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Tops und Flops der Woche u. a. mit Delta Airlines, Rheinmetall und Deutsche Bank

KW 15



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Die Quartalszahlen der US-Fluggesellschaft Delta Airlines schüren Hoffnung auf ein starkes Sommergeschäft. Das beflügelte die gesamte Branche. Unter den deutschen Aktien zu den größten Gewinnern gehört Rheinmetall. Die Aktie des Rüstungskonzerns erreichte neue Rekorde. Abgeben musste dagegen die Deutsche Bank, nachdem bekannt wurde, dass ein Großinvestor seine Anteile verkauft hat.
 
+++ Tops +++

 
Delta Airlines: Zuversicht fürs Sommergeschäft

Die US-Fluggesellschaft Delta Airlines (WKN: A0MQV8) hatte am Mittwoch Ergebnisse für das 1. Quartal vorgelegt. Sie meldete insbesondere im März ein deutlich anziehendes Geschäft und betonte die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Zwar gab es im gesamten Quartal Verluste. Die kontinuierliche Verbesserung im Berichtszeitraum lässt das Unternehmen jedoch zuversichtlich auf das 2. Quartal blicken, in dem traditionell das Sommerreisegeschäft Fahrt aufnimmt. Die Zuversicht hat der gesamten Branche in der vergangenen Woche Aufwind verliehen. Neben Delta Airlines legten auch die Konkurrenten American Airline Group (WKN: A1W97M) und Southwest Airlines (WKN: 862837) kräftig zu und gehörten damit zu den größten Wochengewinnern im S&P 500. American Airline Group wird am 21. April Zahlen vorlegen, Southwest Airlines am 28. April.
 
Rheinmetall: Boxer nach UK, Panzer in die Ukraine

Die Aktie des Rüstungskonzerns (WKN: 703000) ist im bisherigen Jahresverlauf 2022 der größte Kursgewinner im MDAX. Auch in der vergangenen Woche zeigte sie Stärke und markierte neue Allzeithochs. Rheinmetall hatte einen Auftrag aus Großbritannien gemeldet. Demnach wird das Gemeinschaftsunternehmen mit Krauss-Maffei bis 2024 Radpanzer des Typs Boxer (100 Stück) in das Vereinigte Königreich liefern. Rheinmetall teilte zudem mit, bereitzustehen, um Kampfpanzer des Typs Leopard 1 in die Ukraine zu schicken. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hatte zuvor Lieferungen von schweren Waffen in die Ukraine befürwortet. Sollte die Bundesregierung grünes Licht für derartige Waffenlieferungen geben, würde Rheinmetall ausgemusterte Exemplare des Modells Leopard 1 wieder flott machen. Im Gespräch sind bis zu 50 Stück.
 
CrowdStrike: bestätigt kurzfristigen Aufwärtstrend

Das US-Unternehmen CrowdStrike (WKN: A2PK2R) entwickelt Sicherheitslösungen für die Cloud und vertreibt diese über ein SaaS-Modell (Software as a Service). Die Aktie ist Mitglied im NASDAQ-100 und gehörte in der vergangenen Woche zu den stärksten Indexmitgliedern. Sie setze damit die Aufwärtsbewegung der vergangenen 3 Monate fort. Damit hat sich seit dem Korrekturtief im Januar dieses Jahres ein Aufwärtstrend gebildet. Dieser wurde mit dem jüngsten Überschreiten des Verlaufshochs von Anfang April bestätigt. Neue Nachrichten aus dem Unternehmen gab es jüngst nicht.
 
+++ Flops +++
 
Deutsche Bank: Investor steigt aus

Die Aktie der Deutschen Bank (WKN: 514000) hatte in den vergangenen Wochen Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt gezeigt. Unlängst gehörte der DAX-Wert jedoch zu den schwächsten Indexmitgliedern. Neue Nachrichten aus dem Unternehmen selbst gab es nicht. Es wird am 27. April seine Quartalszahlen vorlegen. Die jüngsten Kursverluste folgten auf die Berichte, wonach sich die US-Investmentfirma Capital Group von ihren Anteilen an dem Geldinstitut trennte. Bislang hatte sie 5,2 % der Aktien gehalten. Laut den Berichten veräußerte Capital Group auch die Anteile an der Commerzbank (WKN: CBK100).
 
IDEXX Laboratories: Volatilität hält an

IDEXX Laboratories ist ein Medizintechnikkonzern, der sich auf Diagnose- und Softwareprodukte sowie Dienstleistungen auf dem Gebiet der Tiermedizin (Haus- und Nutztiere) spezialisiert hat. Das US-Unternehmen ist Weltmarktführer in der Veterinärdiagnostik. Es bietet zudem Tests für die Qualität und Sicherheit von Wasser und Milch sowie Point-of-Care- und Labordiagnostik für die Humanmedizin. Die IDEXX-Aktie (WKN: 888210) gehörte in der vergangenen Woche zu den schwächsten Werten aus S&P 500 und NASDAQ-100. Neue Nachrichten aus dem Unternehmen gab es dabei nicht. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 4. Mai 2022 terminiert. Mit den jüngsten Rückgängen setzte das Papier die volatile Entwicklung seit dem Korrekturtief von Januar 2022 fort, in der sich dynamische Aufschwünge mit ebenso kraftvollen Rückgängen abwechseln. Bislang wurden dabei höhere Tiefs gebildet. Ist dies auch diesmal der Fall?
 
CANCOM nimmt Korrekturtief ins Visier

CANCOM gehört zu den führenden Anbietern von IT-Services und IT-Infrastruktur in Deutschland. Das Leistungs- und Lösungsspektrum umfasst Beratung, Umsetzung, Services sowie den Betrieb von IT-Systemen. Schwerpunkte dabei sind Cloud Computing, Analytics, Enterprise Mobility, IT-Security, Hosting und As-a-Service-Angebote. Im Geschäftsjahr 2021 hatte die Gesellschaft Rekordergebnisse erzielt. In der vergangenen Woche gehörte der MDAX-Wert (WKN: 541910) zu den schwächsten Indexmitgliedern. Neue Nachrichten aus dem Unternehmen gab es nicht. Charttechnisch betrachtet verlor der Kurs mit den jüngsten Abgaben einen Großteil seiner Gewinne, die im Zuge der seit Anfang März gebildeten Gegenbewegung erzielt wurden. Die jüngste Abwärtsdynamik könnte nun für einen Test des Märztiefs von 45,66 Euro sprechen. Sollte es in diesem Szenario zu einem Bruch dieser Marke kommen, ließe dies eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung erwarten, die sich seit dem Allzeithoch von November 2021 gebildet hat.

Thomas Behnke

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14.04.2022 | 13:26

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