Sonntag 05. September 2010
Kapital ist kein Konzept
Karstadt gerettet? Nach dreizehn Monaten in der Insolvenz soll es bergauf gehen mit dem Kaufhauskonzern, so der Investor Nicolas Berggruen, der sich als glücklich bezeichnete, dass die Übernahme der „Kultmarke“ in letzter Minute geklappt hat. Hilfreich war sicherlich, dass von den Anteilseignern und Gläubigern des Vermieter-Konsortiums Highstreet niemand den Schwarzen Peter haben wollte: Derjenige zu sein, der einem Mietnachlass nicht zustimmt und damit bei Karstadt den Stecker zieht. Die geforderten 400 Millionen Erleichterung bekam Berggruen so zusammen. mehr...
Sonntag 29. August 2010
Keinarmbanditen
War das eine Mühe, sich an einen Tisch zu setzen! Und dann auch noch eine Empfehlung zu erreichen! Zum Glück hat man nicht versucht, alle Beteiligten zu einer Einigung zu bringen, denn dann hätte man die Konferenzräume sicher schon für die nächste Generation mitbuchen müssen. So aber, dem Himmel sei Dank, ging es nur um die privaten Banken, die sich einigermaßen und unverbindlich einigen mussten: Was darf der Geldautomat dafür schlucken, dass er etwas ausspuckt? mehr...
Sonntag 22. August 2010
GM – Comeback an der Börse?
General Motors ist wieder wer, so die Botschaft dieser Tage aus Detroit. Nach den Gewinnzahlen des zweiten Quartals und dem Abtritt des Interims-Chefs, Ed Whitacre, soll es nun im Parforceritt zurück an die Börse gehen, am besten noch im Laufe des Oktobers. Der Börsenprospekt ist gedruckt, und er erlaubt einen Blick in die Seele des Konzerns. Anhand der aufgezählten Risiken lässt sich gut vorstellen, was im schlimmsten Fall droht. mehr...
Sonntag 15. August 2010
Sei nicht ganz böse
Google entwickelt sich rasant – das war schon am Anfang so, als das Startup-Unternehmen mithilfe seiner mathematischen Algorithmen die Suche nach Begriffen im Internet verfeinerte und Ergebnisse lieferte, die so kein anderer Robot im Netz auflisten konnte, die Gründer Page und Brin wurden rasch Millionäre, dann Milliardäre, und blieben äußerlich College Boys. Rein äußerlich. Mit Eric Schmidt als Chef des Ladens fanden sie einen, der sich aufs Geschäftliche verstand und dafür sorgte, dass der aufstrebende Konzern mit dem Motto „Sei nicht böse“ nicht zu gut wurde. mehr...
Sonntag 08. August 2010
Hilfe, ich werde gebraucht!
Es ist gar nicht so lange her, dass die Industrie und das Handwerk beschimpft und bedrängt wurden – jedes Jahr im Spätsommer offenbarte sich da das Dilemma, dass Jugendliche zwar mit Schulabschluss (hoffentlich), jedoch ohne Ausbildungsplatz dastanden. Es gab dann jedes Mal Versprechungen und Beteuerungen: Ja, jeder ausbildungswillige und ausbildungsfähige junge Mensch werde eine Stelle erhalten – was stets Zweifel hervorrief. Wirklich jeder? Die Einschränkungen machten schon deutlich, wo das Problem oftmals lag: Stelle und Bewerber passten einfach nicht zusammen. mehr...
Sonntag 01. August 2010
Ist die Luft raus?
Der DAX hat beachtlich zugelegt in den letzten Monaten – doch jetzt, wo die Unternehmen glänzende Ergebnisse vorlegen, scheint die Luft raus zu sein. Dass der Index sich ins Minus bewegt, wenn gute bis sehr gute Zahlen veröffentlicht werden, ist schon vorgekommen. Aber die Massierung von Erfolgsmeldungen bei gleichzeitig scharfem Kursknick ist doch schon sehr auffällig. In der abgelaufenen Woche traf es die „Dickschiffe“ der deutschen Wirtschaft: Daimler, MAN, Volkswagen oder auch BASF. MAN konnte seinen Gewinn knapp verdoppeln, BASF gar mehr als verdreifachen. VW legte zweimal so hohe operative Ergebnisse vor wie im Vorjahreszeitraum. mehr...
Sonntag 25. Juli 2010
Stress durch die Bank
Vierzehn systemrelevante Institute, und (fast) alle sind sie gesund und munter – wenn das mal nicht beruhigend ist. Sie alle haben Fragebögen nach London geschickt und ausgewiesen, wie sie dastehen würden, sollte die Hölle losbrechen und ringsum das Vertrauen purzeln ebenso wie die Kurse und die Kreditwürdigkeit. Aber möglichst nicht all das auf einmal, denn das hält ja die beste Bank nicht aus. Die es übrigens so gar nicht gibt: Jedes Institut hat irgendwelche Schwachpunkte, nur umwerfen dürfen sie es natürlich nicht, sollte mal etwas schiefgehen. Der nun veröffentlichte Stresstest unter 91 europäischen Bankhäusern weist eine Menge Leichen in den Kellern aus, meist aber nicht in Deutschland. Hierzulande ist die Hypo Real Estate (HRE) in München der größte Sorgenfall, der aber insofern nicht beunruhigend sein sollte, weil das Haus vollständig in Staatsbesitz ist und im Falle eines Falles einfach mehr vom Gleichen bekommen würde: Steuergeld nämlich. Irgendwie lustig, dass Gefahr für das Finanzwesen in Deutschland so richtig nur von einer Bank ausgeht, die sowieso gar nicht allein wirtschaften und überleben kann. Da der Stresstest im Grunde ja auch zeigen soll, wie gefährdet der Steuerzahler ist, hätte die HRE genau genommen gar nicht teilnehmen müssen. Was der Bürger an ihr hat, weiß er längst. mehr...
Sonntag 18. Juli 2010
Nichts Goldman, was glänzt
550 Millionen Dollar sind kein Trinkgeld, aber so richtig viel ist es auch nicht, wenn man gut 13 Milliarden verdient – jedes Jahr. Und so hat die Börse folgerichtig reagiert, als sie Goldman Sachs höher eingruppierte nach dem Vergleich mit der amerikanischen Finanzaufsicht SEC. Goldman Sachs, so eine Art BP der Finanzbranche, die Finger immer mit drin, wenn etwas unsympathisch ist oder irgendwie einen Geruch und ein Geschmäckle hat, kauft sich ein bisschen frei vom letzten großen krummen Geschäft. mehr...
Sonntag 11. Juli 2010
Essen auf Rädern
Es war einmal eine Firma, in Amerika natürlich, die hatte zu den Boomzeiten des Neuen Marktes die Idee, sich über das Internet rufen und bitten zu lassen – und brachte dann, so die Theorie, Lebensmittel frei Haus. Das Ganze auch noch börsennotiert und als letzter Schrei der Technisierung. Das Konzept ging schief, die Firma namens „Webvan“ geistert in Form wertloser Aktien noch heute durch die Kurszettel, wohl weil das Geld nicht gereicht hat, um nach den Lieferwagen auch noch die Notierung stoppen zu lassen. mehr...
