Facebook wissen sollten, verrät Reinhard Schlieker. [mehr]

Kommende Woche in Frankfurt – Aufruhr der Saison?

Die Hauptversammlungs-Parade der deutschen Aktiengesellschaften marschiert – schon bei den bisherigen Zahlenpräsentationen ging es nicht durchweg harmonisch zu. Bei der Deutschen Bank könnte es ein recht munteres Aktionärstreffen werden, ja, vielleicht wird’s sogar turbulent. Reinhard Schlieker blickt voraus. [mehr]

Robust oder tollkühn? Börsen auf Speed!

Brexit-Verhandlungen, EZB-Anleihenprogramm, Wahlen in Frankreich, Neuwahlen in Großbritannien: es kracht an allen Ecken. Doch all diese Turbulenzen ergreifen einen Sektor nicht, der aufgrund seiner Struktur eigentlich hypernervös zu sein hätte: die Börse. Der DAX, von wenigen Durchhängern abgesehen, hat die 12.000-Punkte-Marke solide überschritten und nach der Frankreich-Wahl sogar ein neues Allzeithoch erklommen. Wieso ist die Börse so stabil? Reinhard Schlieker analysiert. [mehr]

Risiken und Nebenwirkungen des Internets

Immer mehr Transaktionen werden per Internet abgewickelt. Sei es, daß die Bank die Anlage-Entscheidung per Mail vom Kunden erhält, sei es dass Anleger selbst tätig werden und direkt handeln. Schon auf den zweiten Blick ist diese Art der Anlage sehr komplex. Es ergeben sich immer neue online-Problemfelder, wie schon das einfache Beispiel einer Reisebuchung online zeigt. Und wenn im Falle des Falles der Schaden lediglich finanzieller Natur ist, kann von Glück geredet werden. Reinhard Schlieker warnt die Anleger. [mehr]

Ausgeregelt – vorerst

Zum Ende der Woche vielleicht kein beherrschendes, aber wohl doch beachtenswertes Thema für das interessierte Börsenpublikum: Das letzte große Treffen der regierenden Koalition. Themen, die die Aktienkurse hätten drücken könne, blieben seitab. Aber wieviel Entwarnung für DAX & Co. steckt in dieser Nachricht? Sie haben es geahnt: gar keine! Reinhard Schlieker kommentiert. [mehr]

Kraut & Rüben von Amazon & Co.

Gibt es eigentlich einen Markt? Und wenn nicht, können wir ihn erschaffen? Das scheint das Motto von Jeff Bezos, dem Gründes des inzwischen unbestreitbar etablierten Onlinehändlers Amazon zu sein. Nach dieser Prämisse macht sich der Amerikaner jeweils auf zu neuen Ufern. Anfänglich ein telefonbasierter Buchlieferant, übernahmen seine Amazonier weltweit bestehende Firmen und erweiterten das Geschäftsmodell. Wer erinnert sich da noch an „Telebuch.de“ aus Regensburg? [mehr]

EON: Stromer in der Klemme

„Risiko“ wird 2017 übersetzt mit: „Politik“. Die Crème der deutschen Wirtschaft hat 2016 blendend verdient. Dennoch – auch wenn die Konzerne derzeit über 90 Milliarden Euro Reserven gebunkert haben und so aussehen, als könnten sie noch manches Unwetter überstehen: Man sollte die disruptive Wirkung amateurhafter und irrationaler Politik nicht unterschätzen, warnt Reinhard Schlieker. [mehr]

Fusions-Aus: Börsen nicht heiratsfähig

In London muss es sehr vernehmlich „pfffft“ gemacht haben, als die Anforderung der EU bekannt wurde: Die Londoner Börse LSE sollte zunächst eine italienische Beteiligung abstoßen. Angesichts des Milliardenprojekts wäre das kein so dramatisches Opfer gewesen – im Lichte der jüngsten Entwicklungen aber ist das ein betörender Anlass, nein zu sagen, Luft abzulassen und elegant zu entschwinden aus der europäischen Umlaufbahn. Und nun? [mehr]

Die May ist gekommen

Die May, Theresa May, ist gekommen – und hat einiges an Verwirrung gebracht. Ob es ein einziges großes Experiment wird, Versuchsanordnung ersonnen im 17./18. Jahrhundert unter der Bezeichnung Merkantilismus? Trump macht es ja vor. Oder wird es einfach nur ein Luftablassen aus stark aufgepumpten Twitternachrichten? Jedenfalls dürfen wir uns auf unlangweilige Zeiten freuen – orakelt zumindest Reinhard Schlieker. [mehr]

Dilemma ist gar kein Ausdruck!

