boerse am sonntag - headline

Schliekers Woche

Unsicherheit als Konzept

Viel wird, natürlich, in Davos über die neue Unsicherheit in der Weltwirtschaft gesprochen. Beim heute zu Ende gehenden World Economic Forum waren, wie jedes Jahr, die führenden Manager global operierender Unternehmen vertreten, die einst Ehrfurcht hervorriefen bei den Zaungästen des Forums. Das war diesmal anders. Fast scheint es, als hätten sie die Unsicherheit zum Geschäftskonzept erhoben. [mehr]

Globale Gefahren

Das World Economic Forum, das ab Mittwoch wieder sein alljährliches Treffen in Davos veranstaltet, befindet sich in einem Dilemma – wie derzeit viele Organisationen, die sich auf regelmäßiger Basis mit Wirtschaft und Finanzen auseinandersetzen. Man kann sich rühmen, schon vor einem, sogar vor zwei Jahren auf die sich abzeichnenden Probleme am amerikanischen Immobilienmarkt hingewiesen zu haben, und vor allem im letzten Jahr gab es tatsächlich deutliche Warnungen vor einer Ausweitung der Schieflagen zu einer veritablen Krise. [mehr]

Virtuelle Krise

Die merkwürdige Ruhe, die viele im Lande zu beseelen scheint, wenn es um die herrschende Finanzkrise geht, bestätigt sich nicht nur dem Gefühl nach, sondern auch in Zahlen: [mehr]

Böse Folgen

In der Finanz- und Wirtschaftskrise jagen weiterhin die aktuellen Meldungen über die Ticker, dass es nur so seine Art hat. Sektorenweise geraten die Wirtschaftsthemen in den Fokus, und – endlich einmal – befasst sich auch der deutsche Normalbürger mit dem, wofür man sich sonst irgendwie zu fein ist oder es für nicht so wichtig hält: [mehr]

Niemand wagt was

Die Ausblicke werden düsterer, zugleich auch nebulöser. Wenn es überhaupt welche gibt. Kommentare und Analysen in diesen Tagen lesen sich wie Orakel mit verbundenen Augen. [mehr]

Neue Sitten

Die Anzahl der privaten Anleger, die sich von Banken, Firmen, Finanzvertrieben und Versicherungen falsch beraten fühlen, geht in die Hunderttausende. Die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest versammelt in praktisch jeder Ausgabe keineswegs nur Fälle aus dem berüchtigten Graumarkt, sondern Merkwürdigkeiten etablierter Gesellschaften zuhauf. [mehr]

Russische Albträume

Ein Gespenst geht um in Europa. Es ist das Gespenst des Zusammenbruchs im Osten. Wenn unsereiner um seinen Lebensstandard fürchtet, aber immerhin noch in der Lage ist, um Abwrackprämien und Neuwagenerwerb auch für Empfänger steuerfinanzierter Sozialleistungen zu streiten, dann gibt es offenbar entweder eine gigantische Selbsttäuschung oder es ist eine Luxuskrise im Anmarsch. [mehr]

Wenn es denn hilft ...

Irgendjemand scheint wieder Aktien zu mögen. Die Nachfrage ist zwar noch nicht so groß, wie beispielsweise die nach Neuwagen unter Zuhilfenahme von staatlichen Wertvernichtungsprämien, aber es reicht. Wertpapiere sind was wert, da sieht man es mal wieder. Die Daimler, die BMW, Kali und Salz und die BASF, die haben schließlich so ihren Nutzen und auch eine Zukunft. [mehr]

IKB - lieb und teuer

In großer Not war sie, aber es gibt sie noch: die solide Mittelstandsbank IKB aus Düsseldorf. Da, wo die Krise deutschen Boden betrat und weder diese doch im Wesentlichen private Bank verschonte noch die WestLB in der Nachbarschaft. [mehr]

Viel Geld

Die Reichen werden immer ärmer. Im Mutterland des Kapitalismus wird den verdienten Fachkräften der oberen Etagen nun plötzlich 90 Prozent Steuer abverlangt, wenn sie einen Bonus erhalten, eine Treueprämie. [mehr]

