boerse am sonntag - headline

Märkte im Fokus

Europa: EURO STOXX 50 wenig bewegt

EURO STOXX 50

Mit einem Freitag Schlussstand von 3.055 Punkten hatte sich der EURO STOXX 50 am Ende zur Vorwoche kaum bewegt. Wie schon in den vier Wochen verharrte er damit abermals in der Widerstandszone von 3.040 bis 3.077 Punkten. Diesmal testete er dabei sowohl ihre Ober- als auch Unterseite. Weder die Bullen noch die Bären hatten jedoch die Kraft, um den Index nachhaltig darüber respektive darunter zu drücken. Zu Wochenbeginn als positiver Impulsgeber ausgemacht wurden die Aussagen des EZB-Direktoriumsmitglieds Yves Mersch, denen zufolge die Konjunktur der Eurozone das Schlimmste hinter sich hat. Nach der anfänglichen Euphorie kam der Index an den folgenden Tagen jedoch zurück. Das Wochentief wurde am Donnerstag markiert. Ein Auslöser waren die negativen Vorgaben von der Wall Street vom Vorabend, angesichts der wieder wachsenden Annahme einer baldigen Anpassung der US-Geldpolitik. Für Ernüchterung dürfte zudem der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone gesorgt haben. Er gab im November erneut und damit bereits den zweiten Monat hintereinander nach. Belastend wirkte vor allem der kräftige Stimmungsdämpfer in Frankreich, was dessen Status als Sorgenkind unterfütterte. Die flaue Konjunktur dürfte damit zu einer anhaltenden Debatte über weitere geldpolitische Maßnahmen der EZB führen. Jüngst bereits heiß diskutiert wurden negative Einlagenzinsen. [mehr]

USA: Weitere Rekorde

Nach der schwächeren ersten Wochenhälfte erholten sich die US-Indizes. Zur Vorwoche reichte es letztlich sogar für kleine Zuwächse. Zwischenzeitlich für Abgabedruck sorgten wieder einmal die Sorgen vor einer Drosselung der US-Geldpolitik. Vor allem das am Mittwoch vorgelegte Protokoll der Fed-Sitzung im Oktober verstärkte diesbezügliche Befürchtungen. [mehr]

Deutschland: Freundlich

DAX

Der deutschen Aktienindizes verzeichneten in der vergangenen Woche Gewinne. Die Bullen setzten sich damit am Ende wieder durch, nachdem zur Wochenmitte die Bären zumindest etwas die Zähne fletschten. Für den kurzen Heißhunger sorgten wohl die aufkeimenden Spekulationen, dass die US-Notenbank doch schon im Dezember mit ihren geldpolitischen Bremsmaßnahmen starten könnte. Angesichts der relativ hohen Kurse nahmen einige Investoren daher anscheinend Gewinne mit. Der DAX fiel nahezu punktgenau bis zu seinem 20-Tage-EMA. Ein Niveau, auf dem die Bullen dann wieder verstärkt zugriffen. Der Index erholte sich und machte am Donnerstag sogar einen größeren Sprung. Die künftige US-Notenbankchefin Janet Yellen hatte die Sorgen bezüglich der US-Geldpolitik zerstreut. Nachdem der DAX bereits am Montag einen neuen Rekord auf Tagesschlusskursbasis markiert hatte, beendete er den Tag auf einen neuen Spitzenwert. Selbst die vorläufige Schätzung zum Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im dritten Quartal, das mit 0,3 Prozent zum Vorquartal eher dürftig ausfiel, konnte die Kauflaune nicht nachhaltig bremsen. Die Geldpolitik bleibt derzeit einfach das Maß aller Dinge. Am Freitag näherte sich der DAX sogar seinem Allzeithoch von 9.194 Punkten, schaffte es aber nicht ganz. Für einen weiteren Rekord per Tagesschluss reichte es aber. [mehr]

