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Märkte im Fokus

Deutschland: DAX erstmals über 9.000 Punkte

DAX

Am deutschen Aktienmarkt gab es wieder einiges zu feiern. Steigende Kurse führten zu neuen Rekorden. Wie beim DAX, der am Freitag erstmals die Marke von 9.000 Punkten übersprang. Ins Wochenende ging er mit 8.986 Zählern knapp darunter, was einem Plus zur Vorwoche von 1,4 Prozent entsprach. Getragen wurde die positive Entwicklung jedoch nicht von allen Werten des Leitindex. 18 Gewinnern standen 12 Verlierer gegenüber. Zu den Werten mit Zuwächsen gehörten SAP, Daimler und BASF, die mit ihren Quartalszahlen punkteten. Neue historische Spitzenwerte erreichten in der vergangenen Woche außerdem MDAX und TecDAX, die damit ihre Rekordfahrt fortsetzten. Und auch der SDAX hat nun sein bisheriges Allzeithoch von Juli 2007 überschritten und damit neue Spitzenwerte erreicht. Die freundliche Stimmung hierzulande wurde selbst von dem am Freitag vorgelegten ifo Geschäftsklimaindex nicht getrübt. Nach zuletzt fünf Anstiegen in Folge gab er im Oktober etwas nach. Der Rückgang von 107,7 auf 107,4 Zähler war jedoch relativ gering. In den Chefetagen der befragten Firmen schaute man damit zwar ein wenig zurückhaltender in die Zukunft, an ihrer grundsätzlich guten Laune änderte dies aber kaum etwas. Wie geht es nun weiter am deutschen Aktienmarkt? Die Börsenampeln bleiben auf grün, hieß es jüngst zumeist. Ist das schon Euphorie, die zur Vorsicht mahnt? [mehr]

Europa: Banken bekommen Stress

EURO STOXX 50

An den europäischen Aktienmärkten setzte sich die positive Stimmung der vergangenen Wochen fort. Gefragt waren vor allem Werte aus der Gesundheitsbranche. Der STOXX Europe 600 Healthcare war mit 2,6 Prozent größter Gewinner im Sektorenvergleich. Zu den größten Verlierern gehörten Telekomwerte und Banken. Bei letzteren macht die Europäische Zentralbank (EZB) Stress. Wie sie am Mittwoch bekannt gab, will sie vor dem Start der europäischen Bankenaufsicht die Bücher von 124 der größten Geldhäuser im Euroraum durchleuchten. Der STOXX Europe 600 Banks, der zunächst den höchsten Wert seit 2011 erreicht hatte, gab daraufhin nach und beendete die Woche mit einem Verlust von 1,3 Prozent. Die Überprüfung soll im November starten und einschließlich Stresstest etwa ein Jahr dauern. EZB-Chef Mario Draghi will mit den Tests das Vertrauen in die Solidität der Banken und in die Qualität ihrer Bilanzen stärken. Es soll Leute gegeben haben, die vor Lachen vom Stuhl gefallen sind. Zu den mit Spannung erwarteten genauen Regeln des Stresstests hielten sich die Währungshüter noch weitgehend bedeckt. Unklar ist ebenfalls, wie mit Banken im Endeffekt umgegangen werden soll, die in der Überprüfung schlecht abschneiden und frisches Geld benötigen. Die schwachen Bankwerte bremsten den EURO STOXX 50, der am Ende nur ein Miniplus von 0,04 Prozent ins Wochenende rettete. [mehr]

Deutschland: Fest mit neuen Rekorden

DAX

Einen Rekord per Tagesschluss hatte der DAX am Freitag der Vorwoche bereits erzielt. Nun galt es nachzulegen und den am 19. September im Handelsverlauf markierten Höchstwert bei 8.770 Punkten zu knacken. Die Mission wurde erfüllt. Am Montag noch zögerlich, wurde das bis dato gültige Allzeithoch am Dienstag übersprungen. Für Kauflaune sorgte der sich abzeichnende Kompromiss im US-Budgetstreit. Die Annahme verfestigte sich am Mittwoch, was dem Leitindex zu weiteren Rekorden beflügelte. Die tatsächlich erzielte Einigung führte am Donnerstag aber erst einmal zu Gewinnmitnahmen. Kurzes Verschnaufen war angesagt, bevor der DAX am Freitag wieder zulegte, wenngleich bei gedämpfter Aufwärtsdynamik. Es bildete sich ein Hanging Man und die Kerze ist wie die des Vortages zumindest ein kleines Indiz dafür, dass die Bullen etwas zu schwächeln beginnen. Mit 8.865 Zählern ging der DAX jedoch auf Allzeithoch ins Wochenende. Das Plus zur Vorwoche lag bei 1,6 Prozent. Nachdem der US-Haushaltsstreit vorerst vom Tisch ist, dürften nächste Woche die Firmen in den Fokus rücken. Auch hierzulande nimmt die Berichtssaison Fahrt auf. Zudem wird am Freitag der ifo Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Können die neuen Fakten für anhaltend gute Stimmung sorgen? Oder gibt es Gewinnmitnahmen? Letztere könnten erst einmal bis zur jüngst gerissenen Lücke führen. [mehr]

