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Drillisch: Freenet-Beteiligung halbiert

Der Mobilfunkprovider Drillisch (WKN: 554550) hat seine Beteiligung am Konkurrenten Freenet (WKN: A0Z2ZZ) von 20,86% auf 10,44% reduziert. 13,32 Mio. Freenet-Aktien wurden von der Bank of America zu je 18,5067 Euro übernommen. Mit dem Geld werden ein Wertpapierkredit der Bank of America, welcher der Finanzierung der Freenet-Beteiligung diente, in Höhe von 136 Mio. Euro sowie Kurssicherungsgeschäfte im Volumen von rund 45 Mio. Euro zurückgeführt. Unter dem Strich verbucht Drillisch aus der Transaktion im laufenden Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn von 151 Mio. Euro.   

United Internet: Gewinnsprung erwartet  

Im vergangenen Jahr schrumpfte der von United Internet (WKN: 508903) erzielte Gewinn aufgrund deutlich gestiegener Kosten sowie Abschreibungen von 162,3 auf 108,3 Mio. Euro, der Gewinn je Aktie von 0,78 auf 0,55 Euro. Der Vorsteuergewinn sank von 250,6 auf 193,0 Mio. Euro, der operative Gewinn von 276,0 auf 204,3 Mio. Euro. Dagegen zog der Umsatz von 2,09 auf 2,40 Mrd. Euro an. Für 2012 will der Internet-Dienstleister eine unveränderte Dividende von 0,30 Euro je Aktie ausschütten. Im laufenden Jahr sollen der Umsatz um rund 10% zulegen und der Gewinn je Aktie 1,00 bis 1,10 Euro erreichen.

Nike: Prognose teilweise übertroffen

Nike (WKN: 866993) erhöhte den Überschuss im dritten Geschäftsquartal von 560 auf 866 Mio. US-Dollar. Je Aktie zog der Gewinn von 0,60 auf 0,95 US-Dollar, vor Sonderposten von 0,61 auf 0,73 US-Dollar an. Der Vorsteuergewinn legte von 787 auf 858 Mio. US-Dollar zu. Der Umsatz kletterte von 5,66 auf 6,19 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten 6,23 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,67 US-Dollar Gewinn je Aktie vor Sonderposten prognostiziert. Der Auftragseingang für den Lieferzeitraum März bis Juli stieg um 6% auf 9,9 Mrd. US-Dollar.

Flop

Deutsche Bank: Noch weniger verdient

Für Rechtsstreitigkeiten in den USA stellt die Deutsche Bank (WKN: 514000) in der Bilanz für 2012 weitere 600 Mio. Euro zurück. Damit erhöhen sich diesbezügliche Rückstellungen auf 2,4 Mrd. Euro. Der Ende Januar für das vergangene Jahr veröffentlichte Gewinn reduziert sich dadurch von 665 auf 291 Mio. Euro. 2011 hatte die Bank 4,33 Mrd. Euro verdient. Der Vorsteuergewinn brach von 5,39 Mrd. auf 784 Mio. Euro ein. Unabhängig von der Korrektur soll für 2012 eine unveränderte Dividende von 0,75 Euro je Aktie ausgeschüttet werden.  

Kontron: Rote Bilanz

2012 verlor Kontron (WKN: 605395) 33,6 Mio. Euro. Unter anderem belasteten Abschreibungen in Höhe von 19,3 Mio. Euro sowie gestiegene operative Kosten. Im Jahr zuvor hatte der Spezialist für Minicomputer (Embedded Computer) unter dem Strich 22,9 Mio. Euro verdient. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von +34,1 auf –32,5 Mio. Euro. Der Umsatz schrumpfte von 589,6 auf 547,0 Mio. Euro. Trotz roter Zahlen sollen je Aktie 0,04 Euro Dividende ausgeschüttet werden. Für 2011 waren 0,20 Euro je Aktie gezahlt worden.

Lanxess: Warnung vor Gewinneinbruch 

Der Spezialchemiekonzern Lanxess (WKN: 547040) erhöhte den Überschuss im vergangenen Jahr von 507 auf 515 Mio. Euro. Je Aktie zog der Gewinn von 6,08 auf 6,18 Euro an. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 776 auf 810 Mio. Euro zu. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Umsatz von 8,78 auf 9,09 Mrd. Euro. Für 2012 soll die Dividende von 0,85 auf 1,00 Euro je Aktie angehoben werden. Im laufenden ersten Quartal rechnet Lanxess aufgrund einer nur geringen Nachfrage aus der Reifen- und Automobilindustrie mit einem Gewinneinbruch.

22.03.2013 | 00:00

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