Europa: Flaue Konjunktur

EURO STOXX 50

Jüngst gab es Neues zur konjunkturellen Lage in der Wunschtraumfabrik Eurozone. Deren Verfechter glauben immer noch daran, mit einer gemeinsamen Währung und einer einheitlichen Geldpolitik wirtschaftlich im ganzen Währungsraum auf einen grünen Zweig zu kommen. Davon ist man jedoch meilenweit entfernt. Eurostat hat im dritten Quartal laut erster Schätzung einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,1 Prozent zum Vorquartal ermittelt. Die im zweiten Quartal geweckte Hoffnung auf eine nennenswerte wirtschaftliche Genesung ist damit wohl wieder futsch. Die Wirtschaft kommt einfach nicht in Fahrt. Daran wird sich auch in nächsten Quartalen nichts Grundlegendes ändern. Wünschen und hoffen allein reicht eben nicht. Das nach dem BIP-Plus im zweiten Quartal von 0,3 Prozent ausgerufene Ende der Durststrecke, könnte sogar zu früh erfolgt sein. Ein Rückfall in die Rezession ist nicht ausgeschlossen. Die Massenarbeitslosigkeit in vielen Ländern und andere wirtschaftliche und haushaltspolitische Probleme sind nicht gerade Punkte, die für einen nachhaltigen Aufschwung sprechen. Am Aktienmarkt juckte dies jüngst aber kaum jemand. Der EURO STOXX 50 konnte sich nach seinem Ausflug am Mittwoch an die mittelfristige Aufwärtstrendlinie erholen und legte am Ende zur Vorwoche zu. Er blieb aber in der Widerstandszone 3.040 bis 3.077 Punkte. [mehr]

USA: Taube verleiht Flügel

Eine Taube macht zwar keinen Sommer, aber einen goldenen Herbst. Zumindest am US-Aktienmarkt dieser Tage. Dort setzte sich jüngst die zuletzt steigende Tendenz fort. Dow Jones und US-Aktienindex S&P 500 erreichten neue Rekorde. Man braucht die Bullen nur am geldpolitischen Zucker naschen zu lassen. [mehr]

USA: Wall Street zwitschert sich einen

Wenn es eines weiteren Beweises bedurfte, dass der US-Aktienmarkt aus rein fundamentaler Sicht nach oben übertreibt, ist er mit dem Börsengang von Twitter erbracht. Der Hype um die maßlos überbewertete Zwitscher-Aktie erinnert an die Internetblase um die Jahrtausendwende und zeigt wie viel heiße Luft derzeit in dem von der US-Notenbank aufgepumpten US-Aktienmarkt steckt. [mehr]

Deutschland: EZB treibt DAX zu neuem Rekord

DAX - Stand: 08.11.2013

Die Leitzinssenkung der EZB hatte den DAX am vergangenen Donnerstag auf 9.194 Punkte katapultiert. Er erreichte damit einmal mehr neue Rekorde. Der Höchstwert konnte jedoch nicht verteidigt werden. Stattdessen ging es vom ihm schnell wieder abwärts. Offenbar nutzten einige Akteure das hohe Niveau, um Kasse zu machen. Schließlich war der DAX reichlich überhitzt und die Zeit längst reif für eine Korrektur. Außerdem generierten zu Wochenbeginn technische Indikatoren wie MACD und RSI kurzfristige Verkaufssignale. Großer Abwärtsdruck entwickelte sich in der vergangenen Woche jedoch nicht. Die zwischenzeitlichen Rücksetzer wurden schnell wieder ausgeglichen. Bullen und Bären lieferten sich somit erneut ein kräftiges Tauziehen. Am Ende hatten die Bullen leicht die Nase vorn. Der DAX verbuchte ein Wochenplus von 0,8 Prozent. Im Kerzenchart bildete sich dabei wie in der Vorwoche mit dem Doji auch diesmal ein Muster, das Unentschlossenheit signalisiert. Die Kerze mit dem relativ kleinen Körper und relativ langen oberen und unteren Schatten kann zwar lediglich für eine Phase des Innehaltens stehen, bevor es weiter aufwärts geht. Allerdings kann es auch der Vorbote einer korrektiven Bewegung sein. Ein Vorbote für dieses Szenario könnte die trotz der jüngst steigenden Tendenz beim DAX anziehende implizite Volatilität am Terminmarkt sein. [mehr]

