boerse am sonntag - headline

Schliekers Woche

Die Hate-Hysteriker kommen uns teuer

Das seit erst einigen Tagen in Kraft befindliche Netzwerk-Durchsetzungsgesetz entfaltet seine verheerende Wirkung schneller als gedacht – und wenn die Entwicklung so weitergeht, wird auch die deutsche Wirtschaft unter diesem Bruch aller rechtsstaatlichen Traditionen zu leiden haben, wie Reinhard Schlieker feststellt. [mehr]

Lufthansa springt ab: EU beschert Niki überraschendes Grounding

Das war’s dann wohl. Der nächste Pleiteflieger bleibt am Boden. Diesmal ist es aber nicht nur ein Opfer von Misswirtschaft oder Größenwahn. Speziell die EU-Bürokratie muss sich einiges fragen lassen, wie Reinhard Schlieker kopfschüttelnd feststellt. [mehr]

Deutsche Bank: Wo bleibt die Größe?

Schon mehrere Generationen von Vorständen haben sich an der Neuausrichtung der Deutschen Bank versucht – teure Irrtümer kamen dabei heraus, Ausflüge ins Unbekannte und vor allem ins Unerquickliche. Charakteristikum jeweils nach dem Abtritt eines Reformers, Change-Managers oder Sanierers: Nichts blieb, wie es schon immer war, und kaum etwas konnte sich so etablieren, wie es nur kurz zuvor gestaltet geworden war. [mehr]

20 Jahre Xetra: Börse ohne Geschrei

Am 28. November 1997 ging das elektronische Handelssystem Xetra an den Start. Damit begann ein Epochenwechsel: Die gestikulierenden Händler auf dem Parkett wurden nun zu einer aussterbenden Spezies. Nach und nach verlor der Börsensaal seine Bedeutung als Handelsplatz. Heute ist das „Image“ des Saals mit seiner klackernden DAX-Tafel mehr wert als alles, was dort noch umgesetzt wird. [mehr]

Die Crash Queen von München

Eine Frau aus einfachen Verhältnissen, also sozusagen dem Subprime-Niveau im München des 19. Jahrhunderts, sorgte für den ersten großen Anleger-Betrugsfall des jungen Kaiserreichs. Ähnlich wie Robin Hood, nur anders, nahm sie von den Ärmeren und gab – niemanden. Das von ihr gegründete Bankhaus bestand aus Schall und Rauch und einer Menge Geldsäcke in Truhen und Schränken. Ein Sittenbild mit Bezug zur heutigen Börsenlandschaft. [mehr]

Die Vertreibung aus dem Steuerparadies

Poetisch, paradiesisch: Warum nur werden „Tax Havens“ mit so wohlklingenden Namen bedacht? Die Steueroase gaukelt Anlegern und vor allem solchen, die gerne welche wären, geradezu das wunderschöne Bild von wogenden Palmen und klarem Brunnenwasser vor, inmitten der Steuerwüste andernorts. Vielleicht eine Freud’sche Fehlleistung? Denn nach außen hin gibt sich alle empört. Vor allem diejenigen, die einen Tax Haven zum eigenen Vorteil nutzen. [mehr]

Die Elektroniker sind nicht zu bremsen

Natürlich sieht man es auch an den Aktienkursen – gerade hat Apple wieder einmal Quartalszahlen vorgelegt, die jeden Skeptiker widerlegen. Die schöne neue Welt der Elektronik hat offenbar so viele Fans, dass es uns angst und bange sein darf – nicht um die Konzerne, sondern um unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. [mehr]

Der ferne Osten leuchtet rot

Nach dem Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas, KPC, fand bei den meisten ausländischen Beobachtern am meisten Aufmerksamkeit, dass der mächtigste Mann im Lande, Xi Jinping, nun der allermächtigste geworden ist. Mit sorgfältig plazierten Reden untermauert er dies. Für Anleger ist diese Konstellation Fluch und Segen zugleich. [mehr]

