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Märkte im Fokus

Europa: Ungarische Aktien vorn

Auch in der vergangenen Woche ging es zumeist an den europäischen Aktienmärkten aufwärts. Zu den größten Gewinnern gehörten dieses Mal die ungarischen Indizes, die von der Aufwertung des Forints profitierten. Der BUX in Budapest kletterte um 4%. Der in Wien ermittelte HTX EUR legte um 8% zu und sprang knapp über das Zwischenhoch vom November 2008. Der Gradmesser für die Eurozone, der EURO STOXX 50 stieg um 0,2%. [mehr]

USA: Konjunkturbelebung in Sicht?

Reichlich viel Konjunkturdaten prägten jüngst das Geschehen an der Wall Street. Zum Wochenauftakt sorgten die überraschend gestiegenen Bauausgaben für April und der im Mai stärker als erwartet verbesserte ISM-Index (Industrie) für anhaltende Konjunkturhoffnungen. Die am Montag wie vermutet erfolgte Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei General Motors belastete das Sentiment indes kaum. [mehr]

Deutschland: DAX über 5.000 Punkte

Nachdem es der DAX in der Vorwoche trotz mehrerer Versuche nicht schaffte, die 5.000er- Marke zu knacken, wurde sie nun zunächst überwunden. Gleich am Pfingstmontag preschte der deutsche Leitindex vor. Getrieben von positiven Konjunktursignalen aus China und den USA ging es um 4,1% aufwärts. [mehr]

Europa: Polnische Aktien gefragt

Bei den meisten europäischen Aktienindizes ging es in der vergangenen Woche aufwärts. Zu den größten Gewinnern gehörten polnische Aktien. Der WIG 20 kletterte um 8,9% und markierte ein neues Jahreshoch, der in Wien ermittelte PTX EUR stieg um 7,9%. Das Land scheint die aktuelle Krise gut zu meistern, was offenbar weiterhin Investoren anzieht. Der EURO STOXX 50 verbesserte sich um 2,1%. [mehr]

USA: Gemischte Daten

Nach dem Feiertag am Montag starteten die US-Indizes am Dienstag durch. Erneut schwachen Daten vom US-Immobilienmarkt (Case- Shiller Hauspreisindex) stand ein deutlich gestiegenes US-Verbrauchervertrauen für Mai gegenüber. Die Freude darüber währte aber nur kurz. Am Mittwoch verbuchte die Wall Street wieder Verluste. [mehr]

Deutschland: Positive Aussichten

An den deutschen Aktienmärkten sorgten in der vergangenen Woche die jüngst gemeldeten Frühindikatoren für Gesprächsstoff. So ist der ifo-Geschäftsklimaindex für Mai, wenn auch etwas geringer als erwartet, erneut und damit den zweiten Monat in Folge gestiegen. Der Blick auf die Einzelkomponenten zeigte dabei bei der Beurteilung der aktuellen Lage wieder einen Rückgang, nachdem es im Vormonat noch eine Verbesserung gegeben hatte. Allerdings wurden die Aussichten für die nächsten sechs Monate deutlich positiver bewertet, und sie zeigen damit nun bereits den fünften Monat in Folge eine steigende Tendenz. Trotz aktuell schwieriger Bedingungen scheint bei den Unternehmen somit weiterhin die steigende Zuversicht auf bessere Zeiten anzuhalten. Erneut stabil, wenn auch auf niedrigem Niveau, zeigte sich ferner die Stimmung bei den Verbrauchern, wie das GfK-Konsumklima offenbarte. In erster Linie reagierten die hiesigen Indizes jedoch auf die Nachrichten und Vorgaben aus den USA, was für eine Berg- und Talfahrt sorgte. Der DAX (+0,3%) versuchte sich dabei erneut an der 5.000er-Marke, ging aber darunter ins Wochenende. Er blieb auch außerhalb des zu Beginn der neuen Börsenwoche erneut verletzten kurzfristigen, seit März bestehenden Aufwärtstrendkanals, konnte sich aber über der langfristigen Abwärtstrendlinie und dem 200-Tage-GD halten. [mehr]

