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Märkte im Fokus

Deutschland: Kräftigere Korrektur

Die deutschen Aktienindizes korrigierten in der vergangenen Woche etwas kräftiger. Allgemein schwächere weltweite Aktienmärkte, das erstmals seit September 2008 wieder eingetrübte deutsche GfK-Konsumklima sowie auch nicht immer gut aufgenommene heimische Bilanzen oder Ausblicke (z.B. Merck KGaA, SAP) lösten Gewinnmitnahmen aus. Die Investoren waren verunsichert, fassten am Donnerstag nach Vorlage der besser als erwartet gemeldeten US-BIP-Daten aber neuen Mut. Er währte jedoch nicht lange und vor dem Wochenende regierte wieder Misstrauen den Markt. Der DAX büßte am Ende 5,8% zur Vorwoche ein. Charttechnisch hatte er im Verlauf zwar erneut an den Widerständen von 5.761 Zählern (Zwischenhoch von September 2009) und 5.812 Punkten (Zwischentief von September 2008) gekratzt, fiel dann aber deutlicher zurück. Er verletzte dabei die mittelfristige Aufwärtstrendlinie seit August. Sie wurde bereits Anfang Oktober getestet, konnte aber schnell zurückerobert werden. Denkbar könnten nun zunächst Rückgänge bis in den Bereich von 5.300 Zählern sein. Dort träfe der DAX dann auf gleich drei wichtige Unterstützungen: 38,2%-Fibonacci-Retracement, die untere Aufwärtstrendlinie seit März 2009 sowie die Abwärtstrendlinie aus der Verbindung der Zwischentiefs von März und Juli 2008, sodass im Falle weiterer Abgaben dann dort eine Stabilisierung denkbar ist. [mehr]

Europa: Schwedische Aktien gefragt

Eine andauernde Nervosität sorgte für Verluste bei den europäischen Aktienindizes. Schwache Rohstoffwerte brachten dabei insbesondere die russischen unter Druck. Der RTS in Moskau verlor 7,7%. Dicke Verluste verzeichneten auch der Wiener ATX (-7,4%) und der belgische BEL 20 (-6,1%). Beide wurden unter anderem von der Schwäche der Finanzwerte gebeutelt. [mehr]

USA: Wall Street mit Gewinnmitnahmen

Nach den Gewinnen der Vorwoche hielten sich die Investoren an den US-Aktienmärkten zum Start in die neue Börsenwoche zunächst etwas zurück. Die anstehenden Konjunkturdaten sowie die zweitägige Sitzung der USNotenbank mit der Zinsentscheidung am Mittwoch lösten am Montag und Dienstag leichte Gewinnmitnahmen aus. [mehr]

Deutschland: VW belastet DAX

Das überraschende Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal, auch wenn es sich dabei nur um ein geringes auf niedrigem Niveau handelte, unterfütterte die zuletzt kurstreibenden Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Rezession. Genauso wie die jüngsten BIPDaten aber kein Grund zur Euphorie sind, war auch die Reaktion an den Aktienmärkten eher verhalten. Zwar konnte der DAX am Tag der Vorlage zulegen, zusammen mit den Zuwächsen vom Mittwoch wurde damit aber nur ein Teil der Verluste wettgemacht, die es zu Beginn der Woche, vor allem am Dienstag, gab. Zudem gab es am Freitag aufgrund schwacher US-Konjunkturdaten erneut Verluste, sodass sich das Minus zur Vorwoche auf 2,8% summierte. Der DAX gönnte sich damit nach vier Wochen in Folge mit Gewinnen eine Pause. Zulegen konnten dagegen die Indizes aus der zweiten und dritten Reihe, angeführt vom TecDAX (siehe Markt im Fokus). Den DAX belastete vor allem der kräftige Kurseinbruch bei Volkswagen (-23%). Der Autobauer einigte sich mit Porsche nach monatelangem Machtkampf auf eine Fusion im Jahr 2011 und will sich noch 2009 mit 42% an der Porsche AG beteiligen. Das dazu nötige Geld will man sich mit einer Kapitalerhöhung beschaffen. Technisch betrachtet schloss der DAX nahe der Unterstützung bei 5.300 Punkten, dessen nachhaltiger Bruch für eine größere Korrektur sprechen würde. [mehr]

Europa: Größere Korrektur im Anmarsch?