Deutschland: Goldener Oktober

DAX

Am deutschen Aktienmarkt fällt die Bilanz für den in der vergangenen Woche beendeten Oktober positiv aus. Wie schon im September verbuchten die Indizes stattliche Zuwächse. Die größten gab es diesmal beim MDAX mit 6,4 Prozent. Er verzeichnete damit die beste Entwicklung seit Oktober 2011. Der DAX stieg um 5,1 Prozent. Er erreichte damit zwar nicht ganz das Plus aus dem Vormonat von 6,1 Prozent, die Performance kann sich dennoch erneut sehen lassen. Gekrönt wurde der Ausklang des goldenen Oktobers von weiteren Rekorden. Der DAX war am Mittwoch im Handelsverlauf auf 9.070 Punkte geklettert. Am Donnerstag markierte er einen neuen Spitzenwert per Tagesschlusskurs. Und auch der MDAX beendete den Monat auf einem Höchstwert. Zu Beginn des neuen Börsenmonats legte er sogar noch nach und erreichte weitere Rekorde. Erstmals war das Kursbarometer über die Marke von 16.000 Zählern geklettert. Beim DAX gab es vor dem Wochenende indes eine kleine Verschnaufpause. Nachdem es an den Handelstagen zuvor einige Quartalsbilanzen gab, fehlten am Freitag Impulse. Davon gibt es dann in der nächsten Woche sicherlich wieder reichlich, angesichts der anstehenden vielen Zahlenveröffentlichungen. Können sie den DAX weiter beflügeln? Oder ist es nun erst einmal Zeit, um im Bereich der 9.000-Marke zu verschnaufen oder sogar etwas tiefer durchzuatmen? [mehr]

Europa: Finnische Aktien vorn

NASDAQ OMX Helsinki 25

Die Bilanz an den europäischen Aktienmärkten fiel jüngst gemischt aus. Zu den stärksten Gewinnern gehörte der OMX Helsinki 25 mit 2,7 Prozent. Nokia beflügelte - die Quartalszahlen wurden mit kräftig steigenden Kursen honoriert. Mit 2,4 Prozent Zuwachs notierte auch der österreichische ATX fest (siehe Markt im Fokus). Der italienische FTSE MIB erzielte ein Plus von 1,5 Prozent. [mehr]

USA: Korrektur im Anmarsch?

Die US-Notenbank (Fed) hält weiterhin an ihrer sehr lockeren Geldpolitik fest. Nach ihrer zweitägigen Sitzung gab sie am Mittwoch bekannt, keine Abstriche bei ihren monatlichen Wertpapierkäufen zu machen. Stattdessen will sie weiterhin auf mehr Belege für eine Erholung der Wirtschaft warten, bevor sie vorsichtig mit der Drosselung beginnen wird. [mehr]

USA: Zuversicht treibt

Nächste Woche ist es wieder so weit: Der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss der US-Notenbank (Fed) tagt. Die Wall Street ist gespannt, was Fed-Chef Ben Bernanke nach der zweitägigen Sitzung am Mittwoch verkünden wird. Bleibt er bei seinem Plan, noch dieses Jahr mit der Drosselung der Wertpapierkäufe zu beginnen? [mehr]

Deutschland: DAX erstmals über 9.000 Punkte

DAX

Am deutschen Aktienmarkt gab es wieder einiges zu feiern. Steigende Kurse führten zu neuen Rekorden. Wie beim DAX, der am Freitag erstmals die Marke von 9.000 Punkten übersprang. Ins Wochenende ging er mit 8.986 Zählern knapp darunter, was einem Plus zur Vorwoche von 1,4 Prozent entsprach. Getragen wurde die positive Entwicklung jedoch nicht von allen Werten des Leitindex. 18 Gewinnern standen 12 Verlierer gegenüber. Zu den Werten mit Zuwächsen gehörten SAP, Daimler und BASF, die mit ihren Quartalszahlen punkteten. Neue historische Spitzenwerte erreichten in der vergangenen Woche außerdem MDAX und TecDAX, die damit ihre Rekordfahrt fortsetzten. Und auch der SDAX hat nun sein bisheriges Allzeithoch von Juli 2007 überschritten und damit neue Spitzenwerte erreicht. Die freundliche Stimmung hierzulande wurde selbst von dem am Freitag vorgelegten ifo Geschäftsklimaindex nicht getrübt. Nach zuletzt fünf Anstiegen in Folge gab er im Oktober etwas nach. Der Rückgang von 107,7 auf 107,4 Zähler war jedoch relativ gering. In den Chefetagen der befragten Firmen schaute man damit zwar ein wenig zurückhaltender in die Zukunft, an ihrer grundsätzlich guten Laune änderte dies aber kaum etwas. Wie geht es nun weiter am deutschen Aktienmarkt? Die Börsenampeln bleiben auf grün, hieß es jüngst zumeist. Ist das schon Euphorie, die zur Vorsicht mahnt? [mehr]

