Sonntag 05. Februar 2012
Deutschland: Bullen preschen weiter vor
An den deutschen Aktienmärkten ging es jüngst weiter aufwärts. Zwar hat sich weder an den trüben konjunkturellen Aussichten noch an der Schuldenkrise etwas geändert. Offenbar sind deutsche Aktien, vor allem vor dem Hintergrund des nicht enden wollenden Schuldendilemmas und damit fehlender Anlagealternativen, weiterhin gefragt. Bleibt zu hoffen, dass es sich nicht nur um eine zünftige Bullenfalle handelt. Dies gilt auch mit Blick auf das charttechnische Bild beim DAX. Nachdem er in der Vorwoche das Zwischenhoch von Ende Oktober 2011 knackte, kletterte er nun über das 61,8%-Fibonacci-Retracement der Korrektur von Juli bis September 2011, was impliziert, dass der Anstieg seit dem Zwischentief von September mehr ist als eine Gegenbewegung. Weiter steigende Kurse scheinen somit ausgemachte Sache. Ein eventuell noch etwas weiter treibender Katalysator könnte dabei auch der Umstand sein, dass man dem Anstieg zuletzt nicht so recht trauen mag und Investoren, die die bisherige positive Tendenz 2012 versäumt haben, nun mehr und mehr auf den fahrenden Zug aufspringen. Mal sehen, wie lange man sich den harten Fakten verweigern kann und sich das jüngst auch in einer großen deutschen Tageszeitung skizzierte Traumschloss „Super-Deutschland“ aus brummender Konjunktur, niedriger Arbeitslosigkeit und boomender Binnennachfrage in Luft auflöst. mehr...
Sonntag 05. Februar 2012
Europa: Erneut mit Zuwächsen
Chinas Regierungschef Wen Jiabao hat die Europäer zu verstärkten Bemühungen zur Lösung der Schuldenkrise aufgefordert. Seinen Aussagen zufolge sind in dieser Frage dabei die eigenen Bemühungen entscheidend. Kurzum, die Europäer müssen ihre Hausaufgaben selbst machen. Allerdings scheinen sich die damit beschäftigten Politiker immer weiter zu verzetteln. Sie setzen weiterhin auf Spardiktate, Rettungsschirmpolitik und Fiskalunion, also noch mehr Brüsseler Bürokratie, und begründen dies damit, so die Einheit und den Frieden in Europa zu schützen. Mit dieser Begründung wird auch jeder noch so abstruse Versuch, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, gerechtfertigt, was der nun auf den Weg gebrachte dauerhafte Rettungsschirm ESM ebenso zeigt wie die Einigung für einen Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin. Damit geht es weiterhin in Richtung einer immer offensichtlicheren europäischen Schulden- und Transfergemeinschaft, in der wir faktisch ja schon sind, wodurch langfristig weder die aktuellen Schuldendilemmata sowohl im Finanzsektor als auch in den Staatshaushalten gelöst werden noch für ein Umfeld gesorgt wird, das Europa für die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte stark und wettbewerbsfähig macht. An den europäischen Aktienmärkten spielte dies jüngst aber offenbar keine Rolle, es gab weiter steigende Kurse. mehr...
Sonntag 05. Februar 2012
USA: Positive Konjunktursignale
Wegen anhaltender Sorgen um die Eurozone waren die US-Indizes mit Verlusten in die vergangene Handelswoche gestartet, erholten sich allerdings von ihren Tagestiefs, sodass die Abschläge marginal ausfielen. Wenig verändert schlossen sie auch am Dienstag, konnten sich zum Monatsabschluss somit nicht für eine klare Richtung entscheiden. Die Bilanz für Januar war aber positiv: Der Dow Jones legte um 3,4% zu. Beim S&P 500 waren es 4,4% und beim NASDAQ Composite sogar +8%. Zum Start in den Februar am Mittwoch ging es weiter aufwärts. Für gute Stimmung sorgten gestiegene Einkaufsmanagerindizes aus China, Europa sowie auch den USA selbst. Der ISM-Index Industrie für Januar legte zu. Unterstützt wurde das positiv anmutende konjunkturelle Bild von den stärker als erwartet gestiegenen US-Bauausgaben im Dezember. Anfänglich für etwas Enttäuschung sorgte indes der ADP-Arbeitsmarktbericht, der einen geringeren als prognostizierten Stellenzuwachs im Januar zeigte. An den Prognosen für einen klaren Stellenzuwachs bei den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten änderte dies aber wenig. Am Donnerstag herrschte wegen der diesbezüglich anstehenden Veröffentlichung am Freitag aber Zurückhaltung. Am Berichtstag selbst sorgten die besser als erwarteten Daten sowie auch der kräftige Anstieg beim ISM-Index Dienstleistungen dann für einen festen Wochenausklang. mehr...
Sonntag 29. Januar 2012
Deutschland: DAX nimmt nächste Hürde
Die deutschen Aktienindizes setzten auch in der vergangenen Woche die seit Jahresbeginn positive Tendenz fort. Beim DAX stand am Ende ein Wochenplus von 1,7%. Er kletterte dabei über das Zwischenhoch von Ende Oktober 2011 bei 6.431 Punkten und löste damit ein weiteres charttechnisches Kaufsignal aus. Allerdings war die Aufwärtsbewegung zuletzt sehr dynamisch, was zusammen mit einigen überhitzten Indikatoren für zumindest temporäre Rücksetzer sprechen könnte. Für Rückenwind sorgte jüngst einerseits die Hoffnung auf eine baldige Einigung über die Konditionen des geplanten Schuldenschnitts für Griechenland. Andererseits dürfte auch die bis 2014 verlängerte faktische Nullzinspolitik der US-Notenbank zu Käufen animiert haben. Bezüglich der hiesigen Konjunktur gab es außerdem Frühindikatoren, die positiv interpretiert wurden. Mit Blick auf den ifo Geschäftsklimaindex, der im Januar überraschend zum dritten Mal in Folge stieg, war davon die Rede, dass die deutsche Wirtschaft Aussichten auf Entspannung in der Eurokrise sieht und ihre Rezessionsängste abschüttelt. Neben dem Wohlfühlindikator der Unternehmen hellte sich auch die Stimmung bei den deutschen Verbrauchern auf. „Die Konsumenten stemmen sich weiter gegen die zunehmenden Konjunkturrisiken und die anhaltende Schuldenkrise im Euro-Raum“, hieß es hoffnungsfroh in der Mitteilung. mehr...
Sonntag 29. Januar 2012
Europa: Griechenland im Fokus
In Europa hielt sich die Kauflaune. Die meisten Länderindizes legten zu. Eine treibende Kraft waren wohl die Hoffnungen auf eine Einigung bei den Verhandlungen über einen Schulderlass für Griechenland, wenngleich es hier zwischendurch immer mal wieder Skepsis gab. Letzten Endes blieb es aber bei dem Optimismus, dass es früher oder später eine Lösung geben wird. Zu den stärksten Gewinnern gehörten daher auch die griechischen Indizes (siehe Markt im Fokus). Beim EURO STOXX 50 stand am Ende ein Wochenplus von 0,6%. Er kletterte zwischenzeitlich über die Hürde bei 2.448 Punkten (Zwischentief von Mai 2010), kratzte zudem an der 200-Tage-Linie. Gelänge ein nachhaltiger Sprung darüber, wozu auch das Zwischenhoch von Oktober 2011 bei 2.506 Zählern geknackt werden müsste, wäre dies wohl bullish zu bewerten. Ob es dazu kommt, dürfte davon abhängen, ob es nun bald zu einer Griechenland-Lösung kommt und zu welchen Konditionen. Allerdings könnte die Vorfreude bereits eingepreist sein, sodass Gewinnmitnahmen vorstellbar sind. Zudem ist nicht auszuschließen, dass nach einer Einigung eingesehen wird, dass damit das Schuldendilemma Hellas längst nicht gelöst sein dürfte. Und auch in Europa insgesamt schwelt die Schuldenkrise weiter munter vor sich hin, wie auch jüngst die Diskussionen über die Zusammenführung der Rettungsschirme EFSF und ESM verdeutlichen. mehr...
Sonntag 29. Januar 2012
USA: Dow im Minus
Auch an den US-Aktienmärkten waren in der vergangenen Woche erneut die Verhandlungen über einen Schuldenerlass für Griechenland Thema. Insbesondere am Montag und Dienstag bremste die diesbezügliche Unsicherheit und Vorsicht die Entwicklung und die US-Indizes bewegten sich zunächst kaum. Mehr Dynamik gab es am Mittwoch, wenngleich auch nicht übermäßig. Nach anfänglichen Verlusten wegen enttäuschender Quartalszahlen sorgten die Aussagen der US-Notenbank zur weiteren Zinspolitik für Auftrieb. Sie hatte wie erwartet die Leitzinsen unverändert gelassen, überraschte aber damit, den Zeitraum einer faktischen Nullzinspolitik deutlich bis Ende 2014 auszuweiten. Bislang hatte sie das außerordentlich niedrige Niveau der Leitzinsen bis auf mindestens Mitte 2013 terminiert. Am Berichtstag ebenfalls im Fokus standen die Rekordquartalszahlen von Apple, die gefeiert wurden und der Aktie ein neues Allzeithoch bescherten. Am Donnerstag rutschten die US-Indizes nach anfänglichen Gewinnen leicht in die Verlustzone. Als Grund wurden gemischte Konjunkturdaten ausgemacht. Vor dem Wochenende bremste dann das schwächer als erwartete Wachstum der US-Wirtschaft im vierten Quartal. Dow Jones und S&P 500 verbuchten leichte Verluste. Ersterer zeigt auch zur Vorwoche ein Minus (0,5%), während der S&P 500 marginal (0,1%) und der NASDAQ Composite stärker (1,1%) zulegten. mehr...
Sonntag 22. Januar 2012
Deutschland: DAX über 200-Tage-Linie
Die Reaktionen auf die Herabstufungen von neun Euro-Staaten durch die Rating-Agentur S&P blieben ohne große Auswirkungen. Stattdessen scheint sich die Zuversicht durchzusetzen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin die angeschlagenen Anleihenmärkte stützt. Und auch die Senkung der Kreditwürdigkeit für den Rettungsschirm ESFS, ebenfalls durch S&P, belastete am Dienstag nicht. Stattdessen wurden die Konjunkturdaten aus China und der deutlicher als erwartet verbesserte ZEW-Index positiv aufgenommen. Am Mittwoch wurde dann die Meldung, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Kreditfazilitäten ausweiten will, um im Zweifel deutlich mehr Geld zur Verfügung zu haben, um in Finanznot geratenen Ländern zu helfen, als weiteres Zeichen für entschiedene Maßnahmen in der Schuldenkrise interpretiert. Ferner verpuffte die angedrohte Senkung der Bonität mehrerer Euro-Länder durch die Rating-Agentur Fitch. Unerwartet gute Bilanzen aus dem US-Bankensektor sowie der neue Kapitalplan der Commerzbank gaben den deutschen Indizes dann am Donnerstag Auftrieb. Am Freitag machten die deutschen Indizes bis auf den SDAX eine kleine Pause, zur Vorwoche blieb es aber bei satten Gewinnen. Der DAX legte um 4,3% zu. Er kletterte dabei deutlicher über die 200-Tage-Linie sowie das 50%-Retracement und kratzte am Zwischenhoch von Ende Oktober 2011. mehr...
Sonntag 22. Januar 2012
Europa: Kräftige Aufschläge
Die Abstufungsorgie durch Standard & Poor’s am Freitag der Vorwoche kam nicht überraschend und die europäischen Aktienmärkte reagierten darauf gelassen. Positive Anleihenauktionen im Wochenverlauf taten ihr Übriges, die Kauflaune der Investoren an den Aktienmärkten zu befeuern. Am Ende verzeichneten die europäischen Leitindizes daher zumeist kräftige Aufschläge zur Vorwoche. Der EURO STOXX 50 legte um 3,9% zu. Noch höhere Gewinne verbuchten die griechischen Indizes. Hier beflügelten die kolportierten Fortschritte bei Verhandlungen über den dringend erforderlichen freiwilligen Schuldenverzicht. Allerdings darf man gespannt sein, ob es wirklich einen signifikanten Schnitt gibt, wodurch Griechenland langfristig Perspektiven hätte, um wieder solvent zu werden. Es sieht eher nach einem Kompromiss im Sinne der Gläubiger aus, sodass Athen wohl noch länger und stärker am Tropf der Geldgeber hängen dürfte als unbedingt nötig. Ob damit die Wirtschaft des Landes wieder in Schwung kommt, ist angesichts zu erwartender weiterer Spardiktate und dem fortgesetzten Teufelskreis aus schrumpfender Wirtschaft und immer neuen Sparzwängen jedoch zu bezweifeln. Entsprechend ist auch das jüngste Aufbäumen der griechischen Indizes mit Vorsicht zu genießen. Und auch die positive Tendenz bei den europäischen Kursbarometern könnte trügerisch sein. mehr...
Sonntag 22. Januar 2012
USA: Solide Gewinne
Die US-Aktienmärkte präsentierten sich im Vergleich zur Vorwoche mit etwas mehr Dynamik. Der S&P 500 kletterte sogar deutlicher über das Zwischenhoch von Oktober 2011. Nach dem Feiertag am Montag gab es gleich am Dienstag steigende Kurse. Als stützend erwiesen sich die positiven Vorgaben aus Europa sowie die besser als erwarteten Konjunkturdaten aus China. Gemischte Bilanzen aus dem Finanzsektor bremsten aber die Kauflaune angesichts der weiter anstehenden Zahlen aus dem Sektor im Wochenverlauf. Goldman Sachs überzeugte jedoch am Mittwoch. Zusammen mit positiven Konjunkturdaten trug dies zu weiter steigenden Kursen bei. Im Fokus stand insbesondere der kräftige Anstieg der Stimmung in der Immobilienbaubranche (NAHB-Hausmarktindex) im Januar. Am Donnerstag folgte erneut eine positive Entwicklung. Auch diesmal konnten die Zahlen von Großbanken (Bank of America, Morgan Stanley) weitgehend überzeugen. Zudem waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) ungewöhnlich stark gesunken. Nicht so stark wie erhofft stieg indes der Philadelphia Fed Index, was die Kauflaune etwas bremste. Am Freitag standen dann etliche Bilanzen großer Konzern an, die meist (IBM, Intel, Microsoft) überzeugen konnten und damit Dow Jones und S&P 500 anschoben. Beim NASDAQ bremste indes Google mit enttäuschend aufgenommenen Zahlen. mehr...
Sonntag 15. Januar 2012
Deutschland: Erneut positiv
Die deutschen Aktienindizes knüpften an die positive Tendenz zum Jahresauftakt an. Wegen der Verluste am Freitag verringerten sich jedoch die Gewinne. Erste Gerüchte über die Entscheidung der Rating-Agentur S&P hatten hier die Runde gemacht. Sie hatte Anfang Dezember angekündigt, die Einschätzung der Bonität von 15 Euro-Ländern prüfen zu wollen, und mit Abstufungen gedroht. An den Tagen zuvor hatte es indes einige positive Nachrichten zur europäischen Schuldenkrise gegeben, die als Indizien für eine Entspannung interpretiert wurden, sodass man offenbar Gründe hatte, die 2011 ausgefallene Jahresendrally nachzuholen. In Summe verbuchte der DAX somit ein Wochenplus von immerhin noch 1,4%. Er scheint damit den in der Vorwoche erfolgten Sprung über die kurzfristige Abwärtstrendlinie zu bestätigen. Jüngst kratzte er zudem an der 200-Tage-Linie sowie dem 50%-Retracement der Korrektur von Juli bis September 2011. Damit stellt sich nun die Frage, ob diese Hürden diesmal nachhaltig geknackt werden können, was dann weiteres Kurspotenzial implizieren würde. Kurzfristig dürfte die weitere Entwicklung dabei davon abhängen, ob überhaupt und inwieweit die jüngsten Bonitätsherabstufungen (u. a. von Frankreich) die hiesigen Indizes beeinträchtigen. Schließlich kommen sie nicht unerwartet, sodass sich negative Reaktionen vielleicht in Grenzen halten. mehr...
Sonntag 15. Januar 2012
USA: Lustlos mit leichten Gewinnen
Die US-Berichtssaison hat begonnen. Alcoa machte traditionell den Anfang. Bevor es richtig losgeht, scheint aber Zurückhaltung angebracht und die Entwicklung in der vergangenen Woche war eher lustlos. Begonnen hatte es mit leicht steigenden Kursen am Montag. Etwas stärker waren die Gewinne am Dienstag. Die leichte Entspannung bezüglich der europäischen Schuldenkrise sowie Spekulationen über geldpolitische Lockerungsmaßnahmen in China stützten. Am Mittwoch fehlten dann jedoch Argumente für weitere größere Käufe. Auch der vorgelegte Konjunkturbericht der US-Notenbank (Beige Book) konnte trotz der auszumachenden leichten Beschleunigung der Wirtschaftserholung in den USA keine zündenden Impulse liefern. Über weite Strecken trendlos verlief auch der Handel am Donnerstag. Positive Nachrichten aus Europa bezüglich der Schuldenkrise glichen jedoch offenbar die schlechter als erwarteten Daten zum US-Einzelhandel aus. Am Freitag ging es wegen der erwarteten Bonitätsherabstufungen von Ländern der Eurozone dann zunächst etwas deutlicher abwärts. Bis zum Handelsende wurden die Verluste aber merklich eingedämmt. Zur Vorwoche gab es leichte Gewinne. Neben Europa könnte es in der nächsten Woche, nach dem Feiertag am Montag, wegen der anstehenden Bilanzen von namhaften Größen (z. B. Goldman Sachs, IBM, Intel, General Electric) dann mehr Impulse geben. mehr...
Sonntag 15. Januar 2012
Europa: Verfrühte Hoffnungen
Während Italien und Spanien den ersten Test am Anleihenmarkt im neuen Jahr bestanden haben, sich problemlos und relativ günstig Geld beschaffen konnten, sieht es in Griechenland weiterhin düster aus. Trotz der seit mehreren Monaten laufenden Verhandlungen über einen Schuldenschnitt sind laut internationalem Bankenverband IIF immer noch Kernpunkte ungelöst. Die Zeit für ein Abkommen wird damit immer knapper. Nach Angaben des griechischen Vizefinanzministers drohen neue Finanzlöcher, falls nicht alle Investoren beim Schuldenerlass mitziehen. Wie groß die Löcher ohnehin sind, zeigen die jüngsten Daten. 2011 kletterte das Defizit, das inklusive Zahlungen aus den Verbindlichkeiten der Sozialversicherungen und den Krankenhäusern eigentlich noch höher ist, gegenüber dem Vorjahr um 0,8% auf 21,638 Mrd. Euro. Sämtliche Sparmaßnahmen, die zudem den wirtschaftlichen Abschwung Griechenlands beschleunigten, waren somit fruchtlos. Aber nicht nur wegen Griechenlands ungelöster Haushaltsprobleme dürften Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Schuldenkrise verfrüht sein. 2012 müssen viele Länder der Eurozone alte Schulden refinanzieren. Die Senkung der Kreditwürdigkeit von einigen Ländern durch S&P am Freitag, was die europäischen Aktienindizes wegen der diesbezüglichen Befürchtungen bereits im Vorfeld belastete, dürfte dabei nicht gerade hilfreich sein. mehr...
Sonntag 08. Januar 2012
Deutschland: Fester Start
Die deutschen Aktienindizes starteten fest ins neue Börsenjahr. Gleich am Montag legten sie kräftig zu. Der DAX sprang zurück über 6.000 Punkte. In dem festen Auftakt scheint sich Zuversicht für 2012 widerzuspiegeln. Allerdings waren die Handelsumsätze zu Jahresbeginn relativ dünn, was die positive Entwicklung etwas relativierte. Zudem mutet die augenscheinliche Zuversicht angesichts der weiterhin vorhandenen Risiken wie Zweckoptimismus an, ist daher mit Vorsicht zu genießen. Gleiches gilt für die im Durchschnitt optimistischen Prognosen der Analysten, die für 2012 mit einem Plus beim DAX von etwa 13% auf bis zu 6.680 Punkte rechnen. Ein gutes Omen ist dies nicht, zeigt die Historie doch, dass sich solche Prognosen in den seltensten Fällen auch nur ansatzweise erfüllt haben. Im Wochenverlauf ließ die Kauflaune so bereits wieder nach. Selbst einige ermutigende Signale bezüglich der hiesigen wirtschaftlichen Entwicklung konnten keine nachhaltigen Impulse setzen oder neue auslösen. Dazu zählten die jüngsten Daten zum deutschen Arbeitsmarkt oder der Umsatzsprung 2011 im deutschen Einzelhandel, der der größte nach der Wiedervereinigung war. Aber nicht alle Daten waren gut. Am Freitag gab es eine enttäuschende Entwicklung der Auftragseingänge in der Industrie, die im November deutlich stärker als erwartet zum Vormonat gesunken waren. mehr...
Sonntag 08. Januar 2012
Europa: Alte Störfaktoren melden sich zurück
Nach einem sehr freundlichen Start ließ die Kauflaune an den europäischen Aktienmärkten schnell wieder nach. Hatte insbesondere am Montag noch Zuversicht geherrscht, wurden die Investoren im Wochenverlauf von den Störfaktoren eingeholt, die schon 2011 das Geschehen prägten: die Unsicherheit wegen der europäischen Finanzkrise. So lösten am Mittwoch Details für die nächste Woche geplante Kapitalerhöhung der italienischen UniCredit neue Sorgen im Bankensektor aus. Eine Furcht ist, dass das Institut nicht die von der EU-Bankenaufsicht ausgemachte Lücke beim Eigenkapital stopfen kann. Kein Wunder, nimmt das Vertrauen der Banken untereinander doch immer mehr ab. Davon zeugen die kurzfristig geparkten Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB, die am Mittwoch und Donnerstag neue Rekorde erreichten. Außerdem nährt der Kapitalbedarf bei der UniCredit Spekulationen, dass auch andere Institute den Kapitalmarkt anzapfen müssen, um ihr Eigenkapitalpolster zu erhöhen. Insgesamt brauchen europäische Banken wohl gut 115 Mrd. Euro. Im Fokus standen nach dem Jahreswechsel ferner weiterhin die europäischen Anleiherenditen, die im Fall der Sorgenkinder Italien und Spanien wieder deutlicher anzogen: Zudem musste Frankreich bei einer Auktion höhere Zinsen bieten, was insgesamt impliziert, dass die Schuldenkrise nach wie vor ein prägendes Thema bleiben dürfte. mehr...
Sonntag 08. Januar 2012
USA: Gewinne zum Auftakt
2011 zeigten sich die US-Indizes trotz aller Störfeuer vergleichsweise robust. So fiel der Verlust beim NASDAQ Composite mit 1,8% gering, beim S&P 500 mit 0,02% nur minimal aus. NASDAQ 100 und Dow Jones hielten sich mit 2,7% sowie 5,5% sogar im Plus. Letzterer stieg damit bereits das dritte Jahr in Folge, auch wenn sich die Dynamik kontinuierlich verringerte. Positiv begonnen hat auch das neue Börsenjahr. Nachdem die US-Börsen am Montag feiertagsbedingt geschlossen hatten, gab es gleich am Dienstag eine feste Tendenz. Besser als erwartete Konjunkturdaten sorgten für Kaufinteresse. Zudem vollzogen die US-Aktienmärkte wohl die freundliche Entwicklung an den bereits am Montag geöffneten europäischen Börsen nach. Bereits am Mittwoch sank die Kauflaune aber wieder merklich. Ähnlich sah es am Donnerstag aus, auch wenn sich die US-Indizes von den anfänglichen Verlusten erholen konnten. Die Sorgen wegen der wieder stärker im Fokus stehenden europäischen Schuldenkrise sowie des etwas enttäuschenden ISM-Index Dienstleistungen, wurden dabei offenbar von dem deutlich besser als erwarteten ADP-Arbeitsmarktbericht überkompensiert. Am Freitag folgten die offiziellen Arbeitsmarktdaten, die ebenfalls über den Prognosen lagen. Die europäische Schuldenkrise wog aber wohl schwerer, was die US-Indizes leicht drückte. Zur Vorwoche blieb es aber bei Gewinnen. mehr...
Sonntag 18. Dezember 2011
Deutschland: Abermals abwärts
Die erste Erleichterung nach den Beschlüssen des EU-Gipfels am Freitag der Vorwoche wich zum Start der neuen Börsenwoche der Skepsis, wie die Vorschläge umgesetzt werden können und ob sie überhaupt zu einer nachhaltigen Lösung führen. Größere Abgaben waren die Folge. Am Dienstag half dann zwischenzeitlich der ZEW-Index für Dezember, der zum ersten Mal seit neun Monaten gestiegen war. Während MDAX, SDAX und TecDAX am Berichtstag leichte Zuwächse verzeichneten, gab der DAX jedoch erneut nach, wenn auch nur leicht. Größer waren die Verluste am Mittwoch. Anhaltende Sorgen wegen der Schuldenkrise sowie die Absage der US-Notenbank vom Vorabend, zusätzliche Konjunkturhilfen zu leisten, drückten auf die Stimmung und damit sämtliche der hiesigen Indizes stärker ins Minus. Zudem senkte das ifo Institut seine Konjunkturprognose 2012 für Deutschland und erwartet nur 0,4% Wachstum. Dies passt zu dem seit einiger Zeit vorherrschenden Tenor einer merklichen Abkühlung der konjunkturellen Entwicklung. Am Donnerstag gab es dann Gewinne. Eine erfolgreich verlaufene Auktion spanischer Staatsanleihen, erfreuliche US-Konjunkturdaten sowie auch Positionierungen vor dem großen Verfallstag am Freitag an den Terminbörsen wurden als Gründe genannt. Am Freitag folgten wieder leichte Verluste, sodass die recht deutlichen Abgaben zur Vorwoche noch etwas ausgebaut wurden. mehr...
Sonntag 18. Dezember 2011
Europa: Ernüchterung nach Gipfel
Ein negativer Kommentar der Rating-Agentur Moody’s zu den Beschlüssen des EU-Gipfels sowie die generell wieder verstärkte Unsicherheit angesichts weiterhin fehlender Lösungen für die Schuldenkrise brachten die europäischen Aktienmärkte gleich zu Beginn der vergangenen Woche wieder unter Druck. Wieder einmal folgte auf einen Gipfel somit Ernüchterung. Eher unschlüssig am Dienstag gab es am Mittwoch eine klarere Richtung und es ging deutlicher abwärts. Schwache Konjunkturdaten wie die leicht gesunkene Industrieproduktion im Euro-Raum für Oktober sowie steigende Renditen bei der Emission italienischer Staatsanleihen drückten auf die Stimmung am Aktienmarkt. Am Donnerstag folgte vielerorts eine Erholung. Für stützende Impulse sorgten gestiegene Einkaufsmanagerindizes der beiden größten Euro-Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich sowie auch eine erfolgreich verlaufene Auktion spanischer Staatsanleihen. Am Freitag ging es dann wieder einen Schritt zurück. Die Verluste zur Vorwoche wurden damit ausgebaut. Beim EURO STOXX 50 summierten sie sich am Ende auf 6%. Noch deutlicher unter Druck stand der französische CAC 40 mit 6,3%. Die Schwäche französischer Banken sowie die mäßigen Fakten zur französischen Wirtschaft belasteten. Angesichts der Sorgen um das Chinageschäft verzeichneten die Autowerte die größten Abgaben. mehr...
Sonntag 18. Dezember 2011
USA: Ein Schritt zurück
Nach den Gewinnen in den beiden Vorwochen machten die US-Indizes in der vergangenen wieder einen Schritt zurück. Gleich zu Beginn gab es Verluste. Zunehmende Zweifel und Kritik an den EU-Gipfel-Beschlüssen sowie die gesenkte Umsatzprognose von Intel belasteten. Es folgten weitere Verluste am Dienstag. Von der Fed kamen nach ihrer Ratssitzung nicht die wieder einmal erhofften Signale für eine neue Runde der sogenannten quantitativen Lockerung (QE3), also eines neuen Anleihenkaufprogramms, um die Wirtschaft mit noch mehr billiger Liquidität zu stimulieren. Sie wies zudem auf signifikante Abwärtsrisiken angesichts der größer als erwarteten Spannungen an den weltweiten Finanzmärkten hin. Am Berichtstag gab es überdies enttäuschende Einzelhandelsumsätze für November. Am Mittwoch stand dann wieder das Schuldendilemma in Europa im Fokus, was zu abermals sinkenden Kursen führte. Besser sah es am Donnerstag aus und die US-Indizes legten leicht zu. Einen stützenden Effekt hatten die regionalen Einkaufsmanagerindizes aus New York und Philadelphia für Dezember, die beide deutlicher über den Erwartungen zulegten und somit auch das unerwartete Minus bei der Industrieproduktion für November kompensierten. Am Freitag konnten die US-Indizes ihre anfänglich etwas größeren Gewinne nicht halten, sodass die Verluste zur Vorwoche nur etwas sanken. mehr...
Sonntag 11. Dezember 2011
Deutschland: Rally gestoppt
Die Erholungsrally aus der Vorwoche geriet schnell ins Stocken. Zum Start der vergangenen Woche sorgte gleich die angedrohte Herabstufung der Kreditwürdigkeit Deutschlands sowie anderer Euro-Staaten durch die Rating-Agentur S&P für Unruhe. An den folgenden zwei Tagen nahm dann die Nervosität bezüglich des EU-Gipfels zu und erste Zweifel, dass nun endlich entschiedene Schritte zur Lösung der Euro-Schuldenkrise gemacht werden, drückten etwas auf die Stimmung. Noch weniger Kauflaune herrschte am Donnerstag, was die Kurse etwas stärker belastete. Bremsende Faktoren waren Zurückhaltung vor den möglicherweise weitreichenden Entscheidungen des EU-Gipfels, die Weigerung der EZB, ihr Anleihen-Kaufprogramm massiv auszuweiten sowie auch Berichte über den Kapitalbedarf europäischer Banken nach dem Stresstest der europäischen Bankenaufsicht, was die Finanzwerte belastete. Am Freitag gab es nach anfänglichen Abgaben dann eine kräftigere Gegenbewegung und Gewinne, sodass die Performance zur Vorwoche aufgebessert wurde, dennoch aber negativ blieb. Vor dem Wochenende die Stimmung gehoben hatte der EU-Gipfel und es scheint Erleichterung nach den Beschlüssen zu geben. Sie sind aber keinesfalls ein Durchbruch, sodass wohl auch diesmal die Halbwertszeit gering sein wird. Nächste Woche für Bewegung sorgen könnte zudem der große Verfallstag am Freitag. mehr...
Sonntag 11. Dezember 2011
Europa: Im Zeichen des Gipfels
Die in der Vorwoche augenscheinliche Zuversicht im Vorfeld des jüngsten EU-Gipfels bekam gleich am Montag einen Dämpfer. Zunächst hatten noch das verabschiedete milliardenschwere Spar- und Reformpaket in Italien sowie die ersten Ideen von Merkel und Sarkozy bezüglich der angedachten Vertragsänderungen Hoffnungen auf eine nachhaltige Lösung der europäischen Schuldenkrise beflügelt. Am Abend sorgte jedoch erneut eine Rating-Agentur, diesmal S&P, für Aufregung. Sie drohte bis auf Griechenland und Zypern, die bereits unter besonderer Beobachtung stehen, den restlichen Euro-Ländern mit Herabstufungen ihrer Bonitäten, was unter anderem mit dem schleppenden Fortgang der politischen Reaktion auf die Schuldenmisere begründet wurde. Die Nervosität nahm entsprechend wieder zu, größere Verwerfungen blieben am Dienstag aber aus. Am Mittwoch sorgte der schwindende Optimismus bezüglich des EU-Gipfels für weitere Abgaben, die sich aber erneut im Rahmen hielten. Weitaus größer waren die Verluste am Donnerstag. Zwar senkte die EZB wie erwartet ihre Leitzinsen und unterstützte die Geschäftsbanken mit zusätzlichen Hilfen, sie lehnte aber massive Staatsanleihekäufe erneut ausdrücklich ab, was wohl enttäuschte. Am Freitag sorgten dann die Beschlüsse des EU-Gipfels für Kauflaune, sodass sich die Verluste bei den europäischen Indizes zur Vorwoche verringerten. mehr...
Sonntag 11. Dezember 2011
USA: Erholung fortgesetzt
Auch in der vergangenen Woche war die Schuldenkrise in Europa erneut das Hauptthema an der Wall Street. Gestartet waren die US-Indizes dabei fester, verringerten ihre Gewinne am Montag aber etwas, wegen der Androhung der Rating-Agentur S&P, die Kreditwürdigkeit von gleich 15 Euro-Staaten zu senken. Leichte Zuwächse folgten am Dienstag und die US-Aktienmärkte ließen sich von den Sorgen bezüglich der Eurozone nicht wesentlich beeinträchtigen. Am Mittwoch ging es dann nach anfänglich schwächerem Start weiter aufwärts. Im Handelsverlauf hatte sich offenbar erneut Optimismus bezüglich des mit Spannung erwarteten EU-Gipfels durchgesetzt, sodass selbst die Warnung von S&P, die Beurteilung der Kreditwürdigkeit mehrerer europäischer Großbanken herabzusetzen, schnell wieder verpuffte. Weitaus skeptischer war man am Donnerstag und die Zuversicht, dass nun endlich der große Durchbruch gelingt, wich entsprechenden Zweifeln. Zudem hatte man sich wohl auch an der Wall Street ein stärkeres Eingreifen der EZB erhofft. Gute US-Konjunkturdaten am Berichtstag gerieten indes in den Hintergrund, wie die Daten zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die kräftiger als erwartet gesunken waren. Am Freitag inspirierte dann der EU-Gipfel anscheinend auch die US-Indizes, die kräftig zulegten und auch zur Vorwoche Gewinne verbuchten. mehr...
Sonntag 04. Dezember 2011
Deutschland: Kursfeuerwerk
Nach dem Einbruch in den beiden Wochen zuvor gab es jüngst eine Erholungsrally. Zurückkehrender Optimismus für die Bewältigung der Euro-Schuldenkrise und ein überraschend starker Start in das US-Weihnachtsgeschäft sorgten gleich am Montag für Kauflaune. Ersteres stützte auch am Dienstag, sodass es nach einem zwischenzeitlichen Hin und Her am Ende eine feste Tendenz gab. Die konzertierte Aktion wichtiger Notenbanken ließ die Kurse zur Wochenmitte dann sogar förmlich explodieren. Stützend hatte zuvor bereits die gelockerte Geldpolitik in China gesorgt. Nach dem Kursfeuerwerk an den vorangegangenen Handelstagen verschnauften die deutschen Aktienmärkte am Donnerstag. Von obligatorischen Gewinnmitnahmen war die Rede. Am Freitag gab es nach anfänglichen Gewinnen erneut leichte Verluste, was die Performances der Indizes zur Vorwoche zwar etwas schmälerte, sie aber dennoch sehr üppig ausfallen ließ. Der DAX legte um 10,7% zu. Er egalisierte damit beinahe die Verluste aus den beiden Vorwochen. Nun rücken die horizontalen Hürden 6.342 und 6.387 Punkte, das 50%-Retracement der Juli-September-Korrektur sowie die 200-Tage-Linie wieder in greifbare Nähe, an denen der Index Ende Oktober gescheitert war. Um sie nachhaltig zu knacken und damit weiteren Kursspielraum zu eröffnen, darf es in der nächsten Woche keine Enttäuschungen vom EU-Gipfel geben. mehr...
Sonntag 04. Dezember 2011
Europa: Hoffnung treibt
Die europäischen Aktienmärkte erholten sich kräftig. Gleich zu Wochenbeginn wurden Hoffnungen auf Fortschritte zur Lösung des Schuldendilemmas genährt. Im Blick war das Treffen der Euro-Finanzminister am Dienstag, wo konkrete Schritte zur Steigerung der Schlagkraft des Rettungsschirms EFSF diskutiert werden sollten. Nach kleineren Zuwächsen am Dienstag folgte am Mittwoch weitaus mehr Aufwärtsdynamik. Die gemeinsame Aktion der Notenbanken trieb auch die europäischen Indizes kräftig an. Verschnaufen hieß es am Donnerstag. Einerseits wurde argumentiert, dass die Schuldenkrise längst nicht gelöst ist. Zudem gab es mit dem schwachen chinesischen Einkaufsmanagerindex ein negatives Konjunktursignal. Ebenfalls belastet haben wohl die EZB-Aussagen, wonach das Abwärtsrisiko für die Konjunktur der Eurozone gestiegen ist. Am Freitag wurden die zwischenzeitlichen Gewinne zwar nicht gehalten, es gab aber einen positiven Wochenausklang. Es herrschte wohl weiter Zuversicht vor dem EU-Gipfel am 8. und 9. Dezember, auf dem letzte Details des EFSF beschlossen werden sollen. Zudem geht es um Änderungen der EU-Verträge und eine strengere Überwachung der Euro-Stabilitätsregeln. Insgesamt scheint die jüngste Erholungsrally Ausdruck der Hoffnung, dass nun die Krise endlich in den Griff bekommen wird. Abermalige Enttäuschungen sind jedoch nicht ausgeschlossen. mehr...
Sonntag 04. Dezember 2011
USA: Erholungsrally
Nach den Verlusten in den beiden Vorwochen preschten die US-Indizes an den vergangenen Handelstagen sehr dynamisch nach oben. Zum Wochenstart schwappte die Zuversicht in Europa, dass neue Maßnahmen zur Eindämmung der Euro-Schuldenkrise ergriffen werden, auch auf die Wall Street über. Ferner gab es aus den USA Kaufargumente. Der Branchenverband des US-Einzelhandels meldete am Montag neue Rekorde bei Umsatz und Besucherzahlen am Thanksgiving-Wochenende, das traditionell das US-Weihnachtsgeschäft einläutet. Konjunkturhoffnungen wurden dadurch wieder etwas genährt. Am Dienstag war es dann eher ruhig, wobei das unerwartet sehr kräftig gestiegene US-Verbrauchervertrauen für November angesichts neuer Sorgen bezüglich Europa in den Hintergrund trat. Mittwoch brannten die US-Aktienmärkte dann ein Kursfeuerwerk ab. Auslöser war die gemeinsame Aktion führender Notenbanken, was die Erholungsrally nährte. Nach dem größten dreitägigen Anstieg seit mehr als zweieinhalb Jahren fehlten am Donnerstag trotz besser als erwarteter Konjunkturdaten (ISM-Index Industrie, Bauausgaben) jedoch Anschlusskäufe. Am Freitag überzeugte dann der Arbeitsmarktbericht für November, sorgte anfänglich für feste Indizes. Bis Handelsende schmolzen die Gewinne aber merklich ab. Die bis dahin sehr üppigen Zuwächse zur Vorwoche vergrößerten sich daher nur noch etwas. mehr...
Sonntag 27. November 2011
USA: Weitere Abgaben
Auch die vergangene, wegen Thanksgiving am Donnerstag verkürzte Handelswoche reichte, um insgesamt deutliche Verluste zur Vorwoche anzuhäufen. Gleich am Montag ging es kräftig abwärts. Die ohnehin wegen der Schuldenkrise in Europa existenten Sorgen hinsichtlich einer weltweiten Konjunkturabkühlung wurden durch die Zuspitzung des US-Schuldendebakels angeheizt. Das „Superkomitee“ aus Demokraten und Republikanern konnte sich nicht auf gemeinsame Vorschläge einigen, wie man die geplanten Einsparungen von mindestens 1,2 Bio. US-Dollar für die nächsten Jahre realisieren will, um das Haushaltsdefizit zu verringern. Der nun drohende erneute Machtpoker in den USA angesichts der im nächsten Jahr anstehenden Wahlen könnte wegen des deshalb zu befürchtenden politischen Schlingerkurses somit die Unsicherheit hoch und damit die US-Börsen in Schach halten. Dies drückte auf die Stimmung. So auch am Dienstag. Der Abgabedruck war aber nicht so stark wie am Vortag. Deutlich schwächer fiel die Bilanz wieder am Mittwoch aus. Die europäische Schuldenkrise belastete einmal mehr. Zudem gab es seitens der US-Konjunkturdaten keine zündenden Impulse. Am Freitag gaben die US-Indizes nach freundlichem Start leicht nach. Nächste Woche gibt es viele Konjunkturdaten wie den Arbeitsmarktbericht. Im Fokus dürfen ferner die ersten Indikationen zum US-Weihnachtsgeschäft stehen. mehr...
Sonntag 27. November 2011
Deutschland: Kräftig abwärts
Die kräftig sinkende Tendenz aus der Vorwoche setzte sich auch an den vergangenen Handelstagen fort. Wieder waren es die Schuldenkrise und die diesbezüglich zunehmenden Sorgen, die zu kräftigem Abgabedruck führten. Steigende Anleihenrenditen in der Eurozone und auch eine enttäuschende Auktion zehnjähriger deutscher Staatsanleihen trugen dazu bei. Hinzu gesellten sich weltweite Konjunktursorgen, unter anderem angeheizt durch Meldungen über eine schwache chinesische Industrieproduktion. Selbst der am Donnerstag vorgelegte ifo Geschäftsklimaindex, der nach vier Rückgängen in Folge im November wieder überraschend leicht gestiegen war, konnte nur kurzzeitig für positive Impulse sorgen. Schließlich bleibt es bei den eher mäßigen konjunkturellen Aussichten. Noch am Berichtstag verpuffte die zwischenzeitliche Freude über die gute Stimmung bei den hiesigen Firmen daher wieder. Am Freitag gab es zwar feste deutsche Indizes, die Verluste zur Vorwoche insgesamt fallen dennoch sehr üppig aus. Der DAX gab um 5,3% nach. Nachdem das Szenario eines Abpralls vom 50%-Retracement der Juli-September-Korrektur nun Realität ist, scheint ein Test der 5.000er-Marke immer wahrscheinlicher. Allerdings bleibt der Markt unkalkulierbar, denn wer weiß schon, welches Kaninchen die Politik als Nächstes aus dem Hut zaubert, um die Märkte zu verblüffen und zu ködern? mehr...
Sonntag 27. November 2011
Europa: Dicke Verluste
Einmal mehr hieß es in der vergangenen Woche „Land unter“ an den europäischen Aktienmärkten. Es gab teilweise sehr deutliche Verluste. Unsicherheit wegen der Schuldenkrise und Misstrauen, wie diese gelöst werden kann, waren erneut starke Verkaufsargumente. Es gab ja auch wieder genug Hiobsbotschaften. Dazu gehörte die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals auf Ramschniveau durch die Rating-Agentur Fitch, was die Renditen der Krisenländer erneut deutlich anziehen ließ. Ein Warnschuss war ferner die überraschend schwache Nachfrage bei einer deutschen Anleihenemission. Und auch der Mini-Gipfel am Donnerstag zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den französischen und italienischen Regierungschefs Sarkozy und Monti wurde als Enttäuschung aufgefasst, bleibt die Suche nach einer Lösung der Schuldenkrise doch weiterhin erfolglos. Entsprechend musste Italien am Freitag wieder teilweise neue Rekordzinsen bieten, um sich Geld am Kapitalmarkt zu leihen. Insgesamt nimmt daher wohl der Druck zu, immer stärker die fragwürdigen letzten Mittel in Erwägung zu ziehen, wie die nun wieder verstärkt angeheizte Diskussion über die Eurobonds, aber auch die nicht endenden Forderungen nach einem massiven Kauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) zeigen, die sich weiter vehement dagegen stemmt. mehr...
Sonntag 20. November 2011
Deutschland: Negative Performance
Zunächst begann die neue Börsenwoche freundlich, doch noch am Montag setzte Verkaufsdruck ein, der im Wochenverlauf in der Tendenz andauerte und zu einer negativen Wochenperformance führte. Die Verluste fielen dabei recht deutlich aus. Der DAX gab 4,2% nach. Hier scheint sich das Szenario eines Abpralls vom 50%-Retracement der Juli-September-Korrektur zu erhärten, indem er jüngst unter das 38,2%-Fibonacci-Retracement rutschte. Sollte nun das Zwischentief aus der Vorwoche bei 5.722 Punkten verletzt werden, spräche dies wohl für weitere Abgaben, wobei der Bereich von 5.000 Zählern ein übergeordnetes Ziel darstellt. Zuvor gibt es bei 5.608, 5.434 und 5.313 Punkten kleinere potenzielle Haltezonen, die aber nicht sonderlich tragfähig erscheinen. Bezüglich der Konjunktur gab es jüngst unterdessen eine positive Überraschung. Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal mit 0,5% wieder kräftiger gewachsen. Laut Ökonomen scheint für das Gesamtjahr daher noch ein BIP-Plus von 3% realistisch. Der Ausblick bleibt aber verhalten, eine Flaute in den nächsten Monaten gilt als sicher. Ob es nur eine Stagnation gibt oder gar eine milde Rezession, darüber gehen die Meinungen jedoch auseinander. Man darf nun gespannt sein, wie die Firmen weiter Lage und Ausblick einschätzen. In der nächsten Woche steht der ifo Geschäftsklimaindex November an. mehr...
Sonntag 20. November 2011
Europa: EZB immer stärker unter Druck
Eine weitere Verschärfung der Schuldenkrise hielt die europäischen Aktienmärkte einmal mehr in Atem. Sorge bereitet die Lage auf dem Anleihenmarkt. Staatspapiere aus der Eurozone verzeichneten zum Teil massive Risikoaufschläge. Dies galt nicht nur für die Titel besonders schuldgeplagter Länder wie Spanien und Italien, sondern auch für die von Österreich, Belgien und Frankreich. Die Lage bleibt somit fragil. Es verwundert daher nicht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) weiter am Markt eingreift und Anleihen von Schuldenstaaten aufkauft. Und der Druck, noch stärker aktiv zu werden, wird immer größer. Für einige Befürworter gilt die Ausweitung des Anleihenaufkaufprogramms als gute Möglichkeit, die Schuldenkrise zu entschärfen. Wen wundert es, könnten Gläubiger, wie Banken, so doch ihre ausfallgefährdeten Papiere loswerden, ohne dass der Anleihenmarkt komplett zusammenbricht. In Deutschland trifft die Forderung, die EZB so zur Bekämpfung der Schuldenkrise zu missbrauchen, jedoch noch auf Widerstand. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen und der Streit in vollem Gange. Letztendlich dürfte es daher wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis auch das fragwürdige Mittel eines quasi unbegrenzten Ankaufs von Staatsanleihen durch die EZB eingesetzt wird. Spätestens dann, wenn eingesehen werden muss, dass die anderen Instrumente nicht greifen. mehr...
Sonntag 20. November 2011
USA: Verluste
Wegen der zugespitzten Lage am europäischen Anleihenmarkt starteten die US-Aktienmärkte schwach in die neue Börsenwoche. Es folgte eine Erholung am Dienstag. Besser als erwartete US-Einzelhandelsumsätze im Oktober und auch die überraschend aufgehellte Stimmung des verarbeitenden Gewerbes im Bundesstaat New York gaben Auftrieb und verdrängten damit die Sorgen bezüglich der Schuldenkrise in Europa zumindest am Berichtstag etwas. Zunächst freundlich begonnen, ging es dann am Mittwoch wieder abwärts. Die Einschätzung der Rating-Agentur Fitch belastete. Sie hatte davor gewarnt, dass die Schuldenkrise in der Eurozone ein ernsthaftes Risiko für die US-Banken darstellt. Zwar keine neue Erkenntnis, drückten die Investoren aber offenbar dennoch wieder stärker auf den Verkaufsknopf. Der kräftig anziehende Ölpreis könnte zusätzlich die Stimmung am Gesamtmarkt gedämpft haben, bremst teureres Öl doch die Wirtschaft. Am Donnerstag war es dann erneut die weiterhin angespannte Lage in der Eurozone, die zu weiteren Verlusten führte, während die US-Konjunkturdaten (erneut gesunkene Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, aber stärker als erwartet gesunkener Philadelphia Fed Index) gemischt ausfielen. Am Freitag verhielten sich die US-Indizes ruhig und pendelten nur wenig. Zur Vorwoche blieb es damit bei größeren Verlusten. Der S&P 500 verletzte dabei einige Unterstützungen. mehr...
Sonntag 13. November 2011
Deutschland: DAX wieder über 6.000 Punkte
In der vergangenen Woche ging es erneut recht turbulent an den deutschen Aktienmärkten zu. Die Kurse schwankten einmal mehr kräftig hin und her. Zur Wochenmitte hatte dabei die sich zuspitzende finanzielle Lage in Italien für kräftig sinkende Kurse gesorgt. Daneben könnte auch die politische Unsicherheit im Zusammenhang mit den neuen Hinweisen auf ein iranisches Atomwaffenprogramm gedrückt haben. Nach zunächst weiteren kräftigen Verlusten am Donnerstag folgte im Tagesverlauf eine Gegenbewegung. Die Einigung in Griechenland auf einen neuen Regierungschef sowie die besser als befürchtete gelaufene Anleihenauktion in Italien sorgten für etwas Erleichterung. Das Thema Schuldenkrise war auch am Freitag das Thema. Weitere Lichtblicke (erste Zustimmung des italienischen Parlaments zum Reform- und Sparpaket) sorgten dabei für kräftig steigende Kurse, sodass sich der DAX zur Vorwoche sogar deutlicher in die Gewinnzone vorarbeitete und wieder über 6.000 Punkten schloss. Es bleiben jedoch viele Unsicherheiten, was auch in der nächsten Woche einmal mehr für reichlich Bewegung an den hiesigen Aktienmärkten sorgen dürfte. Gespannt sein darf man dabei sicherlich auch auf die Reaktion bezüglich der am Dienstag anstehenden ersten Schätzung zum BIP für das dritte Quartal, verbunden mit der Frage, ob damit Konjunktursorgen genährt oder gemindert werden. mehr...
Sonntag 13. November 2011
Europa: Brüssel warnt vor Rezession
Die EU-Kommission hat mit alarmierenden Aussagen die Sorgen vor einer Eskalation der Krise in Europa verstärkt. Sie hob Griechenland und Italien hervor und mahnte schnelle Reformen an. Daneben bereitet die konjunkturelle Entwicklung Kopfzerbrechen. „Das Wachstum in Europa ist zum Stillstand gekommen und es besteht das Risiko einer erneuten Rezession“, erklärte EU-Währungskommissar Olli Rehn. Seinen Worten zufolge wird die Wirtschaft bis weit ins Jahr 2012 hinein stagnieren. Wirtschaftsflaute, Schuldenprobleme und der anfällige Finanzsektor scheinen sich in einem Teufelskreis gegenseitig zu beeinträchtigen, hieß es weiter. Neben diesem Aufreger standen die Schuldensünder Griechenland und verstärkt Italien besonders im Fokus. Nachdem Griechenland einen neuen Chef für die Übergangsregierung gefunden hat und nun die geforderten Sparmaßnahmen umsetzen will, sodass wohl bald wieder Hilfsgelder fließen und auch in Italien nach dem angekündigten Rücktritt Silvio Berlusconi die Hoffnungen auf ein Ende der innenpolitischen Querelen etwas gestiegen sind, entspannte sich die Lage bezüglich der europäischen Schuldenkrise etwas. Das Umfeld bleibt aber geprägt von Unsicherheit, was sich auch in der fortgesetzten Achterbahnfahrt an den europäischen Aktienmärkten widerspiegelt. Und das Ticket für die nächste Runde dürfte schon gelöst sein. mehr...