Gefühlte Zukunft

Bei der Bahn scheinen ja nun geordnete Verhältnisse einzukehren. In insgesamt recht kurzer Frist hat der Staatskonzern einen neuen Vorstandsvorsitzenden bekommen, der alte hat sich in den Urlaub verabschiedet und verfolgt von dort aus die Abwicklung seines Vertrages, der ja noch ein erkleckliches Weilchen gelaufen wäre – und damit natürlich gewisse finanzielle Ansprüche garantiert. [mehr]

Auch Panikmacher sind Macher

Untätigkeit, Stille gar, oder im Einzelfall auch Nachdenken, das sind nicht die Tugenden in der hiesigen diskutierenden Öffentlichkeit. Aber es gibt mediale Heulbojen, die richten nicht nur Schaden am guten Geschmack an, sondern tun wirklich was für die Verschlechterung der real existierenden Verhältnisse. Zu nennen seien hier solche Koryphäen wie Gesine Schwan, die sich binnen Kurzem ja gern als präsidial abgeklärt in das höchste deutsche Staatsamt wählen lassen will, und der rührende, und zum Glück normalerweise nicht so rührige DGB-Chef Sommer. [mehr]

Und täglich grüßt der Maiszünsler ...

Schon das Wort „Genmais“ (oder beliebige andere Konstruktionen, wie etwa „Genschwein“) zeigt die gedankliche Unordnung bei denjenigen, die gegen die Grüne Gentechnik zu Felde ziehen: Mais – wie Pflanzen generell – ist natürlich immer „Genmais“, denn ohne Gene kein Leben. Aber das ist nur eine Kleinigkeit am Rande. [mehr]

Pleite à la carte

Die Finanz- und Wirtschaftskrise ziehen gemächlich ihre Bahn und bringen immer mal wieder kleine Höhepunkte – so zuletzt die Meldung über den starken Einbruch des Bruttoinlandsprodukts im letzten Quartal. Oder die sich hinziehenden Lösungsansätze für Opel. So richtig will aber keine Katastrophenstimmung aufkommen – es fehlt an den spektakulären Einzelereignissen, wie etwa dem Zusammenbruch von Lehman Brothers oder der KfW-Krise im letzten Jahr. So kann im öffentlichen Raum langsam der Eindruck entstehen: Krise, ja, gibt es wohl – aber auch daran gewöhnt man sich. [mehr]

Gerade jetzt!

In der Krise soll man sich vorbereiten – auf den kommenden Aufschwung. Das heißt nun beileibe nicht, dass damit Gesundbeterei gefordert wäre. Aber das Leben geht tatsächlich weiter, in jeder Hinsicht, und deshalb wird auch das derzeit Erlebte, auch die jetzige Prognoselandschaft eines Tages Geschichte sein. [mehr]

Stochern im Nebel

Es sieht düster aus. Aber für wen? Die neueste Erhebung der Weltbank prognostiziert einen Rückgang der Weltwirtschaft um sagenhafte 3 Prozent. Das wäre in der Tat bitter. Besonders für Deutschland. Hier dürfte es in diesem Jahr zu einem Schrumpfen der Wirtschaft um bis zu 7 Prozent kommen. Das geht im Wesentlichen auf die sinkenden Exporte zurück. Die von der Weltwirtschaft nicht mehr nachgefragten Autos und Maschinen stehen auf Halde – oder werden gar nicht mehr produziert. Nun rätseln die Experten, wie weit die Nebeneffekte der Krise noch gehen werden. Die Europäische Zentralbank hofft, dass bis Mitte 2010 wieder ein spürbares Wirtschaftswachstum einsetzt. Bis dahin sorgen sich die Notenbanker vor allem um den privaten Bankensektor, – möglich wäre eine neue Bankenkrise, wenn eine Erholung nicht rechtzeitig einsetzt. Zwar haben die Banken nach den Hilfsaktionen des Staates wieder genügend Geld in den Tresoren, aber es drohen auch weitere Ausfälle. Noch sind die Lasten aus den Verlusten der berüchtigten toxischen Wertpapiere nicht komplett bekannt oder gar kompensiert. Daneben drohen Ausfälle, wenn weitere Insolvenzen sich häufen. Am Freitag warnten dazu mehrere Hilfsorganisationen vor zunehmender Überschuldung in der Bevölkerung. Da Arbeitslosigkeit zu den Hauptursachen von privater Überschuldung zählt, dürften die Organisationen mit ihrer Prognose wohl recht haben, – denn nach Auslaufen der Kurzarbeiterregelung werden die Arbeitslosenzahlen nochmals stark ansteigen. Mit allen Folgen, die das für die Steuereinnahmen des ja gerade auch schon hoch belasteten Staates hat. [mehr]