Sonntag 04. Juli 2010
Minimalismus
Es hat nicht ganz geklappt mit dem Handeln nach gesundem Menschenverstand, die politische Ranküne war stärker. Nein, die Rede ist nicht von der deutschen Bundespräsidentenwahl. Die Rede ist vom amerikanischen Finanzmarktgesetz, dessen Hauptteil, die Bankenabgabe, man großspurig als „Financial Crisis Responsibility Fee“ angekündigt und nun ziemlich still beerdigt hat. Vermutlich aus dem gleichen Geist heraus, der die konservative Mehrheit des amerikanischen höchsten Gerichts dazu bewog, das Recht auf privaten Waffenbesitz zu stärken, obwohl durch Schusswaffengebrauch jährlich die Einwohnerzahl einer mittleren Großstadt ausgelöscht wird, in der Mehrheit Unbeteiligte. mehr...
Sonntag 20. Juni 2010
Woche der Entscheidungen
Es war reichlich Futter, das man den hungrigen Finanzmäulern vorsetzte in der abgelaufenen Woche, bis hin zum dramatischen Fußballereignis des Freitags, das das Frankfurter Börsenparkett zeitweise in eine andere Art von Fieber versetzte als das, welches man sonst mitunter zu sehen gewohnt ist – wahrscheinlich war die Aufregung annähernd so groß wie beim legendären New Yorker Crash vom Mai, als eine offenbar falsche Tastatureingabe den Dow Jones in den Orkus katapultierte. Dabei waren andere Ereignisse nicht so ohne. Zum einen wäre da BP – der Konzern erlaubte sich in den USA bei diversen Gesprächen und Anhörungen ein durchaus gemischtes Bild, meist war es das eines Getriebenen, der ratlos vor den Folgen des eigenen Handelns steht und sich über die Schlamperei wundert, die im eigenen Strafraum dazu führte, dass nun jeder Schuss sitzt. Nicht ganz allerdings wirkte das traurige Bild der BP-Manager auf die Börse so, wie man das hätte erwarten können. Nach der Zusage, 20 Mrd. Dollar in einen Entschädigungsfonds einzuzahlen, der die gröbsten Schäden bis 2013 abdecken soll, erholte sich der BP-Kurs, wenn auch von einem stark gestutzten Niveau aus. Die Anleger erhoffen sich erste Klarheit darüber, was die ganze Malaise im Golf von Mexiko BP kosten könnte, und mit dieser „Hausnummer“ schien sie zunächst gegeben. Allerdings: Die Risiken sind schier unermesslich, wenn man bedenkt, dass ja noch nicht einmal die Ursache des Desasters einigermaßen im Griff ist. Andererseits: Auch die amerikanische Regierung muss sich kritisieren lassen, nicht zuletzt angesichts der Vorgänge in ihrer Mineralien-Überwachungsbehörde, die sich wohl wie eine Art Außenstelle der Ölindustrie aufgeführt hat. Und am Ende zählen nur Zahlen: Eher gehe die US-Regierung bankrott als BP, ließ sich ein Analyst in New York vernehmen. Nicht ganz abwegig: BP hat im letzten Jahr 17 Mrd. Dollar verdient, in den letzten Jahren allein aus dem operativen Geschäft 91 Mrd. Dollar erlöst, sitzt auf 18 Mrd. Fass Öl und hat Rechte und Anlagen weltweit, die ein Vielfaches wert sind. Dass man angesichts dieses Reichtums die Dividende für ein Dreivierteljahr ausfallen lässt, ist daher wohl eher dem Bedürfnis nach einem besseren Image als wirklicher Notwendigkeit geschuldet. BP wird vermutlich mit dem Ruf des nicht ganz sauberen Konzerns leben müssen, erst einmal – aber auch leben können. mehr...
Sonntag 06. Juni 2010
Alte Sünden
Die Ölpest im Golf von Mexiko wird für den britischen BP-Konzern zu einer traumatischen Erfahrung. Nur, dass man sich diese allein selbst zuzuschreiben hat. Die wütende Schuldzuweisung an andere Beteiligte wie etwa den Ausrüster Halliburton oder den Plattform-Betreiber Transocean, hat man unter der Last der Fakten einstellen müssen. Es ist unwahrscheinlich, dass BP von dieser Seite einen Teil der immensen Kosten des Desasters wird eintreiben können. mehr...
Sonntag 30. Mai 2010
iBoom
Der ehemalige Computerhersteller und heutige Unterhaltungskonzern Apple hat in der vergangenen Woche zweimal die Schlagzeilen der Fachwelt beherrscht: Zum einen kam am Freitag in Deutschland das neue Computer-Tablett „iPad“ in den Handel – mit mehrwöchiger Verspätung und erstaunlich vielen begleitenden Erwähnungen in fast allen Medienformaten, viele davon ziemlich kritisch – und zum anderen überholte das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino den Softwaregiganten Microsoft an der Börse in puncto Firmenwert: Apple ist nun der wertvollste Technologiekonzern der Welt. Das ist mehr als erstaunlich, denn noch vor gut zehn Jahren sah sich Apple Computer Inc. dicht am Abgrund – und musste von Microsoft mit einer Beteiligung von 150 Mio. US-Dollar vor dem Untergang gerettet werden. mehr...
Sonntag 23. Mai 2010
Rette sich, wer kann
Was wären die möglichen Alternativen zur Griechenland-Hilfe? Das fragt man sich, nachdem nun die insgesamt 750 Milliarden Euro auf dem Tisch des Hauses liegen, um schwächelnden Ländern der Eurozone zu helfen. So allmählich beginnen die Regierungen nämlich über die Folgen nachzudenken: Für ihre Haushalte, für die Bürger, für den Eurokurs. Die Märkte jedenfalls haben sich nicht gerade beruhigt, an den Börsen geht es munter hin und her, und die Volatilität nimmt eher noch zu. Es herrscht Unsicherheit rund um den Globus, und dies natürlich auch, weil eigentlich kein Land sicher davor ist, nächstes Opfer der Finanzkrise zu werden. Die nämlich greift nun erbarmungslos vom privaten Sektor auf den staatlichen über. mehr...
Sonntag 16. Mai 2010
Das muss doch nicht sein
Was treibt Josef Ackermann? Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank stellt im Fernsehen so allerlei Mutmaßungen an – über dies und jenes, dies und das, und auch über Griechenland. „Wird schwer“, so sagte er in etwa, dass die ihre Schulden so schnell zurückzahlen. Und die anderen Schwerenöter auch, wo wir schon mal dabei sind. Am Ende könnte tatsächlich noch eine Umschuldung stehen. Wenn die Kraft der Griechen halt doch nicht reicht. Und so. mehr...
Sonntag 09. Mai 2010
Chaos in Amerika
Manchmal versteht man die Welt nicht mehr und wenn man sie dann wieder versteht, ist sie rätselhaft. So etwa am Donnerstagnachmittag, Ortszeit New York, als die Kurse der im Dow Jones wie auch in der NASDAQ vertretenen Wertpapiere plötzlich durchschnittlich 10 Prozent ihres Wertes verloren. Was um Himmels willen hatten denn Procter & Gamble oder Apple in dieser Sekunde simultan falsch gemacht? mehr...
