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Sonntag 05. September 2010

In Erwartung des US-Arbeitsmarktberichts schwankte der Dow Jones zu Wochenbeginn noch um die 10.000 Punkte. Zur Wochenmitte sorgte dann allerdings der US-Einkaufsmanagerindex der Industrie für positive Impulse: Er war von 55,5 auf 56,3 Zähler gestiegen und hatte sich damit gegenüber dem Vormonat verbessert. Der Dow Jones reagierte darauf am Mittwoch mit einem Plus von 2,5%. Und schließlich fielen am Freitag die Zahlen zum amerikanischen Arbeitsmarkt weit weniger schlecht aus als befürchtet. So sank die Zahl der Beschäftigten lediglich um 54.000, während ein Verlust von 100.000 Arbeitsplätzen befürchtet worden war. Zwar stieg die Arbeitslosenquote von 9,5 auf 9,6 Prozent, dennoch wurden die Daten von den Marktteilnehmern positiv aufgenommen. Da störte es auch kaum, dass sich der ISM-Index für den Dienstleistungssektor unerwartet schwächer entwickelte. Er fiel von 54,3 auf 51,5 Zähler. Für gute Stimmung unter den Börsianern sorgte auch der Index der ausstehenden Hausverkäufe (Pending Home Sales) in den USA im Juli. Binnen Monatsfrist kletterte er um über 5%. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen hingegen einen Rückgang um ein Prozent angenommen. Trotz des Anstiegs liegt der Index jedoch immer noch knapp 20% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. mehr...
BÖRSE am Sonntag Leser Award 2010
Sonntag 29. August 2010

Deutschland: DAX fällt unter 200-Tage-Linie

Jüngst gab es einige positive Fakten bezüglich der konjunkturellen Lage in Deutschland. Zunächst wurde das Rekordwachstum der deutschen Wirtschaft (Q2) mit 2,2% bestätigt. Ferner hat sich die Stimmung bei den deutschen Firmen im August überraschend aufgehellt. Das ifo Geschäftsklima legte entgegen den Erwartungen weiter zu. Es kletterte von 106,2 auf 106,7 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2007. Dank des Rekordwachstums in der Wirtschaft und einem robusten Arbeitsmarkt zeigten sich auch die hiesigen Verbraucher gut gelaunt. Das von den Marktforschern der GfK ermittelte Konsumklima hellte sich überraschend auf. Sie prognostizieren für September einen Wert von 4,1, nach 4,0 Punkten im Vormonat. Auf die hiesigen Aktienmärkte machten die jüngsten Fakten und Frühindikatoren jedoch keinen großen Eindruck. Stattdessen geht der Blick über den Atlantik. Die schlechte Stimmung in den USA bezüglich der dortigen konjunkturellen Aussichten sowie die deshalb fallenden Aktienkurse belasteten auch hierzulande. Der DAX gab weiter nach, rutschte unter die 200-Tage-Linie und testete die ersten Unterstützungen im Bereich von 5.750 bis 5.900 Punkten, hielt sich aber noch über der Marke von 5.870 Zählern. Hier besteht die Chance auf eine Gegenbewegung, wofür auch der freundliche Wochenausklang sprechen könnte. Ein Bruch wäre indes negativ. mehr...
Sonntag 29. August 2010

Europa: Erholung zum Wochenende

Nach den Verlusten in der Vorwoche starteten die meisten europäischen Aktienindizes freundlich in die neue Woche. Dann ging es jedoch zunächst abwärts, bis am Donnerstag ein Aufbäumen auszumachen war, dank Schnäppchenkäufen und überraschend positiven Zahlen französischer Firmen (L'Oréal, Credit Agricole). Am Freitag folgten positiv aufgenommene Aussagen von Ben Bernanke, was für eine fortgesetzte Erholung sorgte und sich somit die zwischenzeitlich größeren Verluste zur Vorwoche verringerten. Der EURO STOXX 50 sank daher nur um 0,5%. Auf die Stimmung hatten zunächst die weltweiten Konjunktursorgen gedrückt, auch angeheizt durch schlechte US-Daten. Gute Fakten aus dem Euroraum, wie der stärker als erwartet gestiegene Auftragseingang (+2,5%) in der Industrie im Juni oder das verbesserte Verbrauchervertrauen im August, hatten dem nichts entgegenzusetzen. Der EURO STOXX 50 rutschte zunächst unter die Unterstützung 2.618 Punkte, eroberte diese dank der festen Tendenz am Freitag aber wieder zurück. Von seinem Wochentief kaum erholt hat sich indes der irische ISEQ. Er verletzte seine Unterstützung bei 2.766 Zählern. Belastende Faktoren hier: Die Senkung der Bonität Irlands durch S&P sowie die schlechten Zahlen des Baustoffkonzerns CRH (Schwergewicht im ISEQ), die zu einem deutlichen Einbruch bei dessen Aktienkurs führten. mehr...
Sonntag 29. August 2010

