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Märkte im Fokus

Europa: Rohstoffwerte besonders gefragt

EURO STOXX 50 - Stand: 17.01.2014

Auch in der vergangenen Woche war die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten prächtig. Die meisten Länderindizes knüpften an die Zuwächse aus der Vorwoche an. Der EURO STOXX 50 legte 1,6 Prozent zu. Er scheint nun den Bereich von 3.027 bis 3.077 Punkte nachhaltig überwunden zu haben. Vor allem am Dienstag und Mittwoch zogen die Kurse kräftig an, ohne dass dafür wirklich handfeste Impulse von der Nachrichtenseite auszumachen waren. Positive Vorgaben von der Wall Street sowie die von oberster Stelle geschürte Zuversicht bezüglich der globalen wirtschaftlichen Entwicklung mussten als Begründung reichen. Die Weltbank hatte in ihre rosarote Glaskugel geschaut. Ihrer Ansicht nach sind die Aussichten für die globale Wirtschaft so gut wie lange nicht mehr. Demnach habe sich das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer wieder stabilisiert. Zudem befreiten sich die Industriestaaten endlich aus ihrer jahrelangen Krise. Die zuversichtlichen Prophezeiungen wurden an der Börse gerne vernommen. Vor allem Rohstoffwerte stiegen kräftig. Der STOXX Europe 600 Basic Resources war in der vergangenen Woche mit 7 Prozent klarer Gewinner im Sektorenvergleich. Hier sieht man wohl Nachholbedarf, nachdem der Index 2013 als einziger Branchenindex der STOXX-Europe-600-Familie nachgegeben hatte und das mit mehr als 13 Prozent zudem sehr deutlich. [mehr]

USA: Berichtssaison bremst

S&P 500 - Stand: 17.01.2014

Während an den Aktienmärkten in Europa und Deutschland die Bullen vor Freude über kräftige Kursgewinne juchzten, wurden an der Wall Street weitaus kleinere Brötchen gebacken. Immerhin konnten die Indizes ihre am Montag verzeichneten deutlicheren Verluste schnell wieder ausgleichen. [mehr]

Europa: EZB zeigt sich entschlossen

EURO STOXX 50 - Stand: 10.01.2014

Am vergangenen Dienstag gab es neues von der Preisfront in der Eurozone. Im Dezember hatte sich die Teuerungsrate bei den Verbraucherpreisen in der ersten Schätzung von 0,9 auf 0,8 Prozent verringert. Zudem setzten die Erzeugerpreise im November ihre sinkende Tendenz fort. Das Thema Deflation stand daher wieder verstärkt auf der Agenda. Dieser Punkt sowie die lahme Kreditvergabe im Währungsraum ließen die Marktakteure daher mit Spannung auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag blicken. Wie zumeist erwartet, handelte sie nicht. Die Notenbank versicherte jedoch abermals mit Nachdruck, langfristig weiterhin ausreichend Billiggeld zur Verfügung zu stellen und gegebenenfalls sogar weitere entschiedene Maßnahmen zu ergreifen. EZB-Präsident Mario Draghi betonte diesbezüglich, dass der EZB-Rat bewusst deutlichere Worte gewählt habe, um die Entschlossenheit zu demonstrieren, die nach wie vor fragile wirtschaftliche Erholung zu stützen und Preisstabilität zu gewährleisten. Der EURO STOXX 50 zeigte sich davon aber nicht beeindruckt, legte zur Vorwoche aber insgesamt ein Prozent zu. Und auch die meisten anderen Länderindizes verbuchten Gewinne. Im europäischen Branchenvergleich am stärksten präsentierten sich Bankaktien. Hier stützte vor allem die im Vorfeld der EZB-Sitzung neu aufkeimende Fantasie für eine anhaltend lockere Geldpolitik. [mehr]

USA: Wasser statt Schampus

Chart: S&P 500 vom 10.01.2014

Dow Jones und S&P 500 hatten 2013 mit 26,5 respektive 29,6 Prozent kräftig zugelegt. Nach diesem gehörigen Schluck aus der Pulle, war der Jahresauftakt verhalten. Und auch in der vergangenen Woche hielt man sich eher an Wasser als an Schampus. Nach der trunkenen Rallye 2013 gönnt man sich erst einmal eine Pause. Zur Zurückhaltung beigetragen hat der volle Konjunkturterminkalender. [mehr]

