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SDAX: kräftig erholt!

SDAX

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Bei den Einzelwerten gehörten an den vergangenen Handelstagen vor allem Immobilien- und Finanzwerte zu den größten Gewinnern. Sie profitierten von den weltweiten Bemühungen zur Stabilisierung der Finanzmärkte und dabei insbesondere von den Anstrengungen, das Vertrauen zwischen den Banken wieder zu stärken, um somit eine nachhaltige Kreditklemme zu verhindern. Den kräftigsten Aufschlag verbuchte der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen AG, dessen Aktienkurs um 69,1% nach oben katapultiert wurde. Mit 37,5% bzw. 51,7% ging es außerdem bei den Wettbewerbern DIC Asset und Colonia Real Estate deutlich aufwärts. Letzterer profitierte dabei nur auch von der Meldung, sich erfolgreich refinanziert zu haben. Den Angaben zufolge ist damit der Refinanzierungsbedarf des Konzerns in den nächsten drei Jahren auf unter 5% des ausstehenden Fremdkapitals gesunken.

In der vergangenen Woche trudelten ferner erste Quartalszahlen ein. Überzeugende konnte beispielsweise Gerresheimer abliefern. Der Hersteller von Spezialprodukten aus Glas und Kunststoff für die Pharma- & Life-Science-Industrie bestätigte zudem seinen Ausblick. Die Investoren honorierten dies mit einem Kursplus von 14,5%. Es gab aber nicht nur positive Nachrichten. So sorgte eine erneute und damit zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkte Gewinnprognose des Motorenherstellers DEUTZ für einen Abschlag von 24,2%. Es kündigt sich zudem weiterer Ärger an, will der britische Finanzinvestor 3i doch nachträglich den Kaufpreis für die im Herbst 2007 gekaufte Deutz-Tochter Power Systems senken. Weniger gut wurden auch die vorläufigen Ergebnisse des Küchenmaschinenherstellers RATIONAL aufgenommen. Er sprach von einer schockartigen Investitionszurückhaltung im dritten Quartal aufgrund der globalen Finanzkrise und verbuchte bei Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) leichte Rückgänge. Für das vierte Quartal zeigte sich der Konzern aber zuversichtlich. Dies half dennoch zunächst nicht viel. Nach dem Einbruch am Mittwoch erholte sich der Kurs jedoch und die Verluste schmolzen auf 6,2% zusammen.

30.11.2009 | 00:00

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