Europa: Telekomwerte ganz vorn

EURO STOXX 50

An den europäischen Aktienmärkten gab es in der vergangenen Woche fast nur Gewinne. Die größten verzeichneten die Leitindizes der Krisenländer Griechenland und Spanien. Ihr anhaltender wirtschaftlicher Niedergang spielt keine Rolle. Gleiches gilt für die dort nach wie vor prekäre Lage der Staatsfinanzen. Es reichen offenbar Hoffnung auf Besserung und der Glaube an die vollmundigen Versprechen. Wie die jüngsten, der spanischen Regierung. Sie hatte der EU-Kommission ihre aktualisierten Haushaltspläne vorgelegt. Demnach sollen die Regionen des Euro-Krisenlandes durch Einsparungen und höhere Steuereinnahmen ihre Haushaltslücken verkleinern. Das Land will damit die mit der EU vereinbarten Ziele erreichen. Sie sehen vor, dass das Haushaltsdefizit 2016 wieder unter der zulässigen Obergrenze von 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) rutscht. Der EURO STOXX 50 stieg jüngst um 2 Prozent. Erstmals seit Mai 2011 war er über die Marke von 3.000 Punkten geklettert. Er hat nun die massive Widerstandszone von 3.030 bis 3.077 Zählern erreicht. Jetzt gilt es sie zu überwinden. Die Hürde könnte sich aber als hartnäckig erweisen. Entsprechend bullish wäre ein nachhaltiger Sprung darüber. Im Branchenvergleich jüngst Spitze waren die Telekomwerte. Der STOXX Europe 600 Telecommunications kletterte über seine Hürde bei 290 Punkten und generierte damit ein Kaufsignal. [mehr]

USA: Neue Spitzenwerte beim S&P 500

Hurra! Die Amis haben es geschafft! Wieder einmal konnten sie in letzter Minute einen drohenden Staatsbankrott abwenden. Damit hat die Show um Haushalt und Schuldenobergrenze wieder einmal ein Happy End. Gepriesen sind die Akteure! Sie haben nun Zeit, sich weiterhin verbal die Köpfe einzuschlagen. [mehr]

USA: Hoffnung auf Einigung

Börse kann so einfach sein. Es bedarf nur des Strohhalmes Hoffnung, und schon gehen die Kurse durch die Decke. In der vergangenen Handelswoche war die Stimmung zunächst jedoch gedrückt: aufgrund des anhaltenden und dabei festgefahrenen Eiertanzes um Budget und Schuldenlimit. [mehr]

Deutschland: DAX mit Rekord

DAX

Der weiterhin ausgefochtene Haushaltsstreit in den USA sorgte auch am deutschen Aktienmarkt für reichlich Bewegung. Die Akteure schwankten zwischen den Sorgen über die negativen Auswirkungen einer ausbleibenden Einigung und der Hoffnung, dass eine solche doch noch gelingt. Es überwogen schließlich Letztere, was den hiesigen Leitindizes vor allem am Donnerstag deutliche Gewinne bescherte. Am Freitag fielen die Zuwächse zwar weitaus weniger üppig aus, hinsichtlich des US-Haushaltspokers ging man jedoch anscheinend mit Zuversicht ins Wochenende. Damit peppten die Indizes ihre Bilanz zur Vorwoche weiter auf. Meist gab es Gewinne. Lediglich der TecDAX verzeichnete einen Verlust von 0,6 Prozent. Der DAX glänzte indes mit einem Plus von 1,2 Prozent. Er schaffte am Freitag mit 8.725 Punkten sogar einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis. Nun fehlt nicht mehr viel bis zum Allzeithoch, das am 19. September im Handelsverlauf bei 8.770 Punkten markiert wurde. Anhaltende Hoffnung auf einen Durchbruch im US-Budgetstreit oder gar ein solcher könnten ihn schnell egalisieren. Aus charttechnischer Sicht hat die zuletzt auszumachende Konsolidierung des Leitindex tatsächlich Halt gefunden bei der Unterstützung von 8.558 Punkten sowie der nun geschlossenen Lücke, die im September durch den dynamischen Sprung über diese einstige Hürde gerissen wurde. [mehr]