Sonntag 25. April 2010
Gegenwind für Goldmänner
Goldman Sachs steht in der Kritik. Das ist der harmlose Ausdruck für eine Entwicklung, die der erfolgsgewohnten und entsprechend auftretenden amerikanischen Investmentbank diesmal wirklich gefährlich werden könnte. Denn Kritik an einem weltweit auf allen Feldern des Handels und der Beratung um Firmenübernahmen, Investments und Strategien tätigen Bankhaus dürfte eher Alltag als Ausnahme sein. Diesmal aber kommt es knüppeldick; und seit die ersten Vorwürfe der amerikanischen Börsenaufsicht, verbunden mit einer Zivilklage, in die Schlagzeilen gerieten, seit Mitte April also, vergeht kaum ein Tag ohne neue Enthüllungen, Nadelstiche, Indiskretionen. Kernpunkt der Anschuldigungen in den USA war der Vorwurf, krumme Geschäfte ermöglicht zu haben: Ein Hedgefonds-Manager durfte sich demnach ein Portfolio zusammenstellen mit möglichst schrottigen Immobilienkrediten, gegen das er dann wetten wollte, während Goldman nichtsahnenden Anlegern das Papier als renditestarke Anlage angepriesen habe. Nicht weiter verwunderlich, dass Goldman Sachs das alles empört zurückweist. mehr...
Sonntag 18. April 2010
Gefährliches Tempo?
Chinas Wirtschaft ist im ersten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 11,9 Prozent gewachsen. Wenn man diese Statistikangabe liest, denkt man zuerst an einen Kommafehler – denn wäre diese Zahl aus Europa berichtet werden, so hätte sie mit viel größerer Wahrscheinlichkeit 1,19 heißen müssen. Daran haben wir uns fast gewöhnt. mehr...
Sonntag 11. April 2010
Himmelshochzeiten
Während die Autoindustrie sich müht, Allianzen zu schmieden, die in dem ein oder anderen Fall mehr oder weniger smart erscheinen mögen, tobt am Himmel ein Kampf ganz anderen Kalibers, von der Öffentlichkeit weit weniger beachtet, aber nichtsdestotrotz erheblich bedeutsamer für die neue Weltordnung: Die Luftfahrtbranche sortiert sich neu. Konsolidierung heißt ohnehin das Zauberwort am Ausgang einer jeden Krise. Was da aber im Luftraum vor sich geht, ist mitnichten ein Symptom aktueller Ereignisse. Wenn Daimler meint, mit dem Massenhersteller Renault sein Glück zu finden – nun gut. Immerhin sind beide nicht pleite, nicht vom Untergang bedroht oder sonst wie auf dem absteigenden Ast. mehr...
Sonntag 04. April 2010
Beruhigungsabgabe
Der Bundesregierung ist in der abgelaufenen Woche eine Einigung gelungen: Ohne viel Widerrede verabschiedete man die sogenannte Bankenabgabe – eine Art Risikovorsorge unter staatlichem Dach. Dass das Ganze mehr sein wird als eine Beruhigungspille für verärgerte Steuerzahler, ist indes kaum zu erwarten. Wenn man sich die begleitende Bürokratie ansieht, muss man zu dem Schluss kommen, dass sich das Bundeskabinett da ein ganz schönes Ei ins Nest gelegt hat. Da wäre zum einen die Summe: 1,2 Milliarden jährlich soll die Abgabe einbringen. Da sollten wir den Atem anhalten, dass in den nächsten 50 bis 60 Jahren keine Krise mehr ausbricht, denn was Bankenrettung kostet, hat man ja gesehen: Allein die gar nicht mal so gewichtige Hypo Real Estate brauchte 100 Milliarden Bürgschaften und Zuschüsse, um über die Runden zu kommen. mehr...
Sonntag 28. März 2010
Nichts wie weg
Die Hypo Real Estate kommt nicht zur Ruhe. Das Bankinstitut, noch vor zwei Jahren dem Durchschnittsbürger praktisch nicht bekannt, wirbelt seit dem Ausbruch der Finanzkrise das gesamte deutsche Kreditwesen durcheinander – und das ist beileibe kein Kompliment. Mal ganz abgesehen davon, dass der Laden rund Hundert Milliarden Euro Staatsgeld zu seiner spontanen Rettung benötigte, macht er auch weiterhin Verlust: 2,2 Milliarden waren es 2009, so die Kennzahl auf der am Freitag veranstalteten Bilanz-Pressekonferenz. Einen Tag zuvor war dem Münchener Institut Knall auf Fall der Chef abhanden gekommen, unter weitgehend ungeklärten Umständen. Denn die offiziell zu hörenden Begründungen für den Rücktritt erscheinen wenig glaubhaft. Axel Wieandt, fluchtartig auf dem Rückweg nach Frankfurt, soll angeblich mit der Gehaltsbegrenzung auf 500.000 Euro jährlich unzufrieden gewesen sein, zudem habe man seinen Wunsch blockiert, verdienten Mitarbeitern einen Bonus zu gönnen. Axel Wieandt, der nicht nur einer hoch angesehenen Bankiersfamilie entstammt, sondern über Geschwister und Schwager über die besten Drähte ins deutsche Bankwesen verfügt, ist mit Sicherheit zu klug, um wegen solcher vergleichsweise läppischer Themen ein langfristig angelegtes Werk zu torpedieren und seinen Ruf zu riskieren. mehr...
Sonntag 21. März 2010
Etwas ratlos
Die Telekommunikationsbranche ist im Umbruch, hört man. Das ist aber eine Überraschung! Soweit man das verfolgen kann, ist sie das seit rund Hundert Jahren – zugegebenermaßen jüngst aber immer stärker. Allerdings haben wir das heutige Phänomen, dass ratlos erscheinende Branchenriesen auf der Suche nach sinnvoller Beschäftigung sind, wohl wirklich erst seit Kurzem. mehr...
Sonntag 14. März 2010
Durchwachsene Bilanz
Die Volkswagen AG war schon immer ein Objekt besonderer Beobachtung und besonderen Interesses. Privatisiert, besser teilprivatisiert, führte das Unternehmen ein Dasein von teilweiser staatlicher Überwachung und Einflussnahme. Das war den Arbeitnehmern in den sechziger Jahren, und nicht nur da, sehr recht. Und solange die Aktionäre eine ordentliche Dividende erhielten, jenen auch. Zumal man auf diese ordentliche Dividende wetten konnte – schließlich braucht der Staat Geld, und weiß es sich zu verschaffen, wenn er Großaktionär ist. Man beachte das Beispiel Deutsche Telekom – kaum was verdient, aber ordentlich was ausgeschüttet. Im Windschatten des Staates segelt man komfortabel, aber auf Dauer eher nicht profitabel, das muss man hier feststellen. mehr...
Sonntag 07. März 2010
Die Killer-Kartoffeln sind unter uns
Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? – So hieß der Kinderschreck früher mal. Wer oder was der genau war, blieb geflissentlich im Dunkeln, wo ja nun Schwarze Männer auch hingehören, oder? Dabei ist der Schornsteinfeger – hat der ein Glück – häufig mal im gleißenden Sonnenlicht hoch oben auf dem Dach zu finden. Nun, die Welt ist eben schwer zu verstehen. mehr...