Einige europäische Aktienindizes legten in der vergangenen Woche eine kleine Verschnaufpause ein. Zu den größten Verlierern gehörten dabei der russische RTS mit -4,9% und der DAX (-2,8%). Der EURO STOXX 50 gab zur Vorwoche um 1,4% nach. Selbst überraschend gute BIP-Daten aus einigen Ländern der Eurozone, wie Deutschland oder Frankreich, und die ebenfalls überraschende Einschätzung der EZB, die nun damit rechnet, dass die europäische Wirtschaft früher als erwartet zum Wachstum zurückfindet, konnten nicht nachhaltig für Anschlusskäufe sorgen. Stattdessen nahmen die Investoren die mäßigen US-Konjunkturdaten vor dem Wochenende zum Anlass, um Gewinne mitzunehmen. Mit Blick auf die europäischen Branchen zeigten sich vor allem die Sektorindizes Auto, Basic Resources und Chemie am schwächsten, während Bauwerte und Versorger gefragt waren. Charttechnisch betrachtet hat der EURO STOXX 50 seine in der Vorwoche überwundene Aufwärtstrendlinie wieder knapp unterschritten. Die dabei gebildete Wochenkerze mit relativ kleinem Körper und relativ langem oberen Docht und unteren Schatten, deutet zudem auf Unentschlossenheit sowie ein stärkeres Ringen zwischen Bullen und Bären hin. Eventuell ist dies der Nährboden für eine etwas größere Korrektur, was umso mehr gelten könnte, wenn man bedenkt, dass August und September doch traditionell eher schwächere Börsenmonate sind. [mehr]

USA: S&P 500 über 1.000 Punkte

An der Wall Street begann die vergangene Woche mit Zuwächsen. Der S&P 500 konnte dabei zum ersten Mal seit Anfang November 2008 über der Marke von 1.000 Punkten schließen. Für gute Stimmung sorgten die Konjunkturdaten. Zum einen legte der ISMIndex für das verarbeitende Gewerbe (Juli) zum Vormonat von 44,8 auf 48,9 Punkte zu, womit die Schwelle von 50 Zählern näher rückte, ab der eine Expansion signalisiert wird. Zudem gab es bei den Bauausgaben für Juni einen unerwarteten Anstieg. [mehr]

Deutschland: DAX mit neuem Jahreshoch

An den deutschen Aktienmärkten gab es in der vergangenen Woche viele Bilanzen zu verarbeiten. Neben positiv aufgenommenen, wie von Linde, adidas, Henkel oder der Hannover Rück, konnte jedoch nicht alle überzeugen, wie die Beispiele METRO und Deutsche Börse zeigen. Daneben wurden einige gute Zahlen zum Anlass für Gewinnmitnahmen genommen, wie bei Fresenius oder deren Tochter Fresenius Medical Care. Ansonsten waren auf dem Frankfurter Parkett neben den heimischen Konjunkturfakten, die neben positiven Überraschungen (Auftragseingänge, Exporte) auch weniger gute (Einzelhandelsumsatz, Produktion) offenbarten, die Daten aus den USA Gesprächsthema. Im Fall des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe am Montag konnten sie noch stützen, während am Mittwoch der schwächer als erwartet gemeldete ISM-Index Dienstleistungen einen, aufgrund der zuletzt überhitzten Marktlage, willkommenen Grund für eine kleine Korrektur bot. Die Investoren hielten sich ferner vor dem am Freitag anstehenden wichtigen US-Arbeitsmarktbericht zurück, der jedoch besser ausfiel als erwartet und daher für dicke Pluszeichen vor dem Wochenende und somit beim DAX für einen Aufschlag zur Vorwoche von 2,4% sorgte. Technisch betrachtet löste dieser am Freitag die kleine im Wochenverlauf gebildete Konsolidierungsformation nach oben auf, was kurzfristig für weiter steigende Kurse sprechen könnte. [mehr]

