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Aktien als Teil der Altersvorsorge

Auch junge Menschen sollten für das Alter vorsorgen: Aktienfonds oder -Sparpläne können dabei helfen / Quelle: WAYHOME studio/Shutterstock.com


Die staatliche Rente reicht oft nicht, um im Alter ohne Geldsorgen zu leben. Die dritte, private Säule der Altersversorgung wird zunehmend wichtiger. Hier können neben Lebensversicherungen, Immobilien oder einem Riester-Vertrag auch Aktien eine Rolle spielen.

Der Blick auf den jährlichen Rentenbescheid macht es meist sehr deutlich: Die staatliche Rente wird oft nicht reichen, um im Alter ohne Geldsorgen zu leben. Viele Arbeitnehmer haben zusätzlich über ihren Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen, aber die dritte Säule, die private Altersvorsorge wird zunehmend wichtiger. Und hier können neben Lebensversicherungen, Immobilien oder einem Riester-Vertrag auch Aktien eine wichtige Rolle spielen.

So bessern Sie mit Aktiensparplänen die Rente auf

Denn zwar sind Aktien unter der Vielzahl an Anlageformen immer noch mit die riskanteste, aber auch hier kann man mit einer entsprechenden Strategie auch langfristig Gewinne mit überschaubarem Risiko machen. So gibt es zahlreiche Banken, die Sparpläne auf Basis von ETFs, Aktien und Fonds anbieten. Die Aktien-Handelsseite Aktienboard empfiehlt beispielsweise die Comdirect Bank als besten Broker für Sparpläne. Die Online-Tochter der Commerzbank bietet rund 500 Sparpläne teilweise sogar ohne Verwaltungskosten.

Wer zwar längerfristig Geld in Aktien anlegen möchte, aber nicht zwingend einen Sparplan dafür nutzen möchte, ist demnach bei Onvista gut aufgehoben, auch dort fallen keine Depotführungsgebühren an und einzelne Orders (Kaufaufträge für Wertpapiere) sind innerhalb eines Kontingents sogar kostenlos – erst beim Verkauf fällt eine Gebühr an.

Risiko streuen – und auch Verluste einkalkulieren

Wichtig zu wissen ist jedoch, dass Anleger das Risiko, Geld bei der Investition Aktien zu verlieren, zwar durch das Streuen auf verschiedene Anlageprodukt wie Fonds oder ETFs minimieren, aber nie ganz ausschließen können. Essenziell ist auch, die Anlage langfristig zu planen, so werden über fünf, zehn oder noch mehr Jahre die meisten kurzzeitigen Verluste ausgeglichen und die Gewinne übertreffen in der Regel deutlich die Zinsen, die man auf Festgeld erhält. Durch den extrem niedrigen Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) seit mehreren Jahren zahlen die europäischen Banken hier meist unter 2% Zinsen pro Jahr; die Aktienmärkte in Deutschland und anderen europäischen Ländern haben in den vergangenen fünf Jahren hingegen um 5, 10 oder sogar fast 20% (DAX) zugelegt.

Nichtsdestotrotz müssen auch unterdurchschnittlich verzinste Festgeld- oder andere Bestandteile Teil der Anlagestrategie fürs Alter sein; Experten empfehlen je nach Anlagezeitraum 25 bis maximal 50% des gesamten Anlagebetrags in Aktienfonds zu investieren.

08.03.2019 | 10:14

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