Europa: Überwiegend mit Zuwächsen

EURO STOXX 50

Schwach der Beginn - doch die Bilanz der meisten europäischen Aktienmärkte fiel am Ende positiv aus. Auch hier war der US-Budgetstreit im Fokus, und man richtete sich nach den diesbezüglichen Entwicklungen. Der EURO STOXX 50 machte daher ebenfalls am Donnerstag einen kräftigen Satz nach oben. Das Wochenplus: 1,6 Prozent. Er überwand damit das Zwischenhoch von September. Die seinerzeit begonnene Konsolidierung wurde damit trendkonform nach oben aufgelöst, was aus charttechnischer Sicht zumindest kurzfristig für weitere Zuwächse spricht. Im Vergleich dazu noch kräftiger stiegen die Indizes aus den Krisenländern Griechenland, Italien, Spanien und Portugal. Selbst sehr schwache Daten zur Industrieproduktion im August konnten die Kauflaune nicht trüben. Die italienischen Industriebetriebe verzeichneten einen Rückgang zum Vormonat von 0,3 Prozent. Prognostiziert worden war ein Plus. In Spanien beschleunigte sich die Talfahrt. Nach einem Minus von 1,2 Prozent im Juli folgte ein Rückgang von zwei Prozent. Einen Lichtblick lieferte indes Deutschland mit einem Zuwachs im Monatsvergleich von 1,4 Prozent. Hier half der starke Produktionsanstieg in der Autoindustrie. Apropos Auto: Der europäische Branchenindex STOXX Europe 600 STOXX Europe 600 Auto & Parts gehörte jüngst zu den größten Gewinnern im Sektorenvergleich. Er musste sich nur den Banken geschlagen geben. [mehr]

Deutschland: DAX testet Unterstützung

DAX

Am vergangenen Montag, dem letzten Handelstag im September, verlor der DAX zwar 0,8 Prozent, dies schmälerte die positive Monatsbilanz aber nur etwas. Der Leitindex erzielte mit 6,1 Prozent das größte Monatsplus seit Februar 2012. Er trotzte damit sogar der statistischen üblichen Schwäche und verzeichnete den besten September seit 1988. Aufgrund dieser positiven Entwicklung und den zwischenzeitlich erreichten Rekorden muss man sich daher schon fragen, ob das meiste Pulver für die häufige und auch 2013 bei vielen Marktbeobachtern als gesetzt zu scheinende Jahresenderally bereits verschossen ist? Allerdings wäre es auch nicht verwunderlich, wenn die Kurse weiter durch die Decke gehen. Schließlich ist ja gerade verrückte Börsenwelt, angesichts der Manipulationen durch die Notenbanken. Der Start in den Oktober fiel beim DAX jedoch erst einmal verhalten aus. Am ersten Handelstag legte er zwar kräftig zu, die Kauflaune ebbte jedoch schnell ab. Dank der Zuwächse am Freitag, wobei der DAX den freundlichen US-Börsen folgte, wurde der Verlust zur Vorwoche jedoch auf 0,5 Prozent eingedämmt. Charttechnisch interessant ist, dass der DAX jüngst seine Unterstützung von 8.558 Punkten testete und erst einmal erfolgreich verteidigte. Hier könnte die aktuelle Konsolidierung Halt finden. Ein nachhaltiger Bruch spräche indes für eine fortgesetzte Korrektur. [mehr]

