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Netezza: Übernahmeangebot von IBM

IBM (WKN 851399) will für 1,7 Mrd. US-Dollar den US-Datenanalyse-Dienstleister Netezza (WKN A0MQ66) übernehmen. Je Aktie werden 27 US-Dollar geboten. Netezza hatte vor Bekanntgabe der Offerte mit 24,60 US-Dollar je Aktie geschlossen. Im vergangenen Jahr setzte der Übernahmekandidat mit rund 470 Mitarbeitern 190,6 Mio. US-Dollar um. Der Gewinn schrumpfte von 31,5 auf 4,2 Mio. US-Dollar. Für das laufende Jahr prognostizieren Analysten 234 Mio. US-Dollar Umsatz. 

United Internet: US-Expansion beflügelt 

Fester tendierte United Internet (WKN 508903) in der vergangenen Börsenwoche. Die Mail-Tochter GMX hat in den USA die Domain www.mail.com mit rund 14 Millionen Kundenkonten übernommen. Bisher war UI in den Vereinigten Staaten nur als Web-Hoster aktiv. Analysten von Macquarie erhöhten das Kursziel für den Internet-Dienstleister von 14 auf 16 Euro je Aktie und bestätigten die Bewertung „outperform“. Die WestLB bekräftigte ihre Kaufempfehlung. Kursziel: 14 Euro je Aktie. 

Brocade: Übernahmespekulation

Nach dem Übernahmeangebot für Netezza (WKN A0MQ66) soll IBM (WKN 851399) ein Auge auf den wesentlich größeren Datenspeicher-Spezialisten Brocade Communications (WKN A0MV9G) geworfen haben. Obwohl die Kalifornier in der Vergangenheit schon mehrfach als Übernahmeobjekt gehandelt wurden, sprang der Kurs deutlich an. Im vergangenen Geschäftsjahr (Ende: 31. Oktober 2009) setzt Brocade 1,95 Mrd. US-Dollar um. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 76,6 Mio. US-Dollar an.          

Flop

Deutsche Bank: Bezugsrechtsabschlag 

Im Rahmen der am 22. September gestarteten Kapitalerhöhung wurde die Deutsche Bank (WKN 514000) ab vergangenen Mittwoch ex Bezugsrecht gehandelt. Der Kurs stürzte daraufhin in die Tiefe. Die neuen Aktien kosten jeweils 33 Euro. Das die Kapitalerhöhung begleitende Bankenkonsortium hatte 31,80 Euro je Aktie garantiert. Die Bezugsrechte können noch bis zum 5. Oktober ausgeübt werden. Erster Handelstag der neuen Aktien ist der 6. Oktober.       

Siemens: Milliardenabschreibung droht

Siemens (WKN 723610) muss im Schlussquartal voraussichtlich bis zu 1,4 Mrd. Euro auf seine Medizintechniksparte abschreiben – das Management hat für die 2006 und 2007 übernommenen Laborausrüster DPC, Bayer Diagnostics und Dade Behring zu viel bezahlt. Die französische Investmentbank Cheuvreux stuft die Aktie nach wie vor mit „underperform“ ein. Kursziel: 80 Euro je Aktie. Kepler Equities bekräftigte die Empfehlung „reduzieren“.

Merck KGaA: Kursrutsch

Die Zulassung von Cladribin in Tablettenform zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose in der EU verzögert sich. Die entsprechende Gutachterkommission der europäischen Arzneimittelbehörde EMA habe sich zunächst gegen eine Markteinführung des Medikamentes ausgesprochen, teilte der Darmstädter Pharmakonzern Merck (WKN 659990) mit. Cladribin ist bisher in Russland und Australien zugelassen. Die Zulassung für die USA erwartet Merck bis zum Jahresende.

24.09.2010 | 00:00

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