Sonntag 13. November 2011
USA: Hoffnung stützt
Nach einem trotz aller Sorgen und Unsicherheiten positivem Wochenauftakt gaben die US-Aktienmärkte am Mittwoch kräftig nach. Damit blieb auch an der Wall Street die sich zuspitzende Lage in Italien nicht ohne Folgen. Am Donnerstag folgte dann jedoch etwas Erleichterung bezüglich der europäischen Schuldenkrise angesichts der Entspannung am italienischen Anleihenmarkt und dem endlich benannten Chef der neuen griechischen Regierung. Daneben stützten positive Daten vom US-Arbeitsmarkt. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war mit einem Rückgang in der Vorwoche auf 390.000 niedriger ausgefallen als erwartet. Zudem sanken sie auf das niedrigste Niveau seit April dieses Jahres, was Hoffnungen auf eine positive Wende am Arbeitsmarkt aufkeimen ließ. Die Kauflaune am Berichtstag angekurbelt haben dürfte ferner die positiv aufgenommene Bilanz des Netzwerkspezialisten Cisco Systems. Am Freitag gab es dann eine noch festere Tendenz. Fortschritte in Italien bei der Verabschiedung des Reform- und Sparpakets zur Eindämmung der Schuldenkrise halfen ebenso wie erste Umfrage zur Verbraucherstimmung (Uni Michigan) im November, die sich kräftiger als erwartet aufgehellt hatte. Dank der positiven Entwicklung vor dem Wochenende schafften Dow Jones und S&P 500 damit bei der Performance zur Vorwoche doch noch den Sprung in die Gewinnzone. mehr...
Sonntag 06. November 2011
Deutschland: Achterbahnfahrt
Nach der kräftigen Erholung in der Vorwoche, womit der Anstieg seit dem Zwischentief Ende September fortgesetzt wurde, ging es an den vergangenen Tagen wieder äußerst turbulent zu. Nervosität und Unsicherheit bezüglich der europäischen Schuldenkrise stiegen wieder massiv an. Es gab eine Achterbahnfahrt. Nachdem die Indizes am Montag vor allem aber am Dienstag nach unten rauschten, konnten sie sich von ihren Tiefs schnell wieder ein gutes Stück nach oben absetzen, wozu am Donnerstag auch die überraschende Zinssenkung der EZB beitrug, bevor es am Freitag wegen der Enttäuschung über den G-20-Gipfel und der Unsicherheit vor der Vertrauensfrage in Griechenland wieder in den Keller ging. Zur Vorwoche fällt die Bilanz somit sehr negativ aus. Zumindest beim DAX (–6%). Das charttechnische Bild hat damit einen Knacks bekommen, wenngleich sich die aktuellen Entwicklungen derzeit so überschlagen und zu unkalkulierbaren Ausschlägen führen, dass eine charttechnische Betrachtung mit Vorsicht zu genießen ist. Dennoch sieht es erst einmal danach aus, als wenn es dem Index nicht gelang, das 50%-Retracement der Abwärtswelle seit Juli sowie die 200-Tage-Durchschnittslinie zu knacken, ja sogar davon nach unten abprallte. Dies könnte zumindest kurzfristig für weiter sinkende Notierungen sprechen. Aber wie gesagt, in dem derzeitigen Umfeld scheint alles möglich. mehr...
Sonntag 06. November 2011
Europa: Schnelle Ernüchterung
Griechenland und die Schuldenkrise hielten die europäischen Aktienmärkte einmal mehr in Atem. Nach den kräftigen Zuwächsen in der Vorwoche, mit denen die auf dem Krisengipfel beschlossenen Maßnahmen gefeiert wurden, folgte schnell wieder Ernüchterung. War am Montag mit Blick auf die fallenden Kurse zunächst von den obligatorischen Gewinnmitnahmen die Rede, verstärkte sich am Dienstag die Talfahrt. Schuld war die Ankündigung eines Referendums in Griechenland über das jüngste Rettungspaket. Nach einer Stabilisierung am Mittwoch mit steigenden Kursen ging es dann am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten deutlicher aufwärts. Die Absage des griechischen Referendums und die überraschende Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) halfen. Der neue Notenbankchef Mario Draghi begründete den fragwürdigen Schritt vor allem mit deutlich niedrigeren Wachstumsaussichten, die die Inflation wohl bald nach unten drücken. Ob die Rechnung aufgeht, muss sich erst zeigen. An den Aktienmärkten kam der Schritt dennoch an, nährte wohl die Hoffnung auf stützende Effekte für die Konjunktur. Die positive Reaktion auf die Zinssenkung war aber nur von kurzer Dauer. Am Freitag ging es bereits wieder kräftig abwärts. Die Enttäuschung über das G-20-Treffen, vor allem aber die Unsicherheit, wie es politisch in Griechenland weitergeht, belasteten. mehr...
Sonntag 06. November 2011
USA: Europa belastet
An der Wall Street verpuffte die Euphorie aus der Vorwoche schnell. Gleich zum Start gab es größere Abschläge. Die sich wieder zuspitzende europäische Schuldenkrise verunsicherte. Zudem belastete die Pleite des US-Brokers MF Global. Am Dienstag gaben die US-Indizes weiter kräftig nach, wozu neben dem europäischen Schuldendilemma schwächer als erwartete US-Konjunkturdaten beitrugen. Zur Wochenmitte zeigten die US-Indizes dann eine kräftige Gegenbewegung, getrieben vom ADP-Arbeitsmarkt und den Aussagen von Ben Bernanke. Der US-Notenbankchef blieb zwar trotz zaghafter Anzeichen einer konjunkturellen Belebung pessimistisch, bekräftigte jedoch, dass die Fed jederzeit bereit ist, die Wirtschaft noch stärker als bisher zu stützen. Er wurde zwar nicht konkret, dennoch gab es erste neue Spekulationen über ein weiteres „QE“-Programm, vielleicht auch vor dem Hintergrund der US-Wahlen nächstes Jahr. Am Donnerstag folgten dann weitere kräftige Aufschläge. Die sich etwas entspannende Lage in Griechenland, die Zinssenkung der EZB und gute Konjunkturdaten (ISM-Index Dienstleistungen, Auftragseingänge) stützten. Wieder abwärts ging es dann am Freitag, wenn auch nur moderat dank der Erholung im Verlauf. Die Verluste zur Vorwoche wurden daher etwas ausgebaut. Vor allem die Unsicherheit in Europa bremste, während der US-Arbeitsmarktbericht gemischt ausfiel. mehr...
Sonntag 30. Oktober 2011
Deutschland: Kursfeuerwerk
Einen so dicken Tagesgewinn wie am vergangenen Donnerstag hatte der DAX zuletzt im März 2009 verbucht. Er schnellte um 5,3% nach oben. Nach der Verwirrung und Unsicherheit im Vorfeld des Euro-Krisengipfels wurden die gefassten Beschlüsse zur Abwehr der Schuldenkrise, selbst wenn nicht der Weisheit letzter Schluss, wohlwollend von den Märkten zur Kenntnis genommen. Vor allem die Kurse der Banken schossen durch die Decke. Sie waren auch bei der Wochenperformance stärkste Branche, der DAXsector Banks kletterte um 18,5%. Kräftige Aufschläge zur Vorwoche gab es auch bei den Indizes, angeführt vom DAX mit 6,3%. Seit dem Tief im September schnellte er damit um rund 28% in die Höhe. Aus charttechnischer Sicht preschte er jüngst sehr dynamisch über das 50%-Retracement der Abwärtswelle seit Juli. Außerdem kratzte er an der 200-Tage-Durchschnittslinie. Sollte sie nun nachhaltig geknackt werden, was bei einem Sprung über das 61,8%-Fibonacci-Retracement der Korrektur von Juli bis September gegeben sein könnte, wäre das Szenario einer Bärenmarktrally wohl endgültig passé, sodass es dann tatsächlich nach einer erfolgreich abgeschlossenen Bodenbildung aussähe, was weiteren Kursspielraum eröffnen könnte. Ein erstes kurzfristiges Ziel wäre dann der Bereich von 7.000 Zählern. Voraussetzung ist jedoch, dass in Sachen Schuldenkrise neue Unsicherheit ausbleibt. mehr...
Sonntag 30. Oktober 2011
Europa: Hoffnungen erst einmal erfüllt
Die europäischen Aktienmärkte haben die nun beschlossenen Maßnahmen gegen die Schuldenkrise mit kräftig steigenden Kursen goutiert. Auf dem Gipfeltreffen am Mittwoch, das bis Donnerstag früh dauerte, hatten sich die Regierungschefs auf ein umfassendes Paket gegen die Schulden- und Bankenkrise geeinigt und ein neues Hilfsbündel zur Rettung Griechenlands geschnürt. Die Hoffnungen auf einen Befreiungsschlag wurden somit augenscheinlich erst einmal erfüllt, wie die positive Reaktion der Märkte impliziert. Konkret beschlossen wurden die Modalitäten für eine Aufstockung des Rettungsfonds EFSF mit einem äußerst fragwürdigen Hebelmechanismus und ein augenscheinlich 50-prozentiger Schuldenschnitt für Griechenland (siehe Markt im Fokus). Zudem wurden für die führenden Banken neue Kapitalregeln festgelegt: Bis 2012 müssen die systemrelevanten Institute ihre harte Kernkapitalquote auf 9% anheben. Ob diese zweifelhaften Maßnahmen ausreichen, ja überhaupt geeignet sind, um die europäische Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, ist jedoch mehr als fraglich. Dies zeigt auch die Tatsache, dass sich Italien, trotz der zumeist positiv bewerteten Beschlüsse, nur zu weiter gestiegenen Konditionen (mehr als 6% für zehnjährige Papiere) am Finanzmarkt finanzieren konnte. Daher gilt weiter Vorsicht. Die jüngste Euphorie könnte schnell wieder ins Gegenteil umschlagen. mehr...
Sonntag 30. Oktober 2011
USA: Europa liefert, Wall Street frohlockt
Auch die US-Aktienmärkte ließen sich von der Euphorie nach dem Euro-Gipfel in Europa anstecken. Zwar herrschte zuvor noch Misstrauen, ob etwas Handfestes herauskommt, Europa hat aber offenbar geliefert und damit auch die Wall Street positiv überrascht. Die Investoren an den US-Börsen hatten jedoch nicht nur die europäische Schuldenkrise im Blick. Es gab auch seitens Unternehmen und Konjunktur positive Impulse. Gleich zum Wochenauftakt hatte beispielsweise Caterpillar (siehe Aktie der Woche) mit Zahlen und sehr positivem Ausblick überzeugt und stimmte somit die Investoren bezüglich der weiteren Konjunkturentwicklung zuversichtlich. Am Mittwoch gab es dann besser als erwartete US-Auftragseingänge für langlebige Güter im September. Sie fielen zum einen weniger stark als erwartet. Zum anderen legten sie bereinigt um den sehr schwankungsfreudigen Transportsektor sogar sehr kräftig zu. Am Donnerstag folgte dann die erste Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal, die ebenfalls die Erwartungen übertraf. Die US-Wirtschaft wuchs mit 2,5% dynamischer als mit 2,3% erwartet und nahm damit zum ersten und dem zweiten Quartal (0,4% und 1,3%) weiter an Fahrt auf. Am Freitag war es dann mit der Kauflaune erst einmal wieder vorbei und die US-Indizes veränderten sich zum Vortag kaum, verbuchten zur Vorwoche aber solide Gewinne. mehr...
Sonntag 23. Oktober 2011
Deutschland: Zwischen Hoffen und Bangen
An den deutschen Aktienmärkten ging es jüngst kräftig hin und her. Zunächst mit steigenden Kursen in die neue Börsenwoche gestartet, rutschten die Kurse noch am Montag wieder ab. Hatten in der Vorwoche die vollmundigen Äußerungen der EU-Politiker Anlass gegeben, verstärkt auf nachhaltige Lösungsansätze bezüglich der europäischen Schuldenkrise zu hoffen, nahm diese Zuversicht schnell wieder ab. Ernüchternde Kommentare der Bundesregierung verunsicherten, rechnet sie doch nicht mit dem großen Befreiungsschlag. Zwar nahm die Zuversicht der Märkte zwischenzeitlich wieder zu, die verfahrenen Verhandlungen und offensichtliche Uneinigkeit zwischen Deutschland und Frankreich, wie man den Rettungsfonds EFSF am effektivsten einsetzen will, bremsten aber immer wieder. Am Freitag, also kurz vor dem Gipfel-Wochenende, überwog dann aber offenbar doch die Zuversicht. Die Kurse stiegen kräftig, sodass die Wochenperformance der deutschen Indizes deutlich verbessert wurde, der DAX sogar knapp im Plus schloss. Man darf gespannt sein, ob die zuversichtlichen Prognosen eintreten oder ob es große Enttäuschungen gibt. Angesichts dieser Spannungslage geriet am Freitag auch der ifo Geschäftsklimaindex für Oktober in den Hintergrund, der sich weiter eintrübte, dessen erneuter Rückgang vor dem Hintergrund des negativen Umfelds aber noch vergleichsweise moderat ausfiel. mehr...
Sonntag 23. Oktober 2011
Europa: Hochspannung
Ursprünglich sollte bei dem EU-Gipfel am heutigen Sonntag abschließend entschieden werden, wie und mit welchen Mitteln man den Rettungsfonds EFSF am effektivsten einsetzen und wie man somit letztendlich in der europäischen Schuldenkrise weiter vorgehen will. Dabei im Vorfeld heiß diskutiert wurde einerseits ein finanztechnischer Hebelmechanismus. Andererseits will Frankreich den Fonds mit einer Banklizenz ausstatten, damit dieser sich Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen kann. Dieses Modell lehnt jedoch die Bundesregierung ab. Der noch in der Vorwoche betonte Konsens zwischen Deutschland und Frankreich scheint somit wieder dahin und es besteht offenbar noch reichlich Gesprächsbedarf. Daher wird es am Sonntag nur einen Vorbereitungsgipfel geben, bevor dann am Mittwoch bei einem weiteren Treffen Beschlüsse zustande kommen, also die neuen Regeln des EFSF verabschiedet werden sollen. Die Zeit drängt, schließlich sollen beim G-20-Gipfel am 3. und 4. November neben der prekären Lage Griechenlands verbindliche europäische Beschlüsse auf internationaler Ebene beraten werden. Hochspannung ist in der nächsten Woche somit garantiert. Angesichts der anhaltenden Diskussionen und des unklaren Ausgangs des Gipfels präsentierten sich die europäischen Aktienmärkte hin- und hergerissen und zeigten am Ende eine gemischte Tendenz. mehr...
Sonntag 23. Oktober 2011
USA: Wall Street blickt nach Europa
An der Wall Street war auch in der vergangenen Woche die Entwicklung bezüglich der europäischen Schuldenkrise ein bewegender Faktor und trug daher mit zu der Achterbahnfahrt bei. Zum Start in die neue Börsenwoche drückte dabei zunächst die gedämpfte Zuversicht auf eine schnelle Lösung die Kurse. Teils schwache US-Konjunkturdaten taten ihr Übriges. Am Dienstag folgten jedoch gleich wieder deutliche Aufschläge. Neue Hoffnungen auf eine Lösung der Euro-Schuldenkrise beflügelten. Abwärts ging es dann am Mittwoch. Ein zurückhaltender Blick der US-Notenbank auf die Konjunkturentwicklung in den USA hatte die Stimmung ebenso getrübt wie erneut aufgeflammte Sorgen um den Erfolg des anstehenden EU-Gipfels. Im Technologiesektor trübten zudem die enttäuschend aufgenommenen Quartalszahlen von Apple die Kauflaune. Selbst Intel konnte mit seinem erneuten Rekordgewinn nicht die Stimmung heben. Den Donnerstag, der geprägt von mehrfachen Richtungswechseln war, beendeten Dow Jones und S&P 500 mit leichten Zuwächsen. Neben vielen weiteren Bilanzen sorgte vor allem der Blick nach Europa für ein Wechselbad der Gefühle, wobei am Ende scheinbar erneut die Zuversicht überwog. Diese hielt sich auch am Freitag, was die Wall Street somit trotz gemischt aufgenommener Bilanzen anfeuerte und bei Dow Jones und S&P 500 doch noch zu einer positiven Wochenperformance führte. mehr...
Sonntag 16. Oktober 2011
Deutschland: Erneut kräftige Gewinne
Die deutschen Aktienindizes verbuchten in der vergangenen Woche erneut kräftige Gewinne. Hoffnung auf ein konsequentes Handeln der Politik bei der Lösung der Euro-Schuldenkrise nährte wohl zumindest vorerst die Zuversicht auf ein Gelingen selbiger. Der DAX lugte sogar zwischenzeitlich über die Marke von 6.000 Punkte, schnellte damit seit dem Zwischentief vom 4. Oktober in der Spitze um beinahe 18% nach oben. Das Plus zur Vorwoche summiert sich auf insgesamt 5,1%. Noch besser schnitt der MDAX mit 6,8% ab. Allerdings ging es nicht schnurstracks aufwärts. Am Donnerstag gab es wegen verstärkter Konjunktursorgen einen Dämpfer und sinkende Kurse. Zum einen belasteten die Aussagen im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB). Demnach dürfte sich die Konjunktur im Euroraum im zweiten Halbjahr 2011 deutlich abkühlen, unter anderem wegen der schwächeren globalen Nachfrage und der Schuldenkrise im Währungsraum. Zum anderen hatten die führenden deutschen Forschungsinstitute ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum 2012 in Deutschland deutlich von 2% auf 0,8% reduziert. Die Schuldenkrisen in Europa und den USA würgen den Aufschwung ab, hieß es. Nach zwei Jahren mit deutlichen Zuwächsen muss sich die deutsche Wirtschaft somit mit einem mageren Plus begnügen. Eine Rezession ist nach Meinung der Forscher aber unwahrscheinlich. mehr...
Sonntag 16. Oktober 2011
Europa: Slowakei stimmt zu
Die Schuldenkrise in Europa beherrscht weiterhin das Geschehen an den europäischen Aktienmärkten. Am Montag sorgte dabei die Hoffnung auf ein konsequentes Handeln der Politik in der Euro-Schuldenkrise nach dem deutsch-französischen Gipfeltreffen vom Wochenende für deutliche Kursgewinne. Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hatten angekündigt, bis Ende Oktober ein Gesamtpaket zur Stützung der europäischen Banken vorlegen zu wollen. Nachdem am Dienstag Zurückhaltung vor dem mit Spannung erwarteten Slowakei-Votum zur Erweiterung des Euro-Rettungsfonds EFSF herrschte und dieser zunächst abgelehnt wurde, ging es am Mittwoch dennoch erneut kräftiger aufwärts. Die Hoffnung stütze, dass die Slowakei doch noch zustimmen könnte, was sie am Donnerstag auch tat. Zudem half wohl der augenscheinlich zunehmende Konsens der Euro-Staaten beim Versuch, einen Ausweg aus der Schuldenkrise zu finden. Am Donnerstag gab es dann meist Verluste wegen wieder verstärkter Sorgen über eine Wachstumsabschwächung. Die Bankentitel litten zudem unter der Diskussion über die von der EU-Kommission eingebrachte Forderung nach deutlich höheren Eigenkapitalquoten. Am Freitag zeigten sich die europäischen Aktienindizes dank überwiegend positiver US-Konjunkturdaten freundlich, sodass die meist zu verzeichnenden Gewinne zur Vorwoche wieder etwas ausgebaut wurden. mehr...
Sonntag 16. Oktober 2011
USA: Weiter erholt
Die Wall Street profitierte zum Auftakt der vergangenen Börsenwoche von der Ankündigung eines Gesamtpaketes zur Euro-Rettung. Ferner ließen wohl auch die Sorgen hinsichtlich der US-Wirtschaft etwas nach, wozu auch der dank Sondereffekten besser als erwartete Arbeitsmarktbericht September vom Freitag der Vorwoche beitrug. Insgesamt scheinen die jüngsten US-Konjunkturdaten die Sorgen hinsichtlich eines Rückfalls der USA in eine Rezession zu mildern. Nach dem starken Montag zeigten sich die US-Märkte am Dienstag zurückhaltend wegen der nach Börsenschluss offiziell eingeläuteten Berichtssaison. Alcoa machte den Anfang und enttäuschte leicht. Dennoch verbuchten die US-Indizes am Mittwoch Zuwächse. Die Aussicht auf eine Stärkung der europäischen Banken und das veröffentlichte Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung stützten. Einige Mitglieder der Fed votierten dafür, sich das die Konjunktur stimulierende Mittel zusätzlicher Anleihekäufe zumindest offenzuhalten. Am Donnerstag drückten dann die Zahlen von JPMorgan Chase etwas die Stimmung, wird wegen der europäischen Schuldenkrise doch insgesamt eine schlechte Berichtssaison bei den US-Banken befürchtet. Am Freitag sorgten dann gute US-Einzelhandelsumsätze für September und gute Zahlen von Google für kräftig steigende Kurse, sodass die US-Indizes ihre positive Wochenperformance weiter aufpeppten. mehr...
Sonntag 09. Oktober 2011
Zwei Ereignisse bestimmten in der zurückliegenden Woche die Gemüter in den USA. Zum einen der Tod von Apple-Gründer Steve Jobs, zum anderen die Vorlage der Arbeitsmarktdaten. Überlagert wurden diese Meldungen von der weiterhin ungelösten Schuldenkrise in Europa und der am Freitag erfolgten Herabstufung der Bonität Italiens und Spaniens durch Fitch. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte fiel am Freitag um 0,2% auf 11.103, was jedoch einem moderaten Wochengewinn gleichkommt. Unter Druck standen hierbei vor allem Finanzwerte wie die Bank of America und JPMorgan. Am Arbeitsmarkt, der als Achillesferse der US-Ökonomie gilt, sehen die Investoren inzwischen wieder etwas Licht. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft ist im vergangenen Monat um 103.000 gestiegen – Analysten hatten lediglich ein Plus von 60.000 erwartet. Zudem wurden die August-Daten nach oben revidiert – statt einer Stagnation wurde ein Plus von 57.000 Stellen verbucht. Einige Analysten bemerkten jedoch, dass die Arbeitslosenquote mit über 9% weiter auf einem hohen Niveau verharrt. Ein sattes Kursplus von knapp 4% verbuchte die Aktie von Microsoft nach einer Entscheidung der EU-Kommission, den Internet-Telefondienst Skype ohne weitere Auflagen übernehmen zu dürfen. mehr...
Sonntag 02. Oktober 2011
Deutschland: Unsicherheit bleibt
In der zurückliegenden Woche konnte der DAX ein sattes Kursplus von über 7% verbuchen. Allerdings zeigt der Wochenausklang, dass die Nervosität auf den Kapitalmärkten erhalten bleibt. Solange sich kein klares und nachhaltiges Bild zur Bewältigung der Schuldenkrise abzeichnet, dürften die hohen Volatilitäten Bestand haben. Die breite Zustimmung des Bundestags zum Ausbau des Euro-Rettungsschirms EFSF und erfreuliche US-Konjunkturdaten hatten die Investoren in Kauflaune versetzt. Zu Wochenbeginn hatten ferner vor allem Spekulationen über mögliche Hebelgeschäfte beim EFSF den Börsenkursen Auftrieb verliehen. Sorgenfalten bereiteten Investoren die Abschwächung des Wachstums in China und die anziehende Inflation in der Eurozone. Ein kräftiger Anstieg bei den Sprit- und Heizölpreisen hat die Inflationsrate in Deutschland auf den höchsten Stand seit drei Jahren getrieben. Dieser Anstieg fiel stärker als erwartet aus. Der DAX kämpft am Freitagabend mit der charttechnischen Marke von 5.500 Zählern. Aktien des Finanzsektors (Deutschen Bank, Commerzbank) erholten sich in den vergangenen Tagen von ihren Tiefständen und verbuchten auf Wochenbasis zweistellige Kursgewinne. Medienberichte über eine Drosselung der Stahlproduktion belasten nach wie vor die Aktie der ThyssenKrupp AG. mehr...
Sonntag 02. Oktober 2011
Europa: Stimmung trübt sich ein
Der EURO STOXX 50 hat zum Wochenausklang das schlimmste Quartal seit neun Jahren beendet. Knapp 700 Zähler hat der europäische Leitindex in diesem Zeitraum eingebüßt. Gleichwohl konnte sich der EURO STOXX 50 in den zurückliegenden Tagen behaupten und erholte sich vom Tiefstand der vergangenen Woche. Es bleibt bei einem Wochengewinn von satten 250 Zählern (ein Plus von 7,5%), allerdings rutschte der Index am Freitag erneut unter die Marke von 2.200 Punkten. Die Meldungen zu den jüngsten Wirtschaftsdaten in China, Japan und Deutschland beeinflussten zum Wochenende die Stimmung. Einige Investoren rechnen damit, dass es nun geradewegs in Richtung Rezession geht. Die Abkühlung der chinesischen Konjunktur traf vor allem die Hersteller von Autos und Luxusgütern. Die BMW-Aktie rutschte ab und notierte im Wochenvergleich lediglich unverändert. Unterdessen hat sich die Wirtschaftsstimmung in der gesamten EU im abgelaufenen Monat eingetrübt, wie die EU-Kommission bekannt gab. Der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) fiel auf 94,0 Punkte nach 97,4 Punkten im August. Die erneute Diskussion über eine Einführung der Finanzmarkttransaktionssteuer in der gesamten EU kam als belastender Faktor hinzu. mehr...
Sonntag 02. Oktober 2011
USA: Dow wieder unter 11.000
Der Dow Jones hat mit einem Plus von knapp 4% die Woche beendet. Notierte er kurzzeitig über der 38-Tage-Linie, büßte er am Freitag rund 240 Punkte ein und schloss wieder unter der wichtigen Marke von 11.000 Zählern. Grund hierfür war die Bekanntgabe von schwachen Konjunkturaussichten. Ökonomen berichteten, dass die Ausgaben der US-Konsumenten im August wie erwartet um 0,2% leicht nach oben kletterten, parallel dazu jedoch die verfügbaren Einkommen um 0,1% abnahmen. Es war der erste Einkommensverlust seit rund zwei Jahren. Unerwartet positiv ausgefallene Daten sorgten im Wochenverlauf für zaghaften Optimismus. Sowohl der Einkaufsmanagerindex aus Chicago wie auch die zweite Lesung des Index der Universität Michigan zur Verbraucherstimmung lagen über den Erwartungen. Meldungen über einen Ausstieg des Pharmakonzerns Merck aus seinem Joint Venture mit Johnson & Johnson (J&J) sorgten für Aufsehen. Der S&P 500 hielt sich noch über dem Unterstützungsbereich von 1.100 Punkten. Das Papier von Micron Technology geriet zwischenzeitlich mit einem dicken Abschlag von fast 10% unter Druck. Eine Umsatzwarnung für das laufende Quartal ließ die AMD-Aktie einbrechen und sorgte für eine negative Grundstimmung im Technologiesektor. mehr...
Sonntag 25. September 2011
Europa: Insolvenz Griechenlands im Gespräch
Die Hiobsbotschaften aus Griechenland reißen nicht ab, was verdeutlicht, in welchem tiefen Schlamassel Hellas steckt und dass die bisherigen Rettungsversuche nicht fruchten, ja nicht fruchten können. Hilfen durch immer weitere Kredite, ohne dass der riesige Schuldenberg zuvor deutlich reduziert wurde, was letztlich immer neue Einsparungen erfordert, was wiederum die Einnahmeseite immer mehr belastet und Firmen und Verbrauchern erst recht keine Perspektiven gibt, sind nicht die Lösung. Jüngst gewann nun die Debatte über eine Alternative an Schwung. Laut offizieller Linie der europäischen Entscheidungsträger galt eine Insolvenz bislang als Tabu, sodass man am besten auch gar nicht darüber redet. Inzwischen häufen sich aber die Stimmen, die eine Pleite als Szenario nicht mehr ausschließen. Dazu gehört der niederländische Notenbankchef Klaas Knot. Ferner soll Medienberichten zufolge der griechische Finanzminister eine geordnete Insolvenz mit einem Schuldenschnitt von 50% als ein Szenario genannt haben. Zwar wurde dies von Regierungssprechern schnell wieder dementiert und man will sich auf die Umsetzung der Beschlüsse vom 21. Juli konzentrieren, die Debatte dürfte aber weitergehen. Dies dürfte auch an den europäischen Aktienmärkten, die in der vergangenen Woche wieder kräftig nachgaben, für anhaltende Unsicherheit sorgen. mehr...
Sonntag 25. September 2011
Deutschland: Wieder im Rückwärtsgang
Die teilweise kräftigen Gewinne aus der Vorwoche lösten sich schnell wieder in Luft auf. Neu entfachte Sorgen um die weltweite Konjunktur sowie die zunehmende Angst vor einer neuen schweren Bankenkrise drückten die Kurse wieder in den Keller. Vergleichsweise gering verlor dabei noch der SDAX, der nur um 5,6% zur Vorwoche einbrach. Bei den übrigen Indizes fielen die Verluste deutlich höher aus. Der DAX gab 6,8% nach, sodass von dem Zuwachs aus der Vorwoche nicht viel übrig blieb. Das einzig Positive, was sich vielleicht noch finden lässt, ist, dass kein neues Tief gebildet wurde und die kurz verletzte 5.000er-Marke hielt. Abzuwarten bleibt allerdings, ob dies lange Bestand hat. Schließlich steht gleich am Montag mit dem ifo Geschäftsklimaindex für September ein wichtiger Termin im Kalender. Angesichts der jüngsten Geschehnisse, die sicherlich auch bei den Firmen ihre Spuren hinterlassen haben, dürfte wohl ein weiterer Rückgang erwartet werden. Dies wäre somit keine wirkliche Überraschung. Sinkt Deutschlands wichtigster Frühindikator daher nur moderat, könnte dies zumindest kurzfristig die Märkte stützen. Sollte er jedoch stärker abnehmen als befürchtet, womöglich sogar kräftig fallen, könnte dies die Konjunktursorgen weiter anheizen. Beim DAX könnte dann ein erneuter Test der psychologisch wichtigen 5.000er-Marke ins Haus stehen. mehr...
Sonntag 25. September 2011
USA: Fed vergrätzt Wall Street
Der kräftige Aufwärtsimpuls aus der Vorwoche erwies sich lediglich als Eintagsfliege. In der vergangenen Woche gaben die US-Aktienmärkte wieder deutlich nach. Vor allem die US-Notenbank trug dazu ihr Scherflein bei. Sie greift zur Unterstützung der lahmenden Konjunktur abermals in ihre Trickkiste und will durch die Umschichtung ihrer aufgeblähten Bilanz die Konjunktur ankurbeln. Dazu sollen kurz laufende Staatspapiere durch längerfristige ersetzt werden. 400 Mrd. US-Dollar will sie dafür in die Hand nehmen. Mit diesem Schritt, der sich an die sogenannte „Operation Twist“ der Notenbank von 1961 anlehnt, beabsichtigt sie, die langfristigen Zinsen zu senken, um so Wirtschaft und Verbraucher mit günstigem Kapital für Investitionen zu versorgen. Der Haken ist allerdings, dass angesichts der bislang vollzogenen Strategie des billigen Geldes die Zinsen bereits sehr niedrig sind, was auf dem US-Arbeitsmarkt jedoch nicht zu einer nachhaltigen Verbesserung führte. Entsprechend ist zu bezweifeln, dass nun der Twist daran etwas ändert. Weil der Schritt außerdem mit signifikanten Abwärtsrisiken für die US-Wirtschaft begründet wurde, nahmen die Konjunktursorgen wieder merklich zu. Hinzu gesellten sich wachsende Sorgen hinsichtlich der Stabilität des internationalen Bankensystems, sodass die Bären wieder das Zepter übernahmen. mehr...
Sonntag 18. September 2011
Deutschland: Wie stark wirkte der Verfallstag?
Angesichts vieler Hiobsbotschaften waren die deutschen Aktienmärkte schwach in die vergangene Woche gestartet. Der DAX rutschte sogar zwischenzeitlich unter die als psychologisch wichtig angesehene Marke von 5.000 Punkten. Plötzlich waren deutsche Aktien aber wieder gefragt. Sie setzten zu einer kräftigen Gegenbewegung an, was den hiesigen Indizes, angeführt vom DAX (+7,4%), eine positive Wochenperformance bescherte. Vielleicht war das inzwischen deutlich verbilligte Kursniveau einfach zu verlockend, sodass selbst noch so kleine Hoffnungsschimmer in Sachen Schuldenkrise, wie die gemeinsame Aktion großer Notenbanken zur Gewährleistung von Dollar-Liquidität im europäischen Bankensektor, zu Käufen animierten. Denkbar ist jedoch, dass die jüngste Erholung vor allem dem großen Verfallstag an den Terminbörsen am Freitag geschuldet ist. Dafür sprechen könnte auch die deutliche Outperformance des DAX gegenüber MDAX, SDAX und TecDAX. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass es sich bei dem jüngsten Aufbäumen nur um ein temporäres Strohfeuer handelt. Schließlich fehlt es derzeit an nachhaltigen Kaufargumenten, die nötig wären, um weitere Hiobsbotschaften zu kompensieren, die sicherlich nicht lange auf sich warten lassen werden. Ein ohnehin unabdingbares konsequent umgesetztes Money- und Risikomanagement sollte daher aktuell erst recht nicht fehlen. mehr...
Sonntag 18. September 2011
Europa: Vielerorts mit Erholung
Europa steckt weiterhin im Schuldensumpf und tragfähige Konzepte sind bislang weiterhin nicht in Sicht. Stattdessen wird weiterhin auf die als alternativlos angepriesen Mittel gesetzt. So wollen die Euro-Finanzminister den Rettungsfonds EFSF mit seinen neuen Instrumenten in einem größeren Umfang so schnell wie möglich in Stellung bringen, wie sie am Freitag zum Auftakt ihres Treffens in Breslau betonten. Demnach hoben mehrere Minister hervor, dass es nun gilt, die Beschlüsse des Euro-Sondergipfels vom 21. Juli umzusetzen. Die Staats- und Regierungschefs hatten damals neben dem zweiten Hilfspaket für Griechenland einen Ausbau des EFSF beschlossen. Ein weiteres Thema war jüngst die immer schwierigere Rettungsaktion für Griechenland, sodass sich die Diskussion über eine Insolvenz intensivierte. Das I-Wort sorgte dabei zum Wochenauftakt für Verluste an den europäischen Aktienmärkten, wozu insbesondere die schwachen Bankenwerte beigetragen haben. Beschwichtigungen der Politik, Hoffnungen auf Hilfen aus China und die konzertierte Notenbankaktion sorgten dann bei einigen Länderindizes aber für eine Erholung und Gewinnen zur Vorwoche. Dazu gehörte der EURO STOXX 50, der damit die Verluste aus der Vorwoche komplett wieder ausmerzte. Abgaben gab es indes erneut bei den griechischen Kursbarometern, die damit neue Tiefs markierten. mehr...
Sonntag 18. September 2011
USA: Wall Street mit Erholung
Die US-Aktienmärkte zeigten jüngst eine Erholung. Zwar schaute die Wall Street auch diesmal auf die Schuldenkrise in Europa, fand aber offenbar Punkte, die die Sorgen zumindest kurzfristig etwas milderten. Dazu gehörte zum einen wohl das klare deutsche und französische Votum für den Verbleib von Griechenland in der Eurozone. Zum anderen befeuerte die konzertierte Aktion wichtiger Notenbanken, um mögliche Liquiditätsengpässe im europäischen Bankensektor zu vermeiden, eventuell die Hoffnung, dass die Eurozone ihre Schuldenprobleme letztlich doch in den Griff bekommen wird. Die augenscheinlich von Zuversicht getragene positive Entwicklung könnte allerdings auch maßgeblich von dem großen Verfallstag an den Terminbörsen am Freitag geschuldet sein. Entsprechend muss die jüngste Erholung nun bestätigt werden. Vielleicht liefert dazu die US-Notenbank die nötigen Impulse, die am Dienstag und Mittwoch tagt. Eventuell greift sie, wie von den Märkten offenbar teilweise erhofft, zu weiteren finanzpolitischen Mitteln im Kampf gegen den drohenden Rückfall in eine Rezession. Darauf versteifen sollte man sich aber nicht. Schließlich sind die verfügbaren Instrumente rar und ausgereizt, haben zudem auch bislang kaum gezündet. Außerdem gilt es zu bedenken, dass die immer wieder eingesetzte expansive Geldpolitik den aktuellen Schlamassel erst mit ermöglicht hat. mehr...
Sonntag 11. September 2011
Deutschland: Deutliche Verluste
Auch wenn es an den deutschen Aktienmärkten nach den sehr kräftigen Verlusten am Montag wegen der anhaltenden Sorgen bezüglich der Schuldenkrise sowie weiteren Abgaben am Dienstag zur Wochenmitte eine kräftige Gegenbewegung gab, bleibt das Umfeld von Nervosität und Unsicherheit geprägt. Beispielhaft dafür ist der Kurseinbruch am Freitag angesichts des Rücktritts von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark. Wie es hieß, sei dieser zwar aus persönlichen Gründen erfolgt, dennoch ergibt sich Spielraum für Spekulationen. So könnte der Schritt als weiterer Schlag für die Glaubwürdigkeit der EZB gewertet werden. Darüber hinaus könnte dies das geringe Vertrauen in die Stabilität des Währungsraums weiter untergraben und somit die Lage in dem ohnehin schwierigen Marktumfeld noch weniger prognostizierbar machen. Neben dem Thema Eurokrise spielt ferner die Angst, dass der bisher brummenden heimischen Wirtschaft ein deutlicher Einbruch bevorsteht, in die Karten der Bären. Entsprechend verzeichneten die deutschen Leitindizes in der vergangenen Woche wieder deutlichere Abschläge. Unterfüttert wurden die Konjunktursorgen jüngst auch durch die neuesten schwachen Exportzahlen. Daher wird wohl wie in den vergangenen Wochen weiterhin die erwartete nachlassende Wachstumsdynamik eingepreist und es ist nur schwer abzuschätzen, wann die Stimmung wieder dreht. mehr...
Sonntag 11. September 2011
Europa: Minuszeichen überwiegen
Wegen zunehmender Zweifel, ob Griechenland die nötigen Reformen schafft, sowie kräftig gestiegener Zinsen bei italienischen Staatsanleihen verstärkten sich zu Beginn der Börsenwoche die Sorgen über die Schuldenkrise. Deutliche Abschläge an den meisten europäischen Aktienmärkten waren die Folge. Am Dienstag ging es dann vielerorts weiter abwärts angesichts der wieder verstärkten Furcht, dass das anhaltende Schuldendilemma die wirtschaftliche Erholung ausbremsen könnte. Allerdings fielen die Verluste merklich geringer aus als am Vortag. Am Mittwoch verzeichneten die europäischen Börsen dann eine kräftige Erholung. Offenbar hat die Billigung des Euro-Rettungsschirms durch das deutsche Bundesverfassungsgericht beflügelt. Hinzu kamen freundliche US-Vorgaben. Überwiegend Zuwächse gab es auch am Donnerstag, trotz der Kommentare der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie hatte wegen der aus ihrer Sicht verstärkten Abwärtsrisiken die Wachstumsprognosen 2011 und 2012 für die Eurozone gesenkt. Zudem deutete sie zwar eine Zinspause an, gab aber sonst keine Impulse durch womöglich erhoffte Stimuli, sperrte sich ferner gegen die von einigen Ökonomen zuletzt eingeforderte Zinssenkung. Mit den Abgaben am Freitag, wozu der Rücktritt des EZB-Volkswirtes beitrug, vergrößerte sich dann die bei den meisten europäischen Aktienindizes negative Wochenperformance. mehr...
Sonntag 11. September 2011
USA: Konjunkturprogramm zündet nicht
Nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende starteten die US-Indizes am Dienstag schwach in die neue Börsenwoche. Immerhin wurden die Verluste bis Handelsende etwas eingedämmt, was wohl auch an dem überraschenden Anstieg des ISM-Index Dienstleistungen im August lag. Am Mittwoch sickerten erste Informationen über ein neues US-Konjunkturprogramm durch, was die Kauflaune an der Wall Street anheizte und für kräftig steigende US-Indizes sorgte. Weil US-Notenbankchef Ben Bernanke am Donnerstag in einer Rede keine konkreten neuen Pläne zur Ankurbelung der US-Wirtschaft vorstellte und sich die Investoren vor der Rede von Barack Obama zurückhielten, folgten dann wieder Verluste. Nach Börsenschluss stellte Obama dann ein beinahe 450 Mrd. US-Dollar schweres Konjunkturprogramm vor, mit dem er den schwächelnden Arbeitsmarkt beleben und die zum Stillstand gekommene Wirtschaft anschieben will. Statt mit neuen Schulden soll es durch Einsparungen an anderer Stelle finanziert werden. Eine positive Reaktion der Wall Street am Freitag blieb aber aus, da das Programm im US-Kongress scheitern könnte. Zudem belasteten die Nachrichten aus Europa (Rücktritt von EZB-Volkswirt, Berichte über eine Abschirmung für deutsche Banken im Fall einer Staatspleite Griechenlands). Kräftige Verluste am Berichtstag und damit eine negative Wochenperformance waren die Folge. mehr...
Sonntag 04. September 2011
Deutschland: Erneut auf und ab
Am vergangenen Mittwoch endete der turbulente Monat August, der bei den deutschen Indizes zu äußerst herben Einbrüchen führte, die es in der Form schon lange nicht mehr gab. Beispiel DAX: Er rutschte im August 2011 um 19,2% in den Keller, was das größte prozentuale Monatsminus seit Oktober 1987 war. An den vergangenen fünf Handelstagen zeigten die deutschen Indizes wie schon in der Vorwoche eine nervöse Performance. Die Entwicklung war somit erneut von einem munteren Auf und Ab gekennzeichnet. Beispiel DAX: Am Montag stark begonnen, ging es am Dienstag zunächst gemächlicher zu, bevor sich am Mittwoch die steigende Risikobereitschaft der Anleger in erneut etwas deutlicheren Zuwächsen manifestierte. Geholfen haben dabei sicherlich die positiven US-Vorgaben. Am Donnerstag folgten jedoch Verluste. Neben dem Dauerbrenner Schuldenproblematik in Europa war man auch an den hiesigen Aktienmärkten angesichts des für Freitag erwarteten, viel beachteten US-Arbeitsmarktberichtes zurückhaltend. Dies sorgte auch am Freitag zusammen mit dem wieder verstärkt im Blickpunkt stehenden Griechenland (Defizitziel wird wohl verfehlt, schlechte Wachstumserwartungen, stockende Gespräche über Auszahlung der nächsten Kredittranche) für einen nervösen Handel und deutlichere Verluste, die am Nachmittag wegen der negativen US-Arbeitsmarktdaten ausgebaut wurden. mehr...
Sonntag 04. September 2011
Europa: Überwiegend freundlich
An den europäischen Aktienmärkten ging es in der vergangenen Woche meist freundlich zu. Einige Indizes verzeichneten komfortable Zuwächse. Dazu gehört der dänische OMX Copenhagen 20, der seine zwischenzeitlich noch größeren Gewinne zwar nicht verteidigen konnte, aber dennoch um 4,4% zulegte. Gestützt haben könnte hier das stärker als erwartete Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im zweiten Quartal, das zum Vormonat um 1% zulegte. Binnen Jahresfrist ging es um 2% aufwärts. Zudem wurde der Wert für das erste Quartal von -0,1% auf +0,1% nach oben revidiert. Vergleichsweise gute Nachrichten gab es auch aus der Schweiz, in der sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal stabilisiert hatte, obwohl der Export des Landes nach wie vor unter dem anhaltend starken Franken leidet. Das BIP verbesserte sich zum Vorquartal um 0,4% und lag um 2,3% höher als im Vorjahreszeitraum. Wirklich zündende Impulse für den Schweizer Aktienmarkt lieferte dies allerdings nicht. Der SMI verzeichnete mit 0,7% gegenüber vielen anderen europäischen Länderindizes ein vergleichsweise geringes Wochenplus. Am Ende noch ins Minus gerutscht ist der EURO STOXX 50 (-0,5%), was an dem Einbruch am Freitag lag, der die zuvor angesammelten Gewinne mehr als zunichte machte. Schuld waren der schwache US-Arbeitsmarktbericht und die neuen Griechenlandsorgen. mehr...
Sonntag 04. September 2011
USA: Jede Menge Daten
Angesichts der Fülle von Konjunkturdaten gab es für die Investoren an der Wall Street jede Menge Gesprächsstoff sowie ein Auf und Ab bei den Konjunkturerwartungen. Am Montag nährten zunächst die stärker als erwartet gestiegenen privaten Ausgaben im Juli zusammen mit den noch nachwirkenden Worten von US-Notenbankchef Ben Bernanke vom Freitag der Vorwoche, der die längerfristigen Wachstumsaussichten für die USA als weiterhin intakt bezeichnete, die Konjunkturhoffnungen. Etwas gedämpfter war die Stimmung am Dienstag. Die wegen des überraschend kräftig eingebrochenen US-Verbrauchervertrauens im August wieder verstärkte Furcht vor einer Konjunkturflaute hielt sich dabei in etwa die Waage mit der Hoffnung auf weitere Fed-Stimuli. Dank des besser als prognostizierten Chicago Einkaufsmanagerindex August sowie des überraschend deutlich gestiegenen Auftragseingangs der Industrie im Juli nahm die Konjunkturzuversicht am Mittwoch wieder zu. Am Donnerstag folgte eine weitere positive Überraschung. Der ISM-Index (Industrie) für August hatte sich deutlich weniger als erwartet verschlechtert, blieb zudem über der Expansionsschwelle von 50 Zählern. Allerdings hielt man sich vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag zurück, was die Kurse etwas belastete. Die Daten fielen schlechter aus als erwartet, was vor dem Wochenende für kräftigere Verluste sorgte. mehr...
Sonntag 28. August 2011
Deutschland: Stimmungsindikatoren eingetrübt
Nachdem sich die deutschen Indizes zum Start in die neue Börsenwoche am Ende kaum von der Stelle bewegt hatten, legten sie am Dienstag und Mittwoch einen kleinen Zwischenspurt ein, stiegen etwas deutlicher. Dann folgten jedoch wieder Abgaben, sodass von der zwischenzeitlichen Erholung nach den Verlusten aus der Vorwoche kaum etwas übrig blieb, immerhin aber eine positive Wochenperformance zu verzeichnen war. Die andauernde Berg- und Talfahrt spricht für anhaltende Nervosität. Dies spiegelt sich auch in den Stimmungsindikatoren wider. So trübte sich der ZEW-Index für August merklich ein und zeigt somit, dass die Konjunkturerwartungen von Finanzmarktanalysten und institutionellen Anlegern für Deutschland weiter gesunken sind, mithin nun das niedrigste Niveau seit Dezember 2008 erreicht haben. Ferner dämpften die Schuldenkrise, der Kursrutsch an den Aktienmärkten und die Rezessionsängste auch die Stimmung bei den deutschen Firmen so stark wie seit Beginn der Finanzkrise vor fast drei Jahren nicht mehr. Der ifo Geschäftsklimaindex August verzeichnete den stärksten Rückgang seit November 2008. Und auch die deutschen Verbraucher blicken etwas pessimistischer in die Zukunft, bleiben aber dennoch oder gerade deshalb noch in Kauflaune. Angesichts niedriger Zinsen und der zunehmenden Furcht vor einer Geldentwertung werden offenbar Anschaffungen getätigt. mehr...
Sonntag 28. August 2011
Europa: Frankreich mit weiterem Sparpaket
Viele europäische Aktienmärkte konnten in der ersten Wochenhälfte Zuwächse verzeichnen, erholten sich damit etwas von den kräftigen Verlusten aus der Vorwoche. Allerdings bleibt das Umfeld von einer Gemengelage gekennzeichnet, die von anhaltend großer Unsicherheit geprägt ist. Entsprechend nervös blieben die Märkte, was in der zweiten Wochenhälfte wieder für verstärkten Verkaufsdruck sorgte, sodass die zwischenzeitlichen Gewinne abbröckelten. Bei einigen wenigen Indizes gab es sogar Verluste, wobei insbesondere die griechischen sehr deutliche verzeichneten (siehe Markt im Fokus). Die meisten anderen Länderindizes konnten immerhin mit einem Plus ins Wochenende gehen. So auch der EURO STOXX 50 (+1,3%), der sich nach vier Wochen mit Abgaben wenigstens etwas erholte. Etwas stärker zulegen konnte der französische CAC 40 (+2,2%). Zwar senkte die französische Regierung ihre Wachstumsprognosen für 2010 und 2011, will trotz erlahmender Wirtschaft jedoch den Haushalt mit einem neuen Sparpaket auf Vordermann bringen. Unter anderem gehören eine Heraufsetzung der Alkohol- und Tabaksteuer sowie eine Änderung der Besteuerung für Immobilienbesitz dazu. Auch Soda-Getränke werden demnächst höher besteuert. Zudem soll es eine Sonderabgabe für die reichsten Franzosen geben. Im laufenden Jahr sollen so eine und im nächsten Jahr 11 Mrd. Euro eingespart werden. mehr...
Sonntag 21. August 2011
Deutschland: Wirtschaft verliert an Fahrt
Noch am Montag, nachdem die deutschen Aktienindizes zunächst an die Erholung zum Ende der Vorwoche angeknüpft und weiter zugelegt hatten, zeigten sich erste Schwächetendenzen. Es folgten Verluste am Dienstag und Mittwoch, wobei sich der DAX noch vergleichsweise wacker schlug. Selbst die schwachen Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal wurden zunächst gut weggesteckt, auch wenn sie ernüchternd waren. Zwar hatten in den vergangenen Wochen schon einige Frühindikatoren und Konjunkturdaten sowie auch ein paar vorsichtigere Stimmen der Unternehmen zu den Aussichten angedeutet, dass die deutsche Wirtschaft an Fahrt verlieren dürfte, dass die Aufwärtsdynamik aber schon so früh nachlässt, kam doch überraschend. Das verlangsamte Wachstum ist zwar kein Grund zur Panik und die deutsche Wirtschaft dürfte wohl auch weiter expandieren, die Boom-Phase des Aufschwungs scheint jedoch erst einmal vorbei. Zusammen mit den jüngst zunehmenden Sorgen über die Weltwirtschaft, wozu auch die Schuldenkrisen und eine daraus womöglich befürchtete erneute Kreditklemme beitrugen, stellt sich zudem die Frage, wie sich die hiesige Konjunktur angesichts der vielen Risiken weiterentwickeln wird. Man scheint erst einmal skeptisch, wie die Kurseinbrüche in der zweiten Wochenhälfte implizieren, wenngleich die Panik übertrieben scheint. mehr...
Sonntag 21. August 2011
Europa: Erneut kräftige Verluste
Das mit Spannung erwartete deutsch-französische Gipfeltreffen konnte nicht im Geringsten etwas von dem verloren gegangenen Vertrauen in eine handlungsfähige Politik zurückgeben. Stattdessen herrscht weiterhin Ratlosigkeit an den Märkten angesichts weiterhin fehlender Lösungsansätze aus der Schuldenmisere. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy forderten lediglich eine in den Verfassungen festgeschriebene Schuldenbremse, um die Eurozone zu stärken. Eine solche, selbst wenn überhaupt überall durchsetzbar, käme aber wohl zu spät. Zudem wurde wieder einmal die Finanztransaktionssteuer gefordert mit der Hoffnung, damit Turbulenzen an den Börsen zu vermeiden. Abgesehen davon, dass der Erfolg fraglich ist, wenn es eine solche Steuer nicht weltweit gibt, löst dies nichts am Verschuldungsproblem. Immerhin erteilten Merkel und Sarkozy den Euro-Bonds eine Absage. Allerdings dürfte es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis dieses bei vielen als Wunderwaffe geltende Mittel in Erwägung gezogen wird, selbst wenn dieses Instrument äußerst fragwürdig ist. Fragwürdig ist ferner die von Merkel und Sarkozy vorgeschlagene Euro-Wirtschaftsregierung. Kurzum, es gab an den europäischen Aktienmärkten keine stichhaltigen Argumente für Käufe, sodass die Sorgen um Konjunktur und Banken erneut zu kräftigen Verlusten führten. mehr...
