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3PAR: Übernahmeschlacht

Nachdem Dell (WKN 121092) Mitte August ein Übernahmeangebot für den defizitären kalifornischen Datenspeicherspezialisten 3PAR (WKN A0M7KV) abgegeben hat, bot Hewlett-Packard (WKN 851301) eine Woche später 24 US-Dollar je Aktie beziehungsweise insgesamt 1,6 Mrd. US-Dollar. Dell erhöhte sein Angebot daraufhin von 18 auf 24,30 US-Dollar je Aktie, HP kurz danach auf 27 US-Dollar. Dell offerierte am nächsten Tag ebenfalls 27 US-Dollar, Hewlett-Packard wenige Stunden später 30 US-Dollar. 

Infineon: Übernahmefantasie

Infineon (WKN 623100) unterbrach die Talfahrt seiner Aktie und entfernte sich wieder von der bei etwa 4,45 Euro befindlichen Unterstützung (200-Tage-Linie). Gerüchte um einen unmittelbar bevorstehenden Verkauf der Handychipsparte an Intel (WKN 855681) hatten für einen Stimmungsumschwung gesorgt. Der kalifornische Branchenprimus soll sich preislich den Vorstellungen Infineons genähert haben. Spekuliert wird um einen Betrag von bis zu 1,5 Mrd. Euro.

United Internet: Im Aufwind

Die Zweistelligkeit im Visier hatte in den vergangenen Tagen der Internetdienstleister United Internet (WKN 508903). Zahlen des zweiten Quartals boten keine negativen Überraschungen. Der Gewinn sank von 45 auf 39,1 Mio. Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte dagegen von 90,2 auf 91,7 Mio. Euro zu. Der Umsatz kletterte von 406,3 auf 468 Mio. Euro. Im Gesamtjahr sollen nach wie vor rund 1,9 Mrd. Euro umgesetzt werden (2009: 1,66 Mrd. Euro).

Flops

Barnes & Noble: Rote Bilanz

Die US-Buchhandelskette Barnes & Noble (WKN 887840) fuhr im ersten Geschäftsquartal 62,5 Mio. US-Dollar Verlust ein. In der Vorjahresperiode konnten noch 12,2 Mio. US-Dollar Gewinn ausgewiesen werden. Der Verlust je Aktie erreicht 1,12 US-Dollar, vor Sonderposten 1,02 US-Dollar. Analysten hatten 0,80 US-Dollar Verlust je Aktie prognostiziert. Der Umsatz zog wie erwartet von 1,16 auf 1,4 Mrd. US-Dollar an. Im Gesamtjahr rechnet Barnes & Noble mit 0,25 bis 0,65 US-Dollar Verlust je Aktie.

HeidelbergCement: Analysten senken Daumen

Seit dem Aufstieg in den DAX kennt der Baustoffproduzent HeidelbergCement (WKN 604700) nur noch eine Richtung – abwärts. In den vergangenen Tagen beschleunigte sich die Talfahrt. Analysten der Bank of America/Merrill Lynch stuften die Aktie von „kaufen“ auf „neutral“ ab und reduzierten das Kursziel von 65 auf 37 Euro. Zuvor hatte bereits die Nord/LB die Empfehlung von „kaufen“ auf „halten“ korrigiert und das Kursziel von 46 auf 37 Euro gesenkt.

Novell: Erwartungen verfehlt

Der Gewinn von Novell (WKN 873019) sank im dritten Geschäftsquartal von 16,7 auf 15,7 Mio. US-Dollar, der Gewinn je Aktie von 0,05 auf 0,04 US-Dollar. Vor Sonderposten gab der Gewinn je Aktie von 0,07 auf 0,06 US-Dollar nach – Analysten hatten im Vorfeld keine Veränderung erwartet. Der Umsatz schrumpfte von 216,1 auf 199 Mio. US-Dollar. Anfang August hatte der Linux-Spezialist seine Umsatzprognose von 205 bis 210 Mio. auf 197 bis 199 Mio. US-Dollar reduziert.

 

 

27.08.2010 | 00:00

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