Europa: EZB: „abnehmendes Abwärtstempo“

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen unverändert bei 1,00% belassen, was genauso wenig überraschte wie das Signal konstanter Zinsen in den nächsten Monaten. Mit Blick auf die Konjunktur zeigte sich EZB-Chef Jean-Claude Trichet allerdings etwas zuversichtlicher als nach der letzten Notenbanksitzung im Juli und sprach von einem eindeutig abnehmenden konjunkturellen Abwärtstempo, wenngleich die Wirtschaft im laufenden Jahr schwach bleiben dürfte. Eine graduelle Erholung mit positiven Wachstumsraten auf Quartalssicht erwartet die EZB im nächsten Jahr, ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen. In den vergangenen Monaten hatte der EZB-Präsident hingegen regelmäßig von Mitte 2010 gesprochen. Dies nährt Spekulationen, dass die EZB bereits Anfang 2010 mit Zuwächsen rechnet. Der EURO STOXX 50 legte am Ende um 2,6% zu und könnte sich nun am Widerstand bei 2.750 Punkten versuchen. Ebenfalls unverändert ließen die britischen Währungshüter das Leitzinsniveau. Die Bank of England stockte aber ihr Programm zum Ankauf von Staats- und Firmenanleihen wegen der anhaltenden Rezession und dem nach wie vor begrenzten Kreditangebot seitens der Geschäftsbanken überraschend kräftig auf. Der FTSE 100 ging mit einem Wochenplus von 6,7% ins Wochenende und konnte damit wie fast alle europäischen Länderindizes auch jüngst Aufschläge verbuchen. [mehr]

USA: S&P 500: 1000er Marke rückt näher

Nach den kräftigen Zuwächsen in den vorangegangenen beiden Wochen ging es an den US-Börsen jüngst etwas gemächlicher zu. Der Dow Jones setzte sich dabei von dem in der Vorwoche knapp überwundenen bisherigen Jahreshochs etwas deutlicher nach oben ab. Beim S&P 500 rückte die 1.000er-Marke ins Visier, die noch knapp verfehlt wurde. [mehr]

Deutschland: DAX springt über 5.300 Punkte

Dem erneut aufgehellten ifo Geschäftsklima am Freitag der Vorwoche folgte zu Beginn der neuen Woche ein weiterer positiver Frühindikator. Das GfK-Konsumklima zeigte trotz Krise erneut eine Stimmungsaufhellung, was gut bei den Investoren ankam. Daneben standen vergangene Woche jede Menge Bilanzen auf dem Programm, die allerdings nicht immer überzeugen konnten. Charttechnisch betrachtet haderte der DAX lange Zeit mit der Marke von 5.300 Punkten, die nach etlichen vergeblichen Anläufen von Montag bis Mittwoch erst am Donnerstag dank positiver US-Vorgaben auch per Schlusskurs geknackt werden konnte. Der Index hatte dabei auch das 38,2%-Fibonacci- Retracement der langfristigen Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch von Juli 2007 bei 5.332 Punkten überwunden und testete die Widerstände bei 5.365 Punkten (Zwischentief von Juli 2006) und 5.384 Zählern (Zwischenhoch von Oktober 2008). Für einen Sprung über die beiden Letzteren reichte die Kraft jedoch noch nicht. Am Freitag folgten dann leichte Gewinnmitnahmen, der DAX verbesserte sich zur Vorwoche dennoch um 2,1%. Gelingt ihm nun Sprung über 5.384 Punkte, ist eine dynamische Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung denkbar, die den Leitindex schnell bis in den Bereich von 5.870 Zählern (50%-Retracement) führen könnte. Ein Bruch der Unterstützung bei 5.178 Punkten würde das bullishe Szenario indes negieren. [mehr]

