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H. J. Heinz: Übernahmeangebot

Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2), Investment-Gesellschaft von Warren Buffett, will gemeinsam mit dem brasilianischen Finanzinvestor 3G Capital, der bereits Mehrheitseigentümer der Schnellrestaurantkette Burger King ist, den Ketchup- und Soßenproduzenten H. J. Heinz (WKN: 851291) übernehmen. Kostenpunkt: 28 Mrd. US-Dollar inklusive Schulden. Je Aktie werden 72,50 US-Dollar geboten. Heinz notierte vor Veröffentlichung der Offerte mit 60,48 US-Dollar. Das Management hat der Transaktion bereits zugestimmt.

Nvidia: Gewinnsprung

Grafikchip-Produzent Nvidia (WKN: 918422) erhöhte den Überschuss im Schlussquartal von 116,0 auf 174,0 Mio. US-Dollar. Je Aktie legte der Gewinn von 0,19 auf 0,28 US-Dollar, vor Sonderposten von 0,26 auf 0,35 US-Dollar zu. Der Vorsteuergewinn zog von 124,6 auf 186,1 Mio. US-Dollar, der operative Gewinn von 122,3 auf 183,6 Mio. US-Dollar an. Die Kalifornier setzten 1,11 Mrd. US-Dollar um – nach 953,2 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Prognose: 1,10 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,24 US-Dollar Gewinn je Aktie vor Sonderposten.

Pepsico: Erwartungen übertroffen

Nur dank einer geringeren Steuerbelastung steigerte der US-Getränke- und Lebensmittelkonzern Pepsico (WKN: 851995) den Gewinn im vierten Quartal von 1,40 auf 1,67 Mrd. US-Dollar. Je Aktie zog der Gewinn von 0,89 auf 1,06 US-Dollar an. Vor Sonderposten sank der Gewinn von 1,15 auf 1,09 US-Dollar je Aktie. Der Vorsteuergewinn schrumpfte von 2,00 auf 1,97 Mrd. US-Dollar, der Umsatz von 20,16 auf 19,95 Mrd. US-Dollar. Experten hatten 19,8 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 1,05 US-Dollar Gewinn je Aktie vor Sonderposten prognostiziert.

Flop
 
Hess: Börsenneuling ist pleite

Schlechte Werbung für den Börsenplatz Deutschland: Die erst seit Ende Oktober 2012 an der Frankfurter Börse im Prime Standard gehandelte Hess AG (WKN: A0N3EJ) ist pleite. Zur Erinnerung: Der Ausgabepreis lag bei 15,50 Euro – dem unteren Ende der bereits reduzierten Preisspanne von ursprünglich 20 bis 23 Euro. Erstnotiz am 25. Oktober: 15,60 Euro. Im Januar wurden Vorstandschef und Finanzvorstand des Herstellers von Außen- und Architekturbeleuchtung wegen bilanzieller Unregelmäßigkeiten vor die Tür gesetzt. Banken kündigten daraufhin ihre Kreditlinien.

TUI: Quartalsverlust ausgeweitet

Im ersten Geschäftsquartal (Ende: 31. Dezember 2012) erhöhte sich der Fehlbetrag des Touristik-Konzerns TUI (WKN: TUAG00) von 137,0 auf 183,8 Mio. Euro. Vor Steuern stieg das Minus von 206,8 auf 250,6 Mio. Euro. Der Umsatz zog von 3,45 auf 3,50 Mrd. Euro an, die Umsatzkosten von 3,27 auf 3,30 Mrd. Euro. Der Bruttogewinn legte von 182,5 auf 194,1 Mio. Euro zu. Gleichzeitig kletterten die Verwaltungskosten von 335,0 auf 392,4 Mio. Euro. Im Gesamtjahr will TUI nach wie vor schwarze Zahlen schreiben.

Süss Microtec: Schwacher Ausblick

Im vierten Quartal steigerte der Halbleiterindustrie-Ausrüster Süss Microtec (WKN: A1K023) den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,9 auf 8,6 Mio. Euro. Der Umsatz zog von 44,8 auf 55,6 Mio. Euro an. Im Gesamtjahr schrumpfte der Umsatz von 175,4 auf 163,8 Mio. Euro, das EBIT von 18,6 auf 11,7 Mio. Euro. Für das laufende Jahr prognostizieren die Bayern einen weiteren Umsatzrückgang auf rund 150 Mio. Euro. Das EBIT soll nur noch einen niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag erreichen.

15.02.2013 | 00:00

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