Europa: Ölpreis treibt russische Aktien

Die meisten europäischen Aktienindizes zeigten in der vergangenen Woche Zuwächse. Ein steigender Ölpreis trieb dabei vor allem die russischen Papiere an. Der Leitindex RTS aus Moskau kletterte um 7,3%. Der in Wien ermittelte RTX USD stieg um 7,5%. Beide markierten neuerliche Jahreshochs und haben nun seit dem Tief im Januar bereits um jeweils 120% zugelegt. [mehr]

USA: Durchwachsene Woche

In der Vorwoche verschnauft, starteten die US-Aktienmärkte zu Beginn der neuen Woche wieder durch. Für positive Stimmung sorgten Worte aus den Reihen der US-Regierung, wonach das Schlimmste der Rezession nun vorüber ist. Deutlich bessere Quartalszahlen der US-Baumarktkette Lowe’s als erwartet und die verbesserte Stimmung bei den US-Häuserbauern im Mai stützten ferner die Annahme einer Bodenbildung auf dem US-Hausmarkt. [mehr]

Deutschland: DAX springt kurz über 5.000 Punkte

Eine freundliche Wall Street zu Wochenbeginn sowie unerwartet deutlich aufgehellte ZEW-Konjunkturerwartungen für Mai, die auf den höchsten Stand seit drei Jahren kletterten und damit die Zuversicht unterfütterten, dass nun das Schlimmste überstanden ist, trieben die deutschen Aktienmärkte bis Mittwoch kräftig an. Der DAX schaute dabei zum ersten Mal seit Januar wieder über die Marke von 5.000 Zählern und konnte zur Wochenmitte sogar darüber schließen. Offenbar sprangen immer mehr Investoren auf den fahrenden Zug auf. Durchwachsene USKonjunkturdaten und schwächere US-Indizes lösten am Donnerstag jedoch Gewinnmitnahmen aus. Der Index hielt sich aber über der Aufwärtstrendlinie seit März und über der jüngst überwundenen 200-Tage-Linie. Noch scheint aber der Kampf zwischen Bullen und Bären um diese Linie sowie die 5.000er-Marke und den langfristigen Abwärtstrend nicht entschieden. Daher könnte es nun in der Spanne zwischen 4.650 und 5.111 Zählern weiter munter hin und her gehen, bis sich der Index für eine klare Richtung entschieden hat. Neue Long-Positionen bieten sich daher erst mit einem Ausbruch über die obere Begrenzung der erwarteten Spanne und eventuelle Short-Positionen erst mit einem Verletzen der unteren an. Seitens der Indikatoren ist ein warnendes Indiz, dass der RSI im Gegensatz zum DAX kein neues Hoch ausbildete. [mehr]

Europa: S&P bremst FTSE 100

An den europäischen Aktienmärkten war in der vergangenen Woche die negative Bewertung Großbritanniens durch die Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) eines der Hauptthemen bei den Investoren. Sie hatte am Donnerstag den Ausblick für das Land von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt und davor gewarnt, dass es in den nächsten Jahren wegen der Belastungen durch die Finanzkrise die Top-Kreditwürdigkeit verlieren könnte. Der FTSE 100 gehörte daher im Vergleich zur Vorwoche trotz eines kleinen Gewinns von 0,4% zu den schwächsten Werten innerhalb der europäischen Leitindizes, die nahezu vollständig und dabei teilweise recht ordentlich zulegen konnten, sodass sie sich von ihren Verlusten aus der Vorwoche wieder erholten. Angeführt wurde die Gewinnerliste von den Indizes aus Ungarn, Russland, Österreich und Irland. Der EURO STOXX 50 als Kursbarometer für die Eurozone verbesserte sich um 2,9%. Seitens der Konjunkturdaten hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region der Gemeinschaftswährung im Mai erneut und damit zum dritten Mal in Folge aufgehellt. Der Gesamtindex verbesserte sich von 41,1 auf 43,9 Punkte und damit auf den höchsten Wert seit September 2008. Mit Blick auf die Sektoren gehörten die Rohstoffund Finanzwerte zu den Spitzenreitern, wobei erstere von den überwiegend wieder anziehenden Rohstoffnotierungen profitierten. [mehr]

USA: Fed zerstreut Inflationssorgen

Wegen anhaltender Konjunktursorgen starteten die US-Indizes sehr schwach in die neue Woche. Anschließend stabilisierten sie sich jedoch wieder, kamen wegen der Zinsentscheidung am Mittwoch aber zunächst nicht in Schwung. Die Fed hatte wie erwartet ihre Leitzinsen unverändert belassen und gab auch in der Erklärung nicht viel Neues von sich. [mehr]

