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MorphoSys: Spartenverkauf füllt Kasse

MorphoSys (WKN: 663200) verkauft für 53 Mio. Euro in bar die Geschäftssparte Forschungs- und diagnostische Antikörper AbD Serotec an Bio-Rad Laboratories. Die Transaktion, bei der auch die Tochterunternehmen MorphoSys UK, MorphoSys AbD GmbH und MorphoSys US an Bio-Rad übergehen, soll im Januar 2013 abgeschlossen werden. Die Töchter verfügen über Barreserven von rund 5 Mio. Euro, die im Kaufpreis berücksichtigt worden sind. Künftig wollen sich die Bayern auf die Wirkstoffentwicklung konzentrieren.

Evotec: Meilensteinfantasie

Janssen Pharmaceuticals wird Wirkstoffkandidaten aus dem Portfolio von Evotec (WKN: 566480) weiterentwickeln. Ziel ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen. Den Hamburgern fließen im Gegenzug 2 Mio. US-Dollar zu. Weitere 6 Mio. US-Dollar werden beim Nachweis bestimmter präklinischer Eigenschaften fällig. Doch damit nicht genug: Sollte ein entsprechendes Medikament auf den Markt kommen, winken Meilensteinzahlungen von bis zu 67 Mio. US-Dollar. Zudem wird Geld beim Erreichen bestimmter Umsatzziele fließen.

Nike: Gewinnprognose überboten

Im zweiten Geschäftsquartal brach der Gewinn des US-Sportartikelanbieters Nike (WKN: 866993) von 469 auf 384 Mio. US-Dollar ein. Der Gewinn aus fortgeführter Geschäftstätigkeit legte von 480 auf 521 Mio. US-Dollar zu, der entsprechende Gewinn je Aktie von 1,03 auf 1,14 US-Dollar. Experten hatten 1,00 US-Dollar prognostiziert. Dank eines brummenden Heimatmarktes zog der Gesamtumsatz von 5,55 auf 5,96 Mrd. US-Dollar an. Prognose: 6 Mrd. US-Dollar. Die Bestellungen für den Lieferzeitraum Dezember 2012 bis April 2013 erhöhten sich um 6% auf 9,3 Mrd. US-Dollar.

Flop
 
Merck: Krebsimpfstoff Stimuvax versagt

Neuer Rückschlag für Merck (WKN: 659990) nach dem Erbitux-Misserfolg: Der Krebsimpfstoff Stimuvax hat in einer klinischen Phase-III-Studie versagt. Es sei „keine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit inoperablem nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom“ festgestellt worden, teilten die Darmstädter mit. Dennoch sollen derzeit in Asien laufende klinische Studien mit Stimuvax fortgesetzt werden. Merck hatte die weltweiten Lizenzrechte für den Wirkstoff 2007 von der US-Firma Oncothyreon erworben.

Research In Motion: Verbannung aus NASDAQ-100-Index

Der angeschlagene Blackberry-Anbieter Research In Motion (WKN: 909607) fliegt am 24. Dezember (in den USA wird im Gegensatz zu Deutschland bis 13 Uhr Ortszeit gehandelt) aus dem NASDAQ-100-Index. Dasselbe Schicksal erleiden unter anderem Electronic Arts (WKN: 878372), Flextronics (WKN: 890331), Netflix (WKN: 552484) und Verisign (WKN: 911090). Insgesamt tauscht der Börsentreiber zehn Aktien aus. Neu in den Index werden Analog Devices (WKN: 862485), Liberty Media (WKN: A1JLEX) und Western Digital (WKN: 863060) aufsteigen.

Micron: Quartalsverlust vergrößert

Infolge einer schwachen PC-Nachfrage und gesunkener Preise erhöhte der US-Speicherchip-Produzent Micron Technology (WKN: 869020) den Verlust im ersten Geschäftsquartal von 187 auf 285 Mio. US-Dollar. Der Fehlbetrag je Aktie stieg von 0,19 auf 0,27 US-Dollar. Im operativen Geschäft weitete sich der Verlust von 82 auf 157 Mio. US-Dollar aus. Der Umsatz schrumpfte von 2,09 auf 1,83 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten mit 2 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,20 US-Dollar Verlust je Aktie gerechnet.

21.12.2012 | 00:00

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