Sonntag 28. Februar 2010
Früher war alles besser!
In Griechenland hat man jeden Grund, der entfernten Vergangenheit nachzutrauern. Das einst mächtige Land der Antike ist ein Schatten seiner selbst, will das aber nicht wahrhaben. Dort, wo die größten Werke der abendländischen Philosophie entstanden, die versuchten, sich solchen Begriffen zu nähern wie Tugend, Gerechtigkeit, Demokratie – dort herrscht Korruption und Selbstsucht, Schlendrian und Vetternwirtschaft. Das sind Fakten, die nicht einmal Premier Giorgios Papandreou noch leugnet. Er hat gar keine Wahl – zu offensichtlich sind die Fakten. mehr...
Sonntag 21. Februar 2010
Moment mal!
Bei Daimler lief es jüngst nicht mehr rund – anders kann man das desaströse Ergebnis des Jahres 2009 nicht bewerten: 2,6 Milliarden Verlust, das ist happig. Die meisten Analysten hatten mit weniger gerechnet, aber dass das Ergebnis tiefrot sein würde, war schon klar. Dass die Aktie dann am Tag der Jahrespressekonferenz um bis zu neun Prozent abstürzte und am Ende des Handelstages noch mit einem Minus von knapp fünf Prozent aus dem Markt ging, das ist für ein Schwergewicht im DAX schon blamabel. mehr...
Sonntag 14. Februar 2010
Das Symbol
Man ist in der vergangenen Woche angetreten, die Welt zu retten. Nein, nicht die ganze natürlich. Die Welt des Automobils einfach nur. Aber die ist ja schon ganz schön groß, sodass sich nur die Besten darum kümmern sollten. So wie Akio Toyoda zum Beispiel, der momentan noch der Herr des größten Produzenten dieses Planeten ist und sich vielleicht noch mehr als „Master of the Universe“ gefühlt hat als dies zuvor, zyklisch bedingt, die Investmentbanker getan haben. mehr...
Sonntag 07. Februar 2010
Die Wette gilt
Es ist schwer, auf ein perfektes Geschäft zu verzichten. Und die CD aus der Schweizer Unter- oder Bankenwelt (man weiß nicht, wo genau die Grenze zwischen beiden verläuft) bietet fast perfekte Konditionen: Der Staat kann mit dem Ankauf der Daten aus zweieinhalb Millionen Euro spielend leicht mehrere hundert Millionen machen. Das ist eine Rendite, die sogar Schweizer Banken neidisch machen müsste. mehr...
Sonntag 31. Januar 2010
Banken am Pranger
Das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos hatte sein Thema schnell gefunden: Die künftige Regulierung der Banken und Finanzinstitutionen. Angeregt durch die Pläne des amerikanischen Präsidenten Obama für Sondersteuern und die Aufspaltung großer Finanzkonzerne, eröffnete der französische Staatspräsident Sarkozy die Tagung mit einer harten Kritik an den Bankern: Angesichts der Not in der Welt, der ruinösen Verschuldung ganzer Staaten in Folge der Finanzkrise müsse sich etwas ändern. „Wenn wir nichts ändern, handeln wir verantwortungslos“. mehr...
Sonntag 24. Januar 2010
Böse Gewinne, böse Verluste
Da waren die Aktienmärkte mal richtig entsetzt: Den Stützen der US-Wirtschaft, den Banken nämlich, soll es an den weißen Kragen gehen. Zumindest denen, die hohe Gewinne im Eigengeschäft erzielen, undurchsichtige Finanzprodukte vertreiben und mit dem Geld der Steuerzahler ihren Profit vermehren. mehr...
Sonntag 17. Januar 2010
Giftiger Googlehupf
Die weltgrößte Suchmaschine, das innovativste, was man mit dem World Wide Web anstellen kann, Software, Cloud Computing, Super- Mobiltelefon und Weltbibliothek – es gibt kaum einen Superlativ, den Google nicht für sich in Anspruch nimmt. Es ist ein weiter Weg gewesen vom Underdog der Internetgemeinde zum Riesenkonzern, der heute an die 200 Milliarden Dollar wert ist. mehr...
Sonntag 10. Januar 2010
Arbeit für Kassandra
Man spricht mittlerweile vom „Jobwunder“, das klingt, nach Fräuleinwunder und Wirtschaftswunder, wieder wie so eine deutsche Erfolgsgeschichte und bezeichnet doch nur einen Absturz, der nicht so stattgefunden hat wie erwartet. Mal abgesehen davon, dass vieles nicht so stattfindet wie erwartet, und damit dafür sorgt, dass das Leben und die Menschheitsentwicklung am Ende unberechenbar bleiben, wie Wetter, Klima und die ehrlich stattfindenden Begegnungen der Fußball-Bundesliga, ist das Jobwunder natürlich nur eine Momentaufnahme aus einer krisenbehafteten Wirtschaftslage. mehr...
Sonntag 20. Dezember 2009
Glück muss man haben, …
… denn kaufen kann man es nicht. Trotz dieser sattsam bekannten Tatsache fühlen sich Wirtschaftswissenschaftler zur Erforschung dieses unerklärlichen Gefühlsphänomens aufgerufen. So im ganz Geheimen scheint es die Ökonomen zu fuchsen, dass sich das überschäumende Wohlbefinden bei den meisten Menschen der Vorhersagbarkeit und der Messbarkeit entzieht. mehr...
Sonntag 29. November 2009
War da was?
Man sage nur: Dubai. Jetzt kommt die nächste Welle, aus einer Richtung, die man so nicht erwartet hätte. Sind nun auch die Scheiche nur Getriebene der Krise? Obwohl Dubai als ehrgeiziger, als monumentalverliebter Staat galt, dem Größe, Höhe, Weite nie groß, hoch oder weit genug sein konnten. mehr...
Sonntag 22. November 2009
Wie elektrisiert
Alle Jahre wieder läutet gewöhnlich einer der großen Stromerzeuger und -versorger zur Preisrunde. Das gibt dann jedes Mal Schlagzeilen, es hagelt Proteste und die Politik regt sich auf. Die Verantwortung für die Erhöhungen wird, je nach Ausgangsposition, mal mehr oder weniger heftig formuliert den Großen der Branche zugewiesen, mit dem Hinweis, dies passe nicht in die Landschaft. Stimmt alles. Was wäre das für eine Landschaft, in die bis zu 16-prozentige Preiserhöhungen passen würden? mehr...
Sonntag 15. November 2009
Elefantentanz
Wer als Kleinanleger derzeit VW-Aktien hält, dies vielleicht sogar schon sehr lange und möglicherweise seit der Privatisierung in den sechziger Jahren, der erlebt im Moment eine Reihe von Achterbahnfahrten, die er niemals gebucht hätte. Wenn man ihn denn gefragt hätte. Der Konzern nährte sich redlich über die Jahrzehnte, hatte manche Erfolgsgeschichte zwischen Käfer und Golf, und bescherte immer auch eine ordentliche Dividende (die darf man generell erwarten, wenn der Staat irgendwie als Großaktionär dabei ist, denn der braucht immer Geld). mehr...