Europa: Banken bekommen Stress

EURO STOXX 50

An den europäischen Aktienmärkten setzte sich die positive Stimmung der vergangenen Wochen fort. Gefragt waren vor allem Werte aus der Gesundheitsbranche. Der STOXX Europe 600 Healthcare war mit 2,6 Prozent größter Gewinner im Sektorenvergleich. Zu den größten Verlierern gehörten Telekomwerte und Banken. Bei letzteren macht die Europäische Zentralbank (EZB) Stress. Wie sie am Mittwoch bekannt gab, will sie vor dem Start der europäischen Bankenaufsicht die Bücher von 124 der größten Geldhäuser im Euroraum durchleuchten. Der STOXX Europe 600 Banks, der zunächst den höchsten Wert seit 2011 erreicht hatte, gab daraufhin nach und beendete die Woche mit einem Verlust von 1,3 Prozent. Die Überprüfung soll im November starten und einschließlich Stresstest etwa ein Jahr dauern. EZB-Chef Mario Draghi will mit den Tests das Vertrauen in die Solidität der Banken und in die Qualität ihrer Bilanzen stärken. Es soll Leute gegeben haben, die vor Lachen vom Stuhl gefallen sind. Zu den mit Spannung erwarteten genauen Regeln des Stresstests hielten sich die Währungshüter noch weitgehend bedeckt. Unklar ist ebenfalls, wie mit Banken im Endeffekt umgegangen werden soll, die in der Überprüfung schlecht abschneiden und frisches Geld benötigen. Die schwachen Bankwerte bremsten den EURO STOXX 50, der am Ende nur ein Miniplus von 0,04 Prozent ins Wochenende rettete. [mehr]

Deutschland: Fest mit neuen Rekorden

DAX

Einen Rekord per Tagesschluss hatte der DAX am Freitag der Vorwoche bereits erzielt. Nun galt es nachzulegen und den am 19. September im Handelsverlauf markierten Höchstwert bei 8.770 Punkten zu knacken. Die Mission wurde erfüllt. Am Montag noch zögerlich, wurde das bis dato gültige Allzeithoch am Dienstag übersprungen. Für Kauflaune sorgte der sich abzeichnende Kompromiss im US-Budgetstreit. Die Annahme verfestigte sich am Mittwoch, was dem Leitindex zu weiteren Rekorden beflügelte. Die tatsächlich erzielte Einigung führte am Donnerstag aber erst einmal zu Gewinnmitnahmen. Kurzes Verschnaufen war angesagt, bevor der DAX am Freitag wieder zulegte, wenngleich bei gedämpfter Aufwärtsdynamik. Es bildete sich ein Hanging Man und die Kerze ist wie die des Vortages zumindest ein kleines Indiz dafür, dass die Bullen etwas zu schwächeln beginnen. Mit 8.865 Zählern ging der DAX jedoch auf Allzeithoch ins Wochenende. Das Plus zur Vorwoche lag bei 1,6 Prozent. Nachdem der US-Haushaltsstreit vorerst vom Tisch ist, dürften nächste Woche die Firmen in den Fokus rücken. Auch hierzulande nimmt die Berichtssaison Fahrt auf. Zudem wird am Freitag der ifo Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Können die neuen Fakten für anhaltend gute Stimmung sorgen? Oder gibt es Gewinnmitnahmen? Letztere könnten erst einmal bis zur jüngst gerissenen Lücke führen. [mehr]

