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Tops und Flops der Woche u. a. mit Peloton Interactive, Twitter und Biogen

KW 26



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Die Momentumaktien aus dem vergangenen Jahr melden sich zurück. Peloton Interactive und Twitter sind Beispiele für dynamische Kurszuwächse. Beide Unternehmen starten mit der Erschließung neuer Einnahmequellen. Dagegen unter Druck standen jüngst die Papiere des Biotechkonzerns Biogen. Es gibt potenzielle Konkurrenz für das eigene Alzheimer-Medikament.

+++ Tops +++


Peloton Interactive: Startet Fitnessangebot für Firmen

Viele Momentumaktien aus dem vergangenen Jahr hatten in den ersten Monaten 2021 eine Verschnaufpause eingelegt. Ausgehend von den Höchstständen gab es teilweise deutliche Rückgänge. Ein Beispiel ist Peloton Interactive (WKN: A2PR0M). Vom Allzeithoch im Januar dieses Jahres bis zum Tief im Mai hatte sich der Kurs mehr als halbiert. Seither ist jedoch ein kurzfristiger Aufwärtstrend auszumachen, der jüngst an Momentum gewonnen hat. Die Aktie gehörte damit in der vergangenen Woche zu den stärksten Werten im NASDAQ-100. Das Unternehmen hatte gemeldet, nun mit einem Fitnessprogramm für Firmen an den Start zu gehen. Mit Peloton Corporate Wellness will die Gesellschaft ihre Fangemeinde auf eine breitere Basis stellen. Charttechnisch betrachtet ist die Aktie durch den jüngsten Anstieg über die Verlaufshochs von Mai und Juni geklettert, wodurch der kurzfristige Aufwärtstrend bestätigt wird. Kann jetzt das Zwischenhoch von April überwunden werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die aktuelle Erholungsbewegung fortsetzt.

Twitter startet Probephase

Zu den größten Gewinnern im S&P 500 gehörte in der vergangenen Woche die Aktie von Twitter (WKN: A1W6XZ). Bereits seit dem Korrekturtief im Mai im Aufwärtstrend nahm das Momentum des Anstiegs jüngst zu. Der Betreiber des gleichnamigen Kurznachrichtendienstes hatte seine Hauptversammlung abgehalten. Zudem starteten die Amerikaner die Probephase ihrer Monetarisierung-Funktionen (Ticketed Spaces und Super Follows), die sie Anfang dieses Jahres angekündigt hatten. Das Unternehmen will damit das bislang brachliegende Potenzial ihrer Plattform nutzen und sich neue Einkommensströme erschließen.

Nordex: Neue Großaufträge

Seit dem Mehrjahreshoch von Anfang April hatte die Aktie von Nordex (WKN: A0D655) reichlich Gegenwind. Der Kurs war bis zum Tief im Juni um rund 43 % gefallen. Seither läuft eine Gegenbewegung, die sich in der vergangenen Woche fortsetzte. Die Papiere des Herstellers von Windkraftanlagen gehörten zu den stärksten Werten im MDAX und TecDAX. Vom Unternehmen gab es zuletzt einige positive Neuigkeiten bezüglich neuer Aufträge. In der Vorwoche wurde ein Großauftrag in Australien in Aussicht gestellt. Jüngst gab es zudem konkrete neue Bestellungen aus Finnland und Brasilien. Charttechnisch interessant wird es nun, wenn das Zwischenhoch von Mai dieses Jahres bei 19,61 Euro überwunden wird.

+++ Flops +++


Biogen: Die Konkurrenz schläft nicht

Anfang Juni hatte Biogen (WKN: 789617) gemeldet, dass die US-Arzneimittelbehörde FDA das eigene, neu entwickelte Alzheimer-Medikament Aduhelm (Aducanumab) zugelassen hat. Die Aktie schnellte daraufhin kräftig in die Höhe und markierte neue Rekorde. Zuletzt bröckelte der Kurs jedoch ab. Bereits in der Vorwoche etwas schwächer, beschleunigte sich jüngst die rückläufige Tendenz. Offenbar hat die Euphorie des Marktes über die Geschäftschancen der neuartigen Behandlungsmethode nachgelassen. Grund könnte sein, dass es auf dem Gebiet der Alzheimerbehandlung Konkurrenz vom Pharmakonzern Eli Lilly (WKN: 858560) geben könnte. Der Wettbewerber ist auf dem Weg zur Marktzulassung eines eigenen Präparats einen entscheidenden Schritt weiter. Demnach hat die FDA dem Medikament Donanemab den Status als „Breakthrough Therapy“ gewährt, wodurch eine beschleunigte Zulassung möglich ist.

freenet: Dividendenabschlag trübt Chartbild ein

Die Aktie des Telekommunikationsanbieters freenet (WKN: A0Z2ZZ) gehörte in der vergangenen Woche zu den schwächsten Werten innerhalb der DAX-Indexfamilie. Im Vergleich zur Vorwoche wurde im Chart eine Kurslücke gerissen, sodass das technische Bild angeschlagen aussieht. Verantwortlich für den Rückgang ist jedoch der Dividendenabschlag. Die Hauptversammlung am 18. Juni hatte eine reguläre Dividende von 1,50 Euro je Aktie sowie eine Sonderdividende von 0,15 Euro je Aktie beschlossen. Diese Auszahlung von insgesamt 1,65 Euro je Anteilsschein verursachte somit den deutlichen Kursrückgang zu Wochenbeginn. Im weiteren Verlauf setzte sich dann die rückläufige Tendenz fort.

Adler Group verliert deutlich

Die Aktie des Immobilienkonzerns Adler Group (WKN: A14U78) hatte in der Vorwoche zunächst ein Mehrmonatshoch markiert, bevor der Kurs die Richtung wechselte. Jüngst beschleunigte sich die rückläufige Tendenz, was ein geringes Interesse von der Käuferseite impliziert. Auffällig ist dabei insbesondere der signifikante Kursrutsch am Mittwoch, der von einem hohen Umsatzvolumen begleitet wurde. Allerdings konnte die Aktie deutlich über ihrem Tagestief schließen. Dort kam somit wieder verstärkt Nachfrage in den Markt. Neue Nachrichten aus dem Unternehmen gab es nicht. Am kommenden Dienstag (29. Juni) findet die Hauptversammlung statt.

Thomas Behnke

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25.06.2021 | 13:45

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