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Raiffeisen Privatbank Liechtenstein nach Hongkong verkauft

Vaduz: augenscheinlich gut beschützt sind Stadt, Land und Anleger (Bild: Fotolia)


Die Walser Privatbank AG hat ihre Tochter Raiffeisen Privatbank Liechtenstein an die „Mason Group Holdings Limited“ mit Sitz in Hongkong verkauft. Das börsennotierte Unternehmen, das auf gehobene Finanz- und Gesundheitsdienstleistungen spezialisiert ist, drängt auf den europäischen Private-Banking-Markt und will von den Besonderheiten des Bankplatzes Liechtenstein profitieren.

Mit dem Einstieg der Mason Group erhält die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein nicht nur einen neuen Eigentümer, sondern auch einen finanzkräftigen und in seiner Heimat bestens etablierten Partner. Schließlich öffnen sich ihr damit Türen zu Märkten, die zu den attraktivsten der Welt gehören. In dem Zusammenhang ist der Bankenstandort Liechtenstein mit seiner außergewöhnlichen politischen und wirtschaftlichen Stabilität, seiner Zugehörigkeit zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und einem starken Schweizer Franken als Landeswährung langfristig von besonderer Bedeutung. Mason möchte seinen asiatischen Kunden und Vermögensverwaltern auch eine Anlaufstelle in Europa bieten. Parallel wird der Raiffeisen Privatbank Liechtenstein durch zielgerichtete Investitionen die Erschließung neuer Märkte erleichtert.

Mit dieser Allianz bringen beide renommierte Kunden- und Expertennetzwerke im asiatischen Raum einerseits und mehrfach ausgezeichnete Private-Banking-Qualität andererseits zusammen, um auf dieser Grundlage gemeinsam zu wachsen. Der neue Eigentümer bekennt sich ausdrücklich zum Geschäftsmodell der Raiffeisen Privatbank Liechtenstein. Die Beratungs- und Betreuungsphilosophie, die vor allem auf Werterhalt, Stabilität und Sicherheit setzt, wird unverändert beibehalten.

Europa im Fokus, Asien im Blick

„Kernmarkt der Raiffeisen Privatbank Liechtenstein ist und bleibt das deutschsprachige Europa. Darüber hinaus bieten sich unserer Bank mit dem Einstieg der Mason Group vielversprechende Perspektiven mit asiatischen Kunden, die sowohl die herausragende Qualität im europäischen Private Banking als auch die Standortvorteile Liechtensteins besonders schätzen“, freut sich Dr. Alexander Putzer, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Für Kunden und Partner ändert sich damit nichts, die Bank wird ihre Geschäfte in gewohnter Weise fortführen. Zudem bleiben sämtliche Ansprechpartner dieselben.

Die Verantwortlichen freuen sich über das Zustandekommen des vor allem auch wirtschaftlich attraktiven Deals. Damit findet die knapp 20 Jahre dauernde Aufbauarbeit einen erfolgreichen Abschluss. Zu guter Letzt wird damit auch die vor zwei Jahren eingeleitete Fokussierungsstrategie der Walser Privatbank fortgesetzt. „Mit dem Verkauf unserer Tochterbank reduzieren wir die Komplexität in einem herausfordernden Umfeld massiv. Zudem können wir uns nunmehr noch stärker auf unsere eigenen Kunden und Zielmärkte konzentrieren“, freut sich Florian Widmer, Vorstandsvorsitzender der Walser Privatbank, „der heutige Schritt ist jedenfalls die Konsequenz jahrelangen erfolgreichen Engagements.“

19.10.2017 | 20:00

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