Deutschland: Rekorde in zweiter und dritter Reihe

DAX - Stand: 10.01.2014

In der vergangenen Woche gab es einige positive deutsche Konjunkturdaten. Der Einzelhandelsumsatz war im November deutlich gestiegen. Außerdem hatten der Auftragseingang in der deutschen Industrie sowie die Produktion im verarbeitenden Gewerbe im November jeweils kräftig zugelegt. Der deutsche Aktienmarkt reagierte auf diese neuen zuträglichen gesamtwirtschaftlichen Fakten jedoch kaum bis gar nicht. In der ersten vollen Handelswoche nach dem Jahreswechsel hieß es erstmal sich zu orientieren. Dies manifestierte sich in einer im Wochenverlauf uneinheitlichen Entwicklung. In Summe reichte es jedoch für Zuwächse zur Vorwoche. SDAX und TecDAX legten dabei besonders stark zu und erklommen wie der MDAX sogar neue Rekorde. Dem DAX blieben neue Spitzenwerte indes verwehrt. Er schaffte nur einen Teil der Verluste zum Jahresauftakt auszugleichen. Bis zu dem aktuellen Allzeithoch von 9.621 Punkten ist es jedoch nicht allzu weit. Vielleicht wird bereits in der nächsten Woche der Versuch unternommen, es zu egalisieren. Darauf sollte man sich jedoch nicht verlassen. Blickt man auf einige technische Indikatoren, könnte man den Eindruck gewinnen, dass kurzfristig betrachtet die Luft erst einmal raus ist. Beim MACD könnte sich ein Verkaufssignal anbahnen. Zudem zeigt er ebenso wie der RSI eine bärische Divergenz zum Kursverlauf. [mehr]

Deutschland: Hochstimmung

DAX - Stand: 20.12.2013

„Morgen Kinder wird’s was geben, morgen steigt der DAX erneut. Welch ein Jubel, welch ein Streben, die 10.000er-Marke ist nicht mehr weit.“ So oder so ähnlich könnte man die Hochstimmung am deutschen Aktienmarkt kurz vor Weihnachten musikalisch untermalen. Die Bullen meldeten sich eindrucksvoll zurück. Die Indizes stiegen kräftig. Zwar reichte es am Ende nicht ganz für neue Rekorde, die Korrektur aus den vorangegangenen beiden Wochen wurde jedoch fast wieder aufgeholt. Gleich am Montag zogen die Kurse kräftig an. Handfeste Argumente waren jedoch Fehlanzeige. Stattdessen könnte es angesichts des großen Verfallstages am Freitag darum gegangen sein, den DAX etwas deutlicher über die in der Vorwoche knapp verteidigte 9.000er-Marke zu heben. Nach einer kleinen Schwächephase am Dienstag, ging es am Mittwoch weiter aufwärts. Geholfen hat diesmal wohl der ifo Geschäftsklimaindex, der sich im Dezember erneut aufgehellt hatte, wenn auch nur leicht. Damit erhält die Annahme auf einen kräftigeren Aufschwung im nächsten Jahr weitere Nahrung. Das ifo-Institut erklärte: „Es wird ein reich gedeckter Gabentisch erwartet.“ Ifo-Chef hatte tags zuvor sogar von einem „Geschenk vom Weihnachtsmann“ gesprochen. Am Donnerstag wurde dann die positive Reaktion der Wall Street auf die geldpolitische Wende in den USA bejubelt. Freitags ging es dann etwas gemächlicher zu. [mehr]

Europa: Korrektur beendet

EURO STOXX 50 - Stand: 20.12.2013

Einige der jüngsten Schlagzeilen sorgen bei den nicht vom Billiggeld der Notenbanken vernebelten Betrachtern für wenig wohlige Weihnachtsstimmung und lassen einmal mehr erahnen, dass auch 2014 die Eurokrise nicht in der erhofften Versenkung verschwunden sein wird. Im Gegenteil. Das Krisenland Portugal wird abermals von Protesten aufgewühlt. Das dortige Verfassungsgericht kippte zudem einen der Punkte des drastischen Sparetats für 2014. Nun wird es spannend, ob das Land tatsächlich in rund sechs Monaten den Euro-Rettungsschirm verlassen kann, wie diejenigen hoffen, die immer wieder lauthals die angeblichen Fortschritte bei der Krisenbewältigung hervorheben. In Frankreich rechnen die Statistiker indes mit anhaltend hoher Arbeitslosigkeit, was angesichts der trüben konjunkturellen Aussichten nicht verwundert. Ferner könnte in Spanien der Bankensektor abermals für negative Furore sorgen. Im Oktober ist das Volumen an faulen Krediten in den Bilanzen der spanischen Banken erneut und damit bereits den achten Monat infolge gestiegen. Mit 190,97 Mrd. Euro fehlt nun nicht mehr viel bis zum bisherigen Rekord von November 2012 bei 191,59 Mrd. Euro. Den europäischen Aktienmärkten war dies in der vergangenen Woche jedoch alles egal. Auch hier jubelte man über die Fed. Der EURO STOXX 50 stieg um 4,4 Prozent und beendete damit seine jüngste Korrektur. [mehr]