Deutschland: Schwacher Wochenauftakt

Die deutschen Aktienmärkte starteten sehr schwach in die neue Börsenwoche. Selbst der erneut gestiegene Ifo-Index konnte nicht helfen. Stattdessen hielten sich die Konjunktursorgen angesichts der gesenkten Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft durch die Weltbank. Ein im Juni aufgehelltes GfK-Konsumklima trug dann am Dienstag aber wieder zu einer Erholung bei, die sich am Mittwoch dank überraschend positiver US-Konjunkturdaten mit beschleunigtem Tempo fortsetzte. Eine freundliche Wall Street sorgte dann am Donnerstag dafür, dass der DAX seine zwischenzeitlich größeren Verluste wettmachen konnte und nur 0,7% verlor. Vor dem Wochenende konnte er schließlich seine zunächst freundliche Tendenz nicht in den Feierabend retten und gab um 0,5% nach. Zur Vorwoche summierte sich das Minus insgesamt auf 1,3%. Charttechnisch betrachtet testete der deutsche Leitindex zu Wochenbeginn seine Unterstützung bei 4.689 Punkten, konnte sich davon aber wieder nach oben absetzen. Dabei gelang es ihm auch, die 200-GD-Linie sowie den langfristigen Abwärtstrend, die zwischenzeitlich verletzt wurden, wieder zurückzuerobern. Trotz dieser eigentlich positiven Signale ist dies aber keine Garantie, dass es nun weiter aufwärts geht. Zwar könnte kurzfristig noch einmal die Marke von 5.000 Punkten in Angriff genommen werden, das Risiko einer größeren Korrektur bleibt jedoch. [mehr]

Europa: Polnische Indizes unter Druck

Nach einem überwiegend sehr schwachen Wochenauftakt konnten sich die europäischen Aktienmärkte wieder fangen und zeigten zur Vorwoche eine durchwachsene Tendenz. Zu den größten Verlierern gehörten die polnischen Indizes. Der Leitindex WIG 20 in Warschau schrumpfte um 5,6%, der in Wien ermittelte PTX EUR fiel um 5,7%. [mehr]

USA: Verfallstag und gemischte Daten

Nach einer lustlosen Vorwoche zeigten die US-Indizes jüngst wieder mehr Bewegung. Neben dem großen Verfallstag am Freitag gab es gemischte Daten. Zum Wochenauftakt keimten dabei angesichts eines enttäuschend ausgefallenen NY Empire State Index für Juni, der eine deutliche Verschlechterung der Geschäftsaussichten zeigte, Zweifel an einer schnellen konjunkturellen Erholung auf. [mehr]

Deutschland: Zunehmende Volatilität

In der vergangenen Woche hat die Volatilität an den deutschen Aktienmärkten wieder merklich zugenommen. Vor allem in der ersten Wochenhälfte schnellte der VDAX-NEW als Gradmesser für die Schwankungsintensität deutlicher nach oben, beruhigte sich dann aber wieder etwas. Eine Ursache für die größeren Ausschläge dürfte der große Verfallstag an den Terminbörsen gewesen sein. Daneben nahmen zu Wochenbeginn die Konjunktursorgen angesichts einiger schwacher Daten aus den USA wieder zu, was vor allem am Montag für kräftige Abschläge sorgte. Immerhin konnten am Dienstag die überraschend deutlich aufgehellten ZEW-Konjunkturerwartungen für Juni, die auf den höchsten Wert seit Mai 2006 kletterten, und etwas freundlicher aufgenommene US-Daten einen weiteren Absturz verhindern, bevor es dann am Mittwoch doch weiter abwärts ging. Vor allem konjunktursensible Titel gaben nach. Auf die Stimmung drückte außerdem die Gewinnwarnung des Salz- und Düngemittelherstellers K+S, dessen Aktie zur Vorwoche am Ende um 21% einbrach. Der DAX, der sich am Donnerstag freundlich und am Freitag unverändert zeigte, verbuchte insgesamt ein Minus von 4,5%. Charttechnisch betrachtet verletzte er den Aufwärtstrend aus der Verbindung der Tiefs von März und Mai, hielt sich nach einem Test aber knapp über dem langfristigen Abwärtstrend, der Anfang Juni geknackt wurde. [mehr]