USA: Ben hellt die Stimmung auf

Die Stimmung an den US-Aktienmärkten blieb zunächst angespannt. Bei den Investoren hielt sich offenbar die Angst vor dem Double Dip. Wohl auch, weil es seitens der Konjunkturdaten wenig Erfreuliches gab. Der Anstieg bei den Auftragseingängen für langlebige Güter Juli lag deutlich unter den Prognosen. Schlechter als erwartet waren ferner die Daten vom US-Hausmarkt (Verkäufe bestehende und neue Häuser Juli). Einen kleinen Lichtblick offenbarten lediglich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche), die unerwartet deutlich gesunken waren. Aber auch dies konnte die US-Indizes nicht positiv beeinflussen, der Dow Jones rutschte am Donnerstag unter 10.000 Punkte. Am Freitag wusste dann Ben Bernanke für positive Impulse zu sorgen. Seinen Worten zufolge ist die US-Notenbank für weitere konjunkturstützende Maßnahmen bereit und wird weitere unkonventionelle Maßnahmen ergreifen, sollte sich der Wachstumsausblick signifikant eintrüben. Die US-Indizes starteten kräftig durch und minimierten ihre bis dahin aufgelaufenen Verluste. In der nächsten Woche stehen jede Menge wichtige Konjunkturdaten an, unter anderem die ISM-Indizes und vor allem der Arbeitsmarktbericht für August. Es dürfte also genügend Gesprächsstoff vorhanden sein, und man darf gespannt sein, ob die Daten positive Impulse liefern oder die jüngst etwas aufgehellte Stimmung wieder trüben. mehr...
Sonntag 22. August 2010

Deutschland: DAX mit Fehlausbruch

Die deutschen Indizes starteten mit Gewinnen in die vergangene Woche. Vor allem am Dienstag ging es kräftig aufwärts, und sie trotzten damit dem schwachen ZEW-Index. Dessen deutlicher Rückgang von 24,2 auf 14 Zähler offenbarte, dass sich die Konjunkturzuversicht der deutschen Finanzexperten im August überraschend eingetrübt hat. Begründet wurde dies in erster Linie mit einer erwarteten Abschwächung der Weltkonjunktur. Zudem dürfte das sehr hohe Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr kaum zu halten sein. Im Gegensatz dazu hellte sich die Einschätzung zur konjunkturellen Lage weiter und zudem sehr kräftig auf. Am Mittwoch verzeichneten die deutschen Indizes nach einem impulsarmen Handel dann jedoch leichte Abgaben. Deutlich größere Verluste gab es am Donnerstag, angesichts schwacher US-Konjunkturdaten. Die sinkende Tendenz setzte sich am Freitag fort, sodass auch die Bilanz zur Vorwoche negativ ausfällt. Aus charttechnischer Sicht zeigte der DAX einen Fehlausbruch aus der Dreieckformation, in die er in der Vorwoche zurückgerutscht war. Im Zuge der darauf folgenden sinkenden Kurse verletzte er die Aufwärtstrendlinie (Zwischentiefs von Juli) sowie die Aufwärtstrendlinie seit Mai. Sollte Letzteres nicht schnell wieder ausgebügelt werden, dürften weitere Abgaben bis zunächst in den Bereich von 5.750 bis 5.900 folgen. mehr...
Sonntag 22. August 2010

