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Rambus: Umsatzprognose verdoppelt

Der US-Chip-Designer Rambus (WKN 906870) hat seine Umsatzprognose für das vierte Quartal von 40 bis 50 Mio. US-Dollar auf 85 bis 93 Mio. US-Dollar erhöht. Grund sind Lizenzzahlungen des japanischen Speicherchip-Herstellers Elpida in Höhe von insgesamt 180 Mio. US-Dollar in den nächsten fünf Jahren. Davon werden 47 Mio. US-Dollar im Schlussquartal verbucht. Beide Unternehmen hatten ein bestehendes Patentabkommen verlängert.

Jenoptik: Optimistischerer Ausblick 

Dank des inzwischen abgeschlossenen Verkaufs der Weltraumsparte an EADS rechnet Jenoptik (WKN 622910) im Gesamtjahr mit 50 Mio. Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT). Zuvor hatte der Technologiekonzern mindestens 25 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Im ersten bis dritten Quartal erreichte das EBIT 22,5 Mio. Euro. 2009 hatte die Sparte rund 30 Mio. Euro umgesetzt. Unicredit bestätigte das Kursziel 7 Euro je Aktie und die Kaufempfehlung. M.M. Warburg erhöhte das Ziel von 6,20 auf 6,70 Euro.

Barnes & Noble: Übernahmefantasie

Barnes & Noble (WKN 887840) machte in den vergangenen Tagen mit einem Kurssprung auf sich aufmerksam. Konkurrent Borders Group (WKN 895356) soll an einer Übernahme der defizitären US-Buchhandelskette interessiert sein. Hedgefondsmanager William Ackmann, der 37,3% an Borders hält, will eigenen Angaben zufolge ein Angebot von 16 US-Dollar je „Barnes & Noble" Aktie finanzieren. Zuvor hatte die Aktie mit 13,28 US-Dollar notiert.

Flop

Postbank: Verbannung aus MDAX

Am Dienstagabend musste die Postbank (WKN 800100) aufgrund des im Zuge der Übernahme durch die Deutsche Bank unter 10% gesunkenen Streubesitzanteils den MDAX verlassen. Den freien Platz nahm die Deutsche Wohnen AG (WKN A0HN5C), bisher SDAX, ein. In den SDAX rückte wiederum SAF Holland (WKN A0MU70) nach. Mit Wirkung zum 20. Dezember fliegt Teleplan (WKN 916980) infolge der Übernahme durch Gilde aus dem SDAX. Aufsteiger ist der Weinhändler Hawesko (WKN 604270).

ACS: Hochtief erhöht Kapital

Zwecks Abwehr der mehrheitlichen Übernahme durch den spanischen Baukonzern ACS (WKN A0CBA2) hat Hochtief (WKN 607000) einen neuen Großaktionär. Im Zuge einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechtes wurden 7 Mio. Aktien an das Golfemirat Katar verkauft. Ausgabepreis: 57,114 Euro. Die Qatar Holding hält damit rund 9,1% des Grundkapitals. Anteilseigner von Hochtief dienten ACS im Rahmen des laufenden Übernahmeangebotes bisher keine Aktien an.

Research In Motion: Analysten senken Daumen

Der kanadische Blackberry-Anbieter Research In Motion (WKN 909607) wurde durch CLSA Asia-Pacific Markets von „kaufen“ auf „underperform“ degradiert. Das Kurspotenzial sei ausgereizt, erklärten die Experten. Im ersten Quartal 2011 werde Verizon voraussichtlich mit dem Vertrieb des iPhones von Apple starten und damit den Absatz des Blackberrys bremsen, heißt es. Analysten von Gleacher & Co. stuften Research In Motion von „kaufen“ auf „neutral“ herunter.

10.12.2010 | 00:00

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