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USA: Boom beim Bau – UBS: Boom beim Basket

(Bild: fotolia / 210125)


Mit einigen seiner ersten Entscheidungen ist Präsident Trump bereits auf Widerstand gestoßen. Bei einem seiner Ziele, nämlich der Erneuerung der US-amerikanischen Infrastruktur, sollte weitgehende Einigkeit herrschen. Die Notwendigkeit ist unbestritten, eine Frage dürfte wohl, auch mit Blick auf die Staatsverschuldung, der Umfang der angekündigten Maßnahmen sein. Als Zielgröße hat der neue US-Präsident eine Billion US-Dollar veranschlagt. Anleger können über ein Zertifikat der UBS profitieren.

Bei Trumps Bestrebungen, „America great again“ zu machen, sollte die Infrastruktur eine nicht unbeträchtliche Rolle spielen. Anleger können über das UBS US-focused Infrastructure Basket-Zertifikat (ISIN: DE000UBS0US1) an Unternehmen partizipieren, die von den Trump-Plänen profitieren. Und dabei geht es nicht um die mittlerweile berüchtigte Mauer nach Mexiko.

Die großen Highways in den USA stammen aus den klassischen Straßenkreuzer-Zeiten – aus den 1950er und 1960er Jahren. Stromausfälle führen in den USA zu Kosten für die Wirtschaft in Höhe von über 150 Milliarden US-Dollar. Die Vereinigung der Ingenieure in den USA berichtet im Vierjahresrhythmus über den Zustand der heimischen Infrastruktur. Bis 2020 wurde dabei von den Experten ein Investitionsdefizit von 3,6 Billionen US-Dollar errechnet. Der weltgrößte Vermögensverwalter, Blackrock, sieht gewinnträchtige Geschäfte im US-Infrastruktursegment und hat vor diesem Hintergrund einen milliardenschweren Fonds von einem Private Equity-Unternehmen übernommen. Anleger sollten profitieren, wenn Trump wirklich klotzt und nicht kleckert. Allerdings gibt es auch Kritiker bei den Republikanern, die bemängeln, dass die anstehenden Ausgaben die USA ins Schulden-Chaos stürzen würden.

Die elf Aktien des Baskets, auf den sich das UBS-Zertifikat bezieht, wurden bei Lancierung des Produktes gleichgewichtet. Der überwiegende Teil der Konzerne stammt aus den USA. Allerdings finden sich auch global aufgestellte Unternehmen aus Europa wie die spanische ACS, Muttergesellschaft des deutschen Baukonzerns Hochtief, im Basket. In Irland beheimatet ist der Baustoffproduzent Cement Roadstone Holding (CRH). Eine Tochtergesellschaft von CRH, Oldcastle, ist der größte Asphaltproduzent der USA. Analyst John Fraser-Andrews von HSBC sieht das irische Unternehmen als Top-Aktie aus dem Bau-Sektor, die am besten für einen Aufschwung in den USA positioniert ist. Ein genuin US-amerikanischer Konzern aus dem Aktienkorb ist Martin Marietta Materials, ein Betreiber von Steinbrüchen und Zementproduzent, der rund 95 Prozent seines Umsatzes in den USA erwirtschaftet.

Begrenzte Laufzeit

Mit einer Managementgebühr von 1,8 Prozent p.a. ist das Produkt nicht gerade ein Schnäppchen, vor allem vor dem Hintergrund, dass der Aktienkorb während der Laufzeit nicht aktiv gemanagt wird. Laut Auskunft des Emittenten wird ein Prozent p.a. für die Währungssicherung verwendet. Laufzeitende ist der 23. November 2021. Die Dividenden der Unternehmen werden bei der Berechnung des Baskets berücksichtigt. Das Papier wurde am 22. November 2016 zu 100 Euro emittiert, aktuell kann das Zertifikat zu 104,05 Euro erworben werden. Christian Bayer

06.02.2017 | 11:55

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