Europa: Italienische Woche

Euro STOXX 50

Gleich mehrere Italiener sorgten jüngst für Gesprächsstoff an den europäischen Aktienmärkten. Zunächst stand Silvio Berlusconi mit seinem Versuch die Regierung in Rom zu stürzen im Fokus, was die Kauflaune zum Wochenauftakt trübte. Eine Regierungskrise konnte jedoch erst einmal verhindert werden (siehe Markt im Fokus). Das ohnehin üppige Sorgenkind Italien, wurde damit nicht noch dicker. Es erholten sich daher nicht nur die Aktienkurse in Italien, sondern auch in der Eurozone. Während der italienische Leitindex FTSE MIB einen satten Wochengewinn von 3,7 Prozent verzeichnete und damit die Gewinnerliste in Europa anführte, fiel die Bilanz beim EURO STOXX 50 weitaus magerer aus. Selbst die vollmundigen Versprechen eines anderen Italieners, konnten die Investoren nicht locken. Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte nach der jüngsten Ratssitzung bekräftigt, sich alle gelpolitischen Optionen offen zu lassen. Der Leitzins wird also für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen niedrigen Niveau bleiben - könnte sogar noch weiter gesenkt werden. Außerdem sei die EZB grundsätzlich zu neuen Notkrediten für Europas Banken bereit. Dank der festen Tendenz am Freitag, ungeachtet der Unsicherheiten wegen der massiven politischen Querelen in den USA, schaffte der EURO STOXX 50 aber immerhin doch noch ein Wochenplus von 0,3 Prozent. [mehr]

USA: Tamtam lässt Wall Street kalt

In der nächsten Woche startet offiziell die Berichtssaison für das dritte Quartal. Zumindest die Firmen können liefern. Bei offiziellen Konjunkturdaten sieht dies ganz anders aus. Nachdem sich in der Nacht zum Dienstag Demokraten und Republikaner im Kongress nicht auf einen Übergangshaushalt für das am 1. Oktober begonnene Fiskaljahr einigen konnten, liegt die Verwaltung der USA lahm. [mehr]

USA: Geldpolitik und Budgetstreit

Seitens der US-Konjunkturdaten gab es in der vergangenen Woche nichts, das zu größeren Impulsen am US-Aktienmarkt führte. Also konzentrierte sich die Wallstreet auf den üblichen Verdächtigen und rätselte abermals, wie es wohl in Sachen US-Geldpolitik weitergeht. [mehr]

Deutschland: Wahl wird verdaut

DAX

Die am deutschen Aktienmarkt in den voran gegangenen drei Wochen auszumachende kräftige Aufwärtsdynamik löste sich an den vergangenen Handelstagen erst einmal in Luft auf. Zumindest bei den meisten deutschen Indizes. Lediglich der TecDAX stieg mit 1,9 Prozent kräftig. Beim MDAX reichte es am Ende für einen Zuwachs von 0,4 Prozent. Der SDAX legte 0,2 Prozent zu. Und was machte der DAX? Er verlor ebenfalls 0,2 Prozent. Der nur minimal gestiegene ifo-Geschäftsklimaindex zog nicht. Abgesehen von den schwächeren Vorgaben von der Wall Street scheint man stattdessen das Wahlergebnis der Bundestagswahl verdaut zu haben. Die CDU/CSU ging zwar als Sieger hervor, es reichte jedoch nicht für die absolute Mehrheit. Folglich wird ein Koalitionspartner benötigt, was den anfänglichen Jubel von Wahlsiegerin Angela Merkel schnell in Ernüchterung umschlagen ließ. Denn die potenziellen Kandidaten SPD und Grüne zierten sich erst einmal. Der Preis dürfte hoch sein, einen davon ins Boot zu bekommen. Und plötzlich ist sie wieder da, die Diskussionen um höhere Steuern, die die CDU/CSU im Wahlkampf noch kategorisch ausgeschlossen hat. Die Bildung einer neuen Regierung bleibt somit spannend und dürfte auch von den Akteuren am deutschen Aktienmarkt mit Argusaugen beobachtet werden. Nicht zuletzt weil auch das Gespenst einer Rot-Rot-Grünen Koalition herumspukt. [mehr]

Europa: Ruhig und gemischt

EURO STOXX 50

Die Entwicklung an den europäischen Aktienmärkten war jüngst relativ ruhig bei gemischter Tendenz. Es fehlte an Impulsen für eine klare Richtung auf breiter Front. Der EURO STOXX 50 verlor am Ende 0,3 Prozent. Nach drei Wochen infolge mit satten Zuwächsen machte er damit erst einmal eine kleine Pause. Gleich am Montag gab das Kursbarometer deutlicher nach. Selbst die veröffentlichten Markit-Einkaufsmanagerindizes, die an den Finanzmärkten stark beachtet werden, halfen nicht. Laut vorläufigen Daten hat sich der Gesamtindex im September zum Vormonat von 51,5 auf 52,1 Punkte verbessert, was für einen anhaltenden Erholungskurs der Wirtschaft in der Eurozone spricht. Neue Daten auch aus Frankreich. Die französische Statistikbehörde meldete für das zweite Quartal einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zum Vorquartal von 0,5 Prozent. Zudem wurde das Minus im Jahresviertel davor von 0,2 auf 0,1 Prozent nach unten revidiert. Diese Entwicklung ist jedoch allenfalls ein kleiner Lichtblick zu werten, den es nun zu bestätigen gilt. Kein leichtes Unterfangen, angesichts der nach wie vor vorhandenden großen Probleme. Dazu gehören die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit trotz der jüngst gemeldeten offiziellen leichten Verbesserung in der Statistik sowie die desolate Lage des Staatshaushalts mit hohem Defizit und Rekordschulden. [mehr]

