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Tops und Flops der Woche u. a. mit HelloFresh, RWE und BMW

KW 33



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Das Geschäftsmodell von HelloFresh scheint den Markt weiterhin zu überzeugen. In der vergangenen Woche gab es neue Rekorde bei dem DAX-Kandidaten. Ebenfalls gefragt war der Versorger RWE, dessen charttechnisches Bild sich gebessert hat. Ganz im Gegensatz zu dem Kursbild des Autobauer BMW. Lesen Sie hier, bei welchen Werten es jüngst sonst noch größere Bewegungen gab.

+++ Tops +++

HelloFresh: DAX-Kandidat mit neuen Rekorden

Der Anbieter von Kochboxen hatte in der Vorwoche Zahlen vorgelegt und konnte damit einmal mehr überzeugen. Das Unternehmen hatte seinen Wachstumskurs fortgesetzt. An der Börse zogen die guten Nachrichten ein steigendes Kaufinteresse nach sich, welches sich in einem anziehenden Aktienkurs manifestiert. Die positive Entwicklung hat sich in der vergangenen Woche fortgesetzt und die HelloFresh-Aktie (WKN: A16140) verzeichnete neue Rekorde. Offenbar honorieren die Investoren die Tatsache, dass das Unternehmen trotz seines kostspieligen Wachstumskurses bereits profitabel wirtschaftet. Das Papier ist zudem ein potenzieller Kandidat für die Anfang September anstehende Ausweitung des DAX von 30 auf 40 Werte.

RWE: Abwärtstrend gebrochen

Seit dem Korrekturtief von Juli dieses Jahres bei 28,39 Euro steht die Aktie von RWE (WKN: 703712) kräftig unter Strom und zeigt damit einen Erholungsimpuls. Dieser hatte sich in der vergangenen Woche dynamisch fortgesetzt, sodass das Papier zu den stärksten Werten im DAX gehörte. Es stemmte sich damit gegen das schwächere Marktumfeld. In diesem zeigten die als defensive Investments geltenden Versorger jüngst insgesamt relative Stärke, wie die positive Entwicklung des Branchenindex DAXsector Utilities verdeutlicht. Bei RWE aus charttechnischer Sicht zu konstatieren ist, dass die Aktie mit dem Überschreiten des Zwischenhochs von Anfang Juli ihren seit dem Mehrjahreshoch im Januar gebildeten Abwärtstrend gebrochen hat. Zudem ist die Aktie wieder über ihre 200-Tage-Linie gestiegen. Die aktuelle charttechnische Konstellation ist zwar keine Garantie für eine fortgesetzte Gegenbewegung, die Wahrscheinlichkeit dafür hat sich jedoch erhöht.

Synopsys ganz weit vorn

Die Aktie des US-Unternehmens ist sowohl im NASDAQ-100 als auch in S&P 500 enthalten. In beiden gehörte sie in der vergangenen Woche zu den größten Gewinnern. Der Kurs sprang dabei über das bisherige Allzeithoch von Februar dieses Jahres und markierte somit neue Bestwerte. Synopsys (WKN: 883703) hatte Ergebnisse für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2021/22 (bis Ende Januar) vorgelegt. Die Gesellschaft, deren Portfolio Technologien für Chipdesign, Verifikation, IP-Integration sowie Softwaresicherheit und Qualitätstests beinhaltet, hatte sich dabei bezüglich der weiteren Perspektiven zuversichtlich gezeigt. Der Vorstand strebt mit Blick auf das nächste Jahr und darüber hinaus ein jährlich zweistelliges Umsatzwachstum sowie eine kontinuierliche Margensteigerung an. Bis 2023 soll der Umsatz 5 Mrd. US-Dollar erreichen. Für das laufende Geschäftsjahr sind Einnahmen von insgesamt rund 4,2 Mrd. US-Dollar angepeilt.


+++ Flops +++


BMW rutscht unter 200-Tage-Linie

In der deutschen Aktienlandschaft gehörten in der vergangenen Woche Autowerte zu den Titeln, die am stärksten unter Druck standen. Beispielhaft dafür steht die Aktie der Münchner Autoschmiede BMW (WKN: 519000). Mit den jüngsten Abgaben hat sich hier das ohnehin schon angeschlagene charttechnische Bild noch weiter eingetrübt. Der Kurs war deutlicher unter seine 200-Tage-Linie gerutscht. Derzeit ein belastendes Thema für die gesamte Automobilbranche ist die anhaltende Knappheit bei Halbleitern. Deshalb haben bereits eine Reihe von Herstellern Produktionskürzungen bekannt gegeben.

Alibaba: Börsenwert um 480 Mrd. US-Dollar gesunken

Die Aktie des Internetkonzerns Alibaba Group Holding (WKN: A117ME) hat in der vergangenen Woche ihre Talfahrt fortgesetzt, die sich seit dem Allzeithoch von Oktober 2020 etabliert hat. Seither haben sich Preis und Marktkapitalisierung halbiert, sodass der Börsenwert um beachtliche rund 480 Mrd. US-Dollar geschrumpft ist. In der vergangenen Woche wurde die beschleunigte sinkende Tendenz von einem steigenden Umsatzvolumen begleitet, was die aktuelle Schwäche der Aktie unterfüttert. Als maßgeblicher Auslöser für die jüngsten Abgaben gilt der anhaltende Druck seitens der chinesischen Regulierungsbehörden.

Freeport-McMoRan: schwache Rohstoffpreise belasten

Zu den größten Verlierern im S&P 500 gehörte in der vergangenen Woche die Aktie des Bergbaukonzerns Freeport-McMoRan (WKN: 896476). Darin spiegeln sich die jüngst gesunkenen Rohstoffpreise wider, insbesondere für Kupfer. Minenwerte reagieren grundsätzlich sehr sensitiv auf die Preisfluktuationen, der von ihnen geförderten Rohstoffe. Der Aktienkurs hat nun wieder fast das Zwischentief von Juli dieses Jahres bei 31,36 US-Dollar erreicht. Ein Bruch dieser Marke würde den Abwärtstrend bestätigen, der sich seit dem Mehrjahreshoch von Mai dieses Jahres bei 46,10 US-Dollar gebildet hat.

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20.08.2021 | 14:53

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