Europa: Telekomwerte ganz vorn

EURO STOXX 50

An den europäischen Aktienmärkten gab es in der vergangenen Woche fast nur Gewinne. Die größten verzeichneten die Leitindizes der Krisenländer Griechenland und Spanien. Ihr anhaltender wirtschaftlicher Niedergang spielt keine Rolle. Gleiches gilt für die dort nach wie vor prekäre Lage der Staatsfinanzen. Es reichen offenbar Hoffnung auf Besserung und der Glaube an die vollmundigen Versprechen. Wie die jüngsten, der spanischen Regierung. Sie hatte der EU-Kommission ihre aktualisierten Haushaltspläne vorgelegt. Demnach sollen die Regionen des Euro-Krisenlandes durch Einsparungen und höhere Steuereinnahmen ihre Haushaltslücken verkleinern. Das Land will damit die mit der EU vereinbarten Ziele erreichen. Sie sehen vor, dass das Haushaltsdefizit 2016 wieder unter der zulässigen Obergrenze von 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) rutscht. Der EURO STOXX 50 stieg jüngst um 2 Prozent. Erstmals seit Mai 2011 war er über die Marke von 3.000 Punkten geklettert. Er hat nun die massive Widerstandszone von 3.030 bis 3.077 Zählern erreicht. Jetzt gilt es sie zu überwinden. Die Hürde könnte sich aber als hartnäckig erweisen. Entsprechend bullish wäre ein nachhaltiger Sprung darüber. Im Branchenvergleich jüngst Spitze waren die Telekomwerte. Der STOXX Europe 600 Telecommunications kletterte über seine Hürde bei 290 Punkten und generierte damit ein Kaufsignal. [mehr]

USA: Neue Spitzenwerte beim S&P 500

Hurra! Die Amis haben es geschafft! Wieder einmal konnten sie in letzter Minute einen drohenden Staatsbankrott abwenden. Damit hat die Show um Haushalt und Schuldenobergrenze wieder einmal ein Happy End. Gepriesen sind die Akteure! Sie haben nun Zeit, sich weiterhin verbal die Köpfe einzuschlagen. [mehr]

USA: Hoffnung auf Einigung

Börse kann so einfach sein. Es bedarf nur des Strohhalmes Hoffnung, und schon gehen die Kurse durch die Decke. In der vergangenen Handelswoche war die Stimmung zunächst jedoch gedrückt: aufgrund des anhaltenden und dabei festgefahrenen Eiertanzes um Budget und Schuldenlimit. [mehr]

Deutschland: DAX mit Rekord

DAX

Der weiterhin ausgefochtene Haushaltsstreit in den USA sorgte auch am deutschen Aktienmarkt für reichlich Bewegung. Die Akteure schwankten zwischen den Sorgen über die negativen Auswirkungen einer ausbleibenden Einigung und der Hoffnung, dass eine solche doch noch gelingt. Es überwogen schließlich Letztere, was den hiesigen Leitindizes vor allem am Donnerstag deutliche Gewinne bescherte. Am Freitag fielen die Zuwächse zwar weitaus weniger üppig aus, hinsichtlich des US-Haushaltspokers ging man jedoch anscheinend mit Zuversicht ins Wochenende. Damit peppten die Indizes ihre Bilanz zur Vorwoche weiter auf. Meist gab es Gewinne. Lediglich der TecDAX verzeichnete einen Verlust von 0,6 Prozent. Der DAX glänzte indes mit einem Plus von 1,2 Prozent. Er schaffte am Freitag mit 8.725 Punkten sogar einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis. Nun fehlt nicht mehr viel bis zum Allzeithoch, das am 19. September im Handelsverlauf bei 8.770 Punkten markiert wurde. Anhaltende Hoffnung auf einen Durchbruch im US-Budgetstreit oder gar ein solcher könnten ihn schnell egalisieren. Aus charttechnischer Sicht hat die zuletzt auszumachende Konsolidierung des Leitindex tatsächlich Halt gefunden bei der Unterstützung von 8.558 Punkten sowie der nun geschlossenen Lücke, die im September durch den dynamischen Sprung über diese einstige Hürde gerissen wurde. [mehr]

Europa: Überwiegend mit Zuwächsen

EURO STOXX 50

Schwach der Beginn - doch die Bilanz der meisten europäischen Aktienmärkte fiel am Ende positiv aus. Auch hier war der US-Budgetstreit im Fokus, und man richtete sich nach den diesbezüglichen Entwicklungen. Der EURO STOXX 50 machte daher ebenfalls am Donnerstag einen kräftigen Satz nach oben. Das Wochenplus: 1,6 Prozent. Er überwand damit das Zwischenhoch von September. Die seinerzeit begonnene Konsolidierung wurde damit trendkonform nach oben aufgelöst, was aus charttechnischer Sicht zumindest kurzfristig für weitere Zuwächse spricht. Im Vergleich dazu noch kräftiger stiegen die Indizes aus den Krisenländern Griechenland, Italien, Spanien und Portugal. Selbst sehr schwache Daten zur Industrieproduktion im August konnten die Kauflaune nicht trüben. Die italienischen Industriebetriebe verzeichneten einen Rückgang zum Vormonat von 0,3 Prozent. Prognostiziert worden war ein Plus. In Spanien beschleunigte sich die Talfahrt. Nach einem Minus von 1,2 Prozent im Juli folgte ein Rückgang von zwei Prozent. Einen Lichtblick lieferte indes Deutschland mit einem Zuwachs im Monatsvergleich von 1,4 Prozent. Hier half der starke Produktionsanstieg in der Autoindustrie. Apropos Auto: Der europäische Branchenindex STOXX Europe 600 STOXX Europe 600 Auto & Parts gehörte jüngst zu den größten Gewinnern im Sektorenvergleich. Er musste sich nur den Banken geschlagen geben. [mehr]

