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Onlinehandel brummt, die Geschäfte von Wirecard brummen mit!



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Dazu gehört zum einen die anhaltende Verlagerung des stationären Handels ins Internet. Onlineläden lagern zum anderen weiter ihre elektronische Zahlungsabwicklung an Spezialanbieter aus. Wirecard ist mit seinem Geschäftsmodell bestens gerüstet, um von diesen Trends zu profitieren. Die jüngst vorgelegten Zahlen sprechen für sich. Es gab erneut prozentual zweistellige Zuwächse bei Einnahmen und Profit.

Zweistellige Zuwächse

Nach vorläufigen Angaben kletterten die Umsätze im dritten Quartal von 52,8 auf 60,1 Mio. Euro und lagen damit rund 14% höher als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich gleichzeitig um 17,4% auf 16,2 Mio. Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdiente die Gesellschaft 15,1 Mio. Euro und damit 16,2% mehr. Nachdem die Geschäfte bereits im ersten Halbjahr sehr erfolgreich liefen, sieht es somit nun auch auf Sicht der ersten neun Monate glänzend aus. Im Zeitraum Januar bis September erwirtschaftete Wirecard Umsätze von 163,7 Mio. Euro, was zum Vorjahr einer Steigerung von 16% entspricht. Das EBITDA kletterte um 16% auf 43,6 Mio. Euro. Das EBIT stieg um 15,3% auf 40,6 Mio. Euro. Weitere Angaben zur Entwicklung in den ersten neun Monaten, beispielsweise über den Nachsteuergewinn, wird die Gesellschaft am 19. November bei Vorlage des vollständigen Neunmonatsberichts machen.

Prognosen bekräftigt

Die bisher veröffentlichten Eckdaten zeigen jedoch bereits, dass Wirecard weiterhin auf Kurs ist. Der Vorstand bestätigte zudem seine Prognosen für das Gesamtjahr 2009. Er geht demnach weiterhin davon aus, ein EBIT-Wachstum von 10% bis 25% zu erreichen. 2008 hatte Wirecard 196,8 Mio. Euro (plus 49%) umgesetzt und dabei ein EBIT von rund 49 Mio. Euro (plus 48%) erzielt. Nach Steuern blieb ein Überschuss von 42,3 Mio. Euro übrig, was einem Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,41 Euro entsprach. Angesichts der seinerzeit erreichten starken Ergebnisse schlug das Unternehmen vor, erstmalig eine Dividende zu zahlen, die von der Hauptversammlung im Juni auch beschlossen wurde. Wirecard schüttete 0,08 Euro je Aktie aus. Schaut man sich die bisherige Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr an, könnte es auch für 2009 eine Dividende geben. Die Richtung stimmt jedenfalls. Der Vorstand erläuterte jüngst bei Vorlage der Zahlen, dass der positive operative Geschäftsverlauf auf den unverändert bestehenden Wachstumstreibern im E-Commerce-Markt und der innerhalb des Konzerns gelungenen Verknüpfung technischer Lösungen und Bankdienstleistungen basiert.

Sinnvolle Verknüpfung

Zum Sortiment von Wirecard gehören elektronische Zahlungssysteme für den Onlinehandel, und der Konzern unterstützt Internethändler bei der Automatisierung ihrer Zahlungsprozesse sowie der Minimierung von Forderungsausfällen. Als Schnittstelle zwischen Verkäufer und Konsument sorgt er auch für ein sicheres Bezahlen beim Interneteinkauf. Der Erfolg der Gesellschaft, die mehr als 10.000 Kunden zählt, fußt auf dem in den vergangenen Jahren erarbeiteten Technologievorsprung. Viele Firmen, die vom wachsenden Internethandel profitieren wollen, bauen keine eigenen Online-Bezahlsysteme auf, sondern gliedern diese aus Komplexitäts- und Kostengründen an Anbieter wie Wirecard aus. Ein Geschäft, das auch künftig angesichts des weltweit wachsenden Internethandels brummen dürfte. Sinnvoll ergänzt wird das Leistungsspektrum durch die Wirecard Bank AG, die für Geschäftskunden Kreditkartenakzeptanzverträge, Bankdienstleistungen und innovative Prepaid-Kartenprodukte anbietet. Zum Sortiment der Tochter gehören ferner Konten- und Kreditkarten-Dienstleistungen sowohl für Geschäfts- als auch Privatkunden. Mit einem eigenen Internetbezahldienst können Konsumenten zudem sicher und unkompliziert bei Millionen von MasterCard-Akzeptanzstellen bezahlen. Registrierte Nutzer können zusätzlich in Echtzeit untereinander Geld versenden oder empfangen.

