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DAX: Ein neuer Gipfel in Sicht?

Das deutsche Börsenbarometer DAX notiert kurz vor seinem Allzeithoch von knapp 12.390 Punkten. Es erreichte zum Wochenschluss ein neues Jahreshoch und notierte bei 12.312 Zählern. Wird nun die Luft verdammt dünn? Oder würde das Überschreiten der bisherigen Höchstmarke neue Kaufsignale erzeugen?

BÖRSE am Sonntag

Das deutsche Börsenbarometer DAX notiert kurz vor seinem Allzeithoch von knapp 12.390 Punkten. Es erreichte zum Wochenschluss ein neues Jahreshoch und notierte bei 12.312 Zählern. Wird nun die Luft verdammt dünn? Oder würde das Überschreiten der bisherigen Höchstmarke neue Kaufsignale erzeugen?

Der Dax hat zum Quartalsultimo nach einem verhaltenen Handelsverlauf doch noch zum Endspurt angesetzt. Kurz vor dem freitäglichen Börsenschluss erhielt der Leitindex überraschend Aufwind und übersprang erstmals wieder seit April 2015 die Marke von 12 300 Punkten. Bereits in der neuen Woche dürfte der deutsche Leitindex nun die Hürde von 12 400 Punkten ins Visier nehmen und damit so hoch steigen wie noch nie in seiner 29-jährigen Geschichte. Am Ende eines starken ersten Quartals stand für den Dax am Freitag ein Plus von 0,46 Prozent bei einem Index-Stand von 12 312,87 Punkten. Das Wochenplus beläuft sich damit auf glatte zwei Prozent. In den ersten drei Monaten des Jahres summiert sich der Gewinn auf 7,2 Prozent.

Unterdessen markierte der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, bereits wieder ein Rekordhoch.Der MDax erklomm vor dem Wochenende mit plus 0,46 Prozent auf 23 904,08 Punkte einen Höchststand. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,32 Prozent auf 2046,86 Punkte zu. Der Euro hat sich unterdessen nach deutlichen Kursverlusten im Verlauf der Woche vorerst stabilisiert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,0680 US-Dollar gehandelt.

Ob der Dax in den kommenden Woche weiter auf Rekordjagd geht, hängt stark davon ab, wie die vielen Datenveröffentlichungen in der neuen Woche ausfallen, warnt indes der Analyst Patrick Harms von der HSH Nordbank im Handelsblatt. Zu den bedeutendsten gehöre das Barometer für die Stimmung der Einkaufsmanager aus der US-Industrie zum Wochenstart sowie die am Freitag anstehenden Beschäftigtenzahlen. Hierzulande warteten Anleger vor allem auf die Arbeitslosenzahlen und das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager für die Eurozone am Montag. Bei den deutschen Daten blickten Investoren in der zweiten Wochenhälfte auf die Entwicklung der Industrieproduktion und die der Auftragseingänge. Und hier könnte der Schlüsel für den neuen Gipflsturm zum April liegen: Nach dem überraschend starken Rückgang bei der letzten Befragung könnte nun eine starke Gegenbewegung erfolgen. Das wäre dann, nach 29 Jahren DAX, der neue Gipfel!