Unentwirrbar

So verworren und aufgeladen, hektisch und abseits jeder Planung verlief die Diskussion um die Rettung oder Nicht- Rettung von Opel, dass nackte Zahlen keine Chance hatten. Dabei könnte in ihnen der Weg zu einer Lösung vorgezeichnet sein. Der Münchener Professor und Leiter des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat gnadenlos ermittelt, wo genau der Unfug einer staatlichen Milliardengabe an Opel liegen würde: Die Erhaltung jedes Arbeitsplatzes wäre weitaus teuerer als die Schaffung eines neuen in der Autoindustrie. [mehr]

Widersprüche und Risiken

Die Unternehmensmeldungen dieser Tage sind teils zum Fürchten, teils nur verblüffend. Und nicht alle der unguten Schlagzeilen sind der herrschenden Krise geschuldet. Der Kaufhauskonzern Hertie, vor nicht allzu langer Zeit erst wiederbelebt, steht vor dem Aus. [mehr]

Weltwirtschaft à la Teheran

Gute, ja ausgezeichnete Wirtschaftsbeziehungen zu Teheran, das ist, oder vielmehr war, eine Standardäußerung deutscher Unternehmen, wenn es um die Handelstätigkeit im Iran ging. Auch wenn es da einige Misstöne gibt heutzutage. Stichwort Ausrüstung mit Überwachungstechnologie, Stichwort Siemens. Da wird es (zu Recht) noch einige Diskussionen geben. [mehr]

Auf dem falschen Rad

Bei Porsche geht es gar lustig zu. Man mag sich als Außenstehender schon grämen, dass nicht mehr von dem bunten Treiben in und um Zuffenhausen an die Öffentlichkeit dringt – so wie jetzt etwa der Briefwechsel zwischen dem selbstbewußtauftrümpferischen WendelinWiedeking und dem hinterhältiggenialischen Ferdinand Piëch. Das hat doch was. Die „Süddeutsche Zeitung“, die diese Dokumente an Land gezogen hat, darf sich noch einmal überlegen, ob die Geschichte in den Wirtschaftsteil oder nicht doch lieber in die Rubrik “Panorama“ gehört. [mehr]

Double Dip

Fast könnte man meinen, ein wirklich dramatischer Aufschwung stehe unmittelbar bevor – zumindest suggerieren das die weiter steigenden Kurse an den Weltbörsen. Der Dow-Jones-Index übersprang die 9000-Punkte-Marke, der DAX erreichte ein Jahreshoch. [mehr]

Schlechte Nachricht

Der Verband der deutschen Autoindustrie erwartet ein Rekordjahr – der Absatz von Neuwagen dürfte auf die erstaunliche Zahl von 3,5 Millionen hochschnellen. [mehr]

