boerse am sonntag - headline

Schliekers Woche

Die May ist gekommen

Die May, Theresa May, ist gekommen – und hat einiges an Verwirrung gebracht. Ob es ein einziges großes Experiment wird, Versuchsanordnung ersonnen im 17./18. Jahrhundert unter der Bezeichnung Merkantilismus? Trump macht es ja vor. Oder wird es einfach nur ein Luftablassen aus stark aufgepumpten Twitternachrichten? Jedenfalls dürfen wir uns auf unlangweilige Zeiten freuen – orakelt zumindest Reinhard Schlieker. [mehr]

Dilemma ist gar kein Ausdruck!

Da ist sie plötzlich wieder, die Inflation. Tagesgelder, Sparbriefe, Bargeld werden dahinschwinden wie austrocknende subtropische Seen. Und es gab nichts, was die Europäische Zentralbank dafür oder dagegen getan hat oder hätte tun können: Wie so oft kamen die Impulse und Anstöße von ferne, aus Weltgegenden, wo Kamele wohnen. Aus Ländern, die die Draghi-Truppe zwar beobachten, in denen sie aber nicht eingreifen kann, den Landen des Erdöls nämlich. Machtlos im Sand, auf dem Grund ausgetrockneter Gewässer, so stehen Draghis Mannen. Reinhard Schlieker kritisiert. [mehr]

In Asien auf dem Sprung

Blicken wir nach Vietnam. Der Globus ist einfach zu groß, als dass man ihn auf täglicher Basis im Auge behalten könnte. Mag sich jedenfalls ein großer Teil der deutschen und europäischen Wirtschaft und definitiv der Politik so denken. Dabei sind die asiatischen Länder des Südostens mit Sicherheit beachtenswert, und man könnte mittlerweile viel von ihnen lernen. Vietnam ist ein gutes Beispiel, wie Reinhard Schlieker bemerkt. [mehr]

Volkswagen: Zu wenig, zu spät?

Volkswagen

VW spricht von einer „Radikalkur“, und was der Vorstand nun bestätigte, mag für den Wolfsburger Konzern tatsächlich wie eine unerhörte Kraftanstrengung wirken: Diese Kürzungen, Sparmaßnahmen, Umbauten sind aber nur das, was andere längst hinter sich haben – oder gar nicht brauchten, weil sie ohnehin stetig mit der Zeit gingen. Reinhard Schlieker kommentiert. [mehr]

Schlieker stellt fest: Trump ist Trumpf

Für manche Aktien gilt es: Trump ist Trumpf! Der Blick auf die Kurstafeln beweist es. Wobei die Nachfrage nach Aktien amerikanischer Zementhersteller und großen Baukonzernen wohl eine Kuriosität ist – allein aufgrund der Ankündigung, eine tausende Kilometer lange Mauer zu Mexiko zu errichten, stiegen solche Werte aber tatsächlich nach der Wahl in den USA. Der neue Präsident mit Pfälzer Migrationshintergrund macht wohl doch manches möglich, das vorher undenkbar schien. [mehr]

Neues von der Zombifizierung

Times Square, New York

Alles bebt und zittert und zagt ob der denkbaren Ausgänge der US-Präsidentschaftswahl. Dabei werden all die martialischen Sprüche vom einen, dass man Amerika in den Mittelpunkt stellen und das Globale den eigenen Interessen unterordnen solle, von der anderen ähnlich, nur höflicher, niemals eins zu eins Realität werden. Und was die eigenen Interessen betrifft – war das je anders? Haben die USA in 240 Jahren stets zuerst an andere gedacht und dann an sich selbst? Na, die wären schön blöd gewesen! Reinhard Schlieker beobachtet. [mehr]

Schlieker über die Deutsche Bank: Silberstreif am Horizont

Im dritten Quartal des Jahres ist der größten deutschen Bank Unerwartetes widerfahren: Man hat vor Steuern 619 Millionen Euro verdient, was von der Summe her allerdings den Effekt eines Wassertropfens auf einer gut heißen Herdplatte ausmacht. Deshalb reagierte auch der Aktienkurs kaum, schließlich lauern im Hintergrund genügend Risiken, die ein Vielfaches dieser Millionen verschlingen könnten. [mehr]

Samsung! Note 7! Setzen!

