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Palfinger setzte 2017 den Wachstumskurs fort

(Bild: Palfinger)


Konzernumsatz steigt um 8,4 Prozent auf Rekordwert von 1.471,1 Mio EUR / EBITDAn-Marge von 12,6 Prozent zeigt operative Profitabilität / EBIT mit 110,2 Mio EUR auf höchstem Niveau in der Unternehmensgeschichte / Restrukturierung und Einmaleffekte belasten Konzernergebnis: mit 52,5 Mio EUR um 14,2 Prozent niedriger als im Vorjahr / Dividendenvorschlag von 0,47 Euro / Anhaltend guter Auftragseingang zu Jahresbeginn 2018

Die Palfinger-Gruppe konnte im Jahr 2017 trotz umfangreicher Restrukturierungs-maßnahmen den langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Mit 1,471 Milliarden Euro erreichte der Umsatz zum siebten Mal in Folge einen neuerlichen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Der Anstieg des Umsatzes um 8,4 Prozent ist in erster Linie auf die gute Baukonjunktur in Europa sowie auf Absatzerfolge im GUS-Staatenverbund zurückzuführen. Die operative Profitabilität war mit einer EBITDAn-Marge von 12,6 Prozent zufriedenstellend.

Restrukturierungskosten für Maßnahmen in Nordamerika und im Marinebereich in Höhe von 19,5 Millionen Euro belasteten das EBIT, das dennoch um 3,9 Prozent auf einen historischen Höchstwert von 110,2 Millionen Euro stieg. Restrukturierung und Einmaleffekte verursachten einen Rückgang des Konzernergebnisses um 14,2 Prozent auf 52,5 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 7. März eine Dividende in Höhe von 0,47 Euro je Aktie vorschlagen.

„2017 war einerseits ein Jahr der Konsolidierung. Nach der größten Akquisition der Unternehmensgeschichte im Jahr 2016 wurden vor allem in Nordamerika und im Marinebereich umfassende Maßnahmen gesetzt, um auch in Zukunft profitables Wachstum zu ermöglichen. Zusätzliche Maßnahmen insbesondere im Segment SEA sind jedoch erforderlich, um von einem zukünftigen Aufschwung profitieren zu können. Andererseits war 2017 ein Jahr der Weichenstellung, in dem wir die neue Vision und Strategie erarbeitet haben“, so fassen die beiden Vorstandsmitglieder der Palfinger AG, Felix Strohbichler und Martin Zehnder, die wichtigsten Entwicklungen des Jahres 2017 zusammen.

Ergebnisentwicklung und Dividende

Das EBITDAn (um Restrukturierungskosten bereinigt) stieg von 172,5 Millionen Euro in der Vorjahresperiode um 7,8 Prozent auf glatt 186 Millionen. Die EBITDAn-Marge betrug somit 12,6 Prozent nach 12,7 Prozent im Vergleichszeitraum. Ermöglicht wurde diese Steigerung der absoluten Zahlen durch die signifikante Ergebnisverbesserung im Segment „Land“. Hingegen belasteten Einmaleffekte im Bereich „Holding“ dieses Ergebnis. Das bereinigte EBIT (EBITn) erhöhte sich von 123,7 Millionen auf 129,7 Millionen Euro, die EBITn-Marge sank jedoch von 9,1 Prozent im Vorjahr auf 8,8 Prozent. Die EBITn-Marge liegt damit – hauptsächlich aufgrund der Entwicklungen im 4. Quartal – um 1,2 Prozentpunkte unter der angestrebten Zehn-Prozent-Marke liegt.

Die gesamten Restrukturierungskosten betrugen im Berichtszeitraum 19,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 3,9 Prozent, von 106 Millionen Euro glatt auf 110,2 Millionen. Es erreichte somit trotz der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen einen Höchstwert in der Geschichte von Palfinger. Die EBIT-Marge verringerte sich von 7,8 Prozent im Jahr 2016 auf 7,5 Prozent im Jahr 2017.

Das Finanzergebnis war 2017 insbesondere durch die erforderliche Beendigung des Hedge-Accounting der Sicherungsgeschäfte in Zusammenhang mit einem Marine-Projekt belastet. Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2017 liegt daher mit 52,5 Millionen Euro um 14,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 61,2 Millionen. Das Ergebnis je Aktie beträgt somit 1,40 nach 1,63 Euro im Jahr 2016. Gemäß der Dividendenpolitik von Palfinger werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von 0,47 Euro nach 0,57 Euro im Vorjahr auszuschütten.

Ausblick

Palfinger wies Ende 2017 einen sehr hohen Auftragsstand aus und ist daher für die Geschäftsentwicklung 2018 optimistisch. Aufgrund kurzfristiger interner wie externer Lieferschwierigkeiten konnte ein wesentliches Volumen der Aufträge Ende 2017 nicht fertiggestellt werden, dies führt zu einer Verschiebung in das Jahr 2018. Es wird erwartet, dass die Produktionswerke weiterhin gut ausgelastet sind. Die globale Betrachtung der Wertschöpfungsstrukturen wird zum Ausgleich von Auslastungsspitzen beitragen.

Wenngleich die Rahmenbedingungen für das Jahr 2018 zahlreiche Unsicherheiten bergen, rechnet das Management aus heutiger Sicht für 2018 neuerlich mit einem Rekordumsatz. Die Restrukturierungsmaßnahmen in Nordamerika werden voraussichtlich im 1. Halbjahr 2018 abgeschlossen, im Marinebereich werden weitere Maßnahmen folgen. Die bereits 2017 durchgeführten Veränderungen, denen aktuell noch weitere folgen, sollten eine überproportionale Ergebnissteigerung und somit auch ein Rekordergebnis ermöglichen.

08.02.2018 | 10:47

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