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Sonntag 20. Mai 2012

Deutschland: DAX verletzt Aufwärtstrend

Die anhaltende Nervosität wegen der zuletzt wieder verstärkt aufgeflammten europäischen Staatsschuldenkrise belastete auch jüngst die Entwicklung am deutschen Aktienmarkt. Zwar gab es bezüglich der Konjunktur am Dienstag einen Lichtblick mit den positiv aufgenommenen Daten zum deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal, das mit 0,5% zum Vorquartal überraschend kräftig gestiegen war, für nachhaltig positive Impulse konnte dies aber nicht sorgen. Noch gleich am Berichtstag trübte der im Mai deutlich gesunkene ZEW-Index und damit ein merklicher Rückgang der Konjunkturzuversicht der Finanzexperten die Sichtweise bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung. Außerdem saß der Schock über das endgültige Scheitern einer Regierungsbildung im pleitebedrohten Griechenland tief, schürte dies doch die Sorgen eines möglichen Ausscheidens des Landes aus der Eurozone, was bei den Investoren offenbar gar nicht gerne gesehen wird, sowie generell die Unsicherheit bezüglich der weiteren Verwaltung und Bekämpfung der Schuldenkrise. Am Ende verloren die deutschen Indizes deutlich zur Vorwoche. Der DAX rutschte um 4,7% ab. Aus charttechnischer Sicht verletzte er nun die 200-Tage-Linie, die horizontale Unterstützung bei 6.430 Zählern sowie den Aufwärtstrend seit September 2011, was, falls nachhaltig, für weitere Abgaben sprechen könnte. mehr...
Sonntag 20. Mai 2012

Europa: Banken weiter im Abwärtssog

Die europäischen Aktienmärkte standen in der vergangenen Woche unter Druck. Schwach ausgefallene Konjunktursignale in vielen europäischen Ländern sowie die marktbeherrschende Staatsschuldenkrise belasteten. Anlass für die anhaltenden Sorgen bei letzterem Punkt gab es genug. Die nun für den 17. Juni wegen der jüngst gescheiterten Regierungsbildung angekündigten Neuwahlen in Griechenland verbunden mit der Furcht vor möglichen fatalen Folgen waren ein Thema. Zudem nahmen die Befürchtungen zu, dass auch Länder wie Spanien und Italien noch stärker in die Bredouille geraten könnten, was sich an steigenden Renditen bei den jeweiligen Staatsanleihen zeigte. Und dann ist da ja noch der angeschlagene Bankensektor, der wohl nur noch weniger Schläge bedarf, um gänzlich k. o. zu gehen, es sei denn, er wird durch neue Finanzspritzen weiter vor dem Exitus bewahrt. Im Fokus waren jüngst erneut die spanischen Banken. Die Rating-Agentur Moody’s hatte in einem Rundumschlag die Bonität von 16 Geldhäusern des Landes abgestuft. Die Sorgen über die europäischen Geschäftsbanken spiegeln sich auch im EURO STOXX Banks wider, der die 30 größten Geldinstitute aus der Eurozone beinhaltet. Er rutschte in der vergangenen Woche weiter ab und fiel dabei sogar unter das Zwischentief von März 2009. Vertrauen der Investoren sieht wahrlich anders aus. mehr...
Sonntag 20. Mai 2012

