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AC - Risk Parity 12: Stabilisierende Beimischung fürs Portfolio



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Die Hausse US-amerikanischer und vieler europäischer Aktienmärkte dauert im historischen Vergleich schon recht lange. Anleger, die ihr Risiko auf verschiedene Anlageklassen streuen, werden bei Multi-Asset-Fonds fündig. Die Idee dahinter: Anlageklassen, die sich in bestimmten Marktsituationen unterschiedlich entwickeln, helfen Verluste zu minimieren.

Eine spezielle Strategie ist der sogenannte Risk Parity-Ansatz, der von Aquila Capital u.a. in dem AC - Risk Parity 12 Fonds (WKN: A0RNQ5) umgesetzt wird.

Investmenstrategie

Der englische Begriff Risk Parity lässt sich am ehesten mit Risikogleichgewichtung übersetzen. Risk Parity ist ein Weg, breit gestreut und prognosefrei in unterschiedliche liquide Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Zinsen zu investieren. Die Anlageklassen, die im AC - Risk Parity 12 Fonds über Futures bzw. Swaps im Rohstoffbereich abgebildet werden, weisen eine geringe Korrelation zueinander auf. Gegenwärtig sind Anleihen mit 29 Prozent gewichtet, Zinsen mit 26 Prozent, Rohstoffe mit 23 Prozent und Aktien mit 22 Prozent. Das Portfolio wird täglich an die Marktentwicklungen angepasst.

„Die Stärke des Ansatzes liegt darin, dass jede Anlageklasse gleich viel zum Gesamtrisiko des Fonds beiträgt. Wir investieren also weniger Kapital in volatile, mehr in geringer schwankende Anlageklassen. Dadurch, dass sich diese vier Anlageklassen typischerweise nicht gleich bewegen, werden Risikoprämien unter überschaubaren Schwankungen vereinnahmt “,  so Armin Gudat, Senior Fund Manager bei Aquila Capital. Die Zahl 12 im Fondsnamen steht für die angestrebte Zielvolatilität von 12 Prozent p.a., die nicht überschritten werden soll. Das Investmenthaus bietet nach derselben Risk Parity-Strategie auch Fonds mit einer Zielvolatilität von 7 bzw. 17 Prozent p.a. an.

Wertentwicklung und Verlustrisiko

„Wir setzen die Risikoparitätsstrategie seit 2004 um, seit 2008 im UCITS-Format. Seit seiner Auflegung am 05.09.2008 bis Jahresende 2008 erzielte der AC - Risk Parity 12 Fund EUR A ein Plus von über 9 Prozent - und das während der dramatischen Krisenmonate insbesondere an den Aktienmärkten. Dieses Ergebnis zeigt klar, wie wichtig eine richtige Risikostreuung ist. 2013 war das erste Jahr mit einem negativen Jahresergebnis, hauptsächlich bedingt durch die extremen Marktverwerfungen im Juni nach der Rede des damaligen US-Notenbankchefs Bernanke.

Diese führte dazu, dass alle Anlageklassen gleichzeitig deutlich an Wert verloren. Solche Ereignisse sind äußerst selten. Die Normalisierung des Marktumfeldes spiegelt sich auch in der sehr guten Performance des Fonds im laufenden Jahr wider. Nach Kursrückgängen ist das Erholungspotenzial oft äußerst interessant, so auch aktuell“, erläutert Gudat. Seit Anfang 2014 liegt der Fonds mit 9,75 Prozent im Plus. Auf Sicht von fünf Jahren konnten Investoren 31,4 Prozent erzielen, der maximale Verlust betrug in diesem Zeitraum 17,7 Prozent.

Fazit

Der Fonds eignet sich als Depotbeimischung, um mit diesem speziellen Multi-Asset Ansatz Risiken über unterschiedliche Anlageklassen besser zu streuen. Dazu kann die Strategie einen guten Beitrag leisten, vor allem wenn die Investoren keinen absoluten positiven Ertrag in jeder Marktsituation erwarten, den eine Risk Parity-Konstruktion nicht leisten kann. Anleger sollten einen mehrjährigen Anlagehorizont mitbringen. Auf kurze Sicht kann es, wie 2013, auch zu Kursrückgängen kommen, woraus nicht zu schließen ist, dass die Strategie nicht funktioniert. Denn keine Strategie liegt in jeder Marktphase vorne.

AC - Risk Parity 12 Fund EUR B
ISINLU0430218775
Fondsvolumen157,2 Mio. Euro
FondswährungEuro
Auflegungsdatum28.05.09
Gesamtkostenquote (p.a.)2,90%

22.06.2014 | 18:38

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