Note 7 – das ist Englisch. Es erinnert aber an das deutsche Schulsystem, wo es eine Note 7 bislang nicht gibt; angesichts der Samsung-Smartphone-Pleite gehört sie aber erfunden. Nachdem sogar werksseitig nachgebesserte Galaxy-Spitzenmodelle reihenweise in Flammen aufgingen, lösten sich die Gewinnerwartungen bei Samsung, soweit absehbar, in Rauch auf – nicht nur nach Meinung von Reinhard Schlieker, der die Koreaner hier benotet. [mehr]

Apples Steuermilliarden: Die Gierigen unter sich

Geld macht sinnlich, wie unser Kolumnist Reinhard Schlieker feststellt. Da kann man durchaus glauben, dass spröde Bürokraten in Brüssel ebenso wie Steuerkommissare in den USA feuchte Hände, wenn nicht gar Tränen der Rührung in die Augen bekommen, wenn sie sich bei Apple den Steuersatz im Vergleich zu den Ersparnissen ansehen. Früher oder später war zu erwarten, dass dies viele sinnliche Geld die Bürokraten-Phantasien anregt. [mehr]

Enkeltrick goes Internet

Digitale Psychoterroristen sind unterwegs, oder vielmehr nicht unterwegs, denn sie bleiben schön da, wo sie sitzen und schieben die Grenzen des Cybercrime immer weiter hinaus. Die Opfer sind keineswegs mehr verwirrte ältere Leute, die von Betrügerbanden zur Plünderung ihrer Konten genötigt werden, weil angeblich ein Verwandter in Not ist. Es sind gestandene Finanzvorstände, devote Buchhalter und am Ende meist das ganze betroffene Unternehmen. Auch große, börsennotierte Konzerne gehören dazu, wie Reinhard Schlieker feststellt. [mehr]

Twitter soll nicht sterben!

Twitter ist weltweit wichtig genug, um unter einem Gerücht, der Dienst werde 2017 geschlossen, erheblich zu leiden. Das Gerücht, am vergangenen Donnerstag – natürlich via Twitter – in die Welt gesetzt, wäre womöglich glaubhaft gewesen, wenn man sich nur die Ertragslage des kalifornischen Unternehmens ansieht. Reinhard Schlieker geht der Sache nach. [mehr]

Flix bei der Sache: Post ist abgefahren

Der gute alte Postbus, er ist nicht mehr. Der neue nun genausowenig. Flixbus, ein Startup von 2011, betätigt sich als Krake. Kein Gewinn, keine Freude fand der Briefdienstleister an seinem Mobilitätsprodukt, wo er doch besonderen Komfort und Service zu bieten sich anheischig gemacht hatte. Jetzt reisen nur noch DHL-Pakete im Feldversuch, und das mit Flixbus. Reinhard Schlieker kommentiert. [mehr]

Bankenkrise: Katastrophenland Italien

Nach den Wirren des Brexit – und der derzeitigen Ungewissheit über den Fortgang der Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU – schiebt sich ein jahrzehntealtes Problem wieder mal in den Vordergrund: Italien und seine Finanzen. Die Dauerkrise der Banken im Lande, die so kaputt sind wie das Theater von Taormina, beschäftigt die Experten, ohne dass eine Lösung im Sinne Europas in Sicht wäre. Reinhard Schlieker kommentiert. [mehr]

Schmutzige Deals

Börse LSE

Reinhard Schlieker fragt: Wo wird Europas Superbörse beheimatet sein? Großbritannien, das nach Verlassen der Europäischen Union ganz eigene Wege gehen könnte, scheint einigen Akteuren weniger denn je geeignet. Und wie geht es weiter für Carsten Kengeter? Immerhin hatte der deutsche Börsenchef noch im März erklärt: „Die Fusion ist gottgewollt!“ Lesen Sie dazu auch unser „Spezial“. [mehr]

Schlieker zum Brexit: Ein Manifest der Ignoranz

London

Die Brexiteers wollen den Kuchen essen – und gleichzeitig behalten. Leider haben ihnen ihre populistischen (Ver-)Führer nicht erzählt, dass das nicht geht. Und so ist das Ergebnis des britischen Referendums ein Manifest der Ignoranz – und das auf vielen Ebenen. Am Ende des jahre-, wenn nicht jahrzehntelangen Ringens, das nun bevorsteht, könnte Großbritannien sehr wohl zu Klein-England mutieren. Reinhard Schlieker analysiert. [mehr]