USA: Korrektur fortgesetzt

Die US-Indizes knüpften jüngst an die negative Tendenz aus den beiden Vorwochen an und die Korrekturen seit den Zwischenhochs von Anfang Mai nehmen damit immer größere Ausmaße an. Einmal mehr waren es die Sorgen bezüglich der Staatsschuldenkrise in Europa, die den US-Aktienmarkt belasteten. Auch die US-Konjunkturdaten im Wochenverlauf konnten diesem marktbeherrschenden Thema nichts entgegensetzen. Zwar gab es mit dem deutlicher als erwartet gestiegen NAHB-Hauspreisindex für Mai, dem ebenfalls deutlicher als prognostiziert erhöhten NY Empire Manufacturing Index für Mai sowie auch einer stärker als angenommenen Industrieproduktion für April ein paar Lichtblicke, es gab jedoch auch einiges Enttäuschendes. Dazu gehörte am Donnerstag das spürbar eingetrübte Geschäftsklima in der Region Philadelphia, das erstmals seit Herbst letzten Jahres wieder auf eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung hindeutet. Zudem enttäuschte der Index der Frühindikatoren April. Für Schlagzeilen bei den Firmen sorgte einmal mehr die US-Investmentbank J. P. Morgan Chase & Co. Hier mehrten sich die Spekulationen über weiter gestiegene Verluste aus den in der Vorwoche bekannt gewordenen fehlgeschlagenen Spekulationen. Am Freitag gab es dann mit facebook den größten Internet-Börsengang der Geschichte. Mal sehen, wie lange hier der Daumen bei den Investoren nach oben zeigt. mehr...
Sonntag 13. Mai 2012

Deutschland: DAX rettet sich ins Plus

Die Investoren sind bezüglich der europäischen Schuldenkrise weiter nervös, wie auch die jüngste Entwicklung des deutschen Aktienmarktes zeigt. Weder die hierzulande auf Hochtouren laufende Berichtssaison mit ihren guten Ergebnissen noch die positiven Konjunkturdaten konnten für eine nachhaltige Stimmungsaufhellung sorgen. Womöglich fragen sich die Investoren verstärkt, wie lange die deutsche Wirtschaft dem sich mehr und mehr eintrübenden konjunkturellen Umfeld in Europa Paroli bieten kann, wenngleich die jüngsten Zahlen noch vielversprechend aussahen. So waren die Auftragseingänge und Produktion der Industrie im März deutlich stärker als erwartet gestiegen. Und auch der deutsche Außenhandel scheint sich unbeeindruckt von der europäischen Schuldenkrise zu zeigen, wie man angesichts der Rekorde bei den Aus- und Einfuhren im März denken könnte. Dass der Handel mit dem Ausland kräftig brummt, lag aber an dem kräftigen Zuwachs der Exporte in Staaten außerhalb der EU von 6,1%. In der EU, wohin der Großteil exportiert wird, sanken die Ausfuhren indes weiter um 2,8%. In die Länder der Eurozone exportierte Deutschland sogar 3,6% weniger. Charttechnisch betrachtet hat der DAX jüngst die Haltezonen in der Region um 6.400 Punkte getestet, setzte sich davon aber etwas nach oben ab und verbuchte am Ende sogar ein kleines Plus zur Vorwoche. mehr...
Sonntag 13. Mai 2012

Europa: Schuldenkrise im Fokus

Die Staatsschuldenkrise in Europa war auch in der vergangenen Woche das beherrschende Thema und sorgte für nervöse europäische Aktienmärkte. Gründe gab es genug. Zum einen nährten die Wahlen am 6. Mai in Frankreich und Griechenland angesichts der daraus resultierenden politischen Unsicherheit Sorgen, dass der vereinbarte EU-Fiskalpakt aufgeweicht werden könnte und erhöhten gleichzeitig generell die Zweifel an der Bewältigung des Schuldendilemmas. Dazu passt die Einschätzung der EU-Kommission, die davon ausgeht, dass Spanien und Frankreich es nicht wie vereinbart schaffen werden, im nächsten Jahr die Ziele eines Haushaltsdefizits von maximal 3% der Wirtschaftsleistung einzuhalten. Für Frankreich rechnet man mit 4,2%. In Spanien dürften es laut den Prognosen 6,3% werden. Ob dies eine realistische Einschätzung ist, ist jedoch zweifelhaft, rumort es im spanischen Bankenvektor doch weiterhin kräftig. In der Nacht zum Donnerstag wurde sogar eine Teilverstaatlichung des viertgrößten spanischen Geldhauses Bankia angekündigt. Die Regierung in Madrid versucht zudem mit einer Bankenreform, den Geldinstituten des Landes einen Weg zu öffnen, ihre faulen Kredite und Risikopapiere auf die Bilanzen zu entfernen. Man darf gespannt sein, wie lange es dauert, bis die Rettungsschirme EFSF und ESM und/oder die EZB hier helfend einspringen werden. mehr...
Sonntag 13. Mai 2012

