boerse am sonntag - headline

Schliekers Woche

Out of time

Das jährliche Eis-Schau-Laufen in Davos ist vorbei – der Rest des Jahres wird beim World Economic Forum (WEF) unterteilt und getaktet durch weitere „regionale“ Gipfeltreffen, die in Europa weit weniger Resonanz finden als in den Gegenden der Welt, die dabei sind, dem Kontinent den Rang abzulaufen: Asien vorneweg, vorstellbar aber auch in geraumer Zeit der Mittlere Osten, Südamerika und am Ende gar Afrika. [mehr]

Autos fast well done

Ehe wir auf ein den Deutschen wichtiges, womöglich gar sehr wichtiges Thema kommen, lockt eine Betrachtung in die Küche, wo bei vielen Menschen in diesem Lande ein Gerät rührt und raspelt, das ähnlich geheimnisvoll vermarktet und vertrieben wird wie ein iPhone-Prototyp: Der – one and only – Thermomix. [mehr]

Die Börsen und der Nikolaus

Die Amerikaner feierten 2019 eine ganz besondere „Santa Rally“ – mit dem Standard & Poor’s-Index um fast 29 Prozent wertvoller als im Jahr zuvor, dem traurigen 2018. Und den Klecks Sahne obendrauf eben im Dezember, der Nikolausrally zu verdanken (und keiner weiß, warum). [mehr]

Geschäft robust, Ruf ruiniert?

Jeff Bezos wirkt beileibe nicht wie das Christkind, das wird niemand bestreiten wollen – er lässt zwar Gaben bringen, aber ob diese immer gut und mildtätig oder gar zur Erbauung geeignet sind, das darf man dann doch verneinen, und Jeff hätte wohl kaum etwas einzuwenden. [mehr]

Frau vs. DAX: 1:0

Unter den Kunden der ING Bank finden sich so viele Aktienanleger, dass man sie sogar zu statistischen Zwecken untersuchen kann – anonym, versteht sich, und ohne Ansehen der Person. Aufschlussreich ist so eine Statistik dann trotzdem. Ganz besonders, wenn es Richtung Jahresende geht und das Ziehen zahlreicher Bilanzen gerade ganz große Mode wird, ehe die Voraussagen für 2020 inklusive Chancen des Aktienmarkts die Spalten der Blätter beherrschen. [mehr]

Brexit: Unsicherheit noch unsicher

Nach den Parlamentswahlen in Großbritannien mit ihrer absoluten Mehrheit für die Konservativen stellt sich die Börse keine Fragen mehr: Boom heißt es ab sofort, im positiv konnotierten Sinne des Wortes, nicht lautmalerisch gemeint. Aber das kann natürlich noch kommen, denn womöglich ist die Kanonade nur aufgeschoben. [mehr]

Grüne Investments: Mehr als acht Prozent Rendite

Mit Worten Gutes tun ist in der Vorweihnachtszeit vielgeliebte Übung, aber meist folgenlos wie die frommen Wünsche der Selbstverbesserung zu Neujahr. Zumindest im Bereich der Geldanlage ist es mit dem Folgenlosen fast zwangsläufig anders – wo das Geld arbeitet, ereignet sich immer etwas, nicht immer allerdings das Gewünschte. [mehr]

Krise mit Allradantrieb

Nein, es wird keine Massenarbeitslosigkeit geben durch die Stellenkürzungen in der Automobilindustrie. Sagen Ökonomen, führende sogar. Da mögen sie vorerst recht haben, allerdings ist es von einem fast leergefegten Arbeitsmarkt, wie bis unlängst in Deutschland, zu einer von Massenarbeitslosigkeit geprägten Situation nicht nur ein Schritt, sondern es sind sicher mehrere. [mehr]

EZB: Neue Stimme, dasselbe Lied

Sie werde kontinuierlich die Nebeneffekte der EZB-Geldpolitik beobachten, sagte die neue EZB-Präsidentin. Da wird sie mehrere Augen brauchen, denn die sogenannten Nebeneffekte treten an den verschiedensten Ecken und Ende hervor. [mehr]

