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Sonntag 16. Mai 2010

USA: Gewinne schmelzen deutlich ab

Nach dem deutlichen Einbruch in der Vorwoche erholten sich die US-Indizes am Montag gleich wieder kräftig. Offenbar wurde auch an der Wall Street das europäische Notfallpaket wohlwollend zur Kenntnis genommen. Am Dienstag hielten die US-Aktienmärkte aber sogleich wieder inne, bevor es zur Wochenmitte erneut Impulse für steigende Notierungen gab. Das Handelsbilanzdefizit legte im März zwar zu, aber nicht so stark wie erwartet, weil die Exporte kräftig anzogen und damit den überproportionalen Anstieg der Importe etwas kompensierten. Zudem wurden die steigenden Einfuhren als Indiz für eine stärkere Nachfrage und damit als positives Zeichen für die US-Wirtschaft interpretiert. Am Donnerstag folgten Verluste. Anhaltende Unsicherheit über die europäische Schuldenkrise, der enttäuschende Ausblick von Cisco Systems, Berichte über weitere Untersuchungen der US-Staatsanwaltschaft gegen große Banken im Zusammenhang mit dem Handel von Hypotheken-Papieren sowie enttäuschende Zahlen einiger US-Einzelhändler belasteten. Am Freitag fielen die US-Konjunkturdaten (Industrieproduktion, Einzelhandelsumsatz, Verbraucherstimmung Uni Michigan, Lagerbestände) solide aus, ohne jedoch positive Impulse für den Gesamtmarkt zu setzen. Stattdessen machte man wegen der anhaltenden Unsicherheit über die europäischen Schuldenprobleme vor dem Wochenende Kasse.


S&P 500Stand: 14.05.2010



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