USA: Socken voll Hoffnung

Kurz vor Weihnachten verteilte Ben Bernanke schon mal Geschenke. Zumindest könnte so die sehr positive Reaktion am US-Aktienmarkt auf die nun eingeleitete geldpolitische Wende (siehe Markt im Fokus) der US-Notenbank (Fed) interpretiert werden. Was in den vergangenen Monaten als Schlag mit der Rute, allenfalls als gruseliges Paar Socken galt, scheint nun die Rolex unterm Christbaum. [mehr]

Deutschland: Zweiter Streich

DAX - Stand: 13.12.2013

In der Vorwoche machten die Bären ihren ersten Streich. Der zweite folgte nun sogleich. Die Korrektur am deutschen Aktienmarkt setzt sich damit fort. Diesmal blieben somit neue Rekorde bei den Leitindizes aus. Es fehlten einfach die Argumente, um die Bullen bei Laune zu halten. Verschnaufen ist angesagt. Eine nachvollziehbare Entwicklung, nach der durchweg positiven Entwicklung seit Oktober. Im Fokus stand zudem abermals die US-Geldpolitik. Es verstärkte sich die Annahme, dass die US-Notenbank in der nächsten Woche die Zügel etwas strafft. Ein Punkt der nicht nur an der Wall Street sondern auch hierzulande dazu führte, die entsprechenden Risiken einzupreisen. Die Volatilität zog an. Die Indizes sanken. Der DAX verlor 1,8 Prozent. Das in der Vorwoche im Kerzenchart generierte Muster Bearisch Engulfing scheint damit bestätigt, was das Szenario einer größeren Korrektur unterfüttern könnte. Ein weiteres Indiz ist der jüngst erfolgte Bruch der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie seit September. Sollte es daher den Bullen nicht gelingen, schnell wieder neue Kräfte zu mobilisieren – vielleicht nächste Woche unterstützt durch den großen Verfallstag am Freitag – könnte bei weiteren Abgaben der Bereich um die Unterstützung bei 8.558 Punkten ein durchaus vorstellbares Korrekturziel sein. Bis dahin würden die langfristigen Aufwärtstrends nicht gefährdet. [mehr]

Europa: Korrektur fortgesetzt

EURO STOXX 50 - Stand: 13.12.2013

An Europas Aktienmärkten überwogen auch jüngst die Verluste. Die meisten Indizes gaben nach und setzten damit ihre Korrekturen aus der Vorwoche fort. Der EURO STOXX 50 verlor 1,9 Prozent. So ernüchternd die Bilanz, so ernüchternd die jüngsten harten Fakten zur Wirtschaft. Im Oktober war die Industrieproduktion der Eurozone erneut rückläufig. Nachdem sie im September um 0,2 Prozent zum Vormonat gesunken war, fiel sie nun um 1,1 Prozent. Auffällig dabei der deutliche Rückgang in Deutschland von 1,2 Prozent. Unterdessen beklatschten sich die Eurokraten. Die geplante Bankenunion ist fast abgeschlossen. Sie soll nun auf dem nächsten Donnerstag beginnenden EU-Gipfel vollendet werden. Jüngst hatten sich die EU-Finanzminister auf Eckpunkte eines gemeinsamen Regelwerks zur Schließung von Pleitebanken verständigt. Künftig sollen dafür nicht mehr die Steuerzahler, sondern Aktionäre und Gläubiger die Kosten tragen, hieß es. Allerdings sind auch Sparer und Unternehmen Gläubiger, allein schon mit dem Geld auf ihren Konten, mit dem Rechnungen oder Gehälter bezahlt werden. Es ist daher genau zu schauen, wie das neue europäische System zur Bankenabwicklung im Detail funktionieren soll. Die komplizierte juristische Feinarbeit soll bis nächsten Mittwoch erfolgen und besiegelt werden, damit dann auf dem EU-Gipfel so richtig gefeiert werden kann. [mehr]

USA: Wird die Fed - oder wird sie nicht?

