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Europa: Russische Aktien unter Druck



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Die europäischen Aktienmärkte schalteten in der vergangenen Woche einen Gang zurück. Es überwogen die Verluste, teilweise recht ordentliche. Beispiel dafür sind die russischen Indizes. Der RTS in Moskau verlor 10,3%, der in Wien ermittelte RTX USD büßte 11,4% an Wert ein. Hier sorgten die fallenden Rohstoffpreise vor allem bei Industriemetallen für Abgabedruck.

Fallende Rohstoffpreise aufgrund wohl wieder zunehmender Konjunktursorgen drückten auch in ganz Europa die Rohstoffwerte, was durch die deutlichen Abschläge der Branchenindizes STOXX 600 Basic Resources (-9,5%) und Basic Materials (-9,6%) deutlich wird. Der EURO STOXX 50 gab um 3% nach. Für Unruhe sorgten hier zu Wochenbeginn vor allem die negativen Töne aus der Europäischen Zentralbank (EZB).

Sie sieht nach wie vor immense Risiken für die Banken im Euroraum und erwartet weitere Milliardenabschreibungen. Den Abschreibungsbedarf vor allem aus Kreditrisiken von jetzt bis Ende 2010 schätzt sie auf 283 Mrd. US-Dollar. Seit Beginn der Krise im Sommer 2007 würden sich die Abschreibungen damit auf 649 Mrd. USDollar summieren. Auf dem EU-Gipfel wurde unterdessen der Weg für eine umfassende Reform der europäischen Finanzaufsicht frei gemacht. Außerdem will die EU einen neuen Kontrollrat schaffen, der frühzeitig mögliche Risiken für die Stabilität der Finanzmärkte identifizieren soll.

04.11.2009 | 00:00

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