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Tops & Flops diese Woche u.a. mit amazon.com und Infineon


Tops

amazon.com: Überrascht mit Gewinn

Damit hatten die Investoren nicht gerechnet. Der Online-Händler hat im zweiten Quartal überraschend schwarze Zahlen geschrieben. Die Aktie schnellte kräftig nach oben und markierte neue Rekorde. Während vor einem Jahr noch ein Verlust von 196 Mio. US-Dollar angefallen war, erzielte amazon.com (WKN: 906866) nun einen Profit von 92 Mio. US-Dollar. Außerdem kletterte der Umsatz um fast 20 Prozent. Dabei beeindruckend war vor allem die Entwicklung im Cloud-Geschäft, das Rechenleistung auf Amazon-Servern anbietet.

SanDisk: Besser als befürchtet

In der Vorwoche hatte die Aktie von SanDisk (WKN: 897826) ein neues Korrekturtief markiert, setzte dann aber zu einer kleinen Gegenbewegung an. Diese setzte sich jüngst äußerst dynamisch fort. Der Kurs sprang kräftig nach oben, nachdem der Spezialist für Flash-Speicherkarten seine Quartalsbilanz vorgelegt hatte. Umsatz und Gewinne waren zwar kräftig gesunken, allerdings fielen die Rückgänge nicht so stark aus wie befürchtet. Das reichte offenbar als Kaufargument, so dass die Aktie zu den stärksten im NASDAQ 100 gehörte.

Manz: Großaufträge beflügeln

Der Hightech-Maschinenbauer berichtete Anfang der Woche, mehrere Großaufträge für Anlagen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für Smartphones, Tablet-Computer und Notebooks erhalten zu haben. Das Gesamtvolumen wurde mit rund 50 Mio. Euro beziffert. Der Kurs des TecDAX-Wertes (WKN: A0JQ5U) machte daraufhin einen kräftigen Sprung. Die Anleger zeigten sich offenbar erleichtert. Schließlich hatte Manz erst Ende Juni Order-Stornierungen über 12 Mio. Euro einräumen müssen und daraufhin die Prognose gekappt.


Flops

United Technologies: Prognosen gesenkt

Der US-Industriekonzern (WKN: 852759) bietet ein breites Portfolio verschiedenster Produkte. Dazu gehören Klimaanlagen, Fahrstühle und Flugzeugturbinen. Im zweiten Quartal liefen die Geschäfte nicht sonderlich gut. Umsatz und Gewinne waren rückläufig. Außerdem senkte United Technologies die Prognosen für das Gesamtjahr. Zahlen und Ausblick schmeckten den Investoren gar nicht, wie der kräftige Kursrückgang nahelegt. Der Wert setzte damit seine Talfahrt dynamisch fort, die seit dem Rekord im Februar auszumachen ist.

Chesapeake Energy: Streicht Dividende

Chesapeake Energy (WKN: 885725) ist der größte Erdgasproduzent in den USA und nimmt bei der Ölförderung den elften Rang ein. Seit Mitte 2014 steht die Aktie des S&P-500-Wertes massiv unter Druck. Das schlechte Branchenumfeld mit sinkenden Verkaufspreisen macht dem Unternehmen zu schaffen, das vor allem die technisch aufwändige und damit kostenintensive Förderung von Schiefergas betreibt. Der angeschlagene Energiekonzern streicht nun die Dividende, was zu einer Fortsetzung der Kurstalfahrt führte.

Infineon Technologies: Konkurrenz schürt Sorgen

Die Aktie des deutschen Chip-Herstellers (WKN: 623100) gehörte in der vergangenen Woche zu den schwächsten DAX-Werten. Einige negativ aufgenommene Bilanzen und Ausblicke von US-Konkurrenten dämpften die Kauflaune. Unter anderem hatte Linear Technology (WKN: 872629) von einer stark eingebrochenen Nachfrage im Kernsegment Industrials gesprochen. Von Infineon Technologies selbst gab es indes keine neuen Nachrichten. Der Konzern wird erst nächsten Donnerstag seine 9-Monatsbilanz vorlegen.

31.07.2015 | 10:51

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