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Münchener Rück: Dividende steigt

Im vierten Quartal schrumpfte der Gewinn des Rückversicherers Münchener Rück (WKN: 843002) von 0,63 auf 0,48 Mrd. Euro. Der im operativen Geschäft erzielte Gewinn verdoppelte sich dagegen von 0,8 auf 1,6 Mrd. Euro. Die Prämieneinnahmen stiegen von 12,4 auf 12,9 Mrd. Euro, der Gewinn aus Kapitalanlagen von 1,9 auf 2,2 Mrd. Euro. Im Gesamtjahr zog der Gewinn dank einer geringeren Zahl von Großschäden von 0,71 auf 3,2 Mrd. Euro an, der operative Gewinn von 1,2 auf 5,4 Mrd. Euro. Vor diesem Hintergrund soll die Dividende von 6,25 auf 7,00 Euro je Aktie angehoben werden.   

LinkedIn: Stürmisches Wachstum

Das kalifornische Karriere-Netzwerk LinkedIn (WKN: A1H82D) erhöhte den Überschuss im vierten Quartal von 6,92 auf 11,51 Mio. US-Dollar. Je Aktie legte der Gewinn von 0,06 auf 0,10 US-Dollar zu, vor Sonderposten von 0,12 auf 0,35 US-Dollar. Der Umsatz zog von 167,74 auf 303,62 Mio. US-Dollar an. Experten hatten 280 Mio. US-Dollar Umsatz und 0,19 US-Dollar Gewinn je Aktie vor Sonderposten erwartet. Im laufenden Quartal sollen 305 bis 310 Mio. US-Dollar umgesetzt werden, im Gesamtjahr 1,41 bis 1,44 Mrd. US-Dollar.

HeidelbergCement: Operativ mehr verdient

HeidelbergCement (WKN: 604700) steigerte den operativen Gewinn im Schlussquartal von 410 auf 455 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung von Abschreibungen legte der operative Gewinn von 639 auf 691 Mio. Euro zu. Der Umsatz zog dank Zuwächsen in Nordamerika, in der Asien-Pazifik-Region sowie im Afrika-Mittelmeerraum von 3,28 auf 3,50 Mrd. Euro an. Im Gesamtjahr erhöhte der Baustoffproduzent den operativen Gewinn von 1,47 auf 1,61 Mrd. Euro. Der Umsatz legte von 12,90 auf 14,02 Mrd. Euro zu.

Flop

Börse AG: Umsatz und Gewinn gesunken

2012 verdiente die Deutsche Börse (WKN: 581005) auf um Sonderposten bereinigter Basis rund 660 Mio. Euro. Im Jahr zuvor  hatte sich der Gewinn auf 848,8 Mio. Euro verdoppelt. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte der Gewinn von 1,15 auf (bereinigt) 1,0 Mrd. Euro. Der Umsatz sank von 2,23 auf 1,93 Mrd. Euro. Die Dividende soll auf 2,10 Euro reduziert werden. Für 2011 hatte der Börsentreiber 2,30 Euro je Aktie plus 1 Euro Sonderdividende ausgeschüttet. Um die Kosten weiter zu senken, will die Börse AG jährlich 70 Mio. Euro einsparen.

Commerzbank: Verlustreiches Schlussquartal

Im Schlussquartal verlor die Commerzbank (WKN: 803200) 720 Mio. Euro – Abschreibungen in Höhe von 560 Mio. Euro sowie Belastungen aus dem Verkauf der Bank Forum (185 Mio. Euro) hinterließen ihre Spuren. Im Gesamtjahr brach der Gewinn nach vorläufigen Zahlen von 638 auf 6 Mio. Euro ein. Im operativen Geschäft stieg der Gewinn von 507 Mio. auf 1,2 Mrd. Euro. Die Risikovorsorge wurde von 1,4 auf rund 1,7 Mrd. Euro erhöht. Die Verwaltungskosten schrumpften von 7,99 auf 7,00 Mrd. Euro. Der beabsichtigte Stellenabbau wird im laufenden ersten Quartal mit 500 Mio. Euro zu Buche schlagen.     

Dell: Abschied von der Börse

Ende der wochenlangen Spekulationen: Dell (WKN: 121092) will nun auch offiziell der Börse Lebewohl sagen. Firmengründer und Konzernchef Michael Dell, der bisher etwa 14% hält, bietet zwecks Umstrukturierung gemeinsam mit der Investment-Gesellschaft Silver Lake je Aktie 13,65 US-Dollar. Das Transaktionsvolumen erreicht damit 24,4 Mrd. US-Dollar. Bevor die Gerüchteküche zu brodeln begann, hatte der Computerbauer mit 10,88 US-Dollar notiert. Microsoft (WKN: 870747) beteiligt sich mit 2 Mrd. US-Dollar an der Finanzierung.

08.02.2013 | 00:00

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