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Werner Baumann: Zeit, sich warmzulaufen

Ende kommenden Jahres wird Marijn Dekkers den Chemie- und Pharmakonzern Bayer aus familiären Gründen verlassen. Offiziell haben die Leverkusener noch keinen Nachfolger für den Chefposten benannt. Gute Chancen, die weltweit rund 110.000 Bayer-Mitarbeiter zu führen, werden jedoch Werner Baumann eingeräumt.

BÖRSE am Sonntag

Ende kommenden Jahres wird Marijn Dekkers den Chemie- und Pharmakonzern Bayer aus familiären Gründen verlassen. Offiziell haben die Leverkusener noch keinen Nachfolger für den Chefposten benannt. Gute Chancen, die weltweit rund 110.000 Bayer-Mitarbeiter zu führen, werden jedoch Werner Baumann eingeräumt.
 
Sollte der 52-Jährige die Verantwortung übertragen bekommen, wird er sich an den Leistungen seines Vorgängers messen lassen müssen. Der genießt einen exzellenten Ruf – insbesondere bei den Investoren, kletterte die Aktie des DAX-Schwergewichts in den vergangenen fünf Jahren doch um 189 Prozent. Viel spricht dafür, dass der geborene Krefelder Baumann den Anforderungen mehr als gerecht werden kann.

Nicht zuletzt ist der studierte Wirtschaftswissenschaftler und Vater von vier Kindern schon seit 1988 bei Bayer unter Vertrag und hat sich in den verschiedensten Funktionen bewährt. Nach seinem Eintritt übernahm er zunächst Aufgaben im Ressort Konzernfinanzen, 1991 ging er als Controller zur Bayer Hispania Comercial nach Barcelona und wurde dort 1995 Assistent der Geschäftsführung. Ein Jahr später wechselte er zur Bayer Corporation in die USA.

2003 wurde Baumann in den Vorstand des Teilkonzerns Bayer Health Care berufen. Seit Oktober 2014 ist Baumann auch Vorstand für Strategie sowie Mergers & Aquisitions im Konzern. In dieser Funktion hat er unter anderem auch die Federführung bei der bevorstehenden Trennung von Bayer Material Science (BMS) von Konzern inne. BMS soll im kommenden Jahr an die Börse gehen.

Sollte Baumann den Bayer-Chefsessel erklimmen, wird er auch Pläne entwickeln müssen, in welcher Organisationsform Bayer die künftigen Herausforderungen meistern will. Erste Duftmarken hat er schon gesetzt. Kostprobe: „Wir werden unsere Unabhängigkeit jeden Tag durch unsere Leistung und unsere Entscheidungen verteidigen.“ Das klingt kämpferisch.