EU: Der neue Oberste Sowjet

Jean-Claude Juncker, Kopf der Europäischen Kommission, einer nach seinem Willen mächtigen Institution über allem in Europa, agiert erklärtermaßen nach dem Motto: Unsere Ideen sind dann gut und richtig, wenn sich der Protest in Grenzen hält und man seine Vorhaben durchdrücken kann. Wo ginge das besser als unter dem Etikett Umwelt- oder besser noch „Klimaschutz“? Anleger sollten jedenfalls in Batteriehersteller und Autokranbauer investieren. Warum? [mehr]

Alibaba: da ist Musik drin!

Auf internationalem Parkett schadet es nicht, die englische Sprache zu beherrschen. Oder gar ein Lehrer derselben zu sein – was dem poetisch begabten Mark Knopfler und seiner Rockgruppe Dire Straits sicher zugutekam, als er seinen Aushilfsjob als Lehrer an exakt jenen Nagel hängte, von welchem er zuvor die Gitarre abgenommen hatte. Auch bei Jack Ma ist Musik drin. Und damit bei Alibaba. [mehr]

Abenteuer Kryptowährung: Bitcoins auf der Achterbahn

Vielleicht ist es eines der letzten großen Abenteuer der Menschheit: In den unermesslichen Weiten der elektronischen Parallelwelt unserer Zeit scheinen Werte nur darauf zu warten, „geschürft“ zu werden, gerade so, als seien solche Währungseinheiten wie Bitcoins nur in den elektrischen Strömen versteckt und könnten wie Schätze gehoben werden. Oder ist alles ein riesiger Betrug an gutgläubigen Investoren? Reinhard Schlieker hat da eine Vermutung. [mehr]

Am Notausgang kostet's extra

Die Aktie der Air Berlin plc, in England gelistet, ist ein schöner deutscher Pennystock geworden. Bei um die dreißig Cent sind Schwankungen im zweistelligen Prozentbereich nun die Regel. Für die 53 Prozent der Aktien des Unternehmens, die sich im Streubesitz befinden, gibt es wohl wenig Hoffnung auf das Erreichen irgendeiner nennenswerten Kursflughöhe. Inzwischen dürfte auch den Inhabern diverser Anleihen der insolventen Linie wenig Gutes schwanen. [mehr]

Euro ante portas

Noch zu Jahresbeginn rechneten namhafte Banken damit, dass der Euro unter die Parität zum Dollar fallen würde. Das, was seitdem passiert ist, könnte einen veranlassen, über die Sinnhaftigkeit von Prognosen zu Aktien- und Devisenbörsen ganz generell mal neu nachzudenken. Aktuell hat die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar seit Jahresbeginn 15 Prozent hinzugewonnen und kürzlich zum ersten Mal seit Jahren die Marke von 1,20 überschritten. [mehr]

Luftlinie durch den Wind

Kann es passieren, dass nicht einmal eine Insolvenz pannenfrei organisiert werden kann? In Berlin, vor allem in Sachen Flugverkehr, wird Unmögliches möglich und Undenkbares wahr. Und das alles kurz vor der Bundestagswahl – und auf dem Rücken der Anleger. [mehr]

Ja, das ist die Berliner Luft...

Air Berlin hat nun statt Gepäck seinen Geist aufgegeben. Das war ja zu erwarten – wenn man fliegt ohne Aufwind, dann passiert das eben. Die eigentliche Katastrophe aber haben die Emire vom Golf zu verzeichnen: Ihre Fluglinie Emirates ist überall da beteiligt, wo es weh tut, bei Alitalia zum Beispiel auch. Weh tut es nun auch den Besitzern von Air-Berlin-Aktien, wie Reinhard Schlieker feststellt. [mehr]

Micky lässt das Mausen nicht

Walt Disney will nicht mehr teilen. Der US-Unterhaltungsgigant hat, so meint er wohl, lange genug anderen beim Geldverdienen zugesehen – Netflix etwa, wo die Produkte des Film- und Serienproduzenten in den USA exklusiv zu sehen sind. Aber nicht mehr lange: Die Mäuse sollen demnächst beim Konzern selbst landen. [mehr]

Boom: Müssen wir uns fürchten?

