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iShares-ETF auf den TecDAX



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Nach dem Platzen der Dotcom-Blase waren die Technologiewerte quasi die Kellerkinder der Börse, mit denen man nichts mehr zu tun haben wollte. Die Ereignisse haben auch ihre Spuren in der Geschichte der deutschen Aktienindizes hinterlassen.

Die Berechnung des NEMAX-50, der für Aufstieg und Fall des Neuen Marktes stand, wurde 2004 eingestellt. Der TecDAX hat ihn mit Erfolg beerbt. Anleger können über einen TecDax-ETF von iShares (WKN: 593397) in den Technologie-Index investieren.

Historie

Im März des vergangenen Jahres feierte der TecDAX seinen 10. Geburtstag. Der Index bildet die Wertentwicklung von 30 wichtigen Technologieunternehmen aus Deutschland bzw. ausländischer Unternehmen, die hauptsächlich in Deutschland tätig sind, ab. An den Start ging die Tech-Benchmark mit einem Indexstand von 338 Punkten. Seither hat der Index mit einem aktuellen Stand von über 1.260 Punkten deutlich zugelegt. Allerdings ist die durchschnittliche Verweildauer der Unternehmen im TecDAX kürzer als im DAX, denn nicht jedes der vergleichsweise jungen Unternehmen kann die Qualitätsanforderungen auf Dauer erfüllen. Auch der Aufstieg und Fall ganzer Branchen lässt sich an der TecDAX-Geschichte ablesen. 2003 hatten Solarwerte kaum Bedeutung im Index, während vier Jahre später bereits knapp ein Drittel des Index aus Solarunternehmen bestand. In den folgenden Jahren mussten viele Solarfirmen den Index wieder verlassen.

Index-Zusammensetzung

Die Einzelaktien sind im Index unterschiedlich gewichtet. Daher haben Kursveränderungen der Titel auch unterschiedlich starke Auswirkungen auf den Index. An der Spitze unter den hoch gewichteten Unternehmen liegen Wirecard, Freenet und United Internet. Das Unternehmen Wirecard mit Sitz bei München ist Spezialist für elektronischen Zahlungsverkehr. Erst kürzlich hat sich der Konzern frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt, um für mögliche Übernahmen Cash in der Tasche zu haben. Die Wirecard-Aktie hat in den vergangenen Monaten deutliche Kursgewinne verbucht. Aktuell liegt der Kurs bei knapp 33 Euro. Die Analysten von Goldman Sachs sehen allerdings das Ende der Fahnenstange beim Aktienkurs des Unternehmens noch lange nicht erreicht. In einer Studie vom vergangenen Monat wurde ein Kursziel für das Unternehmen von 42 Euro auf 48 Euro angehoben. Zudem hat der Analyst Prasad Borra den Titel auf der „Conviction Buy List“ behalten. Goldman Sachs sieht das verstärkte Wachstum des Unternehmens in Asien positiv. Die US-amerikanische Bank hat die Gewinnschätzungen von 2014 bis 2017 um bis zu 11 Prozent erhöht. Von dem Kurspotential der Aktie sollte auch der TecDAX profitieren.

Performance

Auf Sicht von drei Jahren hat der TecDAX-ETF knapp 40 Prozent zugelegt. Der maximale Verlust von gut 34 Prozent innerhalb des Zeitraums macht deutlich, dass Technologieaktien sehr schwankungsfreudig sind und Investoren daher auch mit längeren Verlustphasen rechnen müssen. Der ETF bezieht sich auf ein Hundertstel des Index. Die Wertentwicklung des TecDAX wird im ETF physisch replizierend abgebildet. Das bedeutet, dass direkt in die Aktien investiert wird, und der Index nicht über Derivate nachgebildet wird.  

Fazit

Investoren bietet sich mit dem ETF auf den TecDAX eine kostengünstige Variante, am deutschen Technologiesektor zu partizipieren. Da das Portfolio nicht aktiv gemanagt wird und der ETF den Index abbildet, fallen keine Managementgebühren an. Auch wenn die Kurse sich schon deutlich nach oben entwickelt haben, sehen Experten noch Potenzial. Allerdings sollten Investoren einen eher mittel- bis langfristigen Anlagehorizont haben, da auch zwischenzeitlich eine Konsolidierung nicht auszuschließen ist.

 
iShares TecDAX-ETF
 
ISIN: 
DE0005933972
 
Fondsvolumen 
166,3 Mio. Euro
 
FondswährungEuro
Auflegungsdatum 
11.04.01
 
 
Gesamtkostenquote (p.a.):
 
0,51%




 

 

03.03.2014 | 15:01

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