Deutschland: DAX mit neuen Rekorden

DAX - Stand: 20.09.2013

Die Bullenherde galoppiert munter weiter. Diesmal gab es nicht nur neue Rekorde bei MDAX und SDAX, sondern auch beim DAX. Er zeigte zudem die größte Aufwärtsdynamik. Gleich am Montag preschte er vor und machte einen Satz über das Allzeithoch von Mai bei 8.558 Zählern. Gab es einen handfesten fundamentalen Grund? Nein. Stattdessen war die zurückgezogene Kandidatur von Larry Summers für den Chefposten der US-Notenbank Rechtfertigung genug, den Leitindex in noch nie da gewesene Höhen zu hieven. Nach dem ersten Sprung war jedoch erst einmal abwartendes Verschnaufen angesagt. Schließlich tagte am Mittwoch die US-Notenbank. Sie hielt an ihrer geldpolitischen Strategie fest. Es wird also immer noch nicht gedrosselt. Für die Bullen ein weiter Klaps, der den DAX am Donnerstag aus dem Stand auf 8.770 Punkte springen ließ, was nun aktueller Rekord ist. Dieses Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden. Nach der ersten euphorischen Reaktion ließ die Kauflaune nach. Der DAX beendete die Woche bei 8.676 Zählern, was jedoch immer noch einem deutlichen Plus von 2 Prozent entspricht. In der nächsten Woche für Bewegung sorgen könnten das Ergebnis der Bundestagswahl sowie der ifo Geschäftsklimaindex am Dienstag. Ungewiss ist die Richtung eventueller Ausschläge, zumal nach dem großen Verfallstag vom vergangenen Freitag die Karten neu gemischt werden. [mehr]

Europa: Türkische Aktien besonders fest

Dow Jones Turkey Titans 20 - Stand: 20.09.2013

Nahezu an sämtlichen europäischen Aktienmärkten hieß das Motto in der vergangenen Woche, kaufen, kaufen, kaufen. Gefeiert wurde auch hier die weiterhin abwartende Haltung der US-Notenbank bei der geplanten Anpassung ihrer Geldpolitik. In Europa besonders gefragt waren türkische Aktien. Der Dow Jones Turkey Titans 20 schnellte um 8,8 Prozent in die Höhe. [mehr]

USA: Noch kein Entzug

Aufatmen bei den Junkies. Nach der mit Spannung erwarteten Sitzung am Mittwoch betonte die US-Notenbank, die Fed, dass die Zeit noch nicht reif ist, um die monatlichen Wertpapierkäufe zu drosseln. Es müsse mehr Beweise geben, dass die Erholung von Konjunktur und Arbeitsmarktes tatsächlich stabil sei, so die Währungshüter. [mehr]

Deutschland: DAX nimmt Rekord ins Visier

DAX - Stand: 13.09.2013

Wie in der Vorwoche war auch in der vergangenen die Stimmung am deutschen Aktienmarkt positiv. Der DAX legte um 3,9% zu, beflügelt auch von der positiven Reaktion der Wall Street auf die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Er kletterte damit über 8.000 Punkte sowie das Zwischenhoch von März bei 8.074 Zählern. Bis zum Allzeithoch von 8.152 Punkten fehlt nun nicht mehr viel. [mehr]