Europa: Russische Aktien unter Druck

Die europäischen Aktienmärkte schalteten in der vergangenen Woche einen Gang zurück. Es überwogen die Verluste, teilweise recht ordentliche. Beispiel dafür sind die russischen Indizes. Der RTS in Moskau verlor 10,3%, der in Wien ermittelte RTX USD büßte 11,4% an Wert ein. Hier sorgten die fallenden Rohstoffpreise vor allem bei Industriemetallen für Abgabedruck. [mehr]

USA: Positive Impulse stützen

Positiv aufgenommene Bilanzen und Ausblicke heizten an der Wall Street die in der Vorwoche begonnene Rally weiter an. Zwar konnten nicht alle Zahlen überzeugen, wie beispielsweise die von Microsoft, Amex, amazon. com, McDonald‘s, AMD oder Coca- Cola, meist wurden jedoch die Erwartungen übertroffen. Gut aufgenommen wurden unter anderem die Ergebnisse von Apple, Yahoo!, Starbucks, Caterpillar, 3M und AT&T. [mehr]

Deutschland: DAX deutlich über 5.000er-Marke

Nach dem kräftigen Aufwärtsimpuls in der Vorwoche legten die deutschen Aktienmärkte auch jüngst weiter zu. Einmal mehr waren es die guten Vorgaben von der Wall Street, mit vielen positiv überraschenden Bilanzen, die auch hierzulande die Stimmung hoben. Vor allem der DAX preschte mit einem Zuwachs von 5% zur Vorwoche kräftig vor, auch wenn hier von den ersten so langsam eintrudelnden Bilanzen nicht alle positiv aufgenommen wurden. Mit kräftigen Kursverlusten wurden die Zahlen von Merck KGaA honoriert, während die der Deutschen Post gut ankamen. Gemischt fielen auch die Bilanzen aus der zweiten und dritten Reihe aus. Größere Enttäuschungen, wie beispielsweise von Wincor Nixdorf und MTU Aero Engines, bremsten daher wohl die Entwicklung von MDAX, TecDAX und SDAX etwas, die schwächer performten als der DAX. Vor dem Wochenende war dann das ifo Geschäftsklima Gesprächsthema auf dem Frankfurter Parkett. Der erneute und damit vierte Anstieg in Folge scheint damit die Hoffnung auf eine konjunkturelle Trendwende in Deutschland zu bestätigen. Charttechnisch betrachtet ist der DAX jüngst sehr dynamisch und deutlich über die 5.000er-Marke geklettert. Dabei hat er das Zwischenhoch vom Juni bei 5.178 Punkten überwunden und kratzte bereits an der Marke von 5.303 Zählern, die zusammen mit der Hürde bei 5.384 Zählern nächste Widerstände darstellen. [mehr]

Europa: Rally fortgesetzt

Die europäischen Aktienmärkte knüpften an die Aufwärtstendenz der Vorwoche an und zeigten meist erneut sehr stattliche Zuwächse. Auch dieses Mal gehörten russische Aktien zu den Besten. Der RTS kletterte um 9,5%. Lediglich die polnischen Aktienindizes notierten noch fester. Der WIG 20 legte um 9,8%, der in Wien ermittelte PTX EUR um 14,5% zu. Beim EURO STOXX 50 ging es um 4,6% aufwärts. Er kletterte über sein Zwischenhoch vom Juni und kratzte am bisherigen Jahreshoch von 2.608 Zählern. Ein Sprung darüber dürfte den nächsten Widerstand bei 2.755 Punkten in den Fokus rücken lassen. Mit Blick auf die Konjunktur der Eurozone gab es gemischte Daten. Während im Mai die Industrieaufträge zum Vormonat unerwartet sanken und im Vorjahresvergleich mit mehr als 30% unerwartet deutlich einbrachen, fielen die Einkaufsmanagerindizes für Juli besser aus als prognostiziert. Der für das verarbeitende Gewerbe kletterte zum Vormonat von 42,6 auf 46 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit 11 Monaten. Ein Anstieg von 44,7 auf 45,6 Punkte hievte ferner den Dienstleistungsindex auf das höchste Niveau seit 9 Monaten. Abseits der Eurozone, in Großbritannien, gab es indes nicht ganz so rosige Daten. Das BIP schrumpfte im zweiten Quartal um 5,6% und damit noch deutlicher als befürchtet. Der FTSE 100 legte zur Vorwoche mit 4,3% dennoch kräftig zu. [mehr]