Eine eigenartige Wirtschaftsmischung beherrscht die Nachrichten, Meldungen, und offenbar die Realität dahinter: Die Unzufriedenheit mit der abnormen Zinslage dringt allerorten zu Gehör. Gleichzeitig aber folgt eine Höhenflugsmeldung der anderen auf dem Fuße, an der Wall Street werden Rekorde gefeiert. Was blüht dem DAX? [mehr]

Die langsame Wende eines Tankers

Nach Jahren des Umbaus, zeitweise erinnerte es an ein Schlingern, scheint der Riesentanker Deutsche Bank den Bug in die richtige Richtung zu drehen. Das war bei Vorlage der Halbjahreszahlen das, was die Investoren und Freunde des Hauses stimmungsmäßig über Wasser hielt. Kurzzeitig stieg der Wert der Aktie auf fast 17 Euro – ehe es zum Wochenschluss wieder die schon bekannten 15 plus X wurden. [mehr]

Geldpolitik in Nöten

So recht scheint Mario Draghi nicht zu wissen, wie man die ultralockere Geldpolitik beenden kann, ohne dass es zu Kurseinbrüchen am Aktienmarkt kommt. Schon zarte Bemerkungen nach der Juni-Sitzung in diese Richtung hatten kurzzeitig den DAX schwer unter Druck gesetzt. [mehr]

Der Diesel sorgt im DAX für Bremsspuren

Nun also auch noch Daimler. Zwei Diesel-Baureihen sollen sich auf der Straße nicht so sauber verhalten wie auf dem Prüfstand. Schrecksekunde an der Börse: Die Daimler-Aktie verlor nach Bekanntwerden der Umstände kurzzeitig vier Prozent an Wert – fing sich aber recht schnell bei rund 65 Euro. Das ist deutlich unter den Höchstkursen des Jahres, und auch ein versöhnlicher Wochenschluss hilft der Aktie nicht wirklich. Die Stuttgarter sollten vielleicht mal in Wolfsburg anrufen – meint Reinhard Schlieker. [mehr]

Airbus-aktie: ex oriente lux!

Airbus verkauft 140 Jets nach China, für 20 Milliarden! Diese erste – und womöglich bald überschattete – positive Schlagzeile zum beginnenden G-20-Gipfel lieferte Tom Enders beim Staatsbesuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping, noch nicht ganz auf dem Vorfeld von BER, aber durchaus im Vorfeld zahlreicher Handelsgespräche und -abschlüsse. Steigt die Aktie nun? Reinhard Schlieker gießt etwas Wasser in den Wein. [mehr]

Arabien verschnupft - Katar hat Husten

Es ist eines der reichsten Länder der Welt – das Emirat Katar. Man katapultierte sich von einem nomadenbesiedelten Fischfanggebiet mit rückständiger Bevölkerung innerhalb weniger Jahrzehnte in die Liga der dekorierten Ölscheichs und wurde auf der internationalen Bühne eine Größe für sich. Rückständig blieb man allerdings. Und jetzt kommt die Quittung: Reinhard Schlieker macht die Rechnung auf. [mehr]

Das wahre Gesicht von Facebook

2014 hat Facebook, das kleine freundliche Studentennetzwerk von nebenan, das Startup-Unternehmen Whatsapp übernommen – ein Botschaftsdienst von großer Beliebtheit, dessen Basis wie die von Facebook aus Daten, Daten, Daten besteht. Und natürlich würden diese Daten nicht zu einer kritischen Masse vereinigt und verdichtet, so schwor man hoch und heilig. Um es dann doch zu tun. Was Anleger über Facebook wissen sollten, verrät Reinhard Schlieker. [mehr]

Kommende Woche in Frankfurt – Aufruhr der Saison?

