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Wie eine Asset-Klasse erwachsen wurde

Hauptquartier in Wien: die ERSTE (Bild: ERSTE)


Zehn Jahre ERSTE BOND EMERGING MARKETS CORPORATE, das ist für die Emittenten ebenso wie für manchen Anleger ein Grund zum Feiern. Doch nicht nur in Wien, sondern auch in Deutschland herrscht Jubiläumsstimmung: die Zahlen stimmen.

Der ERSTE BOND EMERGING MARKETS CORPORATE feiert sein zehnjähriges Jubiläum. „Seit unserem Start in dieser Asset-Klasse ist das Universum für Unternehmensanleihen aus Schwellenländern spürbar gereift“, sagt Péter Varga, Senior Professional Fund Manager Emerging Market Corporates bei der Erste AM. „Während wir damals einer der ersten Asset-Manager in dieser Anlageklasse waren, hat sich der Markt in den vergangenen Jahren verfünffacht. Mit einem Volumen von 1,7 Billionen US-Dollar ist er heute fast so groß wie der für US-High-Yields.“ In Zukunft könnten Anleihen von Schwellenländerunternehmen (EM-Corporates) sogar eine noch größere Rolle spielen, davon ist der Experte überzeugt.

Auch die Erste Asset Management Deutschland, Tochter des gleichnamigen österreichischen Vermögensverwalters, feiert ihr zehnjähriges Jubiläum als zentraler Ansprechpartner für institutionelle Kunden in Deutschland. „Seit 2007 haben wir das Deutschland-Geschäft erfolgreich aufbauen und damit einen großen Teil zum langfristigen Erfolg der Erste AM beitragen können“, erklärt Oliver Röder, Geschäftsführer der Erste AM Deutschland. „Mit unseren Lösungen wenden wir uns vor allem an Kunden im institutionellen Bereich.“ Das zeige auch die Aufteilung des Vermögens der deutschen Kunden, das zu 60 Prozent in Spezialfonds investiert ist (Stand: 30. Juni 2017).

Hohe Nachfrage nach Fixed-Income-Lösungen

Die überwiegend institutionellen Kunden in Deutschland seien vor allem an aktiv gemanagten Fixed-Income-Lösungen interessiert, die 94 Prozent des verwalteten Vermögens deutscher Kunden bei der Erste AM ausmachen. Ganze 38 Prozent davon vertrauen sie den Experten für Schwellenländeranleihen an. Und rund ein Viertel des Gesamtvermögens der deutschen Kunden ist zudem in nachhaltige Lösungen (ESG) investiert. „Unser Geschäftsmodell, als Finanzanlagenvermittler für unsere österreichische Muttergesellschaft auf dem deutschen Markt zu agieren, hat sich bewährt“, so Röder. So könne man den hiesigen Kunden individuelle Lösungen bieten und den Zugang zur Expertise der in Österreich ansässigen Fondsmanagement-Teams erleichtern. „Die Gründung der Erste Asset Management Deutschland war eine wichtige strategische Entscheidung, die wir zu keinem Zeitpunkt bereuen. Mit der Niederlassung in Deutschland haben wir unser Deutschland-Geschäft in den vergangenen zehn Jahren entscheidend voranbringen können”, sagt Heinz Bednar, Chief Executive Officer (CEO) der österreichischen Muttergesellschaft.

„Mit unserer Expertise im Bereich Fixed Income und Vorreiterrolle im Bereich ESG bieten wir institutionellen Investoren in Deutschland ein passgenaues Angebot“, ergänzt Christian Schön, zuständiges Vorstandsmitglied für das institutionelle Kundengeschäft der Erste AM. Mit Blick auf die Zukunft sehe man sich auf dem deutschen Markt gut aufgestellt. Allerdings plane man, das Angebot an Multi-Asset-Lösungen auszubauen.

Eine attraktive Alternative zu US-High-Yields

Insbesondere für Institutionelle Anleger mit längerfristigem Anlagehorizont sind EM-Corporates eine attraktive Anlageklasse. „Schwellenländerunternehmen weisen eine deutlich geringere Verschuldung auf als Unternehmen aus entwickelten Ländern. Das durchschnittliche Kreditrating liegt im Bereich BBB- bis BB+, also an der Schwelle zum High-Yield-Segment“, berichtet Varga. Allerdings entspräche die Verschuldung aller Schwellenländerunternehmen gerade einmal rund der Hälfte der Schuldenlast von US-High-Yield-Emittenten. „Für Investoren bedeutet das: ähnliche Renditen wie im US-High-Yields-Bereich bei gleichzeitig deutlich geringeren fundamentalen Risiken“, so der Experte.

Warum EM-Corporates nicht nur für Institutionelle interessant sind

Mit Blick auf den demografischen Wandel erwartet Varga aber auch von Privatinvestoren ein größeres Engagement in Anleihen von Schwellenländerunternehmen: „Die Menschen werden älter und werden entsprechend weniger in Aktien und dafür eher im Bereich Fixed Income investieren“, so Varga. Dabei dürften EM-Corporates in den Fokus rücken, denn sie böten längerfristig eine Rendite von fünf bis sechs Prozent in US-Dollar. Risikobereinigt sei dies attraktiver als das, was Aktien darstellen. Und selbst in Zeiten steigender Rendite seien die Risikoaufschläge noch hoch genug, um negative Effekte abzufedern.

Seit Auflage des ERSTE BOND EMERGING MARKETS CORPORATE im Jahr 2007 haben Varga und sein Team eine annualisierte Wertentwicklung von 6,35 Prozent erzielt. Mit diesem Track-Record wurde das Fondsmanagement bereits mehrfacht ausgezeichnet, darunter mit einem Morningstar-Rating von fünf maximal möglichen Sternen. Das Fondsvolumen beträgt aktuell 431 Millionen Euro (Stand: 30.06.2017). Das zuständige Fondsmanagement-Team verwaltet knapp 1,7 Milliarden EUR in Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern - Publikumsfonds und institutionelle Mandate zusammengerechnet.

ERSTE BOND EMERGING MARKETS CORPORATE – Eckdaten

AT0000A05HQ5 (Ausschüttend), AT0000A05HR3 (Thesaurierend)
Erstausgabetag : 2. Juli 2007
Erster Rechenwert: USD 100,-- am 03. April 2017
Ausgabeaufschlag: 3,50 %
Verwaltungsgebühren: bis zu 0,96 % p.a.
Rücknahmepreis: Errechneter Wert
Geschäftsjahr: 01.07 bis 30.06
Ausschüttungsdatum:  01.10
Depotbank: Erste Group Bank AG
KESt-Kategorie: Endbesteuert für österreichische Privatanleger; die steuerliche Behandlung hängt von der individuellen Situation des jeweiligen Anlegers ab und bezieht sich auf den Rechtsstand zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Unterlage.
Emittent: ERSTE-SPARINVEST KAG

Vorteile des Fonds
• Chancen auf attraktiven Ertrag durch die interessantesten Unternehmensanleihen der Emerging Markets.
• Weltweite Streuung in Schwellenländer.
• Fremdwährungen überwiegend gegenüber dem Euro abgesichert.
• Risikostreuung durch eine Vielzahl von Anleihen verschiedenster Emittenten.

Risiken des Fonds
• Erhöhtes Risiko durch mittlere bis geringe Schuldnerbonität der partizipierenden Unternehmen
• Emerging Markets unterliegen traditionell hohen Schwankungen
• Größere Kursschwankungen sind sohin möglich.
• Kapitalverlust ist möglich

19.07.2017 | 13:06

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