Sonntag 08. November 2009
Bankennöte
Die Commerzbank leidet weiterhin erheblich unter der Krise – im dritten Quartal verlor sie eine Milliarde nach Steuern. Und weiterhin werden Unsummen in die Risikovorsorge gesteckt, um giftige Anlagen ausgleichen zu können. Auf fast allen Gebieten brennt es – seien das nun Schiffsbeteiligungen oder Zertifikate. Rund 4,2 Milliarden an Vorsorgebedarf ist da entstanden, weit mehr, als die Experten erwartet hätten. Auch deshalb wohl ein deutlicher Knick im Aktienkurs, der sich ja schon im Laufe eines Jahres verdoppelt hatte. Zu früh gefreut? Auch bei der Postbank schlägt das Schicksal zu: Die Pleite der amerikanischen CIT Bank verhagelte der Postbank, die dort engagiert war, das jüngste Quartalsergebnis. mehr...
Sonntag 01. November 2009
Kein Ende
Das Gezerre um Opel geht munter weiter. Aber es nähert sich unaufhaltsam der Zeitpunkt, ab welchem der traditionsreiche Autobauer nur noch ein Muster ohne Wert ist. Die Aktie der Muttergesellschaft (momentan unter „Motors Liquidation Company“ gehandelt) hat in den letzten Jahren 98 Prozent ihres Wertes verloren. GM ist zwischenzeitlich in die Insolvenz abgetaucht und überraschend wieder erschienen. Dem Konzern gehören außer Opel noch die Hälfte von Isuzu und immerhin ein Fünftel von Suzuki. Also ein gehöriges Standbein im japanischen Markt – früher einmal ist General Motors mit lautem Wehklagen über japanische Marktbeschränkungen aufgefallen, bis sich herausstellte, dass man in dem Land weitgehend vergeblich versuchte, Autos mit Linkslenkung zu verkaufen, was in einem Staat, in dem Linksverkehr herrscht, naturgemäß schwierig ist, und nicht so sehr mit Wettbewerbsbeschränkungen zusammenhängt. Dies nur, um einmal zu zeigen, mit welcher Sorte Management man es hier zu tun hat. Nur zum Trost: Ex-GM-Chef Rick Wagoner gehören 0,03 Prozent der Firma, er leidet also mit (wenn auch auf hohem Niveau). Sein Anteil ist 750.000 Euro wert. Er könnte vermutlich mit den Ersparnissen seiner letzten Jobs den Laden komplett kaufen – 257 Millionen Euro müsste er dafür hinlegen, eine Summe, die in etwa einem Bonus eines Wall-Street-Bankers aus einem eher durchschnittlichen Geschäftsjahr entspricht. Aber lassen wir das. mehr...
Sonntag 25. Oktober 2009
Apple zeigt wie es geht
Wenn die Woche für die Börsen unter dem Strich nicht ganz so schlecht abgeschnitten hat, dann ist das ein paar tapferen Unternehmen zu verdanken, die sich noch in der Krise gut geschlagen haben. mehr...
Sonntag 18. Oktober 2009
Rechenexempel für die Politik
Die schwarz-gelben Koalitionsverhandlun- gen quälen sich voran – auch wenn die Teilnehmer stets die Contenance bewahren und gute Miene machen, bleibt der Eindruck, dass es ziemlich Mühe macht, die Ideen der beiden „Traumpartner“ unter einen Hut zu bringen und druckreife Versionen daraus zu schaffen. Das erklärte Ziel ist es ja, möglichst viel Entlastung für das Volk einzubauen, ohne als Gesamtstaat in der Schuldenfalle zu landen. mehr...
Sonntag 11. Oktober 2009
Nachrichtenschnipsel
Die Anleger wissen nicht so recht, wohin die Reise geht. Trotz der Erholung des Aktienmarktes, nach zwei Wochen mit Verlusten, ist keineswegs sicher, dass dies die Fortsetzung der seit März laufenden Rally ist, die dem DAX seither fast 50 Prozent Zuwachs gebracht hat – und so manchen Anleger ins Grübeln, ob er nicht doch besser hätte optimistischer sein sollen. mehr...
Sonntag 20. September 2009
Sportlich sparsam
Die Internationale Auto-Ausstellung hat wieder die Gemüter ergriffen. Warum auch nicht. Lässt sich diese alle zwei Jahre stattfindende Automesse in Frankfurt doch gut für allerlei Zwecke gebrauchen, und keineswegs alle diese haben etwas mit Auto zu tun. mehr...
Sonntag 13. September 2009
Abschied auf Raten?
Magna darf Opel mehrheitlich übernehmen – für zahlreiche Interessierte ist das eine gute Nachricht: für Politiker, den Opel-Betriebsrat, für Magna natürlich. Bei den Beschäftigten dürfte es gemischte Gefühle geben. mehr...
Sonntag 06. September 2009
DAX – wohin?
Ach wie gut, dass niemand weiß, ... was uns noch alles bevorsteht. Und dennoch gibt es da immer wieder diese Leute, die alles wissen wollen, möglichst lange im Voraus, und diesen weisen Satz nicht beherzigen. Das führt dann zu Prognosen über Prognosen, und gerade jetzt haben sie wieder Saison. mehr...
Sonntag 30. August 2009
Abgefeiert
Die sogenannte Umweltprämie läuft aus – daraus sollten wir aber natürlich nicht schließen, dass die Umwelt von nun an in Ordnung sei und keiner weiteren Aufmerksamkeit bedürfe. Das sagt uns ja schon die sogenannte Ökosteuer, die weiterhin die Rentenversicherung stützen hilft (vermutlich weil Rentner irgendwie sauberer sind und versicherungspflichtige Arbeitnehmer das Geld, das der Staat ihnen so abknöpft, nicht mehr für unökologische Zwecke verpulvern können). Nun sind es also nur noch Tage, bis die fünf Milliarden Euro aufgebraucht sind mehr...
Sonntag 23. August 2009
HRE und (k)ein Ende
Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Hypo Real Estate Bank hat den ersten Teil seiner Arbeit beendet: Zeugen vernehmen. Erwartungsgemäß blieben alle bei ihrer vorgefassten Überzeugung. Trotzdem hat der Ausschuss ein paar Ungereimtheiten aufgedeckt, zwischen Finanzaufsicht und Finanzministerium zum Beispiel. mehr...
Sonntag 16. August 2009
Opels Schicksal
Das Gezerre nimmt kein Ende – das Schicksal von Opel und seiner vieltausendköpfigen Belegschaft ist seit Monaten in der Schwebe, und niemand scheint mehr so recht den Elan zu haben, mit neuen Ideen den alten Autohersteller aus der Bredouille zu manövrieren. Es schleppt sich so hin, und wenn der Bundestagswahlkampf als Grund für eine etwaige Berliner Tempodrosselung vermutet wird, so ist das bestenfalls eine hinwahrheit. mehr...
Sonntag 09. August 2009
Hybris, Ruin, Entsetzen
Die HRE, ein Thema auf Jahre. Mit einzelnen Höhepunkten und Tiefschlägen – die abgelaufene Woche bot da einiges. Die drei Buchstaben, die ja schnell verschwinden sollen und dem seriösen Namen „Deutsche Pfandbriefbank“ Platz machen, beherrschen einstweilen die Schlagzeilen. mehr...
Sonntag 02. August 2009
Seid umschlungen, Millionen
Der Fall eines New Yorker Rohstoffhändlers, der von seinem Arbeitgeber über 100 Millionen Dollar Bonuszahlungen erwartet, hat kürzlich die amerikanische Öffentlichkeit wachgerüttelt. Und seither kommt sie auch nicht mehr richtig zum Schlafen. Die Citigroup, die über den genial wertvollen Angestellten verfügt, zeigt sich nämlich nicht abgeneigt, seine Forderung zu erfüllen. Aber mit welchem Geld? mehr...
Sonntag 26. Juli 2009
Double Dip
Fast könnte man meinen, ein wirklich dramatischer Aufschwung stehe unmittelbar bevor – zumindest suggerieren das die weiter steigenden Kurse an den Weltbörsen. Der Dow-Jones-Index übersprang die 9000-Punkte-Marke, der DAX erreichte ein Jahreshoch. mehr...
Sonntag 19. Juli 2009
Indianer, schmerzfrei
Warum erinnern bloß die wüsten Auseinandersetzungen bei Porsche und Co. an Clankriege in fernen Ländern? Nun gut, unsere Teilnehmer hier sind besser angezogen. Aber grausam ist es doch. Männlicher Wahn herrscht allerorten. Sehr bezeichnend, dass Ministerpräsident Wulff vor Kurzem zum Häuptling „Offenes Wort“ ernannt wurde – von den Veranstaltern der Karl-May-Festspiele. Die müssen ja wissen, was sie tun. Eher gepasst aber hätte wohl: „Der mit dem Fuchs tanzt“, denn als solcher sieht sich sicherlich Ex-VW-Chef Piëch, der sein Lebenswerk mit einer wiedervereinigten Volks-Porsche-Wagen-Firma krönen möchte: Alles unter einem Dach. mehr...
Sonntag 12. Juli 2009
Menschen, Browser, Sensationen
Der angebliche Kampf der Kulturen geht in die nächste Runde. Google fordert Microsoft auf dessen ureigenstem Markt heraus: dem der Betriebssysteme. Das ist durchaus bemerkenswert. Denn der Suchmaschinenbetreiber ist bis dato vor allem als internetaffin aufgefallen, weniger als PC-orientierter Lieferant von Software. Im Gegenteil – Google vertritt seit jeher die Auffassung, dass künftiges Computing über das Netz erfolgen werde, nicht über die heimische Festplatte. Nun ja: Der Aktienkurs machte einen Sprung, Microsoft verlor. Das will aber noch nichts heißen. Der Kampf wegen der Browser geht momentan zugunsten des kostenlosen „Firefox“ aus. In Europa hat Microsoft extreme Probleme mit seiner Verquickung von Betriebssystem und Internetzugang. Und weltweit stagniert die Nutzung von „Internet Explorer“. mehr...
Sonntag 05. Juli 2009
Schlechte Nachricht
Der Verband der deutschen Autoindustrie erwartet ein Rekordjahr – der Absatz von Neuwagen dürfte auf die erstaunliche Zahl von 3,5 Millionen hochschnellen. mehr...
Sonntag 28. Juni 2009
Weltwirtschaft à la Teheran
Gute, ja ausgezeichnete Wirtschaftsbeziehungen zu Teheran, das ist, oder vielmehr war, eine Standardäußerung deutscher Unternehmen, wenn es um die Handelstätigkeit im Iran ging. Auch wenn es da einige Misstöne gibt heutzutage. Stichwort Ausrüstung mit Überwachungstechnologie, Stichwort Siemens. Da wird es (zu Recht) noch einige Diskussionen geben. mehr...
Sonntag 21. Juni 2009
Auf dem falschen Rad
Bei Porsche geht es gar lustig zu. Man mag sich als Außenstehender schon grämen, dass nicht mehr von dem bunten Treiben in und um Zuffenhausen an die Öffentlichkeit dringt – so wie jetzt etwa der Briefwechsel zwischen dem selbstbewußtauftrümpferischen WendelinWiedeking und dem hinterhältiggenialischen Ferdinand Piëch. Das hat doch was. Die „Süddeutsche Zeitung“, die diese Dokumente an Land gezogen hat, darf sich noch einmal überlegen, ob die Geschichte in den Wirtschaftsteil oder nicht doch lieber in die Rubrik “Panorama“ gehört. mehr...
Sonntag 14. Juni 2009
Stochern im Nebel
Es sieht düster aus. Aber für wen? Die neueste Erhebung der Weltbank prognostiziert einen Rückgang der Weltwirtschaft um sagenhafte 3 Prozent. Das wäre in der Tat bitter. Besonders für Deutschland. Hier dürfte es in diesem Jahr zu einem Schrumpfen der Wirtschaft um bis zu 7 Prozent kommen. Das geht im Wesentlichen auf die sinkenden Exporte zurück. Die von der Weltwirtschaft nicht mehr nachgefragten Autos und Maschinen stehen auf Halde – oder werden gar nicht mehr produziert. Nun rätseln die Experten, wie weit die Nebeneffekte der Krise noch gehen werden. Die Europäische Zentralbank hofft, dass bis Mitte 2010 wieder ein spürbares Wirtschaftswachstum einsetzt. Bis dahin sorgen sich die Notenbanker vor allem um den privaten Bankensektor, – möglich wäre eine neue Bankenkrise, wenn eine Erholung nicht rechtzeitig einsetzt. Zwar haben die Banken nach den Hilfsaktionen des Staates wieder genügend Geld in den Tresoren, aber es drohen auch weitere Ausfälle. Noch sind die Lasten aus den Verlusten der berüchtigten toxischen Wertpapiere nicht komplett bekannt oder gar kompensiert. Daneben drohen Ausfälle, wenn weitere Insolvenzen sich häufen. Am Freitag warnten dazu mehrere Hilfsorganisationen vor zunehmender Überschuldung in der Bevölkerung. Da Arbeitslosigkeit zu den Hauptursachen von privater Überschuldung zählt, dürften die Organisationen mit ihrer Prognose wohl recht haben, – denn nach Auslaufen der Kurzarbeiterregelung werden die Arbeitslosenzahlen nochmals stark ansteigen. Mit allen Folgen, die das für die Steuereinnahmen des ja gerade auch schon hoch belasteten Staates hat. mehr...
Sonntag 31. Mai 2009
Unentwirrbar
So verworren und aufgeladen, hektisch und abseits jeder Planung verlief die Diskussion um die Rettung oder Nicht- Rettung von Opel, dass nackte Zahlen keine Chance hatten. Dabei könnte in ihnen der Weg zu einer Lösung vorgezeichnet sein. Der Münchener Professor und Leiter des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat gnadenlos ermittelt, wo genau der Unfug einer staatlichen Milliardengabe an Opel liegen würde: Die Erhaltung jedes Arbeitsplatzes wäre weitaus teuerer als die Schaffung eines neuen in der Autoindustrie. mehr...