USA: Enttäuschender Arbeitsmarktbericht

Hin und her und am Ende deutlichere Verluste, so lässt sich die Entwicklung an den USAktienmärkten in der vergangenen verkürzten Handelswoche zusammenfassen. Sie starteten dabei zunächst freundlich. Neben einem festen Energiesektor wurden sie dabei wohl auch vom sogenannten „Window Dressing“ gestützt. [mehr]

Deutschland: Wall Street gibt den Ton an

Die deutschen Aktienmärkte hingen in der vergangenen Woche vor allem an den Vorgaben aus den USA und den dortigen Konjunkturdaten. Zunächst startete der DAX aber ohne kursbewegende Nachrichten fest in die neue Börsenwoche. Allerdings waren die Handelsumsätze am Montag sehr dünn und zeigten damit bereits sechs Tage in Folge eine rückläufige Tendenz, was nicht gerade für Vertrauen in die in der Vorwoche gestartete Zwischenerholung sprach. Am Dienstag gab es denn auch den ersten Abwärtsimpuls. Nach anfänglichen Gewinnen rutschte der deutsche Leitindex wegen des überraschenden Rückgangs beim USVerbrauchervertrauen um 1,5% ins Minus. Wieder positivere US-Daten sorgten dann am Mittwoch zwar für eine freundliche Tendenz, am Donnerstag gab es jedoch einen kleinen Einbruch. Der enttäuschende US-Arbeitsmarktbericht und schwache US-Börsen zogen auch die hiesigen, ohnehin sinkenden Indizes deutlicher abwärts. Vor allem der DAX stürzte mit 3,8% stärker ab, während die Verluste bei MDAX (-2%), TecDAX (-1,8%) und SDAX (-1,5%) geringer ausfielen. Vor dem Wochenende fehlten dann wegen des US-Feiertages die Impulse, und der nachrichtenarme Handel war erneut von sehr dünnen Umsätzen geprägt. Zwar konnten die Banken von der Billigung der „Bad Banks“ durch den Bundestag profitieren, insgesamt notierte der DAX aber 0,2% schwächer und büßte zur Vorwoche 1,4% ein. [mehr]

Europa: Unschlüssig

Die europäischen Aktienmärkte pendelten in der vergangenen Woche hin und her. Viele Leitindizes notierten daher zur Vorwoche im Bereich von minus 1% bis plus 1%. Offenbar ringen derzeit Bullen und Bären heftig miteinander, was zu der vielerorts unschlüssigen Entwicklung führte. Auffälligere Bewegungen zeigten indes die Leitindizes OMX Copenhagen 20 (Dänemark), Athex General Index (Griechenland) und PSI 20 (Portugal), die mehr als 2% zulegten. Zu den größten Verlierern gehörte der ungarische BUX (-3,6%). Der EURO STOXX 50 gab um 0,6% nach. In der Eurozone hatte die EZB das aktuelle Leitzinsniveau als nach wie vor angemessen bezeichnet und daher unverändert gelassen. Notenbankpräsident Trichet sieht derzeit zudem weder größere Deflations- noch Inflationsrisiken. Auf die Aktienmärkte hatten Entscheidung und Kommentare aber kaum Einfluss. Dies gilt auch für die bekannt gegebenen Einzelheiten zum Ablauf des am 6. Juli startenden Aufkaufprogramms von besicherten Anleihen (Covered Bonds). Am Freitag zeigten sich die europäischen Börsen dann wegen der fehlenden Impulse von der Wall Street orientierungslos. Während dabei noch der schwache US-Arbeitsmarktbericht vom Vortag verarbeitet wurde, fanden die Daten zum Einzelhandelsumsatz in der Eurozone kaum Beachtung, auch wenn sie im Mai mit minus 0,4% gegenüber April schwächer ausfielen als erwartet. [mehr]