Reinhard Schlieker zu Eon: Im Kern gespalten

Essen

Eon – der größte deutsche Stromkonzern – will kleiner werden. Indem er sich aufspaltet. Jahrelang war ja Kernspaltung eines der Geschäftsmodelle, das dem integrierten Strom-, Gas- und Versorgungsunternehmen sein auskömmliches Auskommen sicherte. Aus, vorbei und vergangen. Mit der Hauptversammlung in der abgelaufenen Woche ist der Konzern aus Essen Geschichte. Seine Abspaltung wird Uniper heißen. [mehr]

Warum verklagen wir nicht die Bank?

Die Deutsche Bank hat es geschafft: Es ist ihr gelungen, eine Hauptversammlung skandalfrei und mit ausreichenden Wahlergebnissen fürs Spitzenpersonal hinter sich zu bringen. Allerdings fiel das geplante Bonifikationssystem für die Chefs glatt durch. Wieder so eine Peinlichkeit, die man sich hätte ersparen können, wenn man denn mit Leidenschaft etwas leisten würde statt nur immer wieder sich etwas zu leisten. Reinhard Schlieker analysiert. [mehr]

Germany is our problem

Die Republik verändert sich zum Grünen. Das liegt weniger am Mai, sondern am Zeitgeist. Der weht um uns alle und bringt manches in die Mitte, was – oft völlig zu Recht – früher am Rande der Gesellschaft anzutreffen war. Eine der schlimmsten Entwicklungen in dieser Hinsicht ist der Einzug einer stets überlegenen und einzig richtigen Moral. Reinhard Schlieker spießt den Zeitgeist auf seine eigene Weise auf. [mehr]

Können Banken bluten?

Mary Poppins

Fintech heißt Bänkers nächstes großes Ding, the next big thing. Die Sorte Empire, die Wells Fargo repräsentiert, knacken inzwischen die Silicon-Valley-Ikonen. Sie heuern veritable Investmentbanker an wie Anshu Jain, sie transferieren das Banking aufs Smartphone oder die Apple Watch, dass es der Citibank schwindlig wird. Auch in Deutschland bieten hunderte solcher Fintechs ihre Dienste an. Aber: ist alles nur ein Hype? Reinhard Schlieker kommentiert. [mehr]

Das verworrene Netz

Reinhard Schlieker kommentiert

Einst, als die Weltlage etwas klarer war, auch wenn das Wünschen schon damals nicht geholfen hat, gab es zumindest eindeutige – hässliche und minder hässliche – Fronten. Man gab der Politik, was ihr zukommt, und der Wirtschaft, was der Wirtschaft ist. Diese Übersichtlichkeit bricht gerade vollends zusammen. Das meint Reinhard Schlieker, und er versucht, das in Unordnung geratenen Netz zu entwirren. [mehr]

CeBIT: Bits & Pieces & Murphy’s Law

Die Computermesse im pulsierenden Hannover ist seit dreißig Jahren ein Event, der sich jedesmal erst finden muss. Nach Jahren begeisterten Publikumsandrangs aus spielaffinen Jugendlichen hat man bereits vor längerer Zeit beschlossen, ganz ernsthaft zu werden. So ernsthaft, dass inzwischen ganze Hallen voll von tödlich sicherer Sicherheitssoftware angeboten werden. Ein Experte meinte neulich, es gebe überhaupt nur zwei Sorten von Unternehmen: Solche, bei denen bereits eingedrungen worden sei, und solche, bei denen eingedrungen worden sei, die aber das noch nicht bemerkt hätten. [mehr]

Jedem Ende wohnt ein Zauber inne

Bargeld

Mario Draghi, der Wizard unter den Zentralbankchefs, unbeirrbar auch im Irrtum, hat seinen Kurs der Umverteilung des Vermögens von den Bürgern hin zu „Zombiebanken und konkursreifen Staaten“, wie Prof. Hans-Werner Sinn formuliert, just gekrönt. Reinhard Schlieker analysiert, was die aktuelle Zinsentscheidung der EZB bedeutet. [mehr]

Deutsche Bank - selbst geschenkt zu teuer?