Sonntag 14. August 2011
Europa: Leerverkaufsverbot beruhigt etwas
Die anhaltenden Schuldenkrisen in den USA und Europa sorgten auch in der vergangenen Woche für Turbulenzen an Europas Aktienmärkten. Geprägt von Unsicherheit und Nervosität verpuffte zum Wochenauftakt auch der umstrittene Schritt der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie kaufte wie angekündigt Staatsanleihen von Italien und Spanien, um so den Druck von den Zinsen zu nehmen, sodass sich diese Länder weiter am Kapitalmarkt finanzieren können. Gerüchte über eine Senkung der französischen Kreditwürdigkeit am Mittwoch sorgten dann für den nächsten Schock. Inzwischen wurde zwar dementiert und Frankreich behält wohl seine Bestnote, angesichts der am Freitag vorgelegten schwachen Konjunkturzahlen für das zweite Quartal scheint aber Skepsis berechtigt, ob das Land trotz der geplanten Einsparungen seine Ziele zur Verringerung des Defizits erreichen kann. An den Märkten spielte dies vor dem Wochenende aber erst einmal keine Rolle. Stattdessen stand das sinnlose Verbot von Leerverkäufen in Belgien, Frankreich, Italien und Spanien im Fokus, das offenbar zur Beruhigung beitrug. Deutschland regte zudem erneut ein europaweites Verbot von ungedeckten Leerverkäufen von Aktien, Staatsanleihen und Credit Default Swaps an, um Spekulation gegen Staaten und Firmen einzudämmen. Hört sich toll an, löst aber nicht das eigentliche Problem der Überschuldung. mehr...
Sonntag 14. August 2011
Deutschland: Erneut stürmisch
Nach der äußerst turbulenten Vorwoche ging es an den vergangenen Handelstagen nicht minder stürmisch zu. Die anhaltende Unsicherheit wegen der Schuldenkrisen in Europa und den USA hielt die Märkte weiter in Atem. Negative, aber auch positiv aufgenommene Nachrichten wechselten sich dabei munter ab, führten in diesem angespannten Umfeld zu großen Ausschlägen. Neben Einbrüchen gab es dabei auch immer wieder kräftigere Gegenbewegungen. So konnte sich der DAX am Dienstag von seinem Tief deutlich erholen, geriet aber schon tags darauf nach anfänglichen Zuwächsen wieder unter die Räder. Sehr schwankungsfreudig war er ferner am Donnerstag, ging diesmal aber mit einem kräftigen Plus auf dem Handel, sodass die elftägige Verlustserie beendet wurde. Am Freitag folgten weitere Zuwächse. Damit konnte der DAX den Verlust zur Vorwoche weiter eindämmen, der damit weitaus weniger üppig ausfiel als beim letzten Mal, mit 3,8% aber dennoch recht groß war. Ungeachtet der Erholungsbewegung vor dem Wochenende bleibt die weitere Entwicklung weiterhin nicht zu prognostizieren. Vielleicht liefert ja das Treffen von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy am nächsten Dienstag, bei dem es um die Ausarbeitung gemeinsamer Vorschläge zur Stärkung der wirtschaftspolitischen Steuerung der Eurozone geht, positive Impulse. Darauf verlassen sollte man sich aber nicht. mehr...
Sonntag 14. August 2011
USA: Volatil, aber von den Tiefs erholt
Der Schock zum Auftakt in die neue Börsenwoche saß tief, auch wenn die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit vom Freitag der Vorwoche nach US-Börsenschluss durch S&P nicht wirklich überrascht. Man muss sich eher fragen, ob sie nicht erstens viel zu spät und zweitens nicht noch viel größer hätte ausfallen müssen. Dennoch reagierten die US-Aktienmärkte am Montag mit weiteren kräftigen Abschlägen. Die anhaltende Nervosität sorgte auch Dienstag für eine Berg-und-Tal-Fahrt, am Ende gab es aber kräftig gestiegene US-Indizes. Die US-Notenbank stützte. Sie hatte angekündigt, bis 2013 an ihrer Nullzinspolitik festzuhalten, was zu einer Erholungsrally führte. Der Grund für die anhaltend expansive Geldpolitik, die Gefahr eines Rückfalls der USA in eine neue Rezession, ist aber alles andere als ermutigend. Schon am Mittwoch verpuffte die Erholung daher wieder. Es ging angesichts der anhaltenden Sorgen um die Folgen der Schuldenkrisen dies- und jenseits des Atlantiks erneut deutlich abwärts. Wieder kräftig in die Gegenrichtung schlugen die Indizes am Donnerstag aus, was mit erfreulichen Konjunkturdaten (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) sowie guten Firmenzahlen (Cisco Systems) begründet wurde. Weiter aufwärts ging es am Freitag dank der Hoffnung auf eine Entspannung in Europa und besser als erwarteten US-Einzelhandelsumsätzen für Juli. mehr...
Sonntag 07. August 2011
USA: Panikverkäufe
Während die kräftig gestiegenen US-Staatsanleihen ein gewisses Maß an Erleichterung im Zusammenhang mit dem nun endlich gefundenen Schuldendeal implizieren, war von Aufatmen an den US-Aktienmärkten nichts zu spüren. Im Gegenteil. Teilweise von Panikverkäufen zu sprechen scheint angebracht. Auf die Stimmung drückte die Furcht vor einer erneuten weltweiten konjunkturellen Flaute. Sorgen bereitet auch die US-Wirtschaft. Das Gespenst des „Double Dip“, also das erneute Abrutschen in eine Rezession, spukte wieder herum. Dazu beigetragen haben einige enttäuschende Konjunkturdaten. Gleich zum Start in die neue Börsenwoche gab es mit dem ISM-Index Industrie für Juli einen Dämpfer. Er war deutlicher erwartet als von 55,3 auf 50,9 Zähler gesunken, näherte sich damit der wichtigen Marke von 50 Punkten. Eine Enttäuschung war ferner der am Mittwoch vorgelegte wichtigere, weil den größten Wirtschaftszweig der USA abdeckende ISM-Index Dienstleistungen. Er rutschte entgegen den Erwartungen ab und fiel auf das niedrigste Niveau seit Januar 2010. Der kleine Hoffnungsschimmer am Berichtstag angesichts des etwas besser als prognostizierten ADP-Arbeitsmarktbericht Juli löste sich damit in Luft auf. Am Freitag folgten dann die offiziellen Arbeitsmarktdaten für Juli, die immerhin besser ausfielen als erwartet und damit vor dem Wochenende etwas beruhigten. mehr...
Sonntag 07. August 2011
Deutschland: Reichlich Porzellan zerdeppert
Hatten in den vorangegangenen Wochen die Unsicherheit wegen der Schuldenkrise in Europa und den USA sowie auch erste Konjunktursorgen zwar für eine eher unentschlossene und damit zermürbende, aber dennoch vergleichsweise stabile Entwicklung an den deutschen Aktienmärkten geführt, schlug die Stimmung in der vergangenen Woche in Panik um. Es wurde reichlich Porzellan zerdeppert. Heftige Einbrüche mit prozentual zweistelligen Rückgängen waren am Ende die Bilanz bei den deutschen Indizes. Der DAX rutschte in der Spitze um mehr als 14% auf unter 6.200 Punkte ab, verlor am Ende 12,9%. Einen solchen Absturz gab es zuletzt im November 2008. Angesichts der jüngsten verstärkten weltweiten Konjunktursorgen und der Angst vor einer Rezession in den USA wird nun offenbar auch hierzulande die von vielen Volkswirten erwartete nachlassende wirtschaftliche Dynamik in den nächsten Monaten und im nächsten Jahr eingepreist. Die weiterhin schwelende und dabei noch verstärkte Schuldenkrise in Europa tat ihr übriges und sorgte für zusätzlichen Verkaufsdruck. Nun stellt sich die Frage, wie die Investoren in der nächsten Woche reagieren. Gibt es eine technische Gegenbewegung nach den jüngsten doch reichlich übertrieben anmutenden Verlusten, vielleicht auch gestützt durch eventuelle Interventionen von Politik und Notenbanken, oder setzt sich die Talfahrt fort? mehr...
Sonntag 07. August 2011
Europa: Land unter
An den europäischen Aktienmärkten herrschte in der vergangenen Woche Land unter. Die Länderindizes tauchten deutlich ab, viele von ihnen verbuchten prozentual zweistellige Abgaben. Zum Wochenauftakt wegen des sich abzeichnenden Kompromisses im US-Schuldenstreit noch positiv gestartet, gerieten sie wegen schwacher Wirtschaftsdaten aus den USA und damit zunehmender weltweiter Konjunktursorgen aber gleich wieder unter Druck. Der gestiegene weltweite Konjunkturpessimismus drückte im Wochenverlauf weiter auf die Stimmung. Hinzu gesellte sich die anhaltende und weiter zugespitzte Schuldenkrise in Europa. Besonders große Sorgen bereiteten jüngst Italien und Spanien. Die Zinsen für Staatsanleihen beider Länder steigen auf neue Rekordwerte, implizieren damit abnehmendes Vertrauen in die jeweiligen Staatsfinanzen und womöglich gar die Furcht, dass sich beide Staaten bald nicht mehr am Kapitalmarkt finanzieren können. Dies hat wohl auch die Europäische Zentralbank (EZB) dazu bewogen, wieder mit dem umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen von Krisenländern zu beginnen. Letztendlich was dies ein weiteres Indiz für die Märkte, dass es in Sachen Schuldenkrise derzeit lichterloh brennt. Gleiches gilt wohl auch für den Profilierungsversuch von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der eine weitere Aufstockung des Krisenfonds EFSF anregte. mehr...
Sonntag 31. Juli 2011
Deutschland: DAX schließt unter Aufwärtstrend
Auch die deutschen Aktienmärkte konnten sich nicht dem US-Schuldenstreit entziehen. Zwar zunächst noch freundlich in die neue Woche gestartet und damit diesem Störfeuer sowie auch den weiterhin schlechten Nachrichten bezüglich der europäischen Schuldenkrise getrotzt, schlug sich die anhaltende Schuldendebatte in den USA und die damit verbundene Unsicherheit am Ende doch in sinkenden Kursen nieder. Daneben ließen nicht alle Bilanzen und Ausblicke in der derzeit hierzulande auf Hochtouren laufenden Berichtssaison die Investoren frohlocken. Im Gegenteil: Die oft guten Zahlen konnten offenbar nicht immer die hohen Erwartungen erfüllen, enttäuschen somit. Ferner wurden die teilweise vorsichtigen Ausblicke bemängelt. Gewinne mitnehmen, war daher wohl oft angesagt. Der DAX, der am Dienstag nur wenige Punkte an der 7.400er-Marke vorbeischrammte, rutschte am Ende um 2,3% zur Vorwoche ab. Er testete erneut die langfristige Aufwärtstrendlinie, konnte sich per Wochenschlusskurs aber diesmal nicht darüber halten, was zur Vorsicht mahnt. Zwar gibt es bei 7.042 (50%-Retracement), 6.992 (Zwischentief von Juni) sowie bei derzeit 7.028 Zählern (200-Tage-Linie) noch einige Unterstützungen, von denen ausgehend neue Aufwärtsimpulse denkbar sind, ein Unterschreiten von 6.992 Punkten dürfte das charttechnische Bild aber wohl gänzlich eintrüben. mehr...
Sonntag 31. Juli 2011
Europa: Kräftige Verluste
Die meisten europäischen Aktienindizes gaben nach den Gewinnen in der Vorwoche wieder kräftig nach. Zu den größten Verlierern gehörten die üblichen Verdächtigen wie die Indizes aus Griechenland, Italien und Spanien, was unter anderem an weiteren schlechten Nachrichten im Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa lag. Die griechische Kreditwürdigkeit wurde von Moody’s weiter herabgestuft. Ferner geriet Italien wieder stärker in den Fokus der Finanzmärkte, nachdem sich das hoch verschuldete Land nur durch höhere Risikoprämien, also Zinsen, am Rentenmarkt refinanzieren kann, was nicht gerade vertrauenerweckend ist. Letzteres gilt auch für Spanien, das ebenfalls deutlich höhere Zinsen anbieten musste. Zudem gab auch hier die Rating-Agentur Moody’s einen neuen Warnschuss und drohte mit einer Senkung der Kreditwürdigkeit. Die Erleichterung aus der Vorwoche angesichts des verabschiedeten neuen Hilfspakets für Griechenland sowie des Rettungsplans für den Euro währte somit nicht lange, wich stattdessen schnell wieder Ernüchterung. Hinzu kamen der anhaltende und daher verunsichernde Schuldenstreit in den USA sowie auch einige weniger gut aufgenommenen Bilanzen und Ausblicke europäischer Firmen, was ebenfalls zu Verkäufen animierte. Der EURO STOXX 50 gab am Ende um 3,7% zur Vorwoche nach. Besonders unter Druck standen einmal mehr die Banken. mehr...
Sonntag 31. Juli 2011
USA: Wall Street zittert
Nach der Erholung in der Vorwoche tauchten US-Indizes an den vergangenen Handelstagen wieder ab und verloren deutlich. Sie trugen damit der zunehmenden Nervosität der Anleger bezüglich des weiterhin ungelösten Streits über die Anhebung der US-Schuldenobergrenze Rechnung. Kein Wunder, rückt doch der oft als Stichtag für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit genannte 2. August immer näher. Der überwiegende Teil der Investoren glaubt oder hofft zumindest, dass es zu einer Einigung kurz vor Ultimo kommt. Je näher der Termin rückt, zu dem den USA das Geld auszugehen droht, desto zittriger werden aber offenbar die Hände, was schließlich zu Verkäufen führt. Auch weitere Quartalsberichte und die Konjunkturdaten konnten die Stimmung nicht heben. Im Gegenteil gab es doch auch ein paar handfeste kalte Duschen. Zwar fiel am Dienstag das Verbrauchervertrauen für Juli noch stärker aus als erwartet, schon am Mittwoch enttäuschten aber die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Juni. Hier gab es einen unerwarteten und gleichzeitig sehr kräftigen Rückgang. Wenig erhellend war auch der Konjunkturbericht (Beige Book) der US-Notenbank. Am Freitag gab es dann die erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal, das ebenfalls enttäuschte. Zudem wurde das Plus für das erste Quartal merklich nach unten revidiert. mehr...
Sonntag 24. Juli 2011
Starke Quartszahlen
Zu Wochenanfang musste die Wall Street noch den überraschend starken Einbruch beim Verbrauchervertrauensindex der Uni Michigan vom vorhergehenden Freitag verdauen. Doch schon bald wurden die amerikanischen Börsen vor allem durch starke Quartalszahlen der großen Technikkonzerne gestützt. Zwar sorgte das weiter anhaltende politische Tauziehen um eine Erhöhung der Schuldenobergrenze der USA zur Wochenmitte wieder für Nervosität. Doch insgesamt konnten sich auf Wochensicht die Bullen durchsetzen. Am Montag nach Börsenschluss übertraf IBM sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Markterwartungen und erhöhte seine Gewinnprognose für das laufende Gesamtjahr. Vor allem aber die Zahlen des Nasdaq-Schwergewichts Apple sorgten für Begeisterung. Der Elektronikkonzern hat seinen Gewinn im dritten Quartal dank Rekordverkäufen bei iPads und iPhones mehr als verdoppelt. Auch Intel konnte die Erwartungen schlagen. Bei den Banken überzeugte Morgan Stanley. Von konjunktureller Seite gab es zumindest einen Lichtblick in Form Philadelphia Fed Index: Dieser ist von minus 7,7 im Vormonat auf plus 3,2 Zähler gestiegen. Lediglich Caterpillar enttäuschte am Freitag noch mit einem schwächer als erwartet ausgefallenen Gewinnzuwachs. Selbst die guten Zahlen von General Electric konnten die Stimmung dann bis zum Handelsschluss nicht mehr drehen. mehr...
Sonntag 17. Juli 2011
Deutschland: Ungewissheit belastet
Nach der zumeist positiven Tendenz in der Vorwoche schalteten die deutschen Aktienindizes an den vergangenen Handelstagen allesamt einen Gang zurück. Die anhaltende und zunehmende Unsicherheit im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise, aber auch die weiterhin ausgebliebene Einigung in den USA im Streit um die Schuldenobergrenze sind nicht gerade Nährböden für steigende Notierungen. Die ungewisse weitere Entwicklung bremste daher, die hiesigen Indizes gaben kräftig nach. Besonders stark erwischte es den TecDAX (–6,5%), der auch von dem Kurseinbruch des Schwergewichts Software AG belastet wurde, das mit seinen Quartalszahlen enttäuscht hatte. Der DAX verzeichnete am Ende ein Minus zur Vorwoche von 2,5%. Damit ging er jedoch deutlich über dem Wochentief ins Wochenende, war er zwischenzeitlich doch kurz unter 7.000 Punkte gerutscht. Er testete dabei die 200-Tage-Linie sowie das Zwischentief von Juni dieses Jahres. Davon konnte sich das Kursbarometer jedoch wieder nach oben absetzen, hielt sich am Ende auch über der zunächst verletzten langfristigen Aufwärtstrendlinie. Bei den einzelnen Sektoren standen in der vergangenen Woche vor allem Banken und Technologiewerte unter Druck. Gegen den negativen Trend am Gesamtmarkt stemmen konnten sich indes die Autowerte. Hier stützte der angehobene Ausblick von BMW. mehr...
Sonntag 17. Juli 2011
Europa: Zumeist kräftige Verluste
Angesichts der weiterhin schwelenden Schuldenkrise in Europa war auch an den europäischen Aktienmärkten jüngst kein Blumentopf zu gewinnen. Stattdessen hieß es an den meisten erneut „Land unter“. Es überwogen die Minuszeichen zur Vorwoche, die vielerorts zudem relativ kräftig ausfielen, wie in Athen, Lissabon, Paris und Madrid. Deutlich nachgeben musste auch der stark bankenlastige EURO STOXX 50 (–4,1%). Nachdem er in der Vorwoche an der 200-Tage-Linie scheiterte und dabei auch den gerade zuvor zurückeroberten langfristigen Aufwärtstrend wieder verletzt hatte, scheint der Bruch mit den jüngsten Abgaben bestätigt. Zudem wurden die Unterstützungen bei 2.718 und 2.694 Zählern verletzt. Immerhin konnte sich der Index von seinem Wochentief wieder ein gutes Stück erholen. Weitere Abgaben sind dennoch nicht ausgeschlossen, wobei dann die Unterstützungszone im Bereich von etwa 2.450 und 2.500 Punkten ein potenzielles Kursziel darstellen könnte. Nicht ausgeschlossen ist jedoch auch eine zumindest kurzfristige kräftige Gegenbewegung. Auslöser dafür könnte eine Einigung im Zusammenhang mit dem Streit über die Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA sein. Vielleicht gibt es hier bereits in der nächsten Woche einen entsprechenden Kompromiss, was allerdings nicht garantiert werden kann, es in jedem Fall aber volatil bleiben dürfte. mehr...
Sonntag 17. Juli 2011
USA: Schulden und Bernanke
Die anhaltenden Sorgen über die europäische Schuldenkrise, aber auch der weiter schwelende Streit in den USA über die Schuldenobergrenze prägten in der vergangenen Woche maßgeblich die Entwicklung an den US-Aktienmärkten. Entsprechend mäßig war die Wochenperformance, die US-Indizes gaben nach. Am Montag und Dienstag mit Verlusten gestartet, gab es zur Wochenmitte zwar ein positives Intermezzo, schon am Donnerstag ging es aber erneut abwärts. Diesmal war es US-Notenbankchef Ben Bernanke, dessen jüngste Äußerungen dahin gehend interpretiert wurden, dass es vorerst wohl keine weiteren Stimuli für die US-Konjunktur geben wird. Neben diesen zerplatzten Hoffnungen sorgte auch der anhaltende Streit über die US-Schuldengrenze für weiteren Gesprächsstoff und belastete. Bernanke forderte nachdrücklich die Anhebung, da ein Zahlungsausfall der USA seinen Worten zufolge katastrophale Folgen hätte. Wohl auch deshalb meldeten sich mal wieder die Ratin-Agenturen Moody’s und S&P zu Wort. Sie drohten mit dem Entzug der Bestnoten, versuchten damit wohl erneut, den Druck auf Demokraten und Republikaner zu erhöhen, damit sich diese endlich einigen. Beinahe unter gingen jüngst indes die ersten Zahlen der nun gestarteten Berichtssaison, von denen einige immerhin am Freitag die Stimmung etwas hoben. In der nächste Woche folgen dann etliche weitere Bilanzen großer Konzerne. mehr...
Sonntag 10. Juli 2011
Deutschland: DAX leicht im Minus
Die deutschen Aktienindizes knüpften in der vergangenen Woche zunächst an die positive Performance aus der Vorwoche an, wurden am Freitag aber zumeist von den schwachen US-Arbeitsmarktzahlen ausgebremst. Bei SDAX (2,4%), MDAX (0,7%) und TecDAX (0,3%) reichte es am Ende aber dennoch für ein Plus zur Vorwoche. Nur der DAX (–0,2%) schaffte es nicht, sich im positiven Bereich zu halten. Zwischenzeitlich über 7.500 Punkte geklettert, trotzte er aber zunächst den Sorgen über ein wieder stärkeres Aufflammen der europäischen Schuldenkrise. Geholfen haben womöglich die hiesigen positiven Konjunkturdaten. Der Auftragseingang der deutschen Industrie im Mai war unerwartet und dabei recht deutlich zum Vormonat gestiegen. Und auch die Produktion im produzierenden Gewerbe hatte sich im Mai etwas besser als erwartet entwickelt. Ferner deuten die im Mai stärker als erwartet gestiegenen Im- und Exporte auf eine weiterhin robuste deutsche Konjunktur. Charttechnisch betrachtet hatte der DAX zunächst die Hürde bei 7.442 Punkten überschritten, konnte sich am Ende aber nicht darüber halten. Neben diesem Hindernis gibt es mit dem bisherigen Hoch im Jahresverlauf 2011 und gleichzeitigem Mehrjahreshoch bei 7.600 Zählern ein weiteres, das es nun zu knacken gilt, um die Konsolidierung/Korrektur seit Anfang Mai zu verlassen und den übergeordneten Aufwärtstrend fortzusetzen. mehr...
Sonntag 10. Juli 2011
Europa: Banken besonders schwach
In der vergangenen Woche gab es seitens der Rating-Agenturen erneut Störfeuer im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise. Standard & Poor’s hatte angekündigt, die angedachte private Gläubigerbeteiligung für das nötige und derzeit in Planung befindliche weitere Hilfspaket für Griechenland als Zahlungsausfall zu werten. Ferner stufte Moody’s die Bonität Portugals auf Ramschniveau herab. Die Erleichterung über eine vorerst verhinderte Pleite Griechenlands und die damit insgesamt auszumachende Entspannung in Sachen europäischer Schuldenkrise aus der Vorwoche wandelte sich somit schnell wieder in Ernüchterung. Wohl auch, weil den Investoren nach der ersten Euphorie die Tatsache, dass das Schuldenproblem längst nicht gelöst ist, wieder klar und deutlich ins Bewusstsein gerufen wurde. Die Zuwächse in der Vorwoche waren daher wohl zu übertrieben, sodass es bei einigen Länderindizes jüngst wieder Korrekturen gab. Besonders groß fielen sie in Mailand, Athen und Madrid aus. Bei den Sektoren erwischte es europaweit vor allem die Bankwerte, was auch den EURO STOXX 50 (–3%) belastete. Vor dem Wochenende drückte ferner der schwache US-Arbeitsmarktbericht auf die europäischen Aktienmärkte. Wenig bis keine Auswirkung hatte unterdessen die erneute und damit wie erwartete Anhebung des Leitzinses in der Eurozone durch die Europäische Zentralbank (EZB). mehr...
Sonntag 10. Juli 2011
USA: Arbeitsmarktbericht enttäuscht
Die US-Indizes knüpften an den vergangenen Handelstagen an die positive Entwicklung aus der Vorwoche an, zeigten aber deutlich weniger Aufwärtsdynamik. Nach dem Feiertag am Montag, an dem die US-Börsen geschlossen hatten, bewegten sich die Indizes am Dienstag und Mittwoch zunächst kaum. Die an beiden Tagen veröffentlichten Konjunkturdaten hatten nicht die Kraft für größere Bewegungen. So waren die Auftragseingänge in der Industrie (Mai) nach dem Rückgang im Vormonat zwar gestiegen, aber weniger stark als erwartet. Zudem war der Rückgang des ISM-Index Dienstleistungen größer als prognostiziert. Am Donnerstag folgte dann jedoch ein überraschend positiver ADP-Arbeitsmarktbericht für Juni, der einen deutlich stärker als angenommenen Jobzuwachs offenbarte und damit die Zuversicht auf gute offizielle Arbeitsmarktdaten am Freitag nährte. Zusammen mit meist besser als erwarteten Umsatzzahlen bei den US-Einzelhändlern im Juni sorgte dies am Berichtstag für einen größeren Aufwärtsimpuls. Die Hoffnung auf gute Arbeitsmarktzahlen bestätigte sich aber nicht. Im Gegenteil, die Daten enttäuschten, was die Konjunktursorgen wieder verstärkte und die US-Aktienmärkte vor dem Wochenende belastete. Die US-Indizes erholten sich im Handelsverlauf zwar etwas, dennoch verringerten sie ihre Zuwächse zur Vorwoche. Die größten verzeichnete der NASDAQ Composite (+1,6%). mehr...
Sonntag 03. Juli 2011
Deutschland: Knoten nachhaltig geplatzt?
Hatte in den vergangenen Wochen das Zittern und Bangen über ein weiteres Sparpaket für Griechenland auch hierzulande die Aktienmärkte weitgehend in Schach gehalten, scheint nun mit dessen Billigung der Knoten geplatzt. Es gab große Erleichterung, dass zumindest vorerst eine Pleite des hoch verschuldeten Landes abgewendet wurde. Eine Lösung für das Grundproblem der Überschuldung sowohl in Griechenland als auch in anderen europäischen Ländern gibt es aber weiterhin nicht. Die vorläufige Entspannung in diesem Zusammenhang ist aber offenbar Grund genug für die Investoren, nun wieder stärker zu kaufen. Die Frage ist, ob es sich dabei tatsächlich um überwiegend von Optimismus getragene Käufe handelt und wie schnell dieser wieder schwindet oder ob hier jüngst auch einfach nur vermehrt Short-Positionen glattgestellt wurden, als die Kurse den Weg nach oben einschlugen. Am Ende verbuchten die deutschen Indizes kräftige Gewinne zur Vorwoche. Der DAX (+4,2%) setzte sich diesmal somit recht deutlich von der Unterstützungszone im Bereich von 6.975 bis 7.071 Punkten sowie der knapp darüber verlaufenden langfristigen Aufwärtstrendlinie ab. Nun müssten Anschlusskäufe folgen, die ihn zunächst bis zu den nächsten Hürden 7.442 und 7.600 Punkten treiben und eventuell darüber hieven, was dann für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends spräche. mehr...
Sonntag 03. Juli 2011
Europa: Erleichterung schiebt an
An den europäischen Aktienmärkten feierte man jüngst mit einem Kursfeuerwerk die Zustimmung des griechischen Parlaments zum als Bedingung für weitere Finanzhilfen geforderten Sparpaket. Damit gibt es zumindest vorerst etwas Entspannung in der europäischen Schuldenkrise. Nüchtern betrachtet bleibt sie aber weiterhin ungelöst, sodass sich die Frage stellt, wie nachhaltig die jüngste positive Reaktion ist. Zu den stärksten Länderindizes gehören neben den griechischen vor allem die spanischen und italienischen, also die von weiteren potenziellen Wackelkandidaten, was ebenfalls von erleichterten Investoren zeugt. Der EURO STOXX 50 legte mit 5,9% ebenfalls kräftig zu. Er kletterte wieder über die Anfang Juni gebrochene langfristige Aufwärtstrendlinie und kratzte an der im Mai verletzten 200-Tage-Linie. Mit Blick auf die Sektoren gefragt waren jüngst insbesondere die Finanzwerte wie Banken und Versicherungen. Zum einen blieb das befürchtete Finanzdesaster erst einmal aus. Zum anderen kommt die Finanzwirtschaft mit ihrer minimalen Beteiligung am nächsten großen Griechenland-Hilfspaket, auf die man sich jüngst verständigt hatte, sehr günstig davon. Einige könnten davon sogar profitieren, winken doch gute Renditen bei überschaubaren Risiken. Kräftig zulegen konnten in der vergangenen Woche ferner die Rohstoffwerte (siehe Markt im Fokus). mehr...
Sonntag 03. Juli 2011
USA: kräftiges Wochenplus
Zwar stiegen die US-Indizes an den letzten Juni-Tagen kräftig, es blieb aber bei einer negativen Monatsperformance. Auch im zweiten Quartal 2011 verzeichneten Kursbarometer wie S&P 500 (-0,4%) und NASDAQ Composite (-0,3%) Verluste. Lediglich der Dow Jones schaffte bei dieser Betrachtungsweise einen Zuwachs von 0,8%, weitete damit seine Serie von aufeinanderfolgenden positiven Quartalen auf vier aus. Zu den sehr kräftigen Zuwächsen der US-Indizes in der vergangenen Woche von jeweils mehr als 5% trug insbesondere die vorläufige Entspannung in der europäischen Schuldenkrise bei, angesichts der, nach Billigung des Sparpakets im griechischen Parlament, nun zu erwartenden weiteren Hilfsmaßnahmen für das schuldengeplagte Land. Daneben gab es positive Wirtschaftsdaten wie die Zahlen zu den schwebenden Hausverkäufen im Mai sowie der überraschende Anstieg des Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Juni. Die Krönung war aber am Freitag das unerwartete Plus beim ISM-Index Industrie im Juni. Insgesamt verringerten sich damit die in den vergangenen Wochen wegen oft enttäuschender Wirtschaftsdaten verstärkten Konjunktursorgen. Die erneut mahnenden Töne von Ratingagenturen und IWF, den Streit über die Anhebung der US-Schuldenobergrenze zügig beizulegen, bremsten indes kaum. Offenbar geht die Wall Street wohl davon aus, dass man sich am Ende schon einigt. mehr...
Sonntag 26. Juni 2011
Deutschland: DAX wieder mit Verlust
Die deutschen Aktienindizes, allen voran der DAX, zeigten sich in der vergangenen Woche hin- und hergerissen. Hatte die aufgeschobene Lösung für Griechenland am Montag zunächst belastet, fiel der Start in die Börsenwoche am Ende doch nicht so schlecht aus. Die frühen deutlicheren Verluste wurden nach der Einigung der EU-Finanzminister auf einen neuen dauerhaften Krisenfonds merklich reduziert. Am Dienstag trieb dann die Hoffnung auf eine Lösung in der griechischen Schuldenkrise. Zur Wochenmitte eher unschlüssig, ging es dann am Donnerstag angesichts der Sorgen um die US-Wirtschaft und der weiteren Unsicherheit im Zusammenhang mit dem europäischen Schuldendilemma wieder deutlicher abwärts. Positive Nachrichten in der Griechenland-Krise (in Aussicht gestelltes neues Hilfspaket) sowie der ifo Geschäftsklimaindex sorgten jedoch am Freitag schnell wieder für bessere Laune. Deutschlands wohl wichtigster Frühindikator war im Juni überraschend auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung geklettert. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem robusten Aufschwung“, kommentierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Zahlen, schränkte allerdings ein, dass die Aussichten etwas skeptischer eingeschätzt werden als zuletzt. Der DAX reagierte zunächst sehr positiv, rutschte dann aber ins Minus, sodass es auch zur Vorwoche einen Verlust gab. mehr...
Sonntag 26. Juni 2011
Europa: Griechenland bleibt im Blick
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben ein neues Hilfspaket für Griechenland in Aussicht gestellt. Auch sollen die für Juli dringend benötigten Gelder aus dem ersten Hilfspaket fließen. Vor den offiziellen Beschlüssen Anfang Juli gilt es jedoch die Bedingung, die Billigung des Sparprogramms durch das griechische Parlament, zu erfüllen. Die für Dienstag geplante Abstimmung ist aber eine Zitterpartie. Zwar warnte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, eindringlich vor einem Scheitern der Haushaltssanierung in Griechenland und betonte, dass es keinen Plan B gebe, die Frage ist aber, wie groß der Druck der Bürger auf die griechischen Parlamentarier ist. Schließlich reagierte die griechische Öffentlichkeit schockiert auf die ersten Details aus dem Sparprogramm, das drastische Steuererhöhungen vorsieht. Eine Zustimmung ist somit nicht sicher. Gelänge sie dennoch, fehlt aber wohl die breite Unterstützung in Politik und Bevölkerung, was die Sanierung Hellas weiterhin gefährden dürfte. Zudem wird mit neuen Finanzspritzen das Problem nicht gelöst, sondern nur verschoben. So sind in der nächsten Woche zwar zwischenzeitlich positive Reaktionen an den europäischen Aktienmärkten auf eine eventuelle Zustimmung zum Sparpaket denkbar, offen ist jedoch, wie nachhaltig dann solche angesichts der insgesamt ungelösten Schuldenkrise in Europa sind. mehr...
Sonntag 26. Juni 2011
USA: Konjunktursorgen und Europa belasten
Die Wall Street reagierte enttäuscht auf die mit Spannung erwarteten Kommentare nach der Sitzung der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch. Vor allem die Einschätzungen zur US-Konjunktur drückten auf die Stimmung, zumal auch die Wachstumsprognosen für 2011 und 2012 erneut gesenkt wurden. Weil sich auch an der bisherigen Einschätzung zur Inflation nichts änderte, sendete die Fed daher wohl auch diesmal keine Signale für ein Ende ihrer Nullzinspolitik. Bleibt die Frage, wie es mit dem Ankaufprogramm von US-Staatsanleihen weitergeht. Es gibt erst einmal kein neues. Die Notenbank hielt sich diesbezüglich aber ein Hintertürchen offen, bekräftigte zudem, auslaufende Papiere wieder reinvestieren zu wollen. Somit gab es keine positiven Impulse für die US-Aktienmärkte. Auch die zwischenzeitliche Hoffnung auf eine Entspannung in der europäischen Schuldenkrise reichte nicht. Vielmehr gab es diesbezüglich schnell wieder Ungemach (Moody’s droht mit Herabstufung italienischer Banken), sodass die US-Indizes in der zweiten Wochenhälfte nachgaben. Dow Jones und S&P 500 machten damit die Zuwächse von Montag und Dienstag vollends zunichte, rutschten am Freitag sogar noch ins Minus in Sachen Wochenperformance. Trotz ebenfalls größerer Verluste am Freitag (enttäuschende Oracle-Zahlen) verteidigte der NASDAQ Composite aber ein ansehnliches Plus zur Vorwoche. mehr...
Sonntag 19. Juni 2011
Deutschland: DAX probt Erholung
Die Griechenlandkrise und auch Sorgen um die US-Wirtschaft bremsten die deutschen Aktienindizes in der vergangenen Woche zwischenzeitlich aus. Zunächst waren sie freundlich in die neue Börsenwoche gestartet, zeigten am Dienstag wegen positiv aufgenommener chinesischer Konjunkturdaten sogar stärkere Aufwärtsdynamik. Dann überwog jedoch schnell wieder die Unsicherheit, was sich in sinkenden Kursen manifestierte. Der DAX testete damit erneut die langfristige Aufwärtstrendlinie sowie das 50%-Retracement des Aufwärtsimpulses von März bis Mai 2011, hielt sich am Ende aber darüber. Auch wurde das Tief aus der Vorwoche nicht unterschritten. Am Freitag gab es sogar einen größeren Aufwärtsimpuls, sodass die deutschen Indizes ihre Verluste zur Vorwoche eindämmten und der DAX am Ende sogar ein Plus von 1,3% verzeichnete. Damit bleibt eine größere Erholung ausgehend von den Unterstützungen im Bereich von 7.071 bis etwa 6.942 Punkten weiterhin denkbar. Vielleicht auch, weil die Stimmung bei den Investoren derzeit eher schlecht ist. Die Frage ist, ob es bereits in der nächsten Woche Kurs treibende Impulse gibt. Eventuell überrascht ja die US-Notenbank positiv. Hierzulande stehen außerdem der ZEW-Index am Dienstag sowie der ifo Geschäftsklimaindex am Freitag im Terminkalender. Außerdem könnte es in der Griechenlandfrage vorläufige Entspannung geben. mehr...
Sonntag 19. Juni 2011
Europa: Hoffnung stützt
Das Gerangel um die Ausgestaltung eines zweiten großen Rettungspaketes für Griechenland setzte sich in der vergangenen Woche fort und prägte damit erneut maßgeblich das Geschehen an den europäischen Aktienmärkten. Ein Streitpunkt ist die Einbeziehung privater Gläubiger, die von der deutschen Regierung gewollt, aber seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Kritik steht. Immer mehr scheint es nun aber doch auf eine sogenannte sanfte Umschuldung mit privater Beteiligung der Gläubiger hinauszulaufen. Frankreich hat ebenfalls auf diesen Kurs eingeschwenkt, wenn die Beteiligung freiwillig ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy betonten am Freitag nach ihrem Treffen, die freiwillige Beteiligung privater Gläubiger müsse im Einvernehmen mit der EZB erfolgen. Unklar bleibt, was das genau bedeuten soll. Beide Länder unterstrichen außerdem, eine rasche Lösung für ein zweites Hilfspaket für Griechenland finden zu wollen, und betonten ferner, fest entschlossen zu sein, die gemeinsame Währung zu verteidigen. Vor dem Wochenende fassten die Investoren daher offenbar wieder etwas Mut. Die europäischen Aktienmärkte konnten mit den Zuwächsen am Freitag somit ihre Wochenperformance merklich aufbessern, wenngleich es am Ende dennoch bei vielen Minuszeichen blieb. Der EURO STOXX 50 zeigte sich mit +1,4% allerdings fest. mehr...
Sonntag 19. Juni 2011
USA: Bernanke warnt und mahnt
In der nächsten Woche ist es wieder einmal so weit. Dann dürften nicht nur die Investoren an der Wall Street, sondern Anleger weltweit ganz genau den Worten Ben Bernankes nach der Ratssitzung am Mittwoch lauschen. Die Frage ist, ob der Chef der US-Notenbank (Fed) ein neues Programm zum Ankauf von US-Staatsanleihen ankündigt. Letzten Endes dürfte er wohl nicht drum herumkommen. Schließlich gilt es, riesige Finanzlöcher im US-Haushalt zu stopfen, was am Kapitalmarkt angesichts der immens hohen Verschuldung und daher zögerlicheren Investoren nicht so einfach sein dürfte. Vor einem neuen Programm gilt es wohl aber zunächst, die gesetzliche Schuldenobergrenze hochzusetzen. Es verwundert daher nicht, dass Bernanke jüngst vor dem Kongress hart mit den Republikanern ins Gericht ging, diese aufforderte, die Anhebung mitzutragen und sie nicht als politisches Druckmittel einzusetzen. Selbst ein kurzzeitiges Aussetzen von Zinszahlungen auf US-Staatsanleihen könnte seinen Worten zufolge zu Abstufungen der Bonitätsnote durch Rating-Agenturen führen. Angesichts der vielen offenen Fragen hielten sich die US-Aktienmärkte daher wohl auch in der vergangenen Woche zurück. Zwar gab es einen freundlichen Start, eine Reihe schwacher Konjunkturdaten am Mittwoch und Donnerstag sowie Bernankes Warnung vor einer Rating-Abstufung trübten die Stimmung jedoch schnell wieder. mehr...
Sonntag 12. Juni 2011
Deutschland: DAX wieder mit Verlusten
Die deutschen Aktienindizes verbuchten in der vergangenen Woche Verluste. Besonders stark waren sie beim TecDAX (–2,4%). Zwar hielt sich bei einigen Werten aus dem Bereich erneuerbarer Energien die Zuversicht auf gute Geschäfte angesichts des geplanten Atomausstiegs, dies reichte aber offenbar nicht, das Kursbarometer insgesamt zu stützen. Weniger stark ausgeprägt waren die Abgaben bei MDAX (–1%), SDAX (–0,9%) und DAX (–0,6%). Der Deutsche Leitindex schaffte es somit erneut nicht, die zwischenzeitlichen Gewinne zu halten, verbuchte damit bereits die sechste Verlustwoche hintereinander. Er schloss aber über dem Wochentief vom Mittwoch bei knapp unter 7.000 Punkten, womit er die langfristige Aufwärtstrendlinie testete, sich davon aber wieder etwas absetzte. Womöglich könnten sich die Unterstützungen im Bereich von 7.071 bis etwa 6.940 Punkten damit weiterhin als ein gutes Auffangniveau erweisen, von dem ein neuerlicher Aufwärtsimpuls möglich ist. Mit Blick auf die hiesige wirtschaftliche Entwicklung gab es im April einen kräftigen Einbruch der Exporte zum Vormonat sowie eine gesunkene Produktion, was aber wohl nur von einem ruhigeren Expansionstempo zeugt, nach den von Nachholeffekten bedingten kräftigen Zuwächsen in den Vormonaten. Auch Bundesbank und Wirtschaftsforscher (IfW, HWWI) schätzten die Aussichten für 2011 weiterhin rosig ein. mehr...
Sonntag 12. Juni 2011
Europa: EZB signalisiert Zinserhöhung
Am vergangenen Donnerstag warteten die Investoren mit Spannung auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) und deren anschließende Kommentare, um zu schauen, ob sich die Erwartungen erfüllen. Sie taten es. Zum einen tastete die EZB den Leitzins nicht an. Zum anderen signalisierte sie eine Zinserhöhung im Juli. „Hohe Wachsamkeit ist mit Blick auf die Inflationsentwicklung geboten“, so EZB-Chef Jean-Claude Trichet und er betonte: „Wir könnten den Leitzins im Juli anheben. Die Entscheidung wird aber erst dann fallen, die Notenbank ist nie im Vorhinein festgelegt.“ An den Märkten gelten die Aussagen aber als sicheres Zeichen für eine Leitzinsanhebung, wurde doch auch die Anhebung im April von 1,00 auf 1,25% so angekündigt. Die Aktienmärkte reagierten relativ gelassen auf die Aussagen zur Geldpolitik, gab es doch keine Überraschungen. Für Verunsicherung sorgten indes die anhaltenden Diskussionen über eine mögliche Umschuldung Griechenlands. Die EZB lehnt eine solche weiter ab, kollidierte damit mit der deutschen Regierung, die eine „sanfte Umschuldung“ mit freiwilliger Beteiligung der Gläubiger in die Debatte eingebracht hat. Mit Blick auf die Performance der europäischen Aktienindizes überwogen in der vergangenen Woche die Verluste. Der EURO STOXX 50 (–2%) rutschte dabei unter seine Aufwärtstrendlinie. mehr...
Sonntag 12. Juni 2011
USA: Weiter zurückhaltend
Die Konjunkturdaten in den vergangenen Wochen hatten bereits angedeutet, dass die ohnehin nicht gerade sehr dynamische Erholung der US-Wirtschaft wieder an Kraft verliert. Nun sprach auch US-Notenbankchef Ben Bernanke von einem blutarmen Aufschwung. Seinen Worten zufolge bewegt sich die größte Volkswirtschaft zwar in die richtige Richtung, entwickelt sich aber nach wie vor weit unterhalb ihres Potenzials. Er hält daher eine lockere Geldpolitik nach wie vor für nötig, was wohl auf weiterhin niedrige Leitzinsen deutet. Den Investoren dürfte aber die Frage viel mehr unter den Nägeln gebrannt haben, ob es neue Anreizprogramme gibt, wie etwa den weiteren Ankauf von Staatsanleihen (QE3). Schließlich endet im Juni das Programm QE2, bei dem die US-Notenbank für 600 Mrd. US-Dollar Staatspapiere mit dem Ziel kaufte, die Zinsen niedrig zu halten und die Nachfrage anzukurbeln. Das Programm war heftig umstritten, schwächte es doch den US-Dollar, trieb zudem die Inflation durch steigende Rohstoffpreise nach oben. Ob es nun weitere QE-Maßnahmen gibt, darüber hielt sich Bernanke bedeckt. Die erhofften Aufschlüsse in dieser Sache blieben somit aus, was die Wall Street im Vorfeld der in der übernächsten Woche anstehenden Notenbanksitzung offenbar zu anhaltender Zurückhaltung bewog. Die US-Indizes verbuchten daher erneut Verluste zur Vorwoche. mehr...
Sonntag 05. Juni 2011
Deutschland: DAX erneut mit Verlusten
Die deutschen Aktienindizes präsentierten sich gemischt. Während der DAX 0,8% nachgab, konnten SDAX (+0,7%) und TecDAX (+0,5%) zulegen. Letzterer profitierte wohl von den angekündigten Plänen eines Atomausstiegs bis 2022 angesichts der vielen in ihm vertretenen Aktien aus dem Bereich erneuerbarer Energien. Vor allem Nordex (+10,5%) hatte Rückenwind. Die Versorger E.ON und RWE (siehe Markt im Fokus) gaben indes weiter kräftig nach, was den DAX belastete. Nachdem er sich am Montag noch eher unentschlossen präsentierte, dann am Dienstag einen kräftigeren Aufwärtsimpuls vollzog, dabei sogar über die Hürde bei 7.232 Punkten sowie zwei innere Aufwärtstrendlinien lugte, fiel er an den folgenden Tagen wieder kräftiger zurück. Er rutschte dabei am Freitag auch unter das Tief der Vorwoche von 7.071 Punkten, hielt sich am Ende aber über dieser kleinen Unterstützung. Ebenfalls am Freitag getestet wurde das knapp darunter bei 7.042 Zählern liegende 50%-Retracement des Aufwärtsimpulses von März bis Mai, über dem er sich letztendlich aber ebenfalls hielt. Es könnte zusammen mit dem derzeit knapp bei 7.000 Punkten verlaufenden langfristigen Aufwärtstrend und der 200-Tage-Linie von rund 6.930 Zählern eine Haltezone darstellen, von der, nach eventuellen weiteren Tests, ein neuerlicher Aufwärtsimpuls denkbar ist. Negativ zu bewerten wäre indes ein Bruch. mehr...
Sonntag 05. Juni 2011
Europa: EURO STOXX 50 am Aufwärtstrend
Die europäischen Aktienmärkte zeigten in der vergangenen Woche eine gemischte Performance. Zu den größten Gewinnern gehörten diesmal die griechischen Indizes. Die Hoffnung auf weitere Hilfen, die am Freitag durch ein positives Sparzeugnis unterfüttert wurden, stützten und führten zu einer Gegenbewegung auf die Verluste der vergangenen Wochen. Der EURO STOXX 50 gab indes erneut nach (–1,1%). Zwar trieben ihn die Zuwächse in der ersten Wochenhälfte sogar an die vor zwei Wochen verletzte 200-Tage-Linie heran, er prallte an ihr aber nach unten ab. Er rutschte zurück unter die kleine horizontale Unterstützung (Zwischentief von April) bei 2.833 Zählern und testete erneut die Aufwärtstrendlinie bestehend aus der Verbindung der Zwischentiefs von Mai 2010 und März 2011. Im Gegensatz zur Vorwoche konnte er sich aber nicht davon nach oben absetzen und schloss am Ende nach einer Erholung vom Tages- und gleichzeitigen Wochentief aber nahezu punktgenau darauf. Somit besteht nach wie vor die Chance, eines von hier ausgehenden Aufwärtsimpulses. Kommt es indes zu einem nachhaltigen Bruch, dürften weitere Abgaben folgen, wobei weiterhin das Tief von März bei 2.718 Punkten ein nächstes Korrekturziel sein könnte. Innerhalb der Sektoren standen vor allem die Rohstoffwerte unter Druck, belastet von Konjunktursorgen, was die Zuwächse aus der Vorwoche wieder vernichtete. mehr...
Sonntag 05. Juni 2011
USA: Konjunktursorgen belasten
Nach dem Feiertag am Montag starteten die US-Aktienmärkte am Dienstag mit steigenden Kursen in die neue Börsenwoche. Es gab zwar enttäuschende US-Konjunkturdaten mit deutlich stärker als erwarteten Rückgängen bei Chicago Einkaufsmanagerindex (Mai) und Verbrauchervertrauen (Mai), offenbar stützte aber wohl die Zuversicht auf weitere Hilfen für Griechenland. Weitere schwache Daten schürten jedoch am Mittwoch erneut die Konjunktursorgen, was angesichts fehlender positiver Impulse zu deutlichen Abgaben am Berichtstag führte. Der ISM-Index Industrie war deutlich stärker eingebrochen als prognostiziert, verzeichnete den stärksten Rückgang zum Vormonat seit 27 Jahren. Zudem enttäuschte der ADP-Arbeitsmarktbericht für Mai, der für die offiziellen Arbeitsmarktzahlen der Regierung am Freitag nichts Gutes erwarten ließ. Entsprechend zurückhaltend waren die Investoren am Donnerstag, wenngleich die Verluste bei Dow Jones und S&P 500 trotz weiterer schlechter als erwarteter Daten (wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Auftragseingänge Industrie) vergleichsweise gering waren, der NASDAQ Composite sogar leicht zulegte. Am Freitag war dann zwar der ISM-Index Dienstleistungen (Mai) besser als prognostiziert, es enttäuschte aber der Arbeitsmarktbericht (Mai), sodass die US-Indizes weiter sanken und damit ihre Verluste zu Vorwoche ausbauten. mehr...
Sonntag 29. Mai 2011
Deutschland: Fortgesetzte Gewinnmitnahmen
Die deutschen Aktienmärkte sind weiter im Korrekturmodus. Auch die jüngst von der Konjunkturseite positiven Daten reichten nicht aus, um den Drang zu anhaltenden Gewinnmitnahmen zu beenden. Beispielsweise impliziert die Entwicklung des ifo Geschäftsklimas im Mai, das auf dem Niveau von April verharrte, während im Vorfeld zumeist ein leichter Rückgang erwartet wurde, dass die Stimmung bei den Unternehmen nach wie vor gut ist. Zudem wurde das starke vorläufige BIP-Wachstum im ersten Quartal mit 1,5% bestätigt. Etliche Ökonomen und Institute hoben ferner ihre Prognosen für das Gesamtjahr an. Die hiesigen Aktienmärkte ließen sich davon aber nicht beeindrucken. Ein bremsender Faktor ist derzeit die Schuldenkrise in Europa. Außerdem dürfte sich der Aufschwung in Deutschland im zweiten Halbjahr wohl weniger dynamisch fortsetzen. Unterfüttert wurde diese Annahme durch die erneut leicht eingetrübte Stimmung bei den Verbrauchern angesichts der hohen Inflation sowie der Sorge vor den Folgen der Schuldenkrise. Der DAX zeigte somit bereits die vierte Woche hintereinander Verluste. Aus charttechnischer Sicht rutschte er dabei unter die Unterstützung bei 7.232 Punkten sowie zwei inneren Aufwärtstrendlinien. Womöglich steht damit nun bald ein Test der langfristigen Aufwärtstrendlinie und der knapp darunter verlaufenden 200-Tage-Linie ins Haus. mehr...
Sonntag 29. Mai 2011
Europa: Anhaltende Sorgen belasten
Die europäischen Aktienmärkte starteten meist schwach in die vergangene Woche. Gefördert wurde die erneute Flucht aus riskanten Anlagen von anhaltenden Sorgen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa, aber auch den Befürchtungen eines langsameren Wirtschaftswachstums in China. Zwar kam es im Wochenverlauf zu keinem signifikanten Abwärtsdruck und zwischenzeitlich hier und da sogar zu leichten Erholungstendenzen, die Performance im Vergleich zur Vorwoche war aber bei den meisten Indizes negativ. Der EURO STOXX 50 gab 1,2% nach. Nachdem er in der Vorwoche den langfristigen Aufwärtstrend (Verbindung Zwischentiefs Mai und August 2010) verletzt hatte und auch unter seine 200-Tage-Durchschnittslinie gefallen war, rutschte er nun unter die kleine horizontale Unterstützung (Zwischentief von April) bei 2.833 Zählern. Er setzte dabei nahezu punktgenau auf der Aufwärtstrendlinie bestehend aus der Verbindung der Zwischentiefs von Mai 2010 und März 2011 auf, konnte sich vom damit markierten Wochentief bei 2.778 Zählern jedoch wieder nach oben absetzen. Dies könnte zumindest für temporäres leichtes Kaufinteresse angesichts der niedrigen Kurse sprechen. Ob sich daraus ein Aufwärtsimpuls entwickelt, ist jedoch nicht sicher. Bei anhaltender Unsicherheit könnte stattdessen das Tief von März bei 2.718 Punkten ein nächstes Korrekturziel darstellen. mehr...
