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Tops und Flops der Finanzwelt


Tops

Biogen Idec: Studiendaten beflügeln
Die Aktie des US-Biotechkonzerns (WKN: 789617) gehörte jüngst zu den stärksten Werten im NASDAQ 100. Sie näherte sich sie wieder ihrem im März markierten Allzeithoch bei 358,89 US-Dollar. Für Kauflaune sorgten gute Studiendaten zu dem Wirkstoff BIIB-037, der zur Behandlung von Alzheimer eingesetzt werden soll. Auf einer Analystenkonferenz sprach Biogen Idec von besser als erwarteten Ergebnissen einer Phase 1b-Studie. Daher soll der Wirkstoff nun schnell in die nächste Entwicklungsstufe gebracht werden.

GAGFAH: Übernahmeangebot

Der Immobilienkonzern GAGFAH (WKN: A0LBDT) hat sich mit dem Konkurrenten Deutsche Annington (WKN: A1ML7J) auf eine Übernahme geeinigt. Kommt es zum Zusammenschluss würde Deutschlands größter Immobilienkonzern entstehen. Zuvor müssen die Kartellbehörden und die Aktionäre von GAGFAH zustimmen. Ihnen werden Aktien von dem Wettbewerber sowie eine Barkomponente geboten, was in etwa einem Angebotspreis von 18 Euro je GAGFAH-Aktie entspricht. Diese reagierte mit einem kräftigen Kurssprung.

Avago Technologies: Starke Ergebnisse
Die Aktie des in Singapur ansässigen Entwicklers und Herstellers von Halbleiterprodukten (WKN: A0X9TN) gehört 2014 zu den größten Gewinnern und trendstärksten Werten im NASDAQ 100. Der dynamische Anstieg setzte sich jüngst fort. Avago Technologies hatte seine Bilanz für das Schlussquartal und Gesamtjahr 2013/14 (bis Ende Oktober) vorgelegt sowie die Ziele für das Auftaktquartal 2014/15 genannt. Sie wussten augenscheinlich zu überzeugen. Das Avago-Papier schnellte in noch nie da gewesene Höhen.

Flops

Vossloh: Strategie überzeugt nicht
Der Bahnverkehrstechnikkonzern hat die wesentlichen Eckpunkte seiner angekündigten Restrukturierung bekannt gegeben. Zur Strategie gehört die Trennung vom Lokomotivenbau, der möglichst bis 2017 verkauft werden soll. Künftig will sich Vossloh (WKN: 766710) auf die Bereiche Schienenbefestigungen, Weichen und Gleis-Dienstleistungen konzentrieren. Der Vorstand bestätigte zudem die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr und nannte erste Ziele für die nächsten drei Jahre. Die Aktie reagierte mit Abschlägen.

SMA Solar Technology: Schlechte Nachrichten reißen nicht
Der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern hat abermals seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2014 gesenkt. Der Umsatz dürfte nun noch stärker einbrechen und der Verlust noch größer ausfallen. SMA Solar Technology (WKN: A0DJ6J) begründete die Kürzungen mit einem nochmals beschleunigten Nachfragerückgang in Europa, Projektverschiebungen und zusätzlichen Sondereffekten. Anleger und Analysten reagierten äußerst verschnupft. Der TecDAX-Wert brach deutlich ein und fiel unter das bisherige Allzeittief.

Kuka: Stützender Effekt weggefallen?
In der Vorwoche hatte die Aktie des Roboter- und Anlagenbauers mit 63,44 Euro (WKN: 620440) ihren bisherigen Rekord markiert. Diesem kam sie jüngst wieder sehr nahe, bevor der Kurs dann unter Druck geriet. Liegt es am Wechsel des Großaktionärs? Wie jüngst bekannt wurde ist der Technologiekonzern Voith nun größter Anteilseigner. Er könnte in den vergangenen Wochen nicht nur vom bisherigen Großaktionär Grenzebach Anteile gekauft, sondern auch über die Börse erworben haben. Dieser stützende Effekt könnte nun wegfallen.

12.12.2014 | 09:25

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