Sonntag 24. Mai 2009
Widersprüche und Risiken
Die Unternehmensmeldungen dieser Tage sind teils zum Fürchten, teils nur verblüffend. Und nicht alle der unguten Schlagzeilen sind der herrschenden Krise geschuldet. Der Kaufhauskonzern Hertie, vor nicht allzu langer Zeit erst wiederbelebt, steht vor dem Aus. mehr...
Sonntag 17. Mai 2009
Pleite à la carte
Die Finanz- und Wirtschaftskrise ziehen gemächlich ihre Bahn und bringen immer mal wieder kleine Höhepunkte – so zuletzt die Meldung über den starken Einbruch des Bruttoinlandsprodukts im letzten Quartal. Oder die sich hinziehenden Lösungsansätze für Opel. So richtig will aber keine Katastrophenstimmung aufkommen – es fehlt an den spektakulären Einzelereignissen, wie etwa dem Zusammenbruch von Lehman Brothers oder der KfW-Krise im letzten Jahr. So kann im öffentlichen Raum langsam der Eindruck entstehen: Krise, ja, gibt es wohl – aber auch daran gewöhnt man sich. mehr...
Sonntag 03. Mai 2009
Gerade jetzt!
In der Krise soll man sich vorbereiten – auf den kommenden Aufschwung. Das heißt nun beileibe nicht, dass damit Gesundbeterei gefordert wäre. Aber das Leben geht tatsächlich weiter, in jeder Hinsicht, und deshalb wird auch das derzeit Erlebte, auch die jetzige Prognoselandschaft eines Tages Geschichte sein. mehr...
Sonntag 26. April 2009
Auch Panikmacher sind Macher
Untätigkeit, Stille gar, oder im Einzelfall auch Nachdenken, das sind nicht die Tugenden in der hiesigen diskutierenden Öffentlichkeit. Aber es gibt mediale Heulbojen, die richten nicht nur Schaden am guten Geschmack an, sondern tun wirklich was für die Verschlechterung der real existierenden Verhältnisse. Zu nennen seien hier solche Koryphäen wie Gesine Schwan, die sich binnen Kurzem ja gern als präsidial abgeklärt in das höchste deutsche Staatsamt wählen lassen will, und der rührende, und zum Glück normalerweise nicht so rührige DGB-Chef Sommer. mehr...
Sonntag 19. April 2009
Und täglich grüßt der Maiszünsler ...
Schon das Wort „Genmais“ (oder beliebige andere Konstruktionen, wie etwa „Genschwein“) zeigt die gedankliche Unordnung bei denjenigen, die gegen die Grüne Gentechnik zu Felde ziehen: Mais – wie Pflanzen generell – ist natürlich immer „Genmais“, denn ohne Gene kein Leben. Aber das ist nur eine Kleinigkeit am Rande. mehr...
Sonntag 12. April 2009
Gefühlte Zukunft
Bei der Bahn scheinen ja nun geordnete Verhältnisse einzukehren. In insgesamt recht kurzer Frist hat der Staatskonzern einen neuen Vorstandsvorsitzenden bekommen, der alte hat sich in den Urlaub verabschiedet und verfolgt von dort aus die Abwicklung seines Vertrages, der ja noch ein erkleckliches Weilchen gelaufen wäre – und damit natürlich gewisse finanzielle Ansprüche garantiert. mehr...
Sonntag 05. April 2009
Wenn es denn hilft ...
Irgendjemand scheint wieder Aktien zu mögen. Die Nachfrage ist zwar noch nicht so groß, wie beispielsweise die nach Neuwagen unter Zuhilfenahme von staatlichen Wertvernichtungsprämien, aber es reicht. Wertpapiere sind was wert, da sieht man es mal wieder. Die Daimler, die BMW, Kali und Salz und die BASF, die haben schließlich so ihren Nutzen und auch eine Zukunft. mehr...
Sonntag 29. März 2009
IKB – lieb und teuer
In großer Not war sie, aber es gibt sie noch: die solide Mittelstandsbank IKB aus Düsseldorf. Da, wo die Krise deutschen Boden betrat und weder diese doch im Wesentlichen private Bank verschonte noch die WestLB in der Nachbarschaft. mehr...
Sonntag 22. März 2009
Viel Geld
Die Reichen werden immer ärmer. Im Mutterland des Kapitalismus wird den verdienten Fachkräften der oberen Etagen nun plötzlich 90 Prozent Steuer abverlangt, wenn sie einen Bonus erhalten, eine Treueprämie. mehr...
Sonntag 15. März 2009
Neue Sitten
Die Anzahl der privaten Anleger, die sich von Banken, Firmen, Finanzvertrieben und Versicherungen falsch beraten fühlen, geht in die Hunderttausende. Die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest versammelt in praktisch jeder Ausgabe keineswegs nur Fälle aus dem berüchtigten Graumarkt, sondern Merkwürdigkeiten etablierter Gesellschaften zuhauf. mehr...
Sonntag 08. März 2009
Russische Albträume
Ein Gespenst geht um in Europa. Es ist das Gespenst des Zusammenbruchs im Osten. Wenn unsereiner um seinen Lebensstandard fürchtet, aber immerhin noch in der Lage ist, um Abwrackprämien und Neuwagenerwerb auch für Empfänger steuerfinanzierter Sozialleistungen zu streiten, dann gibt es offenbar entweder eine gigantische Selbsttäuschung oder es ist eine Luxuskrise im Anmarsch. mehr...
Sonntag 01. März 2009
Virtuelle Krise
Die merkwürdige Ruhe, die viele im Lande zu beseelen scheint, wenn es um die herrschende Finanzkrise geht, bestätigt sich nicht nur dem Gefühl nach, sondern auch in Zahlen: mehr...
Sonntag 22. Februar 2009
Böse Folgen
In der Finanz- und Wirtschaftskrise jagen weiterhin die aktuellen Meldungen über die Ticker, dass es nur so seine Art hat. Sektorenweise geraten die Wirtschaftsthemen in den Fokus, und – endlich einmal – befasst sich auch der deutsche Normalbürger mit dem, wofür man sich sonst irgendwie zu fein ist oder es für nicht so wichtig hält: mehr...
Sonntag 08. Februar 2009
Niemand wagt was
Die Ausblicke werden düsterer, zugleich auch nebulöser. Wenn es überhaupt welche gibt. Kommentare und Analysen in diesen Tagen lesen sich wie Orakel mit verbundenen Augen. mehr...
Sonntag 01. Februar 2009
Unsicherheit als Konzept
Viel wird, natürlich, in Davos über die neue Unsicherheit in der Weltwirtschaft gesprochen. Beim heute zu Ende gehenden World Economic Forum waren, wie jedes Jahr, die führenden Manager global operierender Unternehmen vertreten, die einst Ehrfurcht hervorriefen bei den Zaungästen des Forums. Das war diesmal anders. Fast scheint es, als hätten sie die Unsicherheit zum Geschäftskonzept erhoben. mehr...