Sonntag 29. Mai 2011
USA: „Sell in May and go away!“
Angesichts der erwarteten Sommerflaute scheint die jüngste Entwicklung an den US-Aktienmärkten dem Börsenspruch „Sell in May and go away!“ zu folgen. Die US-Indizes gaben in der vergangenen Woche bei relativ dünnen Handelsumsätzen erneut nach, wenn auch nur leicht. Dow Jones und S&P 500 verbuchten damit in den vier Mai-Wochen jeweils Verluste. Jüngst gab es zwar einerseits auch ein paar gute Firmennachrichten (Tiffany, NetApp), andererseits bleiben aber die Konjunktursorgen. Sie wurden neben den schwachen Daten aus China zu Wochenbeginn auch von einigen der neuesten US-Fakten genährt. Dazu gehörten die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, die im April deutlich stärker gesunken waren als erwartet sowie das in der zweiten Schätzung nicht nach oben revidierte lediglich mit 1,8% bestätigte Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im ersten Quartal. Für Zurückhaltung an der Wall Street könnte derzeit ferner die Unsicherheit über die weitere US-Geldpolitik sorgen. Die Investoren scheinen abzuwarten, ob die US-Notenbank im Juni ihrem QE2-Projekt ein drittes quantitatives Maßnahmenpaket, sprich den Ankauf von weiteren Staatsanleihen, folgen lässt. Vielleicht liefern ja die in der nächsten Woche nach dem Feiertag am Montag (US-Börsen geschlossen) anstehenden vielen Daten (u. a. ISM-Indizes, Arbeitsmarktbericht) Hinweise. mehr...
Sonntag 22. Mai 2011
Deutschland: SDAX erneut robust
Die deutschen Aktienindizes konnten sich in der vergangenen Woche von ihren zwischenzeitlichen Tiefs zunächst wieder erholen. Am Montag und insbesondere am Dienstag hatten zuvor anhaltende Sorgen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa auf die Stimmung gedrückt und die Investoren daher offenbar zu weiteren Gewinnmitnahmen veranlasst. Freundlicher ging es dann am Mittwoch und Donnerstag zu, obgleich es an größeren Impulsen für steigende Kurse fehlte. Am Ende führten die Verluste am Freitag dann sogar zumeist zu Abgaben zur Vorwoche. Nur der SDAX, der zwischenzeitlich auf ein neues Mehrjahreshoch kletterte, zeigte sich mit 0,1% Plus zur Vorwoche erneut vergleichsweise robust. Die anderen Indizes gaben indes deutlicher nach, angeführt vom DAX mit 1,8%. Offenbar fragen sich die Investoren angesichts der zuletzt positiven Konjunkturdaten und damit hochgesteckten Erwartungen nun verstärkt, woher nun weitere positive Nachrichten und damit Impulse für die Kurse kommen sollen. Entsprechend könnte sich die Anfang Mai gestartete Korrektur beim DAX fortsetzen. Seitens der Konjunkturdaten offenbarte jüngst der Erzeugerpreisindex, dass sich der Preisauftrieb in der deutschen Industrie im April wieder verstärkt hat. Zum Vormonat zogen die Erzeugerpreise um 1% an, nach 0,4% im März. Binnen Jahresfrist ging es sogar um 6,4% aufwärts, nach 6,2% im März. mehr...
Sonntag 22. Mai 2011
Europa: Weiter abwärts
In Sachen europäischer Schuldenkrise gab es in der vergangenen Woche keine Lösungsansätze. Stattdessen werden mit den laufenden ergebnislosen Diskussionen die Probleme nur weiter nach vorne verschoben. An den Aktienmärkten sorgte die diesbezüglich anhaltende Unsicherheit daher für einen schwachen Wochenauftakt. Insbesondere am Dienstag ging es deutlich abwärts. Immerhin konnten sich viele Länderindizes von ihren zwischenzeitlichen Verlusten zunächst etwas erholen, bevor es angesichts der Abgaben am Freitag zumeist auch Rückgänge zur Vorwoche gab. Zu den größten Verlierern gehörten die griechischen Kursbarometer, die zudem auf neue Mehrjahrestiefs fielen. Leicht zulegen konnte in der vergangenen Woche unterdessen der britische FTSE 100, der von der Erholung der Rohstoffwerte profitierte. Er ließ sich auch von einer stärker als erwarteten Jahresinflationsrate von 4,5% im April nicht stören. Der EURO STOXX 50 zeigte am Ende ein kleines Minus von 1,4% zur Vorwoche. Er verletzte damit nun auch den langfristigen Aufwärtstrend. Zudem hatte er unter der 200-Tage-Linie geschlossen. Sollte sich dies als nachhaltig herausstellen, ist eine fortgesetzte Korrektur denkbar. Eine kleine Unterstützung stellt nun das Zwischentief von April bei 2.833 Punkten dar. Eine weitere Haltezone gibt es bei 2.718 Zählern. mehr...
Sonntag 22. Mai 2011
USA: Unsicherheit bremst
Die US-Aktienmärkte starteten mit Verlusten in die Börsenwoche. Einerseits fehlten mit dem Auslaufen der Berichtssaison wohl wichtige Impulse. Zudem wurde am Montag ein deutlich kräftiger als erwartet gesunkener NY Empire State Index für Mai veröffentlicht, was Konjunktursorgen anheizte. Diese Befürchtungen wurden dienstags durch weitere Daten (Industrieproduktion April, Baubeginne und Baugenehmigungen April) unterfüttert. Außerdem belastete die gesenkte Prognose von Hewlett-Packard. Am Mittwoch legten die US-Indizes jedoch wieder zu. Starke Zahlen von Dell und festere Rohstoffwerte halfen. Im Fokus stand auch das veröffentlichte Protokoll zur Fed-Sitzung Ende April. In diesem wurde deutlich, dass die Überlegungen in der US-Notenbank über eine straffere Geldpolitik klarere Konturen annehmen. Zwar zeigen die meisten Mitglieder bislang noch keine starke Neigung zu einer schnellen Straffung, allerdings findet offenbar bereits eine breit angelegte Diskussion über den Weg hin zu einer restriktiveren Geldpolitik statt. Die Wall Street nahm dies jedoch nur zur Kenntnis und reagierte kaum darauf. Am Donnerstag folgten weitere Gewinne ungeachtet gemischter Konjunkturdaten. Im Fokus stand indes das IPO von LinkedIn, dessen Kurs explodierte. Anhaltende Unsicherheit führte am Freitag dann wieder zu Verlusten und insgesamt sinkenden US-Indizes zur Vorwoche. mehr...
Sonntag 15. Mai 2011
Deutschland: DAX gibt nach
Deutschland bleibt nach Angaben des Internationale Währungsfonds (IWF) Zugpferd für die Konjunktur in Europa. In der am Donnerstag veröffentlichten Frühjahrsprognose prognostiziert der IWF einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im laufenden Jahr von 2,5%. 2012 wird ein Plus von 2,1% erwartet. Unterfüttert wurden die Prognosen von den am Freitag vorgelegten Daten für die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal. Der deutsche Aufschwung gewann kräftig an Fahrt, zeigte sich noch dynamischer als ohnehin erwartet. Gegenüber dem Schlussquartal 2010 erhöhte sich das BIP um 1,5%. Den Angaben zufolge ist damit das Vorkrisenniveau von Anfang 2008 bereits wieder überschritten. Zudem erhöhte sich die Wirtschaftsleistung auf Jahressicht mit preisbereinigten 5,2% so stark wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Wachstumstreiber zum Jahresauftakt war nach Angaben der Statistiker vor allem die Binnenwirtschaft: Besonders dynamisch stiegen die Investitionen von Industrie und Baubranche, aber auch der Konsum. Die Exporte kletterten ebenfalls weiter. Insgesamt war der Außenbeitrag aber geringer als der inländische Anteil am Wachstum. Trotz der guten wirtschaftlichen Lage und auch weiteren guten Quartalsberichten zeigte der DAX am Ende Verluste zur Vorwoche, was auf anhaltende Unsicherheit deutet, während SDAX und MDAX kräftiger zulegten. mehr...
Sonntag 15. Mai 2011
Europa: Zumeist mit Verlusten
In der vergangenen Woche gab es einige positive Prognosen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in Europa. So wird sich nach Einschätzung des Internationale Währungsfonds (IWF) der Aufschwung fortsetzen, angetrieben von der starken deutschen Konjunktur. Laut Frühjahrsprognose erwartet er 2011 ein Wachstum von 2,4%. 2012 sollen es dann 2,6% sein. Etwas weniger stark fallen die Zuwachsraten für den Euro-Raum mit 1,6% (2011) und 1,8% (2012) aus. Auch die EU-Kommission rechnet mit einem fortgesetzten Aufschwung in Europa. Sie hob den Wachstumsausblick (2011) für den Euro-Raum leicht von 1,5 auf 1,6% an und bestätigte die Schätzung für 2012 mit +1,8%. Allerdings dürfte sich auch die Inflation deutlich beschleunigen. Wurde bislang eine Teuerungsrate (2011) von 2,2% erwartet, werden nun 2,6% genannt. Das passt zur Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB), die in ihrem jüngst veröffentlichten Monatsbericht weiterhin Aufwärtsdruck auf die Gesamtinflation sieht. An den europäischen Aktienmärkten überwogen in der vergangenen Woche die Verluste. Eine sinkende Risikobereitschaft, fallende Rohstoffpreise aber auch die Schuldenkrise drückten wohl auf die Stimmung. Der EURO STOXX 50 gab 2% nach. Er verletzte die Unterstützung bei 2.903 Punkten und näherte sich auch dem langfristigen Aufwärtstrend, dessen Bruch negativ zu bewerten wäre. mehr...
Sonntag 15. Mai 2011
USA: Erst freundlich, dann holprig
Nach dem schwachen Mai-Auftakt präsentierten sich die US-Aktienmärkte in der vergangenen Woche zunächst wieder freundlicher, bevor es dann holpriger wurde. Zum Wochenauftakt stützten die Zuwächse bei Öl- und anderen Rohstoffaktien. Am Dienstag folgten Übernahmefantasien durch die Ankündigung von Microsoft, Skype kaufen zu wollen. Zur Wochenmitte gab es dann jedoch deutlichere Verluste bei den US-Indizes. Einerseits bereitete die nach wie vor hohe Inflation in China Kopfzerbrechen, weil dadurch weitere Maßnahmen zur Abkühlung der dortigen Konjunktur erwartet werden, was sich auch auf das weltweite Wirtschaftswachstum auswirken dürfte. Ein fallender Ölpreis drückte ferner auf die Aktien aus dem Ölsektor. Von dem Rücksetzer am Mittwoch erholten sich die US-Indizes am Donnerstag zumindest teilweise wieder etwas. Diesmal half die steigende Tendenz bei den Rohstoffpreisen, wozu auch der wieder etwas schwächere US-Dollar beitrug. Rohstoffwerte waren daher gefragt. Einen positiven Einfluss am Berichtstag könnte wohl ferner die Spekulation auf weitere konjunkturstützende Maßnahmen der US-Notenbank gehabt haben, während es seitens der Daten keine eindeutigen Signale gab. Durch die Verluste am Freitag wegen anhaltender Unsicherheit rutschten Dow Jones und S&P 500 auf Wochensicht ins Minus, während der NASDAQ Composite ein Mini-Plus behauptete. mehr...
Sonntag 08. Mai 2011
Deutschland: Verluste eingedämmt
Dank weiterer starker Quartalsberichte hiesiger Firmen setzte sich die gute Stimmung aus der Vorwoche zum Start in die neue Börsenwoche zunächst fort. Der DAX kletterte am Montag sogar auf ein neues Zwischenhoch und lugte dabei kurz über die Marke von 7.600 Punkten. Allerdings konnte er dieses Niveau bereits am Berichtstag nicht halten und gab an den folgenden Tagen weiter nach. Angesichts der Rally seit dem Zwischentief im März war von Gewinnmitnahmen die Rede. Dazu beigetragen hat auch die zunehmende Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der US-Konjunktur, was zu negativen Vorgaben seitens der US-Börsen führte. Dies konnte auch durch weitere starke heimische Bilanzen nicht ausgeglichen werden. Außerdem nahm offenbar die Skepsis zu, dass es hierzulande noch besser werden kann. Für einen Dämpfer bezüglich der hiesigen Konjunktur sorgte außerdem der überraschend deutliche Auftragsrückgang der deutschen Industrie im März von 4% zum Vormonat. Vom Tagestief am Donnerstag konnte sich der DAX aber wieder erholen und schloss am Ende nahezu unverändert. Dank der kräftigen Zuwächse am Freitag aufgrund positiv aufgenommener Daten vom US-Arbeitsmarkt wurde ferner der Verlust zur Vorwoche auf 0,3% spürbar eingedämmt. Zudem gelang es dem Leitindex, die im Wochenverlauf verletzte Unterstützung bei 7.482 Punkten zurückzuerobern. mehr...
Sonntag 08. Mai 2011
Europa: Schwacher Start in den Mai
Nach der zumeist steigenden Tendenz an den europäischen Aktienmärkten in der Vorwoche gab es in der ersten Maiwoche überwiegend Verluste. Besonders deutlich unter Druck standen die russischen Indizes, angesichts der starken Abhängigkeit von Rohstoffen, die jüngst deutlich nachgaben. Relativ kräftig abwärts ging es auch beim EURO STOXX 50 mit 1,9%, sodass die Gewinne aus der Vorwoche größtenteils wieder dahin waren. Zwar hatte er zunächst noch an der unteren der beiden Hürden (3.027/3.044 Punkte) gekratzt, konnte aber keine Kraft entwickeln, diese zu überschreiten. Stattdessen war von Gewinnmitnahmen die Rede. Dazu beigetragen haben negative US-Konjunkturdaten sowie einige enttäuschende Quartalsberichte europäischer Firmen. Ein weiterer belastender Faktor war auch hier die Schwäche im Rohstoffsektor. Im Branchenvergleich führten STOXX Europe 600 Oil & Gas sowie STOXX Europe 600 Basic Resources die Verliererliste an. Wenige Impulse gab es indes von der Europäischen Zentralbank (EZB), die wie erwartet die Leitzinsen unverändert ließ. Die Kommentare dazu wurden ferner als Hinweis interpretiert, dass auch im Juni keine Zinserhöhung erfolgt. Zu den wenigen Gewinnern der vergangenen Woche gehörte der portugiesische PSI 20. Hier scheint wohl das nun ausgehandelte und beschlossene 78 Mrd. Euro schwere Hilfspaket für Portugal gestützt zu haben. mehr...
Sonntag 08. Mai 2011
USA: Positiver Arbeitsmarktbericht
Nach einem sehr positiven April war der Auftakt in den Mai schwach. Angesichts der nun endenden Berichtssaison sind Impulse für steigende Kurse von anderer Stelle gefragt. Die Freude an der Wall Street zum Wochenstart über den Tod des Terroristenführers Osama bin Laden hatte aber nur eine kurze Halbwertszeit. Zumal auch die sinkenden Ölpreise auf die Ölaktien und damit den Gesamtmarkt drückten. An den folgenden Tagen standen ferner einige Konjunkturdaten im Fokus, die teilweise enttäuschten und somit ebenfalls die Stimmung trübten. Waren die Daten am Montag (Bauausgaben für März, ISM-Index Industrie für April) sowie am Dienstag (Industrieaufträge März) noch besser ausgefallen als erwartet, sorgte am Mittwoch der überraschend kräftige Rückgang des ISM-Index Dienstleistungen April für Ernüchterung. Hinzu gesellte sich ein mäßiger ADP-Arbeitsmarktbericht. Am Donnerstag folgten überraschend hohe Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche), was die Konjunktursorgen weiter anheizte. Dies drückte auch den Ölpreis und sorgte damit angesichts der Kursverluste bei den Ölaktien für nach wie vor sinkende Indizes. Am Freitag gab es dank des starken Arbeitsmarktberichts April jedoch einen positiven Wochenausklang, wenngleich die anfänglich größeren Gewinne nicht gehalten werden konnten. Die Verluste zur Vorwoche wurden dennoch etwas verringert. mehr...
Sonntag 01. Mai 2011
Deutschland: DAX klettert über Februarhoch
An den deutschen Aktienmärkten hielt sich nach Ostern die gute Stimmung. Vor allem der DAX (+3%) präsentierte sich in glänzender Verfassung. Er setzte damit die in der Vorwoche gestartete Erholung, die sich zu einem dynamischen Aufwärtsimpuls entwickelte, fort. Mit dem Zuwachs am Freitag verbuchte er inzwischen sieben Gewinntage in Folge. Aus charttechnischer Sicht kletterte er über das Zwischenhoch von Ende Februar bei 7.442 Punkten. Sollte sich der Ausbruch als nachhaltig erweisen, spräche dies für weitere Zuwächse. Für Rückenwind sorgte jüngst zum einen die weiterhin lockere US-Geldpolitik, die die Stimmung an den US-Aktienmärkten und damit auch hierzulande anstachelte. Zum anderen gab es positive Impulse von der nun langsam Fahrt aufnehmenden hiesigen Berichtssaison, wenngleich nicht alle Bilanzen mit steigenden Kursen honoriert wurden. Auch seitens der makroökonomischen Fakten gab es teilweise nur mäßig Neues, was der Kauflust aber offenbar nichts anhaben konnte. So fielen die März-Umsätze im deutschen Einzelhandel mit –2,1% zum Vormonat wesentlich schwächer aus als erwartet. Erneut kräftig gestiegen sind unterdessen die vorläufigen Verbraucherpreise für April (+2,4% zum Vormonat). Die Inflation trübt mittlerweile auch immer stärker die Laune der Verbraucher, wie der Rückgang des GfK-Konsumklimas offenbart. mehr...
Sonntag 01. Mai 2011
Europa: Bilanzen im Blick
Vor dem Hintergrund einer Fülle von Quartalsberichten europäischer Firmen, von denen etliche zu überzeugen wussten und somit zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Berichtssaison stimmten, haben sich die europäischen Aktienmärkte in der vergangenen Woche zumeist freundlich gezeigt. Gut aufgenommene Bilanzen, was sich in kräftig steigenden Notierungen zeigte, gab es beispielsweise von großen Konzernen wie UBS, ABB, Ericsson, Deutsche Bank und Bayer. Aber nicht alle Zahlen und Ausblicke überzeugten oder gaben Anlass zu Gewinnmitnahmen wie die von SAP, Unilever und Daimler. Für den EURO STOXX 50 reichte es am Ende aber dennoch für einen kräftigen Zuwachs zur Vorwoche von 2,6%. Er kletterte dabei über das Zwischenhoch von April bei 2.992 Zählern, sodass nun als Nächstes die Hürden bei 3.027 und 3.044 Punkten ins Visier rücken könnten, an denen das Kursbarometer im Februar schon einmal gescheitert war. Gelingt es, auch diese nachhaltig zu überwinden, wozu ein Sprung über das Zwischenhoch von Februar bei 3.077 Zählern nötig wäre, ist der Weg für weitere Zuwächse frei. Als Nächstes könnte dann die obere Begrenzung des Aufwärtstrends seit Mai 2010 ins Visier genommen werden. Zu den wenigen Verlierern in der vergangenen Woche gehörte der lettische Leitindex. Aber auch die dänischen, österreichischen und russischen Pendants gaben etwas nach. mehr...
Sonntag 01. Mai 2011
USA: Bens Worte treiben an
In der vergangenen Woche waren die Aussagen von Ben Bernanke, dem Chef der US-Notenbank (Fed), einmal mehr Treibstoff für die US-Aktienmärkte. Seinen Worten zufolge kommt die Konjunktur in den USA aus Sicht der Notenbank langsamer in Fahrt als erwartet. In der ersten Pressekonferenz in der Geschichte der US-Notenbank nach einer Sitzung des Offenmarktausschusses schraubte er daher die Wachstumsprognose für dieses Jahr nach unten. Bislang einen Anstieg von 3,4% bis 3,9% vorausgesagt, erwartet die Fed nun ein Plus zwischen 3,1% und 3,3%. Gleichzeitig hob Bernanke die Inflationsprognose an, sprach jedoch von einer langfristig stabilen Teuerungsrate. Angesichts dieser Einschätzungen blieb die Notenbank ihrem Kurs der extrem lockeren Geldpolitik treu, gab keine Signale für eine bevorstehende Zinswende. Offenbar Grund genug für die US-Aktienmärkte durchzustarten, sodass die Indizes neue Mehrjahreshochs erklommen. Dow Jones sowie S&P 500 erreichten Niveaus wie seit Mai respektive Juni 2008 nicht mehr. Beim NASDAQ Composite ging es sogar auf den höchsten Stand seit Januar 2001. Der NASDAQ 100 erreichte und übersprang das Hoch von Februar dieses Jahres und markierte damit erneut so hohe Notierungen wie seit Februar 2001 nicht mehr. Für gute Stimmung in der vergangenen Woche sorgten ferner weitere gut aufgenommene Bilanzen und Konjunkturdaten. mehr...
Sonntag 24. April 2011
Deutschland: Technologie und Autos gefragt
Die vergangene Börsenwoche begann mit deutlicheren Verlusten an den deutschen Aktienmärkten. Angesichts der befürchteten Umschuldung Griechenlands sowie der negativen Kommentare zur US-Kreditwürdigkeit wurden die Indizes satt ins Minus gezogen. Die Dellen wurden aber schnell wieder ausgebügelt, sodass die hiesigen Kursbarometer mit einer positiven Performance zur Vorwoche ins verlängerte Osterwochenende gingen. Insbesondere der DAX (+1,6%) startete kräftig durch. Womöglich nimmt er nun wieder Kurs auf das Februarhoch von 7.442 Punkten. Sollte es gar überschritten werden, sind weiter steigende Notierungen denkbar. Wegen der anhaltenden Unsicherheitsfaktoren, wie den Schuldenkrisen in Europa und den USA, bleibt der Markt jedoch anfällig für Korrekturen. Zumal es keine Garantie dafür gibt, dass auch weiterhin gute Bilanzen und Ausblicke die Stimmung so derart positiv aufputschen wie in der vergangenen Woche. Hier sorgten insbesondere gute aufgenommene Zahlen von US-Firmen, allen voran Intel, und damit auch starke US-Aktienmärkte für Rückenwind. Von den Intel-Ergebnissen profitierten auch die hiesigen Technologiewerte, sodass der Branchenindex DAXsector Technology kräftig zulegte. Noch ein bisschen mehr gefragt waren die Autowerte, angesichts positiver Aussagen anlässlich der Branchenmesse in Schanghai, was offenbar für Kaufanreize sorgte. mehr...
Sonntag 24. April 2011
Europa: Hellas vor Umschuldung?
Negative US-Vorgaben wegen der Sorgen um die Kreditwürdigkeit der USA, aber auch die Unsicherheiten angesichts der schwelenden Schuldenkrise in Europa verhagelten den Wochenstart an den europäischen Aktienmärkten. Auf den ersten Schock folgte jedoch meist eine Erholung und viele Indizes verbuchten am Ende sogar Zuwächse zur Vorwoche. Der EURO STOXX 50 legte um 0,6% zu. Er eroberte damit die zunächst deutlich unterschrittene Unterstützung bei 2.903 Punkten schnell zurück. Auch scheint der Index von der langfristigen Aufwärtstrendlinie sowie der 200-Tage-Line, die zunächst im Zuge des kräftigen Rücksetzers erneut getestet wurde, nachhaltig nach oben abgeprallt zu sein, was für weitere Zuwächse sprechen könnte. Ein erstes Hindernis wäre das Zwischenhoch von April bei 2.992 Zählern. Anschließend würden die Hürden bei 3.027 und 3.044 Punkten ins Visier rücken, an denen das Kursbarometer im Februar schon einmal gescheitert war. In der vergangenen Woche konnten jedoch nicht sämtliche Indizes zulegen. Dazu gehörten die griechischen. Dort liegt die Wirtschaft am Boden, was offenbar Investoren verscheucht. Hinzu kommt die kräftig brodelnde Gerüchteküche über eine Umschuldung des hoch verschuldeten, eigentlich längst bankrotten Landes. Dass der letzte Punkt nicht stärker und nachhaltiger auf die Stimmung in Europa insgesamt drückte, verwundert etwas. mehr...
Sonntag 24. April 2011
USA: Schnell wieder erholt
Der negative Kommentar von Standard & Poor’s (S&P) zur US-Kreditwürdigkeit verhagelte der Wall Street zum Wochenauftakt die Laune. Die US-Indizes erholten sich aber schnell wieder und legten zur Vorwoche zu. Schließlich gab es bezüglich Schuldenkrise und riesigem Haushaltsloch keine neuen Erkenntnisse. Stattdessen scheint die neueste Einschätzung von S&P lediglich als Warnschuss für die US-Politik interpretiert worden zu sein, um den Druck zu erhöhen, nun handfeste Sparmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Daher kehrten die Investoren schnell zur Tagesordnung zurück, konzentrierten sich auf Bilanzen und Ausblicke. Und hier gab es etliche äußerst positiv aufgenommene, wie die der Schwergewichte Intel, Apple und Johnson & Johnson. Allerdings gab es bei einigen auch etwas zu bemängeln wie bei IBM, was der insgesamt guten Laune am Mittwoch aber keinen Abbruch tat. Wie tags zuvor dürften dazu auch die positiven Daten vom Immobilienmarkt beigetragen haben. Am Dienstag wurden stärker als erwartet gestiegene Baubeginne und Baugenehmigungen (März) und am Mittwoch höher als erwartete Verkäufe bestehender Häuser (März) gemeldet. Vor dem verlängerten Wochenende, am Freitag blieben die US-Börsen feiertagsbedingt zu, hielt sich die gute Stimmung dank zumeist erneut positiv aufgenommener Bilanzen und trotz schlechter Konjunkturdaten (Philly Fed Index). mehr...
Sonntag 17. April 2011
Deutschland: Verluste
Nachdem zuletzt viele Wirtschaftsforscher ihre Wachstumsprognosen für Deutschland angehoben hatten, passte auch die Bundesregierung ihre Erwartungen an. Sie geht 2011 nun von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,6% aus. Bislang hatte sie 2,3% prognostiziert. Für das nächste Jahr werden weiterhin 1,8% Zuwachs vorausgesagt. Bei den Finanzanalysten und institutionellen Investoren scheint unterdessen die Skepsis zuzunehmen. Ihre Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im April gemessen am ZEW-Index von 14,1 Punkten im Vormonat auf 7,6 Zähler gesunken. Ursachen dürften die Ereignisse in Japan und in Nordafrika, der deutlich gestiegene Ölpreis und die damit verbundene Befürchtung eines weiteren Anziehens der Inflation gewesen sein. Der befürchtete Preisauftrieb wird durch die jüngsten Daten unterfüttert. Einerseits wurden die Zuwächse bei den Verbraucherpreisen im März von 2,1% binnen Jahresfrist und 0,5% zum Vormonat bestätigt. Daneben explodierten die Großhandelspreise. Sie lagen im März um 10,9% über dem Vorjahreszeitraum, erhöhten sich damit noch stärker als im Februar mit 10,8% und verzeichneten ein so großes Plus wie seit Oktober 1981 nicht mehr. Die deutschen Indizes verzeichneten zur Vorwoche Verluste. Etwas stärkere zeigten TecDAX (–1,7%) und MDAX (–1,6%). Der DAX hielt sich vergleichsweise wacker mit 0,5% Abschlag. mehr...
Sonntag 17. April 2011
Europa: Preisdruck und Schuldenkrise
Der Preisdruck im Euro-Raum bleibt aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) auch nach der jüngsten Leitzinserhöhung bestehen. In ihrem Monatsbericht wird von weiterhin nach oben gerichteten Inflationsrisiken berichtet. Insbesondere die Energiepreise könnten wegen der Spannungen in Nordafrika/Naher Osten stärker anziehen als erwartet. Das würde die Inflation anheizen und gleichzeitig die Konjunktur bremsen. Unterfüttert wurde der Preisdruck von den endgültigen Verbraucherpreisen für März. Sie legten auf Jahressicht mit 2,7% stärker zu als zunächst mit 2,6% berechnet. Volkswirte erwarten daher, dass die EZB den Ausstieg aus ihrer extrem expansiven Geldpolitik fortsetzen und den Leitzins in weiteren kleinen Schritten anheben wird. An den europäischen Aktienmärkten ging es unterdessen überwiegend abwärts in der vergangenen Woche. Der EURO STOXX 50 sank um 2,2%. Die anhaltende Schuldenkrise in Europa, mit Spekulationen über eine mögliche Umschuldung Griechenlands und einer weiteren Abstufung der Kreditwürdigkeit Irlands, dürfte dazu beigetragen haben. Zudem verunsicherte wohl die Wahl in Finnland am Sonntag. Die rechtspopulistische Partei der „Basisfinnen“, die eine Beteiligung an den Hilfen für Euro-Schuldenstaaten ablehnt, könnte kräftig zulegen, gar in die Regierung kommen. Ob sie dann weiter gegen Hilfen ist, bleibt allerdings abzuwarten. mehr...
Sonntag 17. April 2011
USA: Weiter zurückhaltend
Der US-Haushalt 2010/11 steht endlich. Nach der Einigung vom vorigen Wochenende passierte das Gesetz nun das Parlament. Angesichts der immensen Staatsschulden von 14,3 Bio. US-Dollar kündigte die US-Regierung ferner drastische Ausgabensenkungen an. Sie will in den nächsten zwölf Jahren insgesamt 4 Bio. US-Dollar sparen. Unter anderem soll beim Verteidigungsetat gekürzt werden, was jüngst die Aktien von Rüstungskonzernen belastete. Auf der Einnahmenseite sind zudem höhere Steuern für Reiche geplant. Die Kritik folgte prompt. Argumentiert wurde mit einer Gefährdung des Aufschwungs. Die US-Notenbank sprach unterdessen in ihrem Konjunkturbericht von einem anhaltenden Erholungskurs der Wirtschaftsaktivität, bezeichnete das Wachstum von Februar bis März aber weiterhin als nur moderat. An den US-Aktienmärkten sorgten diese jüngsten Nachrichten insgesamt kaum für Bewegung. Ferner blieb man mit Blick auf die nun angelaufene Berichtssaison zurückhaltend, sodass die US-Indizes zur Vorwoche etwas nachgaben. Der im Vorfeld auszumachende Optimismus schwand ein wenig, scheinen sich die Investoren nach den ersten Bilanzen (u. a. Alcoa, JPMorgan) doch vermehrt darauf einzustellen, dass sich die hohen Rohstoffpreise sowie die Auswirkungen der Katastrophen in Japan allmählich in den Bilanzen niederschlagen und die Firmen wohl zurückhaltender nach vorn blicken. mehr...
Sonntag 10. April 2011
Deutschland: Positive Daten und stabile Indizes
Die jüngsten Daten und Prognosen zur deutschen Wirtschaft unterfüttern die Erwartung, dass die heimische Wirtschaft auch 2011 kräftig brummt. Beispielsweise hatten der deutsche Maschinenbau sowie der hiesige Stahlverband ihre Produktionsprognosen angehoben. Ferner kletterte im Februar die Produktion im produzierenden Gewerbe stärker als erwartet. Und auch der Auftragseingang der Industrie war im Februar 2011 größer als prognostiziert. Außerdem stiegen im Februar Exporte und Importe deutlich. Die Aufschwung implizierenden Fakten spiegeln sich auch im Frühjahrsgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute wider. Hier wurde die Wachstumsprognose 2011 deutlich nach oben geschraubt. Die Forscher rechnen nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 2,8% nach bislang 2%. „Deutschland erlebt einen kräftigen Aufschwung“, hieß es. An den Aktienmärkten hielt sich die Kauflaune im Vergleich zu den kräftigen Zuwächsen in den vorangegangenen zwei Wochen jedoch in Grenzen. Die Indizes zeigten sich insgesamt aber stabil. Die erwartete Zinserhöhung in der Eurozone und die nicht wirklich überraschende Pleite Portugals wurden dabei gut weggesteckt. Etwas stärker belastete zwischenzeitlich das erneute Erdbeben in Japan. In der nächsten Woche dürfte auch hierzulande die beginnende Berichtssaison in den USA im Fokus stehen. mehr...
Sonntag 10. April 2011
Europa: EZB erhöht Leitzins
Die mit Portugal nun weitere faktische Staatspleite in Europa kam nicht überraschend und hatte daher keine großen Auswirkungen auf die Entwicklung der europäischen Aktienmärkte. Gleiches gilt für die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie hatte den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25% erhöht, nachdem er zuvor seit Mai 2009 auf dem Rekordtief von 1% verharrt hatte. Begründet wurde der jüngste Schritt mit den aufwärtsgerichteten Risiken für die Preisstabilität. Trotz einer Bestätigung der seit einiger Zeit gemachten Aussage lieferten die Währungshüter noch keine eindeutigen Signale für weitere Leitzinserhöhungen. „Wir haben keine Entscheidung über den Beginn einer Serie von Zinserhöhungen getroffen“, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Offenbar hält sich die EZB alle Möglichkeiten offen. Keinen Zinsschritt unternahm unterdessen die Bank of England (BoE), auch wenn sie ebenfalls den hohen Inflationsdruck spürt. Zudem hielt sie das Volumen ihres Ankaufprogramms „Asset Purchase Facility“ für Finanzpapiere (Staatsanleihen, Commercial Papers, Firmenanleihen) konstant bei 200 Mrd. GBP. Bei den europäischen Indizes auffällig war in der vergangenen Woche die Stärke des türkischen ISE 100 (+4,2%), der sich damit dem Allzeithoch von Oktober 2010 ein großes Stück näherte. Der EURO STOXX 50 stieg um 0,7%. mehr...
Sonntag 10. April 2011
USA: Zurückhaltung vor Berichtssaison
Nach zwei Wochen mit deutlich steigenden Kursen bewegten sich die US-Indizes an den vergangenen Handelstagen insgesamt kaum von der Stelle. Zwar markierte der Dow Jones ein neues Hoch im bisherigen Jahresverlauf 2011, dies reichte jedoch nicht aus, um Anschlusskäufe zu stimulieren. Offenbar herrschte Zurückhaltung vor der in der nächsten Woche beginnenden Berichtssaison für das erste Quartal 2011, was sich auch in relativ dünnen Handelsumsätzen niederschlug. Glaubt man den Prognosen, dürften die Firmengewinne weiter zulegen und auch im Gesamtjahr kräftig steigen. Allerdings wartet man wohl zunächst auf erste Zahlen, um Anhaltspunkte zu haben, ob die Zuversicht begründet ist. Daneben dürften in der vergangenen Woche auch das Gerangel um den US-Haushalt und die befürchteten Konsequenzen bei keiner Einigung gebremst haben. Ähnliches gilt wohl auch für das erneute Erdbeben in Japan sowie die erwartete und vollzogene Zinserhöhung in der Eurozone. Ferner konnten die US-Firmen- und Konjunkturdaten keine größeren Kaufanreize bieten. Der am Dienstag vorgelegte ISM-Index Dienstleistungen für März war stärker gesunken als erwartet. Besser aufgenommen wurden gute Verkaufszahlen im März einiger Einzelhändler, was trotz einiger widriger Umstände (schlechtes Wetter, hohe Benzinpreise) eine unerwartet starke Konsumbereitschaft der Verbraucher implizierte. mehr...
Sonntag 03. April 2011
Deutschland: Gute Wachstumsaussichten
Unsicherheitsfaktoren gibt es zwar nach wie vor genug, dennoch setzten die deutschen Aktienmärkte ihre Erholung fort. Der DAX kletterte in der vergangenen Woche sogar wieder deutlich über 7.000 Punkte. Das Prinzip Hoffnung, dass alles schon nicht so schlimm werden wird, sorgt bei den Investoren offenbar für anhaltende Kauflaune. Ob sich die Zuversicht tatsächlich bewahrheitet, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Derzeit spielen die eventuellen Auswirkungen einer noch größeren nuklearen Katastrophe für Japan, was auch die weltweite Wirtschaft beeinträchtigen könnte, aber offenbar kaum eine Rolle. Vielmehr steht die heimische Konjunktur im Blickpunkt. Und hier läuft es wohl weiterhin rund. Die konjunkturellen Aussichten haben sich zum Jahresanfang nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wieder aufgehellt. So wird nach dem schwächeren vierten Quartal 2010 in den ersten drei Monaten 2011 ein starker Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwartet. Entsprechend wurde die Prognose für das preis- und saisonbereinigte BIP-Wachstum von 0,6% auf 0,9% angehoben. Ferner werden die mittelfristigen Perspektiven der hiesigen Wirtschaft als günstig eingeschätzt und die Katastrophe in Japan dürfte nach derzeitigem Stand keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland haben. mehr...
Sonntag 03. April 2011
Europa: „Grüne“ Aktien erneut gefragt
Die europäischen Aktienmärkte präsentierten sich in der vergangenen Woche zumeist mit Gewinnen. Bei den einzelnen Sektoren erneut gefragt waren vor allem Werte aus dem Bereich erneuerbare Energien, was entsprechende Indizes wie den European Renewable Energy (ERIX) anstachelte. Auch der deutsche TecDAX, der zahlreiche Vertreter der Branche enthält, legte stark zu. Bei den Länderindizes waren die Aufschläge indes zunächst weniger stark, weiteten sich am Freitag nach guten US-Konjunkturdaten jedoch aus. Der EURO STOXX 50 legte am Ende um 1,7% zur Vorwoche zu. Offenbar herrschte Optimismus im Hinblick auf eine gute Kursentwicklung im zweiten Quartal. Auch die einmal mehr im Fokus stehende Schuldenkrise zog jüngst keine größeren negativen Reaktionen nach sich. Der veröffentlichte Stresstest für irische Banken hatte einen zusätzlichen Kapitalbedarf von 24 Mrd. Euro ergeben, was am oberen Ende der Erwartungen lag. Auch die griechischen Finanzinstitute brauchten zusätzliche Staatsgarantien. Für Griechenland muss das Hilfsprogramm daher wohl erhöht werden. Ferner verfehlte Portugal seine Sparziele, dürfte wohl bald die Pleite einräumen. Das Thema bleibt somit präsent. In der nächsten Woche dürfte der Blick zudem zur EZB gehen, verbunden mit der Frage, ob sie wie erwartet die Leitzinsen erhöht und wie sie sich zur weiteren Geldpolitik äußert. mehr...
Sonntag 03. April 2011
USA: Fortgesetzte Erholung
Die Aufwärtstendenz der US-Indizes setzte sich in der vergangenen Woche fort. Sie näherten sich damit weiter den Hochs im bisherigen Jahresverlauf 2011, der Dow Jones überwand seines am Freitag sogar zwischenzeitlich. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung impliziert die Betrachtung der einzelnen Handelstage jedoch eine eher unschlüssige Tendenz. Beispielsweise verbuchten Dow Jones und S&P 500 am Montag und Donnerstag leichte Verluste, wobei am Donnerstag auch die Äußerungen eines regionalen Notenbankpolitikers über eventuelle Leitzinserhöhungen zum Jahresende schuld gewesen sein dürften. Uneinheitlich präsentierten sich die US-Kursbarometer auch im März. Während der Dow Jones 0,8% stieg, gaben die übrigen Leitindizes nach. Sie bügelten aber immerhin ihre zwischenzeitlichen größeren Rücksetzer wegen der Ereignisse in Japan und den Unruhen in Nordafrika/Naher Osten größtenteils aus. Dazu beigetragen haben dürfte die Zuversicht, dass sich die wirtschaftliche Erholung in den USA ungeachtet der weltweiten Krisenherde sowie den eigenen Haushaltsproblemen fortsetzt. Jüngst im Fokus standen dabei auch etliche Konjunkturdaten, insbesondere der Arbeitsmarktbericht März am Freitag. Er fiel besser aus als erwartet, sorgte daher vor dem Wochenende zunächst für gute Stimmung und Kursgewinne, die bis Handelsende aber wieder abnahmen. mehr...
Sonntag 27. März 2011
Deutschland: Korrektur beendet?
Die in der Vorwoche auszumachende Erholung setze sich jüngst fort. Ungeachtet der nach wie vor vorhandenen Unsicherheiten schnellten die hiesigen Aktienindizes deutlich nach oben. Der DAX merzte damit seine Delle aus der Vorwoche wieder aus. Angetrieben wurde er auch von dem dicken Plus bei der Deutschen Telekom, die von dem angekündigten Verkauf ihrer US-Mobilfunksparte profitierte. Vor allem am Montag ging es somit kräftig aufwärts. Anschließend ließ der Schwung dann nach. Die Schnäppchenjagd wurde wohl von den anhaltenden Unsicherheiten gebremst, aber nicht ausgebremst. Geholfen haben könnte auch das am Donnerstag veröffentlichte ifo Geschäftsklima. Entgegen den Erwartungen trübte sich die Stimmung bei den befragten Firmen nur marginal ein. Volkswirte zeigten sich beeindruckt, dass sich das Klima trotz der Katastrophe in Japan, steigender Energiepreise und der Erwartung steigender Zinsen so stabil zeigte. Aus charttechnischer Sicht setzte sich der DAX von der in der Vorwoche verletzten, aber schnell wieder zurückeroberten 200-Tage-Linie und dem unteren langfristigen Aufwärtstrend weiter nach oben ab. Eventuell ist damit die Korrektur seit Ende Februar vorbei. Angesichts der nach wie vor vorhandenen Unsicherheiten kann sich das Bild jedoch schnell wieder eintrüben, weshalb der jüngste Anstieg mit Vorsicht zu betrachten ist. mehr...
Sonntag 27. März 2011
Europa: Deutlich erholt
Überwiegend fest präsentierten sich die europäischen Aktienmärkte. Sie erholten sich zumeist von den Verlusten der Vorwoche. Offenbar beflügelte auch in Europa die Hoffnung, dass sich der weltweite Wirtschaftsaufschwung ungeachtet der Hiobsbotschaften aus Japan, Libyen und zuletzt auch Portugal fortsetzt. Vielleicht hat ja das beschlossene Reformpaket für den Euro-Raum geholfen. Es sieht neben Strafen für Defizitsünder und einem ständigen Fonds, aus dem im Falle von weiteren Schuldenkrisen Notkredite geschöpft werden können, auch einen Pakt für mehr Wettbewerbsfähigkeit vor. Ungeachtet der Kritik und Zweifel am Sinn der Beschlüsse sowie offener Fragen, beispielsweise den ungelösten Streit mit Irland über die Konditionen seines Hilfsprogramms, kletterte der EURO STOXX 50 (+4,3%) kräftig. Er setzte damit seine Erholung aus der Vorwoche fort, eroberte die verletzte langfristige Aufwärtstrendlinie und auch seine 200-Tage-Linie zurück. Gleichzeitig wurde die horizontale Hürde bei 2.903 Punkten geknackt. Eventuell kann nun das Zwischenhoch von Februar angesteuert werden. Bei den Sektoren in der vergangenen Woche besonders gefragt waren die im STOXX 600 Europe Construction & Materials gebündelten Bauwerte. Hier setzen die Investoren wohl darauf, dass auch europäische Branchenvertreter vom Wiederaufbau in den japanischen Erdbebengebieten profitieren. mehr...
Sonntag 27. März 2011
USA: Deutliche Zuwächse
Es gibt zwar nach wie vor einige Unsicherheiten (drohender Super-GAU in Japan, Krise in Nordafrika/Naher Osten, Schuldenkrise in Europa), davon ließen sich die US-Aktienmärkte in der vergangenen Woche aber nicht bremsen. Im Gegenteil, sie zeigten eine positive Entwicklung mit insgesamt doch recht kräftigen Zuwächsen zur Vorwoche. Vor allem die Technologiewerte waren gefragt, NASDAQ Composite sowie NASDAQ 100 führten die Gewinnerliste an. Insbesondere am Montag starteten die US-Indizes durch. Die augenscheinliche Beruhigung der Lage beim japanischen Atomkraftwerk und die Annahme, dass in Libyen das Gröbste überstanden ist, sorgten für steigende Kurse. Hinzu gesellte sich die Fantasie auf weitere Übernahmen nach dem sich anbahnenden Milliardendeal in der US-Telekommunikationsindustrie (die Deutsche Telekom will ihr US-Mobilfunkgeschäft für 39 Mrd. US-Dollar an AT&T verkaufen) sowie einem Zukauf im Broker-Sektor. An den folgenden Tagen ließ die Aufwärtsdynamik bei den US-Indizes aber etwas nach. Bis auf Dienstag gab es aber immer solide Gewinne. Gute Quartalszahlen gaben dabei Donnerstag und Freitag (Micron Technology, Oracle, Accenture) dem Technologiesektor besonders Rückenwind. In der nächsten Woche dürfte die Wall Street neben den Unsicherheiten auf die vielen US-Konjunkturdaten, darunter Arbeitsmarktbericht und ISM-Index Industrie für März, schauen. mehr...
Sonntag 20. März 2011
Deutschland: Erholt, dennoch deutlich im Minus
Die weltweit zunehmende Unsicherheit wegen der Schreckensmeldungen aus Japan, was sich an den globalen Finanzmärkten in einer erhöhten Volatilität und in einigen Bereichen wie den Aktien- und Rohstoffmärkten in zwischenzeitlich kräftigen Verlusten niederschlug, war auch an den deutschen Aktienmärkten zu spüren. Angesichts der steigenden Nervosität gerieten die hiesigen ohnehin schon im Korrekturmodus befindlichen Indizes weiter unter Druck. Zwar konnten sie sich vor dem Wochenende, insbesondere am Donnerstag, etwas erholen, es blieb aber insgesamt bei herben Abschlägen. Der DAX verbuchte am Ende einen Rückgang zur Vorwoche von 4,6%. In der Spitze hatte er um mehr als 7% nachgegeben. Der Index rutschte dabei aus charttechnischer Sicht nicht nur durch kleinere horizontale Unterstützungen, sondern verletzte auch langfristige Aufwärtstrendlinien. Immerhin konnte er den unteren langfristigen Aufwärtstrend zurückerobern und schloss knapp darüber. Offen bleibt, ob mit der jüngsten Gegenbewegung die seit dem Zwischenhoch von Ende Februar auszumachende Korrekturphase schon vorbei ist. Schließlich hatte der DAX im Rahmen dieser Bewegung um fast 13% korrigiert, sodass nun wieder Schnäppchenkäufer am Werk sein könnten. Allerdings gibt es nach wie vor einige Unsicherheitsfaktoren, sodass weitere Abschläge nicht ausgeschlossen werden können. mehr...
Sonntag 20. März 2011
Europa: Erneuerbare Energien gefragt
Die Nervosität an den internationalen Finanzmärkten führte auch an den europäischen Aktienmärkten zu heftigen Schwankungen. Bei den Länderindizes überwogen daher die Verluste, die Abschläge hielten sich dank der teilweise kräftigen Erholungen in der zweiten Wochenhälfte aber meist in Grenzen. So auch beim EURO STOXX 50, der zwischenzeitlich um 5,7% abgesackt am Ende um 3% tiefer als in der Vorwoche stand. Es gelang ihm aber nicht, die kurzzeitig verletzte langfristige Aufwärtstrendlinie wieder zurückzuerobern. Kräftige Gegenbewegungen gab es auch bei den Branchenindizes. Gute Beispiele dafür sind der STOXX Europe 600 Basic Resources und der STOXX Europe 600 Oil + Gas. Nachdem offenbar zunächst die möglichen negativen Auswirkungen der Katastrophe in Japan auf die Weltwirtschaft belastend wirkten, stützte dann wohl die Wiederaufbaufantasie. Im Blickpunkt waren ferner die Werte aus dem Bereich erneuerbare Energien. Hier sorgte die drohende nukleare Katastrophe in Japan für zunehmende Zweifel bezüglich des künftigen Einsatzes von Atomenergie zur Stromgewinnung. Entsprechend gerieten mögliche Alternativen wieder stärker in den Fokus. Aktien von Firmen aus den Bereichen Solar- und Windenergie legten kräftig zu und trieben damit Indizes wie den European Renewable Energy Index (ERIX) oder den deutschen ÖkoDAX an. mehr...
Sonntag 20. März 2011
USA: Weitere Abgaben
Die Ereignisse in Japan prägten maßgeblich das Geschehen an den US-Aktienmärkten. Im Zuge der vielerorts schwächeren Börsen gaben sie an den ersten Handelstagen nach. Auch an der Wall Street machte man sich Gedanken, welche Auswirkungen die verheerende Naturkatastrophe und der drohende Super-GAU auf die weltweite Wirtschaft haben könnten, was entsprechend auf die Stimmung drückte. Im Vergleich zu den japanischen Leitindizes hielten sich die Abschläge bei den US-Indizes aber in Grenzen. Nach den Verlusten am Montag, Dienstag und Mittwoch gab es am Donnerstag und Freitag sogar steigende Kurse. Getragen wurde die Gegenbewegung wohl auch von Käufern, die auf den Wiederaufbau in Japan spekulieren. Fest waren auch die Bankwerte, nachdem die US-Notenbank zweieinhalb Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise mittlerweile einige der 19 heimischen Großinstitute für robust genug hält, um wieder Dividenden zahlen zu dürfen. Angesichts der unklaren und nicht vorhersehbaren weiteren Entwicklung beim havarierten japanischen Atomkraftwerk sowie auch den anhaltenden Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten herrschte vor dem Wochenende aber ein gewisses Maß an Zurückhaltung, sodass die US-Indizes nach anfänglich größerem Schwung an Dynamik verloren. Beide Unsicherheitsfaktoren dürften wohl auch in der nächsten Woche eine Rolle spielen. mehr...
Sonntag 13. März 2011
Deutschland: DAX unter 7000 Punkte
Immer mehr führende Konjunkturforscher sagen der deutschen Wirtschaft ein weiteres Boomjahr voraus. Vor allem die Exportstärke und die gute Stimmung im Inland sorgen für Zuversicht. In der vergangenen Woche gab es daher auch einige Erhöhungen der Wachstumsprognosen. Zudem erholte sich die deutsche Industrieproduktion im Januar von dem Rückschlag im Vormonat. Ferner wurde zu Jahresbeginn ein Anstieg bei den Auftragseingängen verzeichnet. Kurzum: Seitens der Konjunktur gab es weiterhin positive Signale. Dem entgegen stehen jedoch die zunehmenden Inflationsrisiken, vor denen auch die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem Monatsbericht erneut warnte. Unterfüttert wurde dies von der leicht von 2 auf 2,1% nach oben revidierten deutschen Jahresteuerung im Februar. Der Konjunkturoptimismus könnte entsprechend einen Dämpfer erhalten. Zusammen mit den anhaltenden Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten sowie den jüngst wieder verstärkten Sorgen bezüglich der europäischen Schuldenkrise, drückte dies in der vergangenen Woche wohl auf die Entwicklung der deutschen Aktienmärkte. Die Leitindizes gaben am Ende nach. Der DAX verletzte dabei die 7.088er-Marke und könnte nun zunächst die Unterstützung 6.836 Zähler ansteuern. Kurzfristig aufhellen könnte sich das Bild, wenn schnell wieder der Sprung über 7.088 Punkte gelingt. mehr...
Sonntag 13. März 2011
Europa: überwiegend Verluste
An den europäischen Aktienmärkten überwogen in der vergangenen Woche die Verluste. Belastende Faktoren waren die negativen Vorgaben der Börsen in den USA und Asien. Hinzu gesellte sich die anhaltende Nervosität bezüglich der allgemein unsicheren Lage in Nordafrika und im Nahen Osten, speziell in Libyen. Auf die Stimmung gedrückt haben dürfte ferner die wieder stärker im Fokus stehende Schuldenkrise in Europa, die wohl auch ihr Scherflein zu den wieder zunehmenden weltweiten Konjunktursorgen beitrug. Am Freitag gesellte sich dann auch noch das verheerende Erdbeben in Japan hinzu, dessen bisher unabsehbare Folgen ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor für die ohnehin wackligen Börsen sind. Zu den größten Verlierern in der vergangenen Woche gehörten die osteuropäischen Indizes. Daneben drücken die fallenden Rohstoffaktien auf die Länderindizes, in denen diese Werte stark vertreten sind, wie die russischen oder norwegischen, aber auch auf den Branchenindex STOXX Europe 600 Basic Resources (siehe Markt im Fokus). Der EURO STOXX 50 gab 2,2% nach. Er zeigt damit das dritte Wochenminus hintereinander und rutschte nun unter die Unterstützung von 2.903 Punkten. Damit könnte im Rahmen einer fortgesetzten Korrektur nun der seit dem Tief von Mai 2010 gebildete langfristige Aufwärtstrend (aktuell etwa 2.810 Zähler) angesteuert und getestet werden. mehr...