USA: Deutlichere Verluste

An den US-Aktienmärkten trudelten in der vergangenen Woche zwar weiterhin jede Menge Bilanzen ein, dieses Mal standen aber die Konjunkturdaten stärker im Fokus. Auch waren die Investoren offenbar erneut nervös und der Drang zu Gewinnmitnahmen scheint, angesichts der in den vergangenen Monaten ohne große Korrekturen zu verzeichnenden Rally, groß. [mehr]

Deutschland: Kräftigere Korrektur

Die deutschen Aktienindizes korrigierten in der vergangenen Woche etwas kräftiger. Allgemein schwächere weltweite Aktienmärkte, das erstmals seit September 2008 wieder eingetrübte deutsche GfK-Konsumklima sowie auch nicht immer gut aufgenommene heimische Bilanzen oder Ausblicke (z.B. Merck KGaA, SAP) lösten Gewinnmitnahmen aus. Die Investoren waren verunsichert, fassten am Donnerstag nach Vorlage der besser als erwartet gemeldeten US-BIP-Daten aber neuen Mut. Er währte jedoch nicht lange und vor dem Wochenende regierte wieder Misstrauen den Markt. Der DAX büßte am Ende 5,8% zur Vorwoche ein. Charttechnisch hatte er im Verlauf zwar erneut an den Widerständen von 5.761 Zählern (Zwischenhoch von September 2009) und 5.812 Punkten (Zwischentief von September 2008) gekratzt, fiel dann aber deutlicher zurück. Er verletzte dabei die mittelfristige Aufwärtstrendlinie seit August. Sie wurde bereits Anfang Oktober getestet, konnte aber schnell zurückerobert werden. Denkbar könnten nun zunächst Rückgänge bis in den Bereich von 5.300 Zählern sein. Dort träfe der DAX dann auf gleich drei wichtige Unterstützungen: 38,2%-Fibonacci-Retracement, die untere Aufwärtstrendlinie seit März 2009 sowie die Abwärtstrendlinie aus der Verbindung der Zwischentiefs von März und Juli 2008, sodass im Falle weiterer Abgaben dann dort eine Stabilisierung denkbar ist. [mehr]

Europa: Schwedische Aktien gefragt

Eine andauernde Nervosität sorgte für Verluste bei den europäischen Aktienindizes. Schwache Rohstoffwerte brachten dabei insbesondere die russischen unter Druck. Der RTS in Moskau verlor 7,7%. Dicke Verluste verzeichneten auch der Wiener ATX (-7,4%) und der belgische BEL 20 (-6,1%). Beide wurden unter anderem von der Schwäche der Finanzwerte gebeutelt. [mehr]

USA: Wall Street mit Gewinnmitnahmen

Nach den Gewinnen der Vorwoche hielten sich die Investoren an den US-Aktienmärkten zum Start in die neue Börsenwoche zunächst etwas zurück. Die anstehenden Konjunkturdaten sowie die zweitägige Sitzung der USNotenbank mit der Zinsentscheidung am Mittwoch lösten am Montag und Dienstag leichte Gewinnmitnahmen aus. [mehr]

Deutschland: VW belastet DAX

Das überraschende Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal, auch wenn es sich dabei nur um ein geringes auf niedrigem Niveau handelte, unterfütterte die zuletzt kurstreibenden Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Rezession. Genauso wie die jüngsten BIPDaten aber kein Grund zur Euphorie sind, war auch die Reaktion an den Aktienmärkten eher verhalten. Zwar konnte der DAX am Tag der Vorlage zulegen, zusammen mit den Zuwächsen vom Mittwoch wurde damit aber nur ein Teil der Verluste wettgemacht, die es zu Beginn der Woche, vor allem am Dienstag, gab. Zudem gab es am Freitag aufgrund schwacher US-Konjunkturdaten erneut Verluste, sodass sich das Minus zur Vorwoche auf 2,8% summierte. Der DAX gönnte sich damit nach vier Wochen in Folge mit Gewinnen eine Pause. Zulegen konnten dagegen die Indizes aus der zweiten und dritten Reihe, angeführt vom TecDAX (siehe Markt im Fokus). Den DAX belastete vor allem der kräftige Kurseinbruch bei Volkswagen (-23%). Der Autobauer einigte sich mit Porsche nach monatelangem Machtkampf auf eine Fusion im Jahr 2011 und will sich noch 2009 mit 42% an der Porsche AG beteiligen. Das dazu nötige Geld will man sich mit einer Kapitalerhöhung beschaffen. Technisch betrachtet schloss der DAX nahe der Unterstützung bei 5.300 Punkten, dessen nachhaltiger Bruch für eine größere Korrektur sprechen würde. [mehr]

Europa: Größere Korrektur im Anmarsch?