Da ist sie plötzlich wieder, die Inflation. Tagesgelder, Sparbriefe, Bargeld werden dahinschwinden wie austrocknende subtropische Seen. Und es gab nichts, was die Europäische Zentralbank dafür oder dagegen getan hat oder hätte tun können: Wie so oft kamen die Impulse und Anstöße von ferne, aus Weltgegenden, wo Kamele wohnen. Aus Ländern, die die Draghi-Truppe zwar beobachten, in denen sie aber nicht eingreifen kann, den Landen des Erdöls nämlich. Machtlos im Sand, auf dem Grund ausgetrockneter Gewässer, so stehen Draghis Mannen. Reinhard Schlieker kritisiert. [mehr]

In Asien auf dem Sprung

Blicken wir nach Vietnam. Der Globus ist einfach zu groß, als dass man ihn auf täglicher Basis im Auge behalten könnte. Mag sich jedenfalls ein großer Teil der deutschen und europäischen Wirtschaft und definitiv der Politik so denken. Dabei sind die asiatischen Länder des Südostens mit Sicherheit beachtenswert, und man könnte mittlerweile viel von ihnen lernen. Vietnam ist ein gutes Beispiel, wie Reinhard Schlieker bemerkt. [mehr]

Volkswagen: Zu wenig, zu spät?

Volkswagen

VW spricht von einer „Radikalkur“, und was der Vorstand nun bestätigte, mag für den Wolfsburger Konzern tatsächlich wie eine unerhörte Kraftanstrengung wirken: Diese Kürzungen, Sparmaßnahmen, Umbauten sind aber nur das, was andere längst hinter sich haben – oder gar nicht brauchten, weil sie ohnehin stetig mit der Zeit gingen. Reinhard Schlieker kommentiert. [mehr]

Schlieker stellt fest: Trump ist Trumpf

Für manche Aktien gilt es: Trump ist Trumpf! Der Blick auf die Kurstafeln beweist es. Wobei die Nachfrage nach Aktien amerikanischer Zementhersteller und großen Baukonzernen wohl eine Kuriosität ist – allein aufgrund der Ankündigung, eine tausende Kilometer lange Mauer zu Mexiko zu errichten, stiegen solche Werte aber tatsächlich nach der Wahl in den USA. Der neue Präsident mit Pfälzer Migrationshintergrund macht wohl doch manches möglich, das vorher undenkbar schien. [mehr]

Neues von der Zombifizierung

Times Square, New York

Alles bebt und zittert und zagt ob der denkbaren Ausgänge der US-Präsidentschaftswahl. Dabei werden all die martialischen Sprüche vom einen, dass man Amerika in den Mittelpunkt stellen und das Globale den eigenen Interessen unterordnen solle, von der anderen ähnlich, nur höflicher, niemals eins zu eins Realität werden. Und was die eigenen Interessen betrifft – war das je anders? Haben die USA in 240 Jahren stets zuerst an andere gedacht und dann an sich selbst? Na, die wären schön blöd gewesen! Reinhard Schlieker beobachtet. [mehr]

Schlieker über die Deutsche Bank: Silberstreif am Horizont

Im dritten Quartal des Jahres ist der größten deutschen Bank Unerwartetes widerfahren: Man hat vor Steuern 619 Millionen Euro verdient, was von der Summe her allerdings den Effekt eines Wassertropfens auf einer gut heißen Herdplatte ausmacht. Deshalb reagierte auch der Aktienkurs kaum, schließlich lauern im Hintergrund genügend Risiken, die ein Vielfaches dieser Millionen verschlingen könnten. [mehr]

Samsung! Note 7! Setzen!