Europa: Gegenwind in Dänemark

Zumeist freundlich zu Beginn der Woche, rutschten die europäischen Aktienmärkte in der zweiten Hälfte wieder ab, sodass vielerorts insgesamt Verluste zur Vorwoche zu verzeichnen sind. Einmal mehr nährten schwache makroökonomische Daten aus den USA die Zweifel an der Stärke der US-Wirtschaft, was daher auch in Europa für Zurückhaltung an den Aktienmärkten sorgte. Der EURO STOXX 50 gab um 2,4% nach und verletzte die Unterstützung bei 2.694 Punkten. Noch deutlicher sank der NASDAQ OMX Copenhagen 20, der jüngst mit 3,6% Verlust zu den Schwächsten gehörte. Dazu hat in erster Linie der Kurseinbruch bei Vestas Wind Systems von mehr als einem Fünftel beigetragen. Der weltweit führende Hersteller von Windkraftanlagen schockte seine Investoren mit einem weiteren Verlust. Nachdem der Konzern angesichts der Auftragsflaute 2009 bereits im ersten Quartal 2010 in die roten Zahlen gerutscht war, fiel im zweiten Jahresviertel entgegen den Erwartungen des Marktes ein weiterer Fehlbetrag an. Zudem musste der Vorstand die Prognosen für das Gesamtjahr kräftig kürzen. Trotz des Rückgangs in der vergangenen Woche und der eingetrübten Charttechnik bleibt der dänische Leitindex einer der Besten im bisherigen Jahresverlauf 2010 mit einem Plus von bis dato mehr als 18%. Nur der ukrainische Index und die baltischen Indizes entwickelten sich noch besser. mehr...
Sonntag 22. August 2010

USA: Konjunktursorgen vs. Übernahmefantasie

Die in der Vorwoche hoch gekochte Angst vor einem zweiten Abrutschen der USA in die Rezession war auch jüngst spürbar. Gleich am Montag wurde die Furcht vor dem Double Dip genährt von schwachen Stimmungsdaten vom US-Hausmarkt sowie dem nicht berauschenden NY Empire State Manufacturing Index. Die US-Indizes konnten sich bis Handelsende aber bis zur oder knapp in die Pluszone vorarbeiten. Am Dienstag folgten sogar größere Gewinne. Hier stützten wohl vor allem die ermutigenden Bilanzen von Wal-Mart und Home Depot sowie die Übernahmeofferte des Rohstoffriesen BHP Billiton für den Düngemittelhersteller Potash, was am Gesamtmarkt für Akquisitionsfantasie sorgte. Die Konjunkturdaten am Berichtstag waren indes gemischt. Während die Baubeginne und Baugenehmigungen im Juli schlechter ausfielen als erwartet, war die Industrieproduktion für Juli besser als prognostiziert. Nach leichten Zuwächsen am Mittwoch, gestützt von festen Einzelhandelsaktien, sorgten schlechte Konjunkturdaten am Donnerstag für kräftigere Verluste. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren unerwartet gestiegen, erreichten das höchste Niveau seit November 2009. Zudem brach der Philadelphia Fed Index ein. Am Freitag zeigten sich die US-Indizes dann uneinheitlich, und wie auch in der Vorwoche gaben Dow Jones und S&P 500 nach, während der NASDAQ Composite leicht zulegte. mehr...
Sonntag 15. August 2010