Europa: Abermals sehr fest

EURO STOXX 50 - Stand: 13.09.2013

In der vergangenen Woche war die Bilanz an den meisten europäischen Aktienmärkten abermals positiv. Auch hier reagierten die Investoren erleichtert auf die vorläufige Entspannung im Syrien-Konflikt. Beim EURO STOXX 50 sprang am Ende ein Plus zur Vorwoche von 2,3 Prozent heraus. Ihm gelang damit der Sprung über das Zwischenhoch von Mai 2013 bei 2.851 Punkten, an dem er sich im August zunächst die Zähne ausgebissen hatte. Damit ist nun die Hürde bei 2.887 Zählern im Visier. Selbst von den schwachen Konjunkturdaten am Donnerstag ließen sich die Bullen nicht die Laune vermiesen. Die Industrieproduktion in der Eurozone war im Juli schwach. Im Juni noch einen Zuwachs zum Vormonat von 0,6 Prozent erzielt, verringerte sie sich nun wieder um 1,5 Prozent. Binnen Jahresfrist fiel sie um 2,1 Prozent. Nach 0,4 Prozent Minus im Juni nahm damit die Abwärtsdynamik wieder merklich zu. Ernüchternd ist ferner der Blick auf einzelne Länder. Beispielsweise verzeichneten Deutschland und Italien kräftige Rückgänge. Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigte sich unterdessen in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht September etwas optimistischer für die weitere konjunkturelle Entwicklung im Euroraum. Ihrer Einschätzung nach dürfte die Produktion im weiteren Jahresverlauf sowie im Jahr 2014 vor allem dank einer Belebung der Binnennachfrage anziehen. [mehr]

USA: Woher rührt die Kauflaune?

Nächste Woche gibt es mit der Sitzung der US-Notenbank (Fed) am Dienstag und Mittwoch sowie dem großen Verfallstag am Freitag zwei wichtige Ereignisse. Vor allem die Entscheidung der Fed wird mit Spannung erwartet und könnte zu reichlich Bewegung am US-Aktienmarkt führen. Offen ist die Richtung. [mehr]

Deutschland: Kräftige Gegenbewegung

DAX - Stand: 6. September, 19Uhr

Auf die deutlichen Verluste in der Vorwoche folgte jüngst eine kräftige Gegenbewegung. Der DAX legte 2,1 Prozent zur Vorwoche zu. Gleich zum Wochenstart stieg die Risikofreude. Es halfen offenbar die positiv aufgenommen neuen Indikationen zur Wirtschaftsentwicklung in China sowie die erst einmal abnehmenden Sorgen im Zusammenhang mit einem möglichen Militärschlag in Syrien. Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben und die anhaltende Unsicherheit bezüglich des Syrien-Konfliktes scheint am Dienstag und Mittwoch wieder Argumente für Verkäufe geliefert zu haben. Ob dies tatsächlich der wahre oder nur ein vorgeschobener Grund ist, sei dahin gestellt. Von seinem Wochentief am Mittwoch erholte sich der DAX jedoch deutlich. Obwohl die heimischen Konjunkturdaten wahrlich nicht rosig ausfielen. Im Juli waren die Auftragseingänge in der Industrie, die Produktion im verarbeitenden Gewerbe und die Exporte im Monatsvergleich deutlich rückläufig. Damit gibt es Fakten, die an den zuletzt vorherrschenden Konjunkturoptimismus für das zweite Halbjahr zumindest Kratzer hinterlassen könnten. Vielleicht ebenfalls eine kursbremsende Kraft in den nächsten Wochen. Daher ist auch das jüngst wieder etwas freundliche charttechnische Bild mit Vorsicht zu betrachten, das sich durch die Zurückeroberung der in der Vorwoche verletzten Marken 8.152 und 8.217 Punkte ergibt. [mehr]

Europa: Beruhigte Gemüter

EURO STOXX 50 - Stand: 06.09.2013

Nach dem Einbruch in der Vorwoche beruhigten sich die Gemüter an den europäischen Aktienmärkten wieder. Es stützten die vorläufige Entspannung im Syrien-Konflikt, das bekräftigte Billiggeldversprechen der Europäischen Zentralbank (EZB) und die wegen des US-Arbeitsmarktberichtes verringerten Sorgen um ein baldiges Ende der Politik des billigen Geldes in den USA. Bei den Länderindizes überwogen im Wochenvergleich die positiven Vorzeichen. Der EURO STOXX 50 stieg um drei Prozent. Die zuletzt begonnene Korrektur stoppte damit erst einmal. Macht sie nur Pause? Oder ist das Abwärtspotenzial bereits ausgeschöpft? Dies könnte davon abhängen, wie sich der Syrien-Konflikt weiter entwickelt, der auch von EZB-Chef Mario Draghi als großes Risiko bewertet wird. Abgesehen von diesem potenziellen Belastungsfaktor ließ er sich nach der jüngsten Sitzung der Notenbank wegen der konjunkturellen Unsicherheit in der Eurozone alle geldpolitischen Optionen offen. Neben einer möglichen Zinssenkung schwingt er somit weiterhin die Keule eventueller weiterer unkonventioneller Maßnahmen. Schließlich könnte das zuletzt bereits angezogene Marktzinsniveau bei weiter steigender Tendenz die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern und damit die zuletzt leichte Konjunkturerholung schnell im Keim ersticken. Die Märkte atmeten daher auf. Mal schauen, wie lange. [mehr]