Sonntag 13. März 2011
USA: mit Verlusten
Nachdem sich die US-Indizes in der Vorwoche eher unschlüssig zeigten, aber immerhin noch leicht im Plus behaupteten, gaben sie in den vergangenen Handelstagen insgesamt nach. Zwar keimten zwischenzeitlich Hoffnungen bezüglich einer Beruhigung der Lage in Nordafrika und dem Nahen Osten auf, diese zerstoben aber schnell wieder. Nicht nur in Libyen gingen die Kämpfe weiter. Auch in anderen Ländern, wie Saudi Arabien und Kuwait, rumort es. Hinzu gesellten sich Nachrichten, die Sorgen bezüglich der weltweiten konjunkturellen Entwicklung schürten. Am Donnerstag gaben die US-Indizes daher deutlicher nach. Der Dow Jones fiel unter 12.000 Punkte. Am Freitag gab es dann seitens der Konjunktur gemischte Daten. Die Verbraucherstimmung Uni Michigan März (1. Umfrage) sank überraschend und dabei deutlich. Die Einzelhandelsumsätze Februar trafen die Prognosen. Ein Thema war ferner das verheerende Erdbeben in Japan, dessen unklare Folgen zunächst für Verunsicherung sorgten. Die Wall Street legte am Ende aber zu (Aufbaufantasie). Auf Wochenbasis verletzte der S&P 500 dennoch knapp den steilen Aufwärtstrend seit dem Zwischentief von September 2009. Ein nachhaltiger Bruch könnte eine größere Korrektur nach sich ziehen, zumindest aber für eine seitwärts gerichtete Bewegung sorgen. Eine kurzfristige Haltezone stellt das Tief der vergangenen Woche bei 1.292 Zählern dar. mehr...
Sonntag 06. März 2011
Deutschland: Von Erholung bleibt nichts übrig
Die in den vorangegangenen drei Wochen im Kerzenchart gebildete potenzielle Umkehrformation Evening Star beim DAX wurde in der vergangenen Woche nicht bestätigt. Dazu hätte die Unterstützung bei 7.088 Zählern verletzt werden müssen. Nach einer anfänglichen Erholung auf mehr als 7.350 Punkte fiel der Deutsche Leitindex zwar zwischenzeitlich in Richtung dieses Niveaus, drehte etwa 35 Zähler darüber aber wieder nach oben. Am Freitag ging es erneut über 7.300 Punkte, bevor er dann wieder einknickte. Damit blieb auch von der Erholung im Wochenverlauf nichts übrig, was zur Vorsicht mahnt. Am Ende gab der DAX 0,1% nach. Zu beachten bleibt weiterhin die 7.088er-Marke, deren Bruch wohl für eine ausgedehntere Korrektur sprechen würde. Noch kann sich der DAX aber fangen, sich das jüngste Einknicken nur als kurzer Rücksetzer innerhalb des Aufwärtstrends herausstellen und der Kurs bald wieder nach oben streben. Voraussetzung ist, dass sich die Unsicherheitsfaktoren (Ölpreis, Lage im Nahen Osten und Nordafrika) nicht verstärken. Prozyklische Long-Signale beim DAX bieten sich jedoch erst bei einem Überwinden des Zwischenhochs aus der Vorwoche bei 7.442 Punkten an. Vielleicht können dabei die in der nächsten Woche anstehenden Konjunkturdaten (Industrieproduktion, Auftragseingänge, Außenhandel) helfen, worauf man sich aber nicht verlassen sollte. mehr...
Sonntag 06. März 2011
Europa: Inflation im Blick
Nach der Korrektur in der Vorwoche zeigten die meisten europäischen Aktienmärkte jüngst eine Gegenbewegung, gaben oft einen Großteil ihrer Erholung bis zum Freitag aber wieder ab. Besonders gefragt waren osteuropäische Werte, wie beispielsweise die polnischen. Die Wirtschaft des Landes hatte im vierten Quartal an Dynamik gewonnen und war mit 4,4% binnen Jahresfrist stärker gewachsen als im Jahresviertel zuvor. Zudem hielt die Notenbank des Landes ihre Leitzinsen unverändert. Unverändert blieben auch die Leitzinsen in der Eurozone. Eine Überraschung hatte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) aber dennoch im Gepäck. Jean-Claude Trichet verschärfte seine Inflationsrhetorik angesichts der Aufwärtsrisiken für die Teuerung deutlich, signalisierte gar die Bereitschaft zu einer baldigen Zinserhöhung. Unterfüttert wurden die zunehmenden Inflationssorgen durch die jüngsten Daten. In der Eurozone hatte sich der Preisauftrieb im Februar weiter beschleunigt. Laut Vorabschätzung stiegen die Lebenshaltungskosten gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) nach 2,3% im Januar nun um 2,4% zum Vorjahr. Unerwartet stark legten ferner die Erzeugerpreise für Januar zu. Sie kletterten um 1,5% zum Vormonat und verzeichneten damit den stärksten Anstieg seit 1982. Binnen Jahresfrist erhöhten sie sich um 6,1%. Der EURO STOXX 50 gab 1,3% nach. mehr...
Sonntag 06. März 2011
USA: Am Ende nur leichte Gewinne
Nachdem die US-Aktienmärkte in der Vorwoche korrigierten, sich vom Tief aber etwas erholten, setzte sich diese Erholung auch zu Beginn der neuen Woche, dem letzten Tag im Februar, zunächst fort. Positiv war auch die Entwicklung im gesamten Monat. Die US-Indizes legten zwischen 2,8% und 3,2% zu. Weniger erfreulich war der Start in den März am Dienstag mit deutlichen Verlusten angesichts der befürchteten negativen Auswirkungen der hohen Ölpreise auf die US-Konjunktur. Trotz weiter steigender Ölpreise nahmen diese Sorgen am Mittwoch aber wohl wieder etwas ab. Die US-Indizes legten leicht zu. Eventuell dazu beigetragen haben die Konjunkturdaten wie der deutlich besser als erwartet ausgefallene ADP-Arbeitsmarktbericht Februar sowie die recht zuversichtlichen Aussagen der US-Notenbank zum US-Wirtschaftswachstum. Am Donnerstag gesellten sich weitere besser als erwartete Daten (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ISM-Index Dienstleistungen) hinzu. Zudem beruhigte sich der Ölpreis etwas, was offenbar besonders die Stimmung an der Wall Street hob und zu deutlicheren Zuwächsen verhalf. Am Freitag folgte dann der US-Arbeitsmarktbericht für Februar, der zwar besser ausfiel als erwartet, aber angesichts der anderen Sorgen (Ölpreis, Fed und Inflation) nicht für steigende Kurse ausreichte, weshalb auch die Gewinne zur Vorwoche nur marginal ausfielen. mehr...
Sonntag 27. Februar 2011
Deutschland: DAX mit Evening Star
Zum Start in die neue Börsenwoche gab es zwar mit dem ifo Geschäftsklimaindex am Montag und dem GfK-Konsumklima am Dienstag weiter steigende Frühindikatoren, die reichten jedoch nicht aus, den heimischen Aktienmärkten unter die Arme zu greifen. Zwar markierte der DAX am Montag noch ein neues Zwischenhoch, fiel dann aber angesichts der weiter um sich greifenden Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten zurück. Nachdem sich die Verluste am Dienstag in Grenzen hielten, folgten am Mittwoch und Donnerstag wieder deutlichere Abgaben. Die wegen der Eskalation in Libyen kräftig gestiegenen Ölpreise nährten Konjunktur- und Inflationssorgen. Auch die vielen Bilanzen großer deutscher Konzerne, die oft erfreulich ausfielen, konnten keine nachhaltig positiven Impulse setzen. Dank der Erholung am Freitag konnten die Verluste zu Vorwoche aber immerhin etwas eingedämmt werden, waren aber dennoch recht stattlich. Der DAX gab 3,3% nach. Damit könnte sich auch tatsächlich auf Wochenbasis eine potenzielle Umkehrformation in Form eines Evening Stars gebildet haben, wenngleich zwischen den Körpern der zweiten und dritten Kerze keine Lücke ist. Bestätigt würde die nicht ganz idealtypische Formation mit einem Bruch der Unterstützung bei 7.088 Punkten. Dieser hatte sich der Index jüngst bereits bis auf sechs Zähler genähert, bevor er sich davon wieder etwas absetzte. mehr...
Sonntag 27. Februar 2011
Europa: Abgaben auf breiter Front
Auch an den europäischen Aktienmärkten hinterließen die geopolitischen negativen Nachrichten und die befürchteten Auswirkungen der explodierenden Ölpreise ihre Spuren. Die meisten Länderindizes verbuchten Verluste und zeigten die schon mancherorts seit Längerem erwartete Korrektur. Sich gegen den überwiegend negativen Trend stemmen konnten sich die russischen rohstofflastigen Kursbarometer. Hier scheinen die steigenden Preise für Öl und Gold die Kurse angekurbelt zu haben. Abwärts ging es unterdessen beim EURO STOXX 50, der 2,8% nachgab. Er fiel aus charttechnischer Sicht unter die in der Vorwoche überwundenen Hürden 3.027 und 3.044 Punkte. Damit sieht es nach einem zunächst misslungenen Ausbruchsversuch und somit nach einem Fehlsignal aus. Entsprechend sind weitere Abgaben nicht ausgeschlossen. Die seit Mai 2010 ausgebildete Aufwärtstrendlinie könnte dabei eine potenzielle Anlaufstelle sein. Zu den größten Verlierern gehörten in den vergangenen Wochen vor allem Indizes, die zuvor stark gelaufen waren, wie die griechischen. Mit Blick auf die einzelnen europäischen Branchen besonders unter Druck standen Fluglinien und Touristikkonzerne (siehe Markt im Fokus). Vergleichsweise tapfer hielten sich die Nahrungsmittel- und Getränkehersteller. Der STOXX Europe 600 Food & Beverages verzeichnete die geringsten Abgaben. mehr...
Sonntag 27. Februar 2011
USA: Mit Verlusten
Die US-Aktienmärkte beendeten jüngst ihre Gewinnstrecke der vorangegangenen drei Wochen und verbuchten Verluste. Gleich zum Start in die neue, wegen des Feiertages am Montag verkürzte, Handelswoche ging es deutlich abwärts. Die anhaltenden Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten, insbesondere die blutige Eskalation in Libyen, drückten auf die Stimmung. Dazu trugen auch die steigenden Ölpreise bei, die Sorgen vor negativen Auswirkungen auf die Konjunktur sowie Inflationsängste schürten. Nach weiteren größeren Verlusten am Mittwoch beruhigte sich die Lage am Donnerstag etwas. Dow Jones und S&P 500 verbuchten leichte Verluste, während der NASDAQ Composite etwas zulegte. Gemischt waren auch die Konjunkturdaten am Berichtstag. Während die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlicher abnahmen als prognostiziert, gab es bei den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter im Januar durchwachsende Zahlen. In der Gesamtrate wurde zwar das erwartete Plus von 2,7% erreicht, dass lag aber vor allem an den neuen Flugzeugbestellungen. Um den Transportsektor bereinigt gab es indes einen unerwarteten und dabei auch noch sehr deutlichen Rückgang von 3,6%. Am Freitag erholten sich die US-Indizes wieder etwas. Eine leichte Entspannung bei den Ölpreisen, die Verbraucherstimmung Uni Michigan Februar sowie Boeing und Intel stützten. mehr...
Sonntag 20. Februar 2011
Deutschland: Evening Star beim DAX?
Die deutschen Aktienindizes legten jüngst erneut zu, entwickelten dabei aber zumeist keine größere Aufwärtsdynamik. Lediglich der TecDAX zeigte mit 2,1% eine stärkere Performance. Beim DAX blieb es am Ende bei einem Plus von 0,6%. Am Montag kletterte er dabei erstmals seit Januar 2008 wieder über die Marke von 7.400 Zählern, trat anschließend im Bereich dieses Niveaus aber mehr oder minder auf der Stelle. Die im Kerzenchart auf Wochenbasis gebildete Kerze kann dabei einerseits nur ein Indiz für eine eventuelle kleine Verschnaufpause nach dem starken Anstieg in den vorangegangenen beiden Wochen sein. Andererseits könnte sich auch ein potenzielles Trendumkehrmuster in Form eines sogenannten Evening Stars bilden. Dazu müsste sich in der nächsten Woche allerdings eine schwarze Kerze bilden, die weit in die weiße Kerze der Vorwoche hineinragt. Sollte der DAX indes über das Hoch der vergangenen Woche klettern, spräche dies für eine trendkonforme Auflösung und für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Kursbewegende Faktoren könnte es in der nächsten Woche von den anstehenden Frühindikatoren (ifo Geschäftsklimaindex, GfK-Konsumklima) geben. Jüngst gab es seitens der Konjunktur ein etwas schwächer als erwartetes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im vierten Quartal 2010 sowie unerwartet stark gestiegene Erzeugerpreise im Januar. mehr...
Sonntag 20. Februar 2011
Europa: Hürden genommen
An den europäischen Aktienmärkten verbuchten die Länderindizes jüngst zumeist steigende Notierungen. Einmal mehr zu den größten Gewinnern gehörten die bulgarischen. Der SOFIX legte um 5,3% zu. Der in Wien ermittelte Bulgarian Traded Index in Euro (BTX EUR) kletterte um 6,1%. Beide bauten damit ihre Zuwächse seit Jahresbeginn aus und sind mit rund 25% und mehr als 30% weiterhin führend in Europa. Der EURO STOXX 50 liegt bis dato um 9,9% vorn. In der vergangenen Woche ging es um 1,4% aufwärts. Er kletterte dabei über die Hürden 3.027 und 3.044 Punkte, fiel vom Wochenhoch aber etwa zurück. Damit bleibt es bei dem Szenario: Sollte sich der Ausbruch als nachhaltig erweisen, spräche dies für weitere Zuwächse. Rutscht der Index allerdings wieder darunter zurück, entstünden ein Fehlsignal und somit eine Bullenfalle, was eine Korrektur wahrscheinlich macht, innerhalb derer auch der seit Mai 2010 auszumachende steigende Aufwärtstrend (aktuell etwa 2.775 Punkte) noch einmal getestet werden könnte. Mit Blick auf die jüngsten Konjunkturdaten zeigten die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Schlussquartal 2010 in der Eurozone durchwachsene Entwicklungen. Auffällig waren die starken Zuwächse in Finnland von 2,5% zum Vorquartal und 5,8% zum Vorjahreszeitraum. Die finnischen Aktienindizes profitierten davon aber nicht. Der OMX Helsinki 25 gab 0,8% nach. mehr...
Sonntag 20. Februar 2011
USA: Viele Konjunkturdaten
In der vergangenen Woche ging es weiter aufwärts an den US-Aktienmärkten, die US-Indizes legten jeweils etwa 1% zu. Im Blickpunkt standen vor allem die vielen Konjunkturdaten. Dazu gehörten am Dienstag die Einzelhandelsumsätze für Januar, die jedoch schwächer ausfielen als erwartet. Und auch der New York Empire Manufacturing Index Februar konnte trotz steigender Tendenz nicht ganz die Erwartungen erfüllen. Außerdem gossen die steigenden Importpreise Wasser auf die Mühlen derer, die zuletzt vor den Inflationsgefahren warnten. Sie bekamen am Mittwoch angesichts der stärker als erwartet gestiegenen Erzeugerpreise für Januar weitere Nahrung. Und auch die Verbraucherpreise am Donnerstag nahmen stärker zu als prognostiziert. Positiver aufgenommen wurde unterdessen der Philadelphia Fed Index, der nicht nur kräftig stieg, sondern auch die durchschnittlichen Erwartungen um Längen schlug und das höchste Niveau seit Januar 2004 erreichte. Richtig Schwung kam am Berichtstag dennoch nicht in den Markt. Die anhaltenden Unruhen in den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens bremsten wohl die Kauflaune an der Wall Street. Vor dem verlängerten Wochenende, am Montag bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen, hielten sich die Investoren zunächst weiter zurück. Am Ende konnten die US-Indizes aber dennoch komplett zulegen, der Dow Jones am stärksten. mehr...
Sonntag 13. Februar 2011
Deutschland: Nächstes Ziel Allzeithoch?
In der Vorwoche hatte der DAX seine Hürde bei 7.232 Punkten (Zwischenhoch Mai 2005) knapp erreicht. Sie galt es, für weitere Zuwächse zu knacken. Gleich zum Auftakt der vergangenen Börsenwoche wurde sie anvisiert und auch überschritten. Der Leitindex kletterte deutlich darüber, sodass es nach einem nachhaltigen Ausbruch aussieht. Als Nächstes könnte damit das bisherige Allzeithoch von Juli 2007 bei 8.152 Punkten in den Fokus rücken. Bis dahin fehlen noch 780 Punkte oder rund 11%. Die Frage ist, ob das Ziel schnurstracks angesteuert wird. Angesichts der Rallye der vergangenen Monate sollten zwischenzeitliche Pausen einkalkuliert werden. Eintrüben würde sich das bullishe Bild, sollte sich der jüngste Ausbruch als Fehlsignal erweisen und der DAX wieder unter die gerade erklommene Hürde rutschen. Aufwärts ging es in der vergangenen Woche aber nicht nur beim Leitindex, auch die Kursbarometer aus der zweiten und dritten Reihe legten zu. Im Blick standen einige Bilanzen. Vor allem für Gesprächsstoff sorgten aber die Fusionsverhandlungen zwischen der Deutschen Börse und dem Wettbewerber NYSE Euronext. Ebenfalls stark im Fokus waren die Werte aus der Automobilindustrie, die dank starker Januar-Absatzzahlen, was für ein anhaltend positives Branchenumfeld spricht, besonders gefragt waren. Der DAXsector Automobile stieg um mehr 8%. mehr...
Sonntag 13. Februar 2011
Europa: Hürden im Visier
Die europäischen Aktienmärkte zeigen beim Performance-Vergleich der vergangenen Woche keine einheitliche Tendenz. Gemischt verabschiedeten sich die Leitindizes ins Wochenende. Wie schon in den beiden Wochen zuvor gehörten die bulgarischen Kursbarometer zu den gefragtesten. Der SOFIX baute sein Plus seit Jahresbeginn auf mehr als 18% aus. Der in Wien ermittelte Bulgarian Traded Index in Euro (BTX EUR) stockte bei dieser Betrachtungsweise auf 22,7% auf. Zu den größten Verlierern zählten unterdessen die Indizes aus zwei anderen osteuropäischen Ländern: Ungarn und Russland. Die vor allem in den Schwellenländern auszumachenden stärkeren Inflationsgefahren belasteten, was zu einer strafferen Geldpolitik führen dürfte und somit das Wirtschaftswachstum bremsen könnte. Genährt wurden diese Befürchtungen durch die jüngst erneute Anhebung der Leitzinsen in China. Der EURO STOXX 50 ging am Ende mit 0,7% Plus ins Wochenende. Er versuchte sich im Wochenverlauf an den Hürden 3.027 und 3.044 Punkte, denen er in der Vorwoche zum Greifen nahe gekommen war. Es bleibt dabei: Sollten sie nachhaltig überwunden werden, käme dies einem Kaufsignal gleich. Ein Abprall nach unten dürfte indes eine Korrektur einleiten, im Rahmen derer auch der seit Mai 2005 auszumachende steigende Aufwärtstrend (aktuell etwa 2.730 Punkte) noch einmal getestet werden könnte. mehr...
Sonntag 13. Februar 2011
USA: Erneut positive Woche
Die US-Aktienmärkte knüpften jüngst an die positive Tendenz aus der Vorwoche an. Gleich am Montag ging es aufwärts. Treibende Faktoren waren Übernahmeaktivitäten und einige gut aufgenommene Bilanzen. Es folgten weitere Zuwächse am Dienstag. Hier sorgten vor allem die Konsumwerte nach positiv aufgenommen Januarumsätzen von McDonald’s für Rückenwind. Bis auf den Dow Jones, der marginal zulegen konnte, verbuchten die US-Indizes am Mittwoch dann leichte Verluste. Für Zurückhaltung sorgten die Abgaben an den asiatischen Aktienmärkten, die damit auf die Anhebung der Leitzinsen in China tags zuvor reagierten. Weil es am Berichtstag keine Konjunkturdaten gab, waren zudem die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke im Fokus. Dieser hatte seine Sorgen über die Konjunkturerholung wiederholt und gleichzeitig die Inflationsgefahren heruntergespielt. Am Donnerstag verzeichnete dann der Dow Jones geringe Verluste, während die übrigen Indizes etwas zulegten. Auch diesmal gab es wenig Neues seitens der Konjunktur. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren jedoch deutlich besser als erwartet. Eigentlich eine potenziell treibende Kraft. Der standen jedoch enttäuschende Cisco-Zahlen gegenüber, was den Gesamtmarkt etwas bremste. Am Freitag folgten Gewinne auf breiter Front, getragen von dem Rücktritt des ägyptischen Präsidenten. mehr...
Sonntag 06. Februar 2011
Deutschland: Feste Woche
Die politischen Spannungen in Ägypten sorgten zum Wochenauftakt zunächst für etwas Zurückhaltung an den deutschen Aktienmärkten. Von den zwischenzeitlichen größeren Verlusten konnten sich die Indizes aber erholen. Auch blieb es im Januar insgesamt bei einer zumeist positiven Tendenz. Lediglich der SDAX gab im ersten Monat des Jahres 2011 um 0,5% nach. Der MDAX legte indes um 0,1% zu. Beim TecDAX waren es 2% Plus. Noch besser entwickelte sich der DAX mit 2,4% Zuwachs. Zum Start in den Februar am Dienstag präsentierten sich sämtliche deutsche Leitindizes fest. Die anhaltenden Unsicherheiten bezüglich der politischen Lage im Nahen Osten traten in den Schatten positiv aufgenommener Zahlen (Deutsche Bank, Infineon). Am Mittwoch bröckelten die Kurse dann nach zwischenzeitlichen Gewinnen wieder ab und bis auf den SDAX verbuchten die deutschen Indizes leichte Verluste. Donnerstags waren die Vorzeichen dann genau umgekehrt. Der SDAX verzeichnete leichte Verluste, während die anderen Kursbarometer etwas zulegten. Am Berichtstag könnte die laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) weiter verbesserte Kauflaune in Deutschland gestützt haben. Charttechnisch betrachtet hat sich der DAX mit den jüngsten Zuwächsen weiter an dem oberen langfristigen Aufwärtstrend empor gehangelt und die Hürde bei 7.232 Punkten erreicht, die es nun zu überwinden gilt. mehr...
Sonntag 06. Februar 2011
Europa: Athen und Sofia vorn
Die europäischen Aktienmärkte präsentierten sich in der vergangenen Woche zumeist sehr fest. Zu den größten Gewinnern gehörten die griechischen Indizes, die ihre Erholung seit Jahresbeginn fortsetzten. Sie zählen zusammen mit den bulgarischen Pendants, die jüngst ebenfalls kräftig zulegten (siehe Markt im Fokus), bis dato zu den besten Performern 2011. Beim EURO STOXX 50 ging es in der vergangenen Woche um 1,7% aufwärts. Er näherte sich damit wieder den nächsten Hürden bei 3.027 und 3.044 Punkten. Sollten sie nachhaltig überwunden werden, käme dies einem Kaufsignal gleich. Denkbar ist jedoch auch ein Scheitern, was eine Korrektur einleiten könnte. Seitens der Nachrichtenlage stand in der vergangenen Woche auch die in Europa auf Hochtouren laufende Berichtssaison im Fokus, wenngleich nicht alle Bilanzen überzeugen konnten. Von steigenden Rohstoffpreisen angetrieben wurden unterdessen die Rohstoffwerte. Wenig Neues gab es dagegen von der Europäischen Notenbank (EZB). Sie hat am Donnerstag bei der Erläuterung des aktuellen Zinsbeschlusses nichts an ihrer Inflationsrhetorik geändert, was wohl auf absehbare Zeit gegen höhere Leitzinsen spricht. Laut EZB ist zwar kurzfristig ein erhöhter Aufwärtsdruck bei der Gesamtinflation zu beobachten, an der Einschätzung einer mittelfristig gewährleisteten Preisstabilität ändert dies jedoch nichts. mehr...
Sonntag 06. Februar 2011
USA: Starker Januar, fester Februarauftakt
Nachdem es in der Vorwoche nicht für Gewinne reichte, präsentierten sich die US-Aktienmärkte jüngst fest. Gleich zu Beginn gab es steigende Kurse an der Wall Street. Die US-Indizes besserten damit ihre Januar-Performances auf. Beispielsweise verzeichnete der Dow Jones im ersten Monat des Jahres 2011 ein Plus von 2,3% und damit das größte in einem Januar seit 1997. Der S&P 500 legte im Januar um 2,3% zu. Der NASDAQ Composite stieg um 1,8%. Zum Start in den Februar ging es weiter aufwärts. Der Dow Jones schloss dabei erstmals seit Juni 2008 wieder über 12.000 Punkten. Stützende Faktoren am Berichtstag waren einige gut aufgenommene Bilanzen und gute Konjunkturdaten (z. B. ISM-Index Industrie Januar), die die Sorgen über die politischen Unruhen in Ägypten überkompensierten. Letztere spielten am Mittwoch dann jedoch wieder eine etwas größere Rolle und sorgten für Zurückhaltung an der Wall Street. Am Donnerstag folgten dann wieder leichte Zuwächse. Seitens der US-Konjunktur gab es einige besser als erwartete Daten (ISM-Index Dienstleistungen Januar, Auftragseingänge Industrie Dezember). Ferner waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geringer als prognostiziert, was für den Arbeitsmarktbericht am Freitag zuversichtlich stimmte. Dieser fiel gemischt aus. Die US-Indizes konnten vor dem Wochenende dennoch weiter zulegen. mehr...
Sonntag 30. Januar 2011
Deutschland: DAX überwindet Hürde knapp
Die deutschen Aktienmärkte verzeichneten jüngst eine positive Entwicklung. Nach den Verlusten der Vorwoche legten sie damit wieder zu. Der DAX schaffte es zudem, über die Hürde von 7.088 Punkten, dem Jahreshoch von 2010, zu klettern und sich auch per Wochenschluss darüber zu halten. Wegen der Verluste am Freitag hat sich der zwischenzeitliche Abstand jedoch deutlich verringert, weshalb noch schwer abzuschätzen ist, ob es sich um einen nachhaltigen Ausbruch handelt, was für weitere Zuwächse nötig wäre. Für positive Impulse an den hiesigen Börsen sorgten an den vergangenen Handelstagen einige Bilanzen, in der nun auch hierzulande langsam Fahrt aufnehmenden Berichtssaison. Positiv stachen vor allem die Zahlen der Software AG aus dem TecDAX hervor. Zudem gab es auch zuträgliche Fakten bezüglich der makroökonomischen Lage. Das ifo Institut meldete, dass sich die Finanzierungssituation der deutschen Firmen weiter entspannt hat. Demnach ist die vom ifo Institut ermittelte Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft im Januar abermals und damit zum 13. Mal in Folge gesunken. Einen kleinen Dämpfer bekamen die deutschen Indizes jedoch am Freitag durch die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten. Sie sorgten hierzulande vor dem Wochenende für Verluste, sodass sich die Gewinne zur Vorwoche minimierten. mehr...
Sonntag 30. Januar 2011
Europa: Bulgarische Aktien vorn
In der vergangenen Woche präsentierten sich die europäischen Aktienindizes gemischt. Zu den größten Gewinnern gehörte der bulgarische SOFIX. Er baute seine Gewinne seit Jahresbeginn auf mehr als 11% aus, gehört damit zu den stärksten im bisherigen Verlauf 2011. Offenbar herrscht hier Nachholbedarf. Trotz der Erholung zum Jahresende war der Index im Gesamtjahr 2010 um 15,2% gesunken. Aus charttechnischer Sicht hat er jüngst eine wichtige charttechnische Hürde geknackt. Sollte sich dies als nachhaltig erweisen, spräche es für weitere Zuwächse. Ähnlich sieht es bei dem in Wien ermittelten Bulgarian Traded Index in Euro (BTX EUR) aus (siehe Chart). Beim EURO STOXX 50 reichte es indes wegen der Verluste am Freitag nicht für ein Plus. Er gab zur Vorwoche 0,6% nach und entfernte sich daher wieder etwas von den zwischenzeitlich näher gerückten Hürden bei 3.027 und 3.044 Punkten. Vielleicht wirken sie aber nach wie vor anziehend. Voraussetzung ist, dass es keine neuen Störfeuer gibt. Die Investoren dürften dabei nächste Woche auf die zuletzt verstärkt thematisierte Inflation schauen. Gleich am Montag gibt es die Vorabschätzung zu den Verbraucherpreisen im Januar. Sie wird mit Blick auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag sicher genau analysiert, verbunden mit der Frage wie sich die EZB zur Inflation äußern wird. mehr...
Sonntag 30. Januar 2011
USA: Dow Jones beendet Gewinnserie
Die US-Aktienmärkte starteten fest in die Woche. Vor allem am Montag ging es aufwärts. Eine treibende Kraft waren Akquisitionsaktivitäten. Daneben herrschte wohl Optimismus bezüglich der im Wochenverlauf anstehenden weiteren Bilanzen. Die Zuversicht wurde aber nicht erfüllt und es gab von dieser Seite kaum positive Impulse. Entsprechend ließ die Aufwärtsdynamik nach. Der Dow Jones trat dabei von Dienstag bis Donnerstag auf der Stelle. Er haderte mit der 12.000er-Marke, an der er erstmals seit Juni 2008 wieder kratzte. Auch die Konjunkturdaten zündeten nicht. Gleiches gilt für die Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Barack Obama und die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch. Wie erwartet hat die Fed angesichts der zögerlichen Erholung der Wirtschaft eine Fortsetzung ihrer expansiven Geldpolitik signalisiert. Fed-Chef Ben Bernanke sieht derzeit außerdem keine Inflationsgefahren. Am Freitag gab es dann die erste Veröffentlichung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal. Es stieg mit 3,2% weniger als mit 3,5% erwartet. Die US-Wirtschaft ist damit zwar dennoch offenbar auf einem selbsttragenden Erholungskurs, die Kurse gaben vor dem Wochenende trotzdem nach. Die Unruhen in Ägypten drückten wohl auf die Stimmung. Der Dow Jones rutschte somit zur Vorwoche ins Minus und beendete seine achtwöchige Gewinnserie. mehr...
Sonntag 23. Januar 2011
Deutschland: DAX versucht sich an Widerstand
Die deutschen Aktienmärkte verbuchten angesichts der feiertagsbedingt geschlossenen US-Börsen einen impulsarmen Wochenstart. Zudem dürfte ein Treffen der EU-Finanzminister, bei dem es um die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms ging, für Zurückhaltung gesorgt haben. Weitaus mehr Bewegung gab es am Dienstag. Eine treibende Kraft war das kräftige Plus beim ZEW-Index Januar und die damit deutlich gestiegene Zuversicht der Finanzexperten hinsichtlich der Konjunkturerwartungen für Deutschland. Die anhaltenden Querelen um eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms sowie einige schwache US-Bilanzen bremsten die Kursgewinne jedoch. Der DAX kletterte dennoch erstmals seit Juni 2008 über 7.100 Punkte. Nach einem freundlichen Start am Mittwoch sackten die Kurse dann wieder ab. Von Gewinnmitnahmen war die Rede. Es folgten weitere Verluste am Donnerstag. Der DAX rutschte damit wieder unter die am Dienstag überwundene Hürde von 7.088 Punkten. Am Freitag wurde sie dann zwischenzeitlich zwar abermals übersprungen, wozu der erneut gestiegene ifo Geschäftsklimaindex beitrug, in den letzten Handelsstunden bröckelten die Gewinne aber ab und der Index schloss darunter. Das Hindernis liegt aber nach wie vor in Reichweite, sodass es in der nächsten Woche einen neuen Versuch geben könnte, es nachhaltig zu knacken, was dann wohl für weitere Zuwächse spräche. mehr...
Sonntag 23. Januar 2011
Europa: Überwiegend sehr fest
Im Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa blieb es jüngst eher ruhig. Lediglich der anhaltende Streit über eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms war einmal mehr Thema, ohne dass es neue handfeste Ergebnisse gab. Unterdessen scheint eine andere Problematik mehr und mehr in den Fokus zu treten: die Inflation. So hatte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre in der Vorwoche geäußerte Einschätzung eines kurzfristig erhöhten Inflationsdrucks bekräftigt. Sie versuchte jedoch auch diesmal gleich wieder zu relativieren, indem sie die Risiken für die mittelfristige Preisentwicklung erneut als ausgeglichen und die Leitzinsen als immer noch angemessen bezeichnete. Dass das Inflationsproblem jedoch klar auf der Hand liegt, zeigen die deutlich gestiegenen deutschen Verbraucherpreise Ende 2010. Während es die EZB angesichts der ungleichen konjunkturellen Entwicklungen im Euroraum schwierig haben dürfte, eine für alle Mitglieder geeignete Geldpolitik zu betreiben, hat man es andernorts einfacher. So hatte die polnische Notenbank jüngst ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,75% erhöht, um den zunehmenden Inflationsdruck im Land einzudämmen. Einen richtig bremsenden Effekt hatte das Thema Inflation an den europäischen Aktienmärkten aber noch nicht, die meisten Länderindizes zeigten sich zur Vorwoche sehr fest. Der EURO STOXX 50 stieg um 1,7%. mehr...
Sonntag 23. Januar 2011
USA: Bilanzen, Daten und China
Nach dem Feiertag am Montag starteten die US-Aktienmärkte am Dienstag mit leicht steigenden Kursen in die neue Woche. Im Fokus standen die Bilanzen einiger Schwergewichte wie Citigroup, Apple und IBM, die jedoch nicht gänzlich überzeugten. Die Investoren klammerten sich aber an den gestiegenen New York Empire Manufacturing Index Januar, was zumindest für etwas Kauflaune sorgte. Sie hielt nicht lange an und bereits am Mittwoch gaben die US-Indizes deutlicher nach. Einige Ergebnisse aus dem Finanzsektor (American Express, Goldman Sachs) enttäuschten und belasteten Branche sowie Gesamtmarkt. Ferner gab es am Berichtstag nur gemischte Konjunkturdaten (Baubeginne und Baugenehmigungen). Am Donnerstag standen dann zum einen die neuesten Wirtschaftsdaten aus China im Mittelpunkt, was die Sorgen vor einer dort weiter gestrafften Geldpolitik nährte. Angesichts der befürchteten negativen Folgen für die Weltwirtschaft gaben die US-Aktienmärkte erneut nach. Dank positiver Konjunkturdaten (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Verkäufe bestehender Häuser, Frühindikatoren) hielten sich die Verluste aber in Grenzen. Am Freitag stützten dann die Zahlen von General Electric die Industriewerte. Dow Jones und S&P 500 legten leicht zu. Ersterer verbuchte damit die achte Woche in Folge ein Plus, während der S&P 500 seine siebenwöchige Gewinnstrecke beendete. mehr...
Sonntag 16. Januar 2011
Deutschland: SDAX mit Verlusten
Die zunächst wieder verstärkten Sorgen wegen der europäischen Schuldenkrise bremsten zum Start der vergangenen Woche auch die deutschen Aktienmärkte. Der DAX fiel zunächst unter die Aufwärtstrendlinie (Verbindung Zwischenhochs von Oktober 2009 und Januar 2010) und testete auch das Tief aus der Vorwoche. Dank der ab Dienstag nachlassenden Sorgen bezüglich der Schuldenkrise startete der Leitindex aber schnell wieder durch. Für Rückenwind sorgten sicherlich auch die positiven Konjunkturnachrichten. So hatte die kräftige wirtschaftliche Erholung im vergangenen Jahr zum stärksten Wachstum in Deutschland seit der Wiedervereinigung geführt. Gegenüber dem Vorjahr legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,6% zu. Angesichts der insgesamt positiven Stimmung näherte sich der DAX am Donnerstag in der Spitze dem Höchststand von 2010 bei 7.088 Punkten, verfehlte diesen nur knapp. Sollte diese Hürde überwunden werden, könnte dies aus charttechnischer Sicht für weiter steigende Notierungen sprechen. Am Freitag ging es nach zwischenzeitlichen Verlusten erneut bis knapp unter diese Marke. Der DAX verbuchte somit ein Plus zur Vorwoche von 1,8%. Zulegen konnten auch MDAX und TecDAX, während der SDAX nachgab. Das bearishe Muster beim SDAX im Kerzenchart aus der Vorwoche scheint damit bestätigt und könnte zumindest für eine fortgesetzte Pause sprechen. mehr...
Sonntag 16. Januar 2011
Europa: Banken springen hoch
Die Schuldenkrise in Europa prägte jüngst maßgeblich das Geschehen an den europäischen Aktienmärkten. Hatten zunehmende Sorgen zu Wochenbeginn zunächst für zumeist sinkende Notierungen bei den Leitindizes geführt, gab es im Wochenverlauf angesichts der erfolgreichen Platzierung von Anleihen besonders schuldengeplagter Länder wie Portugal, Spanien und Italien eine kräftige Erholung. Deutlich zulegen konnte vor allem der spanische stark finanzwertelastige IBEX 35 (+8,6%), was wohl die Erleichterung über die zumindest kurzfristig entspanntere Lage verdeutlicht. Die wieder aufgehellte Stimmung zeigt sich ferner am EURO STOXX 50, der um 4% zulegte und über das Zwischenhoch von November 2010 kletterte. Aus charttechnischer Sicht könnte dies für kurzfristig weiter steigende Notierungen sprechen. Zunächst könnte nun die kleine Hürde bei 2.962 Punkten ins Visier rücken. Eventuell besteht sogar Potenzial bis in den Bereich der Widerstände bei 3.027 und 3.044 Zählern. Bei den Einzelwerten gefragt waren in der vergangenen Woche vor allem die Banken, allen voran die spanischen und italienischen, und der STOXX Europe 600 Banks sprang mit dem jüngsten kräftigen Aufwärtsimpuls deutlich über die seit dem kleinen Zwischenhoch von September 2010 gebildete Abwärtstrendlinie. Offen ist, ob es sich nur um ein Strohfeuer handelt oder ein Aufwärtsimpuls startet. mehr...
Sonntag 16. Januar 2011
USA: Europa und Bilanzen
Auch an der Wall Street stand die europäische Schuldenkrise einmal mehr im Fokus der Investoren. Weil die diesbezüglichen zunächst verstärkten Sorgen wieder nachließen, hellte sich die Stimmung auf, was auch den US-Indizes steigende Notierungen bescherte. Eher wenige Impulse gingen indes von der US-Berichtssaison aus, die bei den großen Unternehmen am Montag traditionell mit Alcoa gestartet war. Der Aluminiumhersteller konnte zwar 2010 in die Gewinnzone zurückkehren und auch die Aussichten für den Konzern werden von einigen Analysten als gut eingeschätzt, für steigende Kurse reichte es aber dennoch nicht. Ähnlich sah es bei den am Donnerstag nach Börsenschluss vorgelegten Zahlen von Intel aus. Zwar meldete der Chip-Hersteller Rekordumsätze und -gewinne für 2010 und zeigte sich ebenfalls zuversichtlich für 2011, dies konnte am Freitag aber nicht für nennenswerte Impulse am Gesamtmarkt sorgen. Für die am Ende leichten Zuwächse sorgten jedoch die Ergebnisse von J.P. Morgan, was den gesamten Finanzsektor Auftrieb verlieh. Vor dem verlängerten Wochenende, am Montag bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen, nahmen die Investoren zudem die positiven Daten zur Industrieproduktion Dezember zur Kenntnis. Die schlechter als erwarteten Konjunkturdaten (Einzelhandelsumsatz, Verbraucherstimmung Uni Michigan) traten indes in den Hintergrund. mehr...
Sonntag 09. Januar 2011
Deutschland: Größere Pause?
In der letzten Börsenwoche 2010 zeigte der DAX Schwäche. Dennoch kann sich die Performance im Gesamtjahr mit 16,1% Plus sehen lassen, wenngleich er gegenüber MDAX (+34,9%) und SDAX (+45,8%) klar das Nachsehen hatte. Aus charttechnischer Sicht testete der DAX an den letzten Handelstagen 2010 punktgenau die Aufwärtstrendlinie bestehend aus der Verbindung der Zwischenhochs von Oktober 2009 und Januar 2010 und schloss nur knapp darüber. Auch konnte er sich nicht über der Marke von 7.000 Punkten halten. Sie wurde jedoch gleich zum Start in das neue Börsenjahr 2011 zunächst wieder zurückerobert. Ein nachhaltiger Aufwärtsimpuls blieb trotz zwischenzeitlicher Zuwächse aber aus. Der DAX zeigte sich eher unentschlossen und verbuchte Verluste, zu denen auch Gewinnmitnahmen beitrugen. Damit stellt sich nun die Frage, ob es eine größere Verschnaufpause gibt. Ausgeschlossen ist dies nicht, weshalb bestehende Long-Positionen entsprechend abzusichern sind. Allerdings ist ein größerer Rücksetzer kein Muss und vielleicht setzt sich die Aufwärtstendenz weiter fort. Mit neuen Einstiegen auf der Käuferseite sollte jedoch gewartet werden, bis das Hoch von 2010 bei 7.088 Punkten überschritten wird. Auf der Unterseite kurzfristige Unterstützungen stellen die Tiefs der vergangenen zwei Wochen von 6.897 und 6.843 Zählern dar. mehr...
Sonntag 09. Januar 2011
Europa: Gefragte Autowerte
Die europäischen Aktienmärkte starteten zumeist freundlich in das neue Börsenjahr 2011. Einige Indizes verbuchten am Ende aber dennoch Verluste zur Vorwoche. Dazu gehören die Leitindizes der schuldengeplagten Länder Griechenland und Spanien, die doch recht deutlich nachgaben. Ganz oben auf der Gewinnerliste standen unterdessen estländische Papiere (siehe Markt im Fokus), wohl auch angefeuert von der Einführung des Euro zu Jahresbeginn. Beim EURO STOXX 50 blieb am Ende ein Plus zu Vorwoche von 0,6% übrig. Bei den europäischen Einzelwerten auffällig war an den vergangenen Handelstagen die Stärke des Autosektors. Der STOXX Europe 600 Automobiles & Parts kletterte um 5,4%, war der größte Gewinner. Er knüpfte damit an die Outperformance von 2010 an, als er innerhalb der europäischen Sektoren mit einem Zuwachs von fast 45% ebenfalls bester Branchenindex war. Aus charttechnischer Sicht näherte er sich jüngst dem Hoch von 2010 bei 363 Punkten, dessen Überschreiten für weitere Zuwächse sprechen könnte. Jüngst für Rückenwind sorgten einige Firmennachrichten, allen voran die Abweisung von Schadenersatzklagen zweier Hedgefonds in den USA gegen Porsche. Daneben hatte der französische Autobauer Peugeot über Rekordabsätze im Jahr 2010 berichtet. Starke Verkaufszahlen sowie Milliardenaufträge aus China meldeten außerdem Volkswagen und Daimler. mehr...
Sonntag 09. Januar 2011
USA: Leichte Gewinne
Nachdem sich die US-Indizes in der Vorwoche kaum von der Stelle bewegt hatten, zeigten sie zum Start in das neue Börsenjahr bei steigender Tendenz etwas mehr Dynamik. Für Rückenwind am ersten Handelstag 2011 sorgten positive US-Konjunkturdaten (Bauausgaben, ISM-Index Industrie), die hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung offenbar Zuversicht aufkommen ließen. An den folgenden Tagen ließ das Kaufinteresse aber schnell nach. Auch weitere ermutigende Wirtschaftsdaten wie die Auftragseingänge in der Industrie, der ISM-Index Dienstleistungen und der ADP-Arbeitsmarktbericht konnten die Investoren offenbar nicht zu stärkeren Engagements ermutigen. Vielleicht herrschte einerseits Zurückhaltung angesichts der in der nächsten Woche beginnenden Berichtssaison für das vierte Quartal 2010. Zwar wird im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit im Schnitt kräftigen Gewinnsteigerungen gerechnet, allerdings dürfte sich das Ergebniswachstum 2011 verlangsamen, sodass es diesbezüglich einige Fragezeichen hinsichtlich der erwarteten Abschwächung geben könnte. Andererseits dürften die Investoren an der Wall Street in der vergangenen Woche auf den Arbeitsmarktbericht für Dezember am Freitag gewartet haben. Dieser enttäuschte, was vor dem Wochenende zu leicht sinkenden Kursen bei den US-Indizes führte, sodass sich die Gewinne zur Vorwoche verringerten. mehr...
Sonntag 19. Dezember 2010
Deutschland: DAX kämpft mit 7.000er-Marke
Die deutschen Aktienindizes verbuchten in der vergangenen Woche zumeist Gewinne. Insbesondere SDAX und MDAX zeigten deutlichere Aufwärtsdynamik. Wesentlich verhaltener entwickelte sich der DAX. Zwar nahm er gleich am Montag das Hoch aus der Vorwoche von 7.043 Zählern ins Visier und kletterte knapp darüber, konnte dieses Niveau aber nicht halten, ohne jedoch größeren Abwärtsdruck zu entwickeln. Auch an den folgenden Tagen gab es relativ wenig Bewegung. Vielmehr waberte der Index um die 7.000er-Marke herum, die am Mittwoch und Donnerstag zwischenzeitlich unterschritten wurde. Per Tagesschluss hielt er sich aber darüber. Auch am Freitag, dem Tag des letzten großen Verfallstages an den Terminmärkten in diesem Jahr, war wenig los. Am Ende verabschiedete sich der DAX mit einem Tagesminus von 0,6% und ging damit knapp unter 7.000 Punkten ins Wochenende. Er fiel damit zur Vorwoche um 0,3%. Mit Blick auf die Konjunktur gab es in der vergangenen Woche den ZEW-Index. Der Frühindikator zeigte im Dezember eine stärker als erwartet aufgehellte Konjunkturzuversicht der deutschen Finanzexperten. Am Freitag folgte ein erneut verbesserter ifo Geschäftsklimaindex im Dezember. Laut ifo Institut dürfte 2011 die Binnenkonjunktur zur zentralen Wachstumskraft in Deutschland werden und sollte dazu beitragen, dass sich der Aufschwung, wenn auch verlangsamt, fortsetzt. mehr...
Sonntag 19. Dezember 2010
USA: Abnehmende Aufwärtsdynamik
Nach den kräftigeren Zuwächsen in der Vorwoche entwickelten sich die US-Indizes an den vergangenen fünf Handelstagen eher schleppend. Viele der großen Investoren könnten ihre Bücher bereits geschlossen haben. Zudem fehlte es einfach an nennenswerten nachhaltigen Impulsen. Einen stützenden Effekt auf die Standardwerte hatte am Montag zunächst noch der Umstand, dass die chinesische Notenbank ihre Leitzinsen trotz hoher Inflationszahlen nicht anhob. Der positive Effekt am Berichtstag war aber nur kurz und die zunächst erzielten Kursgewinne schmolzen wieder zusammen. Ein belastender Faktor könnten negative Kommentare zu den erwarteten langfristigen Schäden für den US-Haushalt angesichts des in der Vorwoche errungenen Steuerkompromisses gewesen sein. Am Dienstag stand dann die Sitzung der US-Notenbank im Fokus, deren Kommentare zur Fortführung der äußerst lockeren Geldpolitik mit leicht steigenden Kursen honoriert wurden. Zur Wochenmitte folgten dann zwar einige besser als erwartete Konjunkturdaten (NY Manufacturing Index, Industrieproduktion), die Sorgen um die europäische Schuldenkrise bremsten jedoch. Die Konjunkturdaten am Donnerstag (Baubeginne, Philadelphia Fed Index) sowie der positive Ausblick von FedEx sorgten dann für etwas mehr Aufwärtsdynamik, bevor die Indizes am Freitag wieder nur wenig verändert zum Vortag schlossen. mehr...
Sonntag 12. Dezember 2010
USA: S&P 500 erreicht 2-Jahres-Hoch
Die Nachwirkungen enttäuschend ausgefallener Arbeitsmarktdaten belasteten den Wochenauftakt an der Wall Street. Sowohl der Dow Jones Industrial Index als auch der breiter gefasste S&P 500 Index gaben leicht nach. Der technologielastige NASDAQ Composite Index schloss dagegen im positiven Terrain. US-Notenbank-Chef Ben Bernanke will das Programm zum Kauf von Staatsanleihen zwecks Konjunkturbelebung möglicherweise ausweiten. Bisher sind dafür 600 Mrd. US-Dollar vorgesehen. Entsprechend freundlich tendierte am vergangenen Montag der Anleihenmarkt, um tags darauf einen mittleren Schwächeanfall zu erleiden. Auslöser war die Einigung von US-Präsident Barack Obama mit den Republikanern, die von seinem Vorgänger George W. Bush initiierten Steuererleichterungen für US-Bürger unabhängig vom Einkommen um weitere zwei Jahre zu verlängern. Eine Konsolidierung des maroden Staatshaushaltes rückt damit in weite Ferne. Unbeeindruckt von den Kursverlusten am Rentenmarkt traten die Indizes am Dienstag auf der Stelle. Positive Vorzeichen dominierten den Aktienhandel zur Wochenmitte, während die Renditen am Anleihenmarkt weiter stiegen. Am Freitag erreichte der NASDAQ Composite Index im Sitzungsverlauf bei 2.639 Punkten den höchsten Stand seit fast drei Jahren, der S&P 500 schloss mit 1.240 Punkten – ein neues 2-Jahres-Hoch. mehr...
Sonntag 12. Dezember 2010
Deutschland: DAX überwindet 7.000er-Marke
Bereits am vergangenen Montag nahm der DAX wieder Kurs auf die 7.000-Punkte-Marke, nachdem in der Woche zuvor der Angriff nach schlechter als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten zunächst vertagt wurde. Am Ende reichte es mangels Unterstützung aus New York allerdings nur für ein mageres Plus von sechs Zählern. Tags darauf überquerte das Börsenbarometer scheinbar mühelos die vor allem psychologisch wichtige Hürde und markierte bei 7.042 Punkten den höchsten Stand seit Juni 2008. Im Tagesverlauf schrumpfte das Kurspolster wieder zusammen, dennoch konnte der DAX den Dienstagshandel erhobenen Hauptes mit 7.002 Zählern beenden. Nachdem der Index zunächst an der oberen Begrenzung des aktuellen Trendkanals, die sich bei etwa 7.050 Punkten befindet, gescheitert war, dominierten am Mittwoch Gewinnmitnahmen den Handel. Anleger trennten sich vor allem von den zuvor heiß begehrten Autobauern – mit einem Tagesverlust von 5,6% führte VW, gefolgt von MAN und BMW, die Verliererliste an. Der deutsche Blue-Chip-Index verkrümelte sich wieder unter die 7.000-Punkte-Marke, um einen Tag später kurz nach Sitzungsbeginn auf 7.021 Punkte zu steigen. Das Niveau konnte am Donnerstag jedoch nicht gehalten werden, der Index gab weiterer nach. Ein neuer Anlauf schob den DAX am Freitag zuletzt auf 7.006 Punkte – ein Wochengewinn von 0,8%. mehr...
Sonntag 12. Dezember 2010
Europa: Erholung trotz Störfeuers
Überraschung: Trotz Irlandkrise, EU-Rettungsschirm und Streitigkeiten um die Auflegung von Euro-Bonds erholte sich der EURO STOXX 50 in den vergangenen Tagen von zuvor erlittenen Verlusten. Der europäische Blue-Chip-Index konnte sich oberhalb der bei etwa 2.765 Punkten verlaufenden 200-Tage-Linie behaupten, die das Börsenbarometer am Ende der vorangegangenen Woche überwunden hatte. Zuletzt verabschiedete sich der Index mit 2.839 Punkten – im Wochenvergleich ein Plus von 2%. Lediglich am Montag und am Freitag schloss der EURO STOXX 50 mit leichten Verlusten. Anhaltende Sorgen um die Bewältigung der Schuldenkrise in der Eurozone belasteten vor allem Bankwerte. Das Treffen der Finanzminister der Euroländer in Brüssel blieb ohne greifbare Ergebnisse. Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker trommelt unverdrossen für die Auflegung von Euro-Anleihen, was naturgemäß in Deutschland und Frankreich im Gegensatz zu Italien und Portugal auf wenig Verständnis stößt. Eine Vergemeinschaftung der Zinsen werde es auf absehbare Zeit nicht geben, hieß es unisono aus Berlin und Paris. Junker warf der Bundesregierung daraufhin „uneuropäisches Verhalten“ vor. Ebenso vehement wehrt sich die Bundeskanzlerin gegen eine Ausweitung des EU-Rettungsschirms über das vereinbarte Volumen von 750 Mrd. Euro hinaus. mehr...