Deutschland: mit Korrektur

Nachdem DAX, MDAX und SDAX in der Vorwoche neue Hochs im bisherigen Jahresverlauf 2010 erreichten, diese aber nicht halten konnten und es nach dem Beginn einer Korrektur aussah, kristallisierte sich an den vergangenen Handelstagen tatsächlich eine solche heraus. Zwar starteten die deutschen Indizes noch sehr fest in die Woche, der SDAX markierte sogar ein neues Hoch 2010, dann hatten aber die Bären die Nase vorn. Die hochkochenden Konjunktursorgen drückten auf die Stimmung. Auch die vielen hiesigen Bilanzen konnten keine nachhaltigen Aufwärtsimpulse für den Gesamtmarkt setzen. Der DAX sank am Ende um 2,4%. Aus charttechnischer Sicht hielt dabei auch die in der Vorwoche noch knapp verteidigte Unterstützung bei 6.248 Punkten dem Abwärtsdruck nicht stand. Der Test am Dienstag verlief zwar noch erfolgreich, am Mittwoch ging es jedoch darunter. Ferner verletzte der Index die obere Abwärtstrendlinie seit Juni und fiel zurück in die Dreieckformation, die Anfang August nach oben aufgelöst wurde. Im Tief ging es abwärts bis knapp über die kurzfristige Aufwärtstrendlinie (Zwischentiefs von Juli). Sie verläuft aktuell bei etwa 6.078 Punkten. Sollte sie brechen, rückt die Aufwärtstrendlinie seit Mai bei derzeit rund 6.026 Zählern ins Visier, deren Bruch weitere Abgaben bis zunächst in den Bereich von 5.750 bis 5.900 nach sich ziehen könnte. mehr...
Sonntag 15. August 2010

Zugpferd Deutschland

Die sich in der Vorwoche abzeichnende nachlassende Aufwärtsdynamik wandelte sich jüngst in eine Korrektur - Europas Indizes gaben zumeist nach. Der EURO STOXX 50 schrumpfte um 2,6%. Ein belastender Faktor waren die Sorgen um die US- und damit auch die Weltwirtschaft. Zudem gab es eigene, wenig förderliche Daten bezüglich der Konjunkturlage: Die Industrieproduktion in der Eurozone war im Juni überraschend zum Vormonat gesunken; Griechenlands Wirtschaft schwächelt weiter, sank im zweiten Quartal mit 1,5% deutlich stärker als im Vorquartal (-0,8%). Zudem hat die Bank of England ihre Wachstumsprognosen für die britische Wirtschaft für die nächsten Jahre wegen der staatlichen Sparanstrengungen gesenkt. Kaum für stützende Impulse sorgten auch die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus der gesamten EU und der Eurozone, das jeweils um 1% zum relativ schwachen ersten Jahresviertel stieg. Binnen Jahresfrist ging es um je 1,7% aufwärts. Als Zugpferd erwies sich dabei die deutsche Wirtschaft, die mit einem BIP-Plus von 2,2% zum Vorquartal so stark zulegte, wie noch nie seit 1990. Auf Jahressicht ging es um 4,1% aufwärts. Die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten hellte sich dadurch aber nicht auf, was nicht verwundert, wird für das zweite Halbjahr doch allgemein von einer nachlassenden Dynamik beim Wirtschaftswachstum in Europa ausgegangen. mehr...
Sonntag 15. August 2010

USA: Angst vor dem Double Dip

Nachdem die US-Aktienmärkte den schlechten Arbeitsmarktbericht vom Freitag der Vorwoche zunächst gut wegsteckten, kochten die Konjunktursorgen an den zurückliegenden Handelstagen wieder stärker hoch. Vor allem auch dank der US-Notenbank. Im Vorfeld wurde spekuliert, dass sie weitere Maßnahmen in Aussicht stellen dürfte, um die Konjunkturerholung zu stützen. Und so kam es auch: Sie kündigte an, den Kauf von US-Staatsanleihen fortzusetzen, fängt also nicht an, den Geldhahn zuzudrehen. Die Erwartungen des Marktes wurden damit erfüllt, und die erste Reaktion am Dienstag nach der Ratssitzung war positiv, sodass die Verluste am Berichtstag eingedämmt wurden. Freude kam dennoch nicht auf, schließlich bedeuten weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft, dass es dafür Gründe geben muss. Weil auch die Notenbank mit Blick auf die Lage der US-Wirtschaft wieder ein negativeres Bild zeichnete als bisher, und es auch weltweit einige Konjunkturdaten gab, die für einen nachlassenden Aufschwung sprechen, nahm die Angst in den USA vor einem erneuten Abrutschen in die Rezession, also dem berüchtigten Double Dip, wieder zu. Vor allem am Mittwoch wurde daher Kasse gemacht, die US-Indizes knickten deutlicher ein. Angesichts wenig überzeugender Konjunkturdaten zeigten sie sich auch am Donnerstag und Freitag schwach und gaben zur Vorwoche insgesamt nach. mehr...
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