Note 7 – das ist Englisch. Es erinnert aber an das deutsche Schulsystem, wo es eine Note 7 bislang nicht gibt; angesichts der Samsung-Smartphone-Pleite gehört sie aber erfunden. Nachdem sogar werksseitig nachgebesserte Galaxy-Spitzenmodelle reihenweise in Flammen aufgingen, lösten sich die Gewinnerwartungen bei Samsung, soweit absehbar, in Rauch auf – nicht nur nach Meinung von Reinhard Schlieker, der die Koreaner hier benotet. [mehr]

Apples Steuermilliarden: Die Gierigen unter sich

Geld macht sinnlich, wie unser Kolumnist Reinhard Schlieker feststellt. Da kann man durchaus glauben, dass spröde Bürokraten in Brüssel ebenso wie Steuerkommissare in den USA feuchte Hände, wenn nicht gar Tränen der Rührung in die Augen bekommen, wenn sie sich bei Apple den Steuersatz im Vergleich zu den Ersparnissen ansehen. Früher oder später war zu erwarten, dass dies viele sinnliche Geld die Bürokraten-Phantasien anregt. [mehr]

Enkeltrick goes Internet

Digitale Psychoterroristen sind unterwegs, oder vielmehr nicht unterwegs, denn sie bleiben schön da, wo sie sitzen und schieben die Grenzen des Cybercrime immer weiter hinaus. Die Opfer sind keineswegs mehr verwirrte ältere Leute, die von Betrügerbanden zur Plünderung ihrer Konten genötigt werden, weil angeblich ein Verwandter in Not ist. Es sind gestandene Finanzvorstände, devote Buchhalter und am Ende meist das ganze betroffene Unternehmen. Auch große, börsennotierte Konzerne gehören dazu, wie Reinhard Schlieker feststellt. [mehr]

Twitter soll nicht sterben!

Twitter ist weltweit wichtig genug, um unter einem Gerücht, der Dienst werde 2017 geschlossen, erheblich zu leiden. Das Gerücht, am vergangenen Donnerstag – natürlich via Twitter – in die Welt gesetzt, wäre womöglich glaubhaft gewesen, wenn man sich nur die Ertragslage des kalifornischen Unternehmens ansieht. Reinhard Schlieker geht der Sache nach. [mehr]

Flix bei der Sache: Post ist abgefahren

Der gute alte Postbus, er ist nicht mehr. Der neue nun genausowenig. Flixbus, ein Startup von 2011, betätigt sich als Krake. Kein Gewinn, keine Freude fand der Briefdienstleister an seinem Mobilitätsprodukt, wo er doch besonderen Komfort und Service zu bieten sich anheischig gemacht hatte. Jetzt reisen nur noch DHL-Pakete im Feldversuch, und das mit Flixbus. Reinhard Schlieker kommentiert. [mehr]

Bankenkrise: Katastrophenland Italien

Nach den Wirren des Brexit – und der derzeitigen Ungewissheit über den Fortgang der Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU – schiebt sich ein jahrzehntealtes Problem wieder mal in den Vordergrund: Italien und seine Finanzen. Die Dauerkrise der Banken im Lande, die so kaputt sind wie das Theater von Taormina, beschäftigt die Experten, ohne dass eine Lösung im Sinne Europas in Sicht wäre. Reinhard Schlieker kommentiert. [mehr]

Schmutzige Deals

Börse LSE

Reinhard Schlieker fragt: Wo wird Europas Superbörse beheimatet sein? Großbritannien, das nach Verlassen der Europäischen Union ganz eigene Wege gehen könnte, scheint einigen Akteuren weniger denn je geeignet. Und wie geht es weiter für Carsten Kengeter? Immerhin hatte der deutsche Börsenchef noch im März erklärt: „Die Fusion ist gottgewollt!“ Lesen Sie dazu auch unser „Spezial“. [mehr]

Aktuelle Ausgabe

31 / 2017

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