Sonntag 05. Dezember 2010
Deutschland: Nach Rücksetzer im Plus
Die deutschen Indizes starten mit deutlichen Verlusten in die Börsenwoche. Zwar hatte das am Wochenende geschnürte Rettungspaket für Irland zunächst für Erleichterung und einen positiven Handelsauftakt am Montag gesorgt, die Indizes rutschten dann jedoch schnell wieder ab. Anhaltende Sorgen über eine Ausweitung der europäischen Schuldenkrise belasteten und drückten die Indizes deutlich. Der DAX verlor 2,2%. Nachdem sich die Lage am Dienstag etwas beruhigte, kehrte am Mittwoch reichlich Zuversicht zurück. Nachlassende Sorgen über die Schuldenkrise sowie gute Konjunkturdaten aus China und den USA beflügelten. Es folgten weitere Zuwächse am Donnerstag. Allerdings herrschte zwischenzeitlich etwas Enttäuschung, weil die Europäische Zentralbank nicht, wie am Vortag spekuliert, weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Schuldenkrise ergriffen hat. Sie kündigte jedoch an, ihren geplanten Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes unterbrechen und bis mindestens April 2011 die Rundumversorgung für die Banken fortsetzen zu wollen, was zusammen mit positiven Daten vom US-Immobilienmarkt dann offenbar doch genügend Gründe für weiter steigende Kurse lieferte. Am Freitag hielten sich die deutschen Indizes nach einem zwischenzeitlichen Rücksetzer wegen enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten in der Pluszone. Zur Vorwoche insgesamt gab es deutlichere Gewinne. mehr...
Sonntag 05. Dezember 2010
Europa: Steigende Kurse
Nun ist es amtlich: Die EU-Finanzminister haben ein 85 Mrd. Euro schweres Rettungspaket für Irland beschlossen, das im Gegenzug 15 Mrd. Euro einsparen muss. Die Sorgen um die Schuldenkrise sind damit zwar nicht vom Tisch, haben aber eventuell etwas nachgelassen. Dazu beigetragen hat auch eine erfolgreiche Auktion portugiesischer Anleihen. Allerdings hatte sich der Markt von der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zusätzliche Maßnahmen erhofft, um die Lage weiter zu beruhigen. Im Vorfeld gab es daher auch an den Aktienmärkten kräftig steigende Kurse. Die EZB beugte sich dem Druck aber nicht. Sie kündigte lediglich an, das Ankaufprogramm für Staatsanleihen klammer Eurostaaten fortzusetzen. Bislang hat die EZB für rund 67 Mrd. entsprechende Papiere gekauft. Ob sie wegen der sich zuspitzenden Lage zuletzt wieder mehr Geld dafür eingesetzt hat, wollte Notenbank-Chef Jean-Claude Trichet nicht sagen. Anfang nächster Woche, wenn diese Daten turnusmäßig veröffentlicht werden, dürfte es aber Aufschluss darüber geben, wie viel Geld die EZB zuletzt ausgegeben hat, um Irland zu stützen und zu verhindern, dass die Krise auch auf Portugal und Spanien übergreift. Es dürfte somit im Zusammenhang mit der Schuldenkrise spannend bleiben, sodass trotz der jüngsten Kurserholung an den europäischen Aktienmärkten weiterhin Vorsicht gilt. mehr...
Sonntag 05. Dezember 2010
USA: Starker Dezemberauftakt
Nach den Verlusten in der Vorwoche ging es jüngst wieder aufwärts an den US-Aktienmärkten. Zum Auftakt in die neue Börsenwoche verbuchten die US-Leitindizes zunächst aber noch Verluste und beendeten damit einen insgesamt schwächeren November, wenngleich sich die Abschläge zum Vormonat mit maximal 1% in Grenzen hielten. In den Dezember starteten die Kursbarometer dann sehr fest. Beflügelt wurden sie am Mittwoch zum einen von positiven Konjunkturdaten aus China sowie der Zuversicht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) weitere Maßnahmen ankündigt, um die Schuldenkrise in Europa zu bändigen. Zum anderen fielen auch die US-Konjunkturdaten zumeist positiv aus. Dazu gehörten der ISM-Index Industrie, die Bauausgaben und der ADP-Arbeitsmarktbericht. Sie reihten sich damit in die bereits positiven Fakten vom Dienstag (Chicago Einkaufsmanagerindex, Verbrauchervertrauen) ein und nährten die Zuversicht auf eine nachhaltig konjunkturelle Erholung in den USA. Am Donnerstag folgten diesbezüglich weitere zuträgliche Daten, wie die kräftig gestiegene Zahl ausstehender Hausverkäufe. Deutlich schwächer als erwartete Arbeitsmarktdaten für November sorgten am Freitag jedoch für einen Dämpfer bei den US-Indizes. Sie schlossen letztendlich aber doch im Plus und bauten damit die insgesamt kräftigen Gewinne zur Vorwoche sogar noch etwas aus. mehr...
Sonntag 28. November 2010
Deutschland: Wacker geschlagen
Die deutschen Indizes konnten sich in der vergangenen Woche zwar zwischenzeitlich nicht der zumeist schwachen Tendenz an den europäischen Aktienmärkten entziehen, hielten sich am Ende aber knapp im Plus. Der DAX legte um 0,1% zur Vorwoche zu. Zum Start in die Börsenwoche hatte er dabei knapp die Marke von 6.900 Punkten überschritten und damit gleichzeitig ein neues Hoch im bisherigen Jahresverlauf 2010 markiert. Noch am Montag begann der Leitindex aber zu schwächeln und es folgte am Dienstag ein kräftiger Rücksetzer. Mit den Zuwächsen am Mittwoch und Donnerstag konnte der Großteil der kurzen Korrektur aber schnell wieder ausgebügelt werden, bevor es am Freitag erneut etwas abwärts ging. Wegen der Schuldenkrise etwas in den Hintergrund traten in der vergangenen Woche die deutschen Frühindikatoren, die positiv ausfielen. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mitteilte, hat sich die Verbraucherstimmung noch einmal deutlich verbessert, unter anderem wegen der rückläufigen Arbeitslosigkeit. Zudem zeigte sich die GfK zuversichtlich für den privaten Konsum im nächsten Jahr und kann sich ein Wachstum von mehr als 1% vorstellen. Neben den Verbrauchern sind auch die Firmen weiterhin bestens gelaunt. Der ifo Geschäftsklimaindex hat sich im November entgegen den Erwartungen weiter aufgehellt und erreichte den höchsten Stand seit 1991. mehr...
Sonntag 28. November 2010
Europa: Schuldenkrise bleibt Thema
Wie erwartet hat Irland Hilfen aus dem Europäischen Finanzstabilisierungsfonds (EFSF) beantragt. Die Europäische Zentralbank begrüßte den Antrag und erklärte, dass Hilfen für Irland der Finanzstabilität der EU und des Euroraums dienten, die Gelder jedoch nur im Rahmen strenger Auflagen erteilt würden. Die Verhandlungen über Höhe und Bedingungen laufen derzeit auf Hochtouren. An den europäischen Aktienmärkten war die Schuldenkrise somit auch in der vergangenen Woche Thema. Dabei ging es auch darum, welches Land Griechenland und Irland als Nächstes in den Konkurs folgen dürfe. Heiße Anwärter sind Portugal und Spanien. Es gab sogar Spekulationen, dass Portugal unter den Euro-Rettungsschirm gedrängt werden soll, um zu verhindern, dass auch Spanien in die Bredouille gerät, was natürlich heftig dementiert wurde. Passend dazu kam zuletzt auch eine Diskussion ins Rollen, in der es darum ging, den Euro-Rettungsschirm aufzustocken oder gar zu verdoppeln. Zu den größten Verlierern gehörten in der vergangenen Woche die Leitindizes aus den sogenannten „PIIGS-Ländern“. Vor allem der spanische IBEX 35 brach mit mehr als 7% kräftig ein. Aber auch der EURO STOXX 50 fiel mit 3,8% deutlich. Mit Blick auf die Branchen gaben die europäischen Finanzwerte am stärksten nach. Der STOXX Europe 600 Banks fiel um 5,1% und beschleunigte seine sinkende Tendenz. mehr...
Sonntag 28. November 2010
USA: Standardtitel geben nach
Erst runter, dann rauf, damit lässt sich kurz und knapp die Entwicklung an den US-Aktienmärkten vor Thanksgiving am Donnerstag zusammenfassen, an dem die US-Börsen geschlossen hatten. Begonnen hatte die Woche zunächst mit Erleichterung über den von Irland gestellten Antrag auf Finanzhilfen, die dann aber doch schnell der Angst vor einer Ansteckungsgefahr der Schuldenkrise auf weitere Länder wich. Die Finanzwerte belasteten daher am Montag Dow Jones und S&P 500, die leichte Verluste verzeichneten. Am Dienstag gesellte sich der Konflikt in Korea hinzu, was den Abwärtsdruck verstärkte. Auch die positiven Quartalszahlen von Hewlett-Packard konnten den Gesamtmarkt daher nicht stützen. Zur Wochenmitte gab es dann jedoch gleich wieder eine feste Tendenz, durch die die Verluste vom Dienstag ausgebügelt wurden. Gefragt waren vor allem die Einzelhandelswerte angesichts des Optimismus für ein gutes Weihnachtsgeschäft nach Thanksgiving. Unterstützung gab es in diesem Zusammenhang auch von einigen der vielen Konjunkturdaten am Berichtstag, wie der besser als erwarteten finalen Auswertung zur Verbraucherstimmung (Uni Michigan) im November oder positiv aufgenommenen Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben im Oktober. Am Freitag zeigte sich die Wall Street aber weniger gut gelaunt, es gab Verluste. Dow Jones und S&P 500 gaben zur Vorwoche nach. mehr...
Sonntag 21. November 2010
Deutschland: DAX weiterhin stark
Die deutschen Aktienmärkte konnten sich in der vergangenen Woche nach dem zwischenzeitlichen Rücksetzer am Dienstag schnell wieder fangen, verbuchten am Ende eine positive Wochenbilanz. Beim DAX sprang ein Plus von 1,5% heraus. In der Spitze kletterte er auf 6.854 Punkte und markierte auch diesmal neue Hochs im bisherigen Jahresverlauf 2010. Nach der unschlüssigen Tendenz aus der Vorwoche scheint der hiesige Leitindex offenbar wieder eine etwas klarere Richtung gefunden zu haben. Dabei schlug er sich erneut besser als das US-Pendant, der Dow Jones. Interessant ist nun aus charttechnischer Sicht, dass der DAX im logarithmischen Monatschart die obere Aufwärtstrendlinie erreicht hat. An dieser sind zwar Rücksetzer nicht ausgeschlossen, die zuletzt auszumachende Stärke, die sich dadurch auszeichnet, dass Korrekturen derzeit relativ zügig wieder aufgekauft werden, ist womöglich jedoch Indiz dafür, dass sich der Index an der Linie weiter nach oben hangelt. Im Fall eines Überschreitens ist sogar denkbar, dass der DAX größere Aufwärtsdynamik entwickelt, wobei es dann schnell in Richtung der Hürde bei 7.232 Zählern gehen könnte. Vielleicht erweisen sich dabei schon die viel beachteten Frühindikatoren in der nächsten Woche, GfK-Konsumklima und ifo Geschäftsklimaindex, als treibende Kräfte. Darauf versteifen sollte man sich aber nicht. mehr...
Sonntag 21. November 2010
Europa: Irland beugt sich
Die Unsicherheit über eine Pleite Irlands bremste in der vergangenen Woche die Entwicklung an den europäischen Aktienmärkten. Das kleine Land sträubte sich, Finanzhilfen anzunehmen. Dies erschütterte das ohnehin angeknackste Vertrauen in die Eurozone. Letztendlich blieb Irland aber wohl nichts anderes übrig, als zu erwägen, unter den Euro-Rettungsschirm zu schlüpfen. Schließlich muss die EU Führungsstärke beweisen und dürfte daher Druck ausgeübt haben. Der Markt reagierte mit Erleichterung, mit dem Argument, dass durch EU-Hilfen ein Kollaps des angeschlagenen irischen Bankensystems vermieden wird, der wohl die gesamte Finanzbranche in Europa erschüttert hätte. Letztendlich ist eine Finanzspritze für Irland somit nichts Weiteres als ein neuerliches Rettungspaket für die großen europäischen Banken auf Kosten der Steuerzahler. Offen ist derzeit noch, wie viel Gelder fließen werden und welche Bedingungen dem einstigen europäischen Tigerstaat aufgebürdet werden, um seine Staatsfinanzen zu ordnen, die nur deshalb so marode sind, weil die irischen Banken stark überschuldet sind und der Staat für diese bürgte, was sicherlich auch nicht ganz freiwillig geschah. Das Beispiel Irland zeigt damit deutlich, dass durch die auf dem Höhepunkt der Finanzkrise getroffenen Maßnahmen lediglich die Probleme in die Zukunft verlagert und nicht gelöst wurden. mehr...
Sonntag 14. November 2010
Deutschland: TecDAX lässt Federn
Nach den überwiegenden Zuwächsen in der Vorwoche schalteten die deutschen Aktienindizes jüngst einen Gang zurück. Vor allem der TecDAX, der bereits in der Vorwoche leichte Ermüdungserscheinungen zeigte, ging an den vergangen fünf Handelstagen stärker in die Knie. Hier belasteten negative Firmennachrichten, Zahlen und Ausblicke. Vor allem die schwer gewichteten Solarwerte drückten den Index. Insgesamt verlor er 4,2% zur Vorwoche. Beim DAX fällt das Minus mit 0,3% geringer aus. Auf die Stimmung drückten hierzulande die zwischenzeitlich wieder stärker im Fokus stehenden Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise. Die Befürchtungen legten sich bis zum Wochenende aber wieder etwas. Von Volkswirten positiv bewertet wurden am Freitag ferner die Daten zum deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal. Demnach setzt die deutsche Wirtschaft ihren Erholungskurs fort, auch wenn das Plus deutlich unter dem Rekordwert des zweiten Jahresviertels lag. Im Zeitraum Juli bis September stieg das BIP um 0,7% zum Vorquartal, in dem es um 2,3% nach oben ging. Wie das Statistische Bundesamt jedoch erläuterte, steht die Konjunkturerholung inzwischen auf einer breiten Basis. So haben neben den seit Monaten sehr starken Exporten nun auch gleichermaßen der staatliche und der private Konsum sowie die Investitionen zum Wachstum beigetragen. mehr...
Sonntag 14. November 2010
Europa: Zumeist schwächer
An den europäischen Aktienmärkten überwogen die Minuszeichen. Deutlicher abwärts ging es bei den ungarischen Papieren (siehe Markt im Fokus). Der EURO STOXX 50 büßte 1,9% ein. Nach moderaten Verlusten am Montag standen am Dienstag einige positiv aufgenommene Bilanzen europäischer Firmen im Fokus, die steigende Kurse nach sich zogen. Neu aufgekeimte Sorgen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa angesichts der auf neue Rekordstände gestiegenen Risikoaufschläge irischer und portugiesischer Staatsanleihen belasteten jedoch am Mittwoch und Donnerstag. Es gab Spekulationen, dass Irland ebenfalls wie Griechenland eine Finanzspritze benötigen könnte. Seitens der Konjunkturdaten im Wochenverlauf meldeten einige Länder ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal. Dabei zeigte sich einmal mehr die deutsche Wirtschaft als Konjunkturlokomotive im Euroraum. Andere Staaten wie Frankreich oder Italien hatten mit Anstiegen beim BIP von 0,4% respektive 0,2% kleinere Zuwächse zu verzeichnen. In Spanien stagnierte die dortige Wirtschaft sogar. In der gesamten Eurozone verzeichneten die Statistiker ein BIP-Plus von 0,4% zum Vorquartal. Binnen Jahresfrist legte es um 1,9% zu. Bei den weiteren Konjunkturdaten zeigte die Industrieproduktion in der Eurozone für September einen überraschenden Rückgang von 0,9%. Erwartet wurde ein Plus von 0,3%. mehr...
Sonntag 14. November 2010
USA: Bullenfalle?
Nachdem die US-Indizes in der Vorwoche zulegen und dabei auch charttechnische Hürden, die Hochs im bisherigen Verlauf 2010, knacken konnten, ging ihnen jüngst etwas die Luft aus. Damit stellte sich die Frage, ob die Ausbrüche vielleicht doch nur Fehlsignale und somit Bullenfallen sind. Das Potenzial für eine größere Korrektur scheint vorhanden. Schließlich ging es seit September doch kräftig aufwärts. Einer der Hauptgründe dafür, die Erwartung einer weiter gelockerten Geldpolitik durch die US-Notenbank, ist nun aber Tatsache. Zudem ist es nicht untypisch, dass sich die Indizes an markanten Hürden wie den nun erreichten schwertun, diese nachhaltig zu überwinden. Eine abschließende Entscheidung, ob nun die Rallye weitergeht oder eine Korrektur einsetzt, ist aber noch nicht gefallen. Allerdings sollte man angesichts der jüngsten Entwicklung vorsichtig werden und eventuelle Long-Positionen unbedingt absichern. Denn für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung muss eine neue treibende Kraft gefunden werden. Jüngst gab es dabei seitens der US-Konjunkturdaten keine Impulse. Weitaus mehr neue Fakten stehen in der nächsten Woche an. Ferner dürfte der Blick gen China gehen, verbunden mit der Frage, ob dort wie befürchtet die Geldpolitik weiter gestrafft wird, was weltweite Konjunktursorgen nähren und damit den Bären in die Karten spielen könnte. mehr...
Sonntag 07. November 2010
Deutschland: DAX über 6.700
Zunächst zurückhaltend in die neue Woche gestartet, kam im Wochenverlauf mehr Bewegung in die deutschen Aktienmärkte. Dienstags stützten gut aufgenommene heimische Bilanzen und eine positive Tendenz an der Wall Street. Am Mittwoch hielten sich die Investoren hierzulande vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank zurück. Es gab leichte Verluste. Auch die erneut vielen Firmenzahlen lieferten keine nachhaltig positiven Impulse für den Gesamtmarkt. Tags darauf folgten jedoch gleich wieder Zuwächse, die vor allem beim DAX recht deutlich ausfielen. Stärkster Gewinner war HeidelbergCement, dank überzeugender Ergebnisse. Die anderen Bilanzen aus dem DAX kamen indes weniger gut an. Am Gesamtmarkt stand aber vor allem die noch weiter gelockerte US-Geldpolitik im Fokus, was offenbar auch hierzulande für Begeisterung sorgte. Der Dax knackte die Marke von 6.700 Punkten. Weitere Zuwächse sind nicht ausgeschlossen. Der Leitindex könnte sich dabei an der seit Oktober 2009 gebildeten oberen Aufwärtstrendlinie weiter nach oben hangeln, wobei der Bereich von 7.000 bis 7.232 Punkten aus mittelfristiger Sicht ein potenzielles Ziel darstellt. Es gibt jedoch keine Garantien dafür, dass der DAX nicht von der oberen Aufwärtstrendlinie nach unten abprallt und noch einmal die Unterstützung bei 6.342 Zählern und eventuell auch die untere Abwärtstrendlinie testet. mehr...
Sonntag 07. November 2010
Europa: EZB mit ruhiger Hand
Während die US-Notenbank weiter kräftig ihre geldpolitische Keule schwingt und dabei sogar eine noch größere einsetzt, zeigt sich die Europäische Zentralbank (EZB) davon unbeeindruckt und hält an ihrem Kurs der ruhigen Hand fest. EZB-Chef Jean-Claude Trichet signalisierte jüngst abermals unveränderte Leitzinsen und bekräftigte den mittelfristigen Ausstieg aus den Sondermaßnahmen, die während der Finanzkrise ergriffen wurden. Seinen Worten zufolge soll ferner das Ankaufprogramm von europäischen Staatsanleihen fortgeführt werden. Ein Punkt, der wohl nicht ganz die einhellige Meinung der EZB widerspiegelt. Es gab zuletzt vereinzelte Stimmen, die sich für eine baldige Beendung aussprachen. Mit Blick auf die angeschlagenen Staatsfinanzen im Euroraum bekräftigte Trichet seine Auffassung, dass die eingeschlagene Konsolidierung in jedem Fall fortgeführt werden muss. Zudem unterstrich er die Notwendigkeit von Strukturreformen, insbesondere in wachstumsschwachen und hochverschuldeten Ländern. An den europäischen Aktienmärkten spielte jüngst aber wohl vor allem die weiter gelockerte US-Geldpolitik eine Rolle bei den zumeist steigenden Kursen. Der EURO STOXX 50 verbuchte dabei noch einen vergleichsweise geringes Plus mit 1%. Deutlicher stärker legte der britische FTSE 100 (+3,4%) zu. Er kletterte dabei auf ein neues Hoch 2010. mehr...
Sonntag 07. November 2010
USA: Reichlich Gesprächsstoff
Kongresswahlen, jede Menge Konjunkturdaten und die Sitzung der US-Notenbank (Fed) sorgten für reichlich Gesprächsstoff an der Wall Street. Wichtigstes Ereignis in der ersten Wochenhälfte war ganz klar die Entscheidung der Fed, die expansive Geldpolitik durch den Kauf weiterer Staatsanleihen mit einem Volumen von 600 Mrd. US-Dollar weiter zu lockern. War die erste Reaktion noch eher verhalten, scheinen die Börsianer diesem umstrittenen Mittel doch etwas abgewinnen zu können. Die US-Indizes legten am Donnerstag kräftig zu. Auch die stärker als erwartet gestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) konnten die gute Stimmung nicht trüben. Weitaus besser fielen indes die an den Tagen zuvor veröffentlichten Konjunkturdaten aus. Am Montag waren es die Bauausgaben für September und der ISM-Index für Oktober, die beide deutlich über den Prognosen lagen. Daran anknüpfen konnten die Daten vom Mittwoch, die ebenfalls die Erwartungen übertrafen. Dazu gehörten der ISM-Index Dienstleistungen, die Auftragseingänge in der Industrie und der ADP-Arbeitsmarktbericht, alle für Oktober. Letzterer ließ auch für den Arbeitsmarktbericht Oktober der Regierung am Freitag Gutes erwarten. Die Daten waren auch deutlich besser als gehofft, die US-Indizes notierten am Freitag aber nahezu unverändert, legten aber zur Vorwoche insgesamt deutlicher zu. mehr...
Sonntag 31. Oktober 2010
Deutschland: Zumeist zurückhaltend
Die deutschen Aktienindizes präsentierten sich in der vergangenen Woche uneinheitlich. Vor allem die erste und zweite Reihe bewegte sich kaum. DAX und MDAX notierten zur Vorwoche nahezu unverändert. Nach den kräftigen Gewinnen in den beiden Wochen zuvor war wohl erst einmal eine kleine Verschnaufpause nötig. Entsprechende Gewinnmitnahmen sorgten somit für eine Konsolidierung auf hohem Niveau, womöglich auch weil es in der nächsten Woche etliche Faktoren geben dürfte, die es unter einen Hut zu bringen gilt. Im Vorfeld ist aber nur schwer abzuschätzen, wohin die weitere Reise gehen wird. Abwarten hieß daher offenbar die Devise. Neben wichtigen Konjunkturdaten aus den USA sowie den Notenbanksitzungen von Fed und EZB stehen hierzulande etliche Bilanzen großer Konzerne auf der Agenda. Allein aus dem DAX werden mindestens zehn Firmen berichten. Für reichlich Gesprächsstoff dürfte somit gesorgt sein, die Ausschläge folglich wieder größer werden. Schwer zu prognostizieren ist jedoch, in welche Richtung das Pendel letztendlich schwingt. Bereits mehr Elan gab es in der vergangenen Woche indes in der dritten Reihe. Hier verbuchte der SDAX immerhin einen Zuwachs von 1,4%. Die stärkste Aufwärtsdynamik entwickelte jedoch der TecDAX mit 1,9%. Hier stützten einige gute Quartalszahlen wie die von der Software AG (siehe Aktie im Fokus) und von Aixtron. mehr...
Sonntag 31. Oktober 2010
Europa: Gemischte Entwicklung
In der nächsten Woche dürften auch an europäischen Aktienmärkten die Sitzung der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch und die anschließenden Ankündigungen und Kommentare mit Argusaugen beobachtet werden. Einen Tag später im Visier dürfte ferner die Europäische Zentralbank (EZB) sein. Während die Fed wohl eine neue Runde von Wertpapierkäufen ankündigen und damit die US-Wirtschaft mit noch mehr „billigem Geld“ fluten wird, dürfte die EZB an ihrer Exit-Strategie aus den unkonventionellen Maßnahmen festhalten, wenngleich über das Tempo innerhalb der Notenbank derzeit offenbar Dissens herrscht. Spannend wird somit, wie die Kommentare ausfallen und wie der Euro reagieren wird. Apropos Euro: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen im Dezember eine endgültige Entscheidung über die geplante Änderung des EU-Krisenmechanismus treffen, die auf dem jüngsten EU-Gipfel ausgearbeitet wurden. Deutschland und Frankreich setzten sich dabei mit der Forderung nach einer Änderung des EU-Vertrages durch, um den Euro-Schutzschirm rechtlich und politisch abzusichern. Vorerst vom Tisch ist indes die ebenfalls von beiden Staaten geforderte Vertragsänderung zum Entzug von Stimmrechten für notorische Defizitsünder. An den europäischen Aktienmärkten ging es in der vergangenen Woche indes gemischt zu. Der EURO STOXX 50 verringerte sich um 0,9%. mehr...
Sonntag 31. Oktober 2010
USA: Warten auf die Fed
Eines der beherrschenden, wenn nicht sogar das beherrschende Thema an der Wall Street in der vergangenen Woche war die Sitzung der US-Notenbank (Fed) am kommenden Mittwoch. Sie dürfte dann wohl ankündigen, weitere Staatsanleihen zu kaufen, um mit diesem geldpolitischen Mittel die schleppende Konjunkturerholung zu befeuern. Dass ein solcher Schritt kommen wird, gilt als sicher. Spekuliert wird jedoch über Volumen, Zusammensetzung und Laufzeit. Gemutmaßt wird über einige Hundert Mrd. US-Dollar über den Zeitraum mehrerer Monate. Fed-Chef Ben Bernanke hatte die Möglichkeit der sogenannten quantitativen Lockerung bereits Ende August in die Debatte eingebracht. Seither stiegen die US-Indizes kräftig, während der US-Dollar deutlich an Wert verlor. Schwer vorherzusehen ist, wie die Wall Street auf die wie dann auch immer ausfallenden Maßnahmen reagieren wird. Angefangen bei euphorisch über keine Reaktion bis hin zu enttäuschend scheint alles möglich. Entsprechend hielten sich die Akteure wohl auch jüngst erneut zurück. Zudem stehen in der nächsten Woche wichtige Konjunkturdaten (ISM-Indizes, Arbeitsmarktbericht) auf der Agenda. Zudem finden in den USA Kongresswahlen statt. Die kommende Woche wird somit äußerst spannend und es darf mit größeren Bewegungen als zuletzt an den US-Aktienmärkten gerechnet werden. Offen ist jedoch die Richtung. mehr...
Sonntag 24. Oktober 2010
Deutschland: Erneut sehr fest
Während in den USA die Berichtssaison für das dritte Quartal bereits auf Hochtouren läuft und entsprechend auch hierzulande für Impulse sorgt, beginnen die deutschen Firmen hinsichtlich ihrer Bilanzen nun erst langsam Fahrt aufzunehmen. Mit ihren ersten Eckdaten zu überzeugen wussten jüngst beispielsweise BASF (siehe Aktie der Woche) und Heidelberger Druck, was sich in kräftig steigenden Kursen manifestierte. Weiter zulegen konnten auch die deutschen Aktienindizes, allen voran der DAX. Er ließ sich auch von der Zinserhöhung in China oder dem Währungsstreit zwischen der Volksrepublik und den USA – Punkte, die an der Wall Street verunsicherten – kaum stören. Stattdessen koppelte sich der Deutsche Leitindex erneut von der Entwicklung der US-Aktienmärkte ab und kletterte erstmals seit August 2008 wieder über die Marke von 6.600 Punkten. Vielleicht werden die deutschen Firmenpapiere zunehmend interessanter für ausländische Anleger wegen der hiesigen robusten Konjunktur. Dazu passend fiel das ifo Geschäftsklima aus, das im Oktober seinen Höhenflug überraschend fortgesetzt hatte. Außerdem könnten institutionelle Investoren angesichts des nahenden Jahresendes wegen der zuletzt freundlichen Entwicklung unter Performance-Druck geraten und somit für weitere Zuwächse sorgen. Die Korrekturgefahr bleibt jedoch wegen der zuletzt vollzogenen Rallye. mehr...
Sonntag 24. Oktober 2010
Europa: Griechische Aktien gefragt
An den europäischen Aktienmärkten überwogen in der vergangene Woche die positiven Vorzeichen. Der EURO STOXX 50 stieg um 1,1%. Die größten Zuwächse verzeichneten indes die griechischen Indizes. Der FTSE Greece legte um 3,8% zu und kletterte über die Hürde von 288 Punkten. Der Ausbruch könnte Spielraum bis in den Bereich von 340 Zählern eröffnen, in dem sich eine Hürde befindet, deren Überschreiten dann einen charttechnischen Doppelboden komplettieren würde, was längerfristig bullish wäre. Unterdessen sucht man bei der Staatsverschuldung Griechenlands noch den tatsächlichen Boden. Jüngst gab es erneut Zweifel an den Haushaltszahlen des stark verschuldeten Staates. Das Europäische Statistikamt (Eurostat) will dem größten Defizitsünder der EU daher künftig genauer auf die Finger schauen. Es kündigte an, die Qualität der statistischen Quellen für die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung genau zu überprüfen. Angesichts der noch unklaren tatsächlichen Verschuldung fehlt Griechenland bislang auch in den jüngst veröffentlichten Defizitzahlen der EU. Laut diesen hat sich vor allem die Schuldenlage in Irland wegen der dortigen Bankenkrise weiter verschlechtert. Gemessen an der Neuverschuldung von 14,4% des Bruttoinlandsprodukts ist das Land der zweitgrößte Defizitsünder. Auf den Plätzen folgen Großbritannien (11,4%) und Spanien (11,1%). mehr...
Sonntag 24. Oktober 2010
USA: Ohne große Dynamik
Wie schon in der Vorwoche konnten die US-Aktienmärkte auch an den vergangenen fünf Handelstagen gemessen an der Gesamtperformance keine große Dynamik entwickeln. Von einer ruhigen Woche kann dennoch nicht die Rede sein. So ging es beispielsweise am Dienstag deutlicher abwärts. Zum einen belastete der überraschende Zinsschritt in China, der Konjunktursorgen nährte und somit wohl Auslöser für Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Zuwächsen in den vergangenen Wochen an der Wall Street war. Für Verunsicherung sorgte außerdem die anhaltende Debatte über Ungereimtheiten bei Zwangsvollstreckungen auf dem US-Häusermarkt im Zusammenhang mit der Immobilienkrise, die für neue Belastungen bei den Finanzinstituten sorgen könnten. Auch eigentlich starke Zahlen von Apple und IBM vom Montag nach Börsenschluss konnten die Stimmung am Gesamtmarkt nicht heben. Am Mittwoch folgte jedoch sogleich eine Gegenbewegung und die US-Indizes glichen ihre Vortagesverluste wieder größtenteils aus. Geholfen haben dabei auch einige gute Bilanzen wie die von Boeing. Gute Quartalszahlen gab es auch am Donnerstag (z. B. McDonald’s, Caterpillar, Home Depot, eBay). Wenig impulsgebende Konjunkturdaten sowie die Sorgen über einen Währungskrieg bremsten jedoch. Und auch am Freitag nahmen die US-Indizes kaum Fahrt auf, hielten sich bis auf den Dow Jones aber im Plus. mehr...
Sonntag 17. Oktober 2010
Deutschland: Dickes Plus
Die deutschen Aktienindizes stiegen jüngst kräftig. Beim DAX ging es 3,2% aufwärts. Er kletterte zwischenzeitlich über 6.500 Zähler, erreichte ein Niveau wie seit September 2008 nicht mehr und damit den höchsten Stand seit dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers. Vom Tief im März 2009 bei 3.589 Punkten hat der Leitindex damit um mehr als 80% zugelegt. Durch den kräftigen Anstieg in der vergangenen Woche überwand er auch endlich die Hürden bei 6.342 und 6.387 Zählern, die zuletzt immer wieder einen Anstieg deckelten. Der Ausbruch könnte somit aus charttechnischer Sicht für weiter steigende Kurse sprechen. Zwar sind nun einige technische Indikatoren im überkauften Bereich angekommen, wie der RSI, allerdings könnte dies auch Ausdruck von zunehmender Dynamik sein und somit ebenfalls für weitere Zuwächse sprechen. Ferner gab es im Wochenverlauf ein Kaufsignal beim MACD. Kurzum, weiter steigende Notierungen sind rein technisch betrachtet nicht ausgeschlossen, selbst wenn die Entwicklungen am Donnerstag und Freitag auch ein gewisses Maß an Unsicherheit und Unentschlossenheit signalisieren. Für weitere Zuwächse muss daher wohl auch die Wall Street mitspielen. Entscheidend für die weitere Entwicklung könnte außerdem sein, wie die hiesigen Frühindikatoren (ZEW Konjunkturerwartungen, ifo Geschäftsklima) in der nächsten Woche ausfallen. mehr...
Sonntag 17. Oktober 2010
Europa: Auf den Euro achten!
Die europäischen Aktienmärkte knüpften jüngst an die positive Entwicklung aus der Vorwoche an und es überwogen erneut die positiven Vorzeichen. Zu den stärksten Indizes gehörten der NASDAQ OMX Tallinn sowie der türkische ISE 100, beide markierten neue Allzeithochs. Letzterer liegt im bisherigen Jahresverlauf um mehr als 32% vorn. Besser schnitten nur die baltischen Indizes ab, angeführt vom genannten NASDAQ OMX Tallinn, der inzwischen fast 58% Plus auf der Habenseite hat. Deutlich zulegen konnten in der vergangenen Woche auch die deutschen Indizes, wohl auch angetrieben von den positiven Konjunkturaussichten, die durch das Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute unterfüttert wurden. Der EURO STOXX 50 legte um 2% zu. Für die Eurozone gab es mit den Daten zur Industrieproduktion positive Fakten. Sie hatte im August mit 1% zum Vormonat überraschend stark zugelegt. Auf Jahressicht gab es ein Plus von 7,9%. Den Ländern der Eurozone kam dabei sicherlich auch die Schwäche des Euro zugute, da dies die Waren für Abnehmer außerhalb des Währungsraums preislich vergleichsweise attraktiver machte. Allerdings stellt sich die Frage, ob der Euro, der zuletzt wieder deutlich an Stärke gewonnen hat, weiter aufwertet, was vor allem für exportabhängige Länder wie Deutschland wieder zu einem Problem werden könnte. mehr...
Sonntag 17. Oktober 2010
USA: NASDAQ fest, sonst eher mau
Positiv, aber ohne große Dynamik, damit lässt sich überwiegend die Entwicklung an den US-Aktienmärkten in der vergangenen Woche zusammenfassen. Nach der sehr positiven Reaktion auf einen schwachen Arbeitsmarktbericht für September am Freitag der Vorwoche, der aber immerhin die Annahme weiterer Konjunkturstützen durch die US-Notenbank schürte, hielten sich die Investoren zum Start in die neue Börsenwoche etwas zurück. Sie warteten auf die nächsten Bilanzen und damit auf Impulse für die weitere Entwicklung. Die starken Zahlen von Intel und J. P. Morgan Chase hoben dann Mittwoch die Stimmung am Gesamtmarkt, wenngleich die Kurse der beiden Unternehmen nachgaben und auch die Zuwächse bei den Indizes im Rahmen blieben. Am Donnerstag folgten dann leichte Verluste. Zum einen waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker gestiegen als erwartet. Zum anderen drückten die Bankenwerte auf die Stimmung, angesichts der Sorgen, dass die nun zu Tage getreten Ungereimtheiten bei Zwangsvollstreckungen auf dem Häusermarkt neue Belastungen nach sich ziehen könnten. Am Freitag gab es dann überwiegend besser als erwartete Konjunkturdaten. Dem standen enttäuschend aufgenommene Zahlen von General Electric und eine bejubelte Bilanz von Google gegenüber. Der Dow fiel. Der NASDAQ Composite stieg kräftig und das auch zur Vorwoche. mehr...
Sonntag 10. Oktober 2010
Deutschland: Zumeist positiv
Bis auf den TecDAX konnten die deutschen Indizes in der vergangenen Woche zulegen. Der Start war dabei zunächst wenig gelungen und am Montag sorgten Gewinnmitnahmen und fehlende klare Kaufargumente für Verluste. Tags darauf gab es dann mit starken Konjunkturdaten aus den USA jedoch Gründe für Käufe und die hiesigen Aktienmärkte zeigten eine feste Tendenz. Die Gewinne wurden am Mittwoch ausgebaut, bevor am Donnerstag wieder Zurückhaltung vorherrschte und es nach zwischenzeitlichen Gewinnen am Ende ein uneinheitliches Bild bei den deutschen Indizes gab. Am Freitag standen dann auch hierzulande die US-Arbeitsmarktdaten besonders im Fokus, die aber letztendlich für keine klare Richtungsentscheidung sorgten. Seitens der hiesigen konjunkturellen Lage gab es in der vergangenen Woche überwiegend zuträgliche Fakten. Beispielsweise fielen der Auftragseingang sowie die Produktion im verarbeitenden Gewerbe, jeweils für August, besser aus als erwartet. Und auch der Umsatz in der Industrie konnte im August wieder zulegen, nachdem es im Vormonat einen Rückgang gab. Positive Signale kamen auch vom Internationalen Währungsfonds (IWF), der seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr 2010 von bislang 1,4% auf 3,3% kräftig anhob. Die deutschen Exporte für August gingen indes erneut zurück, allerdings etwas weniger stark als im Vormonat. mehr...
Sonntag 10. Oktober 2010
Europa: EZB bleibt ihrem Kurs treu
An den europäischen Aktienmärkten überwogen jüngst die positiven Vorzeichen. Der EURO STOXX 50 legte um 1,9% zu. Im Wochenverlauf hatte er zwar zwischenzeitlich die Unterstützung bei 2.694 Punkten getestet, konnte sich davon aber wieder nach oben absetzen und verabschiedete sich nur knapp unter der Hürde 2.789 Zähler ins Wochenende. In der Eurozone ein wichtiger Termin war die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, die wie erwartet das historisch niedrige Leitzinsniveau bestätigte. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sieht jedoch zwei Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise immer mehr Zeichen für eine allmähliche Normalisierung der Geldmärkte, auch wenn er einräumte, dass trotz eines deutlichen Rückgangs der Liquidität und auch der Nachfrage nach Zentralbankgeld die Banken in der Eurozone noch immer vom Geld der Notenbank abhängig sind. Ferner bekräftigte er, dass die EZB ihren Kurs der schrittweisen Rückführung ihrer unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen beibehält. Wann der EZB-Rat über den im Frühjahr wegen der Griechenland-Krise unterbrochenen Ausstieg aus dieser Politik des billigen Geldes entscheiden wird, ließ Trichet jedoch offen. Der Euro profitierte davon und gewann weiter Stärke, nicht zuletzt, weil die US-Notenbank ihren Geldhahn weiter aufdrehen will, um die schwächelnde US-Wirtschaft zu stützen. mehr...
Sonntag 10. Oktober 2010
USA: Hoffen auf die Fed
Nach dem äußerst starken September, der den US-Indizes im dritten Quartal eine sehr positive Performance bescherte, darf man gespannt sein, ob sich die Aufwärtsbewegung im Oktober und im Schlussquartal 2010 fortsetzt. Zu Beginn der Woche schien bei den Akteuren an der Wall Street diesbezüglich noch keine klare Meinung vorzuherrschen. Am Montag ging es zunächst abwärts. Mäßige Wirtschaftsdaten und wohl Zurückhaltung aufseiten weiterer Konjunkturfakten sowie der beginnenden Berichtssaison im Wochenverlauf bremsten. Kräftig aufwärts ging es indes am Dienstag und die Vortagesverluste wurden mehr als kompensiert. Hier stützte zum einen der stärker als prognostizierte Anstieg des ISM-Index Dienstleistungen im September. Zum anderen nährte die überraschende Zinssenkung in Japan Spekulationen, dass auch andere Notenbanken weltweit, vor allem die Fed, weitere geldpolitische Taten folgen lassen, um der Konjunktur unter die Arme zu greifen. Am Mittwoch und Donnerstag bewegten sich die US-Indizes dann kaum von der Stelle. Abwarten hieß erneut die Devise. Die Donnerstag nach Börsenschluss vorgelegten Zahlen von Alcoa konnten dann ebenso überzeugen wie der am Freitag vorgelegte zwar schlechter als erwartete US-Arbeitsmarktbericht September, der aber die Annahme weiterer Konjunkturstützen durch die Fed nährte und somit für einen festen Wochenausklang sorgte. mehr...
Sonntag 03. Oktober 2010
Deutschland: SDAX baut Vorsprung aus
Nach dem erfreulichen ifo Geschäftsklimaindex in der Vorwoche gab es auch jüngst positive Nachrichten hinsichtlich der Konjunktur. Am Dienstag meldete die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) eine überraschend starke Verbesserung der Verbraucherstimmung im September. Angesichts des konjunkturellen Aufschwungs mit sinkenden Arbeitslosenzahlen sowie des moderaten Preisklimas, was wiederum die Anschaffungsneigung beflügelte, wird für Oktober beim Gesamtindikator ein Wert von 4,9 Zählern prognostiziert. Dies ist der höchste Stand seit drei Jahren. Optimistisch zur Wirtschaftslage äußerte sich auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und erhöhte die Wachstumsprognosen 2010 und 2011. Harte Fakten gab es ferner aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Dort waren die Auftragseingänge im August zum Vorjahreszeitraum um 45% gestiegen. Die deutschen Aktienmärkte zeigten sich jedoch zumeist wenig beeindruckt. Der DAX gab 1,4% zur Vorwoche nach. Im Verlauf war er dabei zwischenzeitlich bis zur Hürde von 6.342 Zählern gestiegen, konnte sie aber erneut nicht überwinden. In der Woche Stärke zeigte unterdessen der SDAX (+1,9%), der auf das höchsten Niveau seit Juni 2008 kletterte. Er peppte damit seine Performance im bisherigen Jahresverlauf 2010 auf rund 23% auf und hat bei den deutschen Indizes weiterhin klar die Nase vorn. mehr...
Sonntag 03. Oktober 2010
Europa: Schwache Banken belasten
Zum Thema Staatsschuldenkrise gab es auch in der vergangenen Woche Neues. Zum einen rechnet Dominique Strauss-Kahn, Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Talfahrt Irlands nicht damit, dass die Eurozone schon bald den Rettungsschirm aktivieren muss. Ein weiterer Wackelkandidat, Spanien, hat unterdessen die Spitzenbonitätsnote „Aa1“ der Rating-Agentur Moody’s verloren. Wegen der trüben Wachstumsaussichten und einer nachlassenden Finanzstärke des Staates wurde das langfristige Rating auf „Aaa“ gesenkt. Spekulationen über eine Herabstufung drückten die spanischen Papiere bereits im Vorfeld. Am Ende fiel der IBEX 35 um 2,6% zur Vorwoche. Belastet von den spanischen Banken und europaweit schwachen Finanzwerten verlor auch der EURO STOXX 50 mit 2,1% deutlicher. Offenkundig wird die Schwäche im Bankensektor auch mit Blick auf den STOXX Europe 600 Banks. Mit 4,5% Minus war er schwächster Branchenindex in der vergangenen Woche. Seitens der Konjunktur gab es unterdessen erfreuliche Fakten. Zum einen hatte sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im September entgegen den Erwartungen weiter aufgehellt. Zum anderen stieg der Geschäftsklimaindex für die Eurozone überraschend und kletterte auf den höchsten Stand seit Ende 2007. Beides konnte aber nicht für nennenswerte positive Impulse sorgen. mehr...
Sonntag 03. Oktober 2010
USA: Was bringt der Oktober?
An den letzten Tagen im September gab es zwar Verluste, die Performance bei den US-Indizes in dem statistisch betrachtet schlechten Börsenmonat war jedoch deutlich positiv. Der Dow Jones legte um 7,7% zu, verzeichnete damit die beste Entwicklung in einem September seit 1939. Kräftig aufwärts ging es auch beim S&P 500 (8,8%). Noch besser schnitten NASDAQ Composite (+12%) und NASDAQ 100 (+13,1%) ab. Hauptantriebskraft für die Stärke im September bei den US-Indizes war wohl die zunehmende Zuversicht, dass ein erneutes Abrutschen in eine Rezession, als das befürchtete „Double Dip“, ausbleibt. Auch die Konjunkturdaten und Frühindikatoren konnten die Stimmung nicht trüben, wenngleich es nicht nur überzeugende gab. Der Fokus schien zuletzt jedoch auf den Punkten zu liegen, die zumindest positive Interpretationen zulassen. Nicht sicher ist jedoch, ob sich diese Entwicklung im Oktober fortsetzt. Der Auftakt am vergangenen Freitag mit dem sinkenden, aber besser als erwarteten ISM-Index Industrie war aber immerhin leicht positiv. In der nächsten Woche stehen dann mit dem ISM-Index Dienstleistungen und dem Arbeitsmarktbericht weitere wichtige Daten an. Außerdem beginnt die Berichtssaison für das dritte Quartal. Die Firmen müssen dann mit ihren Ergebnissen und Ausblicken zeigen, dass die kräftigen Zuwächse im September gerechtfertigt sind. mehr...
Sonntag 26. September 2010
Deutschland: Vor dem Wochenende sehr fest
Nach einem festen Start rutschten die deutschen Aktienmärkte im Wochenverlauf zunächst nach unten ab. Auch der am Freitag vorgelegte ifo Geschäftsklimaindex, der für September eine überraschend weiter gestiegene Stimmung bei den deutschen Firmen offenbarte, konnte zunächst kaum Aufwärtsimpulse setzen. Das marginale Plus beim ifo-Index von 106,7 auf 106,8 Zähler ist vor allem auf die weiter steigende Lagebeurteilung zurückzuführen, während die Geschäftserwartungen erneut sanken. Letzteres deutet auf eine verlangsamte wirtschaftliche Erholung hin. Am Freitagnachmittag starteten die deutschen Indizes, dank gut aufgenommener US-Konjunkturdaten, jedoch durch. Sie legten kräftig zu und verbuchten zur Vorwoche somit Gewinne. Der DAX stieg um 1,4%. Aus charttechnischer Sicht war er am Montag zunächst über die Hürden von 6.229 und 6.248 Punkten gesprungen und kletterte am Dienstag in der Spitze auf 6.340 Zähler. Noch am gleichen Tag fiel er aber wieder nach unten. Es sah daher nach einem erneuten Scheitern an der 6.342er-Hürde aus, sodass sich die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate fortsetzen könnte. Sollte sich dies bewahrheiten, ist ein erneuter Rücksetzer in den Bereich um 5.870 Zähler denkbar. Der Aufwärtsimpuls vor dem Wochenende könnte jedoch auch ein Indiz für einen erneuten Versuch sein, die Hürden 6.342/6.387 Zähler zu knacken. mehr...
Sonntag 26. September 2010
Europa: Staatschuldenkrise bleibt Thema
Nach einem überwiegend freundlichen Auftakt drehten die meisten europäischen Aktienmärkte im Wochenverlauf zunächst nach unten ab, zeigten dank der steigenden Kurse am Freitag aber überwiegend eine positive Wochenperformance. Stärker im Fokus stand wieder einmal das Thema Staatsschuldenkrise. Die Risikoaufschläge für irische und portugiesische Staatsanleihen kletterten auf neue Rekordhochs und machten deutlich, dass hier noch einiges im Argen liegt. Zwar beruhigte sich die Lage dank der erfolgreichen Platzierung einer irischen Anleihe zwischendurch etwas, die enttäuschenden Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Irlands nährten jedoch neue Befürchtungen. Die Wirtschaft ist im zweiten Quartal wieder um 1,2% geschrumpft, nachdem zu Jahresbeginn noch ein Wachstum von 2,2% verzeichnet wurde. Eine schwache Konjunktur dürfte es nicht einfacher machen, das Haushaltsdefizit bis 2014 wieder unter die Marke von 3% zu drücken. 2009 lag es bei 14,3% des BIP und war damit sogar noch größer als das von Griechenland (13,6%). Die Abschläge am irischen Aktienmarkt hielten sich jedoch in Grenzen. Der EURO STOXX 50 legte indes um 1,2% zur Vorwoche zu, ungeachtet der überraschend kräftig gesunkenen Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone im September, die die Annahme einer spürbaren Abschwächung der Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr unterfüttern. mehr...
Sonntag 26. September 2010
USA: Fest ins Wochenende
Die US-Indizes starteten sehr fest in die Handelswoche. Für Rückenwind sorgte wohl das nun offiziell erklärte Ende der Rezession per Juni 2009. Daneben schien sich der Tenor zu verstärken, dass sich die US-Wirtschaft in nächster Zeit zwar holprig entwickeln dürfte, es aber nicht zu einem erneuten Abrutschen in die Rezession kommt. An den folgenden Handelstagen ging den US-Indizes jedoch die Puste aus. Am Dienstag im Fokus stand dabei die Sitzung der US-Notenbank, die wie erwartet nichts an den Leitzinsen änderte. Allerdings ließ sie in ihren Kommentaren die verstärkte Sorge vor einer Deflation durchblicken. Außerdem konnten die Erklärungen dahingehend gedeutet werden, dass die Fed eine weitere Lockerung der bereits sehr expansiven Geldpolitik, womöglich durch weitere Käufe von Staatsanleihen, vorbereitet. Insgesamt waren die Kommentare aber offenbar nicht einfach zu interpretieren und die Wall Street zeigte sich Dienstag und Mittwoch eher unschlüssig. Etwas stärker abwärts ging es am Donnerstag, wozu auch die enttäuschenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) beitrugen. Am Freitag folgten dank ermutigender Konjunkturdaten jedoch kräftige Zuwächse. Vor allem die Auftragseingänge langlebiger Güter (ohne Transport) für August waren deutlich besser als erwartet. Die US-Indizes verbuchten daher zur Vorwoche kräftigere Gewinne. mehr...
Sonntag 19. September 2010
Deutschland: Lethargie vor Verfallstag
Die deutschen Aktienmärkte knüpften in der vergangenen Woche zunächst an die positive Entwicklung aus der Vorwoche an. Gleich am Montag ging es aufwärts, gestützt von robusten Daten zur chinesischen Industrieproduktion sowie den positiv aufgenommenen, neuen Kapitalregeln für Banken (Basel III). Die Kauflaune hielt sich jedoch in Grenzen. Auch an den folgenden Tagen bewegte sich der DAX kaum. Eine eher untypische Entwicklung angesichts des großen Verfallstages am Freitag, kommt es vor solchen doch oft zu einer größeren Volatilität. Mehr Dynamik gab es dann am Verfallstag selbst, der DAX machte, wohl auch dank positiver Vorgaben von der Wall Street, gleich zu Beginn einen Satz nach oben. Dann rutschte er jedoch wieder ab, schloss im Minus und gab damit auch zur Vorwoche insgesamt um 0,1 Prozent nach. Im Plus halten konnten sich indes TecDAX und MDAX. Aus charttechnischer Sicht löste der DAX am Freitag zunächst die kurzfristige Handelsspanne von etwa 6.230 bis 6.290 Punkten nach oben auf. Er drehte 21 Punkte vor Erreichen der Hürde von 6.342 Zählern aber nach unten ab, fiel durch die Spanne durch und schloss unter den zu Wochenbeginn übersprungenen Marken 6.229 und 6.248 Punkte. Wegen des verzerrenden Verfallstages bleibt jedoch abzuwarten, ob es sich um eine nachhaltige Entwicklung handelt oder es eventuell doch nur ein Fehlsignal war. mehr...