Europa: EURO STOXX 50 neues Jahreshoch

Auch in der vergangenen Woche verbuchten die europäischen Aktienmärkte überwiegend Zuwächse. Der EURO STOXX 50 legte um 2,4% zu. Er versuchte sich erneut an dem Hoch zu Jahresbeginn bei 2.608 Zählern und konnte es nun auch per Wochenschluss überwinden. Damit könnten nun die nächsten Hürden bei 2.755 Punkten (Zwischenhoch von November 2008) und 2.838 Zählern (38,2%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung seit Juni 2007) ins Visier rücken. Im Blickpunkt der Investoren stand in der vergangenen Woche die Zahlenflut. Per Saldo überwogen die meist positiv aufgenommenen Bilanzen und Ausblicke wie von BBVA, France Telecom und L’Oréal. Es überzeugten aber längst nicht alle, wie die Beispiele Deutsche Bank, BASF und ArcelorMittal zeigten. Bezüglich der konjunkturellen Verfassung gab es bei den Frühindikatoren der Eurozone positive Nachrichten. Zum einen hellte sich die Wirtschaftsstimmung im Juli zum Vormonat stärker als erwartet auf und kletterte auf den höchsten Stand seit acht Monaten. Zudem hat sich das Geschäftsklima im Juli im Vergleich zum Vormonat weiter gebessert, wenngleich das Niveau laut EU-Kommission nach wie vor niedrig ist. Dies deutet den Angaben zufolge darauf hin, dass die Industrieproduktion im Juni weiterhin unter dem Vorjahresniveau gelegen hat und für Juli eine weiterhin gedämpfte Entwicklung zu erwarten ist. [mehr]

USA: Dow Jones bleibt unter 10.000

Viele Bilanzen, Konjunkturdaten und die Frage, ob der Dow Jones es schafft, sich über der Marke von 10.000 Punkten zu etablieren, waren die Themen an der Wall Street. Gestartet war man mit deutlichen Kursgewinnen, und der Dow Jones kletterte wieder über die runde Marke. Es herrschte Optimismus vor den anstehenden Bilanzen, was den bekannt gewordenen wohl größten Insiderhandel-Skandal eines Hedgefonds in der Geschichte der Wall Street in den Schatten stellte. [mehr]

Deutschland: DAX scheitert erneut an 5.870

Die deutschen Aktienindizes zeigten wie in der Vorwoche auch dieses Mal eine zähe Entwicklung. Immer wieder wurde die Aufwärtstendenz von Pausen unterbrochen. Offenbar scheinen die Investoren angesichts der inzwischen erreichten Notierungen nervöser zu sein. Ein Punkt, der bedenklich stimmt, geschieht dies doch an wichtigen Widerständen. Beispiel DAX: Er versuchte sich auch jüngst an dem 50%-Retracement der langfristigen Abwärtsbewegung seit Juli 2007 bei 5.870 Punkten, an dem er in der Vorwoche nach unten abgeprallt war. Gleich am Montag ging es dank überraschend starker Quartalszahlen von Daimler in Richtung dieser für die weitere Entwicklung wohl entscheidenden Marke. Am Dienstag kletterte er dann sogar kurz darüber und markierte ein neues Jahreshoch 2009, bevor schwächere US-Börsen ihn wieder sinken und darunter fallen ließen. Nach einer uneinheitlichen Tendenz zur Wochenmitte mit leichten Gewinnen gab es am Donnerstag erneut Verluste. Die Schwäche von der Wall Street am Vorabend belastete. Der DAX fiel dabei sogar unter die Unterstützung von 5.761 Punkten, lag am Handelsende aber knapp darüber. Am Freitag rutschte er dann nach anfänglichen Gewinnen und trotz eines im Oktober weiter aufgehellten ifo Geschäftsklimas ins Minus. Am Ende notierte er nahezu unverändert zur Vorwoche und ging auch diesmal knapp unter 5.761 Zählern ins Wochenende. [mehr]

