Europa: Aschewolke und Griechenland
In Europa gab es in der vergangenen Woche reichlich Gesprächsstoff. Dazu gehörte zum einen die Vulkanaschewolke aus Island, die nicht nur für Einschränkungen und finanzielle Einbußen im Flugverkehr sorgte, sondern nach Ansicht einiger Volkswirte auch negative Auswirkungen auf das europäische Wirtschaftswachstum haben könnte. Die Ratingagentur Standard & Poor's teilt diese Ansicht indes nicht und glaubt zum derzeitigen Zeitpunkt nicht an unmittelbare Folgen. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Die Aktien von Fluglinien und Reisekonzernen konnten sich nach anfänglichen Verlusten wieder erholen und auch die Rückgänge aus der Vorwoche mehr als wettmachen, wie am STOXX 600 Travel & Leisure deutlich wird. Zum anderen war jüngst einmal mehr Thema die Schuldenkrise Griechenlands. Ein größeres Haushaltsdefizit 2009 als bislang gemeldet und eine weitere Herabstufung der Bonität sorgten für neue Rekordrisikoaufschläge bei griechischen Staatspapieren, sodass das Land am Freitag schließlich den Antrag auf finanzielle Hilfen der Euroländer und des IWF stellen musste. Die griechischen Aktien reagierten aber nur kurz mit steigenden Kursen und gaben zur Vorwoche deutlich nach. Und auch an anderen europäischen Märkten blieb es trotz steigender Kurse zumeist bei Verlusten, wozu teilweise auch negative Bilanzen (z.B. Nokia) beigetragen haben.
| STOXX 600 Travel & Leisure | Stand: 23.04.2010 |
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