USA: Syrien und Arbeitsmarktdaten

Was beschäftigt die Wall Street derzeit mehr? Der Syrienkonflikt oder die von der US-Notenbank (Fed) angekündigte Drosselung ihrer Wertpapierkäufe? Eine Antwort ist nicht einfach. Wahrscheinlicher scheint jedoch Letzteres. Der am Freitag vorgelegte Arbeitsmarktbericht für August stand daher besonders im Fokus, weil die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt für die Fed das Hauptentscheidungskriterium ist. [mehr]

Deutschland: ifo kann Rückgang nicht verhindern

Deutliche Verluste prägten jüngst das Geschehen am deutschen Aktienmarkt. Der DAX rutschte satte 3,7 Prozent ab und fiel dabei aus seiner Seitwärtsspanne nach unten heraus. Zudem verletzte er die 8.152er-Marke. Das charttechnische Bild hat sich damit merklich eingetrübt. Selbst der eigentlich positive ifo Geschäftsklimaindex konnte den Einbruch nicht verhindern. [mehr]

Europa: Größere Korrektur begonnen?

Euro STOXX 50 - Stand: 30.08.2013

Die drohende Eskalation in Syrien und steigende Ölpreise waren offenbar Anlass genug, die europäischen Aktienmärkte nun stärker korrigieren zu lassen. Ist damit die zuletzt bessere Performance im Vergleich zu den US-Indizes beendet? Vielleicht dämmert den Investoren ja, dass das konjunkturelle Fahrwasser in Europa weiterhin schwierig bleiben dürfte. Es braucht nicht viel, um den zarten Spross der wirtschaftlichen Erholung im Keim zu ersticken. Der Syrien-Konflikt birgt ein solches Risiko wegen seiner Brisanz für den gesamten Nahen Osten. Schließlich könnten daraus nicht nur negative politische Folgen sondern auch negative für die Weltwirtschaft (Stichwort: hoher Ölpreis) resultieren. Eine Gefahr für das ohnehin fragile Konjunkturgefüge in Europa. Warum also nicht erst einmal Kasse machen, steckt in den teils kräftig gestiegenen Aktienkursen doch jede Menge heiße Luft. Außerdem rückt die Bundestagwahl in Deutschland näher. Die Frage, ob die nächste Regierung den bisherigen Kurs bei der Schuldenkrise weiterführt, könnte ebenfalls ein Unsicherheitsfaktor sein, dem nun zunehmend aus dem Weg gegangen wird. Die jüngsten Verluste an den europäischen Aktienmärkten, der EURO STOXX 50 verlor 3,7 Prozent, könnten daher Beginn größerer Korrekturen sein – zumindest aber für eine von Vorsicht geprägte Entwicklung in der nächsten Zeit sprechen. [mehr]

USA: Negative Bilanz

Das zeitliche Zusammentreffen mancher Ereignisse ist schon beängstigend. Erst steigen die Renditen für US-Staatsanleihen in Höhen wie lange nicht mehr. Dann beginnt jäh das Säbelrasseln für einen eventuellen äußerst fragwürdigen Militärschlag der USA in Syrien. Zufall? Vielleicht. Alles andere scheint moralisch undenkbar. Ein ungutes Gefühl beschleicht einen dennoch. [mehr]

Deutschland: DAX mit neuem Versuch

DAX

Während SDAX und TecDAX etwas stärkere Zuwächse zur Vorwoche von 1,7 und einem Prozent verbuchten, fielen die Bilanzen bei MDAX und DAX mit 0,5 und 0,3 Prozent weniger üppig aus. Aber auch sie legten immerhin zu. In der ersten Wochenhälfte waren sie noch etwas stärker in die Verlustzone gerutscht. Die am Donnerstag veröffentlichen Konjunkturdaten sorgten jedoch dafür, den bis dato verlorenen Boden wieder gut zu machen. Die Einkaufsmanager-Indizes für China, die Eurozone und Deutschland waren gestiegen und unterfütterten damit wohl die Konjunkturhoffnungen. Besonders positiv aufgenommen wurden die Frühindikatoren für Deutschland, die sich von der Expansionsschwelle von 50 Punkten weiter nach oben absetzen konnten. Der für die Industrie erreichte im August mit 52 Zählern sogar den höchsten Wert seit Juli 2011. Mit den guten Daten im Rücken kletterte der DAX am Donnerstag erneut bis zur oberen Begrenzung der Seitwärtsspanne von 8.217 bis 8.415 Punkten und lugte sogar kurzzeitig darüber. Am Freitag folgte der nächste Versuch, die Hürde zu knacken. Mit einem Schlussstand von 8.417 Punkten ging der Index knapp drüber ins Wochenende. Dies ist jedoch noch kein nachhaltiger Ausbruch. Vielleicht kann nächste Woche der ifo Geschäftsklimaindex helfen, sollte er die Konjunkturhoffnungen bestätigen und keine Gewinnmitnahmen nach sich ziehen. [mehr]