Europa: Großbritannien bleibt in Rezession

Dank freundlicher US-Vorgaben starteten die meisten europäischen Aktienindizes zwar sehr fest in die Woche, im Verlauf ließ die Aufwärtsdynamik jedoch oft wieder nach. Einige Kursbarometer rutschten zur Vorwoche auch ins Minus. Deutlicher zulegen konnten indes die polnischen und russischen Aktien. Relativ fest zeigte sich ferner der FTSE 100, der am Freitag, trotz eher mäßiger Konjunkturdaten, zulegte und damit seine Performance zur Vorwoche aufbesserte und um 1% stieg. Die Investoren steckten damit die Enttäuschung, dass die Wirtschaft Großbritanniens auch im dritten Quartal überraschend schrumpfte, gut weg. Das BIP verringerte sich zum Vorquartal um 0,4% und zeigte damit das sechste Quartal hintereinander eine Kontraktion, was damit der historisch längsten Rezession entspricht. Im Vorfeld hatte Volkswirte ein kleines Plus erwartet. Etwas besser sahen die Konjunkturdaten am Freitag für die Eurozone aus. Dort hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Oktober den siebten Monat in Folge aufgehellt und kletterte auf den höchsten Stand seit 22 Monaten. Trotzdem gab der EURO STOXX 50 zur Vorwoche um 0,3% nach. Neben den Konjunkturdaten standen in Europa vor allem die Bilanzen im Fokus, die gemischt aufgenommen wurden. Beim Blick auf die Branchen führten diese Woche die Nahrungs- und Getränkemittelhersteller die Gewinnerliste an. [mehr]

USA: US-Indizes mit neuen Jahreshochs

Die US-Indizes konnten sich nach einem deutlicheren Rücksetzer am Montag, der ihnen die stärksten Verluste seit sieben Wochen bescherte, schnell wieder fangen. Hatte zum Wochenauftakt die zurückgekehrte Skepsis hinsichtlich einer vorzeitigen Erholung der Weltwirtschaft noch für Abgabedruck gesorgt, nutzten offenbar viele Investoren die niedrigen Kurse, um einzusteigen. [mehr]

Deutschland: Nach schwachem Start im Plus

Obwohl sehr schwach begonnen und damit an die Verluste vom vergangenen Freitag angeknüpft, erholten sich die deutschen Aktienindizes im Wochenverlauf. Am Ende reichte es sogar für Zuwächse zur Vorwoche. Die dicksten verbuchte der SDAX mit 3%. Der DAX verbesserte sich um 2,9%. Er präsentierte sich dabei gleich am Dienstag wieder mit Gewinnen. Gestützt wurde er vom ZEW-Index, der im August die beste Stimmung seit mehr als drei Jahren offenbarte. Auftrieb verliehen nach Einschätzung des ZEW die positiven Zahlen zum Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal. Zur Wochenmitte sorgten dann der anhaltende Kurseinbruch der VW-Aktien sowie schwache Vorgaben aus Asien zunächst für weitere Abgaben. Der DAX testete dabei wie am Montag erneut seine Unterstützung von 5.178 Punkten und fiel auch bis zum Zwischentief von Anfang August bei 5.159 Zählern zurück. Davon prallte er jedoch wieder nach oben ab. Gestützt von den weltweit wieder freundlicheren Börsen gelang dem deutschen Leitindex am Donnerstag auch der Sprung zurück über die Marke von 5.300 Punkten. Vor dem Wochenende legte er dann noch einmal mit 2,9% Plus kräftig nach, kletterte dabei über die nächste Hürde bei 5.384 Punkten und lief bis knapp unter das bisherige Jahreshoch von 5.481 Zählern. Ein Sprung darüber könnte nun für weitere Zuwächse sprechen. [mehr]

Europa: Polnische Aktien besonders gefragt

Nach einem durchweg schwachen Wochenauftakt, der den meisten europäischen Aktienindizes Verluste bescherte, konnten sie sich jedoch schnell wieder fangen. Viele schafften auf Wochensicht sogar den Sprung in die Pluszone, einige glänzten mit einer recht stattlichen Performance. Deutlichere Gewinne zur Vorwoche verbuchten die polnischen Kursbarometer, denn polnische Aktien sind besonders gefragt. [mehr]

USA: Verluste trotz ermutigender Daten

An der Wall Street hatten die Investoren jede Menge Konjunkturdaten zu verarbeiten. Sie schauten jedoch auch nach Übersee. Vor allem deutliche Verluste an den chinesischen Aktienmärkten schmälerten die Hoffnung, dass China zur weltweiten Konjunkturlokomotive wird und damit auch die US-Wirtschaft anschiebt, was den US-Indizes vor allem am Dienstag größere Verluste bescherte. [mehr]

Deutschland: Größere Korrektur?

