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Tipps für das erste Aktiendepot

Dieser Beitrag wird bereitgestellt von Sunset Digital

Trotz Turbulenzen an der Börse, sind die meisten Aktiendepots langfristig ein Gewinner Quelle: Mohamed Hassan via pixabay.com



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Mit ein paar grundlegenden Tipps und Informationen ist man bereits gut aufgestellt, um sein erstes Wertpapierdepot aufbauen zu können.
 
1. Warum sollte man sich für Aktien entscheiden?

Unternehmen gehen mit ihren Aktien an die Börse, um neues Kapital zu gewinnen. Diese Wertpapiere sind ein wunderbarer Weg um sich kostengünstig und einfach am Erfolg anderer Firmen zu beteiligen. Wer Aktien kauft, besitzt damit also einen kleinen Anteil an diesem Unternehmen. Aktiendepots versprechen ein deutlich höheres Renditepotenzial als das klassische Sparbuch. Sie gehören zur renditestärksten Anlageklasse, um langfristig sein Kapital zu vermehren. Doch dafür muss auch ein gewisses Risiko eingegangen werden. Bei Aktien besteht immer die Möglichkeit, dass das eingesetzte Kapital schrumpft oder sogar verloren geht. Daher investieren Sie nur Beträge, die Sie bei einem Verlust verkraften können. 



2. Welcher Betrag und welcher Zeitraum ist für die Investition sinnvoll?


Investitionen an der Börse müssen, insbesondere von Beginnern, immer langfristig geplant werden. Die Idee vom schnellen Geld, durch plötzlich explorierende Kurse, ist zwar verlockend, aber entspricht zu selten der Realität. Langfristig bedeutet für den Aktieninvestor ein Zeitraum von mindestens 10 Jahren. Üblicherweise wird in noch deutlich größeren Zeiträumen gedacht. Es sollte also nur Geld eingesetzt werden, welches für einen längeren Zeitraum nicht benötigt wird. Die Rücklagen für einen Autokauf oder Traumurlaub dürfen also nicht in den Aufbau des Aktiendepots fließen. Der Vorteil eines Aktiendepots ist der, dass Sie es jederzeit wieder zu Geld machen können, falls ein plötzlicher Bedarf entstehen sollte. Sie gehen also keine langfristigen Verträge ein und können Aktien zum tagesaktuellen Kurs verkaufen. Die Gefahr eines gezwungenen Verkaufs liegt allerdings darin, dass Sie einige oder sogar alle Aktien mit Verlust verkaufen müssen, sollte sich die Börse gerade in einer Bären-Phase befinden. In einer Bären-Phase werden die Aktienkurse durch überdurchschnittliche viele Verkäufe nach unten getrieben.
 
3. Welche Aktien sollten Sie kaufen?


Wenn Sie zum ersten Mal Aktien kaufen, sollten Sie auf spekulative Wagnisse verzichten und sich an die größten und umsatzstärksten Unternehmen landesweit oder weltweit halten. Im DAX sind die 40 größten deutschen Aktienunternehmen abgebildet. In den USA sind der S&P 500 und der NASDAQ jeweils ein großer Index, die die größten US-Unternehmen listen.

„Nicht alle Eier in einen Korb legen“ – so lautet eine alte Börsenweisheit.
Das traurige Beispiel der Firma Wirecard hat leider gezeigt, dass selbst die größten Unternehmen eines Landes von einem Totalausfall betroffen sein können. Deswegen ist es wichtig zu diversifizieren und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Wenn Sie 10.000€ zu investieren haben, kaufen Sie lieber die Aktien 10 verschiedener Unternehmen zu 1000€, statt von 2 Unternehmen zu 5000€. Zwecks Risikostreuung sollte ihr Aktienportfolio idealerweise zwischen verschiedenen Branchen und auch Regionen diversifizieren. Beginner an der Börse sollten Aktien aus Schwellen- und Entwicklungsländern zunächst nicht ins Portfolio aufnehmen. Am Beispiel Russland hat sich leider gezeigt, wie schnell gute Erwartungen in die Zukunft enttäuscht werden können.
 
4. Welche Voraussetzungen sind für ein Aktiendepot erforderlich?

Wenn Sie in Aktien investieren möchten, benötigen Sie ein Depot und ein Verrechnungskonto bei einer Bank. Es gibt diverse Online-Banken, die Ihnen kostenlose Depots anbieten. Allerdings sollten Sie bei der Auswahl Ihres Brokers darauf achten, welche Ordergebühren anfallen. Beim Kauf von kleinen Aktienwerten, können Gebühren ärgerlich ins Gewicht fallen. Gerade in den letzten Jahren haben mehrere fintech-Startups Trading-Apps auf den Markt gebracht, die viele traditionelle Banken in Zugzwang gebracht haben, ihre Gebührenmodelle zu überdenken. Mit der entsprechenden App, können Sie ihr Aktiendepot vom Handy aus verfolgen und das gesamte Trading abwickeln.

30.04.2022 | 16:55

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