Schmutzige Phantasie gefragt

In der alles beherrschenden, berührenden und verändernden Klimadebatte kommt eines kaum vor: Die schiere Notwendigkeit, fossile Brennstoffe in zahlreichen Ländern rund um den Globus noch für unabsehbare Zeit nutzen zu müssen. [mehr]

Bargeld lacht

Kontaktlos zu bezahlen bedeutet auch, sich am Geld keine Krankheitskeime einzufangen. Dagegen fängt man sich eine lückenlose Verfolgung in elektronischen Wüsten, die noch keines Menschen Seele je bereist hat. Das Grummeln über eine denkbare Abschaffung des Baren, Wahren wird langsam aber sicher immer deutlicher vernehmbar – zumindest in Deutschland, wo man traditionell denkt und handelt und neuartigem Firlefanz zunächst mit hartnäckigem Ignorieren begegnet. [mehr]

Wirecard: Spieler oder Spielball?

Ein „Global Player“ aus Good Old Germany, noch dazu im hierzulande unterschätzten Hightech-Finanzsektor – so sieht sich Wirecard aus Aschheim bei München, der Treiber schlechthin des drahtlosen, eben nicht „wire“-gebundenen Geschäfts mit 290.000 Kunden weltweit und Präsenz in 54 Sprachräumen – globaler geht nicht. [mehr]

Wenn Schaden nicht klug macht

Milliarden und Abermilliarden kostet der zunehmend absurde Handelskrieg des amerikanischen Präsidenten gegen den Rest der Welt. [mehr]

Was ist los bei SAP?

Mitten in der Nacht, genauer am Freitag früh um 1:09 Uhr, kam die dpa-Meldung, dass Bill McDermott seinen Posten als Vorstandsvorsitzender von SAP mit sofortiger Wirkung niederlegt – nachdem ebenfalls dpa nur zwanzig Minuten zuvor noch über die ermutigenden Quartalszahlen des Konzerns berichtet hatte und dabei erwähnte, dass McDermott Mitte November auf einer Kapitalmarktkonferenz die künftige strategische Planung von SAP vorstellen werde. [mehr]

Es ist soweit

Die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau sind im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 17 Prozent eingebrochen. Eine lakonische Meldung dieser Tage, die ein Schlaglicht wirft, mehr erst einmal nicht. [mehr]

Wework – da werkelt nicht der Chef persönlich

Wenn man eine Arbeitsplatz-Vermietung als hippes Hightechunternehmen verkleidet und anschließend Hundert-Millionen-Dollar-Schecks einsammelt wie andere Äpfel und Nüsse, wenn man dann mit Aplomb an die Börse gehen will, damit die Venture-Kapitalisten ein paar sich hinzugesellende Anleger verzeichnen können, dann ist etwas faul. Und geht schief. [mehr]

Alles erneuerbar – sogar RWE

Erstaunlicher Wandel kennzeichnet manchmal den ohnehin doch überraschungsgeprägten Börsenhandel – zum Glück, möchte man ausrufen, denn das Leben ist doch sonst mitunter gemächlich bis gar langweilig. Nicht mit RWE! [mehr]

Asiatische Angriffe

Mit Börsenfusionen und Übernahmen ist es bekanntlich so eine Sache. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt mehrheitlich ein wildes Hin und Her mit wenig substantiellen Ergebnissen. [mehr]

Schwarzes Loch Brexit

Noch immer ist alles drin in der Brexit Tragikomödie, nur nicht gutes (denn keiner tut es). Mit Tricks und Finessen werden Bürger am Gängelband geführt, Unternehmen verunsichert und Parlamentarier aller Schattierungen vorgeführt (ja, auch die, die beim Schlagabtausch einschlafen). [mehr]

Das Grauen erreicht die Kleinanleger

Das Geld hat keinen Preis mehr – wer zukünftige Kosten und Renditen berechnen will, tappt noch mehr im Dunkeln als das sowieso bei Zukunftserwartungen der Fall ist. Die Europäische Zentralbank, seit 2011 dabei, den Sinn des Wirtschaftens auf den Kopf zu stellen, hat gerade erneut weitere drastische Maßnahmen zur Geldvermehrung angekündigt, dazu natürlich Strafzinsen: Wer sein Geld besinnungslos ausgibt, was bei Staatsregierungen gern mal der Fall ist, wird belohnt – vor allem, wenn es fremdes Geld ist. [mehr]

Fulminantes Comeback – oder Strohfeuer?