Wie sollte es anders sein, war die Entwicklung am US-Aktienmarkt erneut geprägt von der US-Geldpolitik. Schließlich tagt nächsten Dienstag und Mittwoch die US-Notenbank (Fed). Es ist die letzte Sitzung in diesem Jahr. Und die alles übertönende Frage ist nach wie vor: Wird die Fed oder wird sie nicht, den ersten Schritt zur Drosselung ihrer Wertpapierkäufe beschließen? [mehr]

USA: Verluste größtenteils wett gemacht

Nach der feiertagsbedingten Ruhe in der Vorwoche war diesmal mehr los an den US-Aktienbörsen. Verluste prägten den Dezemberauftakt. Für Dow Jones und der Aktienindex S&P 500 waren es die ersten nach acht Wochen infolge mit Zuwächsen. Angesichts der rasanten Rallye war eine Verschnaufpause nur eine Frage der Zeit. Offen ist, wie lange und tief durchgeatmet wird? [mehr]

Deutschland: Und plötzlich ward es stürmisch

DAX - Stand: 06.12.2013

Draußen wütete Orkan Xaver und pustete Deutschland ordentlich durch. Am hiesigen Aktienmarkt bliesen indes die Bären zu der längst fälligen Korrektur. Die Woche hatte dabei zunächst viel versprechend angefangen. DAX, MDAX und SDAX markierten neue Rekorde, wenngleich sie nur minimal höher ausfielen als die bisherigen Bestmarken. Dann rauschten die Kurse jedoch in den Keller. Dank der Erholung am Freitag gab der DAX am Ende aber nur 2,5 Prozent zur Vorwoche nach. Zeitweise notierte er 3,6 Prozent im Minus. Ein vermeintlicher Grund für die Abgaben wurde schnell ausgemacht: Gute US-Konjunkturdaten nährten die Furcht vor einer baldigen Anpassung der US-Geldpolitik. Allerdings dürfte dieses Argument nur ein vorgeschobenes sein, um nach den kräftigen Zuwächsen in den vergangenen Wochen weiterhin Gewinne mitzunehmen. Diesmal trafen die Verkäufe jedoch nicht auf ein so großes Interesse derer, die die Rallye bislang verpasst haben. Xavier hat inzwischen wieder das Weite gesucht. Ist der Sturm auch an der Börse wieder vorbei? Oder drohen nach den jüngsten Verlusten weitere Abgaben? Charttechnisch sieht der DAX angeschlagen aus. Es bildete sich im Kerzenchart auf Wochenbasis das Muster Bearisch Engulfing. Es könnte den Start eines ausgedehnteren Durchatmens gegeben haben. Spannend wird daher, ob die Bullen nun noch einmal ihre Kräfte mobilisieren können. [mehr]

Europa: Korrektur

EURO STOXX 50 - Stand: 06.12.2013

Überwiegend negative Vorzeichen prägten in der vergangenen Woche das Bild an den europäischen Aktienmärkten. Die seit einiger Zeit erwartete Korrektur wurde Realität. Besonders stark gebeutelt wurde der österreichische ATX mit mehr als 5 Prozent Verlust. Aber auch anderenorts waren die Abschläge groß. Der EURO STOXX 50 gab 3,5 Prozent nach. Die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) konnte diesmal keine positiven Impulse generieren. An den geldpolitischen Stellschrauben wurde wie erwartet nicht gedreht. EZB-Präsident Mario Draghi betonte jedoch abermals, dass man bereit und fähig sei zu handeln, falls nötig. Dazu passen die jüngsten Prognosen der EZB zu Wirtschaftswachstum und Inflation. Die Konjunktur erholt sich demnach nur schleppend. Zwar erwarten die Währungshüter im Schlussquartal 2013 ein Plus, im Gesamtjahr gehen sie jedoch von einer Schrumpfung von 0,4 Prozent aus. 2014 soll die Konjunktur im Währungsgebiet dann um 1,1 Prozent expandieren. Die Inflation dürfte indes bis mindestens 2015 deutlich unter der Zielmarke der Notenbank von knapp unter zwei Prozent bleiben. Die Prognosen lassen damit Raum für Spekulationen über weitere geldpolitische Maßnahmen. Bezüglich negativer Einlagenzinsen dämpfte Draghi jedoch erst einmal die zuletzt verstärkten Spekulationen. Man habe nur kurz und oberflächlich darüber diskutiert. [mehr]

USA: Ruhige Woche

Vor dem Feiertag am vergangenen Donnerstag, dem Thanksgiving-Tag, waren keine großen Bewegungen am US-Aktienmarkt zu beobachten. Die Ausschläge bei den Indizes waren minimal. Es reichte bei Dow Jones und der US-Aktienindex S&P 500 aber erneut für neue Bestmarken. Die vielen gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten lieferten dabei keine nennenswerten Impulse. [mehr]