Die Deutsche Bank ist bekanntlich ein Schatten ihrer selbst – und dabei noch sehr nützlich, denn bekanntlich kann wirklich jeder zu etwas dienen, und sei es nur zum schlechten Beispiel. Und so stellt sich die Frage, warum denn ein Geldhaus, das an der Börse nur ein Drittel seiner Vermögenswerte auf die Waage bringt, nicht längst zum Übernahmefall geworden ist. Reinhard Schlieker sagt seine Meinung. [mehr]

Anti-Bargeldkampagne: Wer sind die Guten?

Verschwindet der freie Umgang mit Bargeld bald hinter Schloss und Riegel? (Foto: Freedigitalphotos.net/Jaime_Crespo)

Die Debatte um eine Obergrenze für Bargeldzahlungen erhitzt die Gemüter in der Bundesrepublik. Dabei ist das System in anderen Ländern bereits gang und gäbe. Doch unser Kolumnist Reinhard Schlieker hat Zweifel: Was die Befürworter der Abschaffung jenseits der direkt interessierten Kreise nicht begründen können: Wenn sie Bargeld nicht mögen, gut. Es wird ja niemand gezwungen. Warum aber jene zwingen, die es nun mal gern verwenden? [mehr]

Aktien – es gibt nichts umsonst

ZDF-Mann Reinhard Schlieker ist Korrespondent der BÖRSE am Sonntag.

Besonders in Deutschland ist der Niedergang von Börsenkursen gern Anlass zu Spott und gar Missgunst, leben hier doch gerade einmal sechs Prozent der erwachsenen Bevölkerung mit Aktien im Depot. Dass die Schadenfreudigen zu kurz springen, wird ihnen selbst meist gar nicht klar. Reinhard Schlieker stellt fest: Abstürzende Börsen bringen weit mehr ins Trudeln als nur sich selbst. [mehr]

Realität: virtuell – Roboter: real

Der koreanische Hersteller des vielseitigen Roboters präsentiert sein Produkt, besser vielleicht Geschöpf, zweimal täglich im Kongresszentrum des Schweizer Bergstädtchens Davos. Die internationalen Besucher des Weltwirtschaftsforums lassen sich wenn nicht begeistern, so doch beeindrucken von dem eisernen Gesellen, der so viel mehr kann als gedacht. [mehr]

Die Davosianer

Es ist Januar – Gipfelzeit. Am 8. Januar hat der Ludwig-Erhard-Gipfel in Rottach-Egern am Tegernsee den Anfang gemacht. Jetzt wandert der Tross weiter in die Alpen hinein. Das World Economic Forum (WEF) steht vor der Tür, das jährlichen Treffen in den Schweizer Alpen. Dorthin kommen mittlerweile fast ebensoviele Politiker, Künstler, Wissenschaftler – und noch eine ganz andere Form von Artisten: Manager, zu deren Nutz und Frommen das ganze Bergbohei einst erfunden wurde. [mehr]

Halloween im Januar

Wer im Neuen Jahr auf eine jahreszeitliche Rallye gehofft hatte, bekam dieser Tage gleich eine Lektion. Die Experten schweigen angesichts des zeitweise zehnprozentigen Niederganges der deutschen Standardwerte binnen weniger Handelstage. Da dachte niemand an die drei Weisen, also die Heiligen drei Könige, sondern eher an Halloween – und die gruseligste Verkleidung kam aus China. [mehr]

Finger weg von Aktien!

Aktien als Vermögensnalage - in Deutschland weit unterbewertet

Als seien es nicht Wertpapiere, sondern heiße Kartoffeln: Die Deutschen verhielten sich auch 2015 gegenüber Aktien so, wie sie es meist von den (Ur-)Großeltern gelernt haben mögen: Bloß keine Unternehmenspapiere kaufen! Wird das auch 2016 so weitergehen? [mehr]

War das etwa der große Wurf?

Der Zins als Steuerungselement der Märkte kommt nicht zurück, glaubt Reinhard Schlieker

Die Tatsache, dass die amerikanische Notenbank die Zinsen zaghaft angehoben hat, ist sicherlich positiv – Kritiker des Zentralbank-Geldsystems glauben dennoch nicht daran, dass es jemals wieder zu aussagekräftigen Zinsen als Preis für Geld und als Steuerungsmechanismus kommen wird. [mehr]

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5 / 2017

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23. Januar 2017: Interview Christiane Goetz-Weimer

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