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USA: Konjunkturbelebung in Sicht?



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Reichlich viel Konjunkturdaten prägten jüngst das Geschehen an der Wall Street. Zum Wochenauftakt sorgten die überraschend gestiegenen Bauausgaben für April und der im Mai stärker als erwartet verbesserte ISM-Index (Industrie) für anhaltende Konjunkturhoffnungen. Die am Montag wie vermutet erfolgte Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei General Motors belastete das Sentiment indes kaum.

Vielmehr scheinen die Anleger nun beruhigt, weil ein Unsicherheitsfaktor weg ist, wenngleich sich die Frage stellt, ob die tatsächlichen Folgen der Pleite realistisch vom Markt eingeschätzt werden. So könnten die Auswirkungen auf die US-Wirtschaft größer sein als derzeit angenommen. Spannend wird es, wie sich der Konkurs auf den Arbeitsmarkt auswirkt, auf dem es nach wie vor düster aussieht. Daran ändern auch die jüngsten Lichtblicke nichts. So sind die leicht sinkenden wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die erstmals seit Januar geringere Anzahl derer, die bereits längere Zeit staatliche Hilfen bekommen oder der deutlich besser als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktbericht für Mai am Freitag, der eine merkliche Verlangsamung des Jobabbaus zeigt, zwar positiv zu bewerten. Die mit 9,4% auf den höchsten Stand seit 1983 gestiegene Arbeitslosenquote relativiert das Ganze jedoch. Daher bleibt aktuell jede Hoffnung auf eine baldige Belebung des US-Konsums sehr gewagt.

 

 

05.11.2009 | 00:00

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