Sonntag 19. September 2010
Europa: Türkei und Händler ganz vorn
Die europäischen Aktienindizes zeigten in der vergangenen Woche eine gemischte Tendenz. Kräftig aufwärts ging es dabei bei den türkischen Firmenpapieren. Der ISE National 100 kletterte um 5,1 Prozent und erreichte ein neues Allzeithoch. Für Rückenwind sorgte die Zustimmung zum von der Regierung unter Führung von Ministerpräsident Tayyip Erdoğans vorgelegten Referendum, in dem es um die lange umstrittene Reform der Verfassung ging. Mit der Neuerung nach EU-Format rückt das Land nun näher an Europa heran, wird sie doch als wichtiger Schritt auf dem Weg in die Europäische Union bewertet. Abgeben musste in der vergangenen Woche indes der EURO STOXX 50, der nach freundlichem Beginn 0,8 Prozent verlor. Er versuchte sich dabei am Widerstand von 2.788 Punkten, der auch zu Wochenbeginn überwunden wurde, verabschiedete sich aber darunter ins Wochenende. Beim Blick auf die europäischen Branchen war in der vergangenen Woche der STOXX Europe 600 Retail (Handel) ganz vorn, der mit dem Sprung über die Hürden 275 (50-Prozent-Retracement) und 280 (Zwischenhoch Mai) ein Kaufsignal lieferte. Von den enthaltenen Werten legten beispielsweise der britische Bekleidungshändler Next (kräftig gestiegener Profit im ersten Halbjahr) und der französische Einzelhändler Carrefour kräftig zu. Letzterer will sein Ladennetz modernisieren und kündigte steigende Umsätze und Gewinne bis 2015 an. mehr...
Sonntag 19. September 2010
USA: Technologie besonders gefragt
Die US-Aktienmärkte setzten jüngst ihre positive Tendenz seit Anfang September fort. Vor allem am Montag ging es aufwärts. Zum einen stützten hier die positiven Konjunkturdaten aus China (Industrieproduktion August), was womöglich die Sorgen vor einem erneuten Abgleiten der Weltwirtschaft in eine Rezession minderte. Zum anderen fielen die am Wochenende beschlossenen strengeren Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel III) weniger streng aus als erwartet. Insbesondere die relativ lange Übergangsfrist für die Umsetzung sorgte für freundliche Stimmung. Zudem ist mit den Beschlüssen nun eine auf der Finanzbranche lastende Unsicherheit vom Tisch. Von Dienstag bis Freitag ließ die Dynamik bei den US-Leitindizes jedoch nach. Selbst die vielen Konjunkturdaten, die zum Teil enttäuschten (NY Fed Empire Man. Index, Philadelphia Fed Index, Industrieproduktion, Verbraucherstimmung Uni Michigan), manchmal aber auch positiv überraschten (Einzelhandelsumsätze, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe), setzten keine größeren Impulse. Mit Blick auf die Einzelwerte zeigten vor allem die großen Technologiewerte weiter Stärke, was Ausdruck für zunehmenden Konjunkturoptimismus sein könnte. Der NASDAQ 100 legte überproportional zu und knüpfte damit an die seit Anfang September auszumachende Outperformance gegenüber S&P 500 und Dow Jones an. mehr...
Sonntag 12. September 2010
USA: Überwiegend stabile Entwicklung
Die US-Börsen haben sich im Wochenverlauf fester entwickelt. Sowohl S&P 500 als auch Dow Jones konnten dabei von erfreulichen ökonomischen Zahlen profitieren, nachdem zur Wochenmitte Sorgen um das europäische Bankensystem etwas gebremst hatten. So stellten 451.000 Amerikaner erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe, erwartet worden waren jedoch 470.000. Die Zahl der Erstanträge sank damit auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten. Darüber hinaus schrumpfte das Handelsbilanzdefizit in den USA im Juli so deutlich, wie seit 17 Monaten nicht mehr, es fiel zudem geringer als erwartet aus. Per saldo sank das Defizit auf 42,78 Mrd. US-Dollar. Damit reduziert sich die Abhängigkeit der USA von den massiven Kapitalzuflüssen aus dem Ausland etwas. Beide Datensätze hätten die Hoffnung auf eine schnellere Konjunkturerholung erhöht, hieß es im Handel. Keine Belastung ging von dem am Mittwoch veröffentlichten „Beige Book“ der US-Notenbank Fed aus. Das Wirtschaftswachstum in den USA hat sich nach Angaben der Fed zuletzt etwas verlangsamt. Bei den Einzeltiteln stach der US-Pharmakonzern Pfizer hervor. Das Unternehmen aus New York kündigte diese Woche die Übernahme der FoldRx Pharmaceuticals an. Die Aktie verteuerte sich um knapp 4%. mehr...
Sonntag 05. September 2010
In Erwartung des US-Arbeitsmarktberichts schwankte der Dow Jones zu Wochenbeginn noch um die 10.000 Punkte. Zur Wochenmitte sorgte dann allerdings der US-Einkaufsmanagerindex der Industrie für positive Impulse: Er war von 55,5 auf 56,3 Zähler gestiegen und hatte sich damit gegenüber dem Vormonat verbessert. Der Dow Jones reagierte darauf am Mittwoch mit einem Plus von 2,5%. Und schließlich fielen am Freitag die Zahlen zum amerikanischen Arbeitsmarkt weit weniger schlecht aus als befürchtet. So sank die Zahl der Beschäftigten lediglich um 54.000, während ein Verlust von 100.000 Arbeitsplätzen befürchtet worden war. Zwar stieg die Arbeitslosenquote von 9,5 auf 9,6 Prozent, dennoch wurden die Daten von den Marktteilnehmern positiv aufgenommen. Da störte es auch kaum, dass sich der ISM-Index für den Dienstleistungssektor unerwartet schwächer entwickelte. Er fiel von 54,3 auf 51,5 Zähler. Für gute Stimmung unter den Börsianern sorgte auch der Index der ausstehenden Hausverkäufe (Pending Home Sales) in den USA im Juli. Binnen Monatsfrist kletterte er um über 5%. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen hingegen einen Rückgang um ein Prozent angenommen. Trotz des Anstiegs liegt der Index jedoch immer noch knapp 20% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. mehr...
Sonntag 29. August 2010
Deutschland: DAX fällt unter 200-Tage-Linie
Jüngst gab es einige positive Fakten bezüglich der konjunkturellen Lage in Deutschland. Zunächst wurde das Rekordwachstum der deutschen Wirtschaft (Q2) mit 2,2% bestätigt. Ferner hat sich die Stimmung bei den deutschen Firmen im August überraschend aufgehellt. Das ifo Geschäftsklima legte entgegen den Erwartungen weiter zu. Es kletterte von 106,2 auf 106,7 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2007. Dank des Rekordwachstums in der Wirtschaft und einem robusten Arbeitsmarkt zeigten sich auch die hiesigen Verbraucher gut gelaunt. Das von den Marktforschern der GfK ermittelte Konsumklima hellte sich überraschend auf. Sie prognostizieren für September einen Wert von 4,1, nach 4,0 Punkten im Vormonat. Auf die hiesigen Aktienmärkte machten die jüngsten Fakten und Frühindikatoren jedoch keinen großen Eindruck. Stattdessen geht der Blick über den Atlantik. Die schlechte Stimmung in den USA bezüglich der dortigen konjunkturellen Aussichten sowie die deshalb fallenden Aktienkurse belasteten auch hierzulande. Der DAX gab weiter nach, rutschte unter die 200-Tage-Linie und testete die ersten Unterstützungen im Bereich von 5.750 bis 5.900 Punkten, hielt sich aber noch über der Marke von 5.870 Zählern. Hier besteht die Chance auf eine Gegenbewegung, wofür auch der freundliche Wochenausklang sprechen könnte. Ein Bruch wäre indes negativ. mehr...
Sonntag 29. August 2010
Europa: Erholung zum Wochenende
Nach den Verlusten in der Vorwoche starteten die meisten europäischen Aktienindizes freundlich in die neue Woche. Dann ging es jedoch zunächst abwärts, bis am Donnerstag ein Aufbäumen auszumachen war, dank Schnäppchenkäufen und überraschend positiven Zahlen französischer Firmen (L'Oréal, Credit Agricole). Am Freitag folgten positiv aufgenommene Aussagen von Ben Bernanke, was für eine fortgesetzte Erholung sorgte und sich somit die zwischenzeitlich größeren Verluste zur Vorwoche verringerten. Der EURO STOXX 50 sank daher nur um 0,5%. Auf die Stimmung hatten zunächst die weltweiten Konjunktursorgen gedrückt, auch angeheizt durch schlechte US-Daten. Gute Fakten aus dem Euroraum, wie der stärker als erwartet gestiegene Auftragseingang (+2,5%) in der Industrie im Juni oder das verbesserte Verbrauchervertrauen im August, hatten dem nichts entgegenzusetzen. Der EURO STOXX 50 rutschte zunächst unter die Unterstützung 2.618 Punkte, eroberte diese dank der festen Tendenz am Freitag aber wieder zurück. Von seinem Wochentief kaum erholt hat sich indes der irische ISEQ. Er verletzte seine Unterstützung bei 2.766 Zählern. Belastende Faktoren hier: Die Senkung der Bonität Irlands durch S&P sowie die schlechten Zahlen des Baustoffkonzerns CRH (Schwergewicht im ISEQ), die zu einem deutlichen Einbruch bei dessen Aktienkurs führten. mehr...
Sonntag 29. August 2010
USA: Ben hellt die Stimmung auf
Die Stimmung an den US-Aktienmärkten blieb zunächst angespannt. Bei den Investoren hielt sich offenbar die Angst vor dem Double Dip. Wohl auch, weil es seitens der Konjunkturdaten wenig Erfreuliches gab. Der Anstieg bei den Auftragseingängen für langlebige Güter Juli lag deutlich unter den Prognosen. Schlechter als erwartet waren ferner die Daten vom US-Hausmarkt (Verkäufe bestehende und neue Häuser Juli). Einen kleinen Lichtblick offenbarten lediglich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche), die unerwartet deutlich gesunken waren. Aber auch dies konnte die US-Indizes nicht positiv beeinflussen, der Dow Jones rutschte am Donnerstag unter 10.000 Punkte. Am Freitag wusste dann Ben Bernanke für positive Impulse zu sorgen. Seinen Worten zufolge ist die US-Notenbank für weitere konjunkturstützende Maßnahmen bereit und wird weitere unkonventionelle Maßnahmen ergreifen, sollte sich der Wachstumsausblick signifikant eintrüben. Die US-Indizes starteten kräftig durch und minimierten ihre bis dahin aufgelaufenen Verluste. In der nächsten Woche stehen jede Menge wichtige Konjunkturdaten an, unter anderem die ISM-Indizes und vor allem der Arbeitsmarktbericht für August. Es dürfte also genügend Gesprächsstoff vorhanden sein, und man darf gespannt sein, ob die Daten positive Impulse liefern oder die jüngst etwas aufgehellte Stimmung wieder trüben. mehr...
Sonntag 22. August 2010
Deutschland: DAX mit Fehlausbruch
Die deutschen Indizes starteten mit Gewinnen in die vergangene Woche. Vor allem am Dienstag ging es kräftig aufwärts, und sie trotzten damit dem schwachen ZEW-Index. Dessen deutlicher Rückgang von 24,2 auf 14 Zähler offenbarte, dass sich die Konjunkturzuversicht der deutschen Finanzexperten im August überraschend eingetrübt hat. Begründet wurde dies in erster Linie mit einer erwarteten Abschwächung der Weltkonjunktur. Zudem dürfte das sehr hohe Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr kaum zu halten sein. Im Gegensatz dazu hellte sich die Einschätzung zur konjunkturellen Lage weiter und zudem sehr kräftig auf. Am Mittwoch verzeichneten die deutschen Indizes nach einem impulsarmen Handel dann jedoch leichte Abgaben. Deutlich größere Verluste gab es am Donnerstag, angesichts schwacher US-Konjunkturdaten. Die sinkende Tendenz setzte sich am Freitag fort, sodass auch die Bilanz zur Vorwoche negativ ausfällt. Aus charttechnischer Sicht zeigte der DAX einen Fehlausbruch aus der Dreieckformation, in die er in der Vorwoche zurückgerutscht war. Im Zuge der darauf folgenden sinkenden Kurse verletzte er die Aufwärtstrendlinie (Zwischentiefs von Juli) sowie die Aufwärtstrendlinie seit Mai. Sollte Letzteres nicht schnell wieder ausgebügelt werden, dürften weitere Abgaben bis zunächst in den Bereich von 5.750 bis 5.900 folgen. mehr...
Sonntag 22. August 2010
Europa: Gegenwind in Dänemark
Zumeist freundlich zu Beginn der Woche, rutschten die europäischen Aktienmärkte in der zweiten Hälfte wieder ab, sodass vielerorts insgesamt Verluste zur Vorwoche zu verzeichnen sind. Einmal mehr nährten schwache makroökonomische Daten aus den USA die Zweifel an der Stärke der US-Wirtschaft, was daher auch in Europa für Zurückhaltung an den Aktienmärkten sorgte. Der EURO STOXX 50 gab um 2,4% nach und verletzte die Unterstützung bei 2.694 Punkten. Noch deutlicher sank der NASDAQ OMX Copenhagen 20, der jüngst mit 3,6% Verlust zu den Schwächsten gehörte. Dazu hat in erster Linie der Kurseinbruch bei Vestas Wind Systems von mehr als einem Fünftel beigetragen. Der weltweit führende Hersteller von Windkraftanlagen schockte seine Investoren mit einem weiteren Verlust. Nachdem der Konzern angesichts der Auftragsflaute 2009 bereits im ersten Quartal 2010 in die roten Zahlen gerutscht war, fiel im zweiten Jahresviertel entgegen den Erwartungen des Marktes ein weiterer Fehlbetrag an. Zudem musste der Vorstand die Prognosen für das Gesamtjahr kräftig kürzen. Trotz des Rückgangs in der vergangenen Woche und der eingetrübten Charttechnik bleibt der dänische Leitindex einer der Besten im bisherigen Jahresverlauf 2010 mit einem Plus von bis dato mehr als 18%. Nur der ukrainische Index und die baltischen Indizes entwickelten sich noch besser. mehr...
Sonntag 22. August 2010
USA: Konjunktursorgen vs. Übernahmefantasie
Die in der Vorwoche hoch gekochte Angst vor einem zweiten Abrutschen der USA in die Rezession war auch jüngst spürbar. Gleich am Montag wurde die Furcht vor dem Double Dip genährt von schwachen Stimmungsdaten vom US-Hausmarkt sowie dem nicht berauschenden NY Empire State Manufacturing Index. Die US-Indizes konnten sich bis Handelsende aber bis zur oder knapp in die Pluszone vorarbeiten. Am Dienstag folgten sogar größere Gewinne. Hier stützten wohl vor allem die ermutigenden Bilanzen von Wal-Mart und Home Depot sowie die Übernahmeofferte des Rohstoffriesen BHP Billiton für den Düngemittelhersteller Potash, was am Gesamtmarkt für Akquisitionsfantasie sorgte. Die Konjunkturdaten am Berichtstag waren indes gemischt. Während die Baubeginne und Baugenehmigungen im Juli schlechter ausfielen als erwartet, war die Industrieproduktion für Juli besser als prognostiziert. Nach leichten Zuwächsen am Mittwoch, gestützt von festen Einzelhandelsaktien, sorgten schlechte Konjunkturdaten am Donnerstag für kräftigere Verluste. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren unerwartet gestiegen, erreichten das höchste Niveau seit November 2009. Zudem brach der Philadelphia Fed Index ein. Am Freitag zeigten sich die US-Indizes dann uneinheitlich, und wie auch in der Vorwoche gaben Dow Jones und S&P 500 nach, während der NASDAQ Composite leicht zulegte. mehr...
Sonntag 15. August 2010
Deutschland: mit Korrektur
Nachdem DAX, MDAX und SDAX in der Vorwoche neue Hochs im bisherigen Jahresverlauf 2010 erreichten, diese aber nicht halten konnten und es nach dem Beginn einer Korrektur aussah, kristallisierte sich an den vergangenen Handelstagen tatsächlich eine solche heraus. Zwar starteten die deutschen Indizes noch sehr fest in die Woche, der SDAX markierte sogar ein neues Hoch 2010, dann hatten aber die Bären die Nase vorn. Die hochkochenden Konjunktursorgen drückten auf die Stimmung. Auch die vielen hiesigen Bilanzen konnten keine nachhaltigen Aufwärtsimpulse für den Gesamtmarkt setzen. Der DAX sank am Ende um 2,4%. Aus charttechnischer Sicht hielt dabei auch die in der Vorwoche noch knapp verteidigte Unterstützung bei 6.248 Punkten dem Abwärtsdruck nicht stand. Der Test am Dienstag verlief zwar noch erfolgreich, am Mittwoch ging es jedoch darunter. Ferner verletzte der Index die obere Abwärtstrendlinie seit Juni und fiel zurück in die Dreieckformation, die Anfang August nach oben aufgelöst wurde. Im Tief ging es abwärts bis knapp über die kurzfristige Aufwärtstrendlinie (Zwischentiefs von Juli). Sie verläuft aktuell bei etwa 6.078 Punkten. Sollte sie brechen, rückt die Aufwärtstrendlinie seit Mai bei derzeit rund 6.026 Zählern ins Visier, deren Bruch weitere Abgaben bis zunächst in den Bereich von 5.750 bis 5.900 nach sich ziehen könnte. mehr...
Sonntag 15. August 2010
Zugpferd Deutschland
Die sich in der Vorwoche abzeichnende nachlassende Aufwärtsdynamik wandelte sich jüngst in eine Korrektur - Europas Indizes gaben zumeist nach. Der EURO STOXX 50 schrumpfte um 2,6%. Ein belastender Faktor waren die Sorgen um die US- und damit auch die Weltwirtschaft. Zudem gab es eigene, wenig förderliche Daten bezüglich der Konjunkturlage: Die Industrieproduktion in der Eurozone war im Juni überraschend zum Vormonat gesunken; Griechenlands Wirtschaft schwächelt weiter, sank im zweiten Quartal mit 1,5% deutlich stärker als im Vorquartal (-0,8%). Zudem hat die Bank of England ihre Wachstumsprognosen für die britische Wirtschaft für die nächsten Jahre wegen der staatlichen Sparanstrengungen gesenkt. Kaum für stützende Impulse sorgten auch die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus der gesamten EU und der Eurozone, das jeweils um 1% zum relativ schwachen ersten Jahresviertel stieg. Binnen Jahresfrist ging es um je 1,7% aufwärts. Als Zugpferd erwies sich dabei die deutsche Wirtschaft, die mit einem BIP-Plus von 2,2% zum Vorquartal so stark zulegte, wie noch nie seit 1990. Auf Jahressicht ging es um 4,1% aufwärts. Die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten hellte sich dadurch aber nicht auf, was nicht verwundert, wird für das zweite Halbjahr doch allgemein von einer nachlassenden Dynamik beim Wirtschaftswachstum in Europa ausgegangen. mehr...
Sonntag 15. August 2010
USA: Angst vor dem Double Dip
Nachdem die US-Aktienmärkte den schlechten Arbeitsmarktbericht vom Freitag der Vorwoche zunächst gut wegsteckten, kochten die Konjunktursorgen an den zurückliegenden Handelstagen wieder stärker hoch. Vor allem auch dank der US-Notenbank. Im Vorfeld wurde spekuliert, dass sie weitere Maßnahmen in Aussicht stellen dürfte, um die Konjunkturerholung zu stützen. Und so kam es auch: Sie kündigte an, den Kauf von US-Staatsanleihen fortzusetzen, fängt also nicht an, den Geldhahn zuzudrehen. Die Erwartungen des Marktes wurden damit erfüllt, und die erste Reaktion am Dienstag nach der Ratssitzung war positiv, sodass die Verluste am Berichtstag eingedämmt wurden. Freude kam dennoch nicht auf, schließlich bedeuten weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft, dass es dafür Gründe geben muss. Weil auch die Notenbank mit Blick auf die Lage der US-Wirtschaft wieder ein negativeres Bild zeichnete als bisher, und es auch weltweit einige Konjunkturdaten gab, die für einen nachlassenden Aufschwung sprechen, nahm die Angst in den USA vor einem erneuten Abrutschen in die Rezession, also dem berüchtigten Double Dip, wieder zu. Vor allem am Mittwoch wurde daher Kasse gemacht, die US-Indizes knickten deutlicher ein. Angesichts wenig überzeugender Konjunkturdaten zeigten sie sich auch am Donnerstag und Freitag schwach und gaben zur Vorwoche insgesamt nach. mehr...
Sonntag 08. August 2010
Deutschland: Hält die 6.248er-Marke?
Die deutschen Aktienmärkte wurden in der vergangenen Woche von vielen US-Konjunkturdaten sowie der hierzulande auf Hochtouren laufenden Berichtssaison geprägt. Die Bilanzen und Ausblicke zogen jedoch teilweise sehr unterschiedliche Kursreaktionen nach sich. Der Gesamtmarkt ließ sich davon aber nicht nachhaltig beeinträchtigen und lange Zeit sah es nach satten Gewinnen zur Vorwoche aus. Der DAX stand in der Spitze 3,9% im Plus und markierte von Mittwoch bis Freitag jeweils ein neues Hoch im Jahresverlauf. Der bisherige Spitzenwert 2010 liegt nun bei 6.387 Punkten. Von diesem früh am Freitag erreichten Niveau rutschte der Index bis zum Handelsende jedoch wieder deutlich ab. Eine gesunkene deutsche Industrieproduktion Juni und vor allem der sehr schlechte US-Arbeitsmarktbericht Juli belasteten. Binnen Wochenfrist blieb es aber bei einem Plus von 1,8%. Auch konnte sich der Index über der Unterstützung bei 6.248 Punkten halten. Die lange rote Kerze am Freitag, der Abprall von der inneren Trendlinie im logarithmischen Chart nach unten sowie der Fall zurück unter die erst jüngst überwundene Marke von 6.342 Zählern (bisheriges Hoch 2010) sind jedoch Signale, die für weitere Abgaben sprechen könnten. Als Knackpunkt dürfte sich dabei die bereits erwähnte Haltezone von 6.248 Zählern erweisen. Ein nachhaltiger Bruch wäre klar negativ. mehr...
Sonntag 08. August 2010
Europa: nachlassende Dynamik
Die europäischen Aktienmärkte starteten sehr fest in Woche. Am Montag verbuchten die meisten Länderindizes kräftige Gewinne und profitierten von guten US-Konjunkturdaten. Im weiteren Wochenverlauf ging es dann jedoch eher zögerlich zu. Auch hier standen die Wirtschaftsfakten aus den USA im Fokus, die nicht immer überzeugten. Daneben dürfte auch der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht am Freitag für Zurückhaltung gesorgt haben. Dieser fiel schließlich deutlich schlechter aus als erwartet und sorgte vor dem Wochenende vielerorts für sinkende Indizes. Die gesamte Performance an den vergangenen fünf Handelstagen blieb dennoch meist positiv. Der EURO STOXX 50 legte um 1,4% zu. Nachdem er in der Vorwoche noch am Widerstand bei 2.789 Punkten (Zwischenhoch von Juni) scheiterte, gelang zwischenzeitlich ein deutlicherer Sprung darüber. Auch bereits ein Test der Hürde bei 2.838 Punkten, resultierend aus dem 38,2%-Fibonacci-Retracement, erfolgte. Beide konnten per Wochenschluss jedoch nicht überwunden werden, und die Aufwärtsdynamik ließ seit Montag merklich nach. Eine anhaltende Korrektur ist daher nicht ausgeschlossen, der sich dann zunächst die Unterstützungen bei 2.694 und 2.618 Punkten in den Weg stellen könnten. Mit Blick auf die Konjunktur beurteilte die EZB jüngst die Lage im Euroraum optimistischer als bisher. mehr...
Sonntag 08. August 2010
USA: feste Woche
In der vergangenen Woche gab es zwar weitere Bilanzen, zum Teil enttäuschend (Procter & Gamble, Dow Chemical), das Hauptaugenmerk lag aber wohl vor allem auf den vielen Konjunkturdaten, die zwischen gut und schlecht wechselten. Begonnen hat es am Montag mit guten Fakten. Sowohl der ISM-Index Industrie für Juli als auch die Bauausgaben im Juni waren besser als erwartet. Anders die Situation am Dienstag: Hier lagen die ausstehenden Hausverkäufe und die Industrieaufträge unter den Prognosen. Am Mittwoch überzeugte dann der ISM-Index Dienstleistungen für Juli, da unerwartet gestiegen, was ein gutes Signal für die US-Wirtschaft ist, schließlich ist der Sektor der größte. Aber dann ist da noch die Sache mit dem US-Arbeitsmarkt. Zwar gab es am Mittwoch mit dem ADP-Arbeitsmarktbericht einen positiven Punkt, da dieser einen stärker als prognostiziert gestiegenen Stellenzuwachs offenbarte. Der geringere Rückgang bei den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag ließ die Investoren vor dem US-Arbeitsmarktbericht Juli am Freitag jedoch wieder zurückhaltender agieren. Der Bericht war deutlich schlechter als erwartet. Die US-Indizes reagierten zunächst mit kräftigeren Abschlägen, erholten sich bis zur Schlussglocke aber merklich, sodass sie nur geringe Verluste am letzten Handelstag einer insgesamt festen Woche verbuchten. mehr...
Sonntag 01. August 2010
Deutschland: Bilanzen im Fokus
Nach den Zuwächsen in der Vorwoche hielten sich die deutschen Kursbarometer an den vergangenen fünf Handelstagen zurück und verbuchten am Ende meist Verluste. Lediglich der SDAX zeigte einmal mehr Stärke und konnte sich mit 2,5% sogar recht deutlich im Plus behaupten, sodass er seit Jahresbeginn mit 17% nach wie vor Spitzenreiter bei den hiesigen Leitindizes ist. Der DAX gab zur Vorwoche um 0,3% nach. Der Blick auf den Tageschart zeigt dabei aus kurzfristiger Sicht, dass der Index am Zwischenhoch vom 15. Juli bei 6.248 Zählern gescheitert ist. Zudem fiel er zurück unter die kurzzeitig überwundene Abwärtstrendlinie, bestehend aus der Verbindung der Zwischenhochs von Juni und Juli 2010. Sollte nun die am Freitag bereits getestete Unterstützung bei 6.094 Punkten fallen, die zugleich etwa die Mitte des in den vergangenen Wochen gebildeten Konsolidierungsdreiecks darstellt, dürften weitere Verluste bis etwa in den Bereich von 6.000 Punkten folgen. Für Gesprächsstoff in den vergangenen Wochen sorgten die vielen Bilanzen und Prognosen, die zum Teil mit kräftig steigenden Kursen honoriert wurden (ProSiebenSat.1, Dt. Bank, Dt. Börse, Merck KGaA), teilweise aber auch deutliche Abschläge nach sich zogen (SAP, MTU Aero Engines, MAN). Seitens der Makroökonomie gab es ferner positive Fakten (steigendes GfK-Konsumklima, sinkende Arbeitslosenzahlen). mehr...
Sonntag 01. August 2010
Europa: Gewinne überwiegen
Am vergangenen Montag, dem ersten Handelstag nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des Banken-Stresstests, starteten die europäischen Aktienmärkte mit Gewinnen in die neue Börsenwoche. Vor allem die Bankwerte profitierten, die sich auch in den vergangenen fünf Handelstagen insgesamt sehr fest zur Vorwoche präsentierten (siehe Markt im Fokus). Auch die meisten Länderindizes verbuchten Zuwächse, wenngleich die Aufwärtsdynamik in der zweiten Wochenhälfte oft nachließ. Zu den größten Gewinnern gehörten griechische Aktien. Der FTSE/ATHEX 20 legte, gestützt vor allem von den festen Banktiteln, um 6,4% zu. Fest zeigte sich auch der österreichische ATX (siehe Chart), dem es gelang, über das Zwischenhoch von Juni zu klettern und nun die innere Abwärtstrendlinie seit Oktober 2009 anvisieren könnte. Der EURO STOXX 50 stieg um 0,9%, lag in der Spitze aber bereits mehr als 3% im Plus. Er scheiterte aus charttechnischer Sicht vorerst am Widerstand (Zwischenhoch von Juni) bei 2.789 Punkten. Sollte der Index bei eventuellen weiteren Verlusten Halt an der Unterstützung bei 2.694 Zählern finden, könnte er von dort ausgehend jedoch einen erneuten Versuch starten. Mit Blick auf die Konjunktur gab es in der vergangenen Woche positive Frühindikatoren aus der Eurozone. Wirtschaftsstimmung und Geschäftsklimaindex legten im Juli unerwartet deutlich zu. mehr...
Sonntag 01. August 2010
USA: positive Bilanz im Juli
Nachdem die Wall Street dank guter Daten vom US-Hausmarkt sowie positiven Firmennachrichten fest in die neue Börsenwoche gestartet war, ging ihr dann offenbar etwas die Puste aus. Am Dienstag drückte ein schwaches Verbrauchervertrauen für Juli auf die Stimmung und egalisierte damit erneut gute Quartalszahlen, sodass die US-Indizes am Ende nahezu unverändert notierten. Leichte Verluste folgten am Mittwoch. Zum einen waren die Auftragseingänge für langlebige Güter im Juni überraschend gesunken. Zum anderen wurde der Konjunkturbericht (Beige Book) für Juli vorgelegt, in dem die US-Notenbank davon sprach, dass es in mehreren Bezirken zu einer Verlangsamung oder gar zum Stillstand des Wirtschaftswachstums gekommen ist. Ebenfalls leichte Verluste folgten am Donnerstag. Wie schon am Vortag gab es erneut einige Enttäuschungen bei den Quartalsberichten. Gute Konjunkturnachrichten verhinderten aber größere Abschläge. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war etwas stärker als erwartet gesunken. Am Freitag belastete dann zunächst das Bruttoinlandsprodukt (Q2), das eine abnehmende Wachstumsdynamik zeigte, bevor dann der Optimismus wieder zunahm und es eine nahezu unveränderte Tendenz gab. Auch zur Vorwoche verharrten die US-Indizes nahezu auf der Stelle, verzeichneten aber im Juli insgesamt deutliche Aufschläge. mehr...
Sonntag 25. Juli 2010
Deutschland: "Wirtschaft wieder in Partylaune."
Nach einem schwachen Wochenbeginn konnten die deutschen Aktienmärkte zulegen und zur Vorwoche Gewinne verbuchen. Vor allem am Donnerstag ging es kräftig aufwärts. Eine Flut starker Firmenzahlen aus den USA sowie auch ermutigende Daten aus dem US-Immobiliensektor sorgten für Rückenwind. Am Freitag folgte dann eine positive Überraschung seitens der hiesigen Konjunktur. Der ifo Geschäftsklimaindex hatte im Juli zum Vormonat einen so starken Sprung gemacht wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen, bei denen Ökonomen von einem Rückgang ausgegangen waren, hellten sich auf. Für einige Volkswirte war der überraschend deutliche Anstieg des wichtigsten deutschen Frühindikators von 101,8 auf 106,2 Zähler ein Zeichen dafür, dass sich die zuletzt robuste wirtschaftliche Erholung fortsetzt. Der Präsident des ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, kommentierte die Zahlen gar mit den Worten: „Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune“. Der DAX legte zur Vorwoche um 2,2% zu. Er versuchte erneut, die charttechnischen Widerstände bei 6.094 und 6.168 Punkten zu überwinden, was per Wochenschluss bei letzterem aber nicht ganz gelang. In der nächsten Woche dürfte der Fokus hierzulande auf den weiteren zahlreichen Bilanzen liegen. Aus dem DAX werden unter anderem SAP, Deutsche Bank, Daimler, BASF, VW und Siemens berichten. mehr...
Sonntag 25. Juli 2010
Europa: zumeist positiv
Die europäischen Aktienmärkte präsentierten sich in der vergangenen Woche zumeist fester. Für Zuversicht sorgten einige gute US-Bilanzen. Aber auch aus Europa standen etliche Quartalszahlen auf der Agenda und überzeugten oft. Dazu gehörten die von Nokia, ABB, Unibail-Rodamco und Vodafone. Einen stützenden Einfluss hatten ferner die Rohstoffwerte, die von den weltweit wieder abgenommenen Konjunktursorgen profitierten und kräftig zulegten. Der STOXX Europe 600 Basic Resources als Gradmesser für die Branche war daher im Sektorenvergleich der größte Gewinner. Nicht ganz so üppig, aber ebenfalls stark waren die Zuwächse bei den Bankaktien. Hier herrschte Zuversicht, dass die mit Spannung erwarteten Ergebnisse des „Stresstests“ am Freitag nach Börsenschluss gut ausfallen werden. Sie taten es augenscheinlich auch und lieferten damit die gewünschte Beruhigungspille. Dennoch darf man gespannt sein, wie die Börsen in der nächsten Woche darauf letztendlich reagieren. In der vergangenen Woche verzeichneten die meisten europäischen Börsen Gewinne. Der EURO STOXX 50 legte um 2,8% zu. Geholfen haben dabei sicherlich auch positive Daten zur Konjunktur im Euroraum. Zum einen hatte die Geschäftstätigkeit im Juli überraschend an Dynamik gewonnen, wie die Einkaufsmanagerindizes (Markit Economics) implizierten. Ferner stieg das Verbrauchervertrauen im Juli überraschend. mehr...
Sonntag 25. Juli 2010
USA: wieder mit Gewinnen
Nach den Verlusten in der Vorwoche konnten die US-Indizes an den vergangenen fünf Handelstagen wieder zulegen. Allerdings gab es am Mittwoch einen Dämpfer. Die Aussagen des US-Notenbankchefs, Ben Bernanke, der im Zusammenhang mit dem Wachstumsausblick der heimischen Wirtschaft von einer ungewöhnlich hohen Unsicherheit sprach, nährten Konjunktursorgen. Am Mittwoch verzeichneten die US-Aktienmärkte daher größere Verluste. Gleich am Donnerstag starteten sie aber wieder durch. Zum einen halfen überzeugende Bilanzen, beispielsweise von Caterpillar, UPS, AT&T und 3M. Daneben gab es von der Konjunkturseite wieder zuträgliche Fakten. Die Verkaufszahlen bestehender Häuser (Juni) waren höher als erwartet und der Index der Frühindikatoren (Juni) ging nicht so stark zurück wie befürchtet. Allerdings gab es nicht nur Licht, wie die deutlich stärker als erwartet gestiegene Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) zeigte. Dies konnte die Stimmung jedoch nicht trüben. Von den nachbörslich veröffentlichten Bilanzen konnte man dies aber nicht in Gänze sagen, und die Zahlen von amazon.com enttäuschten. Am Freitag schaute die Wall Street aber vor allem über den Atlantik und honorierte den insgesamt positiv ausgefallenen „Stresstest“ mit Zuwächsen. Charttechnisch interessant ist, dass der S&P 500 über dem Abwärtstrend seit April ins Wochenende gehen konnte. mehr...
Sonntag 18. Juli 2010
Deutschland: am Ende doch mit Verlusten
Die deutschen Aktienmärkte setzten ihre Erholung aus der Vorwoche zunächst fort. Einige gute US-Quartalszahlen hellten dabei auch hierzulande die Stimmung in der ersten Wochenhälfte auf. Der ZEW-Index, der sich im Juli etwas stärker als erwartet eintrübte, bremste den Anstieg dabei kaum. Schwache US-Konjunkturdaten sorgten jedoch am Donnerstag für einen Rücksetzer und am Freitag sogar für stärker fallende Kurse. Am Ende gaben die deutschen Indizes daher doch nach. Der DAX sank um 0,4%. In der Spitze hatte er um 3% zugelegt. Nachdem er in der Vorwoche kurz vor Erreichen der unteren Aufwärtstrendlinie, bestehend aus der Verbindung der Zwischentiefs von März 2009 und Mai 2010, nach oben drehte und über die Hürden von 5.870 und 5.888 Punkten sowie die etwas steilere Aufwärtstrendlinie kletterte, überwand er dabei jüngst zwischenzeitlich auch die weiteren Widerstände bei 6.095 und 6.168 Zählern. Dann ging ihm jedoch die Puste aus und er entfernte sich wieder vom bisherigen Jahreshoch 2010 bei 6.342 Punkten. Vielleicht kann dieses aber erneut anziehend wirken. Ob dies zutrifft und es tatsächlich erreicht wird, bleibt jedoch offen. Sollte es der DAX aber schaffen, würde sich dann die Frage stellen, ob diesmal ein Sprung darüber gelingt oder dort erneut ein Rücksetzer folgt und sich die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate fortsetzt. mehr...
Sonntag 18. Juli 2010
Europa: griechische Aktien mit Kaufsignal?
Nach der Erholung in der Vorwoche prägten auch jüngst lange Zeit überwiegend Kursgewinne das Bild an den europäischen Aktienmärkten, bevor die Verluste am Freitag wegen schwacher US-Daten und sinkender US-Börsen viele Indizes doch noch ins Minus abrutschen ließen. Deutlich nach oben schnellten indes die griechischen Kursbarometer. Der FTSE/ATHEX 20 legte um 8,2% zu. Beim FTSE Greece Index (siehe Chart), waren es 7,6% Plus. Aus charttechnischer Sicht schickt er sich damit offenbar an, den Abwärtstrend aus der Verbindung der Zwischenhochs von Oktober 2009 und April 2010 zu überwinden, was, sollte ein nachhaltiger Ausbruch gelingen, für weitere Zuwächse sprechen könnte. Für Rückenwind sorgten wohl zum einen die Übernahmeaktivitäten im griechischen Bankensektor sowie die erfolgreiche Platzierung einer griechischen Staatsanleihe. Zum anderen gab es positive Nachrichten in Sachen Schuldenmisere. Glaubt man den vorläufigen Daten, war das Haushaltsdefizit Griechenlands im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 46% auf 9,65 Mrd. Euro stärker gesunken als von der Regierung mit 39,5% anvisiert. Für das ebenfalls schuldengeplagte Portugal gab es indes eine weitere Herabstufung (Moody‘s) der Bonität. Der Leitindex PSI-20 (-2,5%) gehörte innerhalb Europas zu den schwächsten Indizes der vergangenen Woche. Der EURO STOXX 50 gab 1,2% nach. mehr...
Sonntag 18. Juli 2010
USA: S&P 500 gescheitert
Der Startschuss zur US-Berichtssaison für das zweite Quartal ist gefallen. Die Hoffnungen im Vorfeld auf generell gute Bilanzen schienen sich angesichts erster gute Zahlen (Alcoa, Intel) zu bestätigen. An der Wall Street herrschte daher zunächst gute Stimmung, die Kurse stiegen. Allerdings kam dann Störfeuer von der Konjunkturseite. Weitere Daten reihten sich in die zuletzt immer wieder auszumachenden Enttäuschungen ein. Dazu gehörten die Einzelhandelsumsätze für Juni, die stärker als erwartet gesunken waren. Ins Bild passen die Erzeugerpreise für Juni. Zwar stiegen sie binnen Jahresfrist deutlich stärker als im Mai, der Rückgang zum Vormonat verstärkte jedoch die in den vergangenen Monaten immer wieder zu beobachtenden deflationären Tendenzen und könnten auf eine nachlassende Dynamik der US-Wirtschaft hindeuten. In dieses Horn stieß auch die US-Notenbank, die davon ausgeht, dass die Erholung langsamer verlaufen wird als erwartet, was ihrer Ansicht nach aber kein Grund zur Beunruhigung ist. Weitere Rückschläge folgten am Donnerstag (Industrieproduktion, Philadelphia Fed Index) sowie am Freitag (Verbraucherstimmung Uni Michigan). Hinzu kamen wenig inspirierende Bilanzen (GE, Bank of America, Citigroup). Vor dem Wochenende gab es daher dicke Verluste und der S&P 500 scheiterte vorerst daran, den Abwärtstrend seit Mai zu überwinden. mehr...
Sonntag 11. Juli 2010
Deutschland: DAX wieder über 6.000 Punkten
Das im Vergleich zur Vorwoche deutlich freundlichere Umfeld an den weltweiten Aktienmärkten trieb jüngst auch die deutschen Leitindizes an. Beim DAX ging es um 4% aufwärts. Aus charttechnischer Sicht war er am Montag noch in Richtung der unteren Aufwärtstrendlinie, bestehend aus der Verbindung der Zwischentiefs von März 2009 und Mai 2010, gerutscht. Kurz davor drehte er jedoch nach oben ab und kletterte danach über die in der Vorwoche verletzten Unterstützungen bei 5.870 und 5.888 Punkten. Zudem wurde die ebenfalls in der Vorwoche verletzte etwas steilere Aufwärtstrendlinie zurückerobert und die 6.000er-Marke wieder übersprungen. Neben diesen positiven charttechnischen Punkten gab es auch starke Signale seitens der Konjunktur, wenngleich die Daten von Mai somit bereits relativ alt sind. Vor allem der wichtige deutsche Außenhandel überraschte positiv. Die Ausfuhren kletterten zum Vorjahreszeitraum um 28,8% und damit so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. Eine freudige Überraschung war ferner die Produktion im verarbeitenden Gewerbe, die im Mai zum Vormonat um 2,6% und im Jahresvergleich um 12,4% zulegte. Angesichts der Daten rechnen viele Analysten mit einem starken Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal, gehen allerdings nach wie vor davon aus, dass sich die Wachstumsdynamik in der zweiten Jahreshälfte wieder abschwächt. mehr...
Sonntag 11. Juli 2010
Europa: Schnäppchenjäger greifen zu
An den europäischen Aktienmärkten konnten die meisten Länderindizes in der vergangenen Woche zulegen und sich damit von den Verlusten aus der Vorwoche erholen, diese teilweise sogar wieder mehr als ausgleichen. Sehr gefragt waren spanische Aktien. Der IBEX 35 legte um 9,5% zu. Ebenfalls sehr fest präsentierten sich die ungarischen Kursbarometer (siehe Markt im Fokus). Der EURO STOXX 50 stieg um 6,3%. Marktbeobachter sprachen davon, dass die jüngsten Kursverluste übertrieben waren und daher nun Schnäppchenjäger zugriffen. Daneben stützten die positiven US-Vorgaben. Zudem sind die Investoren offenbar zuversichtlich, dass die bevorstehenden Stresstests im europäischen Bankensektor nicht so schlecht ausfallen werden wie befürchtet. Und auch die zuletzt aufgekeimten Konjunktursorgen waren vorerst kein Thema mehr. Dazu trug auch die Europäische Zentralbank (EZB) bei, die für das abgelaufene zweite Quartal ein deutlich beschleunigtes Wirtschaftswachstum erwartet. Nach Einschätzung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird die Entwicklung in der Eurozone im Ausland außerdem oft zu negativ gesehen. Einen Rückfall in die Rezession erwartet er auch angesichts der in den meisten Euroländern eingeschlagenen radikalen Sparkurse nicht. Die EZB ließ ferner ihre Leitzinsen unverändert und signalisierte eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik. mehr...
Sonntag 11. Juli 2010
USA: kräftig erholt
Nach den deutlichen Verlusten in der Vorwoche zeigten die US-Indizes in der vergangenen verkürzten Woche, am Montag blieben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen, eine kräftige Erholung. Die Wall Street startete gleich am Dienstag mit deutlicheren Zuwächsen, konnte die zwischenzeitlichen Gewinne angesichts schwacher US-Konjunkturdaten, die damit an die Enttäuschungen aus der Vorwoche anknüpften, nicht in Gänze halten. Der ISM-Index Dienstleistungen für Juni sank deutlich stärker als erwartet. Am Mittwoch legten die US-Indizes jedoch an Dynamik zu, stiegen kräftig. Zur Begründung wurden Hoffnungen auf eine gute US-Berichtssaison genannt, die in der nächsten Woche startet. Berichten werden unter anderem der Aluminiumhersteller Alcoa (Montag), der innerhalb des Dow Jones traditionell den Anfang macht, Intel (Dienstag), JPMorgan Chase & Co. und Google am Donnerstag sowie General Electric am Freitag. Außerdem gibt es etliche Konjunkturdaten, nachdem es diesbezüglich in der vergangenen Woche ruhig zuging. Im Fokus standen und für weitere Zuwächse sorgten am Donnerstag jedoch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die überraschend deutlich gesunken waren. Vor dem Wochenende half dann erneut die Zuversicht auf gute Bilanzen, und die US-Indizes verbuchten insgesamt die beste Woche seit gut einem Jahr. mehr...
Sonntag 04. Juli 2010
Deutschland: erneut Verluste
Im jüngst beendeten zweiten Quartal 2010 kann gerade noch der SDAX mit 0,2% eine positive Performance aufweisen. Die übrigen deutschen Leitindizes gaben nach. So auch der DAX, der im Zeitraum April bis Juni 3,1% verlor. Mit 0,14% konnte er sich aber im ersten Halbjahr noch knapp im Plus behaupten. Angesichts der Verluste an den vergangenen fünf Handelstagen ist aber auch dieser kleine Zuwachs inzwischen zunichte gemacht. Insgesamt verlor der deutsche Leitindex 3,9% zur Vorwoche. Er verletzte dabei die Aufwärtstrendlinie (Verbindung der Zwischentiefs von März 2009 und Mai 2010) und auch die Unterstützungen im Bereich von 5.870 Punkten. Schwache Konjunkturdaten aus China und den USA ließen die Anleger an einer Fortsetzung der globalen wirtschaftlichen Erholung zweifeln und nährten damit die zuletzt aufgekeimten Sorgen um die Weltkonjunktur. Daran konnten auch die jüngsten Daten zur hiesigen Wirtschaft nichts ändern. Die Umsätze im deutschen Einzelhandel hatten im Mai zum Vormonat um 0,4% zugelegt, nachdem es im April einen Rückgang um 0,5% gab. Ferner ist der im Vorjahr schwer von der Rezession gebeutelte deutsche Maschinen- und Anlagenbau weiter im Aufwind. Der Auftragseingang lag im Mai real um 61% über dem Niveau des Vorjahresmonats und verzeichnete damit den stärksten Zuwachs seit Beginn der Erhebung im Jahr 1977. mehr...
Sonntag 04. Juli 2010
Europa: anhaltende Sorgen belasten
Die beiden Gipfel, G8 und G20, vom vergangenen Wochenende konnten für die europäischen Aktienmärkte keine nachhaltigen positiven Impulse liefern. Kein Wunder, war der Doppel-Gipfel wieder einmal nicht mehr als der einfache Versuch der Politik, zu suggerieren, dass sie reagiert und handlungsfähig ist. Die Investoren ließen sich davon aber nicht täuschen, und die dort gefassten Beschlüsse ändern nichts an der derzeit vorherrschenden Unsicherheit, wie auch den zuletzt stärker gewordenen Sorgen über eine nachlassende Dynamik der Wirtschaftserholung. Entsprechend war die vergangene Woche erneut von überwiegend sinkenden Länderindizes geprägt. Der EURO STOXX 50 verlor 4% und fiel weiter in Richtung der Tiefs von Mai und Juni. An dem Bereich von 2.500 bis 2.450 Zählern kratzte er zwar noch nicht, konnte sich auch von seinem Wochentief wieder etwas erholen, ein Test der Auffangzone muss jedoch weiterhin einkalkuliert werden. Mit Blick auf die Konjunktur in der Eurozone gab es in der vergangenen Woche eine positive Überraschung durch die Wirtschaftsstimmung, die sich im Juni wider Erwarten leicht aufgehellt hat. Mit dem Geschäftsklimaindex Juni stagnierte ein weiterer Frühindikator aber auf seinem revidierten Vormonatsstand. Die Europäische Zentralbank (EZB) forderte unterdessen abermals zum strikten Sparen auf, weil ihrer Ansicht alternativlos. mehr...
Sonntag 04. Juli 2010
USA: schwaches zweites Quartal
Die US-Indizes verbuchten in der vergangenen Woche erneut Verluste. Zum Start wurden dabei die schwammigen Beschlüsse von den G8- und G20-Gipfeln verarbeitet, wie das Ziel, die Staatsschulden in den nächsten Jahren zu senken. Die Vorhaben brachten aber keine großen Impulse, wenngleich die Investoren weiterhin befürchten, dass die Sparbemühungen die weltweite Konjunkturerholung dämpfen. Weitaus größer wurden die Sorgen über ein nachlassendes globales Wirtschaftswachstum am Dienstag. Es ging deutlich abwärts. Weitere Verluste folgten am Mittwoch angesichts schwacher Daten vom US-Arbeitsmarkt, die für die am Freitag anstehenden Zahlen der Regierung nichts Gutes erwarten ließen. Die Investoren hielten sich somit zum Ende eines insgesamt schwachen zweiten Quartals weiter zurück. Der Dow Jones hat von April bis Juni um 10% nachgegeben. S&P 500 sowie NASDAQ Composite sanken um jeweils rund 12%. Damit fällt auch die Bilanz im ersten Halbjahr mit Abgaben zwischen 6,3% und 7,6% negativ aus. Am Donnerstag sorgten dann schwache Konjunkturdaten (ISM-Index Industrie Juni, ausstehende Hausverkäufe Mai, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) für weitere Verluste. Weitere Enttäuschungen (Arbeitsmarktbericht, Auftragseingänge Industrie) und sinkende Kurse gab es vor dem verlängerten Wochenende. Am Montag bleibt die Wall Street feiertagsbedingt geschlossen. mehr...
Sonntag 27. Juni 2010
Deutschland: DAX dreht nach unten ab
Bis auf den SDAX (siehe Markt im Fokus) verbuchten die deutschen Indizes in der vergangenen Woche Verluste. Die andauernde Unsicherheit über die europäische Schuldenkrise, weitere mögliche Regulierungen der Finanzmärkte angesichts des G8-Gipfels, aber auch die anhaltenden Sorgen über die weltweite Wirtschaftsentwicklung belasteten. Selbst das ifo Geschäftsklima für Juni, das sich entgegen den Erwartungen leicht aufgehellt hat, konnte keine nennenswerten Aufwärtsimpulse liefern. Die etwas gesunkenen Konjunkturerwartungen als Teilkomponente des ifo Geschäftsklimas lassen eine Abschwächung des Aufschwungs zum Jahresende hin erwarten, was womöglich dämpfend gewirkt hat. Nach dem starken Wochenauftakt wurden daher wohl Gewinne mitgenommen. Der DAX drehte dabei kurz vor Erreichen des bisherigen Jahreshochs 2010 nach unten ab. Auch die vom ifo Institut von 1,5% auf 2,1% angehobene Wachstumsprognose für Deutschland konnte daran nichts ändern. Kaum Beachtung fand ferner das GfK-Konsumklima am Markt, das sich nach dem leichten Rückgang bei der vorherigen Umfrage nun trotz Sparpaket und Eurokrise stabil zeigte. Wie es hieß, ist die Bereitschaft zum Kauf von Fernsehern oder Möbeln so hoch wie seit September 2009 nicht mehr, was als Indiz gewertet wurde, dass die Fußball-WM, zumindest in einigen Branchen, eine kleine Sonderkonjunktur verursacht. mehr...
