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Tops und Flops diese Woche u.a. mit Netflix, Celgene und Drägerwerk


Tops

Netflix: Rasantes Nutzerwachstum

Die jüngst vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal lösten beim Aktienkurs des weltweit größten Internet-TV-Anbieters (WKN: 552484) ein Kursfeuerwerk aus. Die Aktie schnellte kräftig nach oben und setzt damit ihre Rekordfahrt fort. Steigende Kosten und der starke US-Dollar zerrten in der Berichtsperiode zwar am Gewinn, Netflix verzeichnete jedoch abermals ein kräftiges Wachstum bei den Nutzerzahlen. Außerdem scheinen die ehrgeizigen Expansionspläne des Konzerns weiterhin für Fantasie bei den Anlegern zu sorgen.

Celgene: Neues Allzeithoch

Die Aktie des US-Biopharmakonzerns (WKN: 881244) machte jüngst einen kräftigen Satz nach oben und sprang dabei über das im März 2015 markierte bisherige Allzeithoch. Gefeiert wurde eine Übernahme. Celgene will die Biotech-Firma Receptos (WKN: A1WYZG) für rund 7,2 Mrd. US-Dollar übernehmen. Mit dem Kauf erwirbt der Konzern ein aussichtsreiches Mittel gegen die Nervenkrankheit Multiple Sklerose, das sich in der späten Erprobungsphase befindet und später einmal Jahresumsätze von 4 bis 6 Mrd. US-Dollar generieren soll.

Nemetschek: Neue Kursrekorde

Lösungen für die Architektur-, lngenieur- und Baubranche (AEC) sind die Steckenpferde des deutschen Softwareherstellers Nemetschek. Seine Aktien (WKN: 645290) erfreuten sich wie schon in der Vorwoche auch jüngst großer Beliebtheit. Der Kurs legte dynamisch zu und sprang dabei über das bisherige Allzeithoch von März dieses Jahres. Neue Nachrichten aus dem Unternehmen gab es jedoch nicht. Die Veröffentlichung des Halbjahresberichtes 2015 ist erst für den 31. Juli terminiert.

Flops

Navient: Prognosen gesenkt

Der 2014 aus der Aufspaltung der SLM Corp entstandene US-Finanzdienstleister ist spezialisiert auf die Vergabe von Studentendarlehen. Nächsten Dienstag will er die Ergebnisse für das zweite Quartal 2015 vorlegen. Jüngst meldete er jedoch schon einmal vorab die Zahlen zum Ergebnis je Aktie (EPS). Außerdem senkte Navient (WKN: A11132) die Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr. Die im S&P 500 notierte Aktie gab daraufhin deutlicher nach und gehörte in der vergangenen Woche zu den schwächsten Werten im Index.

Aixtron: Talfahrt hält an

Auch in der vergangenen Woche setzte sich die Talfahrt bei der Aktie des Spezialmaschinenbauers (WKN: A0WMPJ) zunächst fort. Einmal mehr entwickelte sie sich damit deutlich schwächer als der TecDAX. Zwar rechnen die Analysten der DZ Bank in ihrer jüngsten Studie damit, dass ab dem zweiten Halbjahr die fundamentale Trendwende beim Spezialmaschinenbauer erfolgen sollte. Die Anleger scheinen jedoch nach wie vor skeptisch bezüglich der weiteren Entwicklung der Geschäftsergebnisse von AIXTRON.

Drägerwerk: Gewinnprognosen gesenkt

Am vergangenen Donnerstag war die Aktie des Herstellers von Medizin- und Sicherheitstechnik eingebrochen und machte damit die im Wochenverlauf zuvor erzielten Gewinne mehr als zunichte. Wegen schleppender Geschäfte in China und den USA blickte Drägerwerk (WKN: 555063) weniger optimistisch auf das Gesamtjahr als bisher und senkte die Gewinnerwartungen. Auch die ersten Eckdaten zum zweiten Quartal überzeugten offenbar nicht, obwohl der Konzern Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielt hatte









25.07.2015 | 18:12

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