Gewinnmitnahmen, ausgelöst durch den kräftigen Einbruch an den chinesischen Börsen,sowie einer schwächelnden Wall Street sorgten für sinkende Kurse an den deutschen Aktienmärkten zum Wochenauftakt. Vor allem am Dienstag ging es deutlicher abwärts, was nach den Zuwächsen im August für einen mäßigen Start in den September sorgte, der als einer der schwächsten Börsenmonate gilt. Das Geschäft in der ersten Septemberwoche war aber weiterhin recht dünn. Am Ende gab der DAX zur Vorwoche um 2,7% nach und fiel wieder unter die in der Vorwoche geknackte 5.500er-Marke. Er konnte sich jedoch von seinen im Wochenverlauf verbuchten größeren Verlusten, wobei auch die wichtige Unterstützung bei 5.300 Zählern zwischenzeitlich unterschritten wurde, wieder erholen. Der Index notiert nun aber wieder unter der Abwärtstrendlinie aus der Verbindung der Zwischentiefs von März und Juli 2008. Zudem hat sich im Kerzenchart auf Wochenbasis ein potenzielles Trendwendemuster („Evening Star“), wenn auch nicht ganz idealtypisch, ausgebildet, was zur Vorsicht mahnt, könnten nun doch die Bären wieder Oberwasser gewinnen und zumindest für eine größere Korrektur sorgen. Das technische Warnsignal könnte sich, wie in den vergangenen Monaten des Öfteren, jedoch als Fehlsignal herausstellen, und so bleibt die Frage, ob die nach wie vor hohe Liquidität weiter stützend wirkt. [mehr]

Europa: Verluste auf breiter Front

An den europäischen Aktienmärkten war jüngst Verschnaufen angesagt, die meisten Länderindizes verbuchten Verluste. Zu den wenigen Ausnahmen gehörten die baltischen Indizes, die ihre Rally aus der Vorwoche, wenn auch mit deutlich weniger Tempo, fortsetzten. Auf der Verliererliste ganz oben standen die polnischen Kursbarometer, wie der WIG 20 (-5,3%). Der EURO STOXX 50 sank um 2,5%. In der Eurozone stand einmal mehr die EZB-Sitzung im Fokus. Veränderte Leitzinsen wurden zwar nicht erwartet, was sich schließlich auch bestätigte, die Investoren waren jedoch gespannt, wie die Notenbank die aktuelle Lage einschätzt. Sie sieht Anzeichen für eine Konjunkturerholung. Laut EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird die wirtschaftliche Entwicklung durch steigende Exporte und die Stimuli der Regierungen gestützt, sodass sich die Wirtschaft stabilisiert und derzeit zu einem graduellen Wachstum übergeht. Er verwies jedoch auf die nach wie vor hohe Unsicherheit und sagte, dass die Erholung holprig verlaufen wird. Daher signalisierte er eine anhaltende Niedrigzinspolitik, betonte aber, dass sich die geldpolitischen Maßnahmen der EZB immer stärker auf die Wirtschaft auswirken und man bei einer nachhaltigen Erholung rechtzeitig reagieren wird, um Geldwertstabilität zu gewährleisten. Für Exit-Strategien ist es seinen Worten zufolge aber noch zu früh. [mehr]

USA: Ruhe vor dem Sturm?

Sommerliche Zurückhaltung prägte jüngst die Entwicklung an den US-Aktienmärkten. Sie markierten zwar neue Jahreshochs 2009, große Aufwärtsdynamik war jedoch nicht zu spüren, was zur Vorsicht mahnt. Zumal auch die Konjunkturdaten, wenngleich viel besser als erwartet, kaum nennenswerte Impulse brachten. Dazu gehörten am Dienstag das Verbrauchervertrauen (Conference Board) und der S&P/Case Shiller Hauspreisindex. [mehr]