Sonntag 27. Juni 2010
Europa: Trichet findet Sparen gut
An den europäischen Aktienmärkten überwogen in der vergangenen Woche die Verluste. Zunehmende Unsicherheit angesichts der Staatsschuldenkrise, die viele Länder zum Sparen veranlasst und somit die konjunkturelle Erholung dämpfen könnte, drückte auf die Stimmung. Nach zwei Wochen mit steigenden Kursen werden daher erst einmal Gewinne mitgenommen. Der EURO STOXX 50 gab um 3,9% nach und rutschte wieder unter die in der Vorwoche überschrittene Hürde. Die Investoren ließen sich somit auch von den beschwichtigenden Worten von Jean-Claude Trichet, seines Zeichens Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), nicht beruhigen. Seiner Einschätzung nach werden die Sparpläne führender Volkswirtschaften der Eurozone keine ernsthaften Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung haben, sagte er in einem Interview. Außerdem sieht Trichet derzeit keine Gefahr einer Deflation. Auf der anderen Seite sind seinen Worten zufolge die Inflationsrisiken nach wie vor gut verankert. Er sprach sich ferner ausdrücklich für die Sparpläne in der Eurozone aus, da jede Maßnahme zur Reduzierung der Staatsverschuldung, die das Vertrauen der Verbraucher, Firmen und Investoren stärkt, gut für die Stabilisierung der konjunkturellen Erholung und den Abbau der Arbeitslosigkeit ist. Demnach würden die aktuellen Sparpläne das Wirtschaftswachstum eher fördern als bremsen. mehr...
Sonntag 27. Juni 2010
USA: einen Gang zurück
Nach zwei Wochen mit Gewinnen schalteten die US-Aktienmärkte jüngst einen Gang zurück. Zum Start sorgte noch die Ankündigung der chinesischen Zentralbank, die feste Bindung des Yuan wieder aufzuheben, zunächst für steigende Kurse. Dies stützte jedoch nicht nachhaltig und noch am Montag drehten die US-Indizes ins Minus. Es folgten deutlichere Verluste am Dienstag. Zum einen wegen der schwachen Ölwerte, die unter dem sinkenden Ölpreis sowie der Unsicherheit über die Regulierung von Tiefseebohrungen litten. Zum anderen gab es enttäuschende Daten vom US-Hausmarkt, waren die Verkäufe bestehender Häuser im Mai doch rückläufig. Noch schlechter fielen die Verkäufe neuer Häuser aus, die auf ein neues Rekordtief einbrachen, wie am Mittwoch bekannt wurde. Zwar signalisierte die US-Notenbank am Berichtstag eine Fortsetzung ihrer Niedrigzinspolitik, dies lieferte jedoch keine großen Kaufanreize. Solche blieben auch am Donnerstag aus. Stattdessen ging es weiter abwärts, wegen anhaltender Sorgen über eine geringere Dynamik der US-Konjunkturerholung. Am Freitag beruhigte sich die Wall Street etwas. Feste Finanzwerte stützten. Der Vermittlungsausschuss von Senat und Repräsentantenhaus hat sich bei der geplanten Reform der Finanzmärkte auf einen Gesetzentwurf geeinigt, mit dem die Finanzindustrie nicht so stark an die Kandare genommen wird, wie befürchtet. mehr...
Sonntag 20. Juni 2010
Deutschland: erneut mit Gewinnen
Die deutschen Aktienmärkte setzten ihre positive Tendenz aus der Vorwoche auch in der vergangenen fort. Ein stützender Faktor war die erfolgreiche Platzierung spanischer und irländischer Anleihen, was für etwas Erleichterung im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise sorgte. Vor diesem Hintergrund fanden selbst die eingetrübten Konjunkturerwartungen der deutschen Finanzexperten, die der ZEW-Index misst, nur kurzzeitig Beachtung. Der Frühindikator brach im Juni kräftig und dabei unerwartet deutlich ein. Er fiel zum Vormonat von 45,8 auf 28,7 Zähler. Und auch die Prognose des "Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut" (HWWI), das wegen der dämpfenden Wirkungen der europäischen Schuldenkrise seine Wachstumserwartung für Deutschland im Jahr 2011 von 2% auf 1,6% zurückgenommen hat, beeinflusste die Marktentwicklung kaum. Charttechnisch betrachtet kletterte der DAX über die Hürden bei 6.094 sowie 6.168 Punkten und überwand gleichzeitig die etwas steilere Aufwärtstrendlinie aus der Verbindung der Zwischentiefs von März 2009 und Februar 2010. Damit rückt nun das bisherige Jahreshoch bei 6.342 Punkten in greifbare Nähe. Allerdings könnte der Anstieg an den vergangenen Handelstagen auch maßgeblich durch den großen Verfallstag an den Terminbörsen beeinflusst worden sein, weshalb die jüngste Entwicklung mit Vorsicht zu betrachten ist. mehr...
Sonntag 20. Juni 2010
Europa: EU zum Alleingang bereit
Die europäischen Aktienindizes verbuchten in der vergangenen Woche Gewinne. Beim EURO STOXX 50 ging es um 3,7% aufwärts, und er setzte sich von der in der Vorwoche überwundenen Hürde bei 2.618 Punkten weiter nach oben ab, kletterte sogar über den nächsten Widerstand bei 2.694 Zählern. Zwar stand die Staatsschuldenkrise weiterhin im Fokus angesichts der Herabstufung der Bonität Griechenlands auf „Ramsch-Status“ durch Moody’s sowie Spekulationen über mögliche Finanzhilfen für Spanien. Weil die Herabstufung der griechischen Kreditwürdigkeit nicht unerwartet kam und sich die Gerüchte über die Finanzierungsschwierigkeiten Spaniens angesichts erfolgreicher Anleiheplatzierungen zerschlugen, beruhigte sich die Lage jedoch wieder. Davon profitierten insbesondere die Banken. Selbst die auf dem EU-Gipfel am Donnerstag gemachten Beschlüsse bremsten die Finanzwerte kaum. Die EU will bei den G8-und G20-Gipfeln Ende nächster Woche Bankenabgaben und Steuern auf Finanzgeschäfte weltweit durchsetzen. Scheitert die EU, ist sie zum Alleingang bereit. Ferner will sie bis Ende Juli erstmals offenlegen, wie krisenfest ihre 25 stärksten Institute sind. Angeblich haben spanische Geldhäuser bei diesen sogenannten, sonst geheimen Stresstests bestens abgeschnitten, was die zuletzt auszumachenden Sorgen über das spanische Bankensystem zumindest vorerst dämpfte. mehr...
Sonntag 20. Juni 2010
USA: positive Bilanz
Nachdem die Stimmung der Investoren am Freitag der Vorwoche einen Dämpfer bekam, wozu auch die enttäuschenden US-Einzelhandelsumsätze beigetragen haben, die Wall Street aber dennoch zulegte, ging es zu Beginn der neuen Börsenwoche zunächst weiter aufwärts. Die Tageshochs konnten aber nicht gehalten werden. Für Abgabedruck sorgte die Herabstufung der Bonität Griechenlands, was zwar nicht überraschte, den US-Investoren jedoch wieder das Thema zu hoher Staatsdefizite ins Bewusstsein rief. Davon war am Dienstag aber nichts mehr zu spüren, die US-Indizes starteten kräftig durch. Angesichts zunehmender Zuversicht für das weltweite Wirtschaftswachstum stieg der Ölpreis kräftig, was die Energiewerte und damit auch den Gesamtmarkt beflügelte. Zur Wochenmitte standen dann die Spekulationen über einen bevorstehenden Rettungsplan für Spanien und gemischte US-Konjunkturdaten mit einem deutlich stärkeren Plus bei der Industrieproduktion als erwartet sowie enttäuschenden Baubeginnen und Baugenehmigungen im Fokus. Nach einem Hin und Her zwischen Plus und Minus notierten die US-Indizes am Ende nahezu unverändert. Sie legten am Donnerstag trotz schwacher Konjunkturdaten dann leicht zu, bevor am Freitag der große Verfallstag an den Terminbörsen das Geschehen prägte, die Wall Street am Ende aber leichte Gewinne und insgesamt Zuwächse zur Vorwoche verbuchte. mehr...
Sonntag 13. Juni 2010
Deutschland: positive Woche
Nachdem der DAX in der Vorwoche wegen der Verluste am Freitag doch noch ins Minus gerutscht war, verbuchte er an den vergangenen fünf Handelstagen insgesamt eine positive Bilanz. Zunächst hatte er aber mit Verlusten begonnen. Dadurch rutschte er erneut bis zur langfristigen Aufwärtstrendlinie, bestehend aus der Verbindung der Zwischentiefs von März 2009 und Anfang Mai 2010, sowie zur 200-Tage-Durchschnittslinie ab und verletzte beide kurz. Der Leitindex startete jedoch schnell wieder durch, legte am Ende zur Vorwoche 1,8% zu. Und auch die anderen deutschen Aktienindizes konnten Zuwächse verbuchen. Die größten erzielte der MDAX (+3,7%). Zu der positiven Stimmung an den deutschen Aktienmärkten trug die insgesamt positive Nachrichtenlage bei: Die EZB hatte angekündigt, den Markt weiter mit billigem Geld zu versorgen. Aus China gab es starke Konjunkturdaten, und die hiesigen Industriewerte scheinen angesichts des „billigen“ Euro, von dem sie profitieren dürften, hoch in der Gunst der Investoren zu stehen. Für Entspannung im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise sorgten ferner erfolgreiche Platzierungen portugiesischer und spanischer Staatsanleihen. Kaum Auswirkungen auf den hiesigen Gesamtmarkt hatte indes das „Sparpaket“ der Bundesregierung, wenngleich die Versorger unter der geplanten Steuer auf Brennelemente litten. mehr...
Sonntag 13. Juni 2010
Europa: EZB hält an Anleihekäufen fest
An den europäischen Aktienmärkten überwogen in der vergangenen Woche die positiven Vorzeichen. Der EURO STOXX 50 (+5,1%) kletterte über die Hürde von 2.618 Punkten. Im Fokus stand die Europäische Zentralbank (EZB). Sie hatte ihre Projektionen für das Wirtschaftswachstum 2010 in der Eurozone erhöht. Nach dem starken Einbruch 2009 geht sie nun von einem Zuwachs von 1% aus, nach bislang erwarteten 0,8%. Für 2011 wurde die Prognose indes von 1,5% auf 1,2% nach unten geschraubt. Für 2010 und 2011 wurden ferner die Schätzungen für die Inflationsrate von 1,2% auf 1,5% beziehungsweise 1,5% auf 1,6% angehoben. Die Preisentwicklung bleibt somit laut EZB moderat. Sie ließ den Zinssatz wie erwartet unverändert und signalisierte einen anhaltend niedrigen Leitzins. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sprach ferner von einem Umfeld, das durch eine ungewöhnlich hohe Unsicherheit geprägt ist. Er äußerte sich zudem zu dem äußerst umstrittenen Ankauf von Staatspapieren. Seinen Worten nach war der Beschluss Anfang Mai jedoch nötig, da sich die Lage an den internationalen Anleihemärkten, ausgehend von der Eurozone, binnen weniger Stunden zugespitzt und die Gefahr einer weltweiten Kettenreaktion bestanden hatte. Wie er weiter ausführte, bestehen immer noch Risiken, sodass es seinen Worten zufolge nach wie vor angemessen ist, weiter Anleihen zu kaufen. mehr...
Sonntag 13. Juni 2010
USA: mit Zuwächsen
Nach den Verlusten in der Vorwoche, zu denen auch der enttäuschend ausgefallene Arbeitsmarktbericht für Mai beigetragen hatte, setzte sich die sinkende Tendenz zum Start in die neue Börsenwoche zunächst fort. Ein belastender Faktor waren die Daten zu den US-Verbraucherkrediten, die implizierten, dass die US-Bürger trotz konjunktureller Erholung nicht gerade sehr viel Vertrauen in ihre finanzielle Situation haben. Am Dienstag konnten die Standardwerte dann zulegen. US-Notenbankchef Ben Bernanke zerstreute die zuvor wieder gestiegenen Konjunktursorgen etwas. Hierzu passte auch der Konjunkturbericht am Mittwoch, wenngleich nach der Veröffentlichung die US-Indizes ihre zuvor im Handelsverlauf verzeichneten Gewinne wieder abgaben und am Ende ins Minus rutschten. Diese Verluste wurden am Donnerstag aber mehr als wettgemacht. Die Wall Street machte einen kräftigen Satz nach oben. Gute Konjunkturdaten aus China sowie positive Kommentare der Europäischen Zentralbank zur Wirtschaft der Eurozone sorgten für steigende Zuversicht bezüglich des Wachstums der Weltwirtschaft und somit für Rückenwind am Aktienmarkt. Vor dem Wochenende enttäuschten dann die US-Einzelhandelsumsätze für Mai, die bereinigt um Auto- und Benzinverkäufe so stark gefallen waren wie seit März 2009 nicht mehr. Nach zwischenzeitlichen Verlusten legten die US-Indizes dann aber doch zu. mehr...
Sonntag 06. Juni 2010
Deutschland: DAX doch noch im Minus
Nicht nur weltweit, auch an den deutschen Aktienmärkten ist der Mai seinem Ruf als statistisch schlechter Börsenmonat gerecht geworden. Im Vergleich zu vielen anderen schlugen sich die deutschen Kursbarometer aber wacker. Während Indizes wie Dow Jones, Nikkei 225 oder EURO STOXX 50 jeweils mehr als 7% nachgaben, verlor der DAX „nur“ 2,8%. Tapfer hielten sich auch die Werte aus der zweiten (MDAX) und dritten (SDAX) Reihe. Es stellt sich nun die Frage, woher die bessere Entwicklung kommt, trotz der auch hierzulande vorherrschenden Unsicherheit bei den Marktteilnehmern, nicht zuletzt durch das im Alleingang beschlossene Verbot von ungedeckten Leerverkäufen in einigen Bereichen und den weiteren Diskussionen über ein generelles Verbot solcher Geschäfte, was Befürchtungen einer übertriebenen Regulierung weckt. Eventuell wird erwartet, dass Deutschland die Staatsschuldenkrise besser meistert als die Nachbarn. Vielleicht setzen die Investoren, vor allem ausländische, aber auch auf den schwächeren nun auf ein normales Bewertungsniveau zurückgefallenen Euro, könnte dieser doch gerade für die stark vom Export abhängige deutsche Wirtschaft vorteilhaft sein. Eventuell hat dies auch in der vergangenen Woche gestützt, in der der DAX seine Erholung aus der Vorwoche zunächst fortsetzte, wegen der Verluste am Freitag aber doch noch ins Minus rutschte. mehr...
Sonntag 06. Juni 2010
Europa: Ungarn, der nächste Pleitekandidat?
Der in der vergangenen Woche beendete Mai war für die meisten europäischen Aktienmärkte sehr volatil und vielerorts gab es dicke Verluste. Heftige Abschläge verzeichneten beispielsweise griechische und spanische Papiere. Der FTSE/Athex 20 aus Athen brach um 19,2% ein. Der IBEX 35 aus Madrid verlor 10,8%. Die Staatsschuldenkrise lässt grüßen. Sie belastete auch den EURO STOXX 50, der im Mai um 7,3% abbröckelte. Er verbuchte auch in der vergangenen Woche Verluste. Zwar hatte er am Donnerstag dank positiv aufgenommener Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone sowie freundlicher Vorgaben aus Übersee die jeweils nur leichten Abgaben von Montag bis Mittwoch mehr als ausgeglichen, am Freitag ging es jedoch deutlicher abwärts. Zum einen enttäuschte der US-Arbeitsmarktbericht. Daneben sackte der Euro weiter ab und fiel zeitweise auf unter 1,20 US-Dollar. Die anhaltende Schwäche der Gemeinschaftswährung scheint somit weiterhin ein Indiz für große Unsicherheit an den Märkten. Genährt wurde sie nicht zuletzt durch Aussagen aus der ungarischen Regierung über die Finanzsituation des Landes. Ein hochrangiger Vertreter wird mit den Worten zitiert, dass Ungarn nur eine geringe Chance hat, eine Situation wie in Griechenland zu vermeiden. Ungarische Aktien gaben daher nach. Der Leitindex BUX verlor 3%. Der in Wien ermittelte HTX (EUR) fiel sogar um 5,9%. mehr...
Sonntag 06. Juni 2010
USA: Arbeitsmarktbericht enttäuscht
Nach dem Feiertag am Montag startete die Wall Street, trotz besserer Konjunkturdaten (ISM-Index Industrie, Bauausgaben) als erwartet, mit kräftigen Verlusten. Sie knüpfte damit an die mäßige Performance im Mai an, in dem die US-Indizes mit Verlusten zwischen 7,4% und 8,2% deutlich nachgaben. Dow Jones und S&P 500 verbuchten dabei die schlechteste Entwicklung seit Februar 2009. Für Abgabedruck am Dienstag sorgten die Ölwerte, angesichts der Befürchtungen über Einschnitte und strengere Regulierungen bei der Tiefseeförderung wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, bei der ein weiterer Versuch scheiterte, die leckgeschlagene Quelle von BP zu stopfen. Am Mittwoch starteten die Ölwerte jedoch wieder durch und erholten sich kräftig von ihren Vortagesverlusten. Dazu beigetragen hat der anziehende Ölpreis, angesichts fallender US-Lagerbestände. Von den festen Öltiteln profitierte der Gesamtmarkt, der nach einem zwischenzeitlichen Rutsch ins Minus auch am Donnerstag zulegte, wenn auch weniger stark. Für Rückenwind sorgten Spekulationen auf einen starken Arbeitsmarktbericht am Freitag, nachdem es am Berichtstag zwar keine völlig überzeugende, aber ermutigende Fakten (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ADP-Arbeitsmarktbericht) gab. Die Hoffnung auf starke Zahlen wurde jedoch enttäuscht und die US-Indizes gaben vor dem Wochenende deutlich nach. mehr...
Sonntag 30. Mai 2010
Deutschland: von den Tiefs deutlich erholt
Nach einer schwachen ersten Wochenhälfte und insbesondere größeren Verlusten am Dienstag starteten die deutschen Aktienmärkte durch. Sie erholten sich und schafften am Ende sogar eine deutlichere positive Performance zur Vorwoche. Hatten zunächst Sorgen um das spanische Bankensystem sowie die anhaltende Unsicherheit wegen der Schuldenproblematik in Europa, aber auch die angespannte politische Situation in Korea belastet, halfen dann einerseits gute US-Konjunkturdaten sowie eine freundlichere Wall Street. Daneben stützte das Bekenntnis der chinesischen Zentralbank zu ihren Beständen an europäischen Staatsanleihen. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass diese einen Teil davon abbauen könnte. Das Dementi half dem Euro, der sich etwas stabilisierte und somit offenbar darauf deutet, dass die Sorgen um die Schuldenkrise etwas abnahmen, was scheinbar auch dem Aktienmarkt half. Der DAX legte am Ende um 2% zur Vorwoche zu. Er konnte sich dabei vom Wochentief bei fast 5.600 Zählern deutlich erholen und näherte sich wieder der Marke von 6.000 Punkten. Aus charttechnischer Sicht konnte er, nach einem kurzen Rutsch darunter, auch wieder über die Aufwärtstrendlinie aus der Verbindung der Zwischentiefs von März 2009 und Anfang Mai dieses Jahres klettern. Zudem eroberte er das 50%-Retracement der übergeordneten Abwärtsbewegung zurück. mehr...
Sonntag 30. Mai 2010
Europa: mit Gegenbewegung
Die europäischen Aktienmärkte präsentierten sich in der vergangenen Woche freundlich und konnten sich damit von den Verlusten aus der Vorwoche etwas erholen. Allerdings tauchten auch diesmal vielerorts die Indizes zwischenzeitlich deutlicher ab. So hatte am Dienstag die Rettung der spanischen Sparkasse CajaSur wieder Fragen über die Stabilität des Finanzsektors aufgeworfen. Hinzu gesellten sich die Befürchtungen über negative Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf das Wirtschaftswachstum. Positive US-Konjunkturdaten und eine festere Wall Street stützten dann jedoch. Selbst der spanische IBEX 35 konnte sich auf Wochensicht mit 0,2% knapp im Plus behaupten. Eventuell hat dabei auch das nun verabschiedete Sparpaket geholfen. Konkrete Sparbeschlüsse gab es ferner in Italien und in Großbritannien. Kurzum: Sparen steht derzeit hoch im Kurs. Derartige Schritte sind auch nötig, jedoch nicht unumstritten, wird doch befürchtet, dass sie den wirtschaftlichen Aufschwung abwürgen könnten. In der Eurozone sorgten ferner die starken Schwankungen und der Rückgang des Euro für Diskussionen. Während einige die jüngsten Verwerfungen als unerwünscht bezeichnen, sehen andere in einer nun wieder auf ein normales Bewertungsniveau zurückgekommenen Gemeinschaftswährung eine Chance zur Ankurbelung der Wirtschaft. Der EURO STOXX 50 legte um 1,6% zu. mehr...
Sonntag 30. Mai 2010
USA: munteres Auf und Ab
Die US-Aktienmärkte knüpften in der ersten Wochenhälfte an die schwache Entwicklung aus der Vorwoche an. Zu den Rückgängen haben zum einen die negativen Nachrichten aus Europa mit der Beinahepleite der spanischen Sparkasse CajaSur beigetragen. Dies drückte insbesondere die Finanzwerte, die zudem weiterhin unter der geplanten und wohl bald verabschiedeten US-Finanzmarktreform litten. Zum anderen war ein weiterer Belastungsfaktor die zugespitzte politische Lage in Korea. Selbst positive Konjunkturdaten hatten keinen stützenden Einfluss auf den Gesamtmarkt. Dazu gehörten die Verkäufe bestehender und neuer Häuser sowie das Verbrauchervertrauen. Selbst die kräftig gestiegenen Auftragseingänge langlebiger Güter vom Mittwoch konnten die Investoren nicht nachhaltig locken. Der Dow Jones schloss am Berichtstag sogar erstmals seit Februar unter 10.000 Punkten. Am Donnerstag starteten die US-Indizes jedoch wieder durch und störten sich auch nicht an etwas schwächer als erwarteten eingetroffenen Konjunkturdaten (BIP, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe). Stattdessen halfen die leicht gesunkenen Sorgen bezüglich der Schuldenkrise in Europa. Vor dem verlängerten Wochenende, am Montag bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen, zeigten sich die US-Indizes jedoch schwach, wozu erneut schwächere Konjunkturdaten, aber auch die Senkung der Bonität Spaniens beitrugen. mehr...
Sonntag 23. Mai 2010
Deutschland: Zunehmende Nervosität
Zum Auftakt in die neue Börsenwoche konnten die deutschen Aktienmärkte zunächst noch zulegen. Dann machte sich aber wieder Verkaufsdruck breit und es ging deutlich abwärts. Zu der ohnehin vorherrschenden Unsicherheit wegen der Staatsschuldenkrise gesellten sich die Diskussionen und Spekulationen über weitere Regulierungsmaßnahmen, was die Investoren zusätzlich verprellte. Ein Auslöser dafür war das überraschende Verbot von spekulativen Leerverkäufen in Deutschland. Insgesamt war die Nervosität somit entsprechend hoch, was sich auch in der deutlich steigenden Volatilität bemerkbar macht. Der VDAX-NEW als Indikator für die Schwankungsintensität schnellte zwischenzeitlich auf ein Niveau wie zuletzt im März 2009. Bei den Leitindizes herrschte indes Land unter, sie tauchten kräftig ab. Die Investoren ließen sich auch von dem nun in Deutschland beschlossenen und von den meisten Politikern gefeierten sogenannten „Euro-Stabilisierungsgesetz“ nicht ködern. Den Anlegern ist wohl mehr als klar, dass dies die grundsätzlichen Probleme nicht löst. Der DAX verlor am Ende 3,8% zur Vorwoche und egalisierte damit fast die Gewinne aus der Vorwoche. Er testete ferner die Aufwärtstrendlinie aus der Verbindung der Zwischentiefs von März 2009 und Mai dieses Jahres. Sie hielt zunächst, was zumindest eine kleine Chance auf eine Erholungsbewegung bietet. mehr...
Sonntag 23. Mai 2010
Europa: Überwiegend Verluste
Minuszeichen soweit das Auge reicht: Das ist das Bild, das die europäischen Aktienmärkte in der vergangenen Woche zeigten. Dabei hatte es zum Auftakt noch freundlich ausgesehen. Nach seiner rasanten Talfahrt stabilisierte sich der Euro etwas. Diesen positiven Impuls nahmen wohl auch die Aktienmärkte auf, was insbesondere am Dienstag vielerorts stützte. Die Stimmung kippte aber schnell wieder angesichts der wiederkehrenden Unsicherheit über die Stabilität des europäischen Finanzsystems. Für zusätzlichen Zündstoff sorgte das Verbot ungedeckter Leerverkäufe in Deutschland, schürte dies doch Befürchtungen einer stärkeren Regulierung der weltweiten Finanzmärkte. Außerdem nahmen die Sorgen um die Konjunkturentwicklung wieder zu, was insbesondere bei den Rohstoffpreisen starke Verluste nach sich zog, was sich wiederum negativ in den Kursen von Rohstoffaktien widerspiegelte (siehe Markt im Fokus). Davon belastet wurden vor allem der RTS in Moskau (-10%) sowie der norwegische OSE All Share (-4,8%). Der EURO STOXX 50 notierte am Ende dank der Erholung am Freitagabend nur 2,3% tiefer zur Vorwoche. Gegen den Trend konnten die spanischen Aktien zulegen Der Leitindex IBEX 35 stieg um 1%. Hier scheinen die zusätzlichen Sparmaßnahmen gestützt zu haben, mit denen man laut Regierung den Märkten zeigte, dass Spanien seine Staatsfinanzen unter Kontrolle hat. mehr...
Sonntag 23. Mai 2010
USA: Wall Street knickt ein
Die Gewinne aus der Vorwoche, die zum Ende bereits deutlich zusammengeschmolzen waren, lösten sich an den vergangenen Handelstagen gänzlich in Luft auf. Und mehr noch: Die US-Indizes knickten deutlich ein. Zwar konnten sie am Montag nach zwischenzeitlichen Verlusten im Plus schließen, die Unsicherheit war aber weiterhin deutlich zu spüren. Dazu trugen neben den anhaltenden Sorgen über die Schuldenkrise in Europa auch der im Mai deutlich stärker als erwartet rückläufige New York Empire State Manufacturing Index bei. Positiveres gab es indes von den US-Hausbauern, deren Stimmungsindex auf den höchsten Stand seit August 2007 kletterte. Am Dienstag ging es an der Wall Street jedoch wieder abwärts, wozu auch das Verbot von Leerverkäufen in Deutschland beigetragen haben könnte, das wohl verunsicherte. Nachdem dann zur Wochenmitte die auch von der US-Notenbank sowie den Inflationsdaten geschürten Konjunktursorgen für Verkaufslaune und kleinere Verluste sorgten, gab es am Donnerstag mit den unerwartet gestiegenen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe weitere negative Daten. Verantwortlich für den deutlichen Einbruch bei den US-Indizes am Berichtstag war aber wohl, dass die Finanzreform von Präsident Barack Obama ein deutliches Stück näher gerückt ist. Die Wall Street zeigte sich verschnupft, präsentierte sich aber am Freitag wieder fest. mehr...
Sonntag 16. Mai 2010
Deutschland: kräftig erholt
Die deutschen Aktienindizes konnten ihre Verluste aus der Vorwoche zum Großteil wieder ausbügeln. Vor allem am Montag sorgte das geschnürte Rettungspaket für die Eurozone für Erleichterung und steigende Kurse. Durch die kräftige Gegenbewegung eroberte der DAX den in der Vorwoche gebrochenen Aufwärtstrend zurück und kletterte wieder über 6.000 Punkte. In der Spitze kam er mit 6.277 Zählern am Donnerstag sogar dem bisherigen Höchststand vom 26. April 2010 bei 6.342 Punkten sehr nahe. Von seinem Hoch fiel das Kursbarometer aber deutlich zurück. Die europäische Schuldenkrise sorgte weiterhin für große Unruhe und Unsicherheit. Trotz der kräftigen Verluste am Freitag können die deutschen Indizes am Ende eine sehr positive Bilanz ziehen, angeführt vom MDAX mit 8,5% Plus. Der DAX stieg um 6%. Ferner legten der SDAX um 5,3% und der TecDAX um 3,5% zu. Positives gab es auch von der Konjunktur. Zum einen waren die deutschen Exporte im März kräftig gestiegen. Zum anderen ist die deutsche Wirtschaft trotz des langen und strengen Winters im ersten Quartal 2010 gewachsen. Das Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) mutet mit 0,2% zum Vorquartal zwar mager an, fiel aber besser aus als von Volkswirten erwartet, die mit einem kleinen Minus gerechnet hatten. Zudem legte das BIP erstmals seit dem dritten Quartal 2008 auch auf Jahressicht wieder zu und stieg um 1,7%. mehr...
Sonntag 16. Mai 2010
Europa: deutliche Gegenbewegung
Beflügelt von dem am vergangenen Wochenende gespannten beispiellosen Rettungsschirm für den Euro brannten die europäischen Aktienindizes am Montag ein Kursfeuerwerk ab. Der EURO STOXX 50 schoss um 10,4% nach oben. Nur einmal in seiner Geschichte, am 13. Oktober 2008, hatte er mit 11% ein größeres Tagesplus verbucht. Die Gewinne vom Wochenauftakt bröckelten im Wochenverlauf aber ab. Die Sorgen um die Schuldenkrise in Südeuropa flammten wieder auf, vor allem am Freitag. Zum einen, weil nach dem ersten Jubel wohl klar wurde, dass das jüngste Maßnahmenpaket mit einem Volumen von 750 Mrd. Euro nicht die Problematik überschuldeter Staatshaushalte löst, sondern nur nach hinten verschiebt. Zum anderen könnten harte Sparmaßnahmen das Wirtschaftswachstum dämpfen. Im ersten Jahresviertel ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums indes wie erwartet um 0,2% zum Vorquartal gewachsen. Trotz der Verluste vor dem Wochenende verbuchte der EURO STOXX 50 zur Vorwoche mit 5,4% einen kräftigen Gewinn und reihte sich damit in die Linie der insgesamt sehr festen europäischen Leitindizes ein. Vergleichsweise moderat fiel indes das Plus beim NASDAQ OMX Tallinn (+2,1%) aus, auch wenn das baltische Land nun grünes Licht für die Einführung des Euro zum nächsten Jahreswechsel bekommen hat. Dies wurde in den vergangenen Monaten aber bereits durch eine Rally eingepreist. mehr...
Sonntag 16. Mai 2010
USA: Gewinne schmelzen deutlich ab
Nach dem deutlichen Einbruch in der Vorwoche erholten sich die US-Indizes am Montag gleich wieder kräftig. Offenbar wurde auch an der Wall Street das europäische Notfallpaket wohlwollend zur Kenntnis genommen. Am Dienstag hielten die US-Aktienmärkte aber sogleich wieder inne, bevor es zur Wochenmitte erneut Impulse für steigende Notierungen gab. Das Handelsbilanzdefizit legte im März zwar zu, aber nicht so stark wie erwartet, weil die Exporte kräftig anzogen und damit den überproportionalen Anstieg der Importe etwas kompensierten. Zudem wurden die steigenden Einfuhren als Indiz für eine stärkere Nachfrage und damit als positives Zeichen für die US-Wirtschaft interpretiert. Am Donnerstag folgten Verluste. Anhaltende Unsicherheit über die europäische Schuldenkrise, der enttäuschende Ausblick von Cisco Systems, Berichte über weitere Untersuchungen der US-Staatsanwaltschaft gegen große Banken im Zusammenhang mit dem Handel von Hypotheken-Papieren sowie enttäuschende Zahlen einiger US-Einzelhändler belasteten. Am Freitag fielen die US-Konjunkturdaten (Industrieproduktion, Einzelhandelsumsatz, Verbraucherstimmung Uni Michigan, Lagerbestände) solide aus, ohne jedoch positive Impulse für den Gesamtmarkt zu setzen. Stattdessen machte man wegen der anhaltenden Unsicherheit über die europäischen Schuldenprobleme vor dem Wochenende Kasse. mehr...
Sonntag 09. Mai 2010
Deutschland: Deutliche Verluste
In der Vorwoche bereits volatiler, packten die deutschen Aktienmärkte an den vergangenen fünf Handelstagen in Sachen Schwankungsbreite noch etwas oben drauf. Sie knüpften zudem an die Verluste aus der Vorwoche an und gaben dabei deutlich nach. Der DAX verlor am Ende 6,9%. Die anhaltenden Sorgen um die Schuldenproblematik in vielen europäischen Ländern verunsicherten und belasteten. Hinzu gesellten sich die Turbulenzen an der Wall Street, was Stimmung und Kurse hierzulande zusätzlich drückte. Die heimischen Bilanzen traten indes in den Hintergrund und sorgten kaum für Impulse am Gesamtmarkt. Gleiches gilt für die Konjunkturdaten. So verzeichnete die deutsche Industrie im März einen überraschenden Auftragsschub. Die Bestellungen legten zum Vormonat um 5% und im Jahresvergleich um 26,1% zu und damit stärker als prognostiziert. Wie erwartet, wurde unterdessen am Freitag der deutsche Beitrag für das griechische Rettungspaket im Bundestag und Bundesrat gebilligt. Charttechnisch betrachtet sieht der DAX nach der jüngsten Korrektur angeschlagen aus. Er hatte die Unterstützungen bei 6.094, 5.888 und 5.870 Punkten sowie den Aufwärtstrend seit März 2009 verletzt. Dies könnte für weitere Abgaben sprechen, wenngleich nach dem deutlichen Rücksetzer in der vergangenen Woche, zumindest eine kurze Zwischenerholung nicht ausgeschlossen ist. mehr...
Sonntag 09. Mai 2010
Europa: Sieht tiefrot
Tiefrot präsentierten sich die europäischen Aktienmärkte. Befürchtungen, dass sich die Schuldenkrise Griechenlands ausweiten und somit den wirtschaftlichen Aufschwung Europas gefährden könnte, belasteten. Genährt wurden die Sorgen durch weiter steigende Renditen bei den Anleihen ebenfalls haushaltspolitisch angeschlagener Länder, wie Portugal und Spanien. Insgesamt verbuchten die meisten europäischen Aktienindizes daher sehr deutliche Verluste. Prozentual zweistellig abwärts ging es beispielsweise in Athen, Madrid, Wien, Paris, Lissabon und Moskau. Der EURO STOXX 50 gab 11,2% nach. Selbst die leicht von 0,7% auf 0,9% erhöhte Wachstumsprognose 2010 für den Euroraum durch die Europäische Kommission konnte den Kursverfall nicht bremsen. Und auch die EZB schaffte es nicht, zu beruhigen, auch wenn sie sich erneut überzeugt zeigte, dass Griechenland nicht zahlungsunfähig sein wird und die Krise nicht auf Portugal oder Spanien übergreift. Zuvor wurden die Leitzinsen wie erwartet nicht verändert. EZB-Präsident Trichet sprach von einer fortgesetzten Wirtschaftserholung und bezeichnete die Risiken sowohl für das Wachstum als auch für die Preisentwicklung als weitgehend ausgeglichen. Er redete jedoch von einer „hohen Unsicherheit“ hinsichtlich des wirtschaftlichen Umfeldes. Auf der vergangenen Sitzung hatte er nur von „Unsicherheit“ gesprochen. mehr...
Sonntag 09. Mai 2010
USA: Kurskapriolen
Nachdem die US-Indizes im April erneut zulegen und damit bereits den dritten Monat in Folge Gewinne verbuchen konnten, war es eigentlich Zeit für eine Korrektur. Mit einer solchen musste also gerechnet werden. Dass daraus solch eine Achterbahnfahrt werden würde, wie in der vergangenen Woche, hatte aber wohl niemand erwartet. Zum Teil sind daran auch die bislang unerklärlichen Bewegungen am Donnerstag schuld, die bei den zuletzt ohnehin nervösen Investoren für zusätzliche Unsicherheit sorgten. In die Woche und damit in den Monat Mai waren die US-Aktienmärkte indes noch fest gestartet. Unterstützung gab es von positiven Konjunkturdaten, wie dem ISM-Index Industrie, der im April weiter zulegte und damit die Annahme einer nachhaltigen Wirtschaftsbelebung unterfütterte. An den folgenden Tagen rutschten die US-Indizes aber deutlich ab. Die wieder verstärkten Sorgen um die Schuldenkrise in Europa konnten dabei wohl auch durch einige weitere gute oder solide US-Konjunkturdaten (Industrieaufträge, ISM-Index Dienstleistungen, ADP-Arbeitsmarktbericht) nicht kompensiert werden. Nach dem turbulenten Donnerstag schauten die Investoren am Freitag dann auf den US-Arbeitsmarktbericht April, der stark und besser als erwartet ausfiel, aber erneute Verluste nicht verhindern konnte, da die Wall Street die Kurskapriolen vom Vortag zu verarbeiten hatte. mehr...
Sonntag 02. Mai 2010
Deutschland: Volatile Woche
An den deutschen Aktienmärkten ging es in der vergangenen Woche sehr volatil zu, und die Bilanz fällt am Ende negativ aus. Zum Start sah es noch freundlich aus. Der DAX schloss am Montag auf dem höchsten Stand seit September 2008, angetrieben von der Hoffnung auf gute Impulse. Nachdem am Freitag der Vorwoche der ifo Geschäftsklimaindex gute Laune bei den Firmen implizierte, hellte sich zudem die Stimmung bei den Verbrauchern auf, wie das am Dienstag veröffentlichte GfK-Konsumklima signalisierte, was somit insgesamt den Konjunkturoptimismus schürte. Noch am Berichtstag machten viele Investoren aber erst einmal Kasse und fanden in der Herabstufung der Bonität Portugals sowie die Reduzierung der griechischen Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau passende Verkaufsargumente. Die Indizes gaben daher deutlich nach und verloren angesichts anhaltender Sorgen wegen der Schuldenprobleme in Europa auch am Mittwoch. Selbst ein tendenziell positiver Grundton in der Berichtssaison hatte dem nichts entgegenzusetzen. Immerhin konnten sich die Indizes am Donnerstag wieder etwas erholen, was mit nachlassenden Sorgen um die griechische Schuldenkrise angesichts der Hoffnung auf eine baldige Lösung begründet wurde. Dies stützte zunächst auch am Freitag, bevor die Kurse dann belastet von schwachen US-Vorgaben ins Minus rutschten, sich vom Tagestief aber etwas berappelten. mehr...
Sonntag 02. Mai 2010
Europa: S&P sorgt für Bewegung
An den europäischen Aktienmärkten drehte sich das Geschehen in der vergangenen Woche auch diesmal vor allem um das Thema Schulden. Für neuen Zündstoff sorgten einmal mehr die Ratingagenturen. Standard & Poor's hatte nicht nur die Bonität Griechenlands deutlich und damit auf Ramschniveau gesenkt, sondern auch die Kreditwürdigkeit von Portugal und Spanien heruntergesetzt. Die Reaktion an den Aktienmärkten war deutlich, und die europäischen Indizes verzeichneten am Dienstag und Mittwoch kräftige Verluste. Besonders betroffen waren die Kursbarometer aus Athen, Lissabon und Madrid. Aber auch die Papiere der übrigen „PIIGS“-Staaten, Irland und Italien, deren Haushaltslage ebenfalls katastrophal ist, standen deutlich unter Druck. Vor dem Wochenende beruhigte sich die Lage aber etwas, und die meisten Indizes konnten sich am Donnerstag von ihren Verlusten etwas erholen. Neben einigen gut aufgenommenen Bilanzen stützte wohl die zunehmende Hoffnung, dass nun bald ein konkretes Hilfspaket für Griechenland auf den Weg gebracht wird. Trotz der meist auszumachenden Verluste am Freitag konnten die europäischen Indizes ihre Verluste zur Vorwoche etwas verringern, die Bilanz fällt aber überwiegend negativ aus. So auch beim EURO STOXX 50, der sich knapp über dem Aufwärtstrend seit März 2009 hielt. Der griechische Athex 20 schaffte indes den Sprung ins Plus. mehr...
Sonntag 02. Mai 2010
USA: Gewinne im April
Nach den Gewinnen in der Vorwoche starteten die US-Indizes verhalten. Positive Zahlen von Caterpillar reichten nicht, um die Unsicherheiten wegen der geplanten Regulierung der Finanzmärkte zu kompensieren. Am Dienstag hinterließ dann die Schuldenkrise in der Eurozone auch an der Wall Street Spuren. Offenbar fand man einen Grund für eine größere Korrektur und ignorierte gute Quartalszahlen, den ersten Anstieg im Jahresvergleich bei den US-Hauspreisen (Februar) seit mehr als drei Jahren sowie die deutlicher als erwartet gestiegene Verbraucherstimmung (April). Womöglich hielten sich die Investoren auch vor der US-Zinsentscheidung am Mittwoch zurück. Die US-Notenbank ließ die Zinsen unverändert, sprach von einem verbesserten konjunkturellen Umfeld und bekräftigte vor allem eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik für längere Zeit. Die Wall Street atmete auf und legte am Donnerstag weiter zu, begünstigt von einigen guten Bilanzen, gesunkenen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Woche) sowie einer Beruhigung in Bezug auf die Schuldenkrise in der Eurozone. Am Freitag ging es jedoch wieder deutlicher abwärts. Belastende Faktoren waren die Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft gegen Goldman Sachs und etwas schlechtere US-Konjunkturdaten als erwartet (BIP Q1, Verbraucherstimmung). Trotz der jüngsten Verluste verbuchten die US-Indizes im April Gewinne. mehr...
Sonntag 25. April 2010
Deutschland: DAX macht Verluste wett
In der vergangenen Woche drückten zwar auch hierzulande die neuesten Hiobsbotschaften aus Griechenland zwischenzeitlich auf die Stimmung, die deutschen Aktienindizes konnten dennoch zulegen. Der DAX machte dabei die Verluste aus der Vorwoche schnell wieder wett. Für positive Impulse sorgten zum Teil auch gute Bilanzen, wie die von adidas oder Daimler, wobei letzterer Konzern außerdem den Aktien der Wettbewerber und Zulieferer Auftrieb verlieh. Der Stimmung an den deutschen Aktienmärkten zuträglich waren ferner positive Frühindikatoren. So hatten sich die Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland im April weitaus deutlicher aufgehellt als erwartet und der entsprechende ZEW-Index legte kräftig zu. Nach Einschätzungen von Volkswirten deutet außerdem der stärker als erwartet gestiegene ifo Geschäftsklimaindex für April auf eine deutliche Wachstumsbelebung im zweiten Quartal hin. Das ifo Institut selbst sprach davon, dass die deutsche Wirtschaft nun einen Gang höher schaltet. Neben den positiven Frühindikatoren gab es aber auch bedenkliche Fakten. Die deutschen Staatsschulden lagen nach Berechnungen der Bundesbank zum Jahresende 2009 bei rund 1,762 Billionen Euro. Dies entspricht 73,2% des BIP, was somit deutlich über der in den Stabilitätsregeln der Eurozone festgelegten Grenze von 60% liegt. mehr...
Sonntag 25. April 2010
Europa: Aschewolke und Griechenland
In Europa gab es in der vergangenen Woche reichlich Gesprächsstoff. Dazu gehörte zum einen die Vulkanaschewolke aus Island, die nicht nur für Einschränkungen und finanzielle Einbußen im Flugverkehr sorgte, sondern nach Ansicht einiger Volkswirte auch negative Auswirkungen auf das europäische Wirtschaftswachstum haben könnte. Die Ratingagentur Standard & Poor's teilt diese Ansicht indes nicht und glaubt zum derzeitigen Zeitpunkt nicht an unmittelbare Folgen. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Die Aktien von Fluglinien und Reisekonzernen konnten sich nach anfänglichen Verlusten wieder erholen und auch die Rückgänge aus der Vorwoche mehr als wettmachen, wie am STOXX 600 Travel & Leisure deutlich wird. Zum anderen war jüngst einmal mehr Thema die Schuldenkrise Griechenlands. Ein größeres Haushaltsdefizit 2009 als bislang gemeldet und eine weitere Herabstufung der Bonität sorgten für neue Rekordrisikoaufschläge bei griechischen Staatspapieren, sodass das Land am Freitag schließlich den Antrag auf finanzielle Hilfen der Euroländer und des IWF stellen musste. Die griechischen Aktien reagierten aber nur kurz mit steigenden Kursen und gaben zur Vorwoche deutlich nach. Und auch an anderen europäischen Märkten blieb es trotz steigender Kurse zumeist bei Verlusten, wozu teilweise auch negative Bilanzen (z.B. Nokia) beigetragen haben. mehr...
Sonntag 25. April 2010
USA: feste Woche
Die US-Aktienmärkte begannen die Börsenwoche zunächst mit Verlusten, konnten sich aber noch am Montag in die Pluszone vorarbeiten. Hatten zunächst die Vorwürfe vom Freitag der Vorwoche gegen Goldman Sachs wegen Wertpapierbetrugs nachgewirkt, stützten die gut aufgenommenen Zahlen der Citigroup. Am Dienstag standen dann etliche Bilanzen im Fokus, wobei die von Goldman Sachs und IBM mit sinkenden Kursen honoriert wurden. Am Gesamtmarkt stützte jedoch der kräftige Anstieg beim Ölpreis, was den Energiewerten Auftrieb verlieh. Jede Menge weitere Ergebnisse gab es am Mittwoch zu verarbeiten. Trotz einiger positiver Reaktionen auf zufriedenstellende Zahlen (Boeing, Morgan Stanley, Apple) konnte dies keine nennenswerten Aufwärtsimpulse für die US-Indizes geben und nach einem Hin und Her notierten sie nahezu unverändert. Am Donnerstag belasteten zunächst stärker als angenommen gestiegene Erzeugerpreise für März und einige enttäuschende Bilanzen und Ausblicke (z.B. eBay, Qualcomm), die Indizes konnten sich bis zum Ende aber in die Pluszone vorarbeiten, wozu auch die stärker als erwartet gestiegenen Verkäufe bestehender Häuser beitrugen. Vor dem Wochenende gab es zwar sinkende Auftragseingänge (langlebige Güter), aber deutlich steigende Verkäufe neuer Häuser, was zusammen mit dem festen Ölpreis die US-Indizes antrieb, die zur Vorwoche Gewinne verbuchten. mehr...
Sonntag 18. April 2010
Deutschland: Gibt es nun eine Korrektur?
Bei den deutschen Aktienindizes sah es in der vergangenen Woche zunächst nach weiter steigenden Kursen aus. Gleich am Montag sprangen sie nach oben, angetrieben von den am Wochenende beschlossenen konkreteren Hilfsmaßnahmen für Griechenland, bevor noch am selben Tag wieder Ernüchterung einkehrte und die Gewinne schrumpften. Am Dienstag folgten Verluste, die am Ende jedoch marginal ausfielen und tags darauf angesichts guter Intel-Zahlen mehr als kompensiert wurden. Der DAX kratzte sogar an der Marke von 6.300 Punkten, konnte diese aber nicht nachhaltig überwinden. Auch ein weiterer Versuch am Donnerstag scheiterte. Der Leitindex, der zwischenzeitlich unter den anhaltenden Sorgen um die griechische Schuldenkrise gelitten hatte, legte jedoch leicht zu und markierte ein neues Hoch im bisherigen Jahresverlauf. Am Freitag erholte er sich dann zunächst nach einem schwachen Start und kletterte kurz in die Pluszone, um dann deutlich einzubrechen. Damit fällt auch seine Bilanz in der vergangenen Woche negativ aus. Möglicherweise ist dies der Beginn einer größeren Korrektur, wofür auch die stark überkaufte Marktlage sprechen könnte, wenngleich eine ausgedehnte Verschnaufpause kein zwangsläufiges Muss ist. MDAX, SDAX und TecDAX konnten sich auf Wochensicht indes im Plus behaupten, gaben einen Großteil ihrer zwischenzeitlichen Gewinne aber wieder ab. mehr...
Sonntag 18. April 2010
Europa: Griechenland bleibt im Fokus
In der vergangenen Woche präsentierten sich die europäischen Aktienmärkte gemischt. Ganz vorn bei den Gewinnern stand erneut der ukrainische PFTS, der um 8,3% nach oben schnellte und damit seine Rally fortsetzte. Der EURO STOXX 50 (-1,5%) verzeichnete indes Verluste, obwohl er zwischenzeitlich immer wieder neue Hochs 2010 markierte, so auch am Freitag, am späten Nachmittag aber deutlicher abrutschte. Zum einen dürften dazu schwache US-Vorgaben beigetragen haben. Zum anderen nahmen einige Investoren wohl auch Gewinne mit, angesichts des bevorstehenden Wochenendes und der Tatsache, dass nach wie vor die griechische Schuldenkrise wie ein Damoklesschwert über den Finanzmärkten schwebt. Zwar gibt es bisher kein Hilfegesuch aus Athen, auf Bitte Griechenlands sollen jedoch Experten der EU und des IWF bereits am Montag in Athen über die genauen Modalitäten eines möglichen Milliardenkredits beraten. Ein Rettungseinsatz der Euroländer für das verschuldete Land könne damit immer näher rücken. Seitens der Konjunkturdaten in der Eurozone gab es Positives von der Industrieproduktion, die sich im Februar im Zuge einer steigenden Erzeugung von Investitions- und Vorleistungsgütern unerwartet stark erhöht hatte, zu berichten. Gegenüber dem Vormonat legte sie um 0,9% zu. Auf Jahressicht zog sie um 4,1% an und verzeichnete damit den kräftigsten Zuwachs seit April 2008. mehr...
Sonntag 11. April 2010
Deutschland: Zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen
In der kurzen Nachosterwoche präsentierten sich vor allem die „kleineren“ deutschen Aktienwerte weiterhin in guter Verfassung. MDAX, TecDAX und SDAX konnten trotz Gewinnmitnahmen am Mittwoch und Donnerstag deutlicher zur Vorwoche zulegen. Der DAX wurde indes etwas stärker von den anhaltenden Sorgen über die Schuldenprobleme Griechenlands ausgebremst, nachdem er am Dienstag bei 6.265 Punkten zunächst noch ein neues Hoch im bisherigen Jahresverlauf markierte. Dank der Zuwächse am Freitag reichte es aber auch hier für ein kleines Wochenplus von 0,2%. Insgesamt scheinen die Investoren zuletzt aber zurückhaltender zu agieren. Nach den kräftigen Zuwächsen seit Februar warten wohl auch die Investoren hierzulande auf mögliche Impulse von der in der nächsten Woche beginnenden US-Berichtssaison. Im Fokus dürfte ferner das Frühjahrsgutachten der deutschen Wirtschaftsforscher am Donnerstag stehen. Mit Blick auf die makroökonomischen Daten der vergangenen Woche gab es positive Nachrichten aus der hiesigen Exportwirtschaft. Nach dem Dämpfer im Januar mit einem Rückgang von 6,5% legten die deutschen Ausfuhren im Februar wieder kräftig zu. Sie stiegen zum Vormonat mit 5,1% so stark wie seit acht Monaten nicht mehr. Im Vergleich zum extrem schwachen Februar 2009 fällt das Plus mit 9,6% noch größer aus, was immerhin der größte Zuwachs seit April 2008 ist. mehr...
Sonntag 11. April 2010
Europa: Zumeist freundlich
An den europäischen Aktienmärkten ging es zumeist freundlich zu, trotz anhaltender Spekulationen über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands. Für griechische Firmenpapiere galt dies jedoch nicht, wie die trotz Erholung am Freitag größeren Verluste (siehe Markt im Fokus) zeigen. Die Sorgen um die finanzielle Stabilität des Landes belasteten auch den EURO STOXX 50, der sich vor dem Wochenende aber ebenfalls berappelte und am Ende 0,5% zulegte. Keine Impulse brachte indes die Sitzung der EZB. Sie hat das Niveau ihrer Leitzinsen wie erwartet bestätigt und eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik signalisiert. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet verwies auf eine moderate Preisentwicklung sowie ein Wirtschaftswachstum, das 2010 moderat und holprig verlaufen dürfte – sprach aber von einer fortgesetzten Erholung in den ersten Monaten des Jahres. In der vergangenen Woche konnte unterdessen der estnische OMX Tallinn (+7,9%) kräftig zulegen. Selbst der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise (März) zum Vormonat belastete kaum. Der Finanzminister des Landes sprach von einem Ausreißer nach oben und verwies auf die durchschnittliche Inflationsrate der vergangenen 12 Monate, die weiterhin negativ ist. Daher gab es kein Störfeuer hinsichtlich der zu erfüllenden Preisstabilitätskriterien für die geplante Einführung des Euro im nächsten Jahr. mehr...
Sonntag 11. April 2010


Download PDF
Mit Blätterfunktion lesen