Die Hauptversammlungs-Parade der deutschen Aktiengesellschaften marschiert – schon bei den bisherigen Zahlenpräsentationen ging es nicht durchweg harmonisch zu. Bei der Deutschen Bank könnte es ein recht munteres Aktionärstreffen werden, ja, vielleicht wird’s sogar turbulent. Reinhard Schlieker blickt voraus. [mehr]

Robust oder tollkühn? Börsen auf Speed!

Brexit-Verhandlungen, EZB-Anleihenprogramm, Wahlen in Frankreich, Neuwahlen in Großbritannien: es kracht an allen Ecken. Doch all diese Turbulenzen ergreifen einen Sektor nicht, der aufgrund seiner Struktur eigentlich hypernervös zu sein hätte: die Börse. Der DAX, von wenigen Durchhängern abgesehen, hat die 12.000-Punkte-Marke solide überschritten und nach der Frankreich-Wahl sogar ein neues Allzeithoch erklommen. Wieso ist die Börse so stabil? Reinhard Schlieker analysiert. [mehr]

Risiken und Nebenwirkungen des Internets

Immer mehr Transaktionen werden per Internet abgewickelt. Sei es, daß die Bank die Anlage-Entscheidung per Mail vom Kunden erhält, sei es dass Anleger selbst tätig werden und direkt handeln. Schon auf den zweiten Blick ist diese Art der Anlage sehr komplex. Es ergeben sich immer neue online-Problemfelder, wie schon das einfache Beispiel einer Reisebuchung online zeigt. Und wenn im Falle des Falles der Schaden lediglich finanzieller Natur ist, kann von Glück geredet werden. Reinhard Schlieker warnt die Anleger. [mehr]

Ausgeregelt – vorerst

Zum Ende der Woche vielleicht kein beherrschendes, aber wohl doch beachtenswertes Thema für das interessierte Börsenpublikum: Das letzte große Treffen der regierenden Koalition. Themen, die die Aktienkurse hätten drücken könne, blieben seitab. Aber wieviel Entwarnung für DAX & Co. steckt in dieser Nachricht? Sie haben es geahnt: gar keine! Reinhard Schlieker kommentiert. [mehr]

Kraut & Rüben von Amazon & Co.

Gibt es eigentlich einen Markt? Und wenn nicht, können wir ihn erschaffen? Das scheint das Motto von Jeff Bezos, dem Gründes des inzwischen unbestreitbar etablierten Onlinehändlers Amazon zu sein. Nach dieser Prämisse macht sich der Amerikaner jeweils auf zu neuen Ufern. Anfänglich ein telefonbasierter Buchlieferant, übernahmen seine Amazonier weltweit bestehende Firmen und erweiterten das Geschäftsmodell. Wer erinnert sich da noch an „Telebuch.de“ aus Regensburg? [mehr]

EON: Stromer in der Klemme

„Risiko“ wird 2017 übersetzt mit: „Politik“. Die Crème der deutschen Wirtschaft hat 2016 blendend verdient. Dennoch – auch wenn die Konzerne derzeit über 90 Milliarden Euro Reserven gebunkert haben und so aussehen, als könnten sie noch manches Unwetter überstehen: Man sollte die disruptive Wirkung amateurhafter und irrationaler Politik nicht unterschätzen, warnt Reinhard Schlieker. [mehr]

Fusions-Aus: Börsen nicht heiratsfähig

In London muss es sehr vernehmlich „pfffft“ gemacht haben, als die Anforderung der EU bekannt wurde: Die Londoner Börse LSE sollte zunächst eine italienische Beteiligung abstoßen. Angesichts des Milliardenprojekts wäre das kein so dramatisches Opfer gewesen – im Lichte der jüngsten Entwicklungen aber ist das ein betörender Anlass, nein zu sagen, Luft abzulassen und elegant zu entschwinden aus der europäischen Umlaufbahn. Und nun? [mehr]

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2 / 2018

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