USA: Banger Blick auf US-Banken

Sorge um Europa dämpfte in der vergangenen Woche auch die Entwicklung am US-Aktienmarkt und führte bei den US-Indizes zu einer negativen Performance zur Vorwoche. Zündende Impulse für steigende Kurse sind derzeit einfach Mangelware. Stattdessen gibt es Nachrichten, die die Bullen weiter im Zaum halten. Beispielsweise enttäuschte der Netzwerkspezialist Cisco Systems bei Vorlage seiner Quartalsbilanz mit seinem Ausblick. Seitens der Unternehmen ebenfalls nicht gerade ermunternd waren die bekannt gewordenen Fehlspekulationen bei synthetischen Finanzprodukten der US-Investmentbank JPMorgan Chase & Co., was Sorgen über die Stabilität des US-Bankensektors anheizte. Womöglich wurden an der Wall Street verstärkt Erinnerungen an die Finanzkrise 2008 geweckt, die von ähnlich riskanten Geschäften mit synthetischen Finanzprodukten ausgelöst wurde. Zwar scheint der aktuelle Fall ein klares Versäumnis im Risikomanagement von JPMorgan Chase & Co. zu sein und damit ein spezifisches Problem. Und auch der Verlust von 2 Mrd. US-Dollar wirkt erst einmal nicht sonderlich gewaltig, wenngleich er seit Anfang April und damit in einem relativ kurzen Zeitraum angehäuft wurde. Die Bank räumte aber ein, dass es noch weitere Verluste geben könnte. Zudem macht sich Angst breit, dass bei weiteren Instituten ähnliche Gefahren lauern. mehr...
Sonntag 06. Mai 2012

USA: Makro-Daten belasten

Der US-Aktienmarkt hatte viele Konjunkturdaten zu verarbeiten, die sehr gemischt ausfielen. Nach einem enttäuschenden Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago (April) am Montag folgte am Dienstag ein sehr positiv aufgenommener ISM-Index Industrie für April. Er hatte unerwartet zugelegt und das auch noch recht deutlich, was die Konjunkturhoffnungen anheizte. Diese bekamen jedoch am Mittwoch einen Dämpfer. Zum einen waren die Auftragseingänge in der Industrie im März rückläufig, wenn auch nicht ganz so stark wie befürchtet. Zum anderen enttäuschte der ADP-Arbeitsmarktbericht. Und auch die am Donnerstag vorgelegten Daten trübten die Stimmung. Zwar waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe etwas besser als erwartet, der überraschend starke Rückgang des ISM-Index Dienstleistungen (April) ist jedoch ein nicht zu unterschätzendes Warnsignal bezüglich der weiteren Konjunkturentwicklung. Schließlich ist der Dienstleistungssektor mit einem Anteil von etwa drei Vierteln die tragende Säule der US-Wirtschaft und die deutlich rückläufige Tendenz in den vergangenen beiden Monaten ist wenig erbaulich. Der am Freitag vorgelegte schlechte Arbeitsmarktbericht für April passte zudem zu dem zuletzt schwächeren makroökonomischen Trend. Also Grund genug, vor dem Wochenende die US-Indizes zu drücken, die auch zur Vorwoche verloren. mehr...
Sonntag 06. Mai 2012

Deutschland: Schritt zurück

Nach den Erholungstendenzen in den beiden Vorwochen machte der deutsche Aktienmarkt in der vergangenen, wegen des Feiertages am Dienstag verkürzten Woche einen Schritt zurück. Zunächst noch positiv in die Woche gestartet bröckelten die Kurse noch am Montag bereits wieder ab. Es gab einfach keine Impulse, um die Kauflaune weiter anzuheizen, was sich im Wochenverlauf fortsetzte. Auch die nun hierzulande auf Hochtouren laufende Berichtssaison konnte trotz einiger guter Bilanzen nicht die Stimmung heben. Stattdessen herrscht wohl einerseits Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung in der europäischen Schuldenkrise. Darüber hinaus gab es von der Konjunkturfront wenig inspirierende Signale, angesichts einiger schlechter als erwartete US-Daten. Der DAX verbuchte daher am Ende einen Verlust zur Vorwoche von 3,5%. Hier bleibt aus charttechnischer Sicht weiterhin ein Test der Region um 6.400 Punkte denkbar, in der neben der horizontalen Unterstützung bei 6.431 Zählern die untere Aufwärtstrendlinie seit September 2011 verläuft. Ebenfalls kräftig in der vergangenen Woche verloren hat der MDAX mit 2,9%. Besser schlugen sich TecDAX (–1,3%) und SDAX (–1,1%). In der nächsten Woche dürften hierzulande dann die anstehenden vielen weiteren Bilanzen für Gesprächsstoff sorgen. Ob sie ausreichen, die Kauflaune am Gesamtmarkt zu befeuern, ist jedoch fraglich. mehr...
Sonntag 06. Mai 2012