Komplettlösungen aus einer Hand

Insgesamt kann Wirecard damit seinen Kunden aus den drei Zielbranchen Konsumgüter, Tourismus und Digitale Güter (Download- Plattformen, soziale Netzwerke, Entertainment-Portale, Service-Plattformen, Videospiele, Online-Glücksspiele) plattformübergreifende Komplettlösungen rund um den elektronischen Zahlungsverkehr anbieten und ist daher ein gefragter Partner. Damit ist der Konzern unserer Ansicht nach bestens gerüstet für das erwartete Wachstum im E-Commerce-Markt. Allein bei Konsumgütern wird laut dem Marktforschungsinstitut Forrester 2009 mit einem Handelsvolumen in Europa von 130 Mrd. Euro gerechnet. 2010 dürfte es um weitere 10% bis 15% zulegen. Wirecard mit seinem transaktionsbasiertem Geschäftsmodell sollte daher auch künftig profitabel wachsen.

Fazit:

Ungeachtet des schwierigen konjunkturellen Umfeldes laufen die Geschäfte beim Anbieter von elektronischen Zahlungs- und Risikomanagementlösungen weiterhin bestens. Die ersten Eckdaten zum Neunmonatsbericht konnten einmal mehr überzeugen. Bedenkt man, dass das Schlussquartal wegen des Weihnachtsgeschäfts traditionell das stärkste im Jahresverlauf ist, sollte es nach derzeitigem Stand auch im Gesamtjahr keine negativen Überraschungen geben. Zwar haben sich die Voraussetzungen jüngst etwas verschlechtert und das Anfang der Woche gemeldete GfK-Konsumklima, das sich erstmals seit September 2008 wieder eingetrübt hatte, sorgt nicht unbedingt für Euphorie. Möglicherweise kann aber gerade der Internethandel mit seinen oft günstigeren Angeboten von einer sonst eventuellen allgemeinen Kaufzurückhaltung profitieren. Neben den kurzfristigen Aussichten stimmen die langfristigen Perspektiven. Wirecard sollte dabei angesichts der bereits erarbeiteten starken Position sowie des Technologievorsprungs vom wachsenden E-Commerce-Markt profitieren. Insgesamt liefert der Konzern somit nach wie vor ein fundamental gutes Bild ab. Für langfristig orientierte Investoren bleibt die Aktie daher interessant und Käufe können entsprechend in Erwägung gezogen werden, auch wenn die Bewertung nicht mehr ganz günstig ist. Charttechnisch betrachtet setzte der Kurs nach einer Konsolidierung von Mitte Mai bis Mitte Juli, seine Aufwärtsbe Ungeachtet des schwierigen konjunkturellen Umfeldes laufen die Geschäfte beim Anbieter von elektronischen Zahlungs- und Risikomanagementlösungen weiterhin bestens. Die ersten Eckdaten zum Neunmonatsbericht konnten einmal mehr überzeugen. Bedenkt man, dass das Schlussquartal wegen des Weihnachtsgeschäfts traditionell das stärkste im Jahresverlauf ist, sollte es nach derzeitigem Stand auch im Gesamtjahr keine negativen Überraschungen geben. Zwar haben sich die Voraussetzungen jüngst etwas verschlechtert und das Anfang der Woche gemeldete GfK-Konsumklima, das sich erstmals seit September 2008 wieder eingetrübt hatte, sorgt nicht unbedingt für Euphorie. Möglicherweise kann aber gerade der Internethandel mit seinen oft günstigeren Angeboten von einer sonst eventuellen allgemeinen Kaufzurückhaltung profitieren. Neben den kurzfristigen Aussichten stimmen die langfristigen Perspektiven. Wirecard sollte dabei angesichts der bereits erarbeiteten starken Position sowie des Technologievorsprungs vom wachsenden E-Commerce-Markt profitieren. Insgesamt liefert der Konzern somit nach wie vor ein fundamental gutes Bild ab. Für langfristig orientierte Investoren bleibt die Aktie daher interessant und Käufe können entsprechend in Erwägung gezogen werden, auch wenn die Bewertung nicht mehr ganz günstig ist. Charttechnisch betrachtet setzte der Kurs nach einer Konsolidierung von Mitte Mai bis Mitte Juli, seine Aufwärtsbewegung seit Jahresbeginn fort, indem es gelang, den Widerstand, resultierend aus dem Zwischenhoch von Anfang September 2008, nachhaltig zu überschreiten. Zuletzt erreichte das Papier dabei ein Niveau wie seit Juni 2008 nicht mehr.

03.11.2009 | 00:00

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