Die Aktionäre des Chemie- und Pharmariesen Bayer sind seit vielen Monaten ein Bild des Schreckens gewohnt. Der Wert der Aktie kannte offenbar kein Halten mehr, seit die Leverkusener den amerikanischen Saatguthersteller Monsanto übernommen hatten. Doch nun auf einmal steigt der Aktienkurs rasant. [mehr]

Streit um des Streits willen?

Der Plan könnte so aussehen: US-Präsident Donald Trump verschärft weiter die Einfuhrzölle, um weniger ausländische Produkte im amerikanischen Alltag zu sehen: Deutsche Autos, chinesische Telefone. Einer Rezession würde Amerika gleichwohl entkommen, denn das soll die Notenbank verhindern. [mehr]

Umarmt vom Kraken

Alphabet, der Sammelname für Google, Youtube, aber auch Waymo (KI in Autos), hat im abgelaufenen Vierteljahr an die zehn Milliarden Dollar verdient. Und den Umsatz um bald 20 Prozent gesteigert. Nüchterne Zahlen, so scheint es – aber vor der Größenordnung kann einem angst und bange werden. [mehr]

Boeing nach Abstürzen in Bedrängnis

Der traditionsreiche amerikanische Flugzeughersteller Boeing gerät ins Trudeln. Die zwei Abstürze von B-737 Max Flugzeugen mit hunderten Todesopfern bringen Boeing in Bedrängnis. Europa-Konkurrent Airbus sieht es allerdings nur mit gemischten Gefühlen. [mehr]

Die Umwelt und ihre Helfer

Der Bundesgerichtshof hat der sogenannten Deutschen Umwelthilfe bescheinigt, dass sie das Recht auf Abmahnungen und Klagen besitzt und dies nicht rechtsmissbräuchlich angewendet habe. Das Urteil musste wohl so ausfallen, denn die Klagerechte stehen so im Gesetz. [mehr]

Warum sind Auslandsaktionäre schlauer?

Wer der festen Überzeugung ist, der Planet müsse verkochen, und sich auch nicht vorstellen kann, dass es in der Geschichte durchaus wärmere Zeiten gegeben hat als in diesen Tagen, Monaten und Jahren, und nichts und niemand hart gesotten wurde, der jedenfalls müsste sich konsequenterweise kaum Sorgen um die Altersvorsorge machen. Alle anderen dürften die fast ewige Litanei der demographischen Falle mehrfach gehört haben, in die man in Deutschland gerade läuft – und im Gegensatz zu wilden Hitzetheorien gibt es hier statt apokalyptischer Visionen harte Mathematik. [mehr]

Druckabfall im Fluggeschäft

Die Woche hatte es in sich für Lufhansa und Co. Rechtzeitig zur Urlaubssaison wurde die LH-Aktie, nun ja, günstiger – vermutlich leider noch nicht das ultimative Last-Minute-Angebot. [mehr]

Wie man Märkte zerstört

Das Thema „Wohnen“ ist naturgemäß heftig aufgeladen mit Emotion und Eifer – eines der Grundbedürfnisse des Menschen und ein Kostenfaktor, der kaum zu vermeiden ist. Sobald Mieter mehr als 40 Prozent des verfügbaren Einkommens für die Zahlung der Miete ausgeben müssen, macht sich Unruhe breit. [mehr]

Fiat-Chrysler und Renault-Nissan – ein weltumspannender Traumvierer?

Es muss etwas geschehen, aber es darf nichts passieren: Im denkbaren Fall eine Fusion von Fiat-Chrysler und Renault melden sich die Beharrungskräfte zu Wort. Zum Beispiel die französische Regierung, die nur unter der Auflage, es dürfe keine Jobverluste in Frankreich geben, einer solchen Firmenfusion grünes Licht geben will. [mehr]

Der Goldesel liefert nicht mehr

Die aktuelle Steuerschätzung offenbart, dass die Einnahmen des Staates künftig langsamer wachsen. Das ist kein Unglück, und man hätte es wissen müssen. [mehr]

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36 / 2020

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