Europa: EZB wartet ab

Die Europäische Zentralbank (EZB) stand in der vergangenen Woche angesichts ihrer Ratssitzung wieder einmal im Fokus. Im Vorfeld hatte es dabei erneut Spekulationen gegeben, dass die Notenbanker wegen enttäuschender Konjunkturdaten weitere Konjunktur stützende Maßnahmen andeuten könnten, wie beispielsweise eine weitere Zinssenkung. Eine solche sei laut EZB-Präsident Mario Draghi aber nicht einmal diskutiert worden. Auch gab er keine Hinweise auf eventuelle weitere Geldspritzen für den Bankensektor, da zunächst die Folgen der beiden ersten Langfrist-Tender abgewartet werden müssten. Bezüglich der konjunkturellen Entwicklung verwies Draghi auf die zuletzt schwächeren Frühindikatoren und sprach von einer verstärkten Unsicherheit beim wirtschaftlichen Ausblick. Alles zusammen gab es somit keine positiven Impulse für die europäischen Aktienmärkte, sondern stattdessen machte sich Enttäuschung breit. Gleiches gilt für die Konjunkturdaten. So ist der Einkaufsmanagerindex (markit) für die Eurozone im April noch stärker eingebrochen als zunächst angenommen. In der ersten Schätzung wurde ein Rückgang von 49,1 auf 47,4 Punkte gemeldet, der Wert wurde schließlich auf 46,7 Zähler nach unten revidiert. Laut markit verdeutlichen dabei die auf breiter Front rückläufigen nationalen Indizes die ausgedehnte Schwäche im gesamten Währungsgebiet. mehr...
Sonntag 29. April 2012

Deutschland: Auch DAX am Ende im Plus

Nach der kräftigen Erholung des DAX in der Vorwoche wurde diese in der vergangenen Woche zunächst gleich wieder zunichtegemacht. Am Montag bekam die Zuversicht bezüglich einer fortgesetzten Konjunkturerholung in Deutschland einen Dämpfer angesichts der gesunkenen Einkaufsmanagerindizes für April. Zusammen mit den politischen Unsicherheiten in der Eurozone und den damit einhergehenden zunehmenden Zweifeln bezüglich Bekämpfung und Lösung der Schuldenkrise drückte dies die Stimmung. Der Leitindex gab kräftig nach, sank in der Spitze auf rund 6.500 Punkte. An den folgenden Handelstagen vollzog er jedoch eine Erholung. Am Ende sprang sogar ein Zuwachs zur Vorwoche heraus. Einige positiv aufgenommene US-Konjunkturdaten, aber auch einige gute heimische Unternehmenszahlen (z. B. Volkswagen) stützten. Die anhaltenden Störfeuer bezüglich der europäischen Schuldenkrise traten dagegen wieder etwas in den Hintergrund, haben aber weiterhin das Zeug, die Stimmung schnell wieder kippen zu lassen. Im Gegensatz zum DAX verzeichneten in der vergangenen Woche MDAX, SDAX und TecDAX größere Gewinne. Sie profitierten von positiven Quartalszahlen. Ersterer zudem noch von dem Kurssprung bei Rhön-Klinikum, ausgelöst durch die Übernahmeofferte von Fresenius. In der nächsten Woche stehen dann in sämtlichen Indizes jede Menge weitere Bilanzen an. mehr...
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