Europa: Erneut konjunkturelle Lichtblicke

Euro STOXX 50

Die Einkaufsmanagerindizes des Marktforschers Markit für die Eurozone werden an den Finanzmärkten in der Regel stark beachtet. So auch in der vergangenen Woche. Sie sendeten dabei einmal mehr hoffnungsvolle Signale. Nachdem der Stimmungsindikator im Juli erstmals seit Januar 2012 wieder den Sprung über die Marke von 50 Punkte schaffte, die als Schwelle gilt, ab der eine steigende wirtschaftliche Aktivität unterstellt wird, legte der Gesamtindex im August weiter kräftig zu. Er kletterte von 50,5 auf 51,7 Zähler. Dabei verbesserten sich sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor die Aussichten und beide Indikatoren liegen erstmals seit Anfang 2012 wieder gemeinsam über der 50er-Marke. Die Zeichen scheinen somit weiterhin auf eine konjunkturelle Erholung zu deuten. Dies ist jedenfalls der Tenor bei vielen Volkswirten. Allerdings gab es nicht nur Sonnenschein. Die Daten aus Frankreich fielen unerwartet schwach aus und trüben damit das Gesamtbild. Die Investoren ließen sich davon aber nicht die Laune vermiesen und die Reaktion des EURO STOXX 50 am Donnerstag nach Veröffentlichung der Zahlen war sehr positiv. Er setzte sich damit wieder von der zuvor erreichten kurzfristigen Aufwärtstrendlinie nach oben ab und inklusive der Zuwächse am Freitag dämmte er die zuvor erlittenen Verluste zur Vorwoche auf ein Prozent ein. [mehr]

USA: Dow Jones im Minus

Die Wall Street hatte jüngst gespannt auf das Protokoll zur Sitzung der US-Notenbank (Fed) von Ende Juli gewartet. Wer konkretes zur geplanten Drosselung der Wertpapierankäufe erwartet hatte, wurde jedoch enttäuscht. Stattdessen blieb die Fed ihrem Kurs treu. [mehr]

Deutlich abwärts

S&P 500

Die Wall Street hatte jüngst jede Menge Konjunkturdaten zu verarbeiten. Sie fielen gemischt aus, reichten aber offenbar, um erneut Unsicherheit bezüglich einer Drosselung der ultralockeren US-Geldpolitik zu schüren. Es erhärteten sich die Befürchtungen, dass die US-Notenbank (Fed) bereits im September verkündigen könnte, ab wann und in welchem Ausmaß sie ihre Wertpapierankäufe reduziert. Ein Indikator für die Sorgen ist der US-Anleihenmarkt, an dem die Renditen anzogen. Die für 10-jährige Staatspapiere kletterte dabei über das Zwischenhoch von Juli und erreichte in der Spitze mit mehr als 2,8 Prozent ein Niveau wie seit Juli 2011 nicht mehr. Im Gegenzug sanken naturgemäß die Anleihepreise. Und auch am Aktienmarkt gaben die Kurse nach. Störfeuer von der Unternehmensseite haben dazu ebenfalls beigetragen. Einige Bilanzen und Ausblicke mit teils gesenkten Prognosen verhagelten den Anlegern gehörig die Kauflaune. Beispiele dafür sind Cisco Systems und Wal-Mart Stores. Am Ende verloren die US-Indizes recht deutlich und knüpften damit an die sinkende Tendenz aus der Vorwoche an. Der S&P 500 sackte um 2,1 Prozent ab. Sollte sich die Korrektur fortsetzen, ist als nächstes wohl ein Test der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie vorstellbar. Der Dow Jones, der mit 2,3 Prozent noch etwas stärker fiel, hat seine bereits fast erreicht. [mehr]

Aktuelle Ausgabe

35 / 2019

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