Einige europäische Aktienindizes legten in der vergangenen Woche eine kleine Verschnaufpause ein. Zu den größten Verlierern gehörten dabei der russische RTS mit -4,9% und der DAX (-2,8%). Der EURO STOXX 50 gab zur Vorwoche um 1,4% nach. Selbst überraschend gute BIP-Daten aus einigen Ländern der Eurozone, wie Deutschland oder Frankreich, und die ebenfalls überraschende Einschätzung der EZB, die nun damit rechnet, dass die europäische Wirtschaft früher als erwartet zum Wachstum zurückfindet, konnten nicht nachhaltig für Anschlusskäufe sorgen. Stattdessen nahmen die Investoren die mäßigen US-Konjunkturdaten vor dem Wochenende zum Anlass, um Gewinne mitzunehmen. Mit Blick auf die europäischen Branchen zeigten sich vor allem die Sektorindizes Auto, Basic Resources und Chemie am schwächsten, während Bauwerte und Versorger gefragt waren. Charttechnisch betrachtet hat der EURO STOXX 50 seine in der Vorwoche überwundene Aufwärtstrendlinie wieder knapp unterschritten. Die dabei gebildete Wochenkerze mit relativ kleinem Körper und relativ langem oberen Docht und unteren Schatten, deutet zudem auf Unentschlossenheit sowie ein stärkeres Ringen zwischen Bullen und Bären hin. Eventuell ist dies der Nährboden für eine etwas größere Korrektur, was umso mehr gelten könnte, wenn man bedenkt, dass August und September doch traditionell eher schwächere Börsenmonate sind. [mehr]

USA: S&P 500 über 1.000 Punkte

An der Wall Street begann die vergangene Woche mit Zuwächsen. Der S&P 500 konnte dabei zum ersten Mal seit Anfang November 2008 über der Marke von 1.000 Punkten schließen. Für gute Stimmung sorgten die Konjunkturdaten. Zum einen legte der ISMIndex für das verarbeitende Gewerbe (Juli) zum Vormonat von 44,8 auf 48,9 Punkte zu, womit die Schwelle von 50 Zählern näher rückte, ab der eine Expansion signalisiert wird. Zudem gab es bei den Bauausgaben für Juni einen unerwarteten Anstieg. [mehr]

Deutschland: DAX mit neuem Jahreshoch

An den deutschen Aktienmärkten gab es in der vergangenen Woche viele Bilanzen zu verarbeiten. Neben positiv aufgenommenen, wie von Linde, adidas, Henkel oder der Hannover Rück, konnte jedoch nicht alle überzeugen, wie die Beispiele METRO und Deutsche Börse zeigen. Daneben wurden einige gute Zahlen zum Anlass für Gewinnmitnahmen genommen, wie bei Fresenius oder deren Tochter Fresenius Medical Care. Ansonsten waren auf dem Frankfurter Parkett neben den heimischen Konjunkturfakten, die neben positiven Überraschungen (Auftragseingänge, Exporte) auch weniger gute (Einzelhandelsumsatz, Produktion) offenbarten, die Daten aus den USA Gesprächsthema. Im Fall des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe am Montag konnten sie noch stützen, während am Mittwoch der schwächer als erwartet gemeldete ISM-Index Dienstleistungen einen, aufgrund der zuletzt überhitzten Marktlage, willkommenen Grund für eine kleine Korrektur bot. Die Investoren hielten sich ferner vor dem am Freitag anstehenden wichtigen US-Arbeitsmarktbericht zurück, der jedoch besser ausfiel als erwartet und daher für dicke Pluszeichen vor dem Wochenende und somit beim DAX für einen Aufschlag zur Vorwoche von 2,4% sorgte. Technisch betrachtet löste dieser am Freitag die kleine im Wochenverlauf gebildete Konsolidierungsformation nach oben auf, was kurzfristig für weiter steigende Kurse sprechen könnte. [mehr]

 

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14 / 2021

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