Deutschland: Lustlos, aber Gewinne

Die jüngste Entwicklung an den deutschen Aktienmärkten wurde von einigen Marktteilnehmern als relativ lustlos bezeichnet. Es fehlte an nachhaltigen Impulsen, um die in der Vorwoche gestartete Erholung dynamisch fortzusetzen, obwohl es einige positive Nachrichten gab. So hatte sich die Stimmung bei den deutschen Firmen zum fünften Mal in Folge aufgehellt. Das ifo Geschäftsklima August stieg zum Vormonat von 87,4 auf 90,5 Punkte. Dabei hellte sich sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die Erwartungshaltung auf. Nach einem leichten Zuwachs beim BIP im zweiten Quartal rechnen viele Volkswirte nun mit einem deutlicheren Plus im dritten. Unterstützung bekam diese Annahme vom GfK-Konsumklima, das sich erneut und deutlich stärker als erwartet besserte. Damit bleibt der private Konsum derzeit offenbar eine wesentliche Stütze der Konjunktur, wenngleich das Konsumklima im längerfristigen Vergleich weiterhin auf recht niedrigem Niveau liegt. Vor dem Wochenende hatte dann noch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mitgeteilt, im dritten Quartal mit einem beschleunigten Wirtschaftswachstum zu rechnen. Auf Wochensicht konnten die deutschen Indizes, mit Ausnahme des TecDAX, zulegen und markierten neue Jahreshochs. Der DAX stieg um 1%, dessen nächsten Hürden bei 5.813 und 5.870 Zählern auszumachen sind. [mehr]

Europa: Kursfeuerwerk im Baltikum

Die europäischen Aktienmärkte konnten in der vergangenen Woche nahezu komplett Gewinne verbuchen. Zu den besten Performern gehörten viele osteuropäische Märkte. Förmlich nach oben katapultiert wurden die baltischen Indizes. Der OMX Vilnius (Litauen) schoss um 28,2% gen Himmel, der OMX Tallin (Estland) kletterte um 17,3%. Getrieben wurden die beiden sehr kleinen und daher leicht zu größeren Ausschlägen zu bewegenden Kursbarometer vom schwedischen Telekomkonzern TeliaSonera. Dieser will seine Töchter in Estland (AS Eesti Telekom) und Litauen (AB TEO LT) komplett übernehmen und hatte für die jeweils noch ausstehenden 40% ein Angebot mit entsprechenden Preisaufschlägen vorgelegt. Die Papiere beider Unternehmen sind Schwergewichte in ihren jeweiligen Länderindizes was daher große Bewegungen nach sich zog. Gemächlicher ging es indessen beim EURO STOXX 50 zu, der aber immerhin um 2,1% zulegte. Er kletterte dabei über das Zwischenhoch von Anfang November 2008 und näherte sich dem 38,2%-Fibonacci-Retracement der langfristigen Abwärtsbewegung. Mit Blick auf die Konjunktur der Eurozone gab es vor dem Wochenende gute Nachrichten. Zum einen hatte sich das Geschäftsklima im August im Vergleich zum Vormonat weiter aufgehellt, wobei der Anstieg etwas höher ausfiel als erwartet. Zum anderen verbesserte sich die Wirtschaftsstimmung im August stärker als gedacht. [mehr]

USA: Festere Wall Street

Die Ende der Vorwoche gestartete Erholung setzte sich zum Start in die neue Börsenwoche fort. Hatten die US-Börsen am Montag noch feiertagsbedingt geschlossen, stützten am Dienstag festere Rohstofftitel sowie die Erwartung einer fortgesetzten lockeren Geldpolitik. Letzteres dürfte für anhaltende Liquidität sorgen. [mehr]

Deutschland: Neue Jahreshochs

Angeführt vom TecDAX (+6,4%) konnten die deutschen Aktienindizes in der vergangenen Woche kräftig zulegen und verbuchten neue Hochs im bisherigen Jahresverlauf. Der DAX (+4,4%) kletterte dabei über die Marke von 5.600 Punkten und erreichte ein Niveau wie zuletzt Anfang Oktober 2008. Charttechnisch betrachtet erwies sich das im Kerzenchart auf Wochenbasis zuletzt gebildete potenzielle Trendwendemuster („Evening Star“), als Fehlsignal und wurde mit dem jüngsten Aufwärtsimpuls negiert. Mit dem Anstieg wurde zudem das Zwischenhoch von Ende August bei 5.576 Punkten geknackt, was für Anschlusskäufe sprechen könnte, die den Index zunächst bis in den Bereich von 5.800 Zählern führen könnten. Auf der anderen Seite war der jüngste Anstieg recht ordentlich, was eventuell schnell wieder zu Gewinnmitnahmen verleitet. Auf der Unterseite stellt nach wie vor der Bereich um 5.300 Zähler eine wichtige Unterstützung dar. Ein stützender Faktor war in der vergangenen Woche das positive Klima an den weltweiten Märkten. Daneben könnte der große Verfallstag an den Terminbörsen in der nächsten Woche seine Schatten vorausgeworfen und für terminmarktorientierte Transaktionen gesorgt haben. Seitens der Konjunktur wurde für Juli ein erneuter Anstieg zum Vormonat bei den Exporten gemeldet, während die Industrieproduktion auf Monatssicht überraschend gefallen war. [mehr]

