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Tops und Flops der Woche u. a. mit Tesla, Teradyne und Visa

KW 43



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Die Tesla-Aktie scheint derzeit nicht aufzuhalten. Nach einem Großauftrag markierte sie neue Rekorde. Ansonsten stehen die Quartalszahlen im Fokus. Die Berichtssaison läuft derzeit auf Hochtouren. Hier gibt es Licht und Schatten. Die Ergebnisse von Teradyne wurden mit steigenden Kursen honoriert. Bei Visa setzte sich dagegen seinen Abwärtstrend fort.

+++ Tops +++

Tesla unter Strom mit neuen Allzeithochs

Der Elektroautobauer (WKN: A1CX3T) zeigte in den vergangenen Wochen eine dynamische Aufwärtsbewegung, die sich jüngst bei gestiegenen Handelsvolumen noch einmal beschleunigte. Die Aktie markierte neue Allzeithochs und knackte bei der Marktkapitalisierung erstmals die Marke von 1.000 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche berichtet, einen Großauftrag vom US-Autovermieter Hertz erhalten zu haben. Dieser hatte für seine Flotte 100.000 Fahrzeuge von Tesla bestellt, die bis Ende nächsten Jahres geliefert werden sollen. Zum Vergleich: In den ersten neun Monaten 2021 hatte der Autobauer 630.000 Autos seinen Kunden übergeben.

Teradyne verlässt Korrektur

Testsysteme für Mikroprozessoren und weitere elektronische Bausteine sind das Betätigungsfeld des US-Konzerns Teradyne. Die Aktie gehörte in der vergangenen Woche zu den stärksten Werten im S&P 500. Sie hatte nach Vorlage von Quartalszahlen einen sehr dynamischen Aufwärtsimpuls gezeigt. Das Unternehmen meldete für die Periode Juli bis September im Vorjahresvergleich steigende Umsätze und Gewinne. Außerdem wurden die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Mit dem jüngsten Kursanstieg könnte die Aktie ihre Korrektur beendet haben, die sich seit dem Allzeithoch von Februar dieses Jahres bei rund 148 US-Dollar gebildet hatte.

Salzgitter sehr fest

Der Stahlhersteller Salzgitter (WKN: 620200) gehörte in der vergangenen Woche zu den stärksten Aktien aus der DAX-Indizes-Familie. Der Kurs zeigte seit Wochenbeginn einen dynamischen Anstieg und setzte sich damit deutlicher von den Durchschnittslinien 100- und 200-Tage nach oben ab, in dessen Regionen er zuletzt konsolidiert hatte. Neue Nachrichten aus dem Unternehmen gab es dabei zunächst nicht. Am Donnerstag hatte es jedoch über eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung berichtet und die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Der Konzern profitierte in den vergangenen Monaten von der deutlichen Markterholung mit steigenden Verkaufspreisen.
 
+++ Flops +++

Visa bestätigt Abwärtstrend

Der Zahlungsdienstleister Visa hatte im dritten Quartal deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt. Nach der schwierigen Geschäftsentwicklung im Vergleichszeitraum im Zuge der Corona-Krise hatte die wirtschaftliche Erholung zu einem gestiegenen Transaktionsvolumen im eigenen Karten-Netzwerk geführt. Nach Vorlage des Zahlenwerks gab die Aktie (WKN: A0NC7B) dennoch kräftig nach und war innerhalb des Dow Jones Industrial Index der größte Verlierer in der vergangenen Woche. Bemängelt wurde der Ausblick. Durch den Rückgang fiel der Kurs unter das Zwischentief von September, wodurch der Abwärtstrend bestätigt wird, der sich seit dem Allzeithoch im Juli dieses Jahres gebildet hat.

Twitter: schwaches Wachstum in den USA

Zu den größten Verlierern im S&P 500 in der vergangenen Woche gehörte die Aktie von Twitter (WKN: A1W6XZ). Bereits seit dem Zwischenhoch im Juli dieses Jahres im Korrekturmodus, setzte sich die rückläufige Tendenz mit der Bildung eines neuen Zwischentiefs fort. Abgabedruck kam insbesondere nach Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal auf. Zwar scheint die Strategie, Geld mit Werbung wie bezahlten Tweets zu verdienen, immer besser zu funktionieren. Die Anzeigenerlöse hatten mit 41 % auf 1,14 Mrd. US-Dollar deutlich zugelegt, was den Konzernumsatz um 37 % auf 1,28 Mrd. US-Dollar ansteigen ließ. Ein Kritikpunkt war jedoch das schwache Wachstum auf dem US-Markt, was die Sorgen vor einer Marktsättigung erhöhte. Zudem hatte Twitter unter dem Strich rote Zahlen geschrieben. Der Nachsteuerverlust lag bei 536,8 Mio. US-Dollar. Ursache dafür war jedoch ein Sondereffekt in Form einer Vergleichszahlung von mehr als 800 Mio. US-Dollar im Zuge einer Investorenklage.

eBay: weniger aktive Verkäufer

In der Vorwoche hatte die eBay-Aktie (WKN: 916529) noch neue Allzeithoch markiert. Jüngst geriet sie jedoch stärker unter die Räder. Das Papier rutschte wieder unter seine 21- und 50-Tagelinien. Verkaufsdruck gab es insbesondere nach Veröffentlichung des Quartalsberichtes. Das Unternehmen hatte Rückgänge bei der Zahl der aktiven Käufer und des über die eigenen Plattformen abgewickelten Transaktionsvolumens gemeldet. Zudem stellte der Online-Marktplatzanbieter für das Weihnachtsquartal ein vergleichsweise langsameres Umsatzwachstum in Aussicht.

Thomas Behnke

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29.10.2021 | 17:45

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