Sonntag 25. Januar 2009
Globale Gefahren
Das World Economic Forum, das ab Mittwoch wieder sein alljährliches Treffen in Davos veranstaltet, befindet sich in einem Dilemma – wie derzeit viele Organisationen, die sich auf regelmäßiger Basis mit Wirtschaft und Finanzen auseinandersetzen. Man kann sich rühmen, schon vor einem, sogar vor zwei Jahren auf die sich abzeichnenden Probleme am amerikanischen Immobilienmarkt hingewiesen zu haben, und vor allem im letzten Jahr gab es tatsächlich deutliche Warnungen vor einer Ausweitung der Schieflagen zu einer veritablen Krise. mehr...
Sonntag 18. Januar 2009
Die Lehre von Geld und Zinsen
Wer das Geheimnis des Geldes und der wirtschaftlichen Zusammenhänge ergründen will, findet spannende Lektüre zuhauf. Noch immer gelten die Klassiker etwas in diesem Metier, die Smiths, Ricardos, Keynes – und auch wenn sich rasend schnell etwas verändert in der Wissenschaft, man meint doch einige Grundzusammenhänge zu kennen. mehr...
Sonntag 11. Januar 2009
Auf ein neues Krisenjahr
Während sich 2008 bei unverminderter Krisenstimmung dem Ende zuneigte, gibt es für das neue Jahr nur wenige Zeichen von grundlegender Besserung. mehr...
Sonntag 21. Dezember 2008
Neue Nöte
Die Krisenverhinderer haben es schwer. Denn inzwischen macht man auch die westlichen Notenbanken verantwortlich, wenn es um die Suche nach den Schuldigen für die jetzige Krise geht. Die Hüter des Geldes hätten leichtfertig viel zu viel davon auf den Markt geworfen, jahrelang, mit dessen Hilfe sich dann Unternehmen und Verbraucher günstig verschulden konnten. Dabei kommen die Europäer und ihre EZB noch gut weg im allgemeinen Urteil, aber was hilft das bei einer weltumspannenden Krise? mehr...
Sonntag 14. Dezember 2008
Verwirrte Werte
Es treten derzeit einige Haltungen in den Kreisen verantwortlicher Politiker ebenso wie in der Bevölkerung zutage, die auf ein massives Erkenntnisproblem schließen lassen, besonders in Bezug auf die herrschende Finanzkrise (Wort, aber auch Phänomen des Jahres). mehr...
Sonntag 07. Dezember 2008
Die Auto-Matik
Seltsam. Die Börse krebst vor sich hin, hat mal einen Aussetzer wie jüngst in New York mit fast 700 Verlustpunkten, alle werden ärmer, und irgendwie hat es doch den Anschein, als sei das Publikum nur noch mäßig interessiert. Haben inzwischen dauernde Krisen auch nur noch eine Aufmerksamkeitsspanne wie Piraten im Indischen Ozean? Das wäre tragisch. mehr...
Sonntag 30. November 2008
Big Business
Die Verbraucher haben das Wort. Seit Freitag läuft offiziell in den USA die erste groß angelegte Feldstudie zum Thema: Wie weit reicht die Finanzkrise? Die Studie trägt den Namen: Weihnachtsgeschäft. mehr...
Sonntag 23. November 2008
Umbrüche
Welche Zeitenwende uns in der Wirtschaftsverfassung der Welt bevorsteht, können wir derzeit wohl bestenfalls umrisshaft erahnen. Wenn überhaupt. Es trägt das, was wir im täglichen Nachrichtenkreuzfeuer erleben, aber deutliche Züge eines Wandels, der aus der Nähe zum Ereignis nicht zu erkennen ist, sich jedoch schon ankündigt, wenn man einmal ein paar Monate oder nur Wochen zurückblickt. mehr...
Sonntag 02. November 2008
Deutschland macht Krisen gründlicher
Wenn es weltweit kriselt, kann man von den Deutschen erwarten, dass sie noch eine Schippe drauflegen, und das mit gewohnter Gründlichkeit. Da hat man doch was eigenes, könnte man sagen. mehr...
Sonntag 26. Oktober 2008
Der große Ausverkauf
War das nun die – lang ersehnte, möchte man fast sagen, – Panik? Kollabierende Börsen, abstürzender Euro, trübe Ausblicke der Wirtschaft und zögerliche Verbraucher sind die Zutaten zum Albtraumszenario. mehr...
Sonntag 19. Oktober 2008
Kurioses in der Krise
Auch die größte Notlage kann man meistern, indem man einfach business as usual betreibt. Dachte man sich vermutlich bei der großen amerikanischen Versicherung AIG vor einigen Wochen, als man Mitarbeiter zu einer großen Sause nach Kalifornien entsandte. mehr...
Sonntag 12. Oktober 2008
New Yorker Sorgen
Amerika spürte diese Woche schon mal den nächsten Krisenschritt, während der eigentliche Tumult am Finanzmarkt weiterging. Die Verkäufe des Einzelhandels brachen in bestimmten Sektoren ein – ausgehend von einer plötzlichen Zurückhaltung der privaten Verbraucher. Den Rückgang spüren auch Kinos, Theater, Restaurants und andere Dienstleister. mehr...
Sonntag 05. Oktober 2008
Alles Hypotheken
Die unselige Finanzkrise wandert um den Globus wie der Mondschatten und mutiert im Verlaufe zur Wirtschaftskrise. Letztere Umdrehung steht uns noch bevor, aber die Anzeichen sind überdeutlich: Umsonst ist so ein Desaster nicht zu haben. mehr...
Sonntag 28. September 2008
Alle sind schuld, und keiner
Die Staatsgläubigen haben publizistisches Oberwasser dieser Tage – es übertrifft der eine den anderen mit Vorschlägen, was man noch alles regulieren könnte, und überwachen, und verbieten. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell Politiker und auch Kommentatoren bereit sind, die Marktwirtschaft in weiten Teilen über Bord zu werfen, wenn es einmal kritisch wird. Die Krise im Bankensektor hat ganz gewiss ihre Schuldigen auch in den diversen Finanzinstituten, die sich nun entweder der Konkurrenz oder dem Staat an die Brust werfen. mehr...
Sonntag 21. September 2008
Hoher Stressfaktor, ungewisser Ausgang
Die Woche hat reichlich Dramen geliefert. Es verbietet sich, Anlegern auch nur entfernt empfehlen zu wollen, was sie nun mit ihrem Geld tun sollen. Vielleicht Steuern bezahlen? mehr...
Sonntag 14. September 2008
Kommt die Bahnsteigkarte?
Unter allgemein gellendem Geschrei hat die Deutsche Bahn von Plänen Abstand genommen, pro Fahrkarte 2,50 Euro Schaltergebühr zu erheben (hin und zurück logischerweise das Doppelte). Das Vorhaben hätte dem Vernehmen nach 50 Millionen Euro in die Portokasse des Schienenvekehrsträgers gebracht – bei derzeit angenommenen Kosten der Bahnschalter von 100 Millionen jährlich. Peanuts, raunt es von irgendwo her aus der Bahn- Vorstandsetage. Bei 30 Milliarden Umsatz das richtige Wort, aber in Deutschland einschlägig belastet, wenn es aus dem Mund eines Unternehmensvorstands kommt. mehr...


