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BB Biotech mit zweistelliger Gesamtrendite für 2017


Fortsetzung der Dividendenrendite von fünf Prozent / BB Biotechs Management mit unverändert zuversichtlichem Sektorausblick für 2018

BB Biotech bot 2017 eine starke Performance mit einer Gesamtrendite von 23,1 Prozent in Schweizer Franken und 13,1 Prozent in Euro im Zuge der erheblichen Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar. Das zugrundeliegende Portfolio entwickelte sich gut. Der Innere Wert verzeichnete ein Plus von 23,4 Prozent in Schweizer Franken, 12,5 Prozent in Euro und 29,2 Prozent in US-Dollar und übertraf damit den Nasdaq Biotech Index um 7,5 Prozent. Das konsolidierte, aber noch nicht geprüfte Zahlenwerk für das Gesamtjahr 2017 weist einen Nettogewinn von 688 Millionen Schweizer Franken gegenüber einem Vorjahresverlust von 802 Millionen Schweizer Franken aus. Das Portfolio verlor in einem volatilen vierten Quartal in Einklang mit dem Sektor vier Prozent an Wert, während der BB Biotech-Aktienkurs lediglich ein Prozent einbüsste.

In Übereinstimmung mit ihrer Dividendenpolitik schlägt BB Biotech der Generalversammlung eine Dividende von fünf Prozent auf dem Durchschnittskurs der Aktie im Dezember 2017 vor. Dies entspricht einer rekordhohen Dividende von 3,30 Schweizer Franken pro Aktie. Die Volatilität bei grösseren Biotechnologie-Unternehmen zog im vierten Quartal eine beachtliche kurzfristige Abwertung nach sich. Im Gegensatz dazu setzten kleinere und mittlere Biotech-Firmen ihre Kursgewinne dank positiver klinischer Versuchsergebnisse und zahlreicher Produktlancierungen fort.

Die US-Zulassungsbehörde FDA erteilte im vierten Quartal 2017 insgesamt zwölf neuen Medikamenten die Zulassung, mit einer Anzahl von 46 für das Gesamtjahr bedeutet dies einen neuen Höchststand über die letzten 20 Jahre. Die Mehrheit der Zulassungen ging an Präparate von Biotech-Unternehmen. Der NBI erzielte 2017 eine Gesamtrendite von 21,7 Prozent in US-Dollar. Er blieb damit leicht hinter den Gesamtrenditen breitgefasster US-Sektoren zurück, wie etwa dem Nasdaq Composite mit 29,7 Prozent und dem Dow Jones mit 28,1 Prozent. Der Biotech-Sektor verzeichnete im letzten Quartal Mittelabflüsse, welche die vorsichtige Haltung der breiten Anlegerschaft widerspiegelten. Dies schafft in den Augen von BB Biotech jedoch Potential für Mittelzuflüsse, da sich die Fundamentaldaten des Sektors 2018 weiter verbessern dürften.

Wertentwicklung im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2017

Für 2017 verzeichnete die Aktie von BB Biotech eine Gesamtrendite von 23,1 Prozent in Schweizer Franken und 13,1 Prozent in Euro, die der starken Portfolioperformance zu verdanken ist. Die in Euro erzielte Gesamtrendite wurde durch die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar erheblich belastet. Der Innere Wert (NAV) des Portfolios stieg um 23,4 Prozent in Schweizer Franken, 12,5 Prozent in Euro und 29,2 Prozent in US-Dollar in ein und demselben Zeitraum.

Im vierten Quartal schloss die Aktie etwas schwächer (-0,8 Prozent in Schweizer Franken und -2,3 Prozent in Euro). Der NAV des Portfolios sank um 4.2 Prozent in Schweizer Franken, 6,3 Prozent in Euro und 4,8 Prozent in US-Dollar. Die konsolidierten, aber noch nicht geprüften Viertquartalszahlen 2017 zeigen einen Nettoverlust von 156 Millionen Schweizer Franken gegenüber einem Vorjahresverlust von 24 Millionen Schweizer Franken. Das konsolidierte, aber noch nicht geprüfte Zahlenwerk für das Gesamtjahr 2017 weist einen Nettogewinn von 688 Millionen Schweizer Franken gegenüber einem Vorjahresverlust von 802 Millionen Schweizer Franken aus.