Europa: Kräftige Zuwächse

Nach dem Verschnaufen in der Vorwoche starteten die europäischen Aktienmärkte jüngst wieder durch. Die Länderindizes verbuchten teilweise recht stattliche Zuwächse, manchenorts gab es auch neue Jahreshochs. Letzteres galt jedoch nicht für die russischen Indizes, wie dem in Wien ermittelten RTX USD oder dem RTS aus Moskau, auch wenn sie beide zu den größten Gewinnern mit mehr als 12% Plus gehörten. [mehr]

USA: Die 10.000er Marke im Blick

Aller Skepsis zum Trotz scheint dem Dow Jones noch nicht die Puste auszugehen. Die US-Indizes konnten sich nach einem Abschlag am Donnerstag auch in dieser Woche stark behaupten und notieren zum Handelsschluss mit knapp 0,4 Prozent im Plus. Binnen Wochenfrist machte der amerikanische Leitindex rund 190 Punkte gut, steht bei 9.820 und nähert sich jetzt beharrlich den 10.000 Punkten. [mehr]

Deutschland: Aufwärtstrend (noch) ungebrochen

Auch in der zurückliegenden Woche setzte der Markt seine positive Grundstimmung fort, und der DAX konnte um gut zwei Prozent zulegen, was einen Indexstand oberhalb der 5.700er-Marke bedeutet. Weiterhin ist der Aufwärtstrend intakt und eine Umkehr dessen zum momentanen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich. Im Fokus standen, anlässlich der Eröffnung der 63. IAA in Frankfurt, Werte der Automobilbranche. Der VW-Konzern will seine Lkw-Marken in einer Sparte zusammenfassen. Der Markt strafte die Aktie vorläufig mit einem satten Minus von sechs Prozent auf 114 Euro ab. Die Papiere der Konkurrenten BMW und Daimler bewegten sich seitwärts. Aufhorchen ließ diese Woche BASF, die unter anderem von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank profitierte und sich auf 37,50 Euro verteuerte. Gestützt wurde der Gesamtmarkt durch die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten. Diese bleiben, trotz eines verhaltenen Anstiegs des ZEW-Indikators, günstig. Besonders die großen Konzerne im MDAX profitierten von der Hausse und hoben den Index hoch auf ein Niveau um 7.430 Punkte. In den Schatten gestellt wurde diese Performance von dem im TecDAX notierten Unternehmen Q-Cells, dessen Aktie sich zum Freitag um elf Prozent verteuerte. Allerdings sind viele Analysten hinsichtlich ihrer Meinung zu Solaraktien eher neutral bis negativ gestimmt. [mehr]

Europa: Blick über den Rhein

Die Aufwärtsbewegung an den europäischen Börsen scheint momentan kaum zu stoppen. Der EURO STOXX 50 als auch der STOXX 50 markierten in dieser Woche erneut neue Jahreshochs. Viele Händler glauben nicht an ein baldiges Ende der Rally, nachdem sich Konjunkturdaten aus den USA weiter aufhellten. [mehr]

USA: Schwacher Start in den Oktober

Die Performance der US-Indizes im jüngst beendeten dritten Quartal war erneut positiv. Vor allem die Technologiewerte legten zu. Der NASDAQ 100 verbuchte einen Zuwachs von 16,4%. Er konnte damit bereits das dritte Quartal in Folge zulegen. Bei S&P 500 und Dow Jones ging es das zweite Jahresviertel in Folge aufwärts. Ersterer legte um 15% zu und knüpfte damit an das vorherige Plus von 15,2% an. [mehr]

 

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48 / 2022

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