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Renditen aus Schwellenländern: Fidelity Emerging Markets Fund

Asiatische Exotik, gute Renditen (Bild: Fotolia / siamphoto)


Wachstumschancen und attraktive Bewertung, das sind zwei Aspekte nach denen Aktieninvestoren Ausschau halten. In den vergangenen Monaten hat vor allem der US-amerikanische Aktienmarkt Anleger angezogen. Mittlerweile werden allerdings die Stimmen lauter, dass Präsident Trump seinen Ankündigungen einer Steuerreform Taten folgen lassen muss, um die mittlerweile ambitionierten Bewertungen zu rechtfertigen.

Experten gehen davon aus, dass in Europa und eben auch in den Emerging Markets noch am meisten Potential für Aktienanleger vorhanden ist. Über den Fidelity Emerging Markets Fund (WKN: A0MZL7) können Anleger über ein erfahrenes Management an den Chancen der Schwellenländer partizipieren. Die Heemann Vermögensverwaltung weist in einem Marktkommentar darauf hin, dass der Anteil der Schwellenländer am weltweiten Bruttoinlandsprodukt sich bereits den 50 Prozent nähert, während die Aktien-Marktkapitalisierung dieser Regionen im Verhältnis zur weltweiten Aktien-Marktkapitalisierung bei gerade einmal 20 Prozent liegt. Die Experten gehen davon aus, dass dieses Ungleichgewicht im Lauf der Zeit abgebaut wird.

Investoren sind nach einem schwierigen Jahr 2016 gerade dabei, die Schwellenländer wieder für sich zu entdecken. Seit Jahresbeginn hat die Kursentwicklung der Emerging Markets-Aktien die Performance der Unternehmenstitel in den entwickelten Ländern deutlich hinter sich gelassen. Da in den Emerging Market-Regionen unterschiedliche Chancen und Risiken existieren, ist eine entsprechende Auswahl der Titel und Gewichtung der Länder für den Anlageerfolg entscheidend.

Aussichtsreiche Aktien

Der Leiter des für die globalen Schwellenländer zuständigen Aktienteams bei Fidelity, Nick Price, ist auch für den Fidelity Emerging Markets Fund verantwortlich. Er investiert in Qualitätstitel, die attraktiv bewertet sind und eine starke Marktstellung aufweisen. Zu den Top-Titeln gehört für den Fondsmanager die in Hongkong börsennotierte AIA Group als größter bankenunabhängiger Lebensversicherer Asiens. Price setzt auf die Wachstumschancen dieses Branchenführers, der zuletzt sein Agenturnetz stark ausgebaut hat. Zu den favorisierten Titeln gehört auch die indische Bank HDFC. Das Kreditwachstum des Bankhauses hat sich zuletzt um etwa 23 Prozent erhöht. Die Finanzbranche ist auch dasjenige Segment, das mit knapp 26 Prozent am stärksten im Fonds vertreten ist, gut 25 Prozent entfallen auf Verbrauchsgüter. Skeptisch ist Price dagegen bei russischen Energietiteln. Untergewichtet ist der Fonds vor dem Hintergrund der politischen Probleme des Landes auch in brasilianischen Aktien.

Chinesische Unternehmen sind mit etwa 21 Prozent im Fonds vertreten, auf Platz zwei und drei folgen mit deutlichen Abständen Südafrika rund zwölf Prozent und Indien mit in etwa elf Prozent. Price hält den Markt der chinesischen A-Aktien für teuer, daher kauft er nur selektiv, wenn attraktive Einzeltitel günstig zu haben sind. Jüngst hat er Aktien von Inner Mongolia Yili zugekauft. Diese große chinesische Molkerei ist trotz eines höheren Wachstums günstiger gepreist ist als die Aktien der globalen Wettbewerber.

Fazit

Der Fidelity Emerging Markets Fund ist ein Basisinvestment für Anleger, die das Segment Schwellenländer abdecken wollen. Der Fonds, der im Juli auf einen zehnjährigen Track Record zurückblicken konnte, ist mittlerweile 4,4 Milliarden Euro schwer. In den vergangenen fünf Jahren konnten Anleger mit dem Produkt knapp 51 Prozent erzielen. Der maximale Verlust in diesem Zeitraum lag bei 30,3 Prozent. Christian Bayer

02.09.2017 | 21:44

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