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Krönungsmesse für St. Martin bringt magere 0,13 Prozent


Das hätte sich die SPD etwas anders gedacht. Da wird St. Martin konsekriert, 100 Prozent der Gläubigen beugen die Knie. Doch in den Umfragewerten tut sich quasi gar nichts. Die CDU steht mit 32,75 wie zementiert, die SPD erreicht die 31 Prozent nicht. Himmelherrgott, was lief schief? Vielleicht liegt es daran, dass der Heilige nicht einmal einen halben Mantel trägt, sondern eher des Kaisers neue Kleider.

Die Allgemeinversprechungen von Glück und Gerechtigkeit und Gänseblümchen, die der St. Martin verkündet hat, klingen jedenfalls hohl und leer für all diejenigen, die wirklich Hilfe brauchen. Wenn die SPD, die dank ihrer eigenen Vermögenssituation alle anderen Parteien mühelos an die Wand spielen kann, wirklich einen Wahlkampf nach dem Vorbild der USA macht, wie das schon angekündigt wurde, dann könnte Schulz allerdings trotz seiner Gänseblümchen-Phrasen Bundeskanzler werden. Donald Trump hat es schließlich mit viel, viel Geld auch dorthin geschafft, wo er hinwollte: quasi ohne Fakten. Aber vielleicht, vielleicht haben inzwischen viele Menschen auch verstanden, was der Scheinheilige aus Würselen in Wirklichkeit ist: ein Multimillionär, der sein Vermögen aus unseren Steuergeldern erwarb. Mehr dazu unter The European.

Mehr Gefahr droht allerdings derzeit andernorts. Die FDP muss ernsthaft zusehen, dass sie aus dem Windschatten herauskommt, der zwischen dem Heißluftgebläse der SPD und der Realpolitik der Bundeskanzlerin entstanden ist. In den Umfragewerten sackt sie, darin etwas zu liberal, unter die Sechs-Prozent-Marke: da ist die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen der nächste Hoffnungsposten. Gelingt der Einzug in den Düsseldorfer Landtag (was gegen eine blasse, überschätzte und von ihrem speichelleckenden Haus- und Hofsender WDR gegen alle Fakten hochgelobte Hannelore Kraft kein Problem sein sollte), könnten sich die Werte der Liberalen auch bundesweit erholen.

Im Mittelfeld sind die Positionen unverändert. Die AfD ist stabil bei zehn Prozent; der „elende Rest der SED“ (Zitat: Wolf Biermann) belegt Platz 4; die Gender-Gaga-Grünen kommen ohne Atomkraft nicht auf Touren und dümpeln auf Platz 5 vielleicht ganz allmählich ihrer ökologischen Verwertung entgegen, wer weiß? sig

Seit dem 1. März versorgt die BÖRSE am Sonntag Sie, liebe Leser, mit aktuellen Umfragen und Informationen zur Bundestagswahl. Heute haben wir für Sie den aktuellen Umfragemedian aus den neuesten Zahlen von Allensbach, Emnid, Forsa, GMS, Infratest, INSA und der Forschungsgruppe Wahlen, den unser Schwesterblatt THE EUROPEAN herausgebracht hat.

21.03.2017 | 11:00

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