Deutschland: DAX testet Unterstützung

DAX

Am vergangenen Montag, dem letzten Handelstag im September, verlor der DAX zwar 0,8 Prozent, dies schmälerte die positive Monatsbilanz aber nur etwas. Der Leitindex erzielte mit 6,1 Prozent das größte Monatsplus seit Februar 2012. Er trotzte damit sogar der statistischen üblichen Schwäche und verzeichnete den besten September seit 1988. Aufgrund dieser positiven Entwicklung und den zwischenzeitlich erreichten Rekorden muss man sich daher schon fragen, ob das meiste Pulver für die häufige und auch 2013 bei vielen Marktbeobachtern als gesetzt zu scheinende Jahresenderally bereits verschossen ist? Allerdings wäre es auch nicht verwunderlich, wenn die Kurse weiter durch die Decke gehen. Schließlich ist ja gerade verrückte Börsenwelt, angesichts der Manipulationen durch die Notenbanken. Der Start in den Oktober fiel beim DAX jedoch erst einmal verhalten aus. Am ersten Handelstag legte er zwar kräftig zu, die Kauflaune ebbte jedoch schnell ab. Dank der Zuwächse am Freitag, wobei der DAX den freundlichen US-Börsen folgte, wurde der Verlust zur Vorwoche jedoch auf 0,5 Prozent eingedämmt. Charttechnisch interessant ist, dass der DAX jüngst seine Unterstützung von 8.558 Punkten testete und erst einmal erfolgreich verteidigte. Hier könnte die aktuelle Konsolidierung Halt finden. Ein nachhaltiger Bruch spräche indes für eine fortgesetzte Korrektur. [mehr]

Europa: Italienische Woche

Euro STOXX 50

Gleich mehrere Italiener sorgten jüngst für Gesprächsstoff an den europäischen Aktienmärkten. Zunächst stand Silvio Berlusconi mit seinem Versuch die Regierung in Rom zu stürzen im Fokus, was die Kauflaune zum Wochenauftakt trübte. Eine Regierungskrise konnte jedoch erst einmal verhindert werden (siehe Markt im Fokus). Das ohnehin üppige Sorgenkind Italien, wurde damit nicht noch dicker. Es erholten sich daher nicht nur die Aktienkurse in Italien, sondern auch in der Eurozone. Während der italienische Leitindex FTSE MIB einen satten Wochengewinn von 3,7 Prozent verzeichnete und damit die Gewinnerliste in Europa anführte, fiel die Bilanz beim EURO STOXX 50 weitaus magerer aus. Selbst die vollmundigen Versprechen eines anderen Italieners, konnten die Investoren nicht locken. Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte nach der jüngsten Ratssitzung bekräftigt, sich alle gelpolitischen Optionen offen zu lassen. Der Leitzins wird also für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen niedrigen Niveau bleiben - könnte sogar noch weiter gesenkt werden. Außerdem sei die EZB grundsätzlich zu neuen Notkrediten für Europas Banken bereit. Dank der festen Tendenz am Freitag, ungeachtet der Unsicherheiten wegen der massiven politischen Querelen in den USA, schaffte der EURO STOXX 50 aber immerhin doch noch ein Wochenplus von 0,3 Prozent. [mehr]

USA: Tamtam lässt Wall Street kalt

In der nächsten Woche startet offiziell die Berichtssaison für das dritte Quartal. Zumindest die Firmen können liefern. Bei offiziellen Konjunkturdaten sieht dies ganz anders aus. Nachdem sich in der Nacht zum Dienstag Demokraten und Republikaner im Kongress nicht auf einen Übergangshaushalt für das am 1. Oktober begonnene Fiskaljahr einigen konnten, liegt die Verwaltung der USA lahm. [mehr]