Kein Ende

Das Gezerre um Opel geht munter weiter. Aber es nähert sich unaufhaltsam der Zeitpunkt, ab welchem der traditionsreiche Autobauer nur noch ein Muster ohne Wert ist. Die Aktie der Muttergesellschaft (momentan unter „Motors Liquidation Company“ gehandelt) hat in den letzten Jahren 98 Prozent ihres Wertes verloren. GM ist zwischenzeitlich in die Insolvenz abgetaucht und überraschend wieder erschienen. Dem Konzern gehören außer Opel noch die Hälfte von Isuzu und immerhin ein Fünftel von Suzuki. Also ein gehöriges Standbein im japanischen Markt – früher einmal ist General Motors mit lautem Wehklagen über japanische Marktbeschränkungen aufgefallen, bis sich herausstellte, dass man in dem Land weitgehend vergeblich versuchte, Autos mit Linkslenkung zu verkaufen, was in einem Staat, in dem Linksverkehr herrscht, naturgemäß schwierig ist, und nicht so sehr mit Wettbewerbsbeschränkungen zusammenhängt. Dies nur, um einmal zu zeigen, mit welcher Sorte Management man es hier zu tun hat. Nur zum Trost: Ex-GM-Chef Rick Wagoner gehören 0,03 Prozent der Firma, er leidet also mit (wenn auch auf hohem Niveau). Sein Anteil ist 750.000 Euro wert. Er könnte vermutlich mit den Ersparnissen seiner letzten Jobs den Laden komplett kaufen – 257 Millionen Euro müsste er dafür hinlegen, eine Summe, die in etwa einem Bonus eines Wall-Street-Bankers aus einem eher durchschnittlichen Geschäftsjahr entspricht. Aber lassen wir das. [mehr]

Opels Schicksal

Das Gezerre nimmt kein Ende – das Schicksal von Opel und seiner vieltausendköpfigen Belegschaft ist seit Monaten in der Schwebe, und niemand scheint mehr so recht den Elan zu haben, mit neuen Ideen den alten Autohersteller aus der Bredouille zu manövrieren. Es schleppt sich so hin, und wenn der Bundestagswahlkampf als Grund für eine etwaige Berliner Tempodrosselung vermutet wird, so ist das bestenfalls eine hinwahrheit. [mehr]

Hybris, Ruin, Entsetzen

Die HRE, ein Thema auf Jahre. Mit einzelnen Höhepunkten und Tiefschlägen – die abgelaufene Woche bot da einiges. Die drei Buchstaben, die ja schnell verschwinden sollen und dem seriösen Namen „Deutsche Pfandbriefbank“ Platz machen, beherrschen einstweilen die Schlagzeilen. [mehr]

Seid umschlungen, Millionen

Der Fall eines New Yorker Rohstoffhändlers, der von seinem Arbeitgeber über 100 Millionen Dollar Bonuszahlungen erwartet, hat kürzlich die amerikanische Öffentlichkeit wachgerüttelt. Und seither kommt sie auch nicht mehr richtig zum Schlafen. Die Citigroup, die über den genial wertvollen Angestellten verfügt, zeigt sich nämlich nicht abgeneigt, seine Forderung zu erfüllen. Aber mit welchem Geld? [mehr]

Apple zeigt wie es geht

Wenn die Woche für die Börsen unter dem Strich nicht ganz so schlecht abgeschnitten hat, dann ist das ein paar tapferen Unternehmen zu verdanken, die sich noch in der Krise gut geschlagen haben. [mehr]

HRE und (k)ein Ende

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Hypo Real Estate Bank hat den ersten Teil seiner Arbeit beendet: Zeugen vernehmen. Erwartungsgemäß blieben alle bei ihrer vorgefassten Überzeugung. Trotzdem hat der Ausschuss ein paar Ungereimtheiten aufgedeckt, zwischen Finanzaufsicht und Finanzministerium zum Beispiel. [mehr]

DAX - wohin?

Ach wie gut, dass niemand weiß, ... was uns noch alles bevorsteht. Und dennoch gibt es da immer wieder diese Leute, die alles wissen wollen, möglichst lange im Voraus, und diesen weisen Satz nicht beherzigen. Das führt dann zu Prognosen über Prognosen, und gerade jetzt haben sie wieder Saison. [mehr]

Abgefeiert

Die sogenannte Umweltprämie läuft aus – daraus sollten wir aber natürlich nicht schließen, dass die Umwelt von nun an in Ordnung sei und keiner weiteren Aufmerksamkeit bedürfe. Das sagt uns ja schon die sogenannte Ökosteuer, die weiterhin die Rentenversicherung stützen hilft (vermutlich weil Rentner irgendwie sauberer sind und versicherungspflichtige Arbeitnehmer das Geld, das der Staat ihnen so abknöpft, nicht mehr für unökologische Zwecke verpulvern können). Nun sind es also nur noch Tage, bis die fünf Milliarden Euro aufgebraucht sind [mehr]

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18 / 2019

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