Der Verwaltungsrat wird an der Generalversammlung am 13. März 2018 eine reguläre Dividende in Rekordhöhe von 3,30 Schweizer Franken pro Aktie vorschlagen. Das entspricht einer Dividendenrendite von fünf Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der Aktie von BB Biotech im Dezember 2017 und steht in Einklang mit der 2013 eingeführten Ausschüttungspolitik.

Gute Zahlen bei Small- und Mid-Cap-Unternehmen

Im vierten Quartal veräußerte BB Biotech ihre restliche Beteiligung an Swedish Orphan Biovitrum (SOBI) - und trennte sich damit von einer hochprofitablen Position, die Anfang 2011 aufgebaut wurde und mit der Veräußerung einen Gewinn erzielt hat, der dem Dreifachen des eingesetzten Kapitals entspricht. Im Large-Cap-Segment nahm BB Biotech Gewinne bei Novo Nordisk nach dessen starker Erholung mit und investierte die Mittel während eines heftigen Ausverkaufs Ende Oktober in Celgene. Im Small- und Mid-Cap-Bereich stockte BB Biotech ihr Engagement in Radius Health, Macrogenics und Esperion auf und realisierte nach starken Kursavancen Gewinne bei Juno Therapeutics, Idorsia und Alnylam. BB Biotech partizipierte auch an der Privatplatzierung von Cidara Therapeutics.

Darüber hinaus eröffnete BB Biotech in Übereinstimmung mit der letztjährigen Strategieüberprüfung neue Positionen in Wave Life Sciences, Voyager Therapeutics und Akcea Therapeutics. Wave Life Sciences entwickelt stereoselektive Nukleinsäurepräparate mit einem Fokus auf schwere neurologische Krankheiten. Voyager Therapeutics entwickelt eine Gentherapie bei fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung und Akcea Therapeutics beschäftigt sich mit Antisense-Produkten zur Behandlung ernsthafter und seltener Fettstoffwechselstörungen.

Ausblick 2018

BB Biotech geht davon aus, dass der Sektor und ihr Portfolio auch 2018 von bedeutenden Produktzulassungen und Meilensteinen profitieren werden. Die FDA arbeitet weiter an der effizienteren Gestaltung ihrer Prüfverfahren. Das sollte zur Folge haben, dass Produktkandidaten zur Behandlung von schweren Krankheiten mit einem hohen medizinischen Bedarf das Verfahren rascher durchlaufen.
BB Biotech rechnet mit anhaltenden Diskussionen über den Affordable Care Act (ACA). Eine wesentliche Veränderung des ACA ging mit der neuen Steuergesetzgebung einher, die Ende 2017 verabschiedet wurde – die Aufhebung des Einzelmandats –, die eine Verringerung der Versichertenzahl zur Folge haben wird. Denn nach 2018 dürfen gesunde und jüngere Menschen ohne Bußgeldzahlung aus der Krankenversicherung austreten, was zu steigenden Prämien für die übrigen Einzahler führen könnte.

Wie vorausgesagt sind die Bedenken hinsichtlich einer Einschränkung der Preisgestaltung von Arzneimitteln durch die US-Regierung eher sporadisch als systematisch. Aber BB Biotech behält mögliche Veränderungen im Auge, insbesondere mit Blick auf die erwartete Ernennung von Alex Azar zum neuen Gesundheitsminister des Landes. Azar ist ein ehemaliger Spitzenmanager aus der Arzneimittelindustrie, der als pragmatisch, innovationsfreundlich und wettbewerbsorientiert gilt. Biotechnologietitel sind auf ihren derzeitigen Niveaus attraktiv bewertet. Die finanziellen Aspekte der US-Steuerreform – einschließlich der Senkung der Körperschaftssteuer und der günstigen Bestimmungen für Gewinnrückführungen aus dem Ausland – dürften die Bilanzen von US-Pharmariesen entlasten und könnten stärkere M&A-Aktivitäten im Biotech-Sektor nach sich ziehen.

Aus fundamentaler Sicht wird der Biotechnologiesektor in den Augen von BB Biotech dank seiner immer stärkeren Innovationskraft und eines steigenden Anteils neuartiger Präparate im Jahr 2018 und darüber hinaus wachsen. BB Biotech blickt einem weiteren produktiven und spannenden Jahr 2018 entgegen und widmet sich weiterhin der Suche und Analyse erstklassiger Biotech-Unternehmen, die mit Hilfe wegweisender Technologien marktbeherrschende Wirkstoffe entwickeln.

23.01.2018 | 18:39

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