Deutschland: Neue Rekorde

DAX

Und wieder eine Woche mit Rekorden am deutschen Aktienmarkt. DAX, MDAX und SDAX erreichten abermals noch nie da gewesene Höhen. Der DAX kletterte zunächst erstmals über 9.300 Punkte und eroberte am Freitag gleich die nächste runde Marke von 9.400 Zählern. Von einer Korrektur wollen die Investoren weiterhin nichts wissen. Trotz der aktuell guten Stimmung, die anhalten und damit für weitere Zuwächse sorgen könnte, sollten Anleger jedoch nicht in Euphorie verfallen. Es wäre fatal, getrieben von Gier, sämtliche Vorsicht über Bord zu werfen. Ein striktes Risikomanagement bleibt weiterhin das A und O. Denn ein größeres Durchatmen wird früher oder später kommen. Nur der Zeitpunkt ist ungewiss. Der Auslöser kann dabei alles Mögliche sein und aus unerwarteter Richtung kommen. In Punkte Konjunkturdaten gab es jüngst unterdessen wieder einmal den Beweis, wie weit im deutschen Einzelhandel Wunsch und Wirklichkeit auseinander liegen. Das jüngst veröffentlichte gestiegene GfK Konsumklima, das bei den deutschen Verbrauchern eine so gute Stimmung wie seit mehr als sechs Jahren nicht mehr zeigte, wurde als gutes Zeichen für das Weihnachtsgeschäft interpretiert. Auch der Einzelhandel sieht sich auf Kurs und erwartet kräftig klingelnde Kassen. Harte Fakten wie der rückläufige Einzelhandelsumsatz im Oktober werden dagegen einfach ausgeblendet. [mehr]

Deutschland: Starke Frühindikatoren

DAX

Die jüngst vorgelegten Frühindikatoren implizieren, dass Deutschland die Konjunkturlokomotive in Europa bleibt. Zunächst hatten sich die deutschen Einkaufsmanagerindizes im November kräftig verbessert. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich liegen sie nun noch etwas deutlicher über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Viel Optimismus steckt ferner in dem am Freitag vorgelegten ifo Geschäftsklimaindex für November. Er war zum Vormonat sehr kräftig von 107,4 auf 109,3 Punkte gestiegen. Damit sind die befragten Firmenchefs so zuversichtlich wie seit April 2012 nicht mehr. „Die deutsche Wirtschaft blickt zuversichtlich auf die kommenden Wintermonate“, kommentierte ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Die positiven Aussichten wurden am deutschen Aktienmarkt wohlwollend zur Kenntnis genommen. Es reichte aber nicht aus, den DAX zu neuen Rekorden zu animieren. Nachdem er gleich am Montag einen kräftigen Satz gemacht hatte und damit das in der Vorwoche knapp verfehlte bisherige Allzeithoch von 9.194 Zählern übersprang, kam er über den nun neuen Rekord von 9.254 Punkten nicht mehr hinaus. Für einen Zuwachs zur Vorwoche reichte es jedoch. Es scheint also nach wie vor alles bullish. Aus technischer Sicht könnten jedoch die Gestalt annehmenden Divergenzen des DAX zu Indikatoren wie MACD und Money Flow Vorboten für eine Korrektur sein. [mehr]

Europa: EURO STOXX 50 wenig bewegt

EURO STOXX 50

Mit einem Freitag Schlussstand von 3.055 Punkten hatte sich der EURO STOXX 50 am Ende zur Vorwoche kaum bewegt. Wie schon in den vier Wochen verharrte er damit abermals in der Widerstandszone von 3.040 bis 3.077 Punkten. Diesmal testete er dabei sowohl ihre Ober- als auch Unterseite. Weder die Bullen noch die Bären hatten jedoch die Kraft, um den Index nachhaltig darüber respektive darunter zu drücken. Zu Wochenbeginn als positiver Impulsgeber ausgemacht wurden die Aussagen des EZB-Direktoriumsmitglieds Yves Mersch, denen zufolge die Konjunktur der Eurozone das Schlimmste hinter sich hat. Nach der anfänglichen Euphorie kam der Index an den folgenden Tagen jedoch zurück. Das Wochentief wurde am Donnerstag markiert. Ein Auslöser waren die negativen Vorgaben von der Wall Street vom Vorabend, angesichts der wieder wachsenden Annahme einer baldigen Anpassung der US-Geldpolitik. Für Ernüchterung dürfte zudem der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone gesorgt haben. Er gab im November erneut und damit bereits den zweiten Monat hintereinander nach. Belastend wirkte vor allem der kräftige Stimmungsdämpfer in Frankreich, was dessen Status als Sorgenkind unterfütterte. Die flaue Konjunktur dürfte damit zu einer anhaltenden Debatte über weitere geldpolitische Maßnahmen der EZB führen. Jüngst bereits heiß diskutiert wurden negative Einlagenzinsen. [mehr]

