boerse am sonntag - headline

Top


Tops

King Pharmaceuticals: Übernahmeangebot

Für 3,6 Mrd. US-Dollar will Pfizer (WKN 852009) den Konkurrenten King Pharmaceuticals (WKN 911091), der sich auf Schmerzmedikamente spezialisiert hat, übernehmen. Je Aktie werden 14,25 US-Dollar geboten. King hatte vor Veröffentlichung der Offerte mit 10,15 US-Dollar geschlossen. Pfizer rechnet, sollte die Übernahme von den Aktionären absegnet werden, in den kommenden beiden Jahren mit einem Gewinnbeitrag von 0,02 US-Dollar je Aktie, ab 2013 mit 0,03 bis 0,04 US-Dollar je Aktie.

Avon: Übernahmefantasie

Der französische Kosmetikkonzern L’Oreal (WKN 853888) soll ein Auge auf den US-Konkurrenten Avon Products (WKN 853836) geworfen haben. Nach Informationen der britischen Tageszeitung „Daily Mail“ werde an einem Übernahmeangebot von rund 44 US-Dollar je Aktie gearbeitet. Dies entspricht einem Kaufpreis von etwa 19 Mrd. US-Dollar. Bevor das Übernahmefieber entfacht wurde, hatte Avon mit 33,16 US-Dollar geschlossen.  

Q-Cells: Kapitalerhöhung beendet

Q-Cells (WKN 555866) hat seine Kapitalerhöhung im Verhältnis 2:1 abgeschlossen. Insgesamt seien 99,1 Prozent der Bezugsrechte ausgeübt worden, teilte der Solarzellenhersteller mit. Der Bezugspreis lag bei 2,16 Euro je Aktie. Die nicht bezogenen Aktien wurden via Börse veräußert. Insgesamt flossen dem Unternehmen 127 Mio. Euro zu. Mit dem Geld soll eine Wandelschuldschreibung vorzeitig zurückgekauft werden.

Flop

Chevron: Gewinnwarnung

Der Gewinn im dritten Quartal werde geringer als im Vorquartal ausfallen, warnte der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron (WKN 852552). Unter anderem belaste die schwache heimische Währung das Ergebnis mit 400 Mio. US-Dollar. Konkrete Zahlen sollen am 29. Oktober vorgelegt werden. Experten rechnen bisher vor Sonderposten mit 2,28 US-Dollar Gewinn je Aktie. Im zweiten Quartal hatte Chevron 2,70 US-Dollar je Aktie verdient, im dritten Quartal 2009 1,72 US-Dollar je Aktie.

Drägerwerk: Ausblick auf 2011 enttäuscht

Drägerwerk (WKN 555063) rechnet im Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum von 10%. Zuvor war der Medizin- und Sicherheitstechniker von einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. 2009 hatten die Lübecker 1,91 Mrd. Euro umgesetzt. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) soll statt 7 bis 8% nun 8 bis 9% erreichen. Im kommenden Jahr erwartet Drägerwerk dagegen nur einen leichten Umsatzanstieg. Zudem wird die EBIT-Marge von 2010 voraussichtlich nicht übertroffen werden.

Roche: Umsatzrückgang im dritten Quartal

Im dritten Quartal schrumpfte der Umsatz des Schweizer Pharmakonzerns Roche (WKN 855167) von 12,39 auf 11,49 Mrd. Schweizer Franken. Marktbeobachter hatten nur einen Rückgang auf 11,8 Mrd. Schweizer Franken erwartet. Ursachen seien unter anderem die starke heimische Währung und Belastungen im Zuge der US-Gesundheitsreform, teilten die Baseler mit. Zudem hatte im Vorjahr die Schweinegrippe-Hysterie für Großaufträge für das Grippemittel Tamiflu gesorgt.

15.10.2010 | 00:00

Artikel teilen: