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MDAX: gefragte Werte aus der zweiten Reihe!

MDAX

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Allerdings liess nach sehr festen Notierungen am Montag und Dienstag die Kraft beim MDAX nach und zollte in der zweiten Wochenhälfte, wie der DAX auch, dem sich wegen der Konjunktursorgen eintrübenden Umfeld am Gesamtmarkt Tribut. Der Index rutschte wieder deutlich unter die am Dienstag auf Schlusskursbasis überwundene 6.000er-Marke

Kurzfristig betrachtet hat sich damit das charttechnische Bild etwas eingetrübt. Mittelfristig zeigt sich jedoch nach wie vor eine interessante Konstellation. In den vorangegangenen zwei Wochen hatte der MDAX mit einem „bullish piercing pattern“ im Kerzenchart auf Wochenbasis ein potenzielles Trendumkehrsignal gebildet. Die Tatsache, dass der Index nun über dem Hoch der Vorwoche aus dem Handel ging, könnte diese Formation bestätigt haben, auch wenn die nun gebildeten Wochenkerze zeigt, dass die Schlacht zwischen Bullen und Bären wohl noch nicht entschieden ist. Allerdings könnten sich dennoch spekulative Long- Positionen anbieten. Ein Schlusskurs auf Wochenbasis unter dem als Unterstützung fungierenden kleinen „rising window“ von 5.529 bis 5.524 Punkten würde dieses Szenario jedoch wieder zunichte machen.

Mit Blick auf die Einzelwerte sticht in der vergangenen Woche die Premiere-Aktie mit einem satten Aufschlag von 72,7% hervor.

Es wurde gemutmaßt, dass Medienmogul Rupert Murdoch das Ruder bei dem Bezahlfernsehsender übernehmen will. Konkreter sieht es unterdessen beim Spezialchemiekonzern ALTANA aus, dessen Kursplus von 49,7% ebenfalls äußerst stattlich ausfiel. Die Milliardärin Susanne Klatten hatte angekündigt, den Konzern komplett übernehmen zu wollen. Sie hält mit 50,1% bereits die Mehrheit und legte für den Rest ein Angebot von 13,00 Euro je Aktie vor. Neben derartigen Nachrichten gab es jüngst einige Bilanzen. Positiv aufgenommen wurden die Zahlen von RHÖN-KLINIKUM (+11,4%). Der Klinikbetreiber bestätigte zudem den Ausblick für 2008 und zeigte sich auch für 2009 zuversichtlich. Weniger gut kamen indes die Ergebnisse der Hannover Rück und von Heidelberger Druckmaschinen an, deren Aktien um 13% beziehungsweise 22,4% einbrachen.

 

26.11.2009 | 00:00

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