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VW: MAN-Monopoly

VW (WKN 766403) will seine Beteiligungen an den Nutzfahrzeugherstellern MAN (WKN 593700) und Scania (WKN 899845) angeblich neu ordnen. Geplant sei eine Aufstockung der Scania-Beteiligung (bisher 46% und 71% der Stimmrechte) auf 75 bis 80%, berichtete der „Spiegel“. Gleichzeitig würden den Schweden die von VW gehaltenen MAN - Aktien (rund 30%) übertragen werden. Anschließend soll es ein Übernahmeangebot von Scania an die MAN - Aktionäre geben. Scania bestätigte entsprechende Verhandlungen mit MAN.

Bucyrus: Übernahmeangebot von Caterpillar

Für insgesamt 8,6 Mrd. US-Dollar möchte der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar (WKN 850598) den Bergbau-Ausstatter Bucyrus International (WKN A0CAMW) inklusive Schulden übernehmen. Je Aktie werden 92 US-Dollar geboten. Die Barofferte hat ein Volumen von 7,6 Mrd. US-Dollar. Mitte kommenden Jahres soll die Übernahme abgeschlossen werden. Bucyrus hatte vor Bekanntgabe des Angebotes mit 69,62 US-Dollar pro Aktie geschlossen.

Solarworld: Familiäre Einkaufstour

Solarworld (WKN 510840) will den Projektentwickler und Solarpark-Betreiber Solarparc (WKN 635253) per Aktientausch übernehmen. Die Bonner halten bereits 29%. 50,01% gehört der Eifelstrom GmbH. Je Anteil wird eine eigene Aktie geboten. Solarworld notierte vor Veröffentlichung des Angebotes mit 8,48 Euro pro Aktie, Solarparc mit 6,16 Euro. Beiden Unternehmen steht Frank Asbeck in Personalunion als Vorstandschef vor. Die Eifelstrom GmbH wird ebenfalls von Asbeck kontrolliert.  

Flop

Potash: BHP Billiton gibt auf

Der australische Bergbaukonzern BHP Billiton (WKN 908101) hat seine 38,6 Mrd. US-Dollar-Übernahmeofferte für den kanadischen Düngemittelproduzenten Potash (WKN 878149) nach massivem Widerstand zurückgezogen. Potash hatte das Mitte August abgegebene Angebot von 130 US-Dollar je Aktie stets als zu niedrig zurückgewiesen. Um die Aktionäre zu besänftigen, will BHP nun eigene Aktien im Volumen von 4,2 Mrd. US-Dollar zurückkaufen.

Ahold: Quartalsgewinn schrumpft

Der Gewinn des niederländischen Einzelhändlers Ahold (WKN A0MZBE) sank im dritten Quartal aufgrund einer höheren Steuerbelastung von 244 auf 223 Mio. Euro, der Gewinn je Aktie von 0,20 auf 0,19 Euro. Marktbeobachter hatten einen Rückgang auf 228 Mio. Euro prognostiziert. Vor Steuern legte der Gewinn von 207 auf 237 Mio. Euro zu. Der Umsatz kletterte von 6,04 auf 6,69 Mrd. Euro. 4,08 Mrd. Euro wurden in den USA, 2,24 Mrd. Euro in den Niederlanden umgesetzt.  

Smartrac: Verbannung aus TecDAX

Smartrac (WKN A0JEHN) wurde am Freitag durch den Medizintechniker Stratec Biomedical Systems (WKN 728900) im TecDAX ersetzt. Im Zuge der Übernahme durch One Equity Partners, einer Investment-Gesellschaft der US-Bank J.P. Morgan, ist der Streubesitz des niederländischen Funktechnikspezialisten unter die Mindestschwelle von 10% gesunken. Indexneuling Stratec rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatzanstieg von 79,6 auf 96 bis 102 Mio. Euro.

 

 

19.11.2010 | 00:00

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