USA: Geldpolitik und Budgetstreit

Seitens der US-Konjunkturdaten gab es in der vergangenen Woche nichts, das zu größeren Impulsen am US-Aktienmarkt führte. Also konzentrierte sich die Wallstreet auf den üblichen Verdächtigen und rätselte abermals, wie es wohl in Sachen US-Geldpolitik weitergeht. [mehr]

Deutschland: Wahl wird verdaut

DAX

Die am deutschen Aktienmarkt in den voran gegangenen drei Wochen auszumachende kräftige Aufwärtsdynamik löste sich an den vergangenen Handelstagen erst einmal in Luft auf. Zumindest bei den meisten deutschen Indizes. Lediglich der TecDAX stieg mit 1,9 Prozent kräftig. Beim MDAX reichte es am Ende für einen Zuwachs von 0,4 Prozent. Der SDAX legte 0,2 Prozent zu. Und was machte der DAX? Er verlor ebenfalls 0,2 Prozent. Der nur minimal gestiegene ifo-Geschäftsklimaindex zog nicht. Abgesehen von den schwächeren Vorgaben von der Wall Street scheint man stattdessen das Wahlergebnis der Bundestagswahl verdaut zu haben. Die CDU/CSU ging zwar als Sieger hervor, es reichte jedoch nicht für die absolute Mehrheit. Folglich wird ein Koalitionspartner benötigt, was den anfänglichen Jubel von Wahlsiegerin Angela Merkel schnell in Ernüchterung umschlagen ließ. Denn die potenziellen Kandidaten SPD und Grüne zierten sich erst einmal. Der Preis dürfte hoch sein, einen davon ins Boot zu bekommen. Und plötzlich ist sie wieder da, die Diskussionen um höhere Steuern, die die CDU/CSU im Wahlkampf noch kategorisch ausgeschlossen hat. Die Bildung einer neuen Regierung bleibt somit spannend und dürfte auch von den Akteuren am deutschen Aktienmarkt mit Argusaugen beobachtet werden. Nicht zuletzt weil auch das Gespenst einer Rot-Rot-Grünen Koalition herumspukt. [mehr]

Europa: Ruhig und gemischt

EURO STOXX 50

Die Entwicklung an den europäischen Aktienmärkten war jüngst relativ ruhig bei gemischter Tendenz. Es fehlte an Impulsen für eine klare Richtung auf breiter Front. Der EURO STOXX 50 verlor am Ende 0,3 Prozent. Nach drei Wochen infolge mit satten Zuwächsen machte er damit erst einmal eine kleine Pause. Gleich am Montag gab das Kursbarometer deutlicher nach. Selbst die veröffentlichten Markit-Einkaufsmanagerindizes, die an den Finanzmärkten stark beachtet werden, halfen nicht. Laut vorläufigen Daten hat sich der Gesamtindex im September zum Vormonat von 51,5 auf 52,1 Punkte verbessert, was für einen anhaltenden Erholungskurs der Wirtschaft in der Eurozone spricht. Neue Daten auch aus Frankreich. Die französische Statistikbehörde meldete für das zweite Quartal einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zum Vorquartal von 0,5 Prozent. Zudem wurde das Minus im Jahresviertel davor von 0,2 auf 0,1 Prozent nach unten revidiert. Diese Entwicklung ist jedoch allenfalls ein kleiner Lichtblick zu werten, den es nun zu bestätigen gilt. Kein leichtes Unterfangen, angesichts der nach wie vor vorhandenden großen Probleme. Dazu gehören die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit trotz der jüngst gemeldeten offiziellen leichten Verbesserung in der Statistik sowie die desolate Lage des Staatshaushalts mit hohem Defizit und Rekordschulden. [mehr]

Deutschland: DAX mit neuen Rekorden

DAX - Stand: 20.09.2013

Die Bullenherde galoppiert munter weiter. Diesmal gab es nicht nur neue Rekorde bei MDAX und SDAX, sondern auch beim DAX. Er zeigte zudem die größte Aufwärtsdynamik. Gleich am Montag preschte er vor und machte einen Satz über das Allzeithoch von Mai bei 8.558 Zählern. Gab es einen handfesten fundamentalen Grund? Nein. Stattdessen war die zurückgezogene Kandidatur von Larry Summers für den Chefposten der US-Notenbank Rechtfertigung genug, den Leitindex in noch nie da gewesene Höhen zu hieven. Nach dem ersten Sprung war jedoch erst einmal abwartendes Verschnaufen angesagt. Schließlich tagte am Mittwoch die US-Notenbank. Sie hielt an ihrer geldpolitischen Strategie fest. Es wird also immer noch nicht gedrosselt. Für die Bullen ein weiter Klaps, der den DAX am Donnerstag aus dem Stand auf 8.770 Punkte springen ließ, was nun aktueller Rekord ist. Dieses Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden. Nach der ersten euphorischen Reaktion ließ die Kauflaune nach. Der DAX beendete die Woche bei 8.676 Zählern, was jedoch immer noch einem deutlichen Plus von 2 Prozent entspricht. In der nächsten Woche für Bewegung sorgen könnten das Ergebnis der Bundestagswahl sowie der ifo Geschäftsklimaindex am Dienstag. Ungewiss ist die Richtung eventueller Ausschläge, zumal nach dem großen Verfallstag vom vergangenen Freitag die Karten neu gemischt werden. [mehr]

Europa: Türkische Aktien besonders fest

Dow Jones Turkey Titans 20 - Stand: 20.09.2013

Nahezu an sämtlichen europäischen Aktienmärkten hieß das Motto in der vergangenen Woche, kaufen, kaufen, kaufen. Gefeiert wurde auch hier die weiterhin abwartende Haltung der US-Notenbank bei der geplanten Anpassung ihrer Geldpolitik. In Europa besonders gefragt waren türkische Aktien. Der Dow Jones Turkey Titans 20 schnellte um 8,8 Prozent in die Höhe. [mehr]

USA: Noch kein Entzug

Aufatmen bei den Junkies. Nach der mit Spannung erwarteten Sitzung am Mittwoch betonte die US-Notenbank, die Fed, dass die Zeit noch nicht reif ist, um die monatlichen Wertpapierkäufe zu drosseln. Es müsse mehr Beweise geben, dass die Erholung von Konjunktur und Arbeitsmarktes tatsächlich stabil sei, so die Währungshüter. [mehr]

Deutschland: DAX nimmt Rekord ins Visier

DAX - Stand: 13.09.2013

Wie in der Vorwoche war auch in der vergangenen die Stimmung am deutschen Aktienmarkt positiv. Der DAX legte um 3,9% zu, beflügelt auch von der positiven Reaktion der Wall Street auf die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Er kletterte damit über 8.000 Punkte sowie das Zwischenhoch von März bei 8.074 Zählern. Bis zum Allzeithoch von 8.152 Punkten fehlt nun nicht mehr viel. [mehr]

Europa: Abermals sehr fest

EURO STOXX 50 - Stand: 13.09.2013

In der vergangenen Woche war die Bilanz an den meisten europäischen Aktienmärkten abermals positiv. Auch hier reagierten die Investoren erleichtert auf die vorläufige Entspannung im Syrien-Konflikt. Beim EURO STOXX 50 sprang am Ende ein Plus zur Vorwoche von 2,3 Prozent heraus. Ihm gelang damit der Sprung über das Zwischenhoch von Mai 2013 bei 2.851 Punkten, an dem er sich im August zunächst die Zähne ausgebissen hatte. Damit ist nun die Hürde bei 2.887 Zählern im Visier. Selbst von den schwachen Konjunkturdaten am Donnerstag ließen sich die Bullen nicht die Laune vermiesen. Die Industrieproduktion in der Eurozone war im Juli schwach. Im Juni noch einen Zuwachs zum Vormonat von 0,6 Prozent erzielt, verringerte sie sich nun wieder um 1,5 Prozent. Binnen Jahresfrist fiel sie um 2,1 Prozent. Nach 0,4 Prozent Minus im Juni nahm damit die Abwärtsdynamik wieder merklich zu. Ernüchternd ist ferner der Blick auf einzelne Länder. Beispielsweise verzeichneten Deutschland und Italien kräftige Rückgänge. Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigte sich unterdessen in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht September etwas optimistischer für die weitere konjunkturelle Entwicklung im Euroraum. Ihrer Einschätzung nach dürfte die Produktion im weiteren Jahresverlauf sowie im Jahr 2014 vor allem dank einer Belebung der Binnennachfrage anziehen. [mehr]

Aktuelle Ausgabe

24 / 2020

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