USA: Weitere Rekorde

Nach der schwächeren ersten Wochenhälfte erholten sich die US-Indizes. Zur Vorwoche reichte es letztlich sogar für kleine Zuwächse. Zwischenzeitlich für Abgabedruck sorgten wieder einmal die Sorgen vor einer Drosselung der US-Geldpolitik. Vor allem das am Mittwoch vorgelegte Protokoll der Fed-Sitzung im Oktober verstärkte diesbezügliche Befürchtungen. [mehr]

Deutschland: Freundlich

DAX

Der deutschen Aktienindizes verzeichneten in der vergangenen Woche Gewinne. Die Bullen setzten sich damit am Ende wieder durch, nachdem zur Wochenmitte die Bären zumindest etwas die Zähne fletschten. Für den kurzen Heißhunger sorgten wohl die aufkeimenden Spekulationen, dass die US-Notenbank doch schon im Dezember mit ihren geldpolitischen Bremsmaßnahmen starten könnte. Angesichts der relativ hohen Kurse nahmen einige Investoren daher anscheinend Gewinne mit. Der DAX fiel nahezu punktgenau bis zu seinem 20-Tage-EMA. Ein Niveau, auf dem die Bullen dann wieder verstärkt zugriffen. Der Index erholte sich und machte am Donnerstag sogar einen größeren Sprung. Die künftige US-Notenbankchefin Janet Yellen hatte die Sorgen bezüglich der US-Geldpolitik zerstreut. Nachdem der DAX bereits am Montag einen neuen Rekord auf Tagesschlusskursbasis markiert hatte, beendete er den Tag auf einen neuen Spitzenwert. Selbst die vorläufige Schätzung zum Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im dritten Quartal, das mit 0,3 Prozent zum Vorquartal eher dürftig ausfiel, konnte die Kauflaune nicht nachhaltig bremsen. Die Geldpolitik bleibt derzeit einfach das Maß aller Dinge. Am Freitag näherte sich der DAX sogar seinem Allzeithoch von 9.194 Punkten, schaffte es aber nicht ganz. Für einen weiteren Rekord per Tagesschluss reichte es aber. [mehr]

Europa: Flaue Konjunktur

EURO STOXX 50

Jüngst gab es Neues zur konjunkturellen Lage in der Wunschtraumfabrik Eurozone. Deren Verfechter glauben immer noch daran, mit einer gemeinsamen Währung und einer einheitlichen Geldpolitik wirtschaftlich im ganzen Währungsraum auf einen grünen Zweig zu kommen. Davon ist man jedoch meilenweit entfernt. Eurostat hat im dritten Quartal laut erster Schätzung einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,1 Prozent zum Vorquartal ermittelt. Die im zweiten Quartal geweckte Hoffnung auf eine nennenswerte wirtschaftliche Genesung ist damit wohl wieder futsch. Die Wirtschaft kommt einfach nicht in Fahrt. Daran wird sich auch in nächsten Quartalen nichts Grundlegendes ändern. Wünschen und hoffen allein reicht eben nicht. Das nach dem BIP-Plus im zweiten Quartal von 0,3 Prozent ausgerufene Ende der Durststrecke, könnte sogar zu früh erfolgt sein. Ein Rückfall in die Rezession ist nicht ausgeschlossen. Die Massenarbeitslosigkeit in vielen Ländern und andere wirtschaftliche und haushaltspolitische Probleme sind nicht gerade Punkte, die für einen nachhaltigen Aufschwung sprechen. Am Aktienmarkt juckte dies jüngst aber kaum jemand. Der EURO STOXX 50 konnte sich nach seinem Ausflug am Mittwoch an die mittelfristige Aufwärtstrendlinie erholen und legte am Ende zur Vorwoche zu. Er blieb aber in der Widerstandszone 3.040 bis 3.077 Punkte. [mehr]

USA: Taube verleiht Flügel

Eine Taube macht zwar keinen Sommer, aber einen goldenen Herbst. Zumindest am US-Aktienmarkt dieser Tage. Dort setzte sich jüngst die zuletzt steigende Tendenz fort. Dow Jones und US-Aktienindex S&P 500 erreichten neue Rekorde. Man braucht die Bullen nur am geldpolitischen Zucker naschen zu lassen. [mehr]

