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Anlegen in der Welt der Währungen

Dirk Heß, Leiter öffentlicher Vertrieb für strukturierte Produkte der Citigroup in Deutschland und Österreich

Dirk Heß, Leiter öffentlicher Vertrieb für strukturierte Produkte der Citigroup in Deutschland und Österreich



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Dirk Heß, Leiter öffentlicher Vertrieb für strukturierte Produkte der Citigroup in Deutschland und Österreich.

Viele Anleger lassen Deviseninvestments noch links liegen. Dabei bieten sie Renditechancen, Absicherung von Währungsrisiken anderer Wertpapiere sowie einen Diversifikationsbeitrag. Jedoch kommt es entscheidend darauf an, mit welchen Instrumenten Anleger auf Währungen setzen.

Der Devisenhandel ist mit einem täglichen Handelsvolumen von rund 2 Billionen nur in US-Dollar der größte und liquideste Finanzmarkt der Welt. Wie sich eine Währung gegenüber einer anderen entwickelt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Vereinfacht gesagt schlägt alles, was das Vertrauen in eine Volkswirtschaft stärkt oder schwächt, auf die jeweilige Währung durch. Die zins- und geldpolitischen Entscheidungen von Notenbanken haben dabei eine große Wirkung. Auch Konjunkturdaten und nicht zuletzt die staatlichen Hilfspakete gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise beeinflussen das Währungsgefüge. Privatanleger können sich die Wechselkursveränderungen zunutze machen, doch vielen von ihnen ist die Welt der Währungen noch fremd. Dabei lassen sich außer möglichen hohen Renditechancen weitere Vorteile nutzen: Wer auf Dollar, Yen und andere Währungen setzt, kann damit Wertpapierpositionen in diesen Fremdwährungen absichern. Ein weiteres Motiv für ein Engagement ist die Portfoliodiversifikation: Währungen können sich unabhängig von den Trends bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen entwickeln. Insgesamt gesehen wirken sich Deviseninvestments also risikomindernd auf das Portfolio aus. Mit welchen Produkten Anleger in Währungen investieren, hängt vor allem von ihrer Risikoneigung ab. Seit ein paar Jahren gibt es Fonds auf Währungen. Sie zählen in diesem Bereich als konservative Geldanlage. Mit diesen Fonds setzen externe Manager auf Geldmarktpapiere, Termingeschäfte oder andere Instrumente. Damit soll in der Regel eine dauerhaft attraktive Rendite erzielt werden. Dem Erreichen dieses Ziels stehen jedoch die Kosten im Weg. Außer einer Managementgebühr, die alle Fonds verlangen, wird bei einigen Produkten eine Performance-Gebühr, also ein Anteil vom erzielten Ertrag, berechnet. Je nach Orderweg ist auch ein Ausgabeaufschlag fällig.

Den direkteren Weg zu Investments in Währungen erschließen sich Anleger mit Derivaten. Sie ermöglichen es, sich ohne Umweg über einen Fondsmanager und die damit verbundenen Gebühren auf den Devisenmärkten zu engagieren. Die gängigsten Produkte sind Optionsscheine und Hebelzertifikate. Aber auch Investmentzertifikate auf Währungen gewinnen an Attraktivität. Mit ihnen können Anleger auf Währungspaare wie Euro/Dollar oder Dollar/Yen – die sogenannten Majors – setzen. Exotischere Kombinationen wie Euro/Türkische Lira sind ebenfalls möglich. Wegen des spekulativen Charakters dieser Papiere sind dabei jedoch tiefergehende Vorkenntnisse erforderlich, als bei den gebührenbelasteten Fonds.

Ganz gleich, welches Vehikel Anleger wählen: Währungen als Assetklasse halten Einzug in immer mehr Depots und sind eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen Vermögensteilen.der Citigroup in Deutschland und Österreich.

 

11.12.2009 | 00:00

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