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China: Hoffnung auf Konjunkturerholung!

Shanghai A-Share Index

Shanghai A-Share Index


Die Hoffnung auf eine baldige Konjunkturerholung stützte offenbar, was zuletzt auch durch einige Konjunkturdaten untermauert wurde. Positiv stimmte jüngst vor allem das am vergangenen Wochenende gemeldete Plus bei der Industrieproduktion im März von 8,3%, nachdem es im Januar und Februar mit 3,8% doch noch den schwächsten Zuwachs überhaupt gab. Der Anstieg veranlasste auch die chinesische Regierung zu zuversichtlichen Aussagen. Zwar waren dann die BIPDaten am Donnerstag nicht berauschend und das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal stieg mit 6,1% im Vorjahresvergleich so langsam wie seit mindestens 17 Jahren nicht mehr, einige Volkswirte sprachen dennoch von einer konjunkturellen Wende. Sie verweisen auf die im Vergleich zum Vorquartal deutlich zugenommene Dynamik. Und auch die Führung in China zeigte sich weiterhin vorsichtig optimistisch. Ihrer Einschätzung nach steht es um die chinesische Wirtschaft besser als erwartet. Ministerpräsident Wen Jiabao verwies zudem darauf, dass die Vergabe von Krediten im März einen neuen Rekordstand erreicht hat und die Binnennachfrage ein stabiles Wachstum verzeichnet. Erneut warnte er aber vor blindem Optimismus und kündigte Maßnahmen an, um Investitionen anzukurbeln und ausländische Geldgeber anzuziehen. Von einem neuen Konjunkturpaket, über das seit einiger Zeit spekuliert wurde, war aber nicht die Rede. Vor dem Wochenende gaben die chinesischen Börsen dann etwas nach. Zum einen war der Anstieg in den vergangenen Wochen rasant und die jüngsten Daten müssen damit erst einmal in Einklang gebracht werden. Zudem nahmen die Sorgen über die Gewinnentwicklung bei den Firmen zu. Großer Pessimismus kam jedoch nicht auf und es blieb bei einer positiven Wochenperformance von jeweils 2,4% bei Shanghai Composite und Shanghai A-Share Index (siehe Chart). Weitere Zuwächse sind nun zwar nicht ausgeschlossen, es müssen jedoch auch immer wieder einmal größere Korrekturen eingeplant werden, zumal auch einige technische Faktoren, wie die Divergenz beim RSI, zur Vorsicht mahnen.

 

09.11.2009 | 00:00

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