USA: Wall Street zwitschert sich einen

Wenn es eines weiteren Beweises bedurfte, dass der US-Aktienmarkt aus rein fundamentaler Sicht nach oben übertreibt, ist er mit dem Börsengang von Twitter erbracht. Der Hype um die maßlos überbewertete Zwitscher-Aktie erinnert an die Internetblase um die Jahrtausendwende und zeigt wie viel heiße Luft derzeit in dem von der US-Notenbank aufgepumpten US-Aktienmarkt steckt. [mehr]

Deutschland: EZB treibt DAX zu neuem Rekord

DAX - Stand: 08.11.2013

Die Leitzinssenkung der EZB hatte den DAX am vergangenen Donnerstag auf 9.194 Punkte katapultiert. Er erreichte damit einmal mehr neue Rekorde. Der Höchstwert konnte jedoch nicht verteidigt werden. Stattdessen ging es vom ihm schnell wieder abwärts. Offenbar nutzten einige Akteure das hohe Niveau, um Kasse zu machen. Schließlich war der DAX reichlich überhitzt und die Zeit längst reif für eine Korrektur. Außerdem generierten zu Wochenbeginn technische Indikatoren wie MACD und RSI kurzfristige Verkaufssignale. Großer Abwärtsdruck entwickelte sich in der vergangenen Woche jedoch nicht. Die zwischenzeitlichen Rücksetzer wurden schnell wieder ausgeglichen. Bullen und Bären lieferten sich somit erneut ein kräftiges Tauziehen. Am Ende hatten die Bullen leicht die Nase vorn. Der DAX verbuchte ein Wochenplus von 0,8 Prozent. Im Kerzenchart bildete sich dabei wie in der Vorwoche mit dem Doji auch diesmal ein Muster, das Unentschlossenheit signalisiert. Die Kerze mit dem relativ kleinen Körper und relativ langen oberen und unteren Schatten kann zwar lediglich für eine Phase des Innehaltens stehen, bevor es weiter aufwärts geht. Allerdings kann es auch der Vorbote einer korrektiven Bewegung sein. Ein Vorbote für dieses Szenario könnte die trotz der jüngst steigenden Tendenz beim DAX anziehende implizite Volatilität am Terminmarkt sein. [mehr]

Deutschland: Goldener Oktober

DAX

Am deutschen Aktienmarkt fällt die Bilanz für den in der vergangenen Woche beendeten Oktober positiv aus. Wie schon im September verbuchten die Indizes stattliche Zuwächse. Die größten gab es diesmal beim MDAX mit 6,4 Prozent. Er verzeichnete damit die beste Entwicklung seit Oktober 2011. Der DAX stieg um 5,1 Prozent. Er erreichte damit zwar nicht ganz das Plus aus dem Vormonat von 6,1 Prozent, die Performance kann sich dennoch erneut sehen lassen. Gekrönt wurde der Ausklang des goldenen Oktobers von weiteren Rekorden. Der DAX war am Mittwoch im Handelsverlauf auf 9.070 Punkte geklettert. Am Donnerstag markierte er einen neuen Spitzenwert per Tagesschlusskurs. Und auch der MDAX beendete den Monat auf einem Höchstwert. Zu Beginn des neuen Börsenmonats legte er sogar noch nach und erreichte weitere Rekorde. Erstmals war das Kursbarometer über die Marke von 16.000 Zählern geklettert. Beim DAX gab es vor dem Wochenende indes eine kleine Verschnaufpause. Nachdem es an den Handelstagen zuvor einige Quartalsbilanzen gab, fehlten am Freitag Impulse. Davon gibt es dann in der nächsten Woche sicherlich wieder reichlich, angesichts der anstehenden vielen Zahlenveröffentlichungen. Können sie den DAX weiter beflügeln? Oder ist es nun erst einmal Zeit, um im Bereich der 9.000-Marke zu verschnaufen oder sogar etwas tiefer durchzuatmen? [mehr]

Europa: Finnische Aktien vorn

NASDAQ OMX Helsinki 25

Die Bilanz an den europäischen Aktienmärkten fiel jüngst gemischt aus. Zu den stärksten Gewinnern gehörte der OMX Helsinki 25 mit 2,7 Prozent. Nokia beflügelte - die Quartalszahlen wurden mit kräftig steigenden Kursen honoriert. Mit 2,4 Prozent Zuwachs notierte auch der österreichische ATX fest (siehe Markt im Fokus). Der italienische FTSE MIB erzielte ein Plus von 1,5 Prozent. [mehr]

USA: Korrektur im Anmarsch?

Die US-Notenbank (Fed) hält weiterhin an ihrer sehr lockeren Geldpolitik fest. Nach ihrer zweitägigen Sitzung gab sie am Mittwoch bekannt, keine Abstriche bei ihren monatlichen Wertpapierkäufen zu machen. Stattdessen will sie weiterhin auf mehr Belege für eine Erholung der Wirtschaft warten, bevor sie vorsichtig mit der Drosselung beginnen wird. [mehr]

USA: Zuversicht treibt

Nächste Woche ist es wieder so weit: Der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss der US-Notenbank (Fed) tagt. Die Wall Street ist gespannt, was Fed-Chef Ben Bernanke nach der zweitägigen Sitzung am Mittwoch verkünden wird. Bleibt er bei seinem Plan, noch dieses Jahr mit der Drosselung der Wertpapierkäufe zu beginnen? [mehr]

Deutschland: DAX erstmals über 9.000 Punkte

DAX

Am deutschen Aktienmarkt gab es wieder einiges zu feiern. Steigende Kurse führten zu neuen Rekorden. Wie beim DAX, der am Freitag erstmals die Marke von 9.000 Punkten übersprang. Ins Wochenende ging er mit 8.986 Zählern knapp darunter, was einem Plus zur Vorwoche von 1,4 Prozent entsprach. Getragen wurde die positive Entwicklung jedoch nicht von allen Werten des Leitindex. 18 Gewinnern standen 12 Verlierer gegenüber. Zu den Werten mit Zuwächsen gehörten SAP, Daimler und BASF, die mit ihren Quartalszahlen punkteten. Neue historische Spitzenwerte erreichten in der vergangenen Woche außerdem MDAX und TecDAX, die damit ihre Rekordfahrt fortsetzten. Und auch der SDAX hat nun sein bisheriges Allzeithoch von Juli 2007 überschritten und damit neue Spitzenwerte erreicht. Die freundliche Stimmung hierzulande wurde selbst von dem am Freitag vorgelegten ifo Geschäftsklimaindex nicht getrübt. Nach zuletzt fünf Anstiegen in Folge gab er im Oktober etwas nach. Der Rückgang von 107,7 auf 107,4 Zähler war jedoch relativ gering. In den Chefetagen der befragten Firmen schaute man damit zwar ein wenig zurückhaltender in die Zukunft, an ihrer grundsätzlich guten Laune änderte dies aber kaum etwas. Wie geht es nun weiter am deutschen Aktienmarkt? Die Börsenampeln bleiben auf grün, hieß es jüngst zumeist. Ist das schon Euphorie, die zur Vorsicht mahnt? [mehr]

Europa: Banken bekommen Stress

EURO STOXX 50

An den europäischen Aktienmärkten setzte sich die positive Stimmung der vergangenen Wochen fort. Gefragt waren vor allem Werte aus der Gesundheitsbranche. Der STOXX Europe 600 Healthcare war mit 2,6 Prozent größter Gewinner im Sektorenvergleich. Zu den größten Verlierern gehörten Telekomwerte und Banken. Bei letzteren macht die Europäische Zentralbank (EZB) Stress. Wie sie am Mittwoch bekannt gab, will sie vor dem Start der europäischen Bankenaufsicht die Bücher von 124 der größten Geldhäuser im Euroraum durchleuchten. Der STOXX Europe 600 Banks, der zunächst den höchsten Wert seit 2011 erreicht hatte, gab daraufhin nach und beendete die Woche mit einem Verlust von 1,3 Prozent. Die Überprüfung soll im November starten und einschließlich Stresstest etwa ein Jahr dauern. EZB-Chef Mario Draghi will mit den Tests das Vertrauen in die Solidität der Banken und in die Qualität ihrer Bilanzen stärken. Es soll Leute gegeben haben, die vor Lachen vom Stuhl gefallen sind. Zu den mit Spannung erwarteten genauen Regeln des Stresstests hielten sich die Währungshüter noch weitgehend bedeckt. Unklar ist ebenfalls, wie mit Banken im Endeffekt umgegangen werden soll, die in der Überprüfung schlecht abschneiden und frisches Geld benötigen. Die schwachen Bankwerte bremsten den EURO STOXX 50, der am Ende nur ein Miniplus